Das Kleine Baulexikon von Gerhard Holzmann

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Seit 10 Jahren das Fachlexikon für Bau, Handwerk, Architektur und Ingenieurwesen

Deutschsprachiges Lexikon für die neutrale, internationale Bauberatung der G.Holzmann-Bauberatung

Ihr Fachmann für wohngesunde Altbausanierungen

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von Gerhard Holzmann

 

DAS KLEINE BAULEXIKON
von Gerhard Holzmann

Vorwort

 

A

Aa-Ag

Ah-Aq

 

Ar-At

Au-Az

 

 

 

B

Ba-Bb

Bd-Beto

 

Betr-Bn

Bo-Bra

 

Bre-Bz

 

 

 

 

C

Ca-Ci

Cl-Cy

 

 

D

Da-Dh

Di-Dn

 

Do-Dy

 

 

 

E

Ea-Ei

Ej-Ep

 

Er-Ex

 

 

 

F

Fa-Fer

Fes-Fj

 

Fl-Fo

Fr-Fz.

 

 

G

Ga-Ge

Gf-Gp

 

Gr-Gz

 

 

 

H

Ha-Hn

Ho-Hy

 

 

I

Ia-It

.

 

 

J

Ja-Ju

.

 

 

K

Ka-Ke

Kf-Kp

 

Kr-Ky

.

 

 

L

La-leis

Leit-Lm

 

Lo-Ly

 

 

 

M

Ma-Mg

Mi-Mz

 

 

N

Na-Ne

Nf-Ny.

 

 

O

Oa-Oz

.

 

 

P

Pa-Pn

Po-Pp

 

Pr-Py

 

 

 

Q

Q-qui

.

 

 

R

Ra-Re

Red-Rh

 

Ri-Rz

 

 

 

S

Sa-Schlo

Schlu-Sl

 

Sm-Sr

St-Sz

 

 

T

Ta-To

Tr-Ty

 

 

U

Ub-Uz

.

 

 

V

Va-Ve

Vf-Vz

 

 

W

Wa

Wasser-Wh

 

Wi-Wz

.

 

 

X

Xa-xy

.

 

 

Y

Ya-Ys

.

 

 

Z

Za-Zi

Zk-Zz

 

.

Sämtliche Urheberrechte
unterliegen dem Autor
Gerhard Holzmann.

 

Biobaustoffe_animiert

 

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S

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Zeichenerklärung : “-->” bedeutet, dass Sie unter nachfolgendem Begriff eine weitere Erklärung finden, hier einfach im entsprechenden Buchstaben nachschlagen; unterstrichene blaue Begriffe sind innerhalb der Internetseiten mit ausführlichen Texten verlinkt.

S

    • Abkürzung für Schwefel.
    • Als kleines s die Abkürzung für Strecke.
    • Als kleines s die Abkürzung für Stärke (in Bedeutung von Dicke).
    • Als kleines s ein Zusatzzeichen für Wärmedämmstoffe, ausgenommen dem Typ -->W, die für schalldämmende Vorsatzschalen verwendet werden können.
    • Als kleines s` das Kurzzeichen für die dynamische Steifigkeit.

Saarinen

    Eliel Saarinen (1873-1950) finnischer Architekt der 1923 in die USA umgesiedelt ist, sein Sohn Eero Saarinen (1910-1961) auch Architekt erstrebte die moderne und funktionsgerechte Formgebung.

Sacharow

    Adrian Dmitrijewitsch Sacharow ( 1761-1811) war ein russischer Architekt.

SächsBO

    Abkürzung für Sächsische Bauordnung.

Sachverständige

    Dies sind Personen, die auf einem bestimmten Gebiet eine spezialisierte Fachkenntnis besitzen, sie treten als Gutachter mit besonderen Fachkenntnissen auf, die sie sich durch Ihre Ausbildung bzw. Spezialisierung von Fachwissen erworben haben. Für Begutachtungen zu einem gerichtlichen Verfahren ist es nicht zwingend nötig einen “Öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen” zu konsultieren. Diese werden zwar oftmals vom Gericht bevorzugt, jedoch spielt die Art des Sachverständigen grundsätzlich keine erhebliche Rolle, sofern eine geeignete fachliche Qualifikation vorliegt. Bei den, vom Gericht beauftragten Sachverständigen, findet die Honorierung nach den Vorschriften des Gesetztes über die “Entschädigung von Zeugen und Sachverständigen” (ZSEG) statt. Auch hierbei spielt es keinerlei Rolle, ob der Sachverständige öffentlich bestellt, amtlich anerkannt oder zertifiziert ist oder ohne jegliche staatliche Zulassung tätig wird. Der Begriff Sachverständiger ist weder geschützt noch gesetzlich festgeschrieben, somit sollte die Fachkenntnis des Sachverständigen grundsätzlich überprüft werden (Ausbildung, Berufserfahrung etc.) - mangelhafte Fachkenntnisse kommen auch bei zertifizierten bzw. bestellten und vereidigten oder anderweitig amtlich anerkannten Sachverständigen durchaus vor. Sachverständige werden wie folgt unterschieden:

    • Öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige
    • Amtlich anerkannte Sachverständige
    • “Freie” Sachverständige
    • Behörden als Sachverständige

Sachwalter

    Im juristischen Sinne gilt der Architekt aufgrund seiner besonderen Spezialkenntnisse und dem damit verbundenen Vertrauen zum Auftraggeber als Sachwalter. Auch ohne expliziter vertraglicher Vereinbarung lassen sich hieraus weitgehende vertragliche Nebenpflichten herleiten wie z.B. Beratungs-, Treue-, Verschwiegenheits-, Aufbewahrungs- und Auskunftspflichten.

Sachwert

    Einer Immobilie, setzt sich aus Grundstückswert mitsamt ihren Außenanlagen und dem Gebäudewert zusammen.

Sackrisse

    Dies sind kurze, überwiegen horizontal durchhängend verlaufende Risse mit einer Länge von 10-20 cm. Die Rissbreite können bis ca. 3 mm betragen. Hohlstellen sind im Bereich der unteren Rissflanke möglich. Sackrisse entstehen im noch plastischen Mörtel.

    • Bei zu dickem Putzauftrag (in einer Lage).
    • Bei einer schlechten Haftung auf dem Putzgrund ( z.B. bei wenig saugfähigen oder nassen Putzgrund ).
    • Bei zu langem oder starkem Verreiben der Putzoberfläche.
    • Bei zu weicher Konsistenz des Putzmörtels.

Sackung

    Dies ist u.a. die lotrechte Verschiebung des anstehenden Bodens infolge lastunabhängiger Umlagerung des Korngerüsts bei starker Austrocknung oder Durchnässung nichtbindiger Böden.

Safe

    Verschließbares Tresorfach, zumeist ein feuer- und diebstahlsicherer Geldschrank der schon bei der Planung eines Hauses berücksichtigt werden sollte, da er oft in das schon fertig gebaute Haus nachträglich nicht mehr eingebaut werden kann (je nach Größe).

Saftverdrängungsverfahren

    Auch als Boucherieverfahren betitelt ist dies ein Verfahren zur Einbringung von Holzschutzmittel in frische, ungeschälte, gefällte Baumstämme, als Vollholzschutz. Die frischen Baumstämme werden hierbei zur Beschleunigung des Saftflusses zum Zopfende geneigt gelagert und an den Stammenden durch abgedichtete Kappen an Hochbehälter mit Schutzsalzlösungen angeschlossen. Die Salzlösung drängt, solange die Zellen noch nicht geschlossen sind, den Saft bis zum Austritt am Zopf vor sich her. I.d.R. liegt die Fließgeschwindigkeit der Salzlösung bei ca. 1m pro 24 Std.

Sägedach

    -->Sheddach

Sagunto

    Spanische Bezeichnung für ein antikes Theater oder Festung.

Saisonarbeiter

    Dies sind Arbeiter, welche jedes Jahr nur zu gewissen Jahreszeiten bzw. Monaten arbeiten.

Saisonspeicher

    Diese ermöglichen das Speichern von solarer Energie vom Sommer über Wochen/Monate zum Heizen von Räumen im Winter.

Saisonwanderungen

    Dies ist die Bezeichnung für die regelmäßige Wanderung von Arbeitskräften in Regionen oder Ländern in welchen Saisonarbeiter eingesetzt werden.

Saitenwürmer

    Diese dünnen Insektenparasiten sind eine Spezie der Holzwürmer.

Sakralbauten

    Sakralbauten (lat. sacer = heilig), sind Bauten die für Gottesdienste, Opferungen und andere rituelle oder kultische Handlungen religiöser Gemeinschaften genutzt werden oder wurden, wie z.B. Kirchen, Kapellen, Tempel, Synagogen, Moscheen, Stubas etc.

Sakramentshäuschen

    Dies ist der Behälter, welcher meist aus Stein gefertigt ist und neben dem Altar steht, er dient zur Aufbewahrung für geweihte Hostien.

Sakristei

    Raum zur Aufbewahrung der liturgischen Geräte und Gewänder sowie der Umkleideraum für Geistliche, Nebenraum in der Kirche.

Sal

    -->Yello Balau

Salamonica

    Im spanischen Barock häufig vorkommende Form der gedrehten Säule.

Sales Promotion

    Englisch für Verkaufförderung.

Salon

    Bezeichnung für ein Empfangs- oder Besuchzimmer.

Salpeter

    Salpeter ist der Überbegriff für die Salze der Salpetersäure (Nitrate). Es wird hierbei wie folgt unterschieden:

      • Ammonsalpeter/Ammoniumnitrat; Kurzbezeichnung: NH4NO3. Ammonsalpeter entsteht durch Neutralisation von Ammoniak mit Salpetersäure. Eingesetzt wird es für die Herstellung von Düngemitteln und gewerblichem Sprengstoff.
      • Barytsalpeter/Bariumnitrat; Die chemische Verbindung Bariumnitrat, ist das Barium-Salz (weißer, kristalliner Feststoff), der Salpetersäure. Bariumnitrat wird u.a. in der Pyrotechnik zur Herstellung von Feuerwerkskörpern und farbigen Wunderkerzen verwendet, weil es Flammen grün färbt und gleichzeitig ein Oxidationsmittel ist.
      • Chilesalpeter/Natriumnitrat/Natronsalpeter; Kurzbezeichnung: NaNO3.Das Natriumsalz der Salpetersäure ist eine hygroskopische, weiße Substanz mit einem Schmelzpunkt von 310 °C und einer Dichte von 2,62 g/cm3. Nitrate selbst sind unbedenklich. Problematisch ist ihr Einsatz, weil sie in Nitrite umgewandelt werden. Diese Umwandlung ist im Lebensmittel, aber auch im menschlichen Körper möglich. Nitrite wirken gefäßerweiternd und blutdrucksenkend. In höheren Dosierungen können sie zu akuten Vergiftungserscheinungen führen. Nitrit kann im menschlichen Körper zu stark krebserregenden Nitrosaminen umgewandelt werden. Natriumnitrat wird auch als Natronsalpeter oder Chilesalpeter bezeichnet.
      • Kalisalpeter/Kaliumnitrat; Kaliumnitrat, im allgemeinen Sprachgebrauch besser bekannt als Salpeter, im speziellen als Kalisalpeter, ist eine chemische anorganische Verbindung. Es ist unter Normalbedingungen das feste Nitratsalz des Kaliums und kann bei höheren Temperaturen als hervorragendes Oxidationsmittel dienen.
      • Kalksalpeter Kalziumnitrat

    Historisch sind vor allem Kali- und Chilesalpeter als Sauerstoffspender im Schwarzpulver von Bedeutung.

Salzbildner

    -->Halogene

Salze

    Bestehen aus Ionen sie sind elektronische Teilchen, Salze in festem Zustand bilden ein Ionengitter. In Flüssigkeiten lösen sich Salze auf. Bildung von Salzen, Metallhydroxide + Säure werden mit Salz und Wasser Neutralisiert.  Reaktionen von Metallen mit Nichtmetallen ergeben Salze. Auf diese Weise sind lediglich die Salze bildbar, die aus maximal 2 verschiedenen Elementen bestehen. Salze sind Verbindungen von Metallen plus Säurresten. Die Wasserbildung ist die treibende Ursache beim entstehen einer Säure.

Salzsäuretest

    Z.B.: -->Kalkgehaltprüfung

Salzschäden

    Salze können beträchtliche Mengen an Wasser (auch aus der Luft) binden und im Baustoff einlagern. Diese Eigenschaft, Hygroskopizität genannt, ist je nach Art und Löslichkeit der Salze unterschiedlich ausgeprägt. Das bekannteste, aber bei weitem nicht einzige bauschädliche Salz ist Salpeter. Noch häufiger treten Sulfate und Chloride auf. Im Wechsel zwischen Durchfeuchtung und Trocknung lösen und kristallieren sich die eingelagerten Salze und vergrößern dabei ihr Volumen. Durch den Eintrag von Schadgasen (Schwefeldioxid, nitrose Gase), aber auch durch belastetes Grund- oder Regenwasser (Saurer Regen) kommt es zur Bindemittelumwandlung (Kalk wandelt sich in treibenden Gips um). Die deutlich sichtbaren Auswirkungen aller drei Schadensmecha- nismen: Ausblühungen und Abplatzungen, die letztlich der Bausubstanz schwere Schäden zufügen.

Sammelleitungen

    Kurzbezeichnung: SL. Dies sind liegende Abwasserleitungen, welche frei zugänglich und normalerweise an der Kellerdecke oder an den Kellerwänden angeordnet sind.

Sammelschacht

    • Anlagen, welche die Lüftung von Bädern und Spühlaborten in Gebäuden ohne Außenfenster ermöglichen, ohne zu viele Gruppen von Einzelschächten anlegen zu müssen.
    • Anlagen, welche in wasserdichter Ausführung zum Sammeln des aus einzelenen Wasserfassungen gewonnenen Wassers dienen.

Sammler

    • Als Abwasserleitung ein Kanal zur Aufnahme des aus Teilgebieten abgeleiteten Abwassers.
    • Allgemein ist dies ein Gefäß oder Behälter in welchem Gase oder Flüssigkeiten aus Zuleitungen gesammelt und ggf. weitergeleitet werden.

Samstag

    Samstage sind in der Bundesrepublik Deutschland Werktage auch wenn dieser Tag in vielen Tarifverträgen kein regulärer Arbeitstag ist. Bei Verträgen ist es allerdings so, dass die Floskel “ Lieferung binnen einer Woche nach Vertragsabschluss” oder bei anderen Fristabläufen, den Samstag nicht berücksichtigt - hier tritt dann der nachfolgende Werktag (Montag) ein.

Sand

    Dies ist die Betitelung für Böden mit einem Größtkorn von 0,063 mm < d < 2 mm.

Sandfang

    Ein Sandfang ist eine zur Abscheidung von Sand notwendige technische Einrichtung bei der Abwasserreinigung.

Sandfilterschächte

    Dies betitelt die Filtereinrichtung, in welcher die biologische Reinigung des mechanisch vorgeklärten Abwassers in mehreren übereinander angeordneten Sand- und Bödenkörperfilter innerhalb eines Schachtes erfolgt.

Sandstein

    Sedimentgestein: verschiedenfarbig, sandkörnig geschichtet, sehr gute Bearbeitbarkeit, fest und zäh, verwitterungsgefährdet.

sandstrahlen

    Dies ist eine Oberflächenbehandlung welche unter Druck mit Sand erfolgt, wie z.B. das Reinigen von Klinker- oder Natursteinfassaden oder auch Metallteilen, zum Aufrauhen von Holzoberflächen, Mattieren von Glas u.v.m..

Sandwichelemente

    Diese bestehen aus dünnwandigen, leicht profilierten oder glatten Blechen, die durch ein Füllmaterial schubweich miteinander verbunden sind. Sandwichelemente werden hauptsächlich für Wandkonstruktionen verwendet.

Sanierputze/Saniergrundputze

Eigenschaften von Saniergrundputz nach WTA

Eigenschaft

Maßeinheit

Anforderung

Qualitätssicherung

 

 

 

Eigenüberwachung

Fremdüberwachung

Frischmörtel

 

 

 

 

Konsistenz

Luftporengehalt

cm

V-%

17,0+0,5

   >20

1mal/5 Prod.tage

1mal/5 Prod.tage

1mal/Jahr

1mal/Jahr

Festmörtel

 

 

 

 

Wasserdampfdiffusionswiderstandszahl 2) µ

Druckfestigkeit d

Kap. Wasseraufnahme W24

Wassereindringtiefe h

Porosität3)

-

N/mm²

kg/m²

mm

V-%

<18

 Sanierputz

>1,0

>5

>45

-

1mal/6 Monate

1mal/6 Monate

1mal/6 Monate

-

-

1mal/Jahr

1mal/Jahr

1mal/Jahr

1mal/Jahr

1) Richtwert Herstellerangabe maßgebend

2) Ausgleichsputze; Porengrundputz nur bei Erstprüfung und nach Rezepturänderung

3) Nur Porengrundputze

Eigenschaften von Sanierputz nach WTA

Eigenschaft

Maßeinheit

Anforderung

Qualitätssicherung

 

 

 

Eigenüberwachung

Fremdüberwachung

Frischmörtel

 

 

 

 

Konsistenz

Rohdichte Q1

Luftporengehalt

Wasserrückhaltevermögen

Verarbeitbarkeit

cm

kg/dm³

V-%

%

cm

17,00,51)

keine

>25

>85

<32)

1mal/5 Prod.tage

1mal/5 Prod.tage

1mal/5 Prod.tage

1mal/6 Monate

1mal/5 Prod.tage

1mal/Jahr

1mal/Jahr

1mal/Jahr

1mal/Jahr3)

1malJahr

Festmörtel

 

 

 

 

Rohdichte Q2

Wasserdampfdiffusionswiderstandszahl µ

Biegezugfestigkeit bz

Druckfestigkeit d

Festigkeitsverhältnis d/bz

Kap. Wasseraufnahme W24

Wassereindringtiefe h

Porosität

Salzresistenz

kg/dm³

-

N/mm²

N/mm²

-

kg/m²

mm

V-%

-

<1,4

<12

-

1,5-5

<3

>0,3

<5

>40

bestanden

1mal/6 Monate

-

1mal/6 Monate

1mal/6 Monate

1mal/6 Monate

1mal/6 Monate

1mal/6 Monate

-

-

1mal/Jahr

1mal3)

1mal/Jahr

1mal/Jahr

1mal/Jahr

1mal/Jahr

1mal/Jahr

1mal/Jahr

1mal3)

1) Richtwert für Ausbreitmaß, Herstellerangabe maßgebend

2) nach 15 min Lagerdauer darf das Ausbreitmaß (Konsistenz nach 5.2.1) höchstens 3 cm abnehmen

3) nur bei Erstprüfung und nach Rezepturänderung

Saniersysteme - Verarbeitung

    • Nach dem Putzabschlagen und Fugenauskratzen das abgeschlagene (= belastete) Material sofort entfernen.
    • Mauerwerk entstauben. Bei Verwendung von Druckreinigern möglichst wenig Wasser einsetzen (Nebel).
    • Sanier-Vorspritzmörtel, mit Ausnahme von größeren Natursteinflächen, immer netzförmig (ca. 50 - 60 % der Fläche) aufbringen, Trocknungszeit bis zum Auftrag des Grundputzes 3 - 5 Tage.
    • Vorsicht:  Bei Verwendung von Salzbehandlungsmitteln müssen Glasflächen,  Feinsteinbänke, sowie alle empfindlichen Oberflächen abgeklebt bzw. mit Folie  geschützt werden. Verarbeitungsgeräte auswaschen.
    • Bei höheren Salzbelastungen immer mehrlagig arbeiten (Porengrundputz).
    • Jede aufgebrachte Putzschicht muß für nachfolgenden Putzauftrag oberflächlich aufgerauht werden (entfernen der Sinterhaut).
    • Mindest-Austrocknungszeiten pro mm Putzstärke = 1 Tag.
    • Auf geeignete, systemverträgliche Endbeschichtungen ist zu achten (Wasserdampfdurchlässigkeit).
    • In Innenbereichen mit hoher Luftfeuchtigkeit, z. B. Kellerräume, muß für ausreichende Abtrocknungsmöglichkeit gesorgt werden (vorsichtiges Heizen, Luftentfeuchtung).
    • Fehlende Horizontal- bzw. Vertikalabdichtungen schränken die Lebensdauer eines Sanierputzsystems ein.
    • Die in Abhängigkeit vom Versalzungsgrad, gemäß dem technischen Regelwerk (WTA-Richtlinien), vorgeschriebenen Mindestputzstärken sind unbedingt einzuhalten.
    • Zur Erzielung des optimalen Luftporengehaltes sind Sanierputze nach Möglichkeit mit offenen Systemen zu verarbeiten. Bei Verwendung von Feinputzmaschinen ist der Einsatz von geeigneten Nachmischern und Schneckenmänteln zwingend vorgeschrieben.

    Zur Beachtung: Sanierputze WTA sind aufgrund ihrer Festmörteleigenschaften frostbeständig und daher auch im Sockelbereich anwendbar. Dies gilt jedoch nicht für ungeschützte Deckschichten (Feinputz, Edelputz) auf Sanierputzen, die im Sockelbereich bzw. ins Erdreich ausgeführt werden sollen. Aufgrund ihres Saugverhaltens sind derartige Putzflächen vor Wasseraufnahme mittels  geeigneten Materials (Hydrophobierung/Absperrung) zu schützen.

Sanierung

    Das Bewohnbarmachen oder Modernisierung eines Gebäudes oder Gebäudeteils.

Sanierungssatzung

    Dies ist die Bezeichnung für die Möglichkeit einer Gemeinde, ein Gebiet, in welchem eine städtebauliche Sanierung durchgeführt werden soll, durch Beschluss förmlich als Sanierungsgebiet festzulegen.

Sanitärgegenstände

    Hierbei wird unterschieden in:

    • Sanitäre Einrichtungen in Bad/WC, z.B. Waschtisch, Urinal,etc.
    • Sanitäre Einrichtungen in der Küche, z.B. Schränke, Külschrank, Kochstelle etc.
    • Sanitäre Einrichtungen im Hausarbeitsraum, z.B. Schränke, Arbeitsplatte, Waschmaschine etc.

Sanitärraum

    Dies ist ein Raum der allgemein der Hygiene dient und zur Körperpflege bestimmt ist.

Sanitärzelle

    Diese ist vorgefertigt aus Stahlbeton, Kunststoff oder in Mischbauweise als Block- oder Einzelelement (einschl. der erforderlichen Sanitärgegenstände).

Sankt-Elms-Feuer

    -->Büschellicht

Sanktuarium

    Der Altar- oder Reliquienraum.

Saphir

    Saphir (von griechisch sapheiros = blau) ist eine, durch Eisen blau gefärbte Art des Korunds, zu welchem auch der Rubins zählt. Der Farbton des Saphirs wird durch seinen Titangehalt bestimmt. Die Betitelung Saphir wird oft auch für farblose, gelbe, grüne, rosenrote, violette und schwarze Abarten verwendet, die ihre Färbungen teilweise durch einen unterschiedlichen Oxidationszustand des färbenden Eisens verdankt. Die chemische Formel lautet Al2O3.

Sapine

    Ein Werkzeug zum Wegziehen von Baumstämmen.

SAPOS

    Abkürzung für Satelliten- Positionierungsdienst der deutschen Landesvermessung.

Saprobien

    Die Saprobien, tierische und pflanzliche Bewohner von Fäulnisstoffen verunreinigter Gewässer, bauen den organischen Gehalt des Wassers ab und bewirken so eine biologische Selbstreinigung des Wassers.

Saprobienindex

    Dieser ermittelt sich aus den Populationsanteilen von Indikatororganismen (Saprobien), die für bestimmte Gewässerverschmutzungsgrade charakteristisch sind. -->Gütegliederung von Fließgewässern

Saprobienstufe

    -->Gütegliederung von Fließgewässern

Saprobiensystem

    Der Begriff Sapronien (Saprobität) ist abgeleitet von gr. saprós = faul, bios=leben. Dies ist ein System zur Ermittlung des biologischen Verschmutzungsgrades (Saprobie) von Fließgewässern und Einordnung in Gewässergüteklassen anhand des Saprobienindex (-->Gütegliederung von Fließgewässern). Dazu nutzt man die im Gewässer aufgefundenen Saprobionten (verschiedene Arten von Pilzen, Bakterien und Protozoen, Kleinkrebsen und Insektenlarven) als Bioindikatoren.

Saprobität

    Laut Prager Konvention lautet die Definition der Saprobität wie folgt: Saprobität ist im Rahmen der Bioaktivität des Gewässers die Summe aller der Primärproduktion gegenüberstehenden Umsatzprozesse, also der mit einem Verlust an potentieller Energie verknüpften Vorgänge. Siehe auch -->Saprobiensystem und -->Gütegliederung von Fließgewässern.

Sapropel

    -->Faulschlamm

Satellitenempfang

    Dies betitelt den Empfang von Satellitenprogrammen mittels einer auf dem Dach, Balkon oder auch anderswo aufgebauten Empfangsanlage bestehend aus einer schüsselförmigen Parabolantenne (inkl. LNB) und einem Satellitenreceiver.

Satellitennavigation

    Dies ist die Positionsbestimmung durch Beobachtung der Funksignale von mind. vier GPS-Satelliten.

Satin

    Früher als englisches Leder bezeichnet ist Satin ein Gewebe das mit einer Atlasbindung hergestellt wird. Satinstoffe sind auf einer Seite glänzend und auf der anderen matt. Hergestellt wird Satin oftmals aus Fasern wie z.B. Seide, Baumwolle, Viskose oder div. synthetischem Material.

Satinè

    Holzart. Das harte Holz ist fest, und schwer. Es lässt sich gut bearbeiten drechseln, messern und schälen. Gehobelte Flächen werden sehr glatt und glänzend. Satiné lässt sich gut leimen, lackieren und polieren. Das Holz schwindet mässig, ist dauerhaft und beständig. Sehr dekorativ. Verwendungsbereich: Innenausbau, Möbelfabrikation, Luxusgegenstände, Intarsien und in der Furnierindustrie.

Satinato

    Dies ist die Betitelung für einen Werkstoff der einseitig aufgerauht ist, z.B. -->Satinato Glas.

Satinato Glas

    Dies ist die Betitelung für einseitig aufgerauhtes Glas (Mattglas).

Satteldach

    Dies ist eine einfache Dachform aus zwei, sich im First schneidenden, gegeneinander geneigten Dachflächen.

Sattelschiene

    Profilschiene aus verzinktem Stahl oder Aluminium als untere Führung einer Schiebetür bzw. zum festen und dichten Aufsitz einer Hebetür.

Sättigungsdruck

    Der Wasserdampfsättigungsdruck ist dann erreicht, wenn die Luft keinen Wasserdampf aufgrund des erreichten Sättigungsgrades mehr aufnehmen kann und das Wasser kondensiert.

Sättigungsgrad

    Kurzbezeichnung: S. Dies ist der Quotient aus der vorhandenen Masse des Wassers in einem porösem Körper oder in der Luft und der maximal aufnehmbaren Masse des Wassers.

Sättigungszustand

    Dieser entspricht dem Sättigungsgrad gleich 1.

Satz von Betti

    -->Betti

Satz von Castigliano

    -->Castigliano

Satz von Maxwell

    -->Maxwell

Satzung

    Dies ist ein von der kommunalen Legislative erlassenes Gesetz.

Sauberkeitsschicht

    Dies ist eine Schicht (oftmals aus Beton) zur Trennung des frischen Betons von der vorhandenen Baugrundoberfläche.

Sauerstoffindex

    Kurzbezeichnung: OI. Dies betitelt die minimale Konzentration von Sauerstoff in einem Sauerstoff/Stickstoffgemisch, die das Brennen mit Flamme eines Materials unter bestimmten Prüfbedingungen gerade noch ermöglicht.

Saugbagger

    Dies ist ein Nassbagger, bei welchem das Lösen von Lockergestein und der Transport durch Saugstrom erfolgt. Es wird unterschieden in:

    • Grundsauger
    • Schneidkopfsauger
    • Schleppkopfsauger

Saugdruck

    Dies ist der Druckunterschied zwischen dem Porenwasserdruck und dem Gesamtdruck der Umgebung.

Saugleitung

    Dies ist eine Schlauch- oder Rohrleitung durch die Flüssigkeit mittels seiner Fördereinrichtung durch Unterdruck gehoben wird.

Säule

    Stützglied im Steinbau mit kreisförmigem Grundriß, im Fachwerk jedes senkrechte Holz.

Säulenordnungen

    Die proportionierung der klassischen Säulen und Gebälke.

Sauna

    Dies ist die allgemeine Bezeichnung für ein Heißluftbad, i.d.R. mit einer Lufttemperatur von 80 bis 90 °C.

Säurebindungsvermögen

    -->Säurekapazität

Säurehärtende Lacke

    Dies sind Lacke, die aus zwei Komponenten bestehen, der Harzlösung, meist Harnstoffharz, und dem Härter, eine Säure oder saure Salzlösung. Nach dem Mischen der beiden Komponenten erhärtet der Lack durch Polykondensation.

Säurekapazität

    Dieser Messwert ist ein Maß für die Pufferkapazität des Wassers gegenüber Säuren und damit verantwortlich für die pH-Wert-Stabilität. Hat das Wasser eine hohe Säurekapazität, so ändert sich durch die Zugabe geringer Säuremengen der pH-Wert kaum. Die Säurekapazität des Wassers gibt an, wie viel Säure - z.B. Salzsäure - durch eine definierte Wassermenge bis zum Einstellen eins pH-Wertes von 4,3 verbraucht wird (KS4,3). Je mehr Säure dabei verbraucht wird (Säurebindungsvermögen), desto höher ist die Säurekapazität und damit die Pufferkapazität des Wassers. Maßgeblich wird die Säurekapazität durch die Konzentration der im Wasser gelösten Hydrogencarbonate von Calcium und Magnesium bestimmt. Hat ein Oberflächengewässer eine hohe Säure- oder Pufferkapazität, dann führen Säureeinträge (z.B. saurer Regen) nicht zu einer pH-Wert-Änderung, so dass die im Wasser lebenden Organismen nicht geschädigt werden.

Säuren

    Säuren sind Wasserstoff-Nichtmetallverbindungen, sie entstehen in Verbindung mit Wasser.

Säureschutz

    Dies sind gegen den baustoffzerstörenden Einfluss von Säuren und Salzlösungen gerichtete bautechnische Maßnahmen.

Säuretest

    Z.B.: -->Kalkgehaltprüfung

Saxony

    -->Hochflor

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Sb

    Abkürzung für -->Antimon.

Biobaustoffe klein
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Sc

    Abkürzung für Scandium.

Scagliola

    Stuckmarmor, ein aus verschiedenfarbigen Pasten gefertigter Innenputz.

SCC

    Abkürzung für self compacting concrete (selbstverdichtender Beton).

Schablone

    Aus Pappe, Holz oder Blech hergestellte Vorlage zum wiederholten auftragen eines Motivs.

Schabotte

    Dies ist ein Unterbau eines Maschinenhammers.

Schacht

    • Einstiegschacht einer Kanalisation.
    • Senkrecht geführtes Bauteil mit geschlossenem, meist rechteckigem Querschnitt.
    • Senkrecht oder schräg in den Boden geführter Aushub oder Ausbruch, mit oder ohne Umfassung.
    • -->Bandstock

Schachtabdeckung

    Dies ist ein Schachtdeckel als Abschluss der Einstiegsschächte unterirdischer Leitungssysteme in Höhe der Straßenoberfläche.

Schachtbrunnen

    Dies ist ein, durch Ausschachtung hergestellter Brunnen.

Schachtdraht

    -->Bandstock

Schachtgrube

    Diese dient als Sicherheitsraum im Fahrschacht (eines Aufzuges) für Wartungsarbeiten am Fahrkorb und zur Aufnahme der Aufsetzpuffer.

Schachtkopf

    Dies ist der obere Abschluss des Fahrschachtes eines Aufzuges o.ä. und dient als oberer Sicherheitsraum.

Schachtpegeldifferenz

    Kurzbezeichnung: DK.Dies betitelt die Differenz zwischen dem mittleren Schallpegel in der Nähe der Schachtöffnung im Senderaum und dem mittleren Schallpegel in der Nähe der Schachtöffnung im Empfangsraum, wenn zwei Räume durch einen Schacht oder Kanal verbunden sind.

Schachtring

    Dies ist ein Rohring aus Stahlbeton, Beton von gleichbleibender Wanddicke mit Falzverbindung für Einstiegsschächte, Senkbrunnen, Grundstückskläranlagen etc. aus Stahl zur Aussteifung der Verschalung eines Vorschachtes im Großbrunnenbau.

Schachtschein

    Der Schachtschein (auch Leitungsauskunft) enthält Auskunft über Versorgungsleitungen zu/von einem Bauwerk o.ä. , z.B. von den Versorgungsträgern der Wasser-, Abwasser-, Energie-, Gas- oder der Telefongesellschaften.

Schachtschleuse

    Dies ist eine Schiffsschleuse mit einer großen Fallhöhe, deren Schleusenkammer über der Durchfahrtsöffnung zum Unterwasser hin mit einer Quermauer abgeschlossen ist.

Schachtüberfall

    Dies ist das Einlaufbauwerk, einer im Speicherbecken stehenden Hochwasserentlastungsanlage.

Schadensersatz

    Wird nach BGB- §§ 659 ff. eingeklagt.

Schadensversicherung

    Schadensversicherungen sichern gegen ganz bestimmte Schäden und ganz bestimmte Folgen ab, wie z.B. Strumversicherung, Feuerversicherung etc.

Schadsalzkonzentrationen

    Schadsalzkonzentrationen im Putz werden in 5 Stufen eingeteilt:

    • Stufe 0: Eine Schädigung ist auszuschließen.
    • Stufe 1: Es besteht eine geringe Belastung, die bei gleichzeitiger kapillarer Wasserzufuhr zur langsamen Schadensbildung führen kann.
    • Stufe 2: Es besteht eine mittlere Belastung; die Haltbarkeit des Putzes ist verkürzt.
    • Stufe 3: Es liegt eine erhöhte Belastung vor, die die Haltbarkeit des Putzes und von Anstrichen beträchtlich verkürzt; sichtbare Flecken können auftreten.
    • Stufe 4: Bei dieser Stufe sind neue Schäden schon nach kurzer Zeit zu erwarten.

Schadstoffentfrachtung

    Dies betitelt die gezielte Entfernung von Schadstoffen und schadstoffbelasteten Produkten aus Abfällen.

Schaffußwalze

    Dies ist ein schwerer Walzenkörper der i.d.R aus Stahlblech mit aufgeschweißten kubischen oder zylindrischen Körpern hergestellt ist und zum Nachzerkleinern/-zertrümmern von Gestein sowie zum Verkneten und Aufrauhen von Böden bei Verdichtungsarbeiten im Erdbau dient.

Schaftring

    -->Wirtel

Schafwolle als Dämmstoff

    Diese Dämmstoffe werden aus den Haaren von Schafen gewonnen und in Form von Stopfwolle, Matten oder auch Platten verarbeitet. Zum Schutz vor Schädligen werden Schafwolldämmstoffe mit z.B. Mitin als Mottenschutzmittel und Borax als Brandschutzmittel behandelt. -->nachwachsende Rohstoffe.

Schalbretter

    Dies sind Bretter (mit einer Länge von ca. 3 und 5 m, einer Breite von ca. 8 und 15 cm und einer Stärke von 18, 20, 22 und 24 mm) mit welchen man eine -->Schalung herstellen kann. Schalbretter sind i.d.R. aus Tannen- oder Fichtenholz und deren Gütemerkmale werden hinsichtlich der Astgrößen, Harzgallen und Rissen sortiert.

Schale

    In der Regel handelt es sich hierbei um ein gekrümmtes Flächentragwerk. Es wird unterschieden in:

    • Zylinderschalen
    • HP-Schalen
    • Konoidschalen
    • Freie Schalenform

Schälen bei Fahrbahnen

    Damit das Regenwasser nicht auf der Fahrbahn steht wird z.B. das -->Bankett geschält, das heißt z.B. deren Bewuchs abgetragen. Wird Straßenbelag direkt geschält, z.B. zur Fahrbahnerneuerung, dann wird die oberste Schicht, die Fahrbahn (der Teil der Straße der befahren wird i.d.R. Asphalt, bei Autobahnen Gussasphalt oder Beton) abgetragen (geschält).

Schalenrisse

    Dies sind Oberflächenrisse, sie entstehen z.B. wenn in oberflächennahen Schichten die Zugfestigkeit des Betons überschritten wird, weil die Oberfläche durch Verdunsten des Wassers schwindet oder sie sich stärker abkühlt als das Innere des Betons. Diese Risse reichen meist nur wenige cm in den Beton  hinein und sind im allgemeinen nur wenige Zehntel mm breit.

Schalfuge

    Dies ist die Betitelung für eine konstruktionsbedingte Fuge, die durch die -->Schalung entsteht.

Schalholz

    Balken, Bohle, Kantholz oder dgl. für die Unterkonstruktion oder Stützung einer -->Schalung.

Schall

    Schall breite sich durch mechanische Schwingungen und wellen in festen Körpern und Gasen aus.

Schallabsorption

    Dies betitelt den Verlust an Schallenergie bei Reflexion an den Begrenzungsflächen eines Raumes oder an den Personen oder Gegenständen in einem Raum.

Schallabsorptionsgrad

    Dies ist das Verhältnis der nicht reflektierenden zur auftreffenden Schallenergie.

Schallbrücken

    Sind zum Beispiel Verbindungen des schwimmenden Estrichs mit den umgebenden Mauern bzw. der Rohdecke. Auch über Installationsrohre, Türzargen usw. wird Körperschall übertragen. Schallbrücken verschlechtern sehr stark die Trittschalldämmung von Decken und sind deshalb unbedingt zu vermeiden. Daher: Randstreifen auch bei Zargen und Installationsrohren verwenden. Dämmstoffe sorgfältig ohne Fugen verlegen.

Schalldämmmaß

    Dies ist ein im Labor ermittelter Wert (RW) welcher die erforderliche (Mindest-)  Luftschalldämmung zum Schutz gegen Schallübertragungen aus einem fremden Arbeits- oder Wohnbereich etc. in Dezibel (dB) angibt. Diese Werte sind in der DIN 4109 (Schallschutz im Hochbau) festgehalten.

Schalldämm-Maß von Außenbauteilen

Schalldämmung

    -->Dämmung.

Schalldruck

    Kurzbezeichnung: p. Dies betitelt den Wechseldruck, der durch die Schallwellen in Gasen oder Flüssigkeiten erzeugt wird und sich mit dem statischen Druck überlagert.

Schalldruckpegel

    Kurzbezeichnung: L. Dies sit der zehnfache Logarithmus vom Verhältnis des Quadrats des jeweiligen Schalldrucks p zum Quadrat des festgelegten Bezugsschalldruck. Schalldruckpegeldifferenz und Schalldruckpegel werden in der Einheit Dezibel angegeben.

Schallpegeldifferenz

    Kurzbezeichnung: D. Dies ist die Differenz zwischen dem Schallpegel im Senderaum und dem Schallpegel im Empfangsraum. Sie ist abhängig davon, wie groß die Schallabsorption durch Begrenzungsflächen und Gegenständen im Empfangsraum ist.

Schallschutz

    Unter Schallschutz versteht man alle Maßnahmen, die zu einer Verringerung oder gar zur Vermeidung von Lärmbelästigungen führen. Lärm wird oft unabhängig von der Lautstärke als störend empfunden.

Schallschutznachweis

    Der Schallschutznachweis weist nach, dass Gebäude und/oder bauliche Anlagen so errichtet und zu unterhalten sind, dass ein, ihrer Nutzung entsprechender, Schallschutz (von innen und außen) vorhanden ist. Bei diesem Nachweis sind neben den jeweils geltenden Schalschutzbestimmungen i.d.R. auch die Lärmemissionen angrenzender Straßen entsprechend zu berücksichtigen.

Schallschutztüren

    Dies sind Türen mit erhöhten Schallschutzanforderungen.

Schallschutzverglasung

    Wird durchgeführt mit -->Mehrscheibenisolierglas; erreicht durch: große Scheibendicke, unterschiedliche Dicke der Einzelscheiben, große Dicke des Scheibenzwischenraums und durch Schwergasfüllung im Scheibenzwischenraum.

Schälriß beim Holz

    Holzfehler: Spannungen entstehen durch große Hitze oder großen Frost oder durch Aufschlagen des Stammes beim Fällen, das Holz reißt. Dieses Holz ist als Bauholz unbrauchbar oft setzt sich in den schälrissen auch der Ringfäulepilz ab.

Schaltafel

    Dies sind Holztafeln (zumeist im Format 150 * 50 cm und einer Stärke von ca 2 cm) mit einer Metalrahmung (Formstabilität) mit welchen man eine -->Schalung herstellen kann. Schaltafeln sind i.d.R. aus Tannen- oder Fichtenholz hergestellt.

Schaltpläne

    Diese zeigen z.B. bei komplizierten Stahlbetonbauten die Draufsicht, wobei darunter liegende Bauteile gestrichelt eingezeichnet sind.

Schaltungen

    In der Elektroinstallation wird folgendermaßen unterschieden:

    • Relaisschaltung: Hierbei werden über Tastschalter in Verbindung mit einem Stromstoßrelais von beliebig vielen Stellen ein oder mehrere Verbraucher geschalten.
    • Kreuzschalter: In Verbindung mit zwei Wechselschalter wird hierbei die Schaltung von einer oder mehreren Verbrauchern von drei oder mehreren Stellen geschalten.
    • Wechselschalter: Diese schalten von zwei verschieden gelegenen Schaltern aus eine oder mehrere Verbraucher.
    • Serienschalter: Diese ermöglichen das Schalten zwei verschiedener Verbraucher oder auch einer Grupper von Verbrauchern unabhängig voneinander.
    • Ausschaltung: Diese Schalten einen Verbraucher oder eine Gruppe von Verbrauchern.

Schalung

    • Flächige oder räumliche Anordnung von z. B. Holztafeln (Schaltafeln) Brettern, Stahlblech, Kunststoffelementen zur Formgebung und Abstützung von Betonbauteilen bis zur Erhärtung des Betons. Die Schalungsfläche selbst wird durch ein Schalungsgerüst getragen.
    • Unterlage für Dachdeckungen.
    • Wand- oder Deckenverkleidung aus Brettern.

Schalungsanker

    Dies sind Zugglieder aus Rundstahl mit Abstand haltenden Hüllrohren, zur Aufnahme des Frischbetondrucks aus senkrechte und geneigte Schalungen.

Schalungsbau

    Der Schalungsbau betitelt alle Arbeiten zur Erstellung und Entfernung von Schalungen (-->Schalung).

Schalungsöl

    Ölemulsionen oder Pasten zum Aufbringen auf die Schalungsoberflächen zur Erleichterung beim Ausschalen infolge verminderter Haftung zwischen Schalung und Beton. Schalölreste auf Betonflächen sind vor Aufbringen von Anstrichen oder Putz zu entfernen.

Schalungsrauh

    Betonoberfläche ohne weitere Bearbeitung nach Entfernen der Schalung.

Schamotte

    Feuerfester Ton findet Anwendung im Ofenbau, oft auch Bestandteil eines sogenannten Wandheizungsputz oder eines feuerfesten Mörtels.

Schamotte Mörtel

    Mörtel aus oder mit -->Schamotte.

Schamottesteine

    Diese Bausteine bestehen aus feuerbeständigem Ton mit Zusatz von Schamottemehl und dienen zum Ausbau von Öfen und Herden.

Scharblech

    -->Traufblech

Scharniere

    Dies ist z.B. die drehbare Befestigung für Fronten an Möbeln (auch -->Beschlag genannt).

Schattenfuge

    Dies ist eine gestalterisch betonte Fuge zumeist zwischen Bauteilen verschiedener Funktion.

Schätzungskarte

    Beinhaltet Ergebnisse der Bodenschätzung und ist ein Abdruck der -->Flurkarte.

Schaubendeckung

    Dachdeckungsart für Reet- und Strohdächer, bei der die Bunde (Schilf- oder Strohbündel) ungeöffnet bleiben und mit den Rispen oder Ähren nach unten auf dem Dach festgebunden sind.

Schaufelbagger

    Dies ist ein Fahrbagger welcher das Haufwerk mit einer Schaufel aufnimmt.

Schaugeschäfte

    -->Schaustellergeschäfte

Schaumbeton

    -->Porenleichtbeton

Schaumglas

    Dies ist ein geschloßenzelliger Wärmedämmstoff (exakte Bezeichnung: Silicatschaumglas), Eigenschaften sind: Wasser- und Chemikalienbeständig, Wasser- und Wasserdampfdicht, Baustoffklasse A1, E-Modul zwischen 1000 und 1200 N/mm²Wärmedurchgangskoeffizient k:= 0,045 bis 0,060 W/(mK), Rohdichte von 100 bis 150 kg/m³.

Schaumkunststoffe als Dämmstoffe

    Es werden folgende Schaumkunststoffe als Dämmstoffe unterschieden (nicht zu verwechseln mit -->Ortschaum):

    • Polysterol (Partikelschaum): Dieses sind weiße Polystrolpartikel, aufgebläht durch Expansion und thermisch verschweißt.
    • Polysterolhartschaum (extrudiert): Zumeist grün oder blau handelt es sich hierbei um harten Kunststoff der wenig biegsam ist und leicht bricht.
    • Polyurethanhartschaum: Dieser feinporige Kunststoff weist eine gelbliche Farbe auf, ist hart, wenig biegsam und bricht leicht.
    • Phenolharzhartschaum: Dies ist ein rötlicher, feinporiger Kunststoff, sehr hart, bricht leicht und ist selbstlöschend.
    • Extrudiertes Polyethylen: Dies ist ein weißer, feinporiger Kunstoff, weich und zusammendrückbar.

Schaumverhütungsmittel

    -->Entschäumer

Schaustellergeschäfte

    Hier handelt es sich um i.d.R. fliegende Bauten als:

    • Fahrgeschäfte, dies sind Anlagen, in denen Personen (Fahrgäste) durch eigene oder fremde Kraft in vorgeschriebenen Bahnen oder Grenzen bewegt werden.
    • Schaugeschäfte, dies sind Anlagen, in denen Personen (Zuschauer) durch Vorführung unterhalten werden.
    • Belustigungsgeschäfte, dies sind Anlagen, in denen sich Personen (Fahrgäste, Benutzer) zu ihrer und zur Belustigung anderer Personen betätigen können.
    • Ausspielungsgeschäfte, dies sind Anlagen, bei denen Personen (Besucher) Sachgegenstände, Speisen oder Getränke gewinnen können.
    • Verkaufsgeschäfte, dies sind Anlagen, bei denen Personen (Besucher) Sachgegenstände, Speisen oder Getränke erwerben können.
    • Schießgeschäfte einschliesslich Ausspielungs-, Verkaufs- und Schießwagen bzw. -container.

Scheibe

    Dies ist ein ebenes Flächentragwerk, welches nicht auf Biegung sondern nur durch Kräfte in Scheibenebene beansprucht wird. Die Belastungen liegen somit auf Scheibenebene.

Scheibenhaus

    Hierbei handelt es sich von der Anzahl der Wohnungen und deren Erschließungsform, im wesentlichen um die oben genannten Haustypen: Spänner-, Außengang- oder Innengangvarianten.

Scheibenoberflächentemperatur

Scheibenart

U-Wert der Verglasung in W/m²K

Innenoberflächentemperatur der Scheibe bei -10 außen und 20 °C innen

Einscheibenverglasung

5,6

-1 °C

Zwei-Scheibenisolierglas

2,9 bis 3,1

+8,4 °C

Drei-Scheibenisolierverglasung

2,1

+12,1 °C

Zwei-Scheibenwärmeschutzglas

1,1 bis 1,6

+13,8 bis +15,5 °C

Drei-Scheibenwärmeschutzverglasung

0,4 bis 0,8

+16,8 bis +17,3 °C

Scheibenschub

    Hiermit werden die Schubspannungen betitelt, welche infolge Lasteinwirkung parallel zur Wandebene entstehen. Stahlbetonrippendecken und Stahlbetonplattendecken aus Ortbeton haben ohne besonderen Nachweis eine Scheibenwirkung, sie sind in der Lage Horizontallasten aufzunehmen und weiterzuleiten.

Scheibler-Gerät

    Dient zur Kalkgehaltsmeßung von Baustoffen mit Hilfe der Volumenbestimmung des durch Säureeinwirkung entstandenen CO2 Gases.

Scheinfugen

    Dies sind Sollbruchstellen, in z.B. Betondecken, welche durch Kerben an der Oberseite der Decken hergestellt werden.

Scheitel

    Bei einem Bogen ist dies die höchste Stelle der Bogenachse.

Scheitelhaltung

    Dies betitelt die Kanalhaltung zwischen zwei Haltungen mit niedrigeren Wasserständen.

Scheitrechter Bogen

    Gemauerter, waagrechter Sturz über einer Fenster- oder Türöffnung mit keilförmiger Vermauerung der Steine, ganz oder fast ohne Stich.

Schellack

    Dies ist ein wasserhaltiges Naturharz dessen Ursprung in Indien liegt. Der ansich in trockenen Stückchen gelieferte Schellackharz wird in hochprozentigem Spiritus gelöst. Bei einer Schellack-Politur erfolgt der Auftrag zumeist mit einem Polierballen, einem reinen Leinenlappen über einem weichen Wollballen, in mehreren dünnen Schichten. Ein anschliessendes Blankreiben ergibt der typischen Glanz der Politur.

Scherben

    -->Fliesenherstellung

Scherengitter

    Zusammenschiebbares Gitter aus scherenartig verbundenen Stahl- oder Aluminiumprofilen.

Scherenpaket

    Bei Fenstern ist dies der benötigter Platz der Schere im Falz von der Oberkante der -->Stulpschiene.

Scherenrampe

    Dies ist eine Überhöhungsrampe mit stetiger Veränderung der Überhöhung bei unmittelbar aufeinander folgenden Gegenbögen.

Scherentreppe

    Bodentreppe aus Metall, deren Holme scherenartig gelagert sind und die zusammengeschoben extrem wenig Platz benötigen.

Scherfestigkeit

    Diese betitelt die Festigkeit z.B. von Böden.

Scherfuge

    Dies ist die Berührungsebene bei geschraubten oder auch genieteten Verbindungen zwischen den zu verbindenden Teilen und deren Schnittfläche durch die Schrauben.

Schergerät

    Dies ist ein Gerät zur Untersuchung der Scherfestigkeit im Labor. Hierbei werden Bodenproben senkrecht mit einer Normalspannung belastet und durch Verschiebung des Oberteils gegen das Unterteil der Probe abgeschert.

Scherlochleibungsverbindung

    Kurzbezeichnung: SL-Verbindung. Dies ist eine geschraubte Verbindung, bei welcher eine senkrecht zu den Schraubachsen wirkende Kraft durch Abscheren und Lochleibung übertragen wird.

Scherversuch

    Dies ist ein Versuch zur Bestimmung der Scherfestigkeit von Böden.

Scherzapfen

    Dies ist eine Verbindung von Holzsparren im Firstpunkt von Sparrendächern mit kleiner Spannweite.

Scheuerbeständigkeit

    Dies ist die Eigenschaft die z.B. einen Disperionsfarbanstrich bei Belastungen nicht durchscheuern läßt. Geprüft wird dieses nach DIN in einem Scheuerprüfgerät, hier muss z.B. eine Disperionsfarbe 5.000 Scheuerzyklen undurchscheuert stand halten können.

Scheuerleiste

    Dies ist eine, z.B. an Kaimauern, Schleusenkammern oder anderen Bauwerken angebrachte Vorrichtung, zum Schutz vorwiegend gegen Reibungsbeanspruchung zwischen Bauwerk und Schiff, oder Bauwerk und einem anderen Gegenstand.

Scheune

    Im Ursprünglichen ist dies ein i.d.R. ungedämmtes Holzgebäude für Tiere und/oder das Tierfutter wie z.B. Heu etc. Heutzutage werden auch oft landwirtschaftliche Gerätschaften und Maschinen darin untergebracht. Im bayerischen Bereich wird auch der Begriff Stadl hierzu verwendet.

Schichtenmauerwerk

    Natursteinmauerwerk, bei dem eine Bearbeitung der Steine nur bis zu einer bestimmten Tiefe erfolgt, je nach Art als hammerrechtes-, unregelmäßiges oder regelmäßiges Schichtenmauerwerk.

Schicht

    Dies ist eine oder mehrere Lagen aus z.B. Putz, Straßenbaustoffen, Boden etc. gleichartiger Beschaffenheit.

Schichtenmauerwerk

    -->Natursteinmauerwerk

Schichtenwasser

    Auch als schwebendes Wasser betitelt ist dies das Wasser oberhalb des Grundwassers über einer wasserstauenden Schicht. Hierbei besteht i.d.R. kein Kontakt zum Grundwasser.

Schichtholz

    Aus mit Kunstharz verleimten kleinen Brettern hergestelltes formbeständiges Bauholz für Tragkonstruktionen großer Spannweiten.

Schichtenlinie 

    -->Höhenschichtlinie

Schichtpreßstoffplatten

    Diese Ausbau-Halbzeuge, Kurzbezeichnung DKS oder HPL (= High Pressure Laminate), bestehen zu meist aus Kern- und Deckschicht, Einsatzgebiete sind: Aussenwandbekleidungen, Möbelbau oder auch Innenwandbekleidungen etc.

Schichtstoffplatte

    Extrem strapazierfähige Formplatte, bei der eine sehr widerstandsfähige Kunststoff-Deckschicht unlösbar mit einer hoch verdichteten Spanplatte verpreßt ist. Verwendung als Arbeitsplatte in Küchen oder als Fensterbank.

Schiebeflügel

    Dies ist ein Tür- oder Fensterflügel welcