Das Kleine Baulexikon von Gerhard Holzmann

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Seit 10 Jahren das Fachlexikon für Bau, Handwerk, Architektur und Ingenieurwesen

Deutschsprachiges Lexikon für die neutrale, internationale Bauberatung der G.Holzmann-Bauberatung

Ihr Fachmann für wohngesunde Altbausanierungen

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von Gerhard Holzmann

 

DAS KLEINE BAULEXIKON
von Gerhard Holzmann

Vorwort

 

A

Aa-Ag

Ah-Aq

 

Ar-At

Au-Az

 

 

 

B

Ba-Bb

Bd-Beto

 

Betr-Bn

Bo-Bra

 

Bre-Bz

 

 

 

 

C

Ca-Ci

Cl-Cy

 

 

D

Da-Dh

Di-Dn

 

Do-Dy

 

 

 

E

Ea-Ei

Ej-Ep

 

Er-Ex

 

 

 

F

Fa-Fer

Fes-Fj

 

Fl-Fo

Fr-Fz.

 

 

G

Ga-Ge

Gf-Gp

 

Gr-Gz

 

 

 

H

Ha-Hn

Ho-Hy

 

 

I

Ia-It

.

 

 

J

Ja-Ju

.

 

 

K

Ka-Ke

Kf-Kp

 

Kr-Ky

.

 

 

L

La-leis

Leit-Lm

 

Lo-Ly

 

 

 

M

Ma-Mg

Mi-Mz

 

 

N

Na-Ne

Nf-Ny.

 

 

O

Oa-Oz

.

 

 

P

Pa-Pn

Po-Pp

 

Pr-Py

 

 

 

Q

Q-qui

.

 

 

R

Ra-Re

Red-Rh

 

Ri-Rz

 

 

 

S

Sa-Schlo

Schlu-Sl

 

Sm-Sr

St-Sz

 

 

T

Ta-To

Tr-Ty

 

 

U

Ub-Uz

.

 

 

V

Va-Ve

Vf-Vz

 

 

W

Wa

Wasser-Wh

 

Wi-Wz

.

 

 

X

Xa-xy

.

 

 

Y

Ya-Ys

.

 

 

Z

Za-Zi

Zk-Zz

 

.

Sämtliche Urheberrechte
unterliegen dem Autor
Gerhard Holzmann.

 

Biobaustoffe_animiert

 

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W

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Zeichenerklärung : “-->” bedeutet, dass Sie unter nachfolgendem Begriff eine weitere Erklärung finden, hier einfach im entsprechenden Buchstaben nachschlagen; unterstrichene blaue Begriffe sind innerhalb der Internetseiten mit ausführlichen Texten verlinkt.

W

    • Abkürzung für Wolfram.
    • Kurzzeichen für einen Wärmedämmstoff der nicht druckbelastet werden kann. Dieser dient z.B. als Wärmedämmstoff für Wände und belüftete Dächer.
    • Als kleines w handelt es sich hierbei um ein Zusatzzeichen für Wärmedämmstoffe zur Hohlraumdämpfung in zweischaligen Trennwänden, für Vorsatzschalen mit Unterkonstruktion oder zu Schallschluckzwecken.
    • Als Kurzzeichen w handelt es sich um das Kurzzeichen des Wasseraufnahmekoeffizienten (-->Wasseraufnahmekoeffizient).

waagerechter Verbau

    Bei diese Methode zur Sicherung der Baugrubenwand wird die Baugrube durch waagerecht angebrachte Holzbohlen unterstützt. Die aufgenommenen Kräfte werden über senkrecht liegende Brusthölzer in die Streben eingeleitet und zur gegenüberliegenden Baugrubenseite ausgesteift.

Wachspapier

    Mit Parafin und ähnlichen Stoffen getränktes Papier, wasser- und Luftdicht, da es mit Heißluft verschweissbar ist, wird es oft als Trennlage zwischen Fußbodendämmung und Fliesestrich verwendet.

Wachs-Standölfarbenanstriche

    Dies sind witterungsbeständige, dauerhaft elastische Anstriche, die als Bindemittel getrocknetes Leinöl-Standöl, Harz und Wachs enthalten.

Wagenkastensteuerung

    Dies ist eine Einrichtung von Eisenbahnfahrzeugen zum Neigen des Wagenkastens gegenüber den Drehgestellen.

Wagner

    • Johann Peter Alexander Wagner ( 1730-1809) war ein bedeutender deutscher Bildhauer.
    • Otto Wagner (1841-1918) bekannter österreichischer Architekt.

Wagnersche Hammer

    Dies ist ein periodischer Stromunterbrecher, dieser öffnet und schließt einen Stromkreislauf in schneller folge, z.B. bei einer Klingel.

Wagnis

    Dies ist ein Posten in der Kalkulation für kostenverursachende, im einzelnen unvorhersehbare, Ereignisse mit deren Eintreten jedoch durch die betrieblichen Erfahrungen gerechtet werden muss.

Wahlman

    Lars Israel Wahlman (1870-1952) war ein schwedischer Architekt.

Wahlposition

    Dies ist eine Alternativposition in einem Leistungsverzeichnis.

Waid

    Aus der Färber-Waid wurde früher ein blauer Farbstoff gewonnen, es handelt sich hierbei um einen Kreuzblütler.

Wakefield

    Eine kleine Fabrik im englischen Wakefield bringt im Jahr 1825 den ersten Portlandzement auf den Markt.

Walcker

    Eberhard Friedrich Walcker (1794-1872) deutscher Orgelbauer.

Walhalla

    Die von Leo von Klenze erbaute und von Ludwig I. beauftragte Ruhmeshalle bei Donaustauf unterhalb von Regensburg, sie wurde von 1830-1842 erbaut - In ihr sind die Büsten berühmter Deutscher zu sehen.

Wall

    Allgemein ist ein Wall eine tragende oder schützende (Schutzwall) Erhebung im Gelände die i.d.R. durch eine Erdanschüttung hergestellt wird. Ursprünglich war ein Wall die Erhebung einer Festung gegenüber ihrer Umgebung und wurde in Form einer Mauer oder auch durch eine Erdanschüttung erbaut. Später wurden auf Wällen auch Wege und Straßen errichtet.

Wallkern

    Dies ist das innere eines Walles (-->Wall). Der Wallkern bei alten Festungen wurde oft aus Bauschutt oder anderem festem “Abfall” hergestellt und verbirgt somit oft Teile von historische Altagsgegenstände.

