122 Schadstoffe die unser Leben beeinflussen
Teil 2 Nr. 62 bis 122


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  1. 122 Schadstoffe die unser Leben beeinflussen Teil 1

  2. Nr. 1 bis 61


  3. 122 Schadstoffe die unser Leben beeinflussen Teil 2

  4. Nr. 62 bis 122



  1. 62. Phenolharz

    Diese duromeren Kunststoffe erhält man durch die Synthese von Phenolen und Aldehyden. Die exaktere Bezeichnung heißt Phenol-Formaldehydharz mit der Abkürzung PF. Phenolharz ist hitzebeständig, hart, und wasserfest. Man findet diesen Stoff z.B. als Wärmedämmplatten, in wasserfesten Leimen, Klebstoffen und Lacken, als Füllmittel in diversen Pressmassen, bei Span-, Faser- und Sperrholzwerkstoffen, in OSB-Platten und einigen anderen Produkten. Phenolharzprodukten wird zwar nachgesagt, dass sie nur eine geringe Menge an Formaldehyd an die Umwelt abgeben, jedoch ist auch diese Menge in einigen Fällen als gesundheits- und umweltgefährlich zu betrachten. Phenol selbst wirkt z.B. Schleimhautreizend und kann neben vielem anderen zu chronischen Vergiftungserscheinungen wie z.B.  Leber- und Nierenschäden führen. Allgemein können in Phenolharzprodukten auch eine Vielzahl anderer Chemikalien wie z.B. diverse Weichmacher enthalten sein, die in Kombination gemeinsam zu erheblichen Gesundheitsschädigungen führen können. Es kann daher von solchen Produkten, so weit es für jeden einzelnen möglich ist, nur abgeraten werden.

  2. 63. Aluminiumchlorhydrat

    Synonyme für diesen Stoff sind z.B. Aluminiumchlorhydrat, Dialuminiumchloridpentahydroxid oder auch Aluminiumhydroxychlorid. Man findet diesen, zu den Salzen gehörenden Stoff, zum Beispiel bei Deos (Antitranspirant, Schweißhemmer) und anderen Kosmetik- oder auch Körperpflegeprodukten. Zu diesem wird er auch in der Papier- und Textilindustrie sowie in der Wasseraufbereitung als Flockungs- und Sedimentationsmittel eingesetzt. Aluminiumchlorhydrate können z.B. zu toxischen Hautreizungen und zu Entzündungen von Drüsen und Granulomen oder auch anderen allergischen Symptomen führen. Sehr wichtig dürfte die Tatsache sein, dass Aluminiumchlorhydrate unter Verdacht stehen, Brustkrebs  und die Alzheimer-Krankheit auszulösen. Neben diesem wird auch berichtet, dass Nervenschädigung und Veränderungen der Erbanlagen möglich wären. Vielseitig Probleme soll es auch mit der eigentlich schweißhemmenden Wirkung bei Deos geben, die diesen Stoff beinhalten (fast alle bekannten Markenprodukte). Hierbei verschließt das Aluminium die Körperporen, wodurch die natürliche und auch entgiftende Schweißbildung verhindert wird und somit die automotorische Schutzfunktion des Körpers unterbunden wird.





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  1. 64. Ethylendioxid

    Auch bekannt unter den Bezeichnungen 1,4-Dioxan, Glycolethylether, Diethylendioxid, 1,4-Diethylendioxid, 1,4-Diethylenoxid,  Tetrahydro-1,4-dioxin oder auch Diether des Glykols etc. handelt es sich hierbei um einen alicyclischen Diether. Ethylendioxid findet man oft als Lösemittel für z.B. Harze, Wachse, Fette, Farbstoffe, Lacke u.ä.. Neben diesem findet man den Stoff auch bei der Magnetbandproduktion im Gießverfahren oder in Druckerfarben. Ethylendioxid muss mit den GHS- und EU- Gefahrstoffkennzeichnungen für leicht entflammbar und gesundheitsschädlich gekennzeichnet sein. Der Schadstoff kann als Kontaktgift z.B. Schädigungen durch die Aufnahme über die Haut oder über die Atemwege hervorrufen. Erkrankungen der Augen und der Atemwege sowie Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen, Schwindel, Halsschmerzen, Husten und Bewusstseinsstörungen bis zur Bewusstlosigkeit sind zusätzlich bekannt. Zu diesem kann es bereits nach kurzen Einwirkungen zu Schädigungen der Leber, der Nieren und des zentralen Nervensystems kommen. Der Stoff selbst steht im Verdacht krebsauslösend zu sein und den Hormonhaushalt sowie die Spermienproduktion zu stören. Auch eine Schädigung von Wasserorganismen kann nicht ausgeschlossen werden. 1,4-Dioxan war einer der Hauptbestandteile des chemischen Entlaubungsmittels "Agent Orange", welches während des Vietnamkrieges eingesetzt worden war.

  2. 65. Dichlordiphenyltrichlorethan

    Besser bekannt unter der Abkürzung DDT handelt es sich bei diesem Stoff, der auch als Clofenotan oder 1,1,1-Trichlor-2,2-bis-(4-chlorophenyl)ethan betitelt wird, um einen äußerst toxischen Schadstoff. Als Insektizid wird DDT seit ca. 1940 weltweit als Kontakt- und Fraßgift eingesetzt. Wobei die Herstellung und der Vertrieb von DDT mittlerweile fast weltweit untersagt wurde (in Deutschland seit dem 1.Juli 1977). Man nutzte diesen Stoff u.a. zur Malariabekämpfung, indem man Innenräume von Häuser und Hütten mit dem Giftstoff besprühte. Während des zweiten Weltkriegs wurde der Stoff als Entlausungsmittel bei Soldaten eingesetzt. In der Landwirtschaft wurden zig tausende Hektar Land mit DDT verseucht, als man den Stoff als Pflanzenschutzmittel äußerst breitflächig einsetzte. Neben diesem war DDT auch in zahlreichen Holzschutzmitteln und anderen Produkten enthalten. Die Krankheitssymptome beim Menschen würden vielleicht ganze Bücher füllen, so ist bekannt, dass der Stoff nervenschädigend, krebsauslösend und wie angedeutet höchst Giftig ist. Vergiftungserscheinungen mit DDT zeigen sie beispielsweise durch Zungentaubheit, Schwindel, Zuckungen der Gesichtsmuskulatur bis hin zu Krampfanfällen und Lähmungen. Auch das Hormonsystem des Menschen kann durch DDT stark geschädigt werden. Die GHS- und EU-Gefahrenstoffkennzeichnungsverordnung  schreibt eine Kennzeichnung als giftig, umwelt- und gesundheitsgefährlich vor. Die Tatsache, dass DDT schon einige Jahre in Deutschland verboten ist, verbreitet oft ein völlig falsches Sicherheitsgefühl. Es wurden über die Jahrzehnte so viel DDT versprüht oder in diverse Produkte einbezogen, dass wir auch gegenwärtig noch viele negative Vorfälle erleben. So nehmen wir auch heute noch DDT über diverse Lebensmittel tierischer Herkunft auf, deren Grünfutter wiederum mit DDT-Pflanzenschutzmittel verseucht wurden (bzw. der Schadstoff noch über das Erdreich in die Futterpflanzen gelangte). Pflanzenschutzmittelrückstände konnten aber bis vor wenigen Jahren auch noch in anderen Lebensmitteln gefunden werden. DDT ist auch heute noch in alten Anstrichen (vor allem Holzschutzmitteln) nachweisbar. Insbesondere in Gebäuden, die in den 60er Jahren erbaut oder saniert wurden, können die Belastungen noch gefährlich hoch sein. In Deutschland kann vermutlich gerade die Belastung aus solchen Häusern (bzw. Bauteilen die mit DDT-Produkten behandelt wurden) als die wohl höchste noch bestehende Gesundheitsgefahr betrachtet werden, die der teils nur als rücksichtslos zu bezeichnende Umgang früherer Zeiten noch auslöst. In diesem Zusammenhang sind vor allem Raumluftbelastungen älterer deutscher Schulen oder anderen öffentlichen Einrichtungen hervorzuheben. Da es keine vorsorglichen Raumuntersuchen in solchen Gebäuden gibt, Sanierungen oftmals nicht fachgerecht, zu lange verzögert oder gar nicht durchgeführt werden, wird wohl diese Gefahr auch noch einige Jahre bestehen.

  3. 66. Eisentrichlorid

    Auch bekannt unter den Synonymen Eisen(III)-chlorid, Ferrichlorid oder Eisensesquichlorid, handelt es sich hierbei um eine Verbindung aus Eisen- und Chloridionen und als dieses um eine wasserfreie Verbindung, welche extrem hygroskopisch („wasseranziehend“) ist. Eisentrichlorid wird z.B. zur Bindung von Schwefelwasserstoff oder zur Phosphatfällung genutzt. Desweiteren findet man es auch als Flockungsmittel in der Abwasserreinigung oder in der Aufbereitung von Schwimm- und Badebeckenwasser. Man findet den Stoff aber z.B. auch in dem blauen Farbstoff „Berliner Blau“ oder im sogenannten „Anilinschwarz“ oder als Oxidationsmittel und Farbbeize in der Textilfärberei und beim Ätzen von Metallen. Eisentrichlorid muss als gesundheitsschädlich und Ätzend gekennzeichnet sein. Der Schadstoff schädigt die Gesundheit beim Schlucken aber er kann bei Kontakt auch Reizungen der Haut oder schwere Augenschäden und vieles mehr verursachen. Wird der Schadstoff mit Alkalimetallen, Allylchlorid und Ethylenoxid vermischt besteht Explosionsgefahr.





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  1. 67. Eisenchloridsulfat

    Auch bekannt unter den Synonymen Eisen(III)-chloridsulfat oder Eisenchlorosulfat, handelt es sich hierbei um eine chemische Verbindung, die durch Oxidation von Eisensulfat mit Chlor gewonnen werden kann. Man gewinnt Eisenchloridsulfat auch bei der Titanoxid-Gewinnung als Sekundärprodukt. Eisenchloridsulfat wird, ähnlich dem Eisentrichlorid als Fällungs- und Flockungsmittel in der Abwasserreinigung genutzt. Wiederum ähnlich mit dem Eisentrichlorid ist auch das Eisenchloridsulfat ätzend und muss mit dem EU Gefahrenstoffkennzeichen hierfür gekennzeichnet sein. So gilt auch dieser Stoff als gesundheitsschädlich bei direktem Kontakt (Hautkontakt oder beim verschlucken).

  2. 68. Eisen(III)-sulfat

    Hier handelt es sich um einen Stoff der z.B. als Abfallprodukt in der chemischen Industrie vorkommt aber auch als Nanohydrat (z.B.: Chrom(III)-nitrat) in dem Mineral Coquimbit. Eisen(III)-sulfat wird vor allem zur Fällung von Phosphat in Großkläranlagen u.ä. eingesetzt. Man findet es aber auch als Beizmittel für Metalle. In der Medizin nützt man es als Blutstiller u.ä.. Eisen(III)-sulfat ist gesundheitsschädlich und muss als diese auch mit dem entsprechenden GHS und EU Gefahrstoffkennzeichen gekennzeichnet sein. Der Schadstoff kann Krankheitssymptome wie Übelkeit, Erbrechen, leichte bis schwere Herz- und Kreislaufstörungen aber auch Leber und Nierenschäden hervorrufen. Im Brandfall werden gefährliche Dämpfe (z.B. Schwefeloxide) frei gesetzt. Auch für die Umwelt bestehen hierbei Gefahren, so wird Eisen(III)-sulfat als Wassergefährdend (WGK 2) eingestuft.

  3. 69. Aluminiumhydroxid

    Auch bekannt unter den Synonymen Nordstrandit, Tonerdehydrat, Böhmit, Bayerit, Hydrargillit oder Diaspor, haben wir es hierbei mit einem Vertreter der anorganischen Metallhydroxide zu tun. Allgemein kommt Aluminiumhydroxid in unterschiedlichen Modifikationen auf dem Markt vor. Selbst in der Natur finden wir es z.B. in Bauxit (Aluminium-Erz). Aluminiumhydroxid ist das mengenmäßig am meisten benutze mineralische Flammschutzmittel, so finden wir es in diversen Putzen, in glasfaserverstärkten Kunststoffen, Dämmstoffen wie z.B. Polyurethan-Hartschäumen aber auch in Polyurethan-Weichschäumen (Montage- und Dichtschäume), diversen Lacken und Farben (insb. Polyurethan-Lacke und Dispersionsfarben) oder in Teppichrücken und vielem mehr. Neben diesem wird der Stoff auch in der Medizin genutzt, hier z.B. als Phosphatbinder bei Dialysepatienten. Allerdings zeigt sich bei längerem Einsatz eine Hirn- und Knochentoxizität, wodurch nur eine zeitlich begrenzte Nutzung (allgemein max. 4 Wochen) empfohlen wird. Aluminiumhydroxid war und ist ein gebräuchlicher Impfstoffzusatz, durch die hirnzellenzerstörende Wirkung wird jedoch nach und nach auf diesen Stoff verzichtet. Man vermutet, dass die breite Anwendung von Aluminium in unserer gegenwärtigen Gesellschaft für den stetigen Anstieg der Allergiker und Asthmatiker verantwortlich ist. Auch die Muskelschwächeerkrankung Makrophagische Myofasciitis wird aluminiumhydroxidhaltigen Impfstoffen wie z.B. gegen Hepatitis­A, Hepatitis­B und Tetanus etc. zugeschrieben (anerkannt von der WHO). 

  4. 70. Naphthalinsulfonat

    Dieser Schadstoff gehört zu den sogenannten PAS ( polare aromatische Sulfonate). Man findet Naphthalinsulfonat vor allem in Beton-, Mörtel-, Putz und Estrichverflüssigern, als Ledergerbstoff oder auch als Dispergiermittel in der Textilfärberei und einigem mehr. Der Schadstoff an sich enthält Formaldehyd, welches allergische Reaktionen bis hin zu Krebserkrankungen und viele weitere  Krankheitssymptome hervorrufen kann (Formaldehyd). So können aus Putzen, Mörteln und Estrichen, je nach Produkt und dessen Rezeptur, deutliche gesundheitsgefährdende Ausdünstungen auftreten, die es bereits erkrankten bzw. sensibilisierten Personen auch unmöglich machen kann, sich in Umgebung solcher Baustoffe aufzuhalten. Dies auch wenn der ein oder andere Hersteller gerne verharmlosend angibt, dass sein Produkt so wenig Formaldehyd enthält, dass es unberücksichtigt bleiben kann. Bei der Verbrennung dieses giftigen und umweltschädlichen Schadstoffes entstehen neben Kohlenoxiden auch Schwefeldioxide und andere, äußerst toxische Gase. Alles zusammen lässt z.B. auch keine Deponierung der Abfälle oder gar eine biologische Entsorgung zu.

  5. 71. Quecksilber

    Die alten Griechen nannten es „Flüssiges Silber“ (Hydrargyros), wovon auch das lateinische Wort „Hydrargyrum“ und davon wiederum die allgemein genutzte Abkürzung HG abstammt. Quecksilber ist ein Schwermetall und das einzige Metall, das bei Normalbedingungen flüssig ist. Man findet Quecksilber trotz hoher Giftigkeit in einigen alltäglichen Dingen wie z.B. Thermometer, Energiesparlampen, Amalgamfüllungen, Desinfektions- und Beizmitteln, bei der Goldwäsche, der Elektrolyse und selbst in der Kunst oder in der Medizin und vielem weiterem. Quecksilber ist äußerst giftig und umweltgefährlich. Es muss mit den GHS Gefahrstoffsymbolen für toxisch, gesundheitsgefährlich und umweltgefährlich gekennzeichnet sein. Das giftige Schwermetall verdunstet bereits bei Zimmertemperatur, was z.B. zu Bruch gehende Energiesparlampen oder auch Thermometer und andere Quecksilberprodukte besonders gefährlich macht. Die eingeatmeten Quecksilberdämpfe sind stark toxisch. Ebenso eine orale Aufnahme dieses Stoffes. Die Krankheitssymptome belaufen sich von akuten bis hin zu chronischen Vergiftungen. Das Nervengift kann Symptome wie Angstzustände, Depressionen, Müdigkeit, Nervosität, Schlaflosigkeit, Schwindel und einiges mehr auslösen. Zu den organischen Symptomen gehören z.B. auch Artrithis, Allergien, Durchfall, dauerhafte und erhöhte Infektanfälligkeit, Muskelschwäche, dauerhafte Nieren-, Herz- und/oder Atmungsstörungen, Schwächung des Urogenitalsystems, Haarverlust, Gliederschmerzen und Kopfschmerzen etc.. Selbst Multiplen Sklerose ähnliche Vergiftungserscheinungen können auftreten. Neuere Forschungen zeigen dass Quecksilber bei Alzheimer eine entscheidende Rolle spielt ebenso wie bei spontanen Fehlgeburten.

