Das Kleine Baulexikon von Gerhard Holzmann

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Seit 10 Jahren das Fachlexikon für Bau, Handwerk, Architektur und Ingenieurwesen

Deutschsprachiges Lexikon für die neutrale, internationale Bauberatung der G.Holzmann-Bauberatung

Ihr Fachmann für wohngesunde Altbausanierungen

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von Gerhard Holzmann

 

DAS KLEINE BAULEXIKON
von Gerhard Holzmann

Vorwort

 

A

Aa-Ag

Ah-Aq

 

Ar-At

Au-Az

 

 

 

B

Ba-Bb

Bd-Beto

 

Betr-Bn

Bo-Bra

 

Bre-Bz

 

 

 

 

C

Ca-Ci

Cl-Cy

 

 

D

Da-Dh

Di-Dn

 

Do-Dy

 

 

 

E

Ea-Ei

Ej-Ep

 

Er-Ex

 

 

 

F

Fa-Fer

Fes-Fj

 

Fl-Fo

Fr-Fz.

 

 

G

Ga-Ge

Gf-Gp

 

Gr-Gz

 

 

 

H

Ha-Hn

Ho-Hy

 

 

I

Ia-It

.

 

 

J

Ja-Ju

.

 

 

K

Ka-Ke

Kf-Kp

 

Kr-Ky

.

 

 

L

La-leis

Leit-Lm

 

Lo-Ly

 

 

 

M

Ma-Mg

Mi-Mz

 

 

N

Na-Ne

Nf-Ny.

 

 

O

Oa-Oz

.

 

 

P

Pa-Pn

Po-Pp

 

Pr-Py

 

 

 

Q

Q-qui

.

 

 

R

Ra-Re

Red-Rh

 

Ri-Rz

 

 

 

S

Sa-Schlo

Schlu-Sl

 

Sm-Sr

St-Sz

 

 

T

Ta-To

Tr-Ty

 

 

U

Ub-Uz

.

 

 

V

Va-Ve

Vf-Vz

 

 

W

Wa

Wasser-Wh

 

Wi-Wz

.

 

 

X

Xa-xy

.

 

 

Y

Ya-Ys

.

 

 

Z

Za-Zi

Zk-Zz

 

.

Sämtliche Urheberrechte
unterliegen dem Autor
Gerhard Holzmann.

 

Biobaustoffe_animiert

 

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Zeichenerklärung : “-->” bedeutet, dass Sie unter nachfolgendem Begriff eine weitere Erklärung finden, hier einfach im entsprechenden Buchstaben nachschlagen; unterstrichene blaue Begriffe sind innerhalb der Internetseiten mit ausführlichen Texten verlinkt.

Wasser

    In der griechischen Antike wurde angenommen, dass Wasser ein Urstoff und kein Element sei, dies widerlegte Henry Cavendish mitte des 18. Jahrhunderts, hier fand er heraus dass Wasser eine Verbindung aus Sauerstoff und Wasserstoff ist.

Wasser abweisende Schicht

    Dies ist eine Oberflächenschicht mit einem -->Wasseraufnahmekoeffizient kleiner/gleich 0,5 kg / (m² * h0,5).

Wasseranschluss

    -->Montagemaße für Wasser-, Abwasser- und Gasanschlüsse für Haushaltsküchen.

Wasseranspruch

    Dies ist die Wassermenge, welche benötigt wird, um eine bestimmte Konsitenz des Frischbetons zu erzielen. -->Wasseranspruchszahl.

Wasseranspruchszahl

    Die Wasseranspruchszahlen sind empirisch ermittelte Zahlen, die angeben wie viel Wasser ein Beton benötigt, wenn er mit einem bestimmten Zuschlag eine festgelegte Konsistenz erreichen soll.

Wasseraufnahmekoeffizient

    Kurzzeichen: w (auch w-Wert genannt). Diese Stoff- bzw Oberflächeneigenschaft kennzeichnet die Intensität der kapilaren Saugfähigkeit (beim unmittelbarem Eintauchen eines Stoffes in Wasser) z.B. im Hinblick auf die Beurteilung der Regenschutzwirkung (z.B. bei Putzen oder Oberflächenbeschichtungen). Die kapillare Sauggeschwindigkeit eines Baustoffes, die dieser Wert beschreibt, wird über das Wurzel-Zeit-Gesetz ermittelt: W (Wasseraufnahme in kg/m²) = w (Wasseraufnahmekoeffizient in (kg/m2h0,5) mal die Wurzel aus der Saugzeit t. Als Richtwerte für den Fassadenschutz gelten folgende Aussagen:

    • w = 2,0 kg/m2h0,5 = wasserhemmende Ausrüstung
    • w = 0,5 kg/m2h0,5 = wasserabweisende Ausrüstung

Wasserbau

    Als Teilgebiet des Bauingenieurwesens umfasst dieser z.B. die Gewässerkunde, den Flussbau, Stauanlagen, Wasserkraftwerke, Binnenwasserstraßen, Seehäfen, Küstenschutz usw.

Wasserbedarf

    Hier handelt es sich um einen Planungswert für das, in einer bestimmten Zeitspanne für die Wasserversorgung voraussichtlich benötigte Wasservolumen, für den Ausbau der Wasserversorgungsanlagen.

Wasserbehälter

    Hier wird unterschieden in der Bauart:

    • Intze I: hier wird ein Stützboden in der Form einer Kugelkalotte seitlich so von einem Kegelstumpfmantel berandet, dass der Auflagerring zwischen beiden keine Ringkräfte erfährt.
    • Intze II: Im Grunde die gleiche Bauart wie die Intze I nur dass hier wirtschaftlich sinnvoller ein größerer Nutzinhalt (größer 500 m³) möglich ist. Dieses wird erreicht durch die Anordnung eines mittleren Hängebodens.
    • Klönne: Hier sind doppelt gekrümmte Bleche zu einer tragenden Kugel-Schale zusammen genietet, womit eine hohe Beulsteifigkeit erreicht wird und somit auf Steifen verzichtet werden kann. Die Stützung dieser Behälterart erfolgt über einen Auflagerring welcher unterhalb des Äquators angebracht ist.