Wallot

    Der deutsche Architekt Paul Wallot (1841-1912) war ein Anhänger des Monumentalstils, - Reichstagsgebäude in Berlin, erbaut von 1884 bis 1894.

Walm

    Dies ist die dreiecksförmige Dachfläche auf der Giebelseite eines Walm- oder Krüppelwalmdaches.

Walmdach

    Einfache Dachform wie bei einem Satteldach nur ist hierbei die Giebeldachseite nach innen geneigt und entsprechend dachflächenmäßig verbaut.

Walmgaube

    Dies ist eine Gaube die von der Wandscheibenebene über die Traufebene angeordnet ist.

Walter

    Thomas Ustick Walter (1804-1887) war ein US-amerikanischer Architekt.

Walter-Antrieb

    Dies ist ein von der Außenluft unabhängiger Antrieb für U-Boote.

Walzbeton

    Dies ist ein im Straßenbau verwendeter Beton welcher asphaltfertig, erdfeucht eingebaut wird und durch Hochverdichtungsbohlen, Glatt- oder Gummiwalzen verdichtet auch sofort befahrbar ist.

Walzen

    Technische Formgebung, z.B. das Walzen von Stahl: durch zwei gegenläufig rotierende, glatte oder profilierte Zylinder wird dem Stahl die gewünschte Form gegeben.

Walzenzug

    Dies ist ein Verdichtungsgerät für den Erdbau welches sich durch einen Glattmantel- oder Schaffuß-Walzkörper mit Vibrationseinrichtung, welcher von einem eigenen gummibereiften Antrieb geschoben wird, auszeichnet.

Walzlager

    Z.B. ein Kugel- oder Rollenlager.

Walzstahl

    Dies ist der Oberbegriff für z.B. Flach-, Form-, Profil- und Stabstahl.

Walzwerk

    Dies ist eine, meist zu einem Hüttenwerk gehörende Anlage mit mehreren Grauguß- oder Stahlwalzen, welche auch zu Walzstrassen vereinigt sein können.

Wand

    Dies ist i.d.R. ein senkrecht stehendes, flächenhaftes Bauteil als Bestandteil eines Gebäudes. Das Wort “Wand” wird im Allgemeinen auf die althochdeutsche Bezeichnung “want” vom indogermanischen “uonedh” (= Geflecht welches mit Lehm bestrichen wird) hergeleitet. Es wird aus statischer Sicht unterschieden in:

    • Aussteifende Wand: Dies ist eine Wand, welche der Knickaussteifung anderer Wände dient und/oder zur Gesamtstabilitätssicherung des Gebäudes benötigt wird.
    • Tragende Wand: Dies ist eine Wand die mehr als ihre Eigenlast aus einem Geschoss zu tragen hat, welche Horizontalkräfte aufnehmen kann und die auch als Knickaussteifung verwendet werden kann. Es wird hierbei eine Mindestdicke von 11,5 cm vorgegeben.
    • Nichttragende Wand: Dies ist eine Wand welche nicht zur Aufnahme von Lasten benötigt wird, die jedoch auf sich wirkende horizontale Kräft in ein anderes Bauteile ableiten können. Im Allgemeinen gilt, dass das Entfernen einer nichttragenden Wand das Tragwerk nicht nachteilig beeinflusst.

    In Bezug auf die Anordnung wird unterschieden in:

    • Außenwand
    • Innenwand
    • Trennwand

Wandanschlussziegel

    Dies ist ein Formziegel mit einer seitlichen Aufkantung als Wandanschluss.

Wandanker

    Dies ist eine Metallvorrichtung welcher zur zugsicheren Verbindung von Mauerwerken (Wänden) dient.

Wandanschlußleiste

    Bei einer Türe ist dies der Übergang von der Zier-, bzw. Falzbekleidung zur Wand.

Wandbauten

    Bauwerke bei denen weitgehend homogene Wände in Verbindung mit Decken- oder Dachscheiben die Gebäudestruktur und alle Anforderungen an das Bauwerk komplex erfüllen.

Wandbildtapete

    Dies sind Tapeten aus leichtem bis schwerem festem Papier, schwarzweiß oder farbig bedruckt (Fotodruck) oder aus Fotopapier.

Wanderlast

    Die Wandlast ist vor allem für die Einflusslinie von Bedeutung. Die Einflusslinienordinaten gibt die gesuchte Zustandsgröße an, wenn die Wandlast der Größe eins an der Stelle dieser Ordinate steht.

Wanderschutzklemme

    Im Gleisbau ist dies eine Schienenfußklemme mit einer Keilklammer zur Verhinderung des Verschiebens der Schine gegenüber der Schwelle.

Wandheizung

    Diese kann mit Hilfe einer elektrischen Heiztapete, durch direkt beheizte keramische Platten, hinter Gipskartonbauplatten oder direkt in sogenannte Wandheizungsputze ( oft auch gewöhnliche Kalkputze) eingebaut werden. Zu empfehlen ist diese Heizmethode als Zusatzheizung, jedoch muß hierbei schon in der Planungsphase beachtet werden, wo zukunftig eventuelle Möbelstücke etc. stehen werden. Klicken Sie auch hier: Wandheizungen.

Wandhydranten

    Hier handelt es sich um absperrbare Feuerlösch-Schlaucheinrichtungen mit Kupplung als 180 Grad ausschwenkbare Haspel mit 15 bis 30 m langem Schlauch und Stahlrohr welche in einem Wandschrank eingebaut sind.

Wandkies

    Dies ist die Bezeichnung des Rohstoffes -->Kies beim Abbau (der Kies wird „an der Wand“ abgebaut). Wandkies gilt als ein beschränkt verfügbarer Rohstoff und sollte, so weit möglich, durch Recycling-Kies ersetzt werden. Im Baubereich wird Wandkies u.a. als Betonzuschlagstoff, Baumaterial für Kofferungen, zur Fundationen im Straßenbau oder als Hinterfüllungen verwendet.

Wandmalerei

    Eine Malerei auf Wänden, welche entweder in Fresko-Technik ( ausgeführt auf feuchten Putzbelag),  in Secco-Technik ( ausgeführt auf den trockenen Putzbelag) oder als Enkaustik ( Sgraffitotechnik - farbiger Putz wird in mehreren Lagen aufgezogen und Bild wird aus dem noch feuchten Putz ausgekratzt, hierbei sind die Putzlagen in verschiedenen Farben aufgelegt) ausgeführt wird.

Wandpfeiler

    Dies ist eine Wandvorgelagerter Säule auch Pilaster genannt.