  6. 72. Phenol

    Phenole sind allgemein gesehen chemische Verbindungen, die aus einem aromatischen Ring und einer oder mehreren daran gebundenen Hydroxygruppen (Hydroxylgruppen) bestehen. Das Phenol hingegen ist der einfachste Vertreter der Phenole und ein Derivat des Benzols. Der Chemiker Friedlieb Ferdinand Runge, der, der auch das künstliche Indigo gefunden hatte, hatte übrigens auch das Phenol bei der Destillation von Steinkohleteer entdeckt (1834). Phenol findet man bei Unkrautvernichtungsmitteln, in diversen Kunststoffen und Kunstharzen, Klebstoffen, in Desinfektionsmitteln und zahlreichen synthetischen Verbindungen. Der Stoff ist so giftig, dass selbst die KZ-Ärzte im 3.Reich die Häftlinge mit Phenolinjektionen getötet haben. Eigentlich kann es nur Verwunderung auslösen, betrachtet man die Tatsache, dass phenolhaltige Produkte allgegenwärtig in unserem Leben zu finden sind. Noch mehr wenn man die umfangreiche Kennzeichnungspflicht mit GHS Gefahrstoffkennzeichen sieht (toxisch, ätzend, gesundheitsgefährdend). Phenol kann oral (schlucken), inhalativ (einatmen) und perkutan (über die Haut) aufgenommen werden. Der Schadstoff wirkt z.B. Schleimhautreizend und kann neben vielem anderen zu chronischen Vergiftungserscheinungen wie z.B.  Leber- und Nierenschäden führen. Verätzungen von Schleimhaut, Augen oder Haut sind möglich aber auch Augenschäden, die, von der Trübungen der Hornhaut, bis hin zur Blindheit führen können. Neben diesem kann Phenol Blut, Zentralnerven- und Herz-Kreislaufsystem (zer-)stören. Schwindel, Kopfschmerzen, Störungen der Ohren, Erbrechen, Schlaflosigkeit und weiteres sind hierbei wohl eher Anfangssymptome einer Vergiftung.

  7. 73. Chloranisol

    Chloranisole bilden eine Stoffgruppe, die sich vom Anisol als auch vom Chlorbenzol ableitet. Die Stoffgruppe der Chloranisole umfasst die Stoffe 2,4,6-Trichloranisol (auch als TCA betitelt), 2,3,6-Trichloranisol (auch als 2,3,6-TCA betitelt), 2,3,4-Trichloranisol (auch als 2,3,4-TCA betitelt), 2,3,4,6-Tetrachloranisol (auch als TeCA betitelt) und Pentachloranisol (auch als PCA betitelt). Chloranisole sind zunächst in korkendem Wein aufgefallen, später dann in älteren Fertighäusern und diversen Pavillonbauten. Seit wenigen Jahren ist bekannt, dass Chloranisolgerüche oftmals in älteren Gebäuden auftreten, in denen Spanplatten des Typs V100G eingesetzt wurden. Also mit Holzschutzmittel behandelte Spanplatten, die auch erhöhte Feuchtigkeitsbelastungen standhalten (höher der üblichen 18%). Bei den früher verwendeten Holzschutzmitteln handelte es sich hauptsächlich um chlororganische Stoffe wie zum Beispiel Tetra- und Pentachlorphenol (PCP), Lindan (g-Hexachlorcyclohexan), Chlornaphthaline, Dichlofluanid o.ä., womit beim Auftreten der sehr geruchsintensiven Chloranisole auch häufig äußerst gesundheits- und umweltschädliche Stoffe noch zusätzlich vorhanden sein können. 2,4,6-Trichloranisol ist als ein chlorhaltiger, aromatischer Kohlenwasserstoff gesundheitsschädlich und muss auch als dieses mit dem EU und GHS Gefahrstoffzeichen gekennzeichnet sein. Chloranisole sind allgemein kaum unbemerkt, weil sie äußerst intensiven Geruch frei setzen. TCA wird mit einem schimmelig, muffeligen und ultra-intensiven Geruch beschrieben, TeCA mit einem intensiv muffeligen und PCA mäßig intensiv muffelig. Gesundheitliche Beschwerden können z.B. Reiz-, Riech- und hautsensibilisierende Symptome sein. So können u.a. Kopfschmerzen und Übelkeit auftreten.

  8. 74. Chlordan

    Dieser Schadstoff ist Angehöriger der Gruppe der Chlorkohlenwasserstoffe und als dieses ein Kontaktgift und Fraßgift das häufig als Pflanzenschutzmittel verwendet wurde und in manchen Ländern auch noch wird. Chlordan ist ein Stoffgemisch aus vermutlich mindestens 147 Bestandteilen, die je nach Einsatzzweck variieren. Wie angesprochen wird/wurde Chlordan hauptsächlich als Pflanzenschutzmittel in der Landwirtschaft genutzt (hier vor allem in der Getreide- und Kartoffelkultivierung oder im allgemeinen Gemüseanbau). Neben diesem wurde es auch zu Holzschutzmitteln zugegeben um dieses z.B. gegen Termiten wirksam herzustellen. Chlordan ist gesundheitsschädlich und umweltgefährlich und muss als dieses auch mit den entsprechenden EU und GHS Gefahrstoffkennzeichen gekennzeichnet sein. Die Toxizität wird in der Fachsprache der Toxikologen als „mittlere akute Toxizität“ beschrieben. Klingt relativiert und auch verharmlost, ist aber in jedem Fall noch im Bereich von akut toxisch und somit auch als äußerst gefährlich einzustufen. So können akute Vergiftungserscheinungen auftreten (Schädigung von Nieren, Leber, Herz, Darm etc.) und bei Inhalation auch Entzündungen bis dauerhafte Schädigungen der Atemwege und der Lunge eintreten. Selbst die Verursachung diverser Krebsarten wird bei Chlordan vermutet (Leberkrebs konnte bei Mäusen nach Einwirkung von Chlordan bereits festgestellt werden). Neben toxischen Erscheinungen bei Fischen wurde auch bei Hunden eine sogenannte Lebertoxizität beobachtet. Es klingt schon etwas seltsam, wenn man z.B. ließt, dass Chlordananreicherungen, außer bei Fischerzeugnissen, eher weniger häufig in Futtermitteln gefunden werden. Was im umgekehrten Sinne heißt, dass selbst Futtermittel chlordanverseucht ist und diese Vergiftung bei Fischerzeugnissen eher normal sein könnte. Noch erschreckender wirkt dieser Fakt, wenn man sieht, dass heute noch Menschen durchschnittlich einige ng Chlordan pro kg Körpergewicht und pro Tag aufnehmen –aus dem, in der Umwelt, in tierischen Geweben und Tiererzeugnissen angereichertem Chlordan. Da wirkt es wie ein Tropfen auf den heißen Stein, dass aufgrund seiner Toxizität und Persistenz die Herstellung, der Verkauf und die Anwendung von Chlordan seit 1971 in Deutschland und seit 1981 in der Europäischen Union verboten ist. Dies Beispiel zeigt uns aber auch, dass selbst wenn wir Schadstoffe von heute auf morgen national aus dem Verkehr nehmen, die Gifte selbst noch Jahrzehnte lang in der Nahrungskette zu finden sind.

  9. 75. Azorubin

    Was wäre Ostern ohne Oster-Schadstofftweet. Ich möchte Ihnen die Feiertage nicht durch Schadstoffmeldungen in den geliebten Ostereiern vermiesen, daher nur ein Oster-Schadstofftweet, obwohl sicher viele möglich wären, wenn man z.B. die Futtermittel und Eierfarben genauer betrachtet. Azorubin ist der synthetische Lebensmittelfarbstoff der Eier rot färbt. Man kann annhemen, dass so gut wie jedes rote Osterei, dass Sie im Lebensmittelhandel gefärbt erwerben mit diesem Farbstoff gefärbt wurde. Kein Wunder denn Azorubin ist ein als Lebensmittelfarbe (Kennung E 122)  zugelassener Farbstoff der auch in vielen anderen Lebensmitteln (Getränken, Süß- und Zuckerwaren,  Puddingpulver, Fruchtkonserven, Fertigsuppen, Soßen, Paniermehl etc.), Kosmetika und Arzneimitteln enthalten ist. Weitere Namen für Azorubin sind z.B. Karmesin, Chromotrope FB oder (Achtung Zungenbrecher) Dinatrium-4-hydroxy-2-[(E)-(4- sulfonato-1-naphthyl)diazenyl] naphthalin-1-sulfonat. So verbreitet dieser Farbstoff ist, so verrufen ist er tatsächlich auch. So müssen z.B. seit 21. Juli 2010 Lebensmittel, welche den Azofarbstoff enthalten, in der Europäischen Union gesondert mit folgendem Warnhinweis ausgestattet sein: „ "Kann Aktivität und Aufmerksamkeit bei Kindern beeinträchtigen“. Zu diesem muss Azorubin mit dem GHS-Gefahrstoffkennzeichen für „Achtung gesundheitsschädliche Substanz“ und mit dem EU-Gefahrstoffkennzeichen für „Reizend“ gekennzeichnet sein. Allgemein stehen Azorubin-Farbstoffe im Verdacht allergische Reaktionen auszulösen (wie übrigens viele Lebensmittelfarben) und diese können eine umfangreiche Symptombreite aufzeigen wie z.B. Kopfschmerzen, Übelkeit, Hautausschlägen, Atembeschwerden bis hin zur Atemnot, Sehbeschwerden und vieles mehr. Besonders betroffen von diesen allergischen Reaktionen sollen vor allem Menschen sein, die z.B. auch auf Aspirin und/oder Benzoesäure (E 210) reagieren oder auch die, die unter Asthma leisen.  Der synthetische Farbstoff Azorubin ist übrigens nicht mit dem Karminrot (Lebensmittelkennung: E 120) zu verwechseln, auch wenn das Synonym Karmesin recht ähnlich klingt.  Karminrot wird i.d.R. aus der Natur gewonnen (mitunter durch die Cochenille Laus).

  10. 76. Diethylhexylphthalat

    Weitere Namen für diesen häufig als Weichmacher auf Phthalatbasis eingesetzten Schadstoff sind z.B. Di-sec-octylphthalat, Bis(2-ethylhexyl)phthalat, Phthalsäure-bis-2-ethylhexylester oder einfach nur die Abkürzung DEHP (für Diethylhexylphthalat).  Wie angedeutet wird dieser Stoff häufig als Weichmacher in polymeren Stoffen (Kunststoffen) eingesetzt. Er sorgt dafür, dass Produkte aus Kunststoff elastischer und geschmeidiger werden. Da jedoch Diethylhexylphthalat keine chemische Bindung mit den Kunststoffen eingeht, entweicht der Weichmacher wieder nach und nach aus dem Produkt. Dieses Entweichen oder auch Ausgasen, kann sich über Jahre und je nachdem in welche Produkte dieser Weichmacher eingearbeitet wurde, auch Jahrzehnte hinziehen. Allgemein findet man Diethylhexylphthalat z.B. als Weichmacher in PVC-Produkten, synthetischen Teppichböden, Vinyltapeten, in Spielzeugen aus Weichplastik, in Frischhaltefolien, als Zusatzstoff in Farben und Lacken, Druckerfarben, Klebstoffen, Schmier- und Antischaummittel, Modelliermassen, in kosmetischen Produkten wie z.B. Körperpflegemittel, Parfüm oder in der Nagelmodellierung etc. und auch in Schädlingsbekämpfungsmitteln u.v.m..  Ergo einmal mehr ein Stoff, der als Gift (Schädlingsbekämpfungsmittel) aber auch in Produkte eingearbeitet wird, die sich so manch ein Mensch auf das Gesicht legt (Kosmetik), obwohl Diethylhexylphthalat mit dem GHS-Gefahrstoffzeichen für gesundheitsschädlich und mit dem EU-Gefahrstoffkennzeichen für giftig gekennzeichnet werden muss. Diethylhexylphthalat kann direkt oder als von diversen Produkten ausgasender Stoff bereits in sehr geringen Mengen Schädigungen an Nieren, Leber und Hoden (Fruchtbarkeit) hervorrufen. Selbstverständlich können auch die üblichen Vergiftungserscheinungen oder Allergien angefangen mit Kopfschmerzen, Atembeschwerden bis hin zu Asthma und dauerhaften Schädigungen von Leber, Niere uns anderen Organen entstehen. Seit dem 28. Oktober 2008  müssen Artikel, welche diesen Schadstoff beinhalten, gegenüber dem Endverbraucher (Käufer) deklariert werden, d.h. es muss angegeben sein, dass dieser Schadstoff im Produkt ist. Seit dem 17. Februar 2011 wurde Diethylhexylphthalat als reproduktionstoxisch klassifiziert und ab dem 15. Januar 2015 wird das Inverkehrbringen und der Gebrauch dieses Stoffes ohne erteilter Autorisation verboten sein. Trotz allem gilt festzuhalten, dass eine nahezu unüberschaubare Palette an Produkten diesen Schadstoff bereits enthält und er Tag für Tag neue Opfer findet die durch ihn Krank werden.

  11. 77. Chlorwasserstoffsäure

    Wesentlich besser bekannt unter der Bezeichnung Salzsäure, gerne auch abgekürzt mit den Buchstaben HCI und ab und an auch Acidum hydrochloricum genannt, handelt es sich hierbei um einen schon lange bekannte (seit ca. dem 2. Jhd.), starke, anorganische (Mineral-) Säure. Man findet Salzsäure z.B. im menschlichen oder tierischen Magen (Magensaft) in Vulkangasen oder auch in Steinsalz und Meerwasser. Die Säure ist aber auch in äußerst vielen industriellen Bereichen im Einsatz, so z.B. zum Beizen, Ätzen oder Löten in der Metallindustrie oder auch in der Kunststoffindustrie z.B. bei der Herstellung von Polyvinylchlorid (PVC) oder Methylendiphenyldiisocyanat (MDI) oder auch Bisphenol A (BPA), Aktivkohle oder Ascorbinsäure etc.. Allgemein kann man durchaus schreiben, dass Chlorwasserstoffsäure eines der wichtigsten und meistgenutzten Grundchemikalien in der Gegenwart darstellt. So findet man diese Säure auch als Lebensmittelzusatz hinter der Betitelung E 507 und in der Pharmaindustrie. Die stark ätzende Säure wird auch oft im Handwerk für unterschiedliche Zwecke eingesetzt, so z.B. verdünnt (5 %ige Salzsäure) zum Entfernen von Zementschleiern auf Natursteinen oder Sichtmauerwerk. Salzsäure muss mit den GHS-Gefahrstoffkennzeichen für ätzend und gesundheitsgefährdend gekennzeichnet werden. Chlorwasserstoffsäure kann schon bei Raumtemperatur Chlorwasserstoff an die Umgebung abgeben, was z.B. zu einer Reizung der Schleimhäute und Atemwege bis hin zu akuter Bronchitis oder auch Lungenentzündung führen kann. Auch ernsthaften Augenverletzungen sind nicht auszuschließen. Bei Kontakt mit Haut kann es, je nachdem wie hoch die Säure konzentriert ist, zu erheblichen Verätzungen kommen.

