Das Kleine Baulexikon von Gerhard Holzmann

 

Fachlexikon für Bau, Handwerk, Architektur und Ingenieurwesen

Deutschsprachiges Lexikon für die neutrale, internationale Bauberatung der G.Holzmann-Bauberatung

Ihr Fachmann für wohngesunde Altbausanierungen

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DAS KLEINE BAULEXIKON
von Gerhard Holzmann

Vorwort

 

A

Aa-Ag

Ah-Aq

 

Ar-At

Au-Az

     

B

Ba-Bb

Bd-Beto

 

Betr-Bn

Bo-Bra

 

Bre-Bz

 
     

C

Ca-Ci

Cl-Cy

   

D

Da-Dh

Di-Dr

 

Ds-Dy

 
   

E

Ea-Ei

Ej-Ep

 

Er-Ex

 
   

F

Fa-Fer

Fes-Fj

 

Fl-Fo

Fr-Fz.

   

G

Ga-Ge

Gf-Gp

 

Gr-Gz

 
   

H

Ha-Hn

Ho-Hy

   

I

Ia-It

.

   

J

Ja-Ju

.

   

K

Ka-Ke

Kf-Kp

 

Kr-Ky

.

   

L

La-leis

Leit-Lm

 

Lo-Ly

 
   

M

Ma-Mg

Mi-Mz

   

N

Na-Ne

Nf-Ny.

   

O

Oa-Oz

.

   

P

Pa-Pn

Po-Pp

 

Pr-Py

 
   

Q

Q-qui

.

   

R

Ra-Re

Red-Rh

 

Ri-Rz

 
   

S

Sa-Schlo

Schlu-Sl

 

Sm-Sr

St-Sz

   

T

Ta-To

Tr-Ty

   

U

Ub-Uz

.

   

V

Va-Ve

Vf-Vz

   

W

Wa

Wasser-Wh

 

Wi-Wz

.

   

X

Xa-xy

.

   

Y

Ya-Ys

.

   

Z

Za-Zi

Zk-Zz

 

.

Sämtliche Urheberrechte
unterliegen dem Autor
Gerhard Holzmann.

 

 

 

www.arcor.de
 

 

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V

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Zeichenerklärung : “-->” bedeutet, dass Sie unter nachfolgendem Begriff eine weitere Erklärung finden, hier einfach im entsprechenden Buchstaben nachschlagen; unterstrichene blaue Begriffe sind innerhalb der Internetseiten mit ausführlichen Texten verlinkt.

V

    • Abkürzung für -->Vanadium oder Vanadin.
    • Abkürzung für Vornorm.
    • Abkürzung für Glasvlies bei Bitumenbahnen.

V 11

    -->Bitumenbahnart, Glasvliesbitumendachbahn.

V 13

    -->Bitumenbahnart, Glasvliesbitumendachbahn.

V 60

    -->Bitumenbahnart, Bitumenschweißbahn mit Einlage aus Glasvlies.

V2A

    Dies ist die geschützte Bezeichnung der austenitischen, nichtrostenden Stähle. Nichtrostender Stahl, Kurzname X5CrNi18 10 (AISI 304) oder Kurzname X2CrNi19 11, (AISI 304L),  - die sonstige gebräuchliche und geschützte Bezeichnung lautet V2A. Die chemische Zusammensetzung lautet wie folgt: C <= 0,07 %, Si <= 1,0 %, Mn <= 2,0 %, Cr = 17 / 20 %, Ni = 8,5 / 10,0%  (oder auch mit Ni = 10,0 / 12,5%) Eigenschaften und Anwendungsgebiete sind z.B: Wasser und leicht verunreinigte Abwässer, Nahrungsmittel und organische Säuren, allgemein bis etwa pH-Wert 4,5 beständig in chloridarmen Angriffsmitteln.