Wandreibungswinkel

    Dies ist das Winkelmaß des Reibungsbeiwerts für den an einer Wand maximal übertragbaren, wandparallel gerichteten Erddruckanteil im Verhältnis zum senkrecht auf die Wand wirkenden Erddruckanteil.

Wandsäule

    Einer Wand vorgelagerte oder mit ihr konstruktiv verbundene Säule.

Wandscheibe

    Dies ist eine Wand deren Tragvermögen als Scheibe erfolgt (mit einer Lastabtragung in der Scheibenebene).

Wandschlitz

    Ein Wandschlitz ist eine fugenförmige Austemmung in einem Mauerwerk bzw. einer Wand zur Verlegung von elektrischen Leitungen oder Rohren für die Haustechnik.

Wandsteckbord

    Im Möbelbau ist dies ein Bord, das mit unsichtbaren Beschlägen an der Wand befestigt werden kann.

Wandstil

    Dies ist der senkrecht stützende Stiel bei einer Dachkonstruktion, welche zur Späteren Wandgestaltung als Unterkonstruktion oder Tragkonstruktion dienen kann.

Wandvorlage

    Eine Wandvorlage ist eine, der Wand vorgelegte Mauerverstärkung, wie z.B. eine -->Linsene oder ein -->Pilaster.

Wandwange

    Dies ist die an der Wand entlanglaufende Wange einer Treppe, auf welcher die Trittstufen befestigt sind.

Wange

    Dies kann ein seitlicher Abschluss einer Treppe, eines Chorgestühls oder eines offenen Kamin sein. Im Möbelbau sind die Wangen die senkrechten Seiten bei Schränken, Schrankwänden, Betten oder (Schreib-)Tischen etc.

Wangensystem

    Im Möbelbau ist dies ein Schranksystem, das aus -->Wangen (senkrecht) und Borden (waagerecht) besteht.

Wangentreppen

    Die Treppenstufen sind zwischen zwei seitlich gelagerten Wangen eingelegt.

Wangenfreie Treppen mit aufgehängten Stufen

    Hier werden die Stufen als Auflagerstufen auf eine seitlich auf dem Mauerwerk angebrachte schiene und zugleich mit dem Geländer verbunden aufgehängt bzw. gelagert.

Wankel

    Der deutsche Ingenieur Felix Wankel erfand den nach ihm benannten -->Wankelmotor.

Wankelmotor

    Dreh-, Kreiskolbenmotor, ein ventilloser Verbrennungsviertakt-Ottomotor mit einer Schlitzsteuerung, der Drehkolben hat die Kontur eines gleichseitigen Bogendreiecks, er rotiert derart in einem Gehäuse, dass die allseitig geschlossenen Kammern periodisch größer oder kleiner werden.

Wanne

    Hier handelt es sich u.a. um einen Streckenabschnitt mit Neigungswechsel der Gradiente in konkaver Form.

Wappen

    Auf einem Schild dargestellte Abzeichen einer Person, eines Geschlechts oder eines Gemeinwesens.

Wappenschilder

    Erinnerungsmale für Verstorbene.

Warenautomaten

    Obwohl Warenautomaten aus gewerberechtlicher Sicht als Verkaufsstellen gelten bedürfen sie in der Regel keiner Baugenehmigung. In Bayern gilt z.B., dass Automaten mit einer vorderen Ansichtsfläche bis zu 1 m² oder in Verbindung mit einer offenen Verkaufsstelle Genehmigungsfrei sind.

Warmbeton

    Dies ist ein Frischbeton dessen Temperatur durch Vorwärmen der Ausgangsstoffe oder durch das Dampfmischen erhöht wird.

Warmdach

    Beim Warmdach befindet sich zwischen dem wasserabweisenden Unterdach und dem Dämmstoff keine Hinterlüftungsebene.

Wärme

    Dies ist eine Energieform, Bewegungsenergie von atomaren Teilchen.

Wärmeäquivalent

    Dies ist der Faktor, welcher die Umrechnung von Wärmeenergie in eine andere Energieform angibt:

    • 1 Joul (1J) = 0,239 * 10-3 kcal
    • 1 kWh = 860 kcal
    • 1kpm = 2,343 kcal

Wärmeausdehnung

    Dies ist die Bezeichnung für die Ausdehnung einer Substanz unter Einfluss von Erwärmung --> Wärmedehnung.

Wärmebedarf

    Dieses Maß bildet die Grundlage für die Bemessung sowohl der Heizfläche in den einzelnen Räumen als auch für die Auslegung der gesamten Heizungsanlage. Die Größe des Wärmebedarfs, welcher auch als Heizlast betitelt wird, ist abhängig von:

    • Der Lage des Gebäudes.
    • Der Bauweise der wärmeübertragenden Umfassungsflächen eines Gebäudes.
    • Dem Bestimmungszweck der einzelnen Räume.

Wärmebedarfsausweis

    Dieser Ausweis muss den Jahres-Heizwärmebedarf des betreffenden Hauses „ausweisen“ (daher der Name). Dieser Bedarf muss unter einem vorgegebenen maximal zulässigen Heizwert bleiben. Um diesen Wert einzuhalten, müssen die verschiedenen Baustoffe sowie die Stärke und Ausführung der Dämmung berechnet werden. Das kann auf zwei Arten geschehen: Nach dem Bauteilverfahren müssen für einzelne Bauteile (Außenwände, Dach usw.) bestimmte Dämmwerte erreicht werden. Dieses Verfahren darf nur angewendet werden bei Gebäuden bis zu 2 Geschossen mit maximal 3 Wohneinheiten. Nach dem Energiebilanzverfahren sind keine bestimmten Werte für einzelne Bauteile vorgeschrieben. Deshalb kann zum Beispiel eine Außenwand mit guten Dämmeigenschaften eine reduzierte Dachdämmung ermöglichen. Die Berechnung ist etwas komplizierter, dafür sind die Möglichkeiten zur Gestaltung des Hauses und zur Wahl der Baustoffe freier. Unter Umständen wird das Haus dadurch preiswerter. Der spezielle Vorteil dieser Methode liegt außerdem darin, daß Energiegewinne - z.B. durch Sonneneinstrahlung - individuell angerechnet werden.

Wärmebehandlung

    Dies ist ein Verfahren zur Erwirkung einer hohen Frühfestigkeit, welches zumeist für Betonerzeugnisse verwendet wird. Die Wärmeübertragung auf den eingebauten Beton wird zwischen Wärmeübergang und Wärmestrahlung unterschieden.