  12. 78. Polyethylenterephthalat

    Um einiges besser unter der Abkürzung PET oder früher auch PETP bekannt, nennt man diesen thermoplastischen Polyester-Kunststoff auch Ethylenterephthalatpolymer oder Poly(oxyethylenoxy-terephthaloyl). PET wird äußerst vielseitig angewendet, so findet man es in diversen Verpackungen und Kunststoffflaschen (PET-Flaschen), in Textilien (Polyester) oder einfach nur als Kunststofffolien (Polyesterfolien) oder metallisierte Folien (Rettungsdecken) und sogar in Gefäßprothesen und vielem mehr. Bei der Herstellung von Polyethylenterephthalat entsteht Acetaldehyd, welches auch aus dem Kunststoff entweicht und beispielsweise an das Mineralwasser in der PET-Flasche oder andere mit PET verpackte Lebensmittel abgegeben wird. Neben dem Acetaldehyd wird auch das bei der Herstellung von PET verwendete Antimon(III)-oxid (Antimontrioxid) an das verpackte Medium (Saft, Mineralwasser etc.) abgegeben. Besonders gefährlich sind die für den Menschen giftigen Inhaltsstoffe bei Verpackungen von z.B. Backprodukten. Da diese noch warm verpackt werden und somit auch die PET-Verpackung erwärmen, wird das Ausdünsten giftiger Stoffe (insbesondere Antimontrioxid) aus dem PET in das Lebensmittel gefördert (durch die Wärme). Bei diesen mit PET verpackten Backwaren sind die Schadstoffgrenzwerte oftmals mehrfach überschritten. Viele Inhaltsstoffe von PET sind, wie z.B. das Antimontrioxid in höchstem Verdacht krebserzeugend zu wirken. Acetaldehyd gilt beispielsweise als äußerst gesundheitsschädlich, so schädigt es zum Beispiel mehrfach die Leber und kann zu in diesem Zuge auch zu Leberzirrhose führen. Die Gefahren durch Kunststoffverpackungen allgemein sind oftmals, wie auch bei PET, dermaßen vielseitig, dass man alle Arten der Stoffzusammenwirkung und Schädigungen von Mensch, Tier und Umwelt sicher noch nicht kennt. Im Grunde kann man nur anraten, weitmöglichst auf Kunststoffverpackungen zu verzichten. Es ist kein Umweltschutz, wenn man Mineralwasser in Kunststoffflaschen konsumiert und bewiesener Maßen auch nicht gesundheitsfördernd.

  13. 79. Diethyltoluamid

    Auch unter der Abkürzung DEET oder N,N-Diethyl-m-toluamid und N,N-Diethyl-3-methylbenzamid bekannt handelt es sich hierbei um ein weit verbreitetes Insektizid. Die Nutzung erstreckt sich von der häuslichen Anwendung zum Aufsprühen auf die Haut (z.B. unter den Markennamen Autan, OFF, Parazeet, Nobite oder auch Anti Brumm) über den Einsatz in Flugzeugen und selbst in Kriegen (z.B. Vietnamkrieg) wurde es bei den Soldaten als Flohmittel oder zur Behandlung von z.B. Kleidung u.ä. verwendet. Der Schadstoff selbst ist ebenso als Lösemittel verwendbar, daher greift er auch diverse Kunststoffe, Kunstfasern und Leder etc. an. Etwas paradox wirkt eine Empfehlung vom Centrum für Reisemedizin (CRM) in Düsseldorf . Hier wurde empfohlen, dass man Mückenschutzmittel mit Diethyltoluamid in einer Konzentration von mind. 30% nutzen sollte, wenn man in Länder wie Australien, Mittel- oder Südamerika reist. Diese Empfehlung wurde gegeben, obwohl Diethyltoluamid als gesundheitsgefährdend eingestuft wird und als dieses auch mit dem GHS- und EU-Gefahrstoffkennzeichen gekennzeichnet sein muss. DEET gilt als reizend für Schleimhäute, Augen und bei empfindlicher Haut auch für selbige. Es sind auch epileptische Anfälle nach einer Behandlung  mit DEET bekannt, ebenso wie das Auslösen diverser Allergien. Zu diesem sind Symptome wie Kopfschmerzen, Beeinträchtigungen der Wahrnehmungsfähigkeiten und Gemütsschwankungen bekannt. Im Jahre 2009 wurde berichtet, dass DEET auch schädliche Wirkung auf das menschliche Gehirn auslösen kann. Bei schwangeren Frauen, Frauen in der Stillzeit und Kindern unter 2 Jahren sollen Mückenmittel mit DEET als Wirkstoff nicht angewendet werden.

  14. 80. Resorcinol

    Dieser Stoff gehört zur Stoffgruppe der Phenole und wird auch als Resorcin, 1,3-Dihydroxybenzol, 3-Hydroxyphenol, oder m-Dihydroxybenzol u.ä. bezeichnet. Resorcinol kann man z.B. durch eine Destillation von Naturharzen gewinnen, jedoch wird es technisch durch eine Alkalischmelze, das Schmelzen von m-Benzoldisulfonsäure mit Natriumhydroxid, hergestellt, wobei Natriumsulfit als Nebenprodukt anfällt. Resorcinol wird z.B. zur Herstellung von Farbstoffen, Kunststoffen (hier auch als sogenannter UV-Absorber), Bindemitteln, Klebstoffen oder auch Flammschutzmitteln verwendet. Eines der Hauptanwendungsgebiete des Stoffes ist der Einsatz als Haftvermittler zwischen Gewebeeinlage und Gummicompounts bei der Reifenherstellung. Neben diesem findet man Resorcinol aufgrund seiner antiseptischen Wirkung auch in Salben (z.B. zur Behandlung von Hautkrankheiten, Ekzemen, Akne etc.), in Haarwässern und in zahlreichen weiteren Kosmetikprodukten (Lippenstiften, Haarfärbemittel etc.). Allgemein ist Resorcinol in höheren Konzentrationen giftig und es muss mit den GHS- und EU-Gefahrstoffkennzeichen für umwelt- und gesundheitsschädlich gekennzeichnet sein. Allgemein steigt die Zahl der Menschen bei denen Resorcinol eine allergische Reaktion auslöst. Diese, hauptsächlich  kontaktallergischen Reaktionen, treten vor allem bei Haarfärbemitteln, Shampoos oder anderen Kosmetika bzw. Haut- und Haarpflegeprodukten auf. Es gibt aber auch Fälle bei denen z.B. der ständige Kontakt mit Kunststoffen (z.B. einer Computermaus) in denen Resorcinol enthalten ist, zu allergischen Rektionen geführt hat. Resorcinol kann beim Einatmen zu Reizungen der Atemwege, Husten und Atemnot führen. Haut- und Augenkontakt können zu Reizungen führen. Beim Verschlucken von Resorcinol können Störungen im zentralen Nervensystem, Kopfschmerzen, Herzrhythmusstörungen, Blutdruckabfall, Atemnot, Krämpfe, Zyanose, Schilddrüsenstörungen bis hin zu Schädigungen von Leber, Nieren und Herz auftreten. Brennt Resorcinol so entstehen gefährliche Brandgase und/oder Dämpfe.

  15. 81. Parabene

    Parabene sind Ester der para-Hydroxybenzoesäure. Synonyme dieser Stoffe sind z.B. PHB-Ester, PHB-Ethylester, Metagin, Nipagin, Nipasol, Propagin, Parahydroxybenzoat, Oxybenzoesäure oder Oxybenzoat und Hydroxybenzoesäure oder Hydroxybenzoat etc. Parabene verfügen über antimikrobielle und fungizide Wirkung. Man findet Parabene vor allem in Kosmetika, Arzneimittel und in zahlreichen Lebensmitteln, wo Methyl- und Ethylparabene und ihre Natriumsalze als Zusatzstoffe (i.d.R. als Konservierungsstoff) zugelassen und mit den Kurzbezeichnungen E 214, E 218 und E 219 vermerkt sind. So findet man Parabene neben vielen anderen Beispielen in Knabbererzeugnissen aus Getreide oder Kartoffeln (z.B. Flips, Kartoffelchips etc.) bei überzogenen Nüssen, Pasteten, gekochten, getrockneten oder gepökelten Fleischprodukten. Im technischen Bereich kann man Parabene mitunter in Fetten, Ölen, Leimen, Schuhputzmitteln und vielem weiteren finden.  Kosmetische Produkte können durch Propyl-, Methyl-, Ethyl-, Butyl- Benzylparaben gekennzeichnet sein. Parabene haben, obwohl breitflächig eingesetzt, deutliche Nachteile für den Menschen, so wurde z.B. festgestellt, dass sie den Hormonhaushalt von männlichen Föten und Kindern stören, und so zu einer Feminisierung führen.  Desweiteren besteht der deutliche Verdacht, dass Parabene Brustkrebs und andere Krebsarten auslösen können. In einer Studie wurde ein Zusammenhang zwischen Antitranspiranten oder Deodoranten mit Parabene und Brustkrebserkrankungen festgestellt. Wie so viele synthetische Stoffe können auch Parabene unterschiedlichste Arten von Allergien auslösen. Äußerst interessant ist der Lobbyismus, der um die Parabene herrscht, so wird stoisch behauptet, dass Parabene praktisch nicht toxisch, nicht mutagen und nicht kanzerogen sind, was wie angegeben bereits mehrfach ad absurdum geführt wurde.

  16. 82. Endosulfan

    Dieses neurotoxische Insektizid ist ein Chlorkohlenwasserstoff und  wird auch als Benzoepin, Thionex, Thiodan, Phaser oder (Achtung Zungenbrecher) 6,7,8,9,10,10-Hexachlor- 1,5,5a,6,9,9a-hexahydro- 6,9-methano-2,4,3- benzodioxathiepin-3-oxid betitelt. Die Verwendung dieses Schadstoffen ist in vielen Ländern der Erde – mitunter in der Europäischen Union – verboten, allerdings gibt es noch einige Länder, wie z.B. die USA oder Indien u.a. in denen dieses Insektizid trotz seiner umwelt- und gesundheitsgefährdenden Wirkung genutzt wird. Die Stockholmer Konventionen streben wohl ein weltweites Verbot an, jedoch dürfte bis dies abgesegnet ist, noch einiges an Schaden in der Umwelt entstehen, da der hochtoxische Stoff die Fähigkeit besitzt sich in Organismen und in der Umwelt anreichern zu können. Endosulfan wird als Insektizid im Gartenbau, in der Forstwirtschaft und auch in der allgemeinen Agrarwirtschaft eingesetzt (z.B. in den USA bei Kartoffeln, Baumwolle, Äpfeln, Sojabohnen etc. pp.). Der Schadstoff muss mit den GHS- uns EU-Gefahrstoffkennzeichnungen für sehr giftig und umweltgefährlich gekennzeichnet sein. Benin, als eines der Länder die den Stoff noch als Insektizid nutzt, hat von 2001 bis 2003 mitunter 347 Endosulfanvergiftungen und 53 Todesfälle durch diesen Schadstoff verzeichnet. Womit Krankheitssymptome im Grunde überflüssig und schon erklärt sind – sie reichen nämlich von akuten Vergiftungen mit all den bekannten Folgen über Missbildungen bei Neugeborenen bis hin zum Tod.  Ein Blick in die Bildersuche bei Google o.ä. mit dem Stichwort „Endosulfan“ zeigt die grauenvollen Auswirkunken des mitunter bei Bayer (genauer die Bayer CropScience AG, ein Teilkonzern der Bayer AG) hergestellten Schadstoffes äußerst deutlich.

  17. 83. Hexylzimtaldehyd

    Dieser Stoff wird auch als Hexyl Cinnamal, Hexylcinnamal oder (2E)-2-benzylideneoctanal betitelt und häufig in der Parfum- und Kosmetikindustrie, aber auch bei anderen Produkten des täglichen Lebens, als Aroma- /Duftstoff genutzt. So findet man Hexylzimtaldehyd in Duschgels, Badezusätzen, Haarshapoos und vielerlei (vor allem günstigen) Parfumsorten bis hin zu beduftetem Kunststoffspielzeug u.ä. wie z.B. Seifenblasen, beduftetem Schreibpapier, Radiergummi, Textmarkern oder bedufteten Bällen. Das natürliche Vorkommen dieses Stoffes ist zum Beispiel im ätherischen Öl der Kamille. Hexylzimtaldehyd wird aber in aller Regel nicht natürlich gewonnen, sondern synthetisch hergestellt, da dies so um einiges günstiger ist. Das Hexyl Cinnamal ist toxisch und reizend und wird als ein Klasse- B- Allergen nach dem Deutschen Institut für medizinische Dokumentation und Information eingestuft. Ein Hersteller von Hexylzimtaldehyd gibt in seinem Sicherheitsdatenblatt zu diesem Stoff an, dass dieser mitunter schwere Verätzungen der Haut und Augenschäden verursachen kann. Reines Hexylzimtaldehyd muss mit dem Gefahrstoffkennzeichen für ätzend gekennzeichnet sein. Leider gibt es bis dato nur wenige klinische Angaben zu diesem Stoff. Dies kann daran liegen, dass sehr viele Ärzte bei einem Allergietest (Epikutan- oder Patchtest) diesen Stoff noch unberücksichtigt lassen. Leider, obwohl bei dem gegenwärtig breiten Einsatz vielerorts schon jetzt auf die hohe allergene Potenz hingewiesen wird – ebenso wie bei anderen synthetischen Duftstoffen wie z.B. Hydroxycitronellal. Eine ganz besonders akute Gefahr dürften hierbei Produkte darstellen, die gleich mehrere synthetische Duft- oder Zusatzstoffen beinhalten, was wiederum  - nicht immer, jedoch sehr häufig - vor allem in günstigen Produkten der Fall ist.

  18. 84. Tartrazin

    Viele werden diesen synthetischen Farbstoff wesentlich öfter mit dem Kennzeichen E 102 gesehen haben, einige verwenden auch die Bezeichnung  Acid Yellow 23,  C.I. 19140 oder den korrekten chemischen Namen Trinatrium-3-carboxy-5-hydroxy- 1-p-sulfophenyl-4-p-sulfophenylazo-pyrazol. Der künstliche Farbstoff Tartrazin wird bei zitronengelben bis orangefarbenen Färbungen genutzt und er ist auch unter Einwirkung von Licht und hoher Temperatur farbecht. Man findet den Farbstoff in Likören, Spirituosen, Weinen aber auch in Getränken ohne Alkohol, Backwaren, Knabberartikeln, Puddingpulver, Senf, Schmelzkäse, Fisch- oder Krebspasteten, Wasabi, als Farbstoff für Dragees, Käse oder gar Kunstdärmen und Gebrauchsgegenständen aus Kunststoff, in Arzneimitteln und in sehr vielen Kosmetika wie z.B. Lippenstift. Tartrazin ist trotz des breiten Einsatzes bekannt dafür, dass es Allergien auslöst vor allem bei Personen die z.B. auf Acetylsalicylsäure allergisch sind oder auch bei Asthmatikern. Die Krankheitssymptome beginnen oftmals bei leichten Atembeschwerden, Juckreiz, Hautausschlägen, verschwommenes Sehen, Hautflecken oder Fieberanfällen etc.. Auch als Auslöser von Hyperaktivität steht dieser Schadstoff im Verdacht. Seit dem 21. Juli 2010 müssen Lebensmittel die diesen Farbstoff beinhalten in der Europäischen Union mit einem Warnhinweis gekennzeichnet sein. Der Stoff selbst muss mit den GHS- und EU Gefahrstoffkennzeichnungen für Gesundheitsgefährdend ausgestattet sein. In Norwegen ist dieser Stoff schon vollkommen verboten, was er kurzzeitig auch in Deutschland und Österreich war, jedoch durch gesetzliche Angleichungen in der EU wieder aufgehoben wurde.

  19. 85. Natriumlaurylsulfat

    Auch bekannt unter den Bezeichnungen Schwefelsäuredodecylester-Natriumsalz, Natriumdodecylsulfat, Dodecylsulfat-Natriumsalz, SDS oder SLS handelt es sich hierbei um eine sogenannte waschaktive Substanz (anionisches Tensid), welche z.B. in Shampoos, Duschgel, Zahnpasta, Salben, Lotionen, Handspülmittel, flüssigen Waschmitteln und einigen anderen Reinigungsmitteln enthalten ist. Der Stoff selbst muss mit den GHS- und EU-Gefahrstoffkennzeichen für leicht entzündlich und gesundheitsschädlich gekennzeichnet sein. Allgemein weist dieser Stoff eine antibakterielle und antivirale Wirkung auf. Allerdings, und daher sollte man vorsichtig sein, gilt Natriumlaurylsulfat auch als allergieauslösend und hautreizend (z.B. Reizung der Augen, Atmungsorgane und der Haut), weswegen auch die Nutzung in Kosmetika äußerst umstritten ist. Bei sensiblen Menschen kann es, über Zahnpasta aufgenommen, zu Entzündungen im Mundraum bis hin zur Schädigung der Schleimhaut des Zahnfleisches führen. Natriumlaurylsulfat lässt die Haut aufquellen und macht sie damit anfälliger für Verletzungen. Es wird zwar in vielen Produkten angestrebt diese Reaktion durch Zugabe anderer Tenside zu unterdrücken, jedoch kann der Mix aus vielen unterschiedlichen Stoffen auch schlimmere Auswirkungen auf Mensch und Umwelt mit sich tragen.