Vakuumbeton

    Dies ist ein plastischer bis weicher Beton, welchem nach dem Einbringen und Verdichten, über Filtermatten durch ein entsprechendes Absaugverfahren -->Überschusswasser entzogen wird.

Vakuum-Dampfheizung

    Kurzbezeichnung: VDH. Bei diesen Dampfheizungen kann mittels dem in den Kondensationsleitungen bestehendem Unterdruck schon bei Temperaturen unter 100 ° bis ca. 40 - 50° Dampf entstehen. Ihr Vorteil ist die niedrige Heizkörpertemperatur und die leichte zentrale Regelung, nachteilig der hohe statische Wasserdruck welcher bei Warmwasserheizungen normale Heizkörper nicht mehr zulässt.

Vakuum-Isolations-Paneelen

    Kurzbezeichnung: VIP. Diese Wärmedämmplatten bestehen aus gepressten Pulverplatten, die mit einer Verbundfolie umgeben und anschließend evakuiert werden. Mit diesen evakuierten Dämmpaneelen erreicht man Wärmeleitfähigkeiten, die um den Faktor fünf bis zehn geringer sind als jene von konventionellen Dämmstoffen, also rund 0,004 W/mK. Resultieren daraus können 2 cm Dämmstoffdicke der Vakuumdämmung bis zu 20 cm Polysterol oder Mineralwolle ersetzen was wiederum speziell im Sanierungs- aber auch im Neubaubereich sehr anspruchsvolle und effektive Lösungen realisierbar macht.

    LITERATURTIPP ZUR VAKUUMDÄMMUNG

    Holzmann, Gerhard;
    Vakuumdämmung im Baubereich
    Holzhäuser im Detail, 2003

Vakkumkollektoren

    Dies sind Sonnen-Kollektoren, die dem Thermoskannen Prinzip (erfunden vom schottische Physiker James -->Dewar 1893) nachempfunden sind. Es handelt sich hier um eine Vakuum-Röhre die aus zwei konzentrischen Glasrohren besteht, welche einseitig, halbkugelförmig geschlossen, und auf der jeweils anderen Seite miteinander verschmolzen sind. Diese Röhre ist luftleer gepumpt und hermetisch verschlossen (Vakuumisolierung). Zur Sonnenenergienutzung wird die innere Glasröhre, auf ihrer Außenfläche, mit entsprechenden Beschichtungen (z.B. Aluminium-Nitrit-Sputter-Schicht) versehen und somit als Absorber effizient nutzbar gemacht. Die durch die Sonnenstrahlung erzeugte Wärme wird über Wärmebleche und u-förmig gebogene Kupferrohre an das Wärmeträgermedium (z.B. Wasser mit Frostschutz) abgegeben. Die Effizienz kann durch Compound-Parabolic-Concentrator-Spiegel (CPC-Spiegel) hinter den Vakuum-Röhren erhöht werden.

Vakuumverfahren

    Dies ist ein Grundwassersenkungsverfahren bei welchem gegenüber dem Gravitationsverfahren mittels Unterdruck die Fließgeschwindigkeit des Wassers erhöht wird.

Valentinus

    Der Erfurter Alchemist und Benediktinermönch Basilius Valentinus entdeckte im 15. Jahrhundert u.a. Salzsäure, Ammoniak, Knallgold und Bleizucker.

Vanadin

    -->Vanadium

Vanadium

    Auch als Vanadin betitelt ist dies ein chemisches Element (Kurzzeichen: V). Es handelt sich hierbei um ein duktiles, silberweißes Metall, dessen Dichte 6,07 g/cm3 beträgt. Wird Vanadium ins Stahl gemischt, so wird die Zugfestigkeit, die Streckgrenze und die Warmfestigkeit vergrößert und die Anlaßsprödigkeit verringert. Durch eine Zumischung zum Stahl wird auch ein feinkörnigeres Gefüge erzielt und eine Unempfindlichkeit gegenüber Überhitzung gewonnen.

