|
Wichte
Widerlager
Mauerwerk, das dem Seitenschub von Bogen oder Gewölben entgegenwirkt.
Widerschwall
Allgemein die Betitelung für das Fließverhalten einer Flüssigkeit
die aus unterschiedlichen Gründen, gewollt oder ungewollt, entgegen der eigentlichen Ablaufrichtung fließt. Z.B. das von der Dachfläche ablaufende Niederschlagswasser, bzw. Tauwasser, das aufgrund
einer vereisten Dachrinne/Traufe einen Rückstau bildet und hierbei hinter das Rinnenblech in den Mauerkopf oder Dachraum eindringt. Grund eines solchen Widerschwalls kann eine zu flache Dachneigung
und/oder eine im Gegensatz zum besonnten Firstbereich, stark beschattete Traufe sein.
Widerstände
Widerstandsmoment
Bezogen auf den Rand eines Stabquerschnittes ist dies das
Flächenträgheitsmoment 2. Grades dividiert durch den Randabstand der Biegeachse. Mit diesem errechnet sich die Biegerandspannung (Biegemoment dividiert durch Widerstandsmoment).
Wiederbeschaffungswert
Dies betitelt den fiktiven Preis, welcher für den Ersatz eines
gleichwertigen Wirtschaftsgutes an einem Stichtag gezahlt werden muss.
Sicherheitstemperaturbegrenzung (wieder einschaltbare)
Dies ist eine Sicherheitseinrichtung welche im Fehlerfall, z.B. bei
einem Heizen ohne das Wasser im Behälter ist, auslöst und durch den Anwender rückstellbar ist.
Wiesengrasdämmung
Hier handelt es sich um eine reine, aus dem Wiesengras, gewonnene
Zellulose, die als Ein-, Aufblas-, Stopf- oder Schüttdämmung im Bauwesen eingesetzt wird. Die Rohdichte des Dämmstoffes liegt freiliegend bei ca. 35 bis 50 kg, raumausfüllend (Verblasen) bei ca. 40
bis 65 kg. Mit einer Wärmeleitfähigkeit von 0,040 W/(mK) nach DIN 52612 erreicht dieser Dämmstoff einen guten Wert im Verhältnis zu technisch ähnlich zu verarbeitenden Produkten.
Der Wasserdampfdiffusionswiderstand liegt bei 1 bis 2 µ. Wiesengras-Zellulosedämmung ist vergleichbar mit Zellulosedämmung aus Holzfaser, dessen Produktionsfähigkeit z.Z. aufgrund besserer
Infrastrukturen und professionellerer Marktpräsents vorteilhafter ist.
|
LITERATURTIPP ZUR WIESENGRASDÄMMUNG
|
- Holzmann, Gerhard
Wiesengras: Rohstoff der Superlative und Ökodämmstoff für Alt- und Neubau; Bauen im Bestand
5/2008
- Holzmann, Gerhard;
Gras in Dach und Wand; Ausbau und Fassade 6/2008
- Holzmann, Gerhard;
Wiesengrasdämmung und mögliche Einbaufehler; Der Bausachverständige 8/2008
- Holzmann, Gerhard;
Wiesengrasdämmung - von der Weide in die Baukonstruktion; Bauhandwerk 3/2009
- Natürliche und pflanzliche Baustoffe; Lehr- und Fachbuch von Gerhard Holzmann; Vieweg+Teubner 4/2009
- Gerhard Holzmann
Naturdämmstoff; Architektur & Technik; B+L Verlag Schweiz 05/2009
- Gerhard Holzmann
Naturdämmstoff von der Wiese; Nachrichtenportal des NOVA Institutes 06/2009
- Tagungsband "Bauen mit nachwachsenden Rohstoffen" (Text “Wiesengrasdämmung” von Gerhard Holzmann) vom
Hessischen Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz; Veröffentlichung Sommer 2009
- Gerhard Holzmann
Dämmstoff von der Wiese - Natürliche Cellulosedämmung; Exakt
Einrichten-Ausbauen-Modernisieren; DRW-Verlag 12/2009
- Gerhard Holzmann
Wiesengras der Dämmstoff fürs Dach; DHH Das Dachdeckerhandwerk 3/2010
|
|
Wildbachverbauung
Die betitelt die Gesamtheit der Maßnahmen um Erosion im Oberlauf und Ablagerungen von Geschieben im Unterlauf
von Geborgsbächen verhindert.