  20. 86. Parathion

    Hierbei handelt es sich um einen Ester der Thiophosphorsäure und einem ehemals meistverwendeten und meistverarbeiteten organischen Phosphat. Synonyme für diesen Stoff sind z.B. Thiophos, O,O-Diethyl-O-(p-nitrophenyl)- thiophosphorsäureester, Nitrostigmin oder auch die Kennung E 605. Im Volksmund hat dieser Schadstoff auch den Spitznamen „Schwiegermuttergift“, da der Stoff aufgrund seiner äußerst hohen Toxizität  häufig für Suizide und Morde verwendet wurde. Parathion wurde vor allem als Insektizid eingesetzt, zeigt aber auch akute toxische Reaktionen bei Warmblütler. Parathion ist dermaßen toxisch gegenüber Mensch und Tier, dass es zahlreiche Berichte über tödliche Unfälle gibt, zu welchen nur Spuren des Stoffes angefasst oder berührt wurden. So erzählt Rachel Carson z.B. in Ihrem wundervollen Sachbuch „Der Stumme Frühling“ von zwei Kindern, die mit einem Sack, in welchem einmal Parathion enthalten war, ihre Schaukel reparieren wollten und beide durch den Kontakt mit dem leeren Sack und den anhaftenden, vielleicht gar nicht mehr sichtbaren Spuren von Parathion, kurz drauf verstarben. Parathion wurde zwar im Jahr 2001 durch die europäische Kommission verboten – genauer die Einfuhr, Anwendung und Zulassung von Parathion enthaltenden Pflanzenschutzmitteln wurde verboten, doch nicht verboten wurde die Abgabe zur Lagerung mit anschließender Ausfuhr aus der EU. Das heißt nichts anderes, als das deutsche oder EU Chemieunternehmen den Stoff durchaus noch herstellen, lagern und ins Ausland verkaufen können, wo dann breitflächig das toxische Mittel versprüht werden kann und über diesen Umweg parathionverseuchtes Gemüse u.ä. nach Deutschland zurück kommen könnten. Parathion muss übrigens mit den GHS- und EU-Gefahrstoffkennzeichen für sehr giftig und umweltgefährlich gekennzeichnet sein (bei GHS-Kennzeichen: toxisch, gesundheitsgefährlich und umweltgefährlich). Sollten Sie noch alte Bestände Parathion  (Handelsbezeichnung z.B. „E 605 forte“) irgendwo gelagert haben, kann nur empfohlen werden diese umgehend bei einer entsprechenden  Sondermüllsammelstelle abzugeben und auf keinen Fall das Gift direkt anzufassen/zu berühren!!

  21. 87. Triclosan

    Dieser Angehörige der polychlorierten Phenoxyphenole wird auch als Triclosanum, Irgasan, TCC oder 5-Chlor-2-(2,4-dichlorphenoxy)-phenol betitelt und vor allem als Desinfektionsmittel, Konservierungsmittel und Bakterienhemmer eingesetzt. So findet man den Stoff in einer Vielzahl von Kosmetika wie Zahncreme, Seifen, Lotionen und Deos aber auch in gewöhnlichen Haushaltsreinigern und diversen Waschmitteln sowie in einigen Textilprodukten und Alltagsgegenständen (Matratzenbezüge, Sport- und Funktionskleidung, Haushaltsschwämmen, Teppiche, Schuhe, Plastik-Geschirr etc.). Triclosan hat u.a. die negative Eigenschaft, dass sich aus diesem Stoff unter Sonneneinstrahlung polychlorierte Dibenzodioxine und Dibenzofurane bilden und diese an die Umwelt abgegeben werden. TCC ist für die menschliche Leber giftig und allgemein neurotoxisch (nervenschädigend). Neben diesem ist Triclosan als Schädiger der Hautflora, der Augen und Schleimhäute bekannt und es reichert sich in der Muttermilch sowie im Fettgewebe an. Der Stoff ist allgemein als Kontaktallergen eingestuft und steht unter dem Verdacht, das Erbgut zu verändern. Über die Abwässer gelangten und gelangen über die Jahre viele Tonnen des Stoffes in die Umwelt, wo Triclosan die Wasserorganismen schädigt und sich auch in Fischen anreichert. Durch die Reaktionen mit Sonnenstrahlen (Licht und Wärme) erhöht der Stoff auch die Dioxinbelastung in der Umwelt. In einigen Ländern ist Triclosan  nicht mehr als Konservierungsmittel erlaubt, jedoch konnte hier festgestellt werden, dass es dort dann oftmals nicht als Konservierungsmittel, sondern als Feuchthaltemittel oder Enthärter deklariert wird. Neben diesem findet man oft auch Produkte auf deren Inhaltsstoffverzeichnis der Stoff selbst nicht angegeben wird, jedoch auf dem Etikett des Produktes der Vermerk „antibakteriell“ zu finden ist. Dieser Vermerk ist häufig, nicht immer, ein Hinweis, dass Triclosan im Produkt eingesetzt wurde. Das Nervengift Triclosan muss mit den EU- und GHS-Gefahrstoffkennzeichen für reizend und umweltgefährlich gekennzeichnet sein.





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  1. 88. Cobaltoctoat

    Einmal mehr ein Stoff mit sehr vielen Synonymen wie z.B. Cobaltbis(2-ethylhexanoat), Cobaltbis(2-ethylhexano at), Cobaltous octoate, Cobaltousoctanoate, cobalt(II) Octoate, Cobalt(II) Octylate, Cobalt bis(2-ethylhe, Cobalt 2-Ethylhexoate, Cobalt 2-Etyhlhexanoate oder auch Cobaltbis(2-ethylhexanoat) und so weiter. Cobaltoctoat ist mitunter in Parkettölen, Kunstharzen, Lasuren, Firnis, Lacken, Dispersionsfarben oder auch Druckfarben  u.ä. zu finden und fördert hierbei die beschleunigte Trocknung als sogenannter Trockenstoff. Der Stoff gilt als stark reizend für Haut, Augen, Magen-Darm-Trakt und Atmungsorgane und steht in Verdacht krebserzeugend zu wirken. Neben diesem können Gesundheitsstörungen wie z.B. Erbrechen, Übelkeit, Durchfall, Nierenschäden, Lungenschäden, Herzschäden und vieles mehr bis hin zu den unterschiedlichsten allergischen Reaktionen auftreten. Sensibilisierte Personen können schon auf sehr geringe Konzentrationen an Cobaltoctoat reagieren und sollten deshalb grundsätzlich keinen Kontakt mit diesen Stoffen haben. Im Brandfall entstehen gefährliche toxische Gase bzw. Dämpfe und ein Eindringen in Boden, Gewässer oder die Kanalisation muss in jedem Fall verhindert werden, da auch hier einiges an Schaden angerichtet werden kann. Allgemein ist der Stoff mit dem Gefahrenstoffkennzeichen für gesundheitsschädlich zu kennzeichnen. Vorsicht auch bei Jugendlichen die in der Ausbildung sind und mit diesem Stoff arbeiten sollen! Jugendliche ab 15 Jahren dürfen mit Cobaltbis(2-ethylhexanoat) in aller Regel nur dann beschäftigt werden, wenn dies zum Erreichen des Ausbildungszieles erforderlich und die Aufsicht durch einen Fachkundigen sowie betriebsärztliche oder sicherheitstechnische Betreuung gewährleistet ist.

  2. 89. Dreckiges Dutzend

    Das Dreckige Duzend, in englisch „dirty dozen“ sind zwölf bekannte Giftstoffe die u.a. als Insektizide, Fungizide oder als Industriechemikalie genutzt und durch die POP- oder Stockholmer Konvention vom 22. Mai 2001 weltweit verboten wurden (POP = Persistent Organic Pollutants/langlebige organische Schadstoffe). Hierzu zählen Aldrin, Chlordan, Dieldrin, Dichlordiphenyltrichlorethan, Endrin, Heptachlor, Hexachlorbenzol, Mirex, Polychlorierte Biphenyle, Polychlorierte Dibenzodioxine, Polychlorierte Dibenzodioxine und Toxaphen. Alle diese Stoffe sind organische Chlorverbindungen und stehen mitunter im Verdacht (z.T. auch wissenschaftlich belegt) erbgutveränderd (mutagen), krebserzeugend (kanzerogen) und/oder reproduktionstoxisch (teratogen) zu wirken. Neben den organischen Schadstoffen gibt es den Begriff „Dirty Dozen“ auch bei Obst und zwar sind hier die Top 12 der durch Chemikalien (z.B. für Insektizide u.a.) verseuchten Obstsorten angesprochen. Die Dirty Dozen des Obstes für das Jahr 2010 finden Sie hier: http://url9.de/bLi

  3. 90. Bronopol

    Bronopol (Abkürzung BNP) wird auch als 2-bromo-2-nitropropane-1,3-diol, 2-bromo-2-nitro-1,3-propanediol oder beta-Brom-beta-nitrotrimethylenglykol betitelt und ist vor allem in Flüssigseife, Balsam, Reinigungsmilch, Hand- und Fußsalbe, Deodorant, Nagelpflegeprodukten, Lotionen, Gesichtsmasken und anderen Pflegeprodukten oder Kosmetika enthalten. Bronopol wird aber auch in vielen Industriebereichen als Konservierungsmittel genutzt, so zum Beispiel in Kühlschmiermitteln und Dünger. Der Stoff selbst kann unter Einwirkung von Sonnenstrahlen (Licht und Wärme) Formaldehyd freisetzen und es können sich krebserregende Nitrosamine bilden. Beim Erhitzen oder Verbrennen von Bronopol zersetzt sich der Stoff und bildet dabei korrosive, toxische Dämpfe (Bromwasserstoff, Stickstoffoxide). Es heißt, dass bereits eine Temperatur von 20°C zu einer toxische Kontamination der Luft führt. Die Krankheitssymptome sind somit ähnlich wie bei Formaldehyd und lassen kaum alle auf einer Liste zusammen zu tragen, daher nachfolgend nur ein kleiner Ausschnitt zu welchem  das Auslösen von Allergien, Hautentzündungen, Augenentzündungen, Reizung der Atemwege (Halsschmerzen, Husten etc.) und andere  Schleimhautreizungen, Juckreiz und z.B. auch das vorzeitige Altern der Haut gehört. Der Stoff selbst muss mit den Gefahrstoffkennzeichen für toxisch, umwelt- und gesundheitsgefährdend sowie reizend gekennzeichnet sein. Bronopol wirkt auf Wasserorganismen sehr toxisch und kann auch hier Langzeitschäden hervorrufen.

  4. 91. 4- Methylbenzylidencampher

    Auch mit 4-MBC abgekürzt nennt man diesen Stoff auch (3 E) -1,7,7-Trimethyl-3-[(4-methylphenyl) methylen]-2-Norbornanon, 3-(4-Methylbenzyliden)bornan-2-on oder 3-(4-Methylbenzyliden)-DL-Campher. Es handelt sich hierbei um ein sogenanntes Kampfer-Derivat das vor allem für Sonnenschutzlotionen und einigen anderen Kosmetika genutzt wird. 4-MBC schütz vor allem vor UV- und UV-B-Strahlung der Sonne. Dabei reizt der Stoff Augen, Haut und Atmungsorgane. 4-MBC ist äußerst giftig für Wasserorganismen und kann in Gewässern bzw. allgemein in der aquatischen Umwelt auch langfristige Schäden anrichten. Zu diesem steht der Stoff in Verdacht Krebs  auszulösen (insbes. Brustkrebs) und es wurde ihm eine negative Wirkung auf den Hormonhaushalt  des Menschen (Östrogenwirkung) und somit mitunter eine Beeinträchtigung auf das Wachstum (insb. Von Organen) nachgewiesen. Aus diesem Grund sollten Sonnenschutzlotionen mit 4-MBC auf keinen Fall bei Kindern verwendet werden. Oral (über den Mund) oder perkutan (über die Haut ) aufgenommen lagert und reichert sich dieser Schadstoff im gesamten Körper an. Eine Aufnahme durch das Schwimmen in Gewässern mit hohem 4-MBC Gehalt ist möglich. Es wurden bereits 4-MBC Spuren in Fischen und selbst in Muttermilch nachgewiesen.

  5. 92. Bronidox

    Hierbei handelt es sich um ein Kondensationsprodukt aus Formaldehyd und Bronopol (BNP). Abgekürzt wird der Stoff allgemein mit den Buchstaben BND. Synonyme für dieses Produkt sind z.B. Bronidox L, 5-Brom-5-nitro-1,3-dioxan oder auch 5-Brom-5-nitro-m-dioxan. Bronidox wird vor allem als/in Konservierungsmitteln, Stabilisatoren, Tensiden und Bakteriziden oder auch Bioziden (Schädlingsbekämpfungsmittel) genutzt.  Man findet es zum Beispiel häufig in diversen Kosmetika oder auch Pflegeprodukten wie z.B. in Shampoos oder Badezusätze. Bronidox gilt als gesundheitsschädlich beim Verschlucken. Zu diesem gilt es als haut- und augenreizend nach Berührung/Kontakt und als gesundheitsgefährlich beim Einatmen. Bronidox muss mit dem Gefahrenstoffkennzeichen für gesundheitsschädlich gekennzeichnet sein. Neben all diesem gilt der Schadstoff als schwach wassergefährdend. Auch Bronidox zählt zu den Formaldehydabspaltern, d.h. dass der Stoff z.B. bei Sonnenlicht (Licht und Wärme) Formaldehyd freisetzt und somit weit höhere Gefahren in sich birgt als das eben hierzu Genannte. Eine der möglichen Gefahren wären z.B. auch, dass sich krebserregende Nitrosamine bilden. Als halogenorganischer Stoff gilt Bronidox auch als allergieauslösend und er kann für eine vorzeitige Alterung der Haut verantwortlich sein.

  6. 93. Alpha-Hydroxcarbonsäuren

    Eigentlich  nennt man sie Alpha-Hydroxsäuren oder auch Alpha-Hydroxy-Säuren und kürzt sie mit AHA für die englische Bezeichnung Alpha hydroxy acids ab. Bei Alpha-Hydroxcarbonsäuren handelt es sich um sogenannte Alkansäuren, die eine oder mehrere Carboxygruppen und auch eine oder mehrere Hydroxygruppen besitzen und demnach Eigenschaften von Carbonsäuren und Alkoholen aufweisen (bzw. Phenolen, Phenolcarbonsäuren). Synonym für diese Säure ist z.B. auch einfach Hydroxsäure oder (veraltet) Oxysäure, wobei damit nicht nur die Alpha-Hydroxsäure angesprochen ist, sondern auch die Beta-Hydroxsäure (bei dieser sind die Hydroxy- und Carboxygruppe durch zwei dazwischen liegende Kohlenstoffatome getrennt). Alpha-Hydroxsäuren werden synthetisch hergestellt, können aber auch natürlich in Form von Fruchtsäuren vorkommen (z.B. Apfelsäure, Mandelsäure, Weinsäure, Zitronensäure etc. aber auch Milchsäure, Buttersäure). Die organische Säure findet man z.B. in Lebensmittel als Säuerungs- und Konservierungsstoff (z.B. Wein-/Zitronensäure, Essigsäure, Ameisensäure, etc.), zur Seifen und Kerzenherstellung (z.B. Stearinsäure) oder aber auch bei der Kunststoffherstellung (Buttersäure) oder als Kochsalzersatz in Diätnahrung (Milchsäure) u.v.m.. Auch die Salicylsäure ist ein Vertreter der Hydroxycarbonsäuren. Sie wird z.B. häufig für Kosmetika, Farb- und Riechstoffen oder auch zur Herstellung von z.B. der Acetylsalicylsäure (besser bekannt unter dem Markennamen Aspirin) genutzt. Salicylsäure (Synonyme sind z.B. Spiroylsäure, Spirsäure, ortho-Hydroxybenzoesäure, 2-Hydroxybenzencarbonsäure, 2-Hydroxybenzoesäure) wurde früher häufig aus Weidenrinde hergestellt, in heutiger Zeit erfolgt das jedoch nur noch synthetisch. Je nach Herkunft der Hydroxcarbonsäuren können diese mehr oder weniger gesundheitlich schädlich sein. Die in Kosmetika oft enthaltene Salicylsäure ist z.B. mit den Gefahrstoffkennzeichen für ätzend und gesundheitsschädlich auszuzeichnen. Hautpflegeprodukte mit Salicylsäure können die Hautzellen, Schleimhäute und Augen reizen und schädigen und u.U. auch langfristige Schäden verursachen. Milchsäure oder auch Fruchtsäuren allgemein werden von einigen Menschen dieser Welt nur schlecht vertragen, hier kann es zu den unterschiedlichsten Reaktionen und auch Folgeproblemen kommen. Die einen bekommen Hautausschlag, die anderen Sodbrennen, das irgendwann auch zu Magengeschwüren führen kann. Da es sehr viele unterschiedliche Alpha-Hydroxcarbonsäuren gibt, wäre die Aufzählung der möglichen gesundheitlichen Auswirkungen sehr lang. Es gilt daher gerade Kosmetika oder auch Nahrungsmittel mit solchen Stoffen vorsichtig gegenüber zu treten und bei den kleinsten Anzeichen von Unverträglichkeit die Finger davon zu lassen.

