“Pflanzliche Rohstoffe im Bauwesen” Rohstoff-Konstruktion-Bauphysik Teil 1 Wärmedämmstoffe |
ISBN 978-3-8351-0153-1 B.G. Teubner Verlag Veröffentlichung Sommer 2008 |
Ein Fachbuch das den gesamten Weg vom Pflanzensamen über die Dämmstoffproduktion bis hin zum Einbau in die Baukonstruktion beschreibt.
Für Studium, Land- und Bauwirtschaft, umweltbewusste Eigenheimbauer und all diejenigen die mehr wissen wollen!Inhalt: Rohstoffgrundlagen, Bauphysikgrundlagen, Ökologiegrundlagen,
Flachs, Getreide, Hanf, Holz, Kokos, Kork, Schilf, Seegras, Stroh, Wiesengras, Ananas, Bastpalme, Bambus, Baumwolle, Bombayhanf, Brennnessel, Faserbanane, Halfagras, Hanfpalme, Hopfen, Jute,
Kapok, Kenaf, Roselle, Kongojute, Miscanthus, Neuseelandhanf, Ramie, Sisal, Zuckerrohr, Zwergpalme |
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Wasser
In der griechischen Antike wurde angenommen, dass Wasser ein Urstoff und kein Element sei, dies widerlegte Henry Cavendish mitte des 18. Jahrhunderts, hier fand er heraus dass Wasser eine
Verbindung aus Sauerstoff und Wasserstoff ist.
Wasser abweisende Schicht
Dies ist eine Oberflächenschicht mit einem -->Wasseraufnahmekoeffizient kleiner/gleich 0,5 kg / (m² * h0,5).
Wasseranschluss
Wasseranspruch
Dies ist die Wassermenge, welche benötigt wird, um eine bestimmte Konsitenz des Frischbetons zu erzielen. -->Wasseranspruchszahl.
Wasseranspruchszahl
Die Wasseranspruchszahlen sind empirisch ermittelte Zahlen, die angeben wie viel Wasser ein Beton benötigt, wenn er mit einem bestimmten Zuschlag eine festgelegte Konsistenz erreichen soll.
Wasseraufnahmekoeffizient
Kurzzeichen: w (auch w-Wert genannt). Diese Stoff- bzw Oberflächeneigenschaft kennzeichnet die Intensität der kapilaren Saugfähigkeit (beim unmittelbarem Eintauchen eines Stoffes in Wasser)
z.B. im Hinblick auf die Beurteilung der Regenschutzwirkung (z.B. bei Putzen oder Oberflächenbeschichtungen). Die kapillare Sauggeschwindigkeit eines Baustoffes, die dieser Wert beschreibt, wird über das
Wurzel-Zeit-Gesetz ermittelt : W (Wasseraufnahme in kg/m²) = w (Wasseraufnahmekoeffizient in (kg/m2h0,5
) mal die Wurzel aus der Saugzeit t.
Wasserbau
Als Teilgebiet des Bauingenieurwesens umfasst dieser z.B. die Gewässerkunde, den Flussbau, Stauanlagen, Wasserkraftwerke, Binnenwasserstraßen, Seehäfen, Küstenschutz usw.
Wasserbedarf
Hier handelt es sich um einen Planungswert für das, in einer bestimmten Zeitspanne für die Wasserversorgung voraussichtlich benötigte Wasservolumen, für den Ausbau der
Wasserversorgungsanlagen.
Wasserbehälter
Wasserbehälter mit Hängeboden
Bei diesem Hängeboden handelt es sich um eine doppelt gekrümmte Schale welche aus Eisenblech hergestellt wurde. Durch diesen freitragenden Boden, welcher am Rand durch einen
Auflagerring/Druckring gestütz ist, ist es möglich auf Innenmauern unter dem Behälter zu verzichten.
Wasserbehörden
Hierunter versteht man die staatlichen und kommunalen Behörden, in deren Verantwortung der Vollzug der Wassergesetze liegt.
Wasserblatt
Wasserbuch
Dieses Buch wird von der Wasserbehörde geführt und beinhaltet Bewilligungen, Erlaubnisse, alte Wasserrechte, Wasserschutzgebiete und auch Überschwemmungsgebiete.