Wilder Backsteinverband
Bei diesem Backstein- oder Ziegelverband handelt es sich um eine Mauerscheibe welche ein unregelmäßiges
Fugenbild hat.
Wilkinson
Dem englischen Stuckateurmeister William Boutland Wilkinson gelingt 1852 erstmals die Bewehrung einer
Geschoßdecke mit Drahtseilen.
Williot-Plan
Dieser Plan dient der grafischen Bestimmung der Knotenverschiebung eines Fachwerks aus den Längenänderungen
der Stäbe. Hierbei wird in jedem Schritt, von den Verschiebungen zweier Knoten über die Längenänderung von zwei Stäben ausgehend, die Verschiebung eines weiteren Knotens ermittelt.
Wimmer
Wimmerwuchs
Hierbei ist der Holzfaserverlauf des Holzes wellig. Der Wimmerwuchs ist zwar als Holzfehler eingestuft, jedoch ist er
eine begehrte Maserung bei der Möbelherstellung.
Wimperg
Windbrett
Dies ist ein Brett, das als seitliche Begrenzung der Dachfläche am Ortgang zum Schutz gegen Wind und Sturm bei
z.B. Weichdächern verbaut wird. Man betitelt es auch als Ortgangbrett.
Winddichtheit
Die Winddichtung auf der Außenseite einer Wandscheibe oder Bauteil stellt eine der drei Luftdichtigkeitsschichten
dar (siehe Luftdichtigkeit). Selbst bei geringen Windgeschwindigkeiten entstehen im und am Haus
Druckunterschiede, die bei nicht winddichten Gebäuden zu einer erhöhten Luftwechselrate und zu Zugerscheinungen führen. Die Winddichtigkeit beeinflusst den Wärmehaushalt eines Gebäudes.
Windeisen
- Eine Metallstange welche den Winddruck auf Fenster und Glasmalereien auffangen soll.
- Ein Werkzeug (auch als Wendeisen betitelt) das als Haltevorrichtung für einen Gewindebohrer dient.
Windenergie
Die ist eine Energie, welche aus der Windkraft entnommen wird. Ein Generator für Gleich- oder Wechselspannung
erzeugt Energie. Die Anlage ist meist bewilligungspflichtig.
Windfang
Ein Windfang dient z.B. als Zwischenraum welcher den Eingang eines Hauses zur Diele etc. verbindet, wobei er
sich auch als eine “allein stehende Glaskonstruktion” in z.B. einer Empfangshalle oder Drehtürkonstruktion dargestellt kann etc.
Windfangelement
Dies befindet sich meist oberhalb oder seitlich einer Türe und ist oft verglast, als Teil eines -->Windfang.
Windfeder
Dies ist das Brett welches den verblendenden Abschluss von Giebelwand zu Dachkonstruktion bildet, auch als
Ortbrett bezeichnet.
Windkarte
Aus dieser Karte kann man die Wind-Bezugsgeschwindigkeit entnehmen. Deutschland ist in 4 Windzonen eingeteilt
die wie folgt dargestellt sind:
- Windzone 1 = Wind-Bezugsgeschwindigkeit unter 3 m/s
- Windzone 2 = Wind-Bezugsgeschwindigkeit 3 bis 3,9 m/s
- Windzone 3 = Wind-Bezugsgeschwindigkeit 4 bis 5 m/s
- Windzone 4 = Wind-Bezugsgeschwindigkeit über 5 m/s
Windkonvektoren
Windkraftanlage
Nach dem BauGB (§ 35) besteht grundsätzlich ein Rechtsanspruch auf die Erteilung einer Baugenehmigung für
Windanlagen im Außenbereich. Handelt es sich jedoch um größere Windenergieanlagen, um sogenannte Windfarmen, bedarf es nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz (Anhang 4 Nr. 1.6.) der
immissionsschutzrechtlichen Genehmigung, für 3 bis 6 Windkraftanlagen im vereinfachten Verfahren und ab 7 Anlagen im förmlichen Verfahren.