Wasserbehälter mit Hängeboden

    Bei diesem Hängeboden handelt es sich um eine doppelt gekrümmte Schale welche aus Eisenblech hergestellt wurde. Durch diesen freitragenden Boden, welcher am Rand durch einen Auflagerring/Druckring gestützt ist, ist es möglich auf Innenmauern unter dem Behälter zu verzichten.

Wasserbehörden

    Hierunter versteht man die staatlichen und kommunalen Behörden, in deren Verantwortung der Vollzug der Wassergesetze liegt.

Wasserblatt

    Ornamentale Form der mittelalterlichen Baukunst.

Wasserbuch

    Dieses Buch wird von der Wasserbehörde geführt und beinhaltet Bewilligungen, Erlaubnisse, alte Wasserrechte, Wasserschutzgebiete und auch Überschwemmungsgebiete.

Wasserdampf

    Wasserdampf ist Wasser in gasförmigem Zustand, als Teil der Luft.

Wasserdampfabgabe

Mensch

- leichte Aktivität

30-60*    

g/Std

- mittelschwere Aktivität

120-200*

g/Std

- schwere Aktivität

200-300*

g/Std

* genauere Angaben unter: -->Wärmehaushalt einer Person

Zimmerblume

- zum Beispiel. Veilchen (Viola)

5-10       

g/Std

Topfpflanze

- zum Beispiel Farn

7-15       

g/Std

- mittelgroßer Gummibaum

10-20     

g/Std

- Wasserpflanze z.B. Seerose

6-8          

g/Std

- Freie Wasseroberfläche

Ca. 40       

g/(m²h)

- Jungbäume (2-3m)

2-4         

g/Std

Trocknende Wäsche (4,5 Kg-Trommel)

- geschleudert

50-200  

g/Std

- tropfnaß

100-500

g/Std

Baden/Duschen

- Wannenbad

Ca. 700

g/Std

- Duschen

Ca. 2600

g/Std

Küche

- Koch- und Arbeitsvorgänge

600-1500

g/Std

- im Tagesmittel

100

g/Std

Wasserdampfdiffusion

    Ähnlich wie Wärme von warmer zu kalter Seite wandert, findet zwischen Bereichen unterschiedlicher, absoluter Luftfeuchtigkeit eine Wasserdampfwanderung (Diffusion) durch Bauteile statt. Wasserdampf wandert immer von warm nach kalt.

Wasserdampf-diffusionsäquivalente Luftschichtdicke

    Kurzbezeichnung sd. Dies betitelt die Dicke einer ruhenden Luftschicht die den gleichen Wasserdampf -Diffusionswiderstand besitzt wie die betrachtete Bauteilschicht.

Wasserdampf-Diffusionsdurchlasswiderstand

    Kurzbezeichnung: Z. Dies ist der Quotient aus der Wasserdampf-diffusionsäquivalenten Luftschichtdicke und Wasserdampf-Diffusionsleitkoeffizient in Luft.

Wasserdampf-Diffusionsleitkoeffizient in Luft

    Kurzbezeichnung: Omegaa. Dies ist der Quotient aus dem Wasserdampf-Diffusionskoeffizienten in Luft und dem Produkt aus der spezifischen Gaskonstanten für Wasserdampf und der thermodynamischen Temperatur.

Wasserdampf-Diffusionsstrom

    Kurzbezeichnung: G. Dies ist die Masse der übertragenen Feuchte je Zeiteinheit von oder zu einem System. Man spricht hierbei auch von einem Feuchtestrom.

Wasserdampf-Diffusionswiderstandszahl

    Kurzzeichen: m ist der Kennwert welcher angibt, um wieviel schlechter Wasserdampf durch einen bestimmten Stoff geht als durch eine gleichdicke Luftschicht. Es handelt sich hierbei um den Quotienten aus dem Wasserdampf -Diffusionskoeffizienten in Luft und dem Wasserdampf-Diffusionskoeffizienten eines porösen Stoffes.

Wasserdampfkonvektion

    Dies betitelt die Übertragung von Wasserdampf in einem Gasgemisch durch Bewegung des gesamten Gasgemisches aufgrund eines Gesamtdruckgefälles.

Wasserdampfsättigungsdruck

    Kurzbezeichnung: pv,sat. Dies betitelt den Teildruck des Wasserdampfes in einem Gasgemisch, wobei der Sättigungsgrad des Wasserdampfen gleich eins ist.

Wasserdampfteildruck

    Kurzbezeichnung: pv. Dies betitelt den Teildruck des Wasserdampfes in einem Gasgemisch.

Wasserdargebot

    Hier handelt es sich um ein nutzbares, für eine bestimmte Zeit ermitteltes Wasservolumen aus Grund- und Oberflächenwasservorkommen zur Verwendung als Trink- oder/und Betriebswasser.

Wasserdichte

    Die Wasserdichte ist ein Ausdruck für das spezifische Gewicht des Wassers, das seine größte Dichte bei + 4 ° Celsius hat.

Wasserdichter Beton

    -->WU-Beton

Wasserdruck

    Dies betitelt den, durch das Wasser stets senkrecht auf die betrachtete Fläche wirkenden Druck.

Wasserdruckversuch

    Bei diesem Versuch wird Wasser unter Druck in ein Bohrloch im Fels eingepresst. Der Versuch dient zur Beurteilung der Durchlässigkeit und der Klüftigkeit des Gebirges.

Wasserechtheit

    Die Benotung der Wasserechtheit bei Bodenbelägen wird folgendermaßen angegeben:

    • 1 - gering
    • 2 - mäßig
    • 3 - ziemlich gut
    • 4 - gut
    • 5 - sehr gut

Wassereigenschaften

    Wassereigenschaften sind physikalische, chemische und biologische Eigenschaften, die alle Lebensvorgänge in einem Gewässer beeinflussen.

Wassereindringtiefe

    Dies ist ein Maß für den Widerstand von Festbeton gegen das Eindringen von drückendem Wasser, welches ermittelt wird durch die Prüfung der Wasserundurchlässigkeit.