  7. 94. Butylhydroxytoluol

    Abgekürzt mit BHT und unter zahlreichen Synonymen bekannt, wie z.B. Butyliertes Hydroxytoluol, 2,6-Bis(1,1-dimethylethyl)-4-methylphenol, 2,6-Di-tert-butyl-4-methylphenol, 3,5-Di-tert-butyl-4-hydroxytoluol, 3,5-Bis(1,1-dimethylethyl)-4-hydroxytoluol oder auch 2,6-Di-tert-butyl-p-kresol handelt es sich hierbei um eine rein synthetische chemische Verbindung die häufig als Antioxidantie genutzt wird. Man findet diesen Stoff mitunter in Kosmetika, Haarspülungen, Verpackungsmaterialien, Lebensmitteln (hier unter der Kennung E 321) oder in Arzneimitteln. BHT kann zur Störung der Blutgerinnung und bei langzeitiger Einnahme auch zu Lebertumoren führen. Neben diesem wird der Stoff als kanzerogen eingestuft. Es gibt Untersuchungen, die die Bildung von einigen allergischen Reaktionen angeben und es besteht der Verdacht, dass der Stoff fruchtschädigend wirkt und zur Störung des Immunsystems beiträgt. Sicherheitsdatenblätter zu diesem Stoff geben an, dass der Stoff Hautreizungen und schwere Augenverletzungen verursachen kann und das Produkt selbst schwer biologisch abbaubar ist. Butylhydroxytoluol wird mit dem Gefahrstoffkennzeichen für gesundheitsschädlich und reizend ausgezeichnet. 





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  1. 95. Butylhydroxyanisol

    Abgekürzt mit BHA handelt es sich hierbei um eine organisch chemische Verbindung, welche zur Gruppe der Phenolether gezählt wird. Synonyme für diesen Stoff können z.B. sein 2-tert-Butyl-4-hydroxyanisol oder auch 3-tert-Butyl-4-hydroxyanisol – im Lebensmittelbereich wird man die Kennung E 320 für diesen Stoff finden. Wie auch das BHT (Butylhydroxytoluol) wird auch das BHA als Antioxidationsmittel (zur Verlängerung der Haltbarkeit) genutzt. So finden wir es in diversen Lebensmitteln, Brat- und Frittierfetten, Schmalz, Fischöl, Schaf-, Rinder- und Geflügelfetten, Süßwaren, Kuchenfertigmischungen, Bisquits, Trockensuppen, Knabberartikeln aus Getreide (Erdnussflips aber auch Kartoffelchips und diversen Nussprodukte), Würzmitteln, Kaugummi, in Kosmetika wie Lippenstiften, Lidschatten u.ä. und selbst in Arzneimitteln wie Salben, Ölbäder etc.. Butylhydroxyanisol  steht im Verdacht Allergien auszulösen. BHA kann in großen Mengen eingenommen zu lebensgefährlicher Blausucht führen, ein Grund warum der Lebensmittelzusatzstoff z.B. in Kinder- und Säuglingsnahrung nicht zugelassen ist. Neben diesem besteht zusätzlich der Verdacht, dass der Stoff kanzerogen und erbgutschädigend wirkt. Während der Stoff in Deutschland fast ohne weitere Einschränkung genutzt wird, gibt es in den USA nur eine eingeschränkte Zulassung zur Nutzung und in Österreich ist der Stoff wohl ganz verboten. BHA muss mit den GHS- und EU-Gefahrstoffkennzeichen für Gesundheitsschädlich gekennzeichnet sein.

  2. 96. Natriumnitrit

    Ganz grob und allgemein erklärt, Natriumnitrit  ist das Natriumsalz des Hydrogennitrits (der Salpetrigen Säure), wovon sich auch das Synonym salpetrigsaures Natrium ableitet. Natriumnitrit ist den meisten Menschen (zumindest in Deutschland) unter dem Kennzeichen E 250 bekannt, da es sehr häufig im Lebensmittelbereich als Konservierungsstoff eingesetzt wird. So findet man es beispielsweise auch in vielen Bratwurstsorten oder überhaupt in Fleischprodukten (vor allem in Verbindung mit Pökelsalz das 0,5% Natriumnitrit beinhalten darf). In der chemischen und pharmazeutischen Industrie nutzt man den Stoff auch zur Herstellung von Azofarbstoffen, Rostschutzmitteln, Nitroseverbindungen oder Isonitroseverbindungen. Ab und an wird Natriumnitrit auch  als Zusatzstoff für Galvanikbäder genutzt. Natriumnitrit kann, auch wenn es in der Lebensmittelindustrie eingesetzt wird, bei zu hohen aufgenommenen Dosen zu Vergiftungserscheinungen führen. So kann man lesen, dass durch Pökelsalz mit einem höheren Natriumnitritgehalt als 5%, schon in den 20er Jahren des vorigen Jhd. Vergiftungen registriert wurde. Nitrosamine welche aus dem Natriumnitrit entstehen gelten als kanzerogen wobei hier mitunter auch geringe Mengen von Natriumnitrit bzw. Nitrosamine Krebs erregend sein können. Die Nitrosamine entstehen z.B. beim Braten/Grillen von gepökeltem Fleisch oder Bratwürsten die den Konservierungsstoff Natriumnitrit beinhalten.  Nitrite haben eine blutdrucksenkende und gefäßerweiternde Wirkung auf den menschlichen Organismus, zu diesem gelten sie als reizend für Haut-, Augen- und Atemwege. Säuglingen unter 6 Monaten sollten Produkte mit Natriumnitrit oder auch nitratreiches Wasser oder Gemüse nicht gegeben werden, da hier die Gefahr der inneren Erstickung (darauf hin auch Tod) gegeben ist. Der Stoff selbst kann allerdings nicht nur oral sondern auch inhalativ aufgenommen werden, wobei er zum Beispiel zu Übelkeit, Schwindel, Kopfschmerzen, Bewusstlosigkeit und vielem mehr führen kann . Natriumnitrit muss mit den GHS- und EU-Gefahrstoffkennzeichen für brandfördernd, giftig und umweltgefährlich gekennzeichnet sein. Also schauen Sie sich die nächste Bratwurst oder das nächste Stück Fleisch sehr genau an bevor Sie es käuflich erwerben oder gar verzehren.

  3. 97. Polyethylenglykol

    Auch mit den Buchstaben PEG oder PEO abgekürzt und ebenso als Macrogol und Polyethylenoxid bekannt, haben wir es hier mit einem Polymer zu tun, welches sehr breitflächig eingesetzt wird. Zu beachten sei, dass es unterschiedliche Polyethylenglykole gibt, die je nach Zusammensetzung auch ganz unterschiedliche Einsatzbereiche und Wirkungen auf Mensch und Umwelt haben.  Wir finden Polyethylenglykole in vielen industriellen Bereichen z.B. als Lösemittel, Weichmacher oder Emulgator u.ä. So wird der Stoff z.B. in Cremen, Lotionen, Deodorants, Insekten-Abwehmittel, Lippenstift, Zahnpasta, Haarpflegemitteln und einigen anderen Produkten der Kosmetik, wo er vor allem aufgrund seiner penetrationsfördernden Wirkung eingesetzt wird, genutzt. Im Bereich der Technik finden wir Polyethylenglykole in Formtrenn- und Gleitmitteln, Plastifizierungs- und Bindemittel für keramische Massen, in Keramikfarben, in Waschmittel, in Bleistiften, zur Konservierung von Holz und Leder, bei der Trocknung von Hölzern, als Weichmacher, in Bremsflüssigkeit, in Farben und Lacken, Polituren und Feuchthalter von Klebstoffen oder auch bei der Herstellung von Polyurethan und Polyester. Neben der Kosmetik und diversen technischen Einsätzen ist PET auch in der Medikamentenherstellung viel genutzt, so z.B. als Wirkstoffträger u.a. bei Tabletten oder als Salbengrundlage und einigem mehr. PEG bzw. seine Inhaltsstoffe gelten z.T. als kanzerogen und solch Eigenschaften wie die penetrationsfördernden Wirkung bei kosmetischen Produkten kann dafür sorgen, dass nicht nur gewünschte Stoffe über die Haut aufgenommen werden sondern auch Gifte und die Wirkung selbst zu Störung der natürlichen Feuchtigkeit der Haut und zur vorzeitigen Alterung selbiger führen kann. Diese negativen Auswirkungen sind lange Zeit bekannt und daher ist auch der Einsatz dieses synthetischen Stoffes in Kosmetika oder allgemein in Körperpflegeprodukten sehr umstritten.

  4. 98. Diethanolamin

    Abgekürzt mit den Buchstaben DEA finden wir diesen Stoff z.B. auch unter den Synonymen Bishydroxyethylamin, 2,2′-Iminodiethanol, Aminodiethanol, 2,2′-Iminobisethanol oder Dihydroxydiethylamin. Kurz beschrieben haben wir es hiermit mit einem farblosen Alkohol zu tun der häufig als Emulgator, Löse- oder Reinigungsmittel eingesetzt wird. Man findet DEA auch in Zusammenhang mit Fettsäuren um Säuren in Salze (Stearate) umzuwandeln aber auch als eine Art Weichmacher in Körperlotionen oder Feuchthaltemitteln in Kosmetika. Früher ist man davon ausgegangen, dass krebserregende Nitrosamine nur durch eine chemische Reaktion zwischen DEA und Nitraten entstehen können. Heute weiß man, dass DEA auch ohne die Reaktion mit Nitraten Krebs auslösen kann. Es besteht sogar der Verdacht, dass eine regelmäßige Anwendung von DEA haltigen Hautpflegeprodukten vermehrt zu Leber – und Nierenkrebs führt. Neben diesem kann Diethanolamin reizend auf Schleimhäute, Augen und Haut wirken. Bei der Verbrennung von Diethanolamin entsteht giftiger Rauch. DEA greift Kupfer, Zink, Aluminium und ihre Legierungen an. Der Stoff muss mit dem EU-Gefahrstoffkennzeichen für Gesundheitsschädlich und mit den GHS-Gefahrstoffkennzeichen für gesundheitsschädlich und ätzend gekennzeichnet sein.

  5. 99. Bisphenol A

    Bisphenol A (Abgekürzt BPA) ist eine organische chemische Verbindung aus der Gruppe der aromatischen Kohlenwasserstoffe (Diphenylmethan-Derivate). Wie bei vielen Noxen haben wir auch hier eine sehr große Anzahl von Synonymen als die wären z.B.:
    2-Propan-diphenol-4, 
    4,4'-(Dihydroxybenzol)-dimethylmethan, 
    4,4'-(Dihydroxybenzol)-2-propan,
    2-Propan-diphenol-4,4', 
    4,4'-Dimethylmethandiphenol,
    p-Diphenoldimethylmethan,
    4,4'-Diphenoldimethylmethan,
    p-Diphenol-2-propan,
    4,4'-Isopropylidendiphenol,
    2,2-Bis-(4-hydroxyphenyl)-propan,
    uns so weiter und so fort. BPA dient vor allem als Ausgangsstoff zur Kunststoffherstellung (z.B. als Weichmacher) und hier vor allem für polymere Kunststoffe auf Basis von Polyestern, Polycarbonaten, Polysulfonen, Polyetherketonen und auch Epoxidharzen. Womit man schon erkennen kann, dass dieser Stoff sehr vielseitig Verwendung findet. So werden diverse Verpackungen, Beschichtungen, Farben, Lacke, Klebstoffe, Trinkbehälter, unterschiedliche Behälter und Rohre, Thermopapier und viele viele andere Produkte damit hergestellt. Bisphenol A unterliegt mittlerweile in vielen Ländern strengen Nutzungsbestimmungen und in manchen Länder ist der Stoff aufgrund seiner hoch gesundheitsschädlichen Wirkung bei vielen Produkten auch schlicht verboten. BPA ist schon dermaßen in unser Leben eingezogen, dass sogar im menschlichen Körper schon einige Anreicherung nachgewiesen wurde. In Österreich, genauer in einer Studie des Umweltbundesamtes in Wien, wurde festgestellt, dass selbst in Haustaub 8.8 mg/kg BPA enthalten ist. Bisphenol A kann die DNA schädigend, die Fruchtbarkeit und Sexualfunktion erheblich beeinträchtigen, Krebs auslösen, das Herz-Kreislaufsystem stören, Diabetes auslösen, das Gehirn und Nerven schädigen und vieles, wirklich vieles mehr zerstören oder deutlich schädigen. So wundert es kaum, dass nach und nach immer mehr Produkte aus dem Markt genommen werden, die diesen ausgesprochenen Schadstoff enthalten. Nur um ein Beispiel zu nennen, in der EU ist ab dem 1. Juni 2011 der Verkauf von Babyflaschen aus Polycarbonat, welches BPA enthält, verboten. BPA muss mit den Gefahrstoffkennzeichen für ätzen und gesundheitsschädlich gekennzeichnet sein. Es kann nur angeraten werden, keinerlei Produkte die BPA beinhalten zu verwenden, denn schon geringe Ausgasungen aus den Kunststoffen können gesundheitliche Gefahren bergen.





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  1. 100. Perfluoroktansulfonsäure

    (abgekürzt PFOS) zählt zur Gruppe der perfluorierten und polyfluorierten organischen Chemikalien (PFC).
    Zu den PFC gehören u.a.:

    Perfluorsulfonsäuren, Beispiel: Perfluoroktansulfonsäure (PFOS)
    Perfluorcarbonsäuren, Beispiel: Perfluorhexansäure (PFHxA), Perfluoroktansäure (PFOA)    
    Fluortelomeralkohole, Beispiel: 8:2 Fluortelomeralkohol (FTOH)
    Fluorpolymere, Beispiel: Polytetrafluorethylen (PTFE)

    Anwendung finden PFC in der Papierveredelung, der Leder- und Textilindustrie (z.B. als Nässe- und Regenschutz, Schmutzabweiser, auch Imprägniersprays), als Antihaftmittel, in Farben, Klebern und Kosmetika. PFOS kommt speziell in Feuerlöschschäumen zum Einsatz. PFOS ist, wie viele der PFC, hochgradig trinkwasser und umweltgefährdend und zählt zu den sogenannten POP´s (Persistent Organic Pollutants), also den biologisch oder chemisch besonders schwer abbaubaren Umweltgiften. Bei der Herstellung, der Anwendung in der Industrie und beim Verbraucher durch Waschen von behandelten Textilien, aus Teppichen oder Haushaltschemiekalien (z.B. Imprägniersprays) gelangt es in die Luft und das Abwasser. Da es leicht wasserlöslich ist, wird es vor allem über das Grundwasser und Flüsse verteilt, eine weltweite Verteilung findet über die Luft statt. Pflanzen und Tiere nehmen es aus der Luft und dem Boden auf. Man findet PFOS hochangereichert sogar in Fischen und Säugetieren der Arktis und Antarktis. Über Nahrungsmittel, das Trinkwasser und die Atemluft gelangt es in den menschlichen Körper. Einmal aufgenommen wird es dort vor allem in Blut gespeichert und angereichert. Säuglinge nehmen PFC schon über die Muttermilch auf.  PFOS zählt zu den Stoffen, die gleichzeitig langlebig sind, sich in Organismen anreichern und sehr giftig sind (sogenannte PBT-Stoffe: persistent (P), toxisch (T), bioakkumulierend (B). Wegen der Kombination aus diesen Eigenschaften kann es zu langfristigen Umweltschäden kommen. PFOS gilt als fortpflanzungsgefährdend (reproduktionstoxisch Kategorie 2) und unter REACH als besonders besorgniserregender Stoff. Seit 2008 besteht innerhalb der EU ein Verbot für das Inverkehrbringen und die Anwendung (Ausnahmen:  Antireflexionsbeschichtungen für fotolithografische Verfahren und fotografische Beschichtungen bei der Herstellung von Halbleitern, Verwendung als Antischleiermittel bei Verchromungen, Verwendung als Netzmittel in galvanotechnischen Systemen sowie als Hydraulikflüssigkeit für die Luftfahrt. Restbestände von PFOS-haltigen Feuerlöschschäumen dürfen nur noch bis Juni 2011 verwendet werden (Diese Begrifferklärung wurde von Dr. Rainer Bruns zusammen gefasst, www.baubiologie-bruns.de).