Windlast
Windlasten wirken senkrecht zur Angriffsfläche. Die Größe der Windlasten ist im Allgemeinen abhängig von der
Form und Größe des Bauwerks, und sie setzt sich zusammen aus Sog-, Druck- und Reibungswirkungen.
Windmühle
Hier handelt es sich zumeist um historische Windenergieanlagen welche zur Verrichtung von Arbeiten wie z.B. dem
Getreide mahlen, Öl pressen oder auch dem Sägewerk dienten. Es wird unterschieden in:
- Bockwindmühle, mit einem auf einem Bock mittels Steert von Hand drehbarem Mühlenhaus.
- Holländer-Windmühle, eine mit einer drehbaren Kappe versehene Mühle mit massiven Sockelgeschossen und
i.d.R. achteckigem, tailliertem Stapel als Oberbau.
- Turmwindmühle, hier befindet sich die gesamte Technik der Arbeitsmaschine in einem gemauertem Turm.
Die fest stehende oder drehbare Kappe enthält lediglich das Flügelkreuz und die Flügelradwelle.
- Koker-Windmühle, dies ist eine Übergangsform von der Bockwindmühle zur Holländer-Windmühle, Das
drehbare Mühlenhaus enthält das Flügelkreuz und die Flügelwelle. In einem Köcher (Koker) wird die
senkrechte Welle geführt welche die im Sockelgeschoss befindlichen Arbeitsmaschinen mit der Flügelwelle verbindet.
- Paltrock-Mühle, hier wird das hölzerne Mühlenhaus über einem Rollkranz auf dem Erdboden in den Wind gedreht.
Windmühlenflügelformen
Windräder
Bei den Windrädern (auch als Windkonvektoren betitel) wird nach der Art der Windenergiewandlung sowie der
Laufgeschwindigkeit unterschieden.
- Den Auftrieb nutzende Windkonvektoren, welche Winddruck und Windsog nutzen, als Langsam- und Schnellläufer.
- Den Windwiderstand nutzende Konvektoren, als Langsam- und Schnellläufer.
Zu diesem gibt es Windkonvektoren mit vetikaler Achse (Savonius- und Darrieus-Rotor) und Windkonvektoren mit
horizontalen Achsen (Luvläufer und Leeläufer). Als besonderer Fall kann hier der Windkonverter mit vetikaler Läuferwelle für Aufwindkräfte genannt werden.
Windrispe
Beim Sparrendach auf den Sparren angebrachte, schrägverlaufende bohlenartige Bretter zur Windaussteifung.
Windsog
Dies ist die auf der Leeseite von Dächern, Gebäuden etc. auftretende abhebende, bzw. ziehende Windkraft.
Windsperre
Dies sind Bahnen welche an Stößen und Anschlüssen absolut dicht gegen den Wind sind. Sie können zusätzlich
die Funktion der Dampfbremse oder Dampfsperre inne haben.
Windstrom
Seit den frühen 1980er Jahren wird in Europa und den USA der Wind als Energiequelle genutzt, um damit
schadstofffrei elektrischen Strom zu erzeugen. Begonnen hat die Entwicklung entsprechender Windkraftanlagen in
Dänemark. Wie bei den alten holländischen Windmühlen versetzt der anströmende Wind den Rotor einer modernen
Windkraftanlage in eine Drehbewegung – bei Megawatt-Anlagen rund 11...20 Umdrehungen in der Minute. Ein
Getriebe macht daraus 1000...1800 Umdrehungen in der Minute und treibt damit den Generator an, der den
Windstrom produziert. Moderne Windkraftanlagen beginnen ab etwa 2,5 m/s (10 km/h) Wind in Nabenhöhe mit der
Stromproduktion. Sie erreichen schon bei 12 m/s (50 km/h) Wind ihre Nennleistung und schalten sich ab 25 m/s (90
km/h) Dauerwind aus Sicherheitsgründen automatisch ab. Ausgelegt sind sie für Dauerwindgeschwindigkeiten von gut 50 m/s (180 km/h).
Winkel
Winkelankerbolzen
Dies kann ein Ankerstein oder eine Metallklammer sein welche zur Verbindung von Mauerteilen in der
Fundamentebene dienen.
Winkelband
Dieses Fachwerkteil ist ein schräg angeordnetes Holz zwischen Rähm und Ständer oder auch zwischen Pfette und
Ständer.