Wärmebrücke

    Bauteil mit höherer Wärmeleitfähigkeit als die umgebenden Baustoffe, z. B. Stahlteil, durchlaufender Beton, ungedämmte Mörtelfuge. Über diese Bauteile fließt die Wärme zur Kälte hin ab. Das erhöht nicht nur die Heizkosten, sondern ist durch mögliche -->Kondenswasserbildung auch gefährlich für die Bausubstanz. Vermeidung von Wärmebrücken durch sorgfältige Wärmedämmung unter besonderer Berücksichtigung der gefährdeten Stellen.

Wärmebrückenverlustkoeffizient

    Kurzbezeichnung: WBV. Dies ist eine Berechnungsgröße zur detaillierten Berechnung des Transmissionswärmebedarfs bzw. des Jahres-Heizwärmebedarfs.

Wärmedämmglas

    Hier handelt es sich um eine Wärmeschutzverglasung bei welcher innenseitig eine farbneutrale Edelmetallbeschitung aufgebracht wurde. Oftmals ist der Scheibenzwischenraum mit einem Edelgas gefüllt, welches eine weitere Veringerung der Wärmeleitung und Konvektion darstellt.

Wärmedämmputz

    Dies ist ein Putzmörtel mit besonderen Leichtzuschlägen zur Verbesserung der Wärmedämmeigenschaften. Wärmedämmputz wird mit einer Putzmaschine mit eventuellem Nachmischer über einen Spritzkopf mit hohem Druck zu größeren, mehrlagigen Putzdicken aufgebracht. Die Wärmeleitfähigkeitesgruppen werden wie folgt eingeteilt:

Gruppe

Anforderungen an die Wärmeleitfähigkeit nach DIN V 18550 (Kategorie II) in W/(mK)

Bemessungswert der Wärmeleitfähigkeit in W/(mK)

060

0,057

0,06

070

0,066

0,07

080

0,075

0,08

090

0,085

0,09

100

0,094

0,10

Wärmedämmstoffe

    Wärmedämmstoffe im Vergleich finden Sie hier: Wärmedämmstoffe im Vergleich. Weiterführende Erklärungen: -->Wärmedämmung, -->Wärmedämmstoffe Abürzungen.

Wärmedämmstoffe Abkürzungen

Anwendungsbereich

Kurzzeichen

Anwendung im Beispiel

Dach, Decke

DAD

z.B. Außendämmung von Dach oder Decke, witterungsgeschützt, unter Deckung

DAA

z.B. Außendämmung von Dach oder Decke, witterungsgeschützt, unter Abdichtung

DUK

z.B. Außendämmung eines Umkehrdaches, der Bewitterung ausgesetzt

DZ

z.B. Zwischensparrendämmung

DI

z.B. unterseitige Innendämmung der Decke oder des Daches, abgehängte Decke

DEO

z.B. Innendämmung unter Estrich ohne Schallschutzanforderungen

DES

z.B. Innendämmung unter Estrich mit Schallschutzanforderungen

Wand

WAB

z.B. Außendämmung der Wand hinter Bekleidung

WAA

z.B. Außendämmung der Wand hinter Abdichtung

WAP

z.B. Außendämmung der Wand unter Putz

WZ

z.B. Dämmung von zweischaligen Wänden

WH

z.B. Dämmung von Holzrahmen- und Holztafelbauweise

WI

z.B. Innendämmung der Wand

WTH

z.B. Dämmung zwischen Haustrennwänden

WTR

z.B. Dämmung von Raumtrennwänden

Perimeter

PW

z.B. Außenliegende Wärmedämmung von Wänden gegen Erdreich

PB

z.B. Außenliegende Wärmedämmung unter Bodenplatten gegen Erdreich

Eigenschaften

Kurzzeichen

Art

Anwendung im Beispiel

Druckbelastbarkeit

dk

keine Druckbelastbarkeit

z.B. Zwischensparrendämmung

dg

geringe Druckbelastbarkeit

z.B. unter Estrich im Wohnbereich

dm

mittlere Druckbelastbarkeit

z.B. nicht genutzte Dachflächen

dh

hohe Druckbelastbarkeit

z.B. genutzte Dachflächen

ds

sehr hohe Druckbelastbarkeit

z.B. Parkdeck, Industrieböden

dx

extrem hohe Druckbelastbarkeit

z.B. Parkdeck, Industrieböden

Wasseraufnahme

wk

keine Anforderungen

z.B. Innendämmung

wf

Wasseraufnahme durch flüssiges Wasser

z.B. Außendämmung Wand

wd

Wasseraufnahme durch flüssiges Wasser und/oder Diffusion

z.B. Perimeterdämmung, Umkehrdach

Zugfestigkeit

zk

keine Anforderungen

z.B. Hohlraumdämmung

zg

geringe Zugfestigkeit

z.B. Außendämmung Wand hinter Bekleidung

zh

hohe Zugefestigkeit

z.B. Außendämmung Wand unter Putz

Schalltechnische Eigenschaften

sk

hohe Zusammendrückbarkeit, Trittschalldämmung

z.B. wenn keine schalltechn. Anforderungen

sh

hohe Zusammendrückbarkeit, Trittschalldämmung

z.B. unter schwimmenden Estrich, Haustrennwand

sm

mittlere Zusammendrückbarkeit, Trittschalldämmung

z.B. unter schwimmenden Estrich, Haustrennwand

sg

geringe Zusammendrückbarkeit, Trittschalldämmung

z.B. unter schwimmenden Estrich, Haustrennwand

Verformung

tk

keine Anforderungen

z.B. Innendämmung

tf

Dimensionsstabilität unter Feuchte und Temperatur

z.B. Außendämmung der Wand unter Putz

tl

Dimensionsstabilität unter Last und Temperatur

z.B. Dach mit Abdichtung

Alte Kurzzeichen

Anwendungsbereiche Wärmedämmstoffe

W

nicht druckbelastbar z.B. für Wände und Decken

WL

nicht druckbelastbar z.B. für Zwischenparrendämmungen und Balken

WD

druckbelastbar z.B. under druckverteilenden Böden und als Aufsparrendämmung

WS

erhöhte Belastbarkeit für Sondereinsatzgebiete

WDS

erhöhte Belastbarkeit für Sondereinsatzgebiete

WDH

erhöhte Belastbarkeit unter druckverteilenden Böden

WV

beanspruchbar auf Zugfestigkeit senkrecht zur Plattenebene, bzw.
beanspruchbar auf Abreiß- und Scherbeanspruchung