  2. 101. Clothianidin

    Dieses synthetische Stoffgemisch ist vor allem als Insektizid im Einsatz und hier häufig als sogenannte Saatgutbeize (in Deutschland zugelassen für z.B. Kartoffeln, Mais, Zucker- und Futterrüben, Getreide und Raps). Man findet den Stoff jedoch auch in diversen  Schneckenbekämpfungsmitteln. Bei einer Saatgutbeize wird das Saatgut direkt mit Chemikalien behandelt, die einen bakteriellen und/oder fungiziden Befall verhindern sollten. Wie bei allen chemischen Eingriffen in der Natur, hat aber auch dies gravierende Einwirkungen auf die Umwelt – auch hier spült Regen u.ä. das Gift aus oder  Lebewesen nehmen es auf und sorgen dafür, dass es nicht nur zu Umweltschäden kommt, sondern auch, dass das Gift über Umwege in die menschliche Nahrungskette gelangt (z.B. Giftiges Saatgut -> Regenwurm -> Huhn -> Brathendl -> Mensch -> Krankheit o. Tod). Clothianidin ist im Grunde ein recht junges Insektizid, es wurde um 2000 entwickelt und um 2004 als Insektizid in Deutschland zugelassen. Nachdem es aber schon um 2008 die ersten bösen Auswirkungen auf die Umwelt hatte (ein massives Bienensterben) wurde es bei diversen Saatgutbeizen nicht mehr zugelassen und später jedoch, aus welchen Gründen auch immer, wieder genehmigt. Diese Genehmigung erfolgte obwohl viele europäische Imker mehrmals öffentlich Stellung gegen diesen Stoff nahmen und das Bienensterben durch Clothianidin ausreichend belegt sein müsste. Das Problem bei diesen Schadstoffen ist im Grunde leicht erkennbar – es ist ein Nervengift (Kontakt- und Fraßgift) für eine Vielzahl von Lebewesen, angefangen von sehr nützlichen Insekten bis hin zu gedachten Schädlingen. Da Schadstoffe aber natürlich nicht unterscheiden können, was böse und was gut ist, sind bei allen synthetischen Stoffen Gefahren vorhanden, die wir als Mensch weder abschätzen, noch tatsächlich vollständig untersuchen können.  Auch nach längerem Suchen finde ich keine Angaben zu gesundheitlichen Gefahren für den Menschen außer, dass Clothianidin gesundheitsschädlich beim Verschlucken ist (ich erinnere an das Brathendl), was jedoch einige Zweifel offen lässt, wenn man ließt, dass der Stoff zum Beispiel giftig für Wasserorganismen ist und in Gewässern auch längerfristige schädliche Wirkung zeigt. Clothianidin muss selbstverständlich  mit den GHS- und EU-Gefahrstoffkennzeichnungen für umweltgefährlich und gesundheitsgefährlich ausgezeichnet werden. Der Schadstoff selbst auch als (E)-1-(2-Chlor-1,3-thiazol-5-ylmethyl)- 3-methyl-2-nitroguanidin bezeichnet.

  3. 102. Polycarboxylate

    Bei den Polycarboxylaten handelt es sich um wasserlösliche Polymere, die im wesentlichen auf Basis von Acrylsäure oder Copolymeren der Acrylsäure und der Maleinsäure hergestellt werden. Der Stoff wird auch oft nur als wasserlösliches Salz der langkettigen Polycarbonsäure beschrieben. Wir finden den Stoff zum Beispiel im häuslichen Waschmittel, um dessen Waschleistung zu verbessern. Dieses Polymer wirkt hier dispergierend und verhindert so das Vergrauen und das Entstehen von Niederschlägen auf dem Gewebe. Man findet Polycarboxylate aber auch in Betonzusatzmittel, genauer in sogenannten Fließmittel, welche dem Beton ein besseres Fließ-, Pump- und Verdichtungsverhalten und somit eine besser Verarbeitbarkeit, zum Beispiel im Stahlbetonbau geben. In Betonzusatzmitteln kommen normalerweise Acrylate, Malinate, sowie verschiedene hiervon abgeleitete Derivate mit Polyglycolethern, Polymerisationsprodukte mit Styrol u.s.w. zum Einsatz. Neben dem Beton werden Polycarboxylate auch diversen anderen Baustoffen zugegeben, so finden wir den Stoff u.a. in Anhydrit- oder Zementfließestrichen oder auch in Bodenausgleichsmassen und Trocken- bzw. Fertigmörtel und -putze. Zusätzlich wird der Stoff z.B. beim Zahnarzt in schnell härtendem Zement zur Befestigung von Kronen verwendet und in einigen anderen Bereichen des täglichen Lebens. Polycarboxylate sollten z.B. bei Waschmittel umweltkritische Phosphate ersetzen sind jedoch selbst biologisch schwer abbaubar. Für den Menschen kann dieser Stoff wohl auch, obwohl in aller Regel als gesundheitlich unbedenklich beschrieben, zu diversen allergischen Reaktionen führen oder vorhandene Allergien verstärken.

  4. 103. Octamethylcyclotetrasiloxan

    Auch mit OMS, OMCTS oder D4 abgekürzt, haben wir es hier mit einem Stoff aus der Gruppe der Organosiliciumverbindungen zu tun. Ergo einer organischen Verbindung aus Siliciumatomen und Kohlenstoffatomen. Der Stoff wird zum Beispiel bei der Herstellung von diversen Silikonen (auch Brustimplantaten etc.), Kosmetika, Gummi, Silikonküchenutensilien, Pflegeprodukte für Kunststoffe und Lacke, als Entlausungsmittel für den Menschen aber auch für Entschäumer in diversen Produkten oder in Abdichtungen genutzt. Octamethylcyclotetrasiloxan gilt als gesundheitsschädlich und muss als dieses auch mit den entsprechenden GHS- bzw. EU-Gefahrstoffkennzeichen ausgezeichnet sein. Negative gesundheitliche Symptome können durch eine orale oder auch inhalative Aufnahme entstehen und zeigen sich z.B. in Form einer Haut- oder Augenreizung. In Tierversuchen mit Silikonimplantaten starben z.B. Ratten nur wenige Tage nach der Implantation und zeigten erhebliche Schäden in Leber und Lunge. Es wird berichtet, dass in unterschiedlichen Ausprägungen in der Leber neben Enzymfreisetzungen ins Serum, Zellnekrosen (Absterben einzelner Zellen), Entzündungen, Verfettungen, Mitosen (indirekte Zellkernteilung) und Apoptosen (Zelltod bei dem sich die Zellen selbst abschalten) und in der Leber Entzündungen, Ödeme und fokale Blutungen auftraten. Die Gefahren sind neben den Genannten auch abhängig vom Produkt, so bilden silikonhaltige Cremes eine art „Gummischicht“ auf der Haut, dies kann zu einer ganzen Bandbreite von Hautschäden führen, da die Haut selbst hierdurch nicht in der Lage ist zu atmen, zu trocknen o.ä.. Der oftmals als harmlos betitelte Umgang mit zahlreichen Silikonprodukten ist ergo nicht wirklich so harmlos wie dargestellt und schon gleich gar nicht wenn die Stoffe auf oder in den Körper gelangen. Dabei darf man natürlich auch nicht vergessen, dass in solchen Produkten das D4 nicht der einzige Stoff ist, der den menschlichen Organismus durcheinander würfeln und schädigen kann. Nicht selten werden noch Kunstharze und eine kleine Bandbreite anderer synthetischer Stoffe, die für sich alleine schon toxisch sind, beigemengt.





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  1. 104. Acetaldehyd

    Auch als Ethanal oder Acetylaldehyd betitelt handelt es sich hierbei um ein Aldehyd mit zwei Kohlenstoffatomen. In der Natur finden wir diesen Stoff vor allem in unterschiedlichen Früchten und Gemüse.  In der chemischen Industrie kommt das künstlich hergestellte Acetaldehyd vor allem bei der Herstellung von Farben oder in der Parfum-, Färbemittel-, Gummi-, Papier- und Gerbindustrie aber auch als Konservierungsstoff in der Lebensmittelindustrie (für z.B. Fisch und Früchte), als Geschmackstoff, zur Gelatinehärtung, als Treibstoffbeimischung aber auch zur Herstellung von Pentaerythrit und Essigsäure in Einsatz. Ansonsten kann man Acetaldehyd auch in Zigaretten bzw. Tabakrauch, etherischen Ölen, geröstetem Kaffee, KFZ Abgasen und selbst im menschlichen Körper finden, wenn dieser Ethanol abbaut (Acetaldehyd ist mit anderen Stoffen am Kater nach ausgiebigem Alkohol Genuss zuständig). Bei der Herstellung von Polyethylenterephthalat entsteht auch Acetaldehyd, welches auch aus dem Kunststoff entweicht und beispielsweise an das Mineralwasser in der PET-Flasche oder andere mit PET verpackte Lebensmittel abgegeben wird. Acetaldehyd gilt n.a. als äußerst gesundheitsschädlich, so schädigt es zum Beispiel mehrfach die Leber und kann in diesem Zuge auch zu Leberzirrhose führen. Der Stoff schädigt die menschlichen Zellen bis zu absterben. Neben diesem reizt es die Augen und Atmungsorgane und steht im Verdacht krebserzeugend zu wirken. Acetaldehyd  ist eine sehr leicht flüchtige und auch sehr leicht entzündliche Flüssigkeit. Somit erklärt es sich auch von selbst, dass dieser Schadstoff mit den GHS- und EU Gefahrstoffkennzeichnungen für gesundheitsschädlich und auch als hochentzündlich gekennzeichnet werden muss.

  2. 105. Acetophenon

    Bei Acetophenon handelt es sich kurz beschrieben um eine aromatische organisch-chemische Verbindung die zu den Ketonen gehört. Synonyme für diesen Stoff sind z.B. 1-Phenylethanon, Hypnon, Phenylmethylketon, Methylphenylketon, Dymex oder auch Acetylbenzol. Man findet diesen Stoff z.B. als Fotoinitiator (fotoaktive Substanz) von stahlhärtenden Beschichtungssystemen (UV-Beschichtungen) oder auch in Ausgasungen von Polystyrolprodukten. Das Acetophenon aufgrund seiner reaktionsfähigen Struktur Ausgangsstoff zahlreicher Synthesen als Ausgangs- und Zwischenprodukt für Duftstoffe, in Pharmazeutika in Kunstharzen etc.  Neben diesem gilt Acetophenon auch als hochsiedendes Lösemittel für Farben und Harze. Ein breites Einsatzgebiet also für diese Chemikalie, die allgemein als gesundheitschädlich eingestuft und als dieses auch mit dem Gefahrstoffkennzeichen für gesundheitsschädlich gekennzeichnet sein muss (EU und GHS Kennzeichen). Acetophenon gilt als gesundheitsschädlich beim Verschlucken, es reizt die Augen und kann bei Hauteinwirkung auch eine Dermatitis (Hautentzündung) hervorrufen. Die Dämpfe von Acetophenon können zu starken Vergiftungserscheinungen führen. Eine dauerhafte geringe Aufnahme durch Ausgasungen aus z.B. Polystyrolprodukten könnte ebenso zu Vergiftungen unterschiedlichen Grades führen.

  3. 106. Acrolein

    Hier haben wir es mit einem ausgesprochenen Schadstoff zu tun, der Umwelt, Mensch und Tier richtig ordentlich schädigen kann. Die Synonyme für dieses Aldehyd (ungesättigtes C3 Aldehyd) sind z.B. Akrolein, Propenal, Acrylaldehyd, Aqualin, 2-Propenal oder Prop-2-enal. Allgemein ist Acrolein ein thermisches Zersetzungsprodukt von Polyacrylat- und anderen Kunststoffen (z.B. Plexiglas), man findet es aber auch in Tabakrauch, in leinölhaltigen Schutzanstrichen und als Zwischenprodukt bei der Synthese von Acrylsäure und Acrylsäureester. Acrolein  ist zu diesem ein ungewünschtes Nebenprodukt bei der Überhitzung von tierischen oder pflanzlichen Fetten (z.B. beim frittieren). Der Schadstoff wurde u.a. auch als Warn- und Kampfgas (z.B. im ersten Weltkrieg) sowie als Herbizid verwendet. Neben diesem ist der Stoff Zwischenprodukt bei der Herstellung von Methionin, in Folsäure, in div. Riechstoffen, in Lackharzen und bei der Glycerinsynthese zu finden. Da das  Acrolein hauptsächlich aus Propan oder Propen hergestellt wird und diese beiden Stoffe wiederum aus Erdöl sucht man allgemein andere Wege diesen Schadstoff herzustellen (z.B. durch die Dehydratisierung von Glycerol). Acrolein muss mit den EU- und GHS-Gefahrstoffkennzeichen für sehr giftig, umweltgefährlich, ätzend und leicht entzündlich gekennzeichnet sein, womit schon sehr deutlich erkennbar ist welchen Umfangreichen Schaden der Stoff anrichten kann und wie breit das Feld der Gesundheitsschädigungen ist. Der Stoff ist giftig bei der Berührung mit der Haut und beim Verschlucken, sehr giftig beim Einatmen. Das Aldehyd verursacht Verätzungen und ist sehr giftig für Wasserorganismen.  Neben all diesem besteht auch der Verdacht, dass Acrolein Krebs auslösen kann.

  4. 107. Acrylamid

    Acrylamid, auch als Acrylsäureamid, Propensäureamid oder 2-Propenamid bekannt gehört zur chemischen Gruppe der Amide. Dieser Stoff wird vor allem zur Herstellung von Polymeren (z.B.Verpackungen) und Farbstoffen oder Farbpigmenten genutzt. Unvernetzte Polymere von Acrylamid werden z.B. als Stabilisatoren, Flockungsmittel u.a. in Bereichen wie der Abwasseraufbereitung oder der Papierherstellung genutzt. Weitere acrylamidhaltige Produkte können z.B. auch diverse Kosmetika oder Baustoffe wie z.B. Dichtungsmassen, Dichtungsmörtel, Vergussmaterialien und Fugenkitte/-massen sein.  Acrylamid kann aber auch in Speisen vorhanden sein. Es entsteht z.B. wenn kartoffel- oder getreidehaltige Produkte trocken über 180°C erhitzt werden. So kann man den Stoff z.B. auf Brotkruste, Pommes Frites, Knäckebrot, Kartoffelchips oder auch in Kaffee finden und das z.T. in hohen Mengen. Acrylamid gilt als krebserzeugend, erbgutverändernd, giftig, reizend, fortpflanzungsgefährdend und sensibilisierend. Es gibt bereits zahlreiche Menschen, die die gesundheitlichen Auswirkungen des Stoffes äußerst negativ erfahren haben. So wurden z.B. beim Einsatz von Abdichtungsmitteln auf Basis dieses Schadstoffes bei zwei Tunnelbauprojekten in Skandinavien das Trinkwasser vergiftet, wodurch es zur Vergiftung von hunderttausenden Menschen kam.  Auch Fischsterben wurde aufgrund einer Zufuhr dieses Stoffes in Gewässer schon beobachtet. Trotz allem ist der Stoff nicht kennzeichnungspflichtig als gewässergefährdend sondern lt. GHS- und EU Gefahrstoffkennzeichnung nur mit den Kennzeichen für giftig.