Winkelböcke
Allgemein handelt es sich hierbei um Aufstell- oder Abstützelemente welche in einem bestimmten Winkel geneigt
werden können oder um Aufstell- oder Abstützelemente die für Eckverbindungen gedacht sind. In der
Vermessungstechnik sind Winkelböcke diejenigen Eckgestelle die bei einem -->Schnurgerüst die Gebäude- oder Bauteilecke kennzeichnen.
Winkelgewicht
Winkelmessung
Dies ist die Betitelung für z.B. die Bestimmung von Horizontalwinkeln bzw. Vertikalwinkeln mit einem Theodoliten.
Winkelprisma
Dies ist ein geodätisches Meßinstrument; hiermit können senkrechte Punkte außerhalb einer Geraden angelotet
werden; beim Abstecken eines 30 m langen Lotes treten Abweichungen von ca. 3 cm auf.
Winkelstehfalz
Dies ist die Arbeitsstufe zwischen einfachem und doppeltem Stehfalz bei der Herstellung von Blechdeckungen.
Winkelstoß
Winkelstützmauer
Dies ist eine schmale Stützmauer aus Stahlbeton mit einer erd- und eventuell luftseitig verbreiteter Aufstandsfläche.
Winkeltoleranz
Dies ist die tolerante Abweichung eines Winkels vom Nennwinkel, welche mit dem -->Stichmaß ermittelt wird.
Wintergarten
Mit großen Glasfenstern versehener Anbau eines Hauses, der sowohl Der Pflege von Pflanzen als auch als
Aufenthaltsraum dient.
Wirbelschichtverbrennung
Dies ist eine Verbrennungsmethode, bei der durch den Aufwärtsstrom der Verbrennungsluft, durch das Feuerbett die
Brennstoffschicht zusammen mit den unbrennbaren Partikeln im Schwebezustand gehalten wird.
wirksame Breite
Wirksamkeitsprüfung
Dies betitelt die Prüfung zur Wirksamkeit eines Mittels für eine beantragte Wirkungsgruppe, welche z.B. für
Betonzusatzmittel nachgewiesen werden muss um ein Prüfzeichen zu erhalten.
wirksame Spannung
Dies ist der Teil der Spannung im Boden, welcher durch Korn-zu-Korn-Kontakt übertragen wird.
Wirkteppiche
Wirkungsgrad
Dies betitelt das Verhältnis der von einer Maschine geleisteten Nutzarbeit zu der für ihren Betrieb aufgewendeten
Energie. Bei elektronischen Warmwassergeräten liegt der Wirkungsgrad z.B. bei ca. 0,9 bis 0,98.
Wirtel
Wirtschaftsgebäude
Sind Gebäude, die zu einem Betriebsvermögen einer Firma bzw. eines Unternehmens gehören, sie dienen nicht zu
Wohnzwecken.
Wischprobe
Wischputz
Dies ist eine, häufig in Norddeutschland aufzufindende, Begrifflichkeit für eine dünne Putzlage auf Wand und Decke
die nicht mit einem Schwammbrett verrieben, sondern mit einer Quaste verwischt wird. Hierbei kann man, je nach
Auftragsstärke, noch den zugeputzen Ziegelverband (weniger Auftragsstärke) oder den Kellenstrich (mehr Auftragsstärke) erkennen. In Süddeutschland spricht man von einem Waschelputz.
witterungsabhängige Regelung
Dies betitelt die Anpassung der Wärmeabgabe an den Wärmebedarf, bezogen auf ein Gebäude nach Tages- und
Jahreszeit schwankend. Hierbei wird die Vorlauftemperatur in Abhängigkeit von der Außentemperatur geregelt.
Witterungsbeständigkeit
Die Witterungsbeständigkeit eines Baustoffes bezeichnet das Verhalten bei der Verwendung eines solchen unter
den gegebenen klimatischen Bedingungen. Aufgrund der Vielfalt der möglichen Witterungsbeanspruchungen wie z.B
. Feuchtigkeit, aggressive Wässer, chemische Angriffe, hohe Temperaturen oder Frost etc ... ist die Erfassung
dieser Eigenschaften durch eine genormte Prüfvorschrift wenn überhaupt nur schwer möglich, daher müssen etwaige
Prüfungen immer im Einzelfall mit den auf den jeweiligen Baustoff einwirkenden Klimafaktoren abgestimmt werden.