WB

beanspruchbar auf Biegung

Alte Kurzzeichen

Anwendungsbereiche Trittschalldämmstoffe

T

Trittschalldämmstoffe z.B. unter schwimmenden Estrichen

TK

Trittschalldämmstoffe mit geringerer Zusammendrückbarkeit bzw.
Trittschalldämmstoffe mit Anforderungen an den Luft- und Trittschallschutz nach DIN 4109

Wärmedämmung

    Wärme ist immer bestrebt, vom hohen Temperaturniveau zum niedrigen zu wandern. Um diese Wärmeübertragung zu vermindern, ist eine Wärmedämmung notwendig. Beim Haus soll eine Wärmedämmung bewirken, dass möglichst wenig Wärme nach außen entweicht, um innen angenehme Oberflächentemperaturen der Außenbauteile zu gewährleisten und um die Heizkosten und auch die Umweltbelastung minimal zu halten. Klicken Sie auch hier: Wärmedämmung. -->Wärmedämmstoffe Abkürzungen.

Wärmedämmverbundsysteme

    Kurzbezeichnung: WDVS. Dies sind herstellerspezifische Systeme aus Dämmplatten, welche auf die tragende Außenwand geklebt und/oder gedübelt werden, einer Armierungsschicht (inkl. Armierungsgewebe) und einer Oberputzbeschichtung.

Wärmedehnung

    Begriff für die Ausdehnung von Stoffen bei Temperaturerhöhungen -->Wärmeausdehnung.

Wärmedurchgangskoeffizent

    Kurzbezeichnung: U. Dies ist der Quotient aus Wärmestrom im stationären Zustand und dem Produkt aus Fläche und Temperaturdifferenz zwischen den Umgebungen auf einer Seite des Systems. Der Wärmedurchgangskoeffizient ist der Kehrwert des Wärmedurchgangswiderstands.

Wärmeduchgangswiderstand 1/k

    Kurzbezeichnung: RT. Der Wärmedurchgangswiderstand gibt die Wärmemenge an, die ein Bauteil durchlässt, wenn hierbei das Temperaturgefälle zwischen der Raumluft und der Außenluft zur Oberfläche berücksichtigt wurde, die Maßeinheit lautet: m² (K / W).

Wärmedurchgangszahl k

    -->k-Wert

Wärmedurchlasskoeffizient - Wärmedurchlasszahl

    Der Wärmedurchlasskoeffizient Lamda [W/m²K] oder 1/R gibt den Wärmestrom in Watt an, der durch 1m² eines Bauteils übertragen wird, wenn der Temperaturunterschied zwischen den Oberflächen in Richtung des Wärmestromes 1 Kelvin beträgt.

Wärmedurchlasswiderstand

    Der Wärmedurchlasswiderstand RLamda ist der Kehrwert des Wärmedurchlasskoeffizienten Lamda. Er gibt an, welchen Widerstand ein Bauteil dem Abfließen von Wärmeenergie entgegensetzt. Er wird in m²K/W angegeben und bei der Berechnung des U-Wert benötigt. Siehe auch -->R-Wert. Beim Wärmedurchlasswiderstand von Luftschichten gilt: Bei ebenen Luftschichten unter stationären Randbedingungen gleich dem Kehrwert der Wärmemenge, welche durch die wärmere Seite der Luftschicht zur kälteren Seite der Luftschicht mittels Wärmeleitung, Wärmekonvektion und Wärmestrahlung pro Zeiteinheit, pro Bezugsfläche und einer Temperaturdifferenz von einem Kelvin zwischen der warmen und kalten Seite übetragen wird.

Wärmeeindringkoeffizient

    Kurzzeichen: b. Dies ist die Quadratwurzel aus dem Produkt aus Wärmeleitfähigkeit, Dichte und spezifischer Wärmekapazität, welche den nichtstationären Zustand betrifft. Je kleiner der Wärmeeindringkoeffizient, desto empfindlicher reagiert die Innentemperatur eines Stoffes auf Änderungen des Wärmestroms an der Oberfläche.

Wärmeeindringzahl

    Dies ist das Maß für die Geschwindigkeit einer Wärmeübertragung bei Kontaktierung, abhängig ist dies von Rohdichte und Wärmekapazität.

Warmeeinbau

    Dies betitelt den Einbau von Mischgut aus Mineralstoffen abgestufter Körnung mit Fluxbitumen entsprechender Viskosität mit einer Einbautemperatur zwischen 60 und 130 °C.

Wärmehärtbare Lacke

    Dies sind, unter Wärmewirkung durch Polykondensation der vorhandenen wärmehärtbaren Phenol-, Harnstoff- oder Melaminharze trocknende und erhärtende Anstrichstoffe.

Wärmehaushalt einer Person

Richtwerte zum
Wärmehaushalt
einer Person

Betätigungsart

Im (völlig) ruhigen Liegen

Geringe Aktivität im ruhigen Sitzen

Leichtes Arbeiten

Leichte körperliche Arbeit

Schwere körperliche Arbeit

Grundumsatz

Tisch-
spiele

Lesen

Schule

Büro

Hausfrauenarbeit Gymnastik

Ballspielen

Handwerk

Kind

Erwachsener

Kind

Erwachsener

Kind

Erwachsener

Kind

Erwachsener

Kind

Erwachsener

Erforderlicher Energieverbrauch je Tag

kJ/d

5.900

7.500

8.000

9.700

8.800

10.500

10.100

12.600

11.300

14.700

Gesamtwärmeabgabe (einschl. Verdunstung)

W

50-65

65-85

60-80

75-100

100-130

125-170

170-225

215-295

280-380

360-490

Davon trockene Wärmeabgabe (Strahlung, Leitung, Konvektion)

W

35-45

50-65

45-60

60-75

70-95

95-130

120-160

165-220

200-275

280-370

Wasserdampfproduktion je Stunde

g/h

21-28

23-32

25-34

27-38

41-57

46-62

70-95

78-108

117-160

130-180

Sauerstoffbedarf je Stunde

l/h

9-12

12-16

10-14

14-19

17-24

24-32

30-41

40-51

50-68

65-90

Angeatmetes Kohlendioxid je Stunde (Konzentration in der Luft 3-5 Vol.-%)

l/h

7-10

10-13

9-12

12-16

15-20

19-26

25-34

32-43

46-56

55-75

Frischluftraten (erforderlich wenn CO2 max. 0,10 Vol.-%)

m³/h

12-17

17-21

15-20

25-26

25-33

32-42

42-57

55-72

70-93

90-130

Grenze des Schwüleempfindens

°C

 

28

 

26

24

21,5

19,5

Behaglichkeitsgleichgewicht

°C

 

24

 

22

20,5

19

17

Grenze zum Kühleempfinden

°C

 

18

 

17

16

15,5

14,5

Quelle: RWE-Bau-Handbuch

Wärmeinhaltsanzeige

    An dieser Anzeige kann die zur Verfügung stehende Wassermenge des Warmwasserspeichern abgelesen werden.