  5. 108. Silicium

    Auch Silizium geschrieben, handelt es sich hier um ein chemisches Element mit der Ordnungszahl 14 und dem Kurzzeichen Si in der 4. Hauptgruppe und 3. Periode des Periodensystems der Elemente (PSE). Silicium ist ein Halbmetall und als dieses weißt es typisch Eigenschaften der Metalle sowie der Nichtmetalle auf. Grundsätzlich ist Silcium für den Menschen ungiftigt, sogar wichtig für den Körper, z.B. in Bezug auf das Wachstum und den Knochenbau. Der Begriff Silicium stammt ursprünglich vom Lateinischen Silicia (Kieselerde) ab. Im englischen betitelt man den Stoff als „silicon“ so bedeutet der Begriff „Silicon Valley“ nicht wie oft angenommen das „Silikon-Tal“ mit Bezug auf den Kunststoff, sondern nichts anderes als Silicium-Tal. Silicium wird in sehr vielen Bereichen eingesetzt, eines der Bekannteren dürfte die Solarzellenproduktion in heutiger Zeit sein, man findet es aber auch in der Mikroelektronik z.B. zur Herstellung von Halbleitern oder in Dämmstoffen (z.B. als Füllmaterial inVakuumdämmung), in Verfestigern zur Untergrundbehandlung oder in flüssigen Horizontalsperren für Mauerwerk, als Nahrungsergänzungsmittel und in Medikamenten, in Kosmetika und sehr sehr vielen anderen Bereichen. Wie angedeutet ist der Stoff im Grunde ungefährlich für den Menschen, wenn er gebunden in der Natur vorkommt, also kompakt auftritt. Als Pulver oder Granulat, wie man Silicium auch oft in diversen Produkten vorfindet, ist es aber leicht entzündlich (Pulver) und vor allem reizend für Haut, Atmungsorgane und Augen (Granulat und Pulver). Selbst hochexplosiv kann dieser Stoff werden, wenn poröses Silizium oberflächlich mit Wasserstoff bedeckt wird und unter Einfluss von Sauerstoff und Laserstrahlung steht. Silicium muss somit auch mit den EU- und GHS-Gefahrstoffkennzeichen für reizend (Granulat und Pulver) und  leicht entzündlich (Pulver) gekennzeichnet sein.

  6. 109. Geraniol

    Synonyme für diesen Stoff sind z.B. Geranylalkohol, 3,7-Dimethyl-trans-2,6-octadien-1-ol, Lemonol oder 2,6-Dimethyl-trans-2,6-octadien-8-ol. Geraniol kommt vor allem in ätherischen Ölen und somit auch in einigen Gewürzen vor (z.B. Muskat, Orangen- und Zitronenschalen, Lorbeeren, Lavendel, Koriander etc.)  man findet es aber auch in erheblichen Mengen in Palmarosa-Öl (auch als Gingergras-Öl bekannt, Öl der Cymbopogon martinii), Rosenöl und vor allem auch im Öl der umgangssprachlich bekannten Geranie (Botanisch falsch weil Geranium den Storchenschnabel anspricht und nicht Pelargonium). Industriell wird das Geraniol vor allem durch die Hydrierung von Citral (allergene Wirkung ) gewonnen oder aber auch über eine Destillation von Citronellöl (Öl aus dem Zitronengras, das auf das Zentralnervensystem wirkt (beruhigend)) oder durch Isomerisierung von Linalool (Linalool wirkt reizend auf Haut und Augen, es ruft Rötungen und Schmerzen hervor). Geraniol wird z.B. in der Parfumindustrie als Duftstoff verwendet, stellt aber, wenn auch schwach, ein Kontaktallergen dar, das Augen, Haut und Atmungsorgane reizen kann. Aus diesem Grund muss Geraniol auch mit den GHS- und EU-Gefahrstoffkennzeichen für reizend gekennzeichnet sein und z.B. auch bei Parfum deutlich deklariert werden.  Die allergene Wirkung wird verstärkt durch seine Autooxidationsprodukte, also Produkte die durch die Oxidation mit Luftsauerstoff entstehen. Dies wiederum bedeutet, dass z.B. ein Parfum mit diesem Inhaltsstoff verstärkt allergene Reaktionen auslöst, wenn man es aufgesprüht hat und Luft an den Stoff kommt. Neben dem Einsatz als Parfum finden wir Geraniol auch in diversen Insektensprays, da der Stoff die sensorische Wahrnehmung und den Stoffwechsel der Tiere stört und auch in vielen Reinigungs- und Pflegemitteln. Es wird zwar immer wieder auf das schwache allergene Potential bei diesem Stoff hingewiesen, jedoch genügt auch das, um bereits sensibilisierte Menschen (z.B. MCS) ernsthaft Schäden zuzuführen (Ausschlag, Übelkeit, Bewusstlosigkeit etc..).

  7. 110. Adipinsäure

    Diese Dicarbonsäure wird auch als 1,4-Butandicarbonsäure, 1,6-Hexandisäure oder einfach nur als Hexandisäure betitelt und als Lebensmittelzusatzstoff mit E 355 gekennzeichnet. Ein weiterer häufig zu findender Begriff in Zusammenhang mit Adipinsäure ist das Wort „Adipate“, es bezeichnet die Ester und Salze aus der Adipinsäure. Natürliches Vorkommen dieses Stoffes ist zum Beispiel in der Zuckerrübe oder auch in Roter Bete zu finden. Künstlich wird der Stoff z.B. auch aus Furfural hergestellt. Adipinsäure ist vor allem als Zwischenprodukt für Nylon bekannt, wird aber auch als Vorprodukt für die Synthese von Polyesterpolyolen für Polyurethansysteme und thermoplastische Polyurethane genutzt. Die Haupteinsatzgebiete sind Elastomere, Hart- und Weichschäume. Als Lebensmittelzusatzstoff dient Adipinsäure als Säurungsmittel, das u.a. ab und an auch als Ersatz für Weinsäure in Backpulver und Limonaden eingesetzt wird. Im industriellen Bereich findet man es auch in der Rauchgasentschwefelung, wobei es hier vor allem als pH-Puffer genutzt wird. Adipinsäure muss mit den GHS- und EU-Gefahrstoffkennzeichen für gesundheitsgefährlich bzw. reizend gekennzeichnet sein. Es gilt vor allem als augenreizend und kann auch zu sehr schweren Augenschäden führen.

  8. 111. Furfural

    Furfural ist ein heterocyclisches Aldehyd welches auch unter Synonymen wie z.B. 2-Formylfuran, Furan-2-carbaldehyd, Furan-2-aldehyd oder Furancarbonal bekannt ist. Es ist ein farbloses, flüchtiges und auffällig nach Bittermandeln riechendes, giftiges Öl, das z.B. als natürlicher Bestandteil in diversen ätherischen Ölen vorkommt (z.B. in Gewürzenelken) und auch (wieder) immer mehr aus pflanzlichen Materialien wie beispielsweise Kleie gewonnen wird. Die Betitelung Furfural stammt im Übrigen von dem lateinischen Wort „furfur“ für Kleie. Furfurale und das aus ihm gewonnene Furan ist häufig in der chemischen Industrie zu finden so z.B. bei der Herstellung von Lösemitteln, Arzneistoffen oder auch Kunstharzen und Chemiefaserstoffen. Zur Unterscheidung von Heizöl und Dieselkraftstoff wird seit 1976 Furfural auch dem Heizöl beigemischt. Der Schadstoff kann aber z.B. auch in Korkprodukten oder Holzwerkstoffen (z.B. OSB-Platten), vorhanden sein und hier durchaus in bedeutend gesundheitsschädlichen Mengen vorkommen. Furfural kann bereits bei sehr kleinen Konzentrationen starke  Schleimhautreizungen und in höheren Dosen auch Entzündungen der Atemwege bis hin zu Lungenödemen hervorrufen. Als Flüssigkeit ist die Aufnahme und gesundheitliche Schädigung aber nicht nur oral und inhalativ (durch die Dämpfe), sondern auch perkutan (über die Haut) möglich. Furfural steht unter deutlichem Verdacht krebserregend zu sein. Der Schadstoff muss mit den EU- und GHS-Gefahrstoffkennzeichen für giftig und gesundheitsgefährlich gekennzeichnet sein.

  9. 112. Ammoniumpolyphosphat

    Abgekürzt auch als APP bekannt. Hierbei haben wir es mit einem typischen Flammschutzmittel zu tun, das man häufig in Polyurethanweich- und -hartschäumen und andere Kunststoffe, bei Dämmstoffen (auch Naturdämmstoffen) in Anstrichstoffen, Papier, Holzwerkstoffen, Kunstharzen und einigen weiteren Produkten findet. Allgemein wird dieser Stoff und seine Anwendung in der Industrie als unproblematisch eingestuft, so auch z.B. durch das Umweltbundesamt. Allerdings verändert Ammoniumpolyphosphat als Bestandteil von Brandschutzmitteln auch die Eigenschaften der elektrischen Isolierung, die mechanisch-physikalischen Eigenschaften und das Flammhemmvermögen aufgrund der Hygroskopizität, Wasserlöslichkeit und hydrolytischen Eigenschaften können somit deutlich verschlechtert werden. Um dies zu korrigieren werden weitere synthetische Stoffe, wie z.B. Melamin, Melaminphosphat, Formaldehydharz u.ä. beigegeben, womit die Einstufung als unproblematisch zumindest für das fertige Produkt völlig entfallen kann und in jedem Fall Vorsicht geboten ist.

  10. 113. Amphibolasbest

    Zu diesen dunklen oder braunen Asbesten, die man auch als Hornblende betitelt) gehören allgemein fünf Vertreter (Krokydolith (auch Riebeckite oder Blauasbest oder Kapasbest), Aktinolith (auch Actonolith), Tremolith, Anthophyllith und Amosit (Grunerit oder Braunasbest)) wobei das Synonym für Amosit, Braunasbest auch oftmals allgemein für die alle Amphibolasbeste genutzt wird. Amphibolasbeste gelten als Magnesiasilikate, die neben dem Magnesium auch Calcium, Eisen und Natrium enthalten. Man findet diese Asbestarten vor allem in älteren Hitzeschutzverkleidungen, Brandschutzplatten, Bremsbelägen, Klebstoffen, Dichtungsmassen, Pflanzgefäßen, Wellplatten, Rohre und andere Asbestfaserprodukten aber auch in Bodenbelägen, Anstrichen, Kitten und Spritzmassen. Amphibolasbeste gelten als äußerst giftig und können zu sehr ernsten Gesundheitsschäden und selbst zu Krebs führen. Aufgrund dieser Tatsache wurde die TRK (Technische Richtkonzentration) dieses Schadstoffes ausgesetzt und somit dürfen Arbeitnehmer diesen Stoff nicht mehr ausgesetzt sein, womit der Stoff selbst in Deutschland und vielen anderen Ländern der Welt aus der Weiterverarbeitung und somit vom Markt genommen wurde. Ausnahme in Bezug auf den Kontakt zu Arbeitnehmern stellen Sanierungsarbeiten dar, hier gilt ein TRK-Wert von 50.000 Fasern/m3 und eine Auslöseschwelle von 12.500 Fasern/m3.

  11. 114. Serpentinasbest

    Diese weiße oder hellgraue Asbestart wird auch als Chrysotilasbest oder Weißasbest  betitelt und machte einmal 94% der Weltasbestproduktion aus. Im Gegensatz zu Amphibolasbest verfügt der Serpentinasbest über eine bessere Beständigkeit gegen Laugen, jedoch zeigt er sich als unbeständig gegenüber Säuren. Die Verwendung war aber nicht weniger vielfältig als die seiner Verwandten, so findet man diesen Asbest auch in diversen alten Elektrogeräten, Nachtspeicheröfen, Asbestzementprodukten, Klebstoffen, Fußbodenbelägen und vielem mehr.  Wie auch die Amphibolasbeste ist auch der Serpentinasbest äußerst giftig. Es besteht auch hier die Gefahr ernster Gesundheitsschäden bei längerer Exposition durch Einatmen und auch dieser Asbest erzeugt Krebserkrankungen. Aufgrund dieser Tatsache wurde die TRK (Technische Richtkonzentration) dieses Schadstoffes ausgesetzt und somit dürfen Arbeitnehmer diesen Stoff nicht mehr ausgesetzt sein, womit der Stoff selbst in Deutschland und vielen anderen Ländern der Welt aus der Weiterverarbeitung und somit vom Markt genommen wurde. Ausnahme in Bezug auf den Kontakt zu Arbeitnehmern stellen Sanierungsarbeiten dar, hier gilt ein TRK-Wert von 50.000 Fasern/m3 und eine Auslöseschwelle von 12.500 Fasern/m3.

  12. 115. Thymol

    Hier handelt sich um ein typisches Monoterpen. Thymol wird auch als 2-Isopropyl-5-methyl-phenol und ist in natürlicher Form z.B. Bestandteil von ätherischen Ölen aus z.B. Oregano, Bohnenkraut und natürlich auch Thymian u.a.. Das Thymol aus dem Thymian wurde im Übrigen auch im alten Ägypten zur Konservierung von Mumien genutzt (fungizide und bakterizide Wirkung). In aller Regel wird Thymol aber synthetisch hergestellt und hier z.B. über eine Reaktion von Kresolen und Propenen unter Druck und hoher Temperatur. Wir finden den für viele angenehm schmeckenden  Stoff vor allem in Produkten die desinfizierend und/oder bakterizid wirken sollen, wie z.B. Zahnpasta, Mundspülungen oder in Desinfektionsmitteln für die menschliche aber auch tierische Haut und selbst in unterschiedlichen Milbenbekämpfungsmitteln findet man Thymol. Synthetisches Thymol wird auch bei der Bekämpfung von Varroamilbe (Varroa destructor) bei Bienen eingesetzt, wobei man hier vorsichtig sein muss, es können Thymolrückstände im Bienenhonig angereichert werden. Je nach Gesetzeslage könnte der Honig dann unverkäuflich sein, z.B. sind in der Schweiz nur 0,8 mg pro Kg als Höchstthymolmenge im Honig zugelassen. Das reine Thymol ist  gesundheitsgefährlich, ätzend und umweltgefährlich und exakt als dieses muss es auch mit den GHS- und EU-Gefahrstoffkennzeichen kenntlich gemacht werden. Es zählt als gesundheitsgefährlich beim Verschlucken (vermutlich auch bei einer inhalativen Aufnahme), verursacht Verätzungen sowie u.U. Reizungen der Schleimhaut, Haut und Augen und kann in Gewässern auch langfristige Schäden verursachen. Daher sollte man besser nicht die häufig im Internet aufzufindenden Rezepte für etwaige Eigenversuche ausprobieren (die Dosen können schnell zu hoch und somit gefährlich sein).

  13. 116. Zinkchlorid

    Zinkchlorid wird auch als Salzsaures Zink, Chlorzink, Zink(II)-chlorid oder Zinkchlorür betitelt und synthetisch hergestellt. Die Herstellungsverfahren sind unterschiedlich, eine der Möglichkeiten ist das Erhitzen von Zink in Chlor oder das Lösen von Zink in Salzsäure und weiterem. Wir finden Zinkchlorid häufig in Imprägnierungsmitteln von Holz, in Konservierungsmitteln bei tierischen Erzeugnissen, beim Raffinieren von Öl, beim Bleichen von Papier, als Beize in der Färberei (z.B. Anilinblau) oder auch zum Beizen und Färben von Messing, in Leimen, und als Desinfektionsmittel in Pflegeprodukten, Kosmetika und Arzneimitteln. Mitunter haben viele Mundspülungen Zinkchlorid unter den Inhaltsstoffen aber auch Zahnfüllungen und Metallkitte werden mit diesem Stoff hergestellt. Reines Zinkchlorid ist ein stark ätzender Stoff, umweltgefährlich (giftig für Wasserorganismen, kann langfristige Schäden in Gewässern verursachen)  und auch gesundheitsgefährlich (z.B. beim Verschlucken) und diese Eigenschaften müssen auch mit den entsprechenden EU- und GHS-Gefahrstoffskennzeichnungen kenntlich gemacht werden.  Die stark ätzende Wirkung wird z.T. auch zur Auflösung von Pflanzenfasern oder zur Umwandlung von Alkohol in Ether genutzt.