Speziell bei transparenten und organischen Baustoffen ist hierbei z.B. die UV-Beständigkeit eine wichtige Kenngröße.
[ nach oben ] [ zur Hauptseite ] << zurück [Wi..] [Wl..] [Wo..] [Wp..] [Wr..] [Ws..] [Wt..] [Wu..] [Wv..] [Ww..] [Wz..]
WL
- Kurzzeichen für leichte Faserdämmstoffe (nicht Druckbelastbar).
- In Bauzeichnungen (Anstrichs- und Bekleidungsarten) handelt es sich hierbei um die Bezeichnung Leimfarbe (W = Wand; L = Leimfarbe).
WLD
WLF
WLG
Abkürzung für die ehemalige Wärmeleitgruppe, heute wird -->WLS verwendet.
WLL
Abkürzung für Working Load Limit, die zulässige Tragfähigkeit nach Sicherheitsvorschriften z. B. für Seile oder
Lastbänder.
WLS
Wobbe-Index
Dies ist ein Kennwert für die Austauschbarkeit von Gasen hinsichtlich der Wärmebelastung der Gasgeräte.
W-Oberbau
Wöhlerlinie
Dies ist eine, durch Laborversuche ermittelte Kennlinie für das Werkstoff- oder Bauteilverhalten unter dynamischer
Beanspruchung.
Wohnbaufläche
Wohnbauförderung
Diese können über Gemeinde und/oder Stadtverwaltung und/oder Land und/oder Bund beantragt werden (hier gilt es
anzufragen, da dies sehr unterschiedlich gewährt wird), sie werden z.B. für den Bau von Miet- und
Eigentumswohnungen, sowie Einfamilienhäuser, Sanierung von Altbauten, etc., angeboten. Sie können Gewährung von zinsenbegünstigten Darlehen, Zuschüssen, einmaligen Beihilfen etc. sein.
Wohnbereich
Wohnblock
Eine Gebäudeform welche meist in dichtbesiedelten Städten vorkommt. Diese ist in einer Rechteck- oder
Winkelform erbaut und beinhaltet mindestens drei und höchstens achtundzwanzig Wohnungen. Es baut sich aus
bis zu sieben Vollgeschossen und einer Höhe von höchstens 22 m auf. Der Wohnblock wird auch in verschiedene
Haustypen unterschieden, dem Ein-, Zwei-, Drei-, und Vierspänner. Die Bezeichnungen stehen für die Anzahl, der sich in den Geschossen befindlichen Wohnungen.
Wohnfeuchte
Unter der Wohnfeuchte versteht man die Feuchtemenge, die bei einer normalen Nutzung des Wohnraumes entsteht.
Wohnfläche
Als Wohnfläche zählt die anrechenbare Grundfläche der Räume von Wohnungen auch Wohnbereich genannt, -
->Wohnflächenberechnung.
Wohnflächenberechnung
Zur Berechnung der Grundfläche kann gewählt werden, ob die Grundfläche aus den Fertigmaßen oder den
Rohbaumaßen ermittelt werden soll. Fertigmaß ist dabei die Entfernung von Wand zu Wand. Werden die
Rohbaumaße gewählt, sind die errechneten Grundflächen um 3% zu kürzen. Von der errechneten Grundfläche sind
Schornsteine und andere Mauervorlagen, freistehende Pfeiler und Säulen, wenn sie in der ganzen Raumhöhe
durchgehen und ihre Grundfläche mehr als 0,1 qm beträgt abzuziehen. Treppen mit über 3 Steigungen und deren
Treppenabsätze sind ebenso abzuziehen. Zur errechneten Grundfläche sind Fenster und offene Wandnischen, die
bis zum Fußboden herunterreichen und mehr als 0,13 m tief sind, Erker und Wandschränke, die eine Grundfläche
von mindestens 0,5 qm haben und Raumteile unter Treppen, soweit die lichte Höhe mindestens 2m beträgt hinzu zu
zählen. Grundsätzlich unberücksichtigt bleiben Zubehörräume wie Keller, Waschküche, Abstellräume außerhalb der
Wohnung, Dachböden, Trockenräume, Schuppen, Garagen und ähnliche Räume, Wirtschaftsräume wie Futterküchen, Vorratsräume, Backstuben, Räucherkammern, Ställe, Scheunen, Abstellräume und ähnliche Räume.