Vanbrugh

    Sie John Vanbrugh (1664-1726) war als englischer Offizier und Bühnenautor einer der führenden Barockarchitekten, ohne irgendeiner Art von formaler Ausbildung baute er zusammen mit Hawskmoor mehrere prächtige Landadelshäuser und z.B. auch Schloß Blenheim u.a. war er auch erster Assistent von Wren.

variabler Volumenstrom

    Kurzbezeichnung: VVS. Bei den VVS-Anlagen ist der Zuluftstrom variabel während die Temperatur konstant ist.

Vauban

    Der französische Festungsbaumeister, Ingenieursoffizier und Marschall Sèbastien Le Prestre de Vauban (1633-1707) machte sich einen Namen in der Militärarchitektur, er war der Erfinder der Bastion mit Kasematte und eines Magazins für Schießpulver zudem gründete er den ersten Ingenieurkorp in Frankreich.

VBI

    Abkürzung für Verband Beratender Ingenieure.

VBPSP

    Kurzzeichen für eine Verbundplatte die aus einer Gipskarton-Bauplatte und einer PS-Hartschaumplatte besteht. Die Dicke der Gipskartonplatte liegt hierbei i.d.R. bei 9,5 mm und bei der Dämmplatte bei 20 bis 30 mm. I.d.R. sind die Verbundplatten 1250 mm breit und 2500 mm lang.

VBPURP

    Kurzzeichen für eine Verbundplatte die aus einer Gipskarton-Bauplatte und einer PUR-Hartschaumplatte besteht. Die Dicke der Gipskartonplatte liegt hierbei i.d.R. bei1 2,5 mm und bei der Dämmplatte bei 20 bis 60 mm. I.d.R. sind die Verbundplatten 1250 mm breit und 2500 mm lang.

    Wohnen im Alter

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VDE

    Abkürzung für den Verein Deutscher Elektroingenieure (/-techniker).

VDEI

    Abkürzung für den Verband Deutscher Eisenbahningenieure.

VDE-Richtlinie

    Dies ist eine normative Ausarbeitung auf dem Gebiet der Elektrotechnik (VDE = Verein Deutscher Elektroingenieure).

VDI

    Abkürzung für den Verein Deutscher Ingenieure.

VDV

Vegetationsplatte

    Hier handelt es sich zumeist um recycelte, FCKW-freie PU-Weichschaumplatten, welche unterseitig profiliert sind und mit eingebundenen Tonmineralien und Pflanzennährelementen als Langzeitdünger bestückt sind. Die Maße sind i.d.R.: 1000 x 1000mm x 25mm oder 35mm. Vegetationsplatten dienen im Allgemeinen zur Belegung eines Gründachs und hier zum Bautenschutz, als Entwässerungs- und Drainsystem, zur Filterung sowie zur Wasser- und Nährstoffspeicherung und als untere Substratschicht.

Vektor

    Hier handelt es sich aus baustatischer Sicht um eine gerichtete Größe, welche durch einen Pfeil dargestellt wird. Die Länge des Pfeils gibt den Absolutbetrag an, durch den Winkel zwischen dem Pfeil und der Horizontalen wird die Richtung definiert und durch die Pfeilspitze der Richtungssinn.

Velde

    Der belgische Maler und Jugendstilarchitekt Henri van de Velde (1863-1957) entwarf z.B. L`Art Nouveau für das Bing`s Kaufhaus in Paris nach seinem Umzug nach Berlin baute er u.a. die Weimarer Kunstschule (1904) und deren Kunstgewerbeschule (1907).

Velour

    Dies ist die allgemeine Bezeichnung für Teppichböden mit aufgeschnittenen Polschlingen.

Velourtapeten

    Diese Tapeten sind aus schwerem, festem Papier, das mit oder ohne Muster beflockt wird. Die Aufflockung mit Perlonflocken erfolgt durch Elektrostatik. Bei den antiken Velourtapeten wurden Wolle- oder Seidenflocken im Klopfverfahren aufgetragen.

