Wichte
Widerlager
Mauerwerk, das dem Seitenschub von Bogen oder Gewölben entgegenwirkt.
Widerschwall
Allgemein die Betitelung für das Fließverhalten einer Flüssigkeit die aus unterschiedlichen Gründen, gewollt oder ungewollt, entgegen der eigentlichen Ablaufrichtung fließt. Z.B. das von
der Dachfläche ablaufende Niederschlagswasser, bzw. Tauwasser, das aufgrund einer vereisten Dachrinne/Traufe einen Rückstau bildet und hierbei hinter das Rinnenblech in den Mauerkopf oder Dachraum
eindringt. Grund eines solchen Widerschwalls kann eine zu flache Dachneigung und/oder eine im Gegensatz zum besonnten Firstbereich, stark beschattete Traufe sein.
Widerstände
Widerstandsmoment
Bezogen auf den Rand eines Stabquerschnittes ist dies das Flächenträgheitsmoment 2. Grades dividiert durch den Randabstand der Biegeachse. Mit diesem errechnet sich die Biegerandspannung
(Biegemoment dividiert durch Widerstandsmoment).
Wiederbeschaffungswert
Dies betitelt den fiktiven Preis, welcher für den Ersatz eines gleichwertigen Wirtschaftsgutes an einem Stichtag gezahlt werden muss.
wieder einschaltbare Sicherheitstemperaturbegrenzung
Dies ist eine Sicherheitseinrichtung welche im Fehlerfall, z.B. bei einem Heizen ohne dass Wasser im Behälter ist, auslöst und durch den Anwender rückstellbar ist.
Wildbachverbauung
Die betitelt die Gesamtheit der Maßnahmen um Erosion im Oberlauf und Ablagerungen von Geschieben im Unterlauf von Geborgsbächen verhindert.
Wilder Backsteinverband
Bei diesem Backstein- oder Ziegelverband handelt es sich um eine Mauerscheibe welche ein unregelmäßiges Fugenbild hat.
Wilkinson
Dem englischen Stuckateurmeister William Boutland Wilkinson gelingt 1852 erstmals die Bewehrung einer Geschoßdecke mit Drahtseilen.
Williot-Plan
Dieser Plan dient der grafischen Bestimmung der Knotenverschiebung eines Fachwerks aus den Längenänderungen der Stäbe. Hierbei wird in jedem Schritt, von den Verschiebungen zweier Knoten
über die Längenänderung von zwei Stäben ausgehend, die Verschiebung eines weiteren Knotens ermittelt.
Wimmer
Wimmerwuchs
Hierbei ist der Holzfaserverlauf des Holzes wellig. Der Wimmerwuchs ist zwar als Holzfehler eingestuft, jedoch ist er eine begehrte Maserung bei der Möbelherstellung.
Wimperg
Windbrett
Winddichtheit
Die Winddichtung auf der Außenseite einer Wandscheibe oder Bauteil stellt eine der drei Luftdichtigkeitsschichten dar (siehe Luftdichtigkeit). Selbst bei geringen Windgeschwindigkeiten
entstehen im und am Haus Druckunterschiede, die bei nicht winddichten Gebäuden zu einer erhöhten Luftwechselrate und zu Zugerscheinungen führen. Die Winddichtigkeit beeinflusst den Wärmehaushalt eines
Gebäudes.
Windeisen
- Eine Metallstange welche den Winddruck auf Fenster und Glasmalereien auffangen soll.
- Ein Werkzeug (auch als Wendeisen betitelt) das als Haltevorrichtung für einen Gewindebohrer dient.
Windenergie
Die ist eine Energie, welche aus der Windkraft entnommen wird. Ein Generator für Gleich- oder Wechselspannung erzeugt Energie. Die Anlage ist meist bewilligungspflichtig.
Windfang
Ein Windfang dient z.B. als Zwischenraum welcher den Eingang eines Hauses zur Diele etc. verbindet, wobei er sich auch als eine “allein stehende Glaskonstruktion” in z.B. einer
Empfangshalle oder Drehtürkonstruktion dargestellt kann etc.
Windfangelement
Dies befindet sich meist oberhalb oder seitlich einer Türe und ist oft verglast, als Teil eines -->Windfang.
Windfeder
Dies ist das Brett welches den verblendenden Abschluss von Giebelwand zu Dachkonstruktion bildet, auch als Ortbrett bezeichnet.
Windkarte
Aus dieser Karte kann man die Wind-Bezugsgeschwindigkeit entnehmen. Deutschland ist in 4 Windzonen eingeteilt die wie folgt dargestellt sind:
- Windzone 1 = Wind-Bezugsgeschwindigkeit unter 3 m/s
- Windzone 2 = Wind-Bezugsgeschwindigkeit 3 bis 3,9 m/s
- Windzone 3 = Wind-Bezugsgeschwindigkeit 4 bis 5 m/s
- Windzone 4 = Wind-Bezugsgeschwindigkeit über 5 m/s
Windkonvektoren
Windkraftanlage
Nach dem BauGB (§ 35) besteht grundsätzlich ein Rechtsanspruch auf die Erteilung einer Baugenehmigung für
Windanlagen im Außenbereich. Handelt es sich jedoch um größere Windenergieanlagen, um sogenannte Windfarmen, bedarf es nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz (Anhang 4 Nr. 1.6.) der
immissionsschutzrechtlichen Genehmigung, für 3 bis 6 Windkraftanlagen im vereinfachten Verfahren und ab 7 Anlagen im förmlichen Verfahren.
Windlast
Windlasten wirken senkrecht zur Angriffsfläche. Die Größe der Windlasten ist im Allgemeinen abhängig von der Form
und Größe des Bauwerks, und sie setzt sich zusammen aus Sog-, Druck- und Reibungswirkungen.
Windmühle
Hier handelt es sich zumeist um historische Windenergieanlagen welche zur Verrichtung von Arbeiten wie z.B. dem
Getreide mahlen, Öl pressen oder auch dem Sägewerk dienten. Es wird unterschieden in:
- Bockwindmühle, mit einem auf einem Bock mittels Steert von Hand drehbarem Mühlenhaus.
- Holländer-Windmühle, eine mit einer drehbaren Kappe versehene Mühle mit massiven Sockelgeschossen und i.d.R. achteckigem, tailliertem Stapel als Oberbau.
- Turmwindmühle, hier befindet sich die gesamte Technik der Arbeitsmaschine in einem gemauertem Turm. Die fest stehende oder drehbare Kappe enthält lediglich das Flügelkreuz und die Flügelradwelle.
- Koker-Windmühle, dies ist eine Übergangsform von der Bockwindmühle zur Holländer-Windmühle, Das drehbare Mühlenhaus enthält das Flügelkreuz und die Flügelwelle. In einem Köcher (Koker) wird die
senkrechte Welle geführt welche die im Sockelgeschoss befindlichen Arbeitsmaschinen mit der Flügelwelle verbindet.
- Paltrock-Mühle, hier wird das hölzerne Mühlenhaus über einem Rollkranz auf dem Erdboden in den Wind gedreht.
Windmühlenflügelformen
Windräder
Bei den Windrädern (auch als Windkonvektoren betitel) wird nach der Art der Windenergiewandlung sowie der Laufgeschwindigkeit unterschieden.
- Den Auftrieb nutzende Windkonvektoren, welche Winddruck und Windsog nutzen, als Langsam- und Schnellläufer.
- Den Windwiderstand nutzende Konvektoren, als Langsam- und Schnellläufer.
Zu diesem gibt es Windkonvektoren mit vetikaler Achse (Savonius- und Darrieus-Rotor) und Windkonvektoren mit
horizontalen Achsen (Luvläufer und Leeläufer). Als besonderer Fall kann hier der Windkonverter mit vetikaler Läuferwelle für Aufwindkräfte genannt werden.
Windrispe
Beim Sparrendach auf den Sparren angebrachte, schrägverlaufende bohlenartige Bretter zur Windaussteifung.
Windsog
Dies ist die auf der Leeseite von Dächern, Gebäuden etc. auftretende abhebende, bzw. ziehende Windkraft.
Windsperre
Dies sind Bahnen welche an Stößen und Anschlüssen absolut dicht gegen den Wind sind. Sie können zusätzlich die Funktion der Dampfbremse oder Dampfsperre inne haben.
Windstrom
Seit den frühen 1980er Jahren wird in Europa und den USA der Wind als Energiequelle genutzt, um damit
schadstofffrei elektrischen Strom zu erzeugen. Begonnen hat die Entwicklung entsprechender Windkraftanlagen in
Dänemark. Wie bei den alten holländischen Windmühlen versetzt der anströmende Wind den Rotor einer modernen
Windkraftanlage in eine Drehbewegung – bei Megawatt-Anlagen rund 11...20 Umdrehungen in der Minute. Ein
Getriebe macht daraus 1000...1800 Umdrehungen in der Minute und treibt damit den Generator an, der den
Windstrom produziert. Moderne Windkraftanlagen beginnen ab etwa 2,5 m/s (10 km/h) Wind in Nabenhöhe mit der
Stromproduktion. Sie erreichen schon bei 12 m/s (50 km/h) Wind ihre Nennleistung und schalten sich ab 25 m/s (90
km/h) Dauerwind aus Sicherheitsgründen automatisch ab. Ausgelegt sind sie für Dauerwindgeschwindigkeiten von gut 50 m/s (180 km/h).
Winkel
Winkelankerbolzen
Winkelband
Winkelböcke
Winkelgewicht
Winkelmessung
Dies ist die Betitelung für z.B. die Bestimmung von Horizontalwinkeln bzw. Vertikalwinkeln mit einem Theodoliten.
Winkelprisma
Dies ist ein geodätisches Meßinstrument; hiermit können senkrechte Punkte außerhalb einer Geraden angelotet
werden; beim Abstecken eines 30 m langen Lotes treten Abweichungen von ca. 3 cm auf.
Winkelstehfalz
Dies ist die Arbeitsstufe zwischen einfachem und doppeltem Stehfalz bei der Herstellung von Blechdeckungen.
Winkelstoß
Winkelstützmauer
Dies ist eine schmale Stützmauer aus Stahlbeton mit einer erd- und eventuell luftseitig verbreiteter Aufstandsfläche.
Winkeltoleranz
Dies ist die tolerante Abweichung eines Winkels vom Nennwinkel, welche mit dem -->Stichmaß ermittelt wird.
Wintergarten
Mit großen Glasfenstern versehener Anbau eines Hauses, der sowohl Der Pflege von Pflanzen als auch als Aufenthaltsraum dient.
Wirbelschichtverbrennung
Dies ist eine Verbrennungsmethode, bei der durch den Aufwärtsstrom der Verbrennungsluft, durch das Feuerbett die
Brennstoffschicht zusammen mit den unbrennbaren Partikeln im Schwebezustand gehalten wird.
wirksame Breite
Wirksamkeitsprüfung
Dies betitelt die Prüfung zur Wirksamkeit eines Mittels für eine beantragte Wirkungsgruppe, welche z.B. für Betonzusatzmittel nachgewiesen werden muss um ein Prüfzeichen zu erhalten.
wirksame Spannung
Dies ist der Teil der Spannung im Boden, welcher durch Korn-zu-Korn-Kontakt übertragen wird.
Wirkteppiche
Wirkungsgrad
Dies betitelt das Verhältnis der von einer Maschine geleisteten Nutzarbeit zu der für ihren Betrieb aufgewendeten
Energie. Bei elektronischen Warmwassergeräten liegt der Wirkungsgrad z.B. bei ca. 0,9 bis 0,98.
Wirtel
Wirtschaftsgebäude
Sind Gebäude, die zu einem Betriebsvermögen einer Firma bzw. eines Unternehmens gehören, sie dienen nicht zu Wohnzwecken.
Wischprobe
Wischputz
Dies ist eine, häufig in Norddeutschland aufzufindende, Begrifflichkeit für eine dünne Putzlage auf Wand und Decke
die nicht mit einem Schwammbrett verrieben, sondern mit einer Quaste verwischt wird. Hierbei kann man, je nach
Auftragsstärke, noch den zugeputzen Ziegelverband (weniger Auftragsstärke) oder den Kellenstrich (mehr Auftragsstärke) erkennen. In Süddeutschland spricht man von einem Waschelputz.
witterungsabhängige Regelung
Dies betitelt die Anpassung der Wärmeabgabe an den Wärmebedarf, bezogen auf ein Gebäude nach Tages- und
Jahreszeit schwankend. Hierbei wird die Vorlauftemperatur in Abhängigkeit von der Außentemperatur geregelt.
Witterungsbeständigkeit
Die Witterungsbeständigkeit eines Baustoffes bezeichnet das Verhalten bei der Verwendung eines solchen unter den
gegebenen klimatischen Bedingungen. Aufgrund der Vielfalt der möglichen Witterungsbeanspruchungen wie z.B.
Feuchtigkeit, aggressive Wässer, chemische Angriffe, hohe Temperaturen oder Frost etc ... ist die Erfassung dieser
Eigenschaften durch eine genormte Prüfvorschrift wenn überhaupt nur schwer möglich, daher müssen etwaige
Prüfungen immer im Einzelfall mit den auf den jeweiligen Baustoff einwirkenden Klimafaktoren abgestimmt werden.
Speziell bei transparenten und organischen Baustoffen ist hierbei z.B. die UV-Beständigkeit eine wichtige Kenngröße.
WL
- Kurzzeichen für leichte Faserdämmstoffe (nicht Druckbelastbar).
- In Bauzeichnungen (Anstrichs- und Bekleidungsarten) handelt es sich hierbei um die Bezeichnung Leimfarbe (W = Wand; L = Leimfarbe).
WLD
WLF
WLG
Abkürzung für die ehemalige Wärmeleitgruppe, heute wird -->WLS verwendet.
WLL
Abkürzung für Working Load Limit, die zulässige Tragfähigkeit nach Sicherheitsvorschriften z. B. für Seile oder Lastbänder.
WLS
Wobbe-Index
Dies ist ein Kennwert für die Austauschbarkeit von Gasen hinsichtlich der Wärmebelastung der Gasgeräte.
W-Oberbau
Wöhlerlinie
Dies ist eine, durch Laborversuche ermittelte Kennlinie für das Werkstoff- oder Bauteilverhalten unter dynamischer Beanspruchung.
Wohnbaufläche
Wohnbauförderung
Diese können über Gemeinde und/oder Stadtverwaltung und/oder Land und/oder Bund beantragt werden (hier gilt es
anzufragen, da dies sehr unterschiedlich gewährt wird), sie werden z.B. für den Bau von Miet- und
Eigentumswohnungen, sowie Einfamilienhäuser, Sanierung von Altbauten, etc., angeboten. Sie können Gewährung von zinsenbegünstigten Darlehen, Zuschüssen, einmaligen Beihilfen etc. sein.
Wohnbereich
Wohnblock
Eine Gebäudeform welche meist in dichtbesiedelten Städten vorkommt. Diese ist in einer Rechteck- oder Winkelform
erbaut und beinhaltet mindestens drei und höchstens achtundzwanzig Wohnungen. Es baut sich aus bis zu sieben
Vollgeschossen und einer Höhe von höchstens 22 m auf. Der Wohnblock wird auch in verschiedene Haustypen
unterschieden, dem Ein-, Zwei-, Drei-, und Vierspänner. Die Bezeichnungen stehen für die Anzahl, der sich in den Geschossen befindlichen Wohnungen.
Wohnfeuchte
Unter der Wohnfeuchte versteht man die Feuchtemenge, die bei einer normalen Nutzung des Wohnraumes entsteht.
Wohnfläche
Als Wohnfläche zählt die anrechenbare Grundfläche der Räume von Wohnungen auch Wohnbereich genannt, -->Wohnflächenberechnung.
Wohnflächenberechnung
Wohngebäude
Bei diesen Gebäuden muss es sich um eine, auf Dauer angelegte Unterkunft mit eingestalteter Haushaltsführung
handeln und nicht um Behelfsunterkünfte. Asylantenwohnheime können hier nur im Einzelfall eingeordnet werden,
wenn Asylbewerber mit Familien dort in Wohnungen leben und die Häuslichkeit selbstbestimmt ist. Altenwohnheime, Altenheime oder Wohnheime gelten in der Regel noch als Wohnungen.
Wohngebäudeversicherung
Wohngebiet
Nach der BauNVO (§ 4) dienen allgemeine Wohngebiete vorwiegend dem Wohnen, somit sind in solchen Gebieten folgende Anlagen, bzw. Einrichtungen zulässig:
- Wohngebäude.
- Die der Versorgung des Gebietes dienenden Läden, Schank- und Speisewirtschaften sowie nicht störende Handwerksbetriebe.
- Anlagen für kirchliche, kulturelle, soziale, gesundheitliche und sportliche Zwecke.
Die nach BauNVO (§ 4a) genannten besonderen Wohngebiete sind überwiegend bebaute Gebiete, die aufgrund
ausgeübter Wohnnutzung und vorhandener sonstiger Anlagen eine besondere Eigenart aufweisen und in denen unter
Berücksichtigung dieser Eigenart die Wohnnutzung erhalten und fortentwickelt werden soll. Zulässig sind in solchen Gebieten:
- Wohngebäude.
- Läden, Betriebe des Beherbergungsgewerbes, Schank- und Speisewirtschaften.
- Sonstige Gewerbe, soweit diese mit der Wohnnutzung vereinbar sind.
- Geschäfts- und Büroräume.
- Anlagen für kirchliche, kulturelle, soziale, gesundheitliche und sportliche Zwecke.
In reinen Wohngebiete nach BauNVO (§ 3) sind grundsätzlich Wohngebäude zulässig die ausschließlich dem Wohnen dienen. Ausnahmeweise können zudem zugelassen werden:
- Läden und nicht störende Handwerksbetriebe die zur Deckung des täglichen Bedarfs für die Bewohner des Gebietes dienen.
- Kleine Betriebe des Beherbergungsgewerbes.
- Anlagen für kirchliche, kulturelle, soziale, gesundheitliche und sportliche Zwecke der Bewohner des Gebietes.
Wohnraumhöhe
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