Wasserdampf
Wasserdampfabgabe
Mensch |
- leichte Aktivität |
30-60 |
g/Std |
- mittelschwere Aktivität |
120-200 |
g/Std |
- schwere Aktivität |
200-300 |
g/Std |
Zimmerblume |
- zum Beispiel. Veilchen (Viola) |
5-10 |
g/Std |
Topfpflanze |
- zum Beispiel Farn |
7-15 |
g/Std |
- mittelgroßer Gummibaum |
10-20 |
g/Std |
- Wasserpflanze z.B. Seerose |
6-8 |
g/Std |
- Freie Wasseroberfläche |
Ca. 40 |
g/(m²h) |
- Jungbäume (2-3m) |
2-4 |
g/Std |
Trocknende Wäsche (4,5 Kg-Trommel) |
- geschleudert |
50-200 |
g/Std |
- tropfnaß |
100-500 |
g/Std |
Baden/Duschen |
- Wannenbad |
Ca. 700 |
g/Std |
- Duschen |
Ca. 2600 |
g/Std |
Küche |
- Koch- und Arbeitsvorgänge |
600-1500 |
g/Std |
- im Tagesmittel |
100 |
g/Std |
Wasserdampfdiffusion
Ähnlich wie Wärme von warmer zu kalter Seite wandert, findet zwischen Bereichen unterschiedlicher, absoluter
Luftfeuchtigkeit eine Wasserdampfwanderung (Diffusion) durch Bauteile statt. Wasserdampf wandert immer von warm nach kalt.
Wasserdampf-diffusionsäquivalente Luftschichtdicke
Kurzbezeichnung sd. Dies betitelt die Dicke einer ruhenden Luftschicht die den gleichen Wasserdampf-Diffusionswiderstand besitzt wie die betrachtete Bauteilschicht.
Produktbeispiele Wasserdampf-diffusionsäquivalente Luftschichtdicke |
Stoff/Produkt |
Wasserdampfdiffusionsäquivalente Luftschichtdicke sd in m |
Polyethylenfolie 0,15 mm |
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Polyethylenfolie 0,25 mm |
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Polyethylenfolie 0,2 mm |
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PVC-Folie |
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Aluminium-Folie 0,05 mm |
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PE-Folie (gestapelt) 0,15 mm |
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Bituminiertes Papier 0,1 mm |
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Aluminiumverbundfolie 0,4 mm |
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Unterdeck- & Unterspannbahn für Wände |
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Beschichtungsstoff |
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Glanzlack |
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Vinyltapete |
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Wasserdampf-Diffusionsdurchlasswiderstand
Kurzbezeichnung: Z. Dies ist der Quotient aus der Wasserdampf-diffusionsäquivalenten Luftschichtdicke und Wasserdampf-Diffusionsleitkoeffizient in Luft.
Wasserdampf-Diffusionsleitkoeffizient in Luft
Kurzbezeichnung: Omegaa. Dies ist der Quotient aus dem Wasserdampf-Diffusionskoeffizienten in Luft und dem
Produkt aus der spezifischen Gaskonstanten für Wasserdampf und der thermodynamischen Temperatur.
Wasserdampf-Diffusionsstrom
Kurzbezeichnung: G. Dies ist die Masse der übertragenen Feuchte je Zeiteinheit von oder zu einem System. Man spricht hierbei auch von einem Feuchtstrom.
Wasserdampf-Diffusionswiderstandszahl
: m
ist der Kennwert welcher angibt, um wieviel schlechter Wasserdampf durch einen bestimmten Stoff geht als durch eine gleichdicke Luftschicht. Es handelt sich hierbei um den Quotienten aus dem
Wasserdampf-Diffusionskoeffizienten in Luft und dem Wasserdampf-Diffusionskoeffizienten eines porösen Stoffes.
Wasserdampfkonvektion
Dies betitelt die Übertragung von Wasserdampf in einem Gasgemisch durch Bewegung des gesamten Gasgemisches aufgrund eines Gesamtdruckgefälles.
Wasserdampfsättigungsdruck
Kurzbezeichnung: pv,sat. Dies betitelt den Teildruck des Wasserdampfes in einem Gasgemisch, wobei der Sättigungsgrad des Wasserdampfen gleich eins ist.
Wasserdampfteildruck
Wasserdargebot
Hier handelt es sich um ein nutzbares, für eine bestimmte Zeit ermitteltes Wasservolumen aus Grund- und Oberflächenwasservorkommen zur Verwendung als Trink- oder/und Betriebswasser.
Wasserdichte
Die Wasserdichte ist ein Ausdruck für das spezifische Gewicht des Wassers, das seine größte Dichte bei + 4 ° Celsius hat.
Wasserdichter Beton
Wasserdruck
Dies betitelt den, durch das Wasser stets senkrecht auf die betrachtete Fläche wirkenden Druck.
Wasserdruckversuch
Bei diesem Versuch wird Wasser unter Druck in ein Bohrloch im Fels eingepresst. Der Versuch dient zur Beurteilung der Durchlässigkeit und der Klüftigkeit des Gebirges.
Wasserechtheit
Wassereigenschaften
Wassereigenschaften sind physikalische, chemische und biologische Eigenschaften, die alle Lebensvorgänge in einem Gewässer beeinflussen.
Wassereindringtiefe
Dies ist ein Maß für den Widerstand von Festbeton gegen das Eindringen von drückendem Wasser, welches ermittelt wird durch die Prüfung der Wasserundurchlässigkeit.
Wassereinzugsgebiet
Dies bezeichnet das Gebiet, unter dem das Grundwasser gebildet wird und einem Brunnen oder einer Quelle zufließt.
Als Wassereinzugsgebiet wird aber auch das Gebiet bezeichnet, das von einem fließenden Gewässer entwässert wird.
Wasserenthärter
Geräte zur Behandlung von Wasser, wenn dieses einen hohem Härtegrad aufweist. Bei der Kalkauflösung Magnesium
und Kalium entsteht hierbei der Härtebildner. Verunreinigungen können als Trübung sichtbar sein oder durch Gerüche erkannt werden.
Wasserfassung
Wasserfalz
-->Falz. Der Wasserfalz ist z.B. eine Rückkantung an Dachrinnenrückseiten oder an Dachziegelrückseiten (-->Dachziegelfälze) u.a.
Wasserfilter
Feinfilter können Einschwemmungen von Fremdpartikel wie Sandkörnchen, Metallspäne, Rost-, Schmutz- oder Schlammteilchen verhindern.
Wasserförderung
Wassergefährdende Stoffe
Dies sind nach den Bestimmungen des Wasserhaltsgesetzes Stoffe, die in der Lage sind, Gewässer zu verunreinigen oder auf sonstige Art in ihren Eigenschaften nachteilig zu verändern.
Wassergefährdungsklasse
Abkürzung WGK. Bezeichnung für ein aus Klassen bestehendes System zur Charakterisierung des Gefährdungsgrades von Stoffe.
- WGK 0: im Allgemeinen nicht wassergefährdend
- WGK 1: schwach wassergefährdend
- WGK 2: wassergefährdend
- WGK 3: stark wassergefährdend
Wassergehalt
- Bei Frischbeton betitelt dieser die Summe aus Zugabewasser und Oberflächenfeuchte der Zuschläge.
- In der Geotechnik handelt es sich hierbei um die Kennzahl zur Quatifizierung der Phasenzusammensetzung. Die Masse des im Boden enthaltenen Wassers bezogen auf die Masse der Festsubstanz.
Wassergipsverhältnis
Wassergipswert
Der Wassergipswert ist bei Baugipsen ohne werkseitig beigegebenen Zusätzen das Verhältnis w = 100/E, wobei E
die Baugipsmenge in Gramm ist, welche beim Einstreuen in 100 ml Wasser durchfeuchtet wird. Bei Baugips mit
werkseitig beigegebenen Zusätzen ist der Wassergipswert das Verhältnis w = A/G, wobei A die Menge des Anmachwassers in Gramm und G die Menge des Gipses in Gramm ist, die man zur Herstellung eines
Wasser-Gips-Gemisches mit einem Ausbreitmaß von 165 +/- 5 mm benötigt (das Maß der Normkonsistenz). Der
Wassergipswert beeinflußt die Verarbeitbarkeit, die Versteifungszeiten sowie die mechanischen Eigenschaften der
erhärteten Baugipse. Der Einfluss des Wassergipsverhältnisses auf die Festigkeit von Gips kann wie folgt dargestellt werden:
Wassergipsverhältnis |
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Härte in N/mm² |
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Druckfestigkeit in N/mm² |
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Biegezugfestigkeit in N/mm² |
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Rohdichte in g/cm³ (trocken) |
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Wasserglas
Auch als Kaliwasserglas oder Kaliumsilikat betitelt, wird dieser Stoff z.B. in Form einer wässrigen Lösung als
Bindemittel zur Herstellung von Dispersions-Silikatfarben und -putzen verwendet. Es handelt sich hierbei um eine
zähe farblose Flüssigkeit, kolloid |