Wassereinzugsgebiet

    Dies bezeichnet das Gebiet, unter dem das Grundwasser gebildet wird und einem Brunnen oder einer Quelle zufließt. Als Wassereinzugsgebiet wird aber auch das Gebiet bezeichnet, das von einem fließenden Gewässer entwässert wird.

Wasserenthärter

    Geräte zur Behandlung von Wasser, wenn dieses einen hohem Härtegrad aufweist. Bei der Kalkauflösung Magnesium und Kalium entsteht hierbei der Härtebildner. Verunreinigungen können als Trübung sichtbar sein oder durch Gerüche erkannt werden.

Wasserfassung

    Dies betitelt eine bauliche Anlage zur Gewinnung von Wasser.

Wasserfalz

    -->Falz. Der Wasserfalz ist z.B. eine Rückkantung an Dachrinnenrückseiten oder an Dachziegelrückseiten (- ->Dachziegelfälze) u.a.

Wasserfilter

    Feinfilter können Einschwemmungen von Fremdpartikel wie Sandkörnchen, Metallspäne, Rost-, Schmutz- oder Schlammteilchen verhindern.

Wasserförderung

    Dies bezeichnet den natürlichen oder von Menschen durchgeführten Transport  von Wasser.

Wassergefährdende Stoffe

    Dies sind nach den Bestimmungen des Wasserhaltsgesetzes Stoffe, die in der Lage sind, Gewässer zu verunreinigen oder auf sonstige Art in ihren Eigenschaften nachteilig zu verändern.

Wassergefährdungsklasse

    Abkürzung WGK. Bezeichnung für ein aus Klassen bestehendes System zur Charakterisierung des Gefährdungsgrades von Stoffe.

    • WGK 0: im Allgemeinen nicht wassergefährdend
    • WGK 1: schwach wassergefährdend
    • WGK 2: wassergefährdend
    • WGK 3: stark wassergefährdend

Wassergehalt

  • Bei Frischbeton betitelt dieser die Summe aus Zugabewasser und Oberflächenfeuchte der Zuschläge.
  • In der Geotechnik handelt es sich hierbei um die Kennzahl zur Quatifizierung der Phasenzusammensetzung. Die Masse des im Boden enthaltenen Wassers bezogen auf die Masse der Festsubstanz.

Wassergipsverhältnis

    -->Wassergipswert

Wassergipswert

    Der Wassergipswert ist bei Baugipsen ohne werkseitig beigegebenen Zusätzen das Verhältnis w = 100/E, wobei E die Baugipsmenge in Gramm ist, welche beim Einstreuen in 100 ml Wasser durchfeuchtet wird. Bei Baugips mit werkseitig beigegebenen Zusätzen ist der Wassergipswert das Verhältnis w = A/G, wobei A die Menge des Anmachwassers in Gramm und G die Menge des Gipses in Gramm ist, die man zur Herstellung eines Wasser-Gips-Gemisches mit einem Ausbreitmaß von 165 +/- 5 mm benötigt (das Maß der Normkonsistenz). Der Wassergipswert beeinflußt die Verarbeitbarkeit, die Versteifungszeiten sowie die mechanischen Eigenschaften der erhärteten Baugipse. Der Einfluss des Wassergipsverhältnisses auf die Festigkeit von Gips kann wie folgt dargestellt werden:

Wassergipsverhältnis

    0,8

    1,2

    1,6

    2,0

Härte in N/mm²

    17

    4

    2

    1,5

Druckfestigkeit in N/mm²

    8,3

    3,0

    1,4

    0,8

Biegezugfestigkeit in N/mm²

    3,9

    1,5

    0,7

    0,6

Rohdichte in g/cm³ (trocken)

    1,0

    0,75

    0,6

    0,5

Wasserglas

    Auch als Kaliwasserglas oder Kaliumsilikat betitelt, wird dieser Stoff z.B. in Form einer wässrigen Lösung als Bindemittel zur Herstellung von Dispersions-Silikatfarben und -putzen verwendet. Es handelt sich hierbei um eine zähe farblose Flüssigkeit, kolloide Lösung von Natrium- oder Kaliumsilikat, letzteres ist oft in Putzverfestigern (Verkieselung von Silikatbindemitteln und reaktionsfähigen mineralischen Untergründen) oder flüssigen Horizontalsperrmitteln enthalten oder auch als Flammschutzmittel für Holz und Gewebe, Klebstoff für Silicate. Da Wasserglas einen hohen pH-Wert aufweist, d.h. stark alkalisch reagiert, sind bei einer Pigmentierung nur alkalisierte anorganische Pigmente einsetzbar, was zugleich die Farbtonvielfalt einschränkt. Auf Metallen und Glasflächen reagiert Wasserglas ätzend, d.h. bei Kontakt bleiben nicht mehr entfernbare Anätzungen zurück.

Wasserglasfarbanstriche /Silicatfarben

    Bei fabrikmäßigen Erzeugnissen wird dieser Anstrich auch als Silicat- oder Mineralfarbanstrich bezeichnet. Hauptbestandteil ist hierbei Kaliwasserglas und kaliwasserglasbeständige Pigmente. Diese so genannten Silicatanstriche dürfen keine organischen Bestanteile (z.B. Kunststoffdispersionen...)haben. Silicatfarben sind nicht auf gipshaltige Untergründe zu verwenden.

Wasserglaskitt

    -->Kitt

Wasserhaltung

    Anfallendes Grundwasser in einer Baugrube wird durch die Anordnung von Pumpensümpfen und Abpumpen des Wassers in die Kanalisation abgepumpt, die Baugrube wird von Wasser befreit bzw. trocken gehalten um während der zeit des Bauens bestimmte arbeiten ausführen zu können.

Wasserhärte

    Dies bezeichnet die Härte des Wasser, also den Gehalt des Wassers an Erdalkaliionen. -->Härtebereich des Wassers.

Wasserhaushalt

    Als Wasserhaushalt benennt man die mengenmäßige Erfassung des gesamten Wasserkreislaufes.