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  1. 117. Salicylsäuremethylester

    Auch bekannt unter den Synonymen Methylsalicylat, Gaultheriaöl oder Wintergrünöl, handelt es sich bei diesem Stoff um den Methylester der Salicylsäure. Neben der synthetischen Herstellung kann man, auch wenn sehr selten angewendet, Methylsalicylat auch aus den Blättern der Gattung Wintergrün (Pyrola), mancher Birkenarten (Betula) und der Gaultheria (Scheinbeere, Rebhuhnbeere) gewinnen, wie die Synonyme schon verraten. Sehr häufig findet man Salicylsäuremethylester in der sogenannten Alternativmedizin als Badezusatz mit ätherischen Ölen, beispielsweise zur Linderung von rheumatischen Beschwerden. Aber auch in Pflegeprodukte (z.B. Mundwasser), Kosmetika (Parfüm u.w.) und sogar in Lebensmitteln wie z.B. Kaugummi. Klingt bis dahin alles wunderbar, wenn man nicht häufig die Warnung ließt, dass Frauen während der Schwangerschaft kein  Produkte mit Salicylsäuremethylester verwenden sollten. Hohe Dosen, und das ist bei so vielseitig eingesetzten Stoffen wie diesem relativ schnell passiert, können zu Magen- und Nierenschmerzen aber auch anderen Krankheitssymptomen führen. Es soll sogar schon eine Athletin an einer Überdosis Salicylsäuremethylester gestorben sein. Allgemein muss reiner Salicylsäuremethylester mit den EU- und GHS-Gefahrstoffkennzeichen für gesundheitsschädlich gekennzeichnet werden. Salicylsäuremethylester kann über die Haut (perkutan) oder auch durch Schlucken (oral) aufgenommen werden und hier zu gesundheitlichen Schäden und vergiftungsähnlichen Zuständen führen. Der reine Stoff kann Augen, Haut und auch Atmungsorgane reizen.

  2. 118. Linalool

    Hier handelt es sich um einen Angehörigen der acyclischen Monoterpene. Synonyme für das nach Maiglöckchen duftende Linalool sind beispielsweise 3,7-Dimethyl-1,6-octadien-3-ol, Linalylalkohol, Licareol ((R)-(−)-Linalool) oder auch  Coriandrol ((S)-(+)-Linalool) oder Lavendelalkohol. Linalool findet man in der Natur in vielen Pflanzen und deren ätherischen Öle. So z.B. in Basilikum, Thymian, Bohnenkraut, Ingwer, Muskat, Koriander, Hopfen, Safran oder auch in Oregano und anderen. Selbst in den Weinaromen ist Linalool auffindbar. Aber nicht nur in der Natur finden wir diesen Stoff, er wird auch in erheblichen Mengen synthetisch hergestellt und findet dann seinen Einsatz als Geruchs- und Geschmackstoff in einer nahezu unendlichen Bandbreite von Produkten, angefangen von Fest- und Flüssigseifen und Parfumartikeln (auch angebliche Naturkosmetik) bis hin zu Lebensmitteln. Derweilen wirkt Linalool, das man oral oder auch inhalativ aufnehmen kann, reizend auf Haut und Augen. Die karzinogene und mutagene Wirkung konnte bis heute nicht völlig ausgeschlossen werden, es besteht von vielen Seiten der Verdacht, dass diese tatsächlich vorhanden sind. Eine Umfassende Aufnahme von Linalool kann mitunter zu erheblicher Schädigung der Leber führen. Autooxidationsprodukte von Linalool, also Oxidationsprodukte an der Luft und Reaktionsprodukte aus der Haut gelten als allergieauslösend. Der Ruf vieler Fachleute Linalool als Allergen einzustufen blieb jedoch bis heute ungehört. Reines Linalool muss mit den EU- und GHS-Gefahrstoffkennzeichen für reizend und gesundheitsschädlich gekennzeichnet sein.

  3. 119. Arsen

    Arsen ist ein chemisches Element mit dem Elementsymbol As, der Ordnungszahl 33, in der 4. Periode der 5. Hauptgruppe des Periodensystems der Elemente (PSE). Arsen ist aber nicht nur irgendein Element, sondern es gehört zu den 20 häufigst vorkommenden Elementen. Der Stoff selbst zählt zu den Halbmetallen. Grundsätzlich kommt Arsen oder auch Arsenverbindungen ganz natürlich im Boden oder in Mineralien vor. Ansonsten finden wir Arsen und deren Verbindungen zum Beispiel bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe wie z.B. Kohle oder in der Kupfer-, Blei- und Zinkindustrie, z.B. für Legierungen,  sowie leider auch in vielen Ländern noch in der Land- und Holzwirtschaft als Fungizid und im Weinbau als Insektizid. In Deutschland ist der Einsatz von arsenhaltigen Pflanzenschutzmitteln seit 1974 verboten. Auch in der Glasherstellung wird Arsen genutzt, so funktioniert es hier als Entfärbungsmittel für das Glas. Neben all diesem wird Arsen auch bei wasserbasierenden Holzschutzmitteln eingesetzt, dies wurde zwar großräumig eingeschränkt aber nicht verboten, so findet man auch heute noch das ein oder andere Holzschutzmittel mit Arsen auf dem europäischen Markt. Neben dem Holzschutzmittel gibt es in Europa auch noch arsenhaltiges Rattengift und auch Arzneimittel. Arsen und deren Verbindungen sind hoch giftig. Eine Vergiftung (beim Einathmen oder Verschlucken) kann Nervenschäden, Gefühllosigkeit, Bewusstseinsstörungen, Rückbildung von Knochenmark und auch Leberschäden und vieles mehr bis hin zum Vergiftungstod mit sich ziehen. Die toxische Wirkung des Giftes wurde schon vor mehreren hunderten Jahren als Mordgift genutzt. Arsen ist nicht biologisch abbaubar und es kann in Gewässern langfristige Schäden hinterlassen. Neben all diesem ist bewiesen, dass der Schadstoff Krebs erzeugt. So verwundert es auch nicht, dass Arsen mit den GHS- und EU-Gefahrstoffkennzeichen für giftig und umweltgefährlich gekennzeichnet werden muss.

  4. 120. Sorbit

    Der Sorbit wird auch als Sorbitol, Sorbitolum, Hexanhexol, Glucitol, D-(−)-Sorbitol, D-(−)-Sorbit, D-(−)-Glucitol, D-(−)-Glucit oder (2R,3R,4R,5S)-Hexan-1,2,3,4,5,6-hexaol betitelt und ist vor allem als Lebensmittelzusatzstoff (E 420) bekannt, wo er als Feuchthaltemittel, Zuckeraustausch oder einfach nur als Trägerstoff verwendet wird. Ursprünglich wurde das Sorbit aus den Früchten der Eberesche gewonnen, mittlerweile gewinnt man ihn aus Mais- oder Weizenstärke. Es wird zwar in der Literatur angegeben, dass man bis dato noch keine gentechnisch veränderten Organismen zur Herstellung des Sorbits verwendet aber ob dies weltweit eingehalten wird ist fraglich. Da der Sorbit weniger Kalorien hat als gewöhnlicher Haushaltszucker aber dennoch eine Süßkraft die ca. 40 bis 60 % im Vergleich zu normalem Zucker hat, wird er oft in Süßwaren eingesetzt – vor allem auch in Diabetikerlebensmitteln. Man findet den Sorbit somit in zahlreichen Süßwaren wie z.B. Kaugummis oder auch diversen Lutschpastillen. Daneben auch in Senf, Mayonnaise, Biskuit, Toast, Schokolade, Pralinen, und Kosmetika wie Zahnpasta, Hautpflegecrems und Gesichtswasser oder Mundspülungen etc. Selbst für gewerblichen Sprengstoff wird das Sorbit genutzt, hierbei wird es mit Nitriersäure verestert womit Nitrosorbit, der Sprengstoff, entsteht.   Sorbit ist zwar nur leicht kariogen (kariesverursachend), weil es nur wenig im Mundraum abgebaut wird, jedoch können aufgenommene Mengen die höher als 50 g/Tag sind zu Durchfall, Blähungen und Bauschmerzen o.ä. führen.  Menschen die an einer Sorbitunverträglichkeit leiden, und das sind nicht wenige, bei denen ist die Sorbitverwertung im Dünndarm ganz oder teilweise aufgehoben. Sorbitunverträgliche sollten daher auf alle Produkte verzichten die Sorbit als Zuckeraustausch enthalten (insbesondere bei Diat- bzw. Lightprodukten). Diese Mitmenschen müssen auch bei diversem Obst vorsichtig sein, denn auch Pfirsiche, Aprikosen oder Pflaumen etc. enthalten Sorbit. Neben diesem dürfen auch Menschen mit Fructoseintoleranz oder Fructosemalabsorption auch kein Sorbit zu sich nehmen (Sorbit wandelt sich im Stoffwechsel zu Fructose). Oftmals leiden Menschen mit einer Sorbitunverträglichkeit auch an einer Unverträglichkeit gegenüber Fructose und Lactose. In manch Literatur wird angegeben, dass der Sorbit auch über die Schleimhäute (z.B. über eine Mundspülung) aufgenommen werden kann und bei dem eben genannten Personenkreis auch zu Problemen führen kann, hierzu ist aber kein wissenschaftlicher Beweis auffindbar.

  5. 121. Methylparaben

    Methylparaben ist der Methylester der aromatischen Carbonsäure 4-Hydroxybenzoesäure und gehört zu den Parabenen. Synonyme für diesen Stoff sind z.B. PHB-Methylester, 4-Hydroxybenzoesäuremethylester, p-Hydroxybenzoesäuremethylester, Methyl-4-hydroxybenzoat, Methyl-p-hydroxybenzoat, Methyl-para-hydroxybenzoat oder auch Nipagin. Als Lebensmittelzusatzstoff zugelassen (Konservierungsmittel) trägt der Stoff die Kennung E 218. Wie eben angedeutet wird Methylparaben mitunter als Konservierungsmittel genutzt, so finden wir es in Lebensmitteln (z.B. für Gelatineüberzüge von getrockneten Fleischwaren, Knabbererzeugnissen aus Getreide oder Kartoffeln, Soßen, Feinkostsalate und Süßwaren etc.) und Kosmetika aber auch in Arzneimitteln. In der Kosmetik finden wir Methylparaben z.B. in Shapoos, Duschgels, Gesichtswasser, Lippenstiften, Puder, Lotionen, Hautmilch, Foundations (Make up Grundierung), Mascara (Wimperntusche/Wimpernspirale), Augencreme, Reinigungspflaster (Clear-Up Strips), Gesichtsmasken, Handcreme  und einigem mehr. Natürlich vorkommend finden wir Methylparaben z.B. bei Hunden als Sexuallockstoff oder im Futtersaft der Bienenköniginnen (Gelée Royale). Methylparaben kann zum Beispiel Nesselsucht oder auch asthmatische Anfälle auslösen, insbesondere bei Allergikern und anderen bereits sensibilisierten Menschen, kann ergo allergisierend wirken. Parabene allgemein stehen in deutlichem Verdacht Krebs auszulösen, so wurden in jüngste Studien Parabene in Brusttumorgewebe von Frauen gefunden. Seit kurzem wird auch eine hormonelle Wirkung angenommen. Neben diesem fördert Methylparaben  offensichtlich die Hautalterung unter Einwirkung von UV-Strahlen und fördert die Falten- und Altersfleckenbildung. Zur Feststellung dieser Reaktion fügten Forscher Hautzellen Methylparaben in einer Konzentration ähnlich dem Einsatz in Kosmetika zu. Die Hautzellen wurden dann etwa 30 Millijoules pro Quadratzentimeter ultravioletter Strahlung ausgesetzt - dies entspricht ungefähr dem durchschnittlichen Wert an einem Sommertag.
    Das Ergebnis war, dass ca. 19% der Hautzellen abstarben. Die Absterberate bei Hautzellen ohne Methylparaben lag hiergegen nur bei 6%. Ein bitteres Ergebnis wenn man, wie oben angegeben sieht, dass Methylparaben besonders in den unterschiedlichen Gesichtpflegeprodukten zu finden ist, die Frau und teilweise auch Mann üblicherweise über den Tag auf der Haut tragen. Das reine Methylparaben muss mit den Gefahrstoffkennzeichen für gesundheitsgefährlich gekennzeichnet sein.

  6. 122. Titandioxid

    Ein Stoff, dem man eigentlich kaum mehr aus dem Wege gehen kann. Wir finden ihn unter den Synonymen Titan(IV)-oxid, Titansäureanhydrid, C.I. Pigment White 6, C.L. 77891 oder einfach nur unter der Lebensmittelzusatzstoffkennung E 171.  Dieses 4-wertige Oxid des Titans kommt natürlich in den Mineralien bzw. Kristallen Rutil, Anatas und Brookit vor, wobei Brookit und Anatas unter Einfluss von Temperaturen unterhalb des Schmelzpunktes zu Rutil übergehen.  Titanoxid als Weißpigment kann in vielen Produkten zum Einsatz kommen so z.B. in diversen Lebensmitteln wie Zahnpasta, Bonbons und Kaugummi, in Kosmetika, in der Ölmalerei oder allgemein bei Farben, Lacken und auch Tätowierfarben. Desweiteren finden wir es in Textilien, Papier, Tabakerzeugnissen, Sonnencreme (als UV-Blocker) oder Arzneimitteln (Aufheller), Keramik, Putzen, Fliesen, Waschmitteln und Fleckenentfernern. Der neuste Trend ist der Einsatz von Titanoxid als Nanopartikel für diverse Produkte. Dies ist alles nur ein kleiner Ausschnitt aus der Produktvielfalt in welche das Titanoxid eingesetzt wird. Recherchiert man oberflächlich zu diesem Stoff findet man auffällig häufig eindringliche Bemerkungen zu dessen umwelt- und gesundheitsverträglichkeit. Es sind allgemein keine Gefahrstoffsymbole oder R- bzw. S- Sätze angegeben. Aber schaut man tiefer in das Geschehen um den Stoff findet man Aussagen des IRAC (Institut für Reine und Angewandte Chemie) und auch mehr oder auch weniger bekannter Mediziner und Forscher, die angeben, dass ausreichender Beweis für Karzinogenität von Titandioxid an Versuchstieren vorliegt und es sich bei  Titandioxid um ein potenzielles Humankarzinogen handelt. Es gibt also eine ganze Menge an Fachleuten die eindeutig vor der breiten Anwendung dieses Stoffes warnen und offensichtlich ebenso eindeutige Beweise dargebracht haben, dass der Stoff ein potenzieller Krebserreger ist.  Dies sollte Grund genug sein, sich vor Produkten mit diesem Inhaltsstoff zu schützen, vor allem aber Produkte mit Nanopartikeln dieses Stoffes  (Stoffteilchen in einer Größe von 1 bis 100 Nanometern – ergo wunderbar aufnehmbar für den Körper) auf gar keinen Fall zu verwenden.



122 Schadstoffe die unser Leben beeinflussen Teil 1

Nr. 1 bis 61


122 Schadstoffe die unser Leben beeinflussen Teil 2

Nr. 62 bis 122



Bitte beachten Sie:

Dies ist/war nur eine sehr kleine, freie Zusammenfassung unterschiedlicher, zufällig gewählter und nicht sortierter Schadstoffe, die auch Tippfehler enthalten kann. Korrigiert, sortiert und weit aus umfangreicher finden Sie Erklärungen zu den genannten Stoffen, und einigen mehr, in der Baulexikon App bei ITunes oder Google Play siehe „
Lexikon“.





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Neben diesem werden vom augsburger Studienbuchautor und geprüften Baugutachter (Bauingenieur und Stuckateur) Gerhard Holzmann selbstverständlich natürliche und pflanzliche Baustoffe (ergo Biobaustoffe) beraten sowie deren Bauausführungen begutachtet. In diesem Zusammenhang werden neben anderen natürlichen bzw. pflanzlichen Baustoffen (Holz, Hanf, Flachs, Kork, Schilf, Stroh, Lehm etc.) auch Begutachtungen zu Reetdächern durchgeführt, die nicht nur große Villen, Hotelanlagen, Kurprojekte und Ferienanlagen einbeziehen, sondern auch ländliche, kleine Reetdachhäuser.


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