Velourwalze

    Velourwalzen werden als Lackierwalzen verwendet da diese nicht flusend sind. Auch für die Klebstoffaufbringung sind diese Walzen hervorragend geeignet.

Venizianischer Bogen

    Dies ist eine Rundbogenform bei welcher der Bogen durch zwei symmetrisch gleichen Schweifungen aufgeteilt ist.

Venizianisches Fenster

    -->Palladiomotiv

Ventilator

    Ein Ventilator wird als Gebläse zur Luftbeförderung eingestetzt. Es wird unterschieden in:

    • Radialventilatoren
    • Axialventilatoren
    • Querstromventilatoren

Venturi

    Robert Venturi (geb. 1925) gilt als bekannter Architekt und Architekturtheoretiker.

Veranda

    Dies ist im Allgemeinen eine überdachte Terrasse, welche auch zu den Seiten, als Witterungsschutz, geschlossen sein kann.

Veränderungssperre

    Diese dient laut dem BauGB (§ 14) der Sicherung von Planungen in einem räumlich klar umgrenzten Bereich und kann im Zusammenhang mit der Bauleitplanung verbindlich beschlossen werden. Laut dem Bundesfernstraßengesetz (§ 9a) tritt im Zusammenhang mit einem Planfeststellungsverfahren eine Veränderungssperre automatisch in Kraft.

Verankerung

    Dies betitelt z.B. die Abgabe der im Betonstahl vorhandenen Kraft an den umgebenden Beton, aufgrund der Haftung zwischen den beiden Materialien.

Verankerungsarten

    Hier wird unterschieden in zulassungspflichtige Verankerungsarten und den Zulassungsfreien Arten. Zulassungspflichtig, bzw. mit normativen Vorgaben geregelt sind:

    • Gerade Stabenden
    • Haken
    • Winkelhaken
    • Schlaufen
    • Angeschweißte Querstäbe

    Zulassungsfrei sind:

    • Ankerplatten
    • Ankerkörper

Verankerungslänge

    Dies ist diejenige Stablänge welche zur Abgabe der Stabkraft im Betonstahl an einer bestimmten Stelle im Bauteil benötigt wird.

Verarbeitbarkeit

    Dies ist z.B. ein Sammelbegriff für Verdichtbarkeit, Beweglichkeit und Zusammenhalt von Frischbeton.

Verarbeitbarkeitszeit

    Die Verarbeitbarkeitszeit ist der Zeitraum, in dem z.B. der Beton mit den vorgesehenen Geräten auf der Baustelle verdichtbar ist. Gerechnet wird bei Transportbeton ab Übergabe an der Baustelle und bei Baustellenbeton ab Herstellung.

Verästelungsnetz

    In der Wasserversorgung ist dies ein Rohrnetz aus sich zweigenden Strängen, welche miteinander keine weitere Verbindungen haben.

Veräußerungs- und Belastungsverbot

    Hierbei wird der Eigentümer  verpflichtet, sein Eigentum nicht zu übertragen und nicht zu belasten.

Verband

    -->Mauerverband, oder in der Baukonstruktion, fachwerkartig angeordnete Streben in einzelnen Felder von Dach und Wand zur Abtragung von Horizontalkräften.

Verbandeln

    Dies ist eine historische Putztechnik bei welcher Bruchsteinmauerwerk mit einer dünnen Kalkputzschicht überzogen wird, welche (nur) die tiefer in der Wandfläche liegenden Fugen und Steinvertiefungen ausfüllt.

Verbau

    Dies ist eine sogenannte Hilfskonstruktion zur vorübergehenden Stützung senkrechter und steil geneigter Wände von Baugruben und Leitungsgräben. Es wird unterschieden in:

    • Schlitzwände
    • Bohrpfahlwände
    • Spundwände
    • Trägerbohlwände

Verbaugeräte

    Dies ist die Betitelung für ein System zur Sicherung von Leitungsgräben gegen den Einsturz der Grabenwände.

verbesserter Unterbau oder Untergrund

    Hier handelt es sich um die obere Schicht von Unterbau oder Untergrund, deren Tragfähigkeit durch bautechnische Maßnahmen erhöht bzw. verbessert wurde.

Verbindungen

    • In der Chemie nennt man so einen Stoff, der durch Vereinigung von chemischen Elementen in bestimmten Gewichtsverhältnissen entsteht. Das kleinste Teil einer Verbindung ist das -->Molekül. Eine Verbindung hat völlig andere chemische und physikalische Eigenschaften als die an ihr beteiligten Elemente. Zum Beispiel verbindet sich das Metall Natrium (das sehr reaktionsfreudig ist und heftig mit Wasser reagiert) mit dem giftigen Gas Chlor zu dem festen Stoff Natriumchlorid, besser bekannt als Kochsalz.
    • In der Baukonstruktion betitelt dies die Zusammenfügung gleichartiger Bauteile, Stöße oder auch ungleicher Bauteile. Es werden hier habsteife, biegesteife und gelenkige Verbindungen unterschieden.

Verbindungsleitung

    Bei Entwässerungsanlagen für Gebäude und Grundstücken ist dies die Leitung zwischen Ablaufstelle und Geruchsverschluss.

Verbindungsmanschette im Schornsteinbau

    Dient zur Zentrierung der Rohrverbindungen, erforderlich bei feuchteunempfindlicher Ausführung, schafft Fugensicherheit.

Verbindungsmittel

    Dies ist z.B. ein(e):

    • Schraube
    • Niet
    • Lager
    • Gelenke
    • Schweinaht
    • Setzbolzen
    • Gewindefurchenschraube
    • Schließringbolzen
    • selbstschneidende Schraube
    • Blindniet
    • etc.

Verbindungsstück

    Bei der Schornsteintechnik ist dies z.B. das Rohr welches Abgase einer Feuerungsstätte in den Schornstein leitet.

Verblattung

    Dies ist eine Verbindungstechnik zur Verlängerung waagerechter Kanthölzer.

Verblender

    Mauersteine oder Keramikplatten, die zur Verblendung von Außenwänden genutzt werden.

Verblendmauerwerk

    Auch als Sichtmauerwerk betitelt ist dies ein Mauerwerk bei welchem die Mauersteine mindestens bei einer Wandseite sichtbar bleiben. Auch Wände mit -->Verblendern gehören zu dieser Gruppe.

Verblocken

    -->Blocken

verbrämen

    Dies ist eine andere Bezeichnung für ausschmücken, beschönigen, verschleiern oder auch verzieren etc.

Verbrauch

    Dies ist z.B. die benötigte Wärme- oder Energiemenge die zur Aufrechterhaltung einer Soll-Innentemperatur in Gebäuden oder beheizten Zonen benötigt wird.

Verbrennung

    Dies ist eine lebhafte und oberhalb bestimmter Grenztemperaturen unter Flammenbildung und starker Wärmeeinwirkung verlaufende chemische Reaktion der brennbaren Bestandteile eines Brennstoffes mit dem Sauerstoff der Luft (-->Oxydation).

Verbrennungsverluste

    Durch eine Reihe mehr oder weniger unvermeidbarer Wärmeverluste ist die in der Feuerungslage nutzbar gemachte Wärmemenge stets kleiner als die ihr mit dem Brennstoff zugeführte. Das Verhältnis beider ist der Feuerungswirkungsgrad (in %), dieser beträgt für offene Kamine 5 bis 10 %. Einzelöfen für -->feste Brennstoffe und Ölöfen 70 bis 85%, bei Einzelöfen für Gas 80 bis 85% und bei Heizkessel 70 bis 85%.

Verbrennungswärme

    Die effektive Verbrennungswärme, Einheit: J/kg, ist die Wärmemenge je Gewichtseinheit welche bei der Verbrennung eines Materials unter bestimmten Prüfbedingungen frei wird. Die Rate der Verbrennungswärme, Einheit: W, ist die Einheit der Wärmemenge je Gewichtseinheit die während der Verbrennung eines Materials und eines Produkts pro Zeiteinheit freigesetzt wird.

Verbundanker

    Ein Verbundanker ist eine Dübelkonstruktion aus zwei Teilen, einer Klebepatrone und einer Ankerstange. Hierbei wird die Klebepatrone und dann die Ankerstange (der eigentliche Dübel) in das vorbereitete Loch eingebracht. Beim Einschrauben der Ankerstange wird die Glashülle der Klebepatrone zerstört und das darin befindliche Reaktionsharz, welches anschließend erhärtet, freigesetzt. Der Verbundanker wird auch als Reaktionsanker, Klebeanker oder Klebedübel genannt.

Verbundblech

    Dies sind Bleche die aus einem Träger (Stahl, Edelstahl, Aluminium, etc.) und einem darauf kaschierten Stoff (z.B. Kunststoffbahnen oder Elastomerbahnen) hergestellt sind.

Verbund-Brandschutzglas

    Hier werden zwei Glasscheiben mit Acrylharz verklebt und es wird eine wasserhaltige Gelschicht oder eine Schicht aus Alkalisilicat eingeschlossen.

Verbunddecke

    Dies ist eine Decke in Stahlverbundbauweise.

Verbundestrich

    Dies sind Estriche die mit dem Untergrund fest verbunden sind. Im Allgemeinen kommen diese Estriche dann zum Einsatz, wenn die endgültige Fertigstellung der Oberfläche der tragenden Decke nicht möglich ist. Die Mindestdicke soll in der Regel 3 mal größer sein als das Größtkorn des Zuschlags. Als Nenndicke für einschichtige Ausführungen soll die Dicke von 50 mm speziell bei Anhydrit-, Magnesia- oder Zementestrich nicht überschritten werden.

Verbundfenster

    Dieses Fenster besteht aus zwei einzelne Fensterflügel, welche mechanisch miteinander verbunden sind.

Verbundglas

    Dies ist eine zusammengefügte Glasfläche, welche durch zwei oder mehr Einzelscheiben über Stoffschluss zwischen den sich berührenden Oberflächen verbunden ist; die Lichttransmission darf durch den Scheibenverbund nicht beeinträchtigt werden und muss die Anforderungen an den Schall-und Brandschutz erfüllen.

Verbundlüftung

    Die Verbundlüftung ist in den RLT-Anlagen durch den Schubventilator im Zuluftkanal und dem Saugventilator im Abluftkanal angeordnet, hierbei entsehen je nach Drehzahl der beiden Ventilatoren verschiedene Druckverhältnisse im Raum.

Verbundmittel

    Diese sorgen für eine schubfeste oder nachgiebige Verbindung zwischen den Teilen eines Verbundquerschnittes. Sehr oft handelt es sich hierbei um Kopfbolzendübel.

Verbundpflaster 

    Hier handelt es sich um eine Pflasterung, bei welcher durch eine bestimmte Formgebung der Pflastersteine selbige einen Verbund untereinander bilden und sich somit einzelne Steine nicht durch die Einwirkung von Lasten lösen können.

Verbundplatte

    Mehrschichtplatte, die aus einer Gipskarton- oder Gipsfaserplatte und einer zusätzlich aufkaschierten Schall- und Wärmedämmung besteht.

Verbundquerschnitt

    Dies ist ein Platten- oder Stabquerschnitt, welcher aus verschiedenen Materialien zusammengesetzt ist mit dem Ziel, das Gewicht, das Tragverhalten oder die bauphysikalischen Eigenschaften positiv zu beeinflussen.

Verbundrohrnetz

    Hier handelt es sich um ein überörtliches Rohrnetz aus Zubringern und Hauptleitungen, welches von mehreren Wasserwerken eines oder auch verschiedener Wasserversorgungsunternehmen im Verbund betrieben wird.

Verbund-Schallschutzglas

    Hier werden zwei Glasscheiben mit Acrylharz verklebt.

Verbundsicherheitsglas

    Abkürzung: VSG; hier wird zur Verklebung der zwei bis sechs Einzelscheiben eine Polyvinylbutyral-Folie verwendet; Vorrausetzung ist eine blasenfreier Verbund und eine anschließende verzerrungsfreie Durchsicht; in besonderen Fällen werden auch Polycarbonatplatten im Verbund verwendet.

Verbundsperrholz

    Sperrholz, bei welchem in der Mittellage andere Werkstoffe als Holz verwendet werden, wie z.B. Kunststoffe, diese können zur Festigkeitserhöhung oder als Trittschalldämmung dienen.

Verbundstahlmatten

    Dies sind Betonstahlmatten die nicht punktgeschweißt sind sondern durch angespritzte Kunststoffmuffen verbunden werden. Die Verbindung der Stahlstäbe ist nicht schwerfest (nur unverschieblich eingestuft). In Deutschland werden Verbundstahlmatten nicht mehr hergestellt.

Verbundstütze

    Oftmals handelt es sich hier um einbetonierte oder auch kammerbetonierte Walzprofile oder betongefüllte Hohlprofile als Stützen in der Stahlverbundbauweise.

Verbundträger

    Dies ist ein Träger in der Stahlverbundbauweise.

Verbundwasserversorgung

    In der Wasserversorgung handelt es sich hierbei um mehrere zentrale Wasserversorgungen, deren Rohrnetze miteinander verbunden sind.

Verbundwirkung

    Dies betitelt die Zusammenwirkung von Querschnittsteilen aus oftmals unterschiedlichen Werkstoffen, bei der Lastabtragung, so dass in der Kontaktfuge kein oder nur ein begrenzter Schlupf auftritt.

Verdachung

    Dies ist ein vorspringendes Bauglied über einer Maueröffnung, es kann sich hierbei z.B. um ein Gesims oder einen kleinen Giebel handeln.

Verdampfung

    Als Verdampfung wird der Übergang eines festen oder flüssigen Stoffes in den gasförmigen Zustand genannt.

Verdichten

    Verkleinern der Hohlräume oder Verdrängen der Luft aus Bauteilen und Baustoffen durch manuelles oder maschinelles Rütteln, Stampfen oder Rühren etc. um z.B. die Tragfähigkeit zu erhöhen.

Verdichtungserddruck

    Dies ist ein zusätzlicher Erddruck infolge von Verdichtungsmaßnahmen.

Verdichtungsgrad von Beton

    Dieser betitelt das Verhältnis von der erreichten zur theoretisch möglichen Frischbetonrohdichte.

Verdichtungskontrolle

    Dies ist die Kontrolle des Verdichtungserfolgs, welche i.d.R. durch einen Vergleich mit der Proctordichte erfolgt.

Verdichtungmaß

    Dies ist das Maß über die Konsistenz des Frischbetons, es wird mit dem Verdichtungsversuch bestimmt.

Verdichtungsmaßklassen bei Frischbeton

Klasse

Verdichtungsmaß

Konsistenzbeschreibungen

C0

>/= 1,46

sehr steif

C1

1,45 bis 1,26

steif

C2

1,25 bis 1,11

plastisch

C3

1,10 bis 1,04

weich

Verdichtungspfahl

    Dies ist ein Pfahl welcher durch das Verdrängen beim Eindringen hauptsächlich den Baugrund verdichten soll. Man spricht hierbei auch von einem Verdrängungspfahl.

Verdichtungsporen

    Dies sind Poren welche während des Einbaus des Frischbetons eingetragen und bei der nachfolgenden Verdichtung nicht vollständig ausgetrieben wurden.

Verdichtungswilligkeit von Frischbeton