Wärmekapazität

    Kurzbezeichnung: c. Die spezifische Wärmekapazität eines Stoffes gibt an, welche Wärmemenge in kJ in einem Kilo eines Stoffes bei einem Temperaturunterschied von 1 K gespeichert ist.

Wärmekraftmaschine

    Dies ist der Oberbegriff für alle Kraftmaschinen welche Wärmeenergie in mechanische Energie umwandeln, z.B. Verbrennungsmotoren, Dampfmaschinen etc.

Wärmekonvektion

    Dies betitelt den Wärmetransport in Gasen oder Flüssigkeiten durch die Fortbewegung der Moleküle innerhalb eines zur Verfügung stehenden Raumes, wobei diese ihren Energiegehalt mit sich führen.

Wärmelehre

    Dies ist ein Teilgebiet der Physik.

Wärmeleitfähigkeit

    Die Wärmeleitfähigkeit eines Bau- oder Dämmstoffes gibt an, welche Wärmemenge pro Sekunde durch 1 m² eines Baustoffes von 1 m Dicke strömt, wenn der Temperaturunterschied zwischen innen und außen 1°C (1 Kelvin) beträgt. Die Einheit wird in W/m²K gemessen. Ein niedriger Wert bedeutet also eine gute Wärmedämmung. Für weiterführende Informationen klicken Sie hier: Wärmeleitfähigkeit.

Wärmeleitfähigkeitsgruppe

    Gibt den Höchstwert der Wärmeleitfähigkeit für Dämmstoffe an. Je kleiner der Wert, desto besser die Dämmwirkung. Je nach Gruppe ergeben sich so unterschiedlich gute Werte bei gleicher Schichtdicke bzw. der Dämmstoff kann bei gleicher Wirkung unterschiedlich dick gewählt werden.

Wärmeleitung

    Dies ist ein, an die Materie gebundener, Energietransport, wobei der Wärmeaustausch zwischen unmittelbar benachbarten Atomen oder Molekülen stattfindet. Für weiterführende Informationen klicken Sie hier: Wärmeleitfähigkeit.

Wärmeleitzahl

    Die Wärmeleitzahl gibt die Wärmemenge an, die in einer Stunde durch eine 1 m² große Fläche eines Baustoffes von bestimmter Dicke hindurch geht, wenn der Temperaturunterschied zwischen beiden Oberflächen 1 K beträgt, die Maßeinheit lautet W / (m K). Für weiterführende Informationen klicken Sie hier: Wärmeleitfähigkeit.

Wärmemenge (Q)

    Eigenschaft eines Körpers. Einheit in Joule (J); Kilowattstunde ( kWh); Wattstunde ( Ws) Wärmemengen sind nicht messbar aber berechenbar.

Wärmemengenzähler

    Dies ist ein physikalisch exakt arbeitendes und geeichtes Messgerät zur Messung des Wärmeverbrauchs.

Wärmepreis

    -->Brennstoffpreis

Wärmepumpe

    Dies ist eine Anlage in welcher mechanische Arbeit zur Erzeugung einer Temperaturdifferenz verwendet wird, z.B. eine Kühlmaschine.

Wärmepumpenheizung

    Mit der Wärmepumpe kann man die verschiedensten relativ kalten Wärmequellen wie Grundwasser, Erboden und Umgebungsluft durch Wärmeentzug für Heizzwecke ausnutzen, außerdem Abwasser und Fortluft durch Wärmerückgewinnung. Eine Hauswärmepumpe arbeitet wie ein Kühlschrank, nur daß es hier nicht auf die Kühlleistung des Verdampfers, sondern auf die Wärmeleistung des Kondensators ankommt.

Wärmereflexionsvermögen

    Dies betitelt die Rückstrahlung oder das Zurückwerfen auftretender Wärmestrahlen. Diese Fähigkeit haben z.B. im Anstrich u. a. die Weißpigmente und silbrig spiegelndes Aluminiumpigment.

Wärmerückgewinnung

    Dies betitelt den Vorgang, bei welchem die aus der Abkühlung der Luft und der Kondensation des Wasserdampfes gewonnene Wärme wieder in die Zuluft zurückgeführt wird, wobei die dabei eingesetzte Luftwärmepumpe gleichzeitig zur Erwärmung der Raumluft dient oder sogar voll die Raumheizung übernehmen kann.

Wärmeschutz

    Wichtiger Faktor zur  Energieeinsparung müssen hierbei folgende Anforderungen erfüllt werden:

    • Schaffung hygienischer Wohnverhältnisse.
    • Erhaltung des Gebäudes und seiner Funktionstüchtigkeit durch Vermeidung schädlicher und unkontrollierter Tauwasserbildung.
    • Einsparung von Heiz- und Betriebskosten.
    • Verminderung thermisch bedingter Gebäudeverformungen.

Wärmeschutzverordnung

    Dies ist die Verordnung über den energiesparenden Wärmeschutz bei Gebäuden, z.B. ehemals WSVO 1977; WSVO 1982 oder WSVO 1995.

Wärmestrahlung

    Bezeichnung für die Wärmeabgabe eines Körpers durch elektromagnetische Wellen - ohne Mitwirkung von Materie.

Wärmestrom

    Kurzbezeichnung: Q. Dies betitelt die übertragene Wärmemenge pro Zeiteinheit.

Wärmestromdichte

    Kurzbezeichnung: q. Dies betitelt Wärmestrom je Fläche.

Wärmeströmung

    Andere Bezeichnung für Konvektion.

Wärmespeicherfähigkeit

    -->Wärmespeicherkapazität

Wärmespeicherung

    Die betitelt die Fähigkeit, Wärme zu speichern siehe auch -> Wärmespeicherkapazität.