Wasserhaushaltsgesetz (WHG)

    Dies ist das Gesetz zur Ordnung des Wasserhaushalts. Das WHG soll sicherstellen, dass Grundwasser, Oberflächen- und Küstengewässer nicht mehr als erforderlich belastet werden.

Wasserhaushaltsplan

    Ein Wasserhaushaltsplan ist die für ein bestimmtes Gebiet aufgestellte Bilanz des Wasserhaushaltes.

Wasser hemmende Schicht

    Dies ist eine Oberflächenschicht mit einem -->Wasseraufnahmekoeffizient zwischen 0,5 kg / (m² * h0,5) und 2,0 kg / (m² * h0,5).

Wasserkalk

    Puzzolankalk; hierbei sind hydraulische Eigenschaften sehr gering ausgebildet, die Erhärtung erfolgt vorwiegend durch Carbonatisierung, nach einer ca. 7 Tägigen Vorhärtung an der Luft sind diese Kalke unter Wasser gut beständig.

Wasserkeil

    Dies ist ein Schiffshebewerk bei welchem das Schiff in einem geneigten Gerinne, durch Bewegungen eines angetriebenen Schildes, schwimmend bewegt wird.

Wasserkennwerte (physikalisch)

Temperatur in C°

Dichte in kg/m³

Wichte in kN/m³

kinematische  Viskosität in m²/s

spezifische Wärmekapazi tät in kJ/(kg*K)

Wärmeleitfähi gkeit in W/(m*K)

Siededruck in kN/m²

Elastizität in kN/m²

0

999,8

9,8047

1,78*10-6

4,2058

0,552

0,61

1,9308*10-6

10

999,6

9,8027

1,30*10-6

4,1908

0,578

1,23

2,0271*10-6

20

998,2

9,7890

1,00*10-6

4,1811

0,598

2,33

2,0646*10-6

30

995,6

9,7635

8,06*10-7

4,1765

-

4,24

-

40

992,2

9,7302

6,57*10-7

4,1774

0,628

7,37

-

50

988,0

9,6890

5,50*10-7

4,1836

0,641

12,33

-

60

983,2

9,6419

4,78*10-7

-

0,651

19,91

-

80

971,8

9,5301

3,66*10-7

-

0,669

47,33

-

100

958,3

9,3977

2,94*10-7

-

0,682

101,30

-

Angaben ohne Gewähr

Wasserkraft

    Dies ist die Bewegungsenergie welche durch Umwandlung von angestautem Wasser von Flüssen und Stauseen gewonnen wird. Dies geschieht z.B. in:

    • Wellenkraftwerken
    • Laufwasserkraftwerken
    • Pumpspeicherkraftwerken
    • Gezeitenkraftwerken

Wasserkraftwerk

    Dies ist ein Kraftwerk in welchem Turbinen die potentielle Energie gestauten Wassers in Elektroenergie umwandeln.

Wasserkreislauf

    Dies bezeichnet die von der Sonnenenergie abhängige kreislaufmäßige ständige Bewegung des Wassers zwischen den Ozeanen, der Atmosphäre und den Kontinenten in der Reihenfolge Verdunstung, Niederschlag und Abfluss.

Wasser-Luft-Wärmepumpe

    Bei dieser Anlage wird die Wärme, wie bei der -->Wasser-Wasser-Wärmepumpe, aus dem Grundwasser oder einem Fluß entnommen, während die Gebäudeheizung durch die im Kondensat erwärmte Luft übernommern wird.

Wassermangelsicherung

    Diese Einrichtung macht das unbeabsichtigte Aufheizen ohne Wasserinhalt bei einer Heizung unmöglich.

Wassernase

    Ausbildung einer unterseitigen Rille an den Rändern von Balkonplatten, Wetterschenkeln, Fensterflügeln usw. zum Abtropfen des Regenwassers.

Wasserrad

    Es wird unterschieden in:

    • Wasserräder mit senkrechten Wellen für ein geringes Wasserangebot mit großer Wassereinschussgeschwindigkeit
    • Wasserräder mit horizontaler Welle welche folgerndermaßen unterschieden werden:
      • Oberschächtig Wasserräder mit horizontaler Welle mit einer Wasserführung über dem Radscheitel von oben.
      • Rückschächtige Wasserräder mit horizontaler Welle mit einer Wasserführung vor dem Radscheitel im Bereich des oberen Raddrittels.
      • Mittelschächtige Wasserräder mit horizontaler Welle mit einer Beaufschlagung ungefähr in Radwellenhöhe
      • Unterschächtige Wasserräder mit horizontaler Welle mit einer Wasserführung tiefer als 2/3 der Radhöhe.

Wasserrecht

    Dieses Recht wird im Wesentlichen durch das Wasserhaushaltsgesetz und das Abwasserabgabegesetz als Rahmengesetz des Bundes, die Landeswassergesetze und die kommunalen Satzungen geregelt.

Wasserrückhaltevermögen

    Dies betitelt die Eigenschaft des Mehlkorns, das bei der Mörtel- und Betonherstellung zugegebene Wasser zurückzuhalten.

Wassersaugende Schicht

    Dies ist eine Oberflächenschicht mit einem -->Wasseraufnahmekoeffizient größer/gleich 2,0 kg / (m² * h0,5).

Wassersäule

    Dies ist eine allgemein nicht mehr zulässige Einheit (seit 1. Januar 1978 ), die jedoch in der heutigen Zeit z.B. im Orgelbau, im Sanitärbereich oder für Dichtigkeitsangaben noch immer Anwendung findet. Ein Meter Wassersäule (ehemalige Abkürzung: 1 m WS) entspricht unter Normbedingungen 9,80665 kPa (rund 0,1 bar; früher: 0,1 at) -->Pascal.

Wasserschleieranlagen

    Feuerlöschanlagen, welche gegen die Ausbreitung des Feuers entgegenwirken, hier wird im Brandfall die volle Wassermenge schlagartig entladen.

Wasserschutzgebiet

    Dies sind Gebiete welche zum Schutz der Trinkwassergewinnung ausgewiesen werden. Es wird in folgende Zonen eingeteilt:

    • Zone I: unmittelbarer Fassungsbereich ohne jegliche Bebauung.
    • Zone II: engere Schutzzone, Verbot von Errichtungen, deren Verunreinigung nicht mit Sicherheit bis zur Wasserfassung beseitigt werden kann.
    • Zone III: weitere Schutzzone bis zur Grenze des Grundwasser-Einzuggebietes, Schutz vor Verunreinigungen, die überhaupt nicht beseitigt weren können. Es besteht hierbei ein Verbot für z.B. Mülldeponien etc. Wohnhäuser und Industriegebiete sind nur dann erlaubt, wenn sie über eine einwandfreie Abwasserkanalisation verfügen.

Wasserspeier

    Oftmals ein figürlich ausgeschmücktes Speirohr welches das Niederschlagswasser von Dächern oder Terrassen in ausreichender Entfernung vom Mauerwerk frei ablaufen läßt.

Wasserspiegel

    Dies betitelt die Grenzfläche in einem Brunnen, Peilrohr oder auch Bohrloch von Wasser gegen die Atmosphäre.

Wasserturm

    Hier handelt es sich um einen runden oder eckigen Trinkwasserbehälter auf einem turmartigen Unterbau.

wasserundurchlässiger Beton

    -->WU-Beton

Wasserundurchlässigkeit

    Bei Beton spricht man von einer Wasserundurchlässigkeit, wenn die Eindringtiefe des Wassers bei einer quadratischen Platte von 200 mm Seitenlänge und 120 mm Dicke 50 mm in einer bestimmten Zeitspanne nicht überschritten wird.

Wasserverbrauch

    Untersuchungen zum Wasserverbrauch in Deutschland zeigen, dass die Verbrauchszahlen im Haushalt sehr unterschiedlich sind. Dennoch kann man den durchschnittlichen Wasserverbrauch (Warm- und Kaltwasser) mit ungefähr 140 Liter pro Person und Tag beziffern. Hiervon werden ungefähr ein Drittel als warmes Wasser benötigt.

Wasserverlust

    Dies ist der in Prozent ausgedrückte Anteil des in das Rohrnetz eingespeiste Wasservolumens, dessen Verbleib im Einzelnen volumenmäßig nicht erfasst werden kann. Es wird unterschieden in tatsächlichen Verlust (durch Rohrbrüche, Undichtigkeiten etc.) und scheinbaren Verlust (durch Fehlanzeigen der Messgeräte etc.).

Wasserversorgung

    Dies betitelt die Deckung des Wasserbedarfs der Wohn- und Arbeitsstätten der menschlichen Gesellschaft.

Wasserversorgungsanlage

    Als Wasserversorgungsanlage bezeichnet man die Gesamtheit der technischen Einrichtungen zur Wassergewinnung, -aufbereitung und -verteilung von Trink-, Brauch- und auch Feuerlöschwasser.

Wasserversorgungsunternehmen

    Dies sind die Eigentümer und Betreiber der Wasserversorgungsanlagen.

Wasserwaage

    Dies ist ein Hilfsgerät zur Bestimmung der waagerechten bzw. senkrechten Lage von Kanten und Flächen.

Wasser-Wasser-Wärmepumpe

    Für diese Wärmepumpe dient hier aus einem Brunnen entnommenes Grundwasser mit einer konstanten Temperatur von 8 bis 12 °C. Für das Gebäude wird zumeist eine Flächenheizung verwendet. Aufgrund der Grundwasserentnahme aus einem Brunnen besteht eine Genehmigungspflicht.

Wasserwirtschaft

    In der Wasserversorgung betitelt diese die zielbewusste Ordnung aller menschlichen Einwirkungen auf das ober- und unterirdische Wasser.

Wasserzähler

    Dies ist ein in eine geschlossene Rohrleitung eingebautes Messgerät, das der Ermittlung des Wasserverbrauchs dient.

Wasser-Zement-Wert

    -->w/z-Wert

Watt

WC

WD

    Kurzzeichen für Wärmedämmstoff, druckbelastbar. Dieser dient z.B. als Wärmedämmstoff unter druckverteilenden Böden und in unbelüfteten Dächern unter der Dachhaut.

WDH

    Kurzzeichen für einen Wärmedämmstoff mit einer erhöhten Druckbelastbarkeit. Dieser ist z.B. unter Parkdecks für LKWs geeignet.

WDS

    Kurzzeichen für einen Wärmedämmstoff, druckbelastbar, der auch unter Parkdecks für PKWs einsetzbar ist. Dieser Dämmstoff entspricht den Typen -->W, -->WD und -->WS.

WDT

    Kurzzeichen für Wärmedämmstoffe die druck- und temperaturbelastbar sind, z.B. für die Wärmedämmung bei Flachdächern.

WDVS

WE

    Abkürzung für Wohneinheit.

Webb

    Der englische Architekt und Designer Philip Speakman Webb (1831-1915) war einer der führenden Köpfe der Arts -and-Craft-Bewegung.

Webteppich

    Hierbei wird unterschieden in:

    • Flachteppiche aus Kett- und Schussfäden
    • Polteppiche bei welchen in das Grundgewebe Polfäden eingebunden sind. Bei diesen Polteppichen wird wiederum unterschieden in:
      • Rutenteppiche als gewebte Polteppiche, deren Polschicht mittels Ruten gebildet wird.
      • Axminsterteppichen
      • Gewebten Schnittpolteppichen
      • Knüpfteppiche

Wechselbehältersystem

    Bei diesem System wird ein voller Abfall- oder Wertstoffbehälter am Standplatz gegen einen leeren ausgewechselt. Der eingesammelte volle Behälter wird nach dem Entleeren in der Entsorgungs- oder Verwertungsanlage, wieder am nächsten Standplatz aufgestellt.

Wechselpunkt

    In der Vermessungstechnik dient dieser zur Fortsetzung des Nivellements. Dieser Wechselpunkt kann frei gewählt werden oder ein Zwangspunkt sein. Zwangspunkt dann, wenn es ein Höhenpunkt bzw. Höhenfestpunkt werden soll.

Wechselrichter

    Mittels eines Wechselrichters wird Gleichstrom in 230 V Wechselstrom mit 50 Hz, synchron zum Netz, umgeformt.

Wechselschaltung

    -->Schaltungen

Wechselspannung

    -->Spannungsarten

Wechselsparren

    Dies ist der Sparren, der z.B. bei einer Balloon Framing–Konstruktion nicht durch einen Sturzriegel verspannt ist, sondern von Traufe bis First durchläuft.

Wechselstrom

    Elektrischer Strom mit periodischem Zeitverlauf und arithmetischem Mittelwert null. Der Frequenzwert in Mitteleuropa beträgt 50 -->Herz. -->Spannungsarten

Weggrößenverfahren

    -->Verschiebungsgrößenverfahren

Wehr

    Ein Wehr ist eine künstlich hergestellte Stauanlage, als Absperranlage, in fließenden Gewässern, das mit festen oder beweglichen Verschlussorganen ausgestattet ist.

Wehrgang

    Verteidigungsring auf der Umfassungsmauer einer Burg oder Stadt.

Wehrverschluss

    Dies ist der bewegliche Teil eines Wehres.

Weiche

    Dies ist eine werksgefertigte Gleisverzweigung für den Gleisbau.

weiche Bedachung

    -->Weichdach

Weichdach

    Dies ist eine Dach mit einer weichen Dachhaut aus Schilfrohr, Getreidestroh oder Holzschindeln, die im Gegensatz zu einem Hartdach aus Ziegeln, Stein und Betondachsteinen durch Funkenflug und Strahlungswärme entflammbar ist.

Weichenantrieb

    Im Gleisbau handelt es sich hierbei um einen Motorantrieb der Verstelleinrichtung für Weichenzungen und bewegliche Herzstücke.

Weichenschwellen

    Dies sind Schwellen unterschiedlicher Länge zur durchgehenden Unterschwellung von Stamm- und Zweiggleisen im Gleisbau.

Weichenstraße

    Im Gleisbau betitelt das die Verbindung von mind. drei benachbarten Gleisen durch hintereinandergeschaltete Weichen.

Weichenzunge

    Im Gleisbau sind dies spitz zulaufend und seitlich verschiebliche Schienenelemente zur Erstellung der Fahrbahnrichtung.

Weichfaserplatte

    Eine Weichfaserplatte ist im Allgemeinen eine weiche und oftmals leicht poröse, bindemittelhaltige Bau- bzw. Dämmplatte aus mit Bindemitteln versehenen Holzfasern.

Weichgelsohle

    Die Weichgelsohlen dienen der flächenhaften Abdichtung einer Baugrubensohle gegen von unten in die Baugrube eindringendes Wasser. Die nahezu wasserundurchlässige Schicht wird mit organischen oder anorganischen Härtern und Natriumsilikat (Wasserglas) erreicht welches gemeinsam in den Baugrund eingepresst wird.

Weichlote

    --> Lötzinn

Weichmacher

    Dies ist der Zusatzstoff (Additiv) vieler Kunststoffe um diese elastischer zu machen. jedoch erhöht dies die Brennbarkeit der Stoffe und es werden mehr Flammschutzmittel benötigt, meist wird Phtalsäureester als Weichmacher eingesetzt. Siehe auch -->Weichmacherwanderung.

Weichmacherwanderung

    Weichmacher wirken nur physikalisch, die sind nicht chemisch mit dem Bindemittel verbunden, daher können Weichmacher im Stoff wandern oder zu einem anderen Stoff wechseln - was man Weichmacherwanderung nennt. Diese Eigenschaft wird durch erhöhte Temperaturen, Feuchtigkeit und UV-Strahlen gefördert.

Weihwasserbecken

    Dies ist dasjenige Gefäß in einer Kirche welches zur Aufnahme von Weihwasser dient.

Weißbuchenholz

    Das sehr harte Holz ist dicht, elastisch, und zäh. Es ist schwer zu bearbeiten und zu spalten, aber gut zu drehen. Weißbuche schwindet stark und ist nur im Trockenen dauerhaft Verwendungsbereich: Schirmstöcke, Furniere, Drechslerholz und Werkzeugbau. Weißbuche hat als Brennholz den höchsten Heizwert aller heimischen Hölzer.

Weißer Jura

    -->Gesteinsbildung

weiße Wanne

    Dies ist die Betiteltung für die Ausbildung aller unterhalb des Grundwasserspiegels (oder bei Belastung durch angestautem Schichtwasser etc.) liegenden, das Gebäude gegenüber dem Baugrund begrenzenden Bauwerkteilen, aus wasserundurchlässigem Beton (-->WU-Beton), so dass keine weiteren Dichtungsmaßnahmen erforderlich sind.

Weißfäule

    Weißfäulepilze zerstören im Gegensatz zu der -->Braunfäule in erster Linie das im Holz enthaltene Lignin und lassen den Cellulose Anteil übrig. Auch dieses Holz ist nicht mehr als Bauholz tauglich.

Weißkalk

    Dieser Kalk ist aus nahezu reinem Kalkstein, er löscht sehr kräftig ab und hat eine hohe Ergiebigkeit.

Weißzement

    Dies ist ein praktisch eisenfreier Zement, er hat ansonsten identische betontechnologische Eigenschaften wie grauer Zement, Einsatzgebiete sind: Sichtbetone, Bestandteile von Putzen, Farben, Fugenmaterialien, Terrazzo etc.

Weißzementfarben

    -->Zementanstriche / Kalk-Weißzementfarben

weitergehende Abwasserreinigung

    Dies ist ein Verfahren (oder eine Kombination aus Verfahren) in der Abwassertechnik, welches in ihrer Reinigungswirkung über die herkömmliche, in der Regel mechanisch-biologische Abwasserreinigung hinausgeht und besonders solche Stoffe entfernt, die im Ablauf einer mechanisch-biologischen Klärung noch enthalten sind.

Weitsäulig

    -->Diastylos 

Wellblech

    Dies ist ein gewelltes Blech welches u.a. zur Abdeckung von Dächern dient.

Wellenbrecher

    Dies ist ein Bauwerk zum Schutz gegen Wellen ohne einer Verbindung zum Ufer.

Wellendach

    Diese Dachform ähnelt in der Giebelansicht den Umrissen eines Zwiebelturms.

Wellenschnitt

    Dies ist eine Ornamentierung welche in Form von Wellenlinien gezeichnet ist oder ein Schnitt der eine wellenförmige Schnittkante ergibt.

Welligkeit

    Dies ist die Betitelung für wellige Furniere die meistens durch Spannungen im Holz entstehen. Ist das Furnier extrem gewellt, so kann es beim Bügeln brechen.

Wellkrampe

     Dies ist ein Wandanker der in seiner Form einem gekrampten Blech ähnelt.

Wellness-Wechseldusch-Programm

    Diese Programme unterscheiden sich z.B. in der Dauer der Warm-Kalt-Phase und in der Kalttemperatur. Bei einer solchen Duscheinrichtung und der regelmäßigen Anwendung führt der Temperaturreiz Warm-Kalt zur Anregung des menschlichen Kreislaufes, zur Steigerung der Durchblutung und damit zu einer generellen “Abhärtung”. Hierdurch wird die Infektanfälligkeit vermindert und allgemeines Wohlbefinden erreicht.

Wellplatte

    Dies sind Dachplatten aus Faserzement welche unten und oben je einen Eckschnitt haben und wie bei einer Vorschnittdeckungen verlegt werden.

Wellpoints

    Dies sind selbstspülende Filterbrunnen. Die Einbringung erfolgt indem während des vertikalen Einpressens Wasser durch das Filterrohr gepresst und damit der Eindrückwiderstand veringert wird.

Wendeisen

    Ein Werkzeug (auch als Windeisen betitelt) das als Haltevorrichtung für einen Gewindebohrer dient.

Wendeklothoide

    Dies sind Kurven die durch Aneinanderstoßen von entgegengesetzt gekrümmten Klothoidenästen in ihren Nullpunkt gebildet werden.

Wendeltreppe

    Treppe welche als Vollkreis ausgebildet wird.

Wendischer Verband

    Dies ist ein historischer Mauerwerksverband (um ca. 1400) bei welchem die Backsteine so verlegt wurden, dass in den einzelnen Lagen jeweils auf zwei Läufer ein Binder folgt. Hierbei wurden die Stoßfugen, zu meisten etwas dicker als die Lagerfugen ausgeführt.

Wenge

    Holzart. Das Holz ist hart, schwer, und witterungsfest. Es lässt sich gut bearbeiten, drehen, messern, und schälen, neigt aber zum Splittern. Holzsplitter führen zu Hautentzündungen und Holzstaub kann zu Hautreizungen und Magenkrämpfe auslösen. Verwendungsbereich: Furnierindustrie, Innenausbau, Arbeitsblätter, Treppen, Parkett, Drechslerwaren und Knöpfe.

Werbeanlagen

    Laut den Landesbauordnungen sind Werbeanlagen alle ortsfeste Einrichtungen, die der Ankündigung, Anpreisung oder als Hinweis auf Gewerbe oder Beruf dienen und vom öffentlichen Verkehrsraum aus sichtbar sind. Werbeanlagen beinhalten z.B. Bemalungen, Beschriftungen, Schaukästen, Lichtwerbung, Schilder oder auch Boten- und Zettelanschläge sowie Lichtwerbung bestimmter Säulen, Tafeln und Flächen.

Werkbund

    Der Werkbund, der 1907 gegründet wurde, verfolgt das Ziel der Rationalisierung der Formgebung als Arbeitsprinzip und dem Wunsch nach Versöhnung industrieller und handwerklich-künstlicher Produktion, ähnlich dem Prinzip des von Walter Gropius gegründeten Bauhauses. Die Gründer des Werbundes waren im Glauben, dass auch auf der Grundlage einer kapitalistischen Wirtschaftsordnung im Zusammenhang von Kunst und Industrie und in der schöpferischen Durchdringung gewerblicher Arbeit der Weg zu einer neuen Menschlichkeit geebnet ist.

Werk-Frischmörtel

    Dies ist ein gebrauchsfähiger Mörtel, der in verarbeitbarer Konsistenz angeliefert wird.

werkgemischter Betonzuschlag

    Kurzbezeichnung: WBZ. Dies ist ein Gemisch aus ungebrochenen und/oder gebrochenen Körnern mit einem Größtkorn von maximal 32 mm.

werkgemischter Transportbeton

    Dieser wird in einem stationären Mischer im Werk gemischt und danach in geeigneten Fahrzeugen zur Baustelle befördert.

Werkmangel

    -->Leistungsmangel

Werkmaß

    Dies ist das für die Fertigung eines Bauteils vorgegebene Maß.

Werkmäßig mechanisch bearbeitete Gipskartonplatten

    Hierzu zählen:

      • Gipskarton-Zuschnittplatten sind im Regelfall rechteckig zugeschnittene Platten. Quadratische Gipskarton-Zuschnittplatten werden als Gipskartonkassetten bezeichnet.
      • Gipskarton-Lochplatten sind Gipskartonplatten mit durchgehenden Löchern verschiedener Form (z.B. Rundlöcher, Schlitze); die Löcher können in besonderen Lochfeldern und Mustern angeordnet sein. Quadratische Gipskarton-Lochplatten werden als Gipskarton-Lochkassetten bezeichnet.

Werkmörtel

    Dies ist ein im Werk exakt dosierter Mörtel, Lieferformen sind: -->Werktrockenmörtel, -->Werk-Vormörtel, -->Werk -Frischmörtel.

Werkplan

    Andere Bezeichnung für Ausführungsplan.

Werkschuh

    Ehemaliges Längenmaß, 1 Augsburger Werkschuh = 297,5-298 mm.

Werkstein

    Dies ist ein allseits bearbeiteter Naturstein der entweder vor der Verlegung seine endgültige Form erhält oder nur eine bearbeitete Lagerfläche und seitliche Stoßfläche, wobei die anderen Flächen dann in der entgültigen Lage bearbeitet werden.

Werksteineinfassung

    Bei Fenster betrifft dies die Einfassung des selbigen mit Werksteinen. Die seitlich angebrachten Werksteine werden als Gewände, die unten als Sohlbank und oben als Sturz oder auch Entlastungsbogen betitelt.

Werksteinmauerwerk

    Dies ist ein Mauerwerk aus allseits behauenen (bearbeiteten) Naturstein. Ursprünglich wurden solche Mauerwerke ohne Mörtel mit passgenauen Stoß- und Lagerfugen hergestellt. Das heutige Quardermauerwerk wird aus Werksteinen mit Mörtelbett hergestellt.

Werkstoff Nr.

    Wie z.B. Werkstoff Nr. 1.0428, 1.0438, 1.0466, 1.0464 oder 1.0465 -->Betonstahlarten.

Werk-Trockenmörtel

    Als Werkmörtel ist dies ein Gemisch der Ausgangsstoffe Bindemittel und ofentrockener Sand, es muss hierbei nur noch Wasser nach Herstellerangaben zugefügt werden.

Werkvertrag

    Vertrag über z.B. die Herstellung eines Bauwerkes oder von Teilen eines Bauwerkes gegen Zahlung von Werklohn/Vergütung (geregelt in § 631 BGB).

Werkvertragliche Verpflichtungen

    Dies ist die Erfolgsschuld für Leistungen, sie ist nach bürgerlichem Gesetzbuch -BGB § 631 ff. festgelegt.

Werk-Vormörtel

    Werkmörtel, der als Gemisch aus Wasser- oder Luftkalk und Zuschlägen angeliefert wird, vor der Verarbeitung muß nur noch Wasser und gegebenenfalls zusätzliche Bindemittel hinzu gefügt werden.

Wertermittlung

    Die Wertermittlung dient dem feststellen des Verkehrswertes und dem Hypotheken bzw. Beleihungswert z.B. bei Banken.

Wertminderung

    Hier kann durch einen angemessenen Nachlass eine Entschädigung erfolgen, wenn durch eine falsche Ausführung die Brauchbarkeit gemindert wird.

Wertsicherungsklausel

    Auch Indexklausel genannt, ist eine Vertragsvereinbarung, wonach eine Leistung dem entsprechenden Geldwert angepasst wird.

Wertstoff

    Hier handelt es sich um Abfallfraktionen oder Abfallbestandteile welche zur Wiederverwendung oder für die Herstellung verwendbarer Zwischen- und Endprodukte geeignet sind.

Western Hemlock

    Holzart. Geradfasrig, leicht unregelmäßig, Splint- und Kernholz sind schwer zu unterscheiden, mäßig breiter Splintanteil, harzfrei. Leicht bis Mittelschwer, gute Elastizität und Festigkeit, gut zu trocknen, neigt nach Trocknung zur Rißbildung, gutes Stehvermögen, mäßig witterungsbeständig.

Westwerk

    Dies ist die Bezeichnung für einen reich ausgebildeten Westbau einer frühmittelalterlichen Klosterkirche.

Wetterfahne

    Dies ist eine Einrichtung auf Türmen oder Dachfirsten welche die Windrichtung anzeigt, meist ein verziertes Blechstück.

wetterfeste und nichtrostende Baustähle

    Dies sind Baustähle mit Legierungszusätzen aus z.B. Cu, Cr, Ni, etc., welche unter Witterungseinfluss eine dichte oxidische Deckschicht bilden.

Wetterschenkel

    Dies ist der untere Schenkel eines Fenster- oder Außentürflügel.

Wetterseite

    Das ist die Gebäudeseite, gegen die der meiste Regen und Wind trifft, in mitteleuropäischen Bereichen ist dies meist die Westseite - bei Planungen sollte daran gedacht werden, dass ungeschützte Hauseingänge oder Balkone hier nicht sehr günstig  sind.

Weymouth-Kiefer

    Das leichte, weiche Holz ist feinfaserig und schwindet wenig. Es lässt sich gut bearbeiten, jedoch schlecht leimen und beizen. Das Holz ist stark harzhaltig und hat bei der Bearbeitung einen terpentinartigen Geruch. Im Wasser sehr dauerhaft Verwendungsbereich: Gering beanspruchte Konstruktionen innen und im Schiffsbau, Kisten, Roll- und Jalousieläden, Schindeln, Papierholz, Zellulosefabrikation.

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WF

    • Dies ist die Kennzeichnung für die Wasseraufnahme durch flüssiges Wasser bei Dämmstoffen und Bauplatten.
    • Kurzbezeichnung für Fliesen (F) an Wandflächen (W) in Bauzeichnungen.
    • Kurzzeichen für einen Windfang in Grundrisszeichnungen.

WFB

    • Abkürzung für Wohnraumförderungsbestimmungen.
    • Abkürzung (WfB) für “Werkstätte für Behinderte”.
    • Im Studium Abkürzung für Wahlfachblöcke.

WfbM

    Abkürzung für Werkstatt für behinderte Menschen.

WFK

    Abkürzung für whiskerverstärkte Kunststoffe.

WFL

WG

    Abkürzung für Wohngemeinschaft.

W-Gewicht

    Kurzbezeichnung für -->Winkelgewicht.

WGH

    Abkürzung für Wohn-und Geschäftshaus.

WGK

    Abkürzung für -->Wassergefährdungsklasse.

WGS 84

    Dies ist die Abkürzung für World Geodetic System 1984, ein geozentrisches Koordinatensystem für die Positionsbestimmung mit einem GPS-Satelliten.

WGSt

WHG

    -->Wasserhaushaltsgesetz

Whirlpools

    Dies sind Warmsprudelbecken mit Filteranlage (das Wasser muss nicht bei jedem Badegang neu befüllt werden).

Whirlwannen

    Dies sind Warmsprudelbecken ohne Filteranlage (das Wasser muss bei jedem Badegang neu befüllt werden).

Whitewood

    Das Holz ist weich, leicht zu spalten, schwindet wenig und ist nicht sehr dauerhaft. Es nimmt Farbe gut an. Verwendungsbereich: Zündholzfabrikation, Papier - und Drechselholz.

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