Räume die nach Ihrer Nutzung zu stellenden Anforderungen des Bauordnungsrechts nicht genügen und Geschäftsräume sind ebenso nicht zu berücksichtigen.
|
Zur Wohnflächenermittlung sind Flächen anzurechnen:
|
|
von Räumen und Raumteilen mit einer lichten Höhe von weniger als 1 m zu
|
|
|
von Balkonen, Loggien
und Dachgärten oder gedeckten Freisitzen, wenn sie ausschl. zu dem Wohnraum gehören zu max.
|
|
|
von Wintergärten,
Schwimmbädern und ähnlichen, nach allen Seiten geschlossenen Räumen zu
|
|
|
von Räumen und
Raumteilen mit einer lichten Höhe von mindestens 1 m und weniger als 2 m zu
|
|
|
die Grundflächen von
Räumen und Raumteilen mit einer lichten Höhe von mindestens 2 m zu
|
|
|
Wohngebäude
Bei diesen Gebäuden muss es sich um eine, auf Dauer angelegte Unterkunft mit eingestalteter Haushaltsführung
handeln und nicht um Behelfsunterkünfte. Asylantenwohnheime können hier nur im Einzelfall eingeordnet werden,
wenn Asylbewerber mit Familien dort in Wohnungen leben und die Häuslichkeit selbstbestimmt ist. Altenwohnheime, Altenheime oder Wohnheime gelten in der Regel noch als Wohnungen.
Wohngebäudeversicherung
Wohngebiet
Nach der BauNVO (§ 4) dienen allgemeine Wohngebiete vorwiegend dem Wohnen, somit sind in solchen Gebieten
folgende Anlagen, bzw. Einrichtungen zulässig:
- Wohngebäude.
- Die der Versorgung des Gebietes dienenden Läden, Schank- und Speisewirtschaften sowie nicht störende Handwerksbetriebe.
- Anlagen für kirchliche, kulturelle, soziale, gesundheitliche und sportliche Zwecke.
Die nach BauNVO (§ 4a) genannten besonderen Wohngebiete sind überwiegend bebaute Gebiete, die aufgrund
ausgeübter Wohnnutzung und vorhandener sonstiger Anlagen eine besondere Eigenart aufweisen und in denen unter
Berücksichtigung dieser Eigenart die Wohnnutzung erhalten und fortentwickelt werden soll. Zulässig sind in solchen Gebieten:
- Wohngebäude.
- Läden, Betriebe des Beherbergungsgewerbes, Schank- und Speisewirtschaften.
- Sonstige Gewerbe, soweit diese mit der Wohnnutzung vereinbar sind.
- Geschäfts- und Büroräume.
- Anlagen für kirchliche, kulturelle, soziale, gesundheitliche und sportliche Zwecke.
In reinen Wohngebiete nach BauNVO (§ 3) sind grundsätzlich Wohngebäude zulässig die ausschließlich dem
Wohnen dienen. Ausnahmeweise können zudem zugelassen werden:
- Läden und nicht störende Handwerksbetriebe die zur Deckung des täglichen Bedarfs für die Bewohner des Gebietes dienen.
- Kleine Betriebe des Beherbergungsgewerbes.
- Anlagen für kirchliche, kulturelle, soziale, gesundheitliche und sportliche Zwecke der Bewohner des Gebietes.
Wohnraumhöhe
Die Höhe eines Wohnraumes beträgt i.d.R. in modernen Wohnungen ca. 2,45 bis ca. 2,65 m, bei älteren
Stadtbauten (Patrizierhäusern u.a.) ca. 3,80 m (und mehr) und bei Wohnräumen in kleinen alten Häusern (z.B. alten
Bauernhöfen oder alte Handwerker- und Gesindehäuschen etc.) ca. 1,80 m (auch weniger). Die Mindestraumhöhen
bei Neubauten sind in den jeweiligen Bauordnungen (-->Bauordnung) festgelegt. Zur Grundflächenberechnung -->anrechenbare Grundfläche.