Wärmespeicherkapazität

    Die Wärmespeicherkapazität beschreibt die Fähigkeit eines Stoffes, Wärme aufzunehmen, quantifiziert durch Masse und spezifische Wärmekapazität eines Materials. Die Wärmespeicherfähigkeit wird in kJ/kg K, kJ/m³ K oder auch Wh/m³K, etc. gemessen. Im allgemeinen können schwere, dichte Materialien mehr Wärme speichern als leichte und luftige. Speicherfähige Massen speichern auch die Kälte. Nachfolgend einige Beispiele der Wärmespeicherfähigkeit von Baustoffen:

Baustoff

kJ/m³K

Wh/m³K

Stahlbeton

Leichtbeton

Mauerwerk

Holzspanbeton

Holzwolle-Leichtbauplatten

2300 - 2400

1200 - 2000

500 - 1600

1150 - 1360

750 - 1000

639 - 667

333 - 556

139 - 444

319 - 378

208 - 278

Dämmstoffe

25 - 100

7 - 28

Luft

1,29

0,36

Wasser

4187

1163

Wärmeträger

    Als Wärmeträger bezeichnet man ein Medium, welches Wärme über ein Leitungsnetz von der Quelle zum Endverbraucher transportiert. Bei Wärmeträgern, welche zur Beheizung von explosivstoffenthaltenden Einrichtungen dienen, werden durch mindestens zwei voneinander unabhängige technische Einrichtungen sichergestellt, dass die Leitungen und Absperreinrichtungen die vom Unternehmer festgelegten stoff- und verfahrensspezifischen Höchsttemperaturen nicht überschritten werden. Hierbei muss zur Überwachung der Temperatur des Wärmeträgers eine deutlich lesbare Temperaturanzeige (mit einer augenfälligen Kennzeichnung der zulässigen Temperatur) und an geschützter Stelle ein Temperaturschreiber vorhanden sein.

Wärmeträgerflüssigkeiten

    Dies sind Flüssigkeiten, die für den Wärmetransport verwendet werden, wie z.B. die Wärmeträgerflüssigkeiten in thermischen Solaranlagen. Bei allen industriellen Prozessen, bei welchen große Wärmemengen erzeugt und transportiert werden müssen, kommen neben Heißwasser und Heißdampf besondere Wärmeträgeröle bzw. Thermalöle zum Einsatz, hierbei liegt der Vorteil in der drucklosen Anwendung. Allerdings werden bei Temperaturen > 350° Thermalöle thermisch instabil und durch eutektische Salzmischungen ersetzt. -->Wärmeträger

Wärmeübergangskoeffizient

    • Aus Wärmestrahlung: Kurzbezeichnung: hr. Dies ist die Wärmemenge, welche über Wärmestrahlung im stationären Zustand der umgebenden Bauteile pro Zeiteinheit, pro Bezugsfläche und je standartisierter Temperaturdifferenz zwischen der Oberfläche des Bauteils und den Oberflächen der umgebenden, dahinter liegenden Bauteilen fließt.
    • Aus Wärmekonvektion: Kurzbezeichnung: hc. Dies ist die Wärmemenge, welche durch Wärmekonvektion im stationären Zustand pro Zeiteinheit, pro Bezugsfläche und je festgelegter Temperaturdifferenz zwischen Luft und Oberfläche von der Umgebungsluft zur Oberfläche oder umgekehrt fließt.
    • Außen: Kurzbezeichnung: he. Dies ist die Summer der Wärmemenge, welche zwischen der Außenseite eines Bauteils und der Außenluft durch Wärmekonvektion und Wärmestrahlung pro Zeiteinheit, pro Bezugsfläche und einer Temperaturdifferenz von einem Kelvin zwischen Außenluft- und Oberflächentemperatur ausgetauscht wird.
    • Innen: Kurzbezeichnung: hi. Dies ist die Summe der Wärmemenge, welche zwischen der Innenseite eines Bauteils und der Innenluft durch Wärmekonvektion und Wärmestrahlung pro Zeiteinheit, pro Bezugsfläche und einer Temperaturdifferenz von einem Kelvin zwischen Innenluft- und Oberflächentemperatur ausgetauscht wird.

Wärmeübergangswiderstand ( 1/ Lambda)

    Hierbei wird unterschieden in:

    • Wärmeübergangswiderstand außen: Kurzbezeichnung: Rsie. Dies ist der Kehrwert der äußeren Wärmeübergangskoeffizienten he.
    • Wärmeübergangswiderstand innen: Kurzbezeichnung: Rsi. Dies ist der Kehrwert der inneren Wärmeübergangskoeffizienten hi.

    Klicken Sie hier:  Wärmeübergangswiderstände .

Wärmeübergangszahl - Wärmedurchgangskoeffizient

    Die Wärmeübergangszahl beschreibt jene Wärmemenge, die pro Zeiteinheit von einer 1 m² großen Wandoberfläche mit der umgebenden Luft ausgetauscht wird, - wenn die Temperaturdifferenz zwischen Wandoberfläche und Luft 1 K (Kelvin) beträgt.

Wärmeübertragung

    Dies betitelt die Energieübertragung durch Wärmekonvektion, Wärmeleitung, Wärmestrahlung oder einer Kombination dieser.

Wärmeverluste

    Um Wärmeverluste zu vermeiden sollten folgende Punkte bei der Gebäude- und Detailplanung beachtet werden:

    • Reduzierung der Lüftungs- und Transmissionswärmeverluste durch einen energiegerechten Entwurf, einer kompakten Bauweise und entsprechenden Konstruktionen.
    • Eine thermische Staffelung des Gebäudes in Zonen (Grundrisszonen) mit unterschiedlichen Innentemperaturen, so dass die Temperaturdifferenzen zwischen innen und außen möglichst gering werden.
    • Eine gute Wärmedämmqualität der Umschließungsflächen.
    • Eine Dichtheit der Gebäudeumfassungen, Außentüren und Fenster etc.
    • Einen Einsatz von Lüftungssystemen mit Wärmerückgewinnung zur Vorwärmung der Frischluft.

Wärmeverlustkoeffizient

    • Flächenbezogener Wärmeverlustkoeffizient: Kurzbezeichnung: Fs. Dies ist der, aus einem Gebäude abfließende, Wärmestrom, dividiert durch das Produkt aus Fläche und der Differenz zwischen Innen- und angrenzender Außentemperatur.
    • Volumenbezogener Wärmeverlustkoeffizient: Kurzbezeichnung: Fv. Dies ist der, in einem Gebäude abfließende, Wärmestrom, dividiert durch das Produkt aus Volumen und Differenz zwischen Innen- und angrenzender Außentemperatur.

Warmluft

    Die Warmluft dient als Wärmeträger bei z.B. Kamin- oder Kachelöfen oder Warmluftheizungen etc.

Warmluftheizung

    Warmluftheizungen sind Zentralheizungen. Luftheizungen (auch Feuerluftheizungen genannt) benutzen zirkulierende Luft vorzugsweise zum Erwärmen der Räume. Nebenbei kann eine gewisse Lufterneuerung erreicht werden. Nach der den Luftumlauf bewirkenden Triebskraft unterscheidet man bei Warmluft-Zentralheizungen zwischen zwei Arten, der Schwerkraft-Luftheizung (auch Antriebsluftheizung genannt) und der Ventilator-Luftheizung (auch Warmluftautomaten genannt).

Warmluftkachelofen

    Im Gegensatz zu einem Grundkachelofen, bei welchem der Feuerraum gemauert ist besitzt dieser Ofen einen Heizeinsatz aus Stahl in welchem sich der Feuerraum befindet. Bei diesem Ofen erfolgt die Wärmeabgabe über die Konvektion der um den Heizeinsatz streichenden erwärmten Luft und der Speicherung in den Rauchgasabzügen und dem Kaminmantel.

Warmwasserbereiter

    Hierbei wird unterschieden in:

    • Mittelbare Warmwasserbereiter: Hier wird die Wärmeenergie des Brennstoffes oder des Energieträgers indirekt über einen Wärmeträger auf das zu erwärmende Wasser übertragen.
    • Unmittelbare Warmwasserbereiter: Hier wird die Wärmeenergie des Brennstoffes direkt an das zu erwärmende Wasser abgegeben.

Warmwassererwärmer

    Als -->Durchlauferhitzer (Durchfluß-Wassererwärmer) oder als -->Warmwasserspeicher (Speicher-Wassererwärmer) auf dem Markt. Beim Durchlaufwassererwärmer wird das Kaltwasser im Zeitpunkt der Entnahme, beim Durchfluss erwärmt. Beim Speicherwassererwärmer sind es eingebaute Heizflächen, welche das Kaltwasser erwärmen und in einem Behälter wie z.B. einen -->Boiler speichern.

Warmwassergeräte

    -->Warmwassererwärmer

Warmwasserheizung

    Bei diesen Heizungen ist die Warmwassertemperatur auf 120 °C begrenzt und ein geringer Überdruck von 2,5 bar verhindert die Dampfbildung. Konventionelle Warmwasserheizungen werden für 90/70 °C (Vorlauftemperatur = 90 °C; Rücklauftemperatur = 70 °C) bei maximaler Leistung ausgelegt.

Warmwasserspeicher

    Warmwasserspeicher sind -->Warmwassergeräte, welche aus einem wärmegedämmten Behälter bestehen, in dem ständig Wasser mit gleich bleibender Temperatur auf Abruf - durch das öffnen einer Zapfstelle - vorgehalten wird. Die notwendige Größe der Speicher wird von der Leistung des Wärmeerzeugers - hier sind alle Engergieformen einsetzbar (Solar, Öl, Gas, Strom etc...) - dem Nutzungsprofil und dem Komfortanspruch des Benutzers bestimmt. Im Allgemeinen sind z.B. bei einem Drei-Personen-Haushalt Speicher mit 100 bis 160 Liter bei einer Wassertemperatur von ca. 60°C üblich.

Warmwasserversorgung

    Es wird unterschieden in:

    • Einzelversorgung: hierbei ist jede einzelne Warmwasser-Entnahmestelle einem eigenen Trinkwassererwärmer zugeordnet.
    • Gruppenversorgung: hier werden verschiedene, möglichst nahe zusammen liegende Warmwasser -Entnahmestellen von einem gemeinsamen Trinkwassererwärmer versorgt.
    • Zentralversorgung: hier werden alle Warmwasser-Entnahmestellen in einer oder mehreren Wohnungen und Gebäuden über ein gemeinsames Leitungsnetz von einem oder mehreren Trinkwassererwärmer versorgt.

Warmwasser-Wärmepumpe

    Die Warmwasser-Wärmepumpe ist ein steckfertiges Gerät welches die Wärme aus der Umgebungsluft nutzt und diese dem  -->Warmwasserspeicher zuführt. Dies geschieht in einem geschlossenen Kreislauf, der dem eines Kühlschrankes ähnelt.

Warmwasserzentralheizung

    Die Warmwasserzentralheizung ist die am häufigsten anzutreffende Gebäudeheizung, bei ihr dient warmes Wasser bis zu einer Temperatur von maximal 120°C als Wärmeträger. Man unterscheidet nach der Verbindung mit der Atmosphäre zwischen offenen und geschlossenen Warmwasserheizungen. Diese Zentralheizung besteht in der Regel aus folgenden Komponenten:

    • Brennstofflagerung/ Bereitstellung
    • Heizkessel
    • Regelung
    • Abgasanlage
    • Rohrleitungssystem
    • Heizflächen

Wartung

    Die Wartung betitelt die Reinigung sowie die Pflege von Baumaschinen, wobei die Kosten hierfür nicht in den Reparaturkosten enthalten sind, diese werden gewöhnlicherweise in den Lohnkosten bzw. durch die Festlegung der Lohnstundensätze für das Bedienungspersonal erfasst.

Waschbecken

    Waschbecken werden i.d.R. aus Sanitärporzellan oder Acryl in unterschiedlichen Formen hergestellt, hierbei wird unterschieden in:

    • Handwaschbecken
    • Waschtische (diese sind wesentlich größer als die Handwaschbecken)

Waschbeständigkeit

    Ähnlich der -->Scheuerbeständigkeit, jedoch muss z.B. ein Dispersionsfarbanstrich hier nur einerm Scheuerzyklus von 1.000 Scheuerzyklen stand halten ohne zu durchscheuern.

Waschbeton

    An der Oberfläche des Betons werden vor dem Erhärten Zement und feinere Zuschlagstoffe mit einer Bürste und Wasser ausgewaschen, dadurch ergibt sich eine Kiesel-Oberflächenstruktur.

Waschelputz

    -->Wischputz

Waschküche

    Dies ist der Raum eines Gebäudes der zur Wäsche von Kleidung o.a. dient.

Waschputz-Imitation

    -->Buntsteinputz

Washprimer

    Dies ist eine haftvermittelnde Grundierungen für Metalle u.a.. Sie enthalten meistens Phosphorsäurelösung, durch deren chemische Reaktion mit en übrigen Bestandteilen der Grundierung und mit dem Metalluntergrund eine sehr haftfeste Schicht entsteht. -->Haftgrundierung

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