Wohnraumtemperatur
Über die Mindesttemperatur in Wohnräumen gehen die Ansichten auseinander. Ausreichen wird im Allgemeinen
eine Temperatur von 20° C von 7 Uhr morgens bis 23 Uhr abends (Richterliche Entscheidungen: OLG München, WM
1959, 74; LG Köln, WM 1980, 17; LG Hamburg, WM 1980, 126). Dies gilt auch für Büroräume (Richterliche Entscheidung: OLG München, NZM 2001, 382). Teilweise wird nach Zimmern unterschieden: Wohn- und
Schlafzimmer sowie Küche 20° C, Bäder und Duschen 22° C Flur 17° C (Literatur: Kraemer in Bub-Treier; III Rn.
1306). Eine Absenkung der Temperatur in der Nachtzeit wird allgemein für zulässig gehalten. Norm-Innentemperaturen finden Sie unter -->Rauminnentemperatur.
Wohnungseigentum
Damit ist das Eigentum an einer Wohnung und anderen Räumen zu verstehen, geregelt wird dies durch das
Wohnungseigentumsgesetz, welches Sondereigentum, Gemeinschaftseigentum und dessen Verwaltung regelt.
Wohnungseigentumsrecht
Dies ist im Grundbuch eingetragen und gewährt dem Eigentümer, bzw. dem Miteigentümer einer Liegenschaft das
Recht, eine selbständige Wohnung oder Räumlichkeit zu nutzen und alleinig darüber zu bestimmen.
Wohnungseingangstür
Dies ist der Anschluss von Wohn- und Nutzeinheiten innerhalb von Gebäuden zu Fluren und Treppenhäuser.
Wohnungsgrundbuch
In ihm wird der Bruchteil des Miteigentums am Grundstück, das zum erworbenen Wohnungsanteil und die
Sondereigentumsrechte der übrigen Wohnungseigentümer eingetragen.
Wohnungstrenndecke
Dies ist eine Decke zwischen zwei Wohnungen mit besonderen Anforderungen an den Brand- und Schallschutz.
Wölbbimoment
Wölbflächenmoment 2. Grades
Dies ist ein Querschnittswert der Wölbkrafttorsion. Die Multiplikation mit dem Elastizitätsmodul liefert die
Wölbsteifigkeit, welche für die Berechnungen von Spannungen und Verformungen aus der Torsion benötigt wir.
Wölbkrafttorsion
Diese tritt ein bei nicht wölbfreien Querschnitten unter einer Tosionsbeanspruchung. Der Einfluss bei offenen
Querschnitten ist im Allgemeinen größer als bei den geschlossenen. Bei einer Wölbkrafttorsion treten neben den Schubspannungen auch Normalspannungen durch die Biegung einzelner Querschnittsteile auf.
Wölbnormalspannung
Dies sind die bei der Wölbkrafttorsion auftretenden Normalspannungen welche durch die Biegung einzelner
Querschnittteile und die damit verbundenen Querschnittsverwölbungen hervorgerufen werden.
Wölbschubspannung
Diese Spannungen entstehen aus den Querkräften der Biegung einzelner Querschnittsteile bei der Wölbkrafttorsion.
Wölbziegel
Wölbziegelbogen
Wolkenkratzer
Überdurchschnittlich hohes Gebäude, die als tragende Elemente aus skellettbauartigen Stahlkonstruktionen
bestehen. Die Bezeichnung wird überwiegend für amerikanische Hochhäuser verwendet.
Wollskala
Dies ist eine Norm für den Grad der Lichtechtheit der Textilfärbung. Sie legt 8 blaue Wollfärbungen zugrunde, die von
1 (geringste) bis 8 (beste Lichtechtheit) bezeichnet werden. Diese Textilnorm wird häufig für die Beurteilung der Lichtechtheit von Pigmenten angewendet.
Wood-Plastic-Composites
Wormser Pappe
So wurde eine Dachpappe der ehemaligen Firma DLW in Worms genannt, Firma und Produkt gibt es seit ca. den
70er Jahren nicht mehr.
Wotan
Höchste Gottheit bei den Germanen der auch als Wodan oder Odin betitelt wird. Abbildnisse und
Skulpturdarstellungen findet man oft als Dachschmuck bei historischen Reet- und Strohdächern aber auch bei anderen historischen Gebäudebauteilen und alten Denkmälern.
[ nach oben ] [ zur Hauptseite ] << zurück [Wi..] [Wl..] [Wo..] [Wp..] [Wr..] [Ws..] [Wt..] [Wu..] [Wv..] [Ww..] [Wz..]
WPC
Abkürzung für Wood-Plastic-Composites, dies sind thermoplastisch verarbeitbare Verbundwerkstoffe aus dem
nachwachsenden Rohstoff Holz, Kunststoffen und Additiven. Haupteinsatzgebiete sind Bodenbeläge für den
Außenbereich (z.B. Terrassen, Bootsstege), Hausbau, Möbel, Automobil, Verpackung, Gehäuse und Kleinteile.
[ nach oben ] [ zur Hauptseite ] << zurück [Wi..] [Wl..] [Wo..] [Wp..] [Wr..] [Ws..] [Wt..] [Wu..] [Wv..] [Ww..] [Wz..]
Wren
Sir Christopher Wren (163-1723) war ein herausragender englischer Baumeister der zudem noch als
Wissenschaftler und Parlamentsabgeordneter geschätzt war.
Wright
WS
- Kurzzeichen für einen Wärmedämmstoff mit erhöhter Belastbarkeit und besonderer Formbeständigkeit. Dieser dient z.B. für Parkdecks.
- Abkürzung für -->Wassersäule.
WSVO
WTA
WU-Beton
Bezeichnung für wasserundurchlässigen Beton, dieser entspricht mindestens der ehemaligen Festigkeitsklasse B
25 (Neue Betonfestigkeitsklassen -->Betondruckfestigkeitsklassen); ACHTUNG, jeder nicht wassergesätigte Beton,
auch wenn er noch so dicht ist, nimmt Wasser auf, als wasserundurchlässigen Beton werden Betone bezeichnet,
bei denen die größte Wassereindringtiefe bei der Prüfung nach DIN 1048 (also nach einer gewissen Prüfdauer), 5 cm nicht überschreitet.
Wulst
Würfeldruckfestigkeit des Betons
Dies ist die Festigkeit des Betons in N/mm², welche im Allgemeinen an Würfeln mit 150 mm oder 200 mm
Seitenlänge festgestellt wird. Die im Probealter von 28 Tagen ermittelten Werte der Festigkeit dienen zur Einordnung des Betons in Betonfestigkeitsklassen.
Würfelfries
Würfelkapitell
Würfelserie
Dies ist die Betitelung für drei nacheinander hergestellte Würfel (-->Würfeldruckfestigkeit) zur Bestimmung der
Betondruckfestigkeit.
Wurzelmaser
Wurzelmaser, z.B. zur Furnierherstellung wachsen unterhalb der Erde (im Gegenteil zu der -->Maserknolle) und
stammen z.B. von Madrona, Myrte, Vavona, kalifornischem Nußbaum, etc. -->Maser.
Wurzel-Zeit-Gesetz
WV
w-Wert
w/z-Wert
Wasser-Zementwert; ausschlaggebender Wert für die spätere Endfestigkeit eines Zementsteines, bei
Überschreitung des w/z von 0,4 kommt es aufgrund des Wasserüberschusses zu erhöhter Porenbildung, es bilden sich Kapillarporen, und somit verringert sich die Festigkeit.
w/z-Werte für Beton
|
Anwendungsbereich des Betons
|
Zementfestigkeitsklasse
|
Zementgehalt in Kg/m³
|
w/z-Wert
|
|
unbewehrter Beton
|
-
|
>/= 100
|
-
|
|
Innenbauteile aus Stahlbeton
|
Z 25
|
>/= 280
|
|
|
|
>/= 240
|
|
|
Außenbauteile 1) aus Stahlbeton
|
B I
|
Z 35
|
>/= 300
|
|
|
|
>/= 270
|
|
|
B II
|
|
>/= 270
|
|
|
1) Die angegebene Forderung des w/z Wertes von 0,60 bedingt in der Regel eine Nennfestigkeit von Beta WN >/=
32 N/mm² für Beton im Einsatz für Außenbauteile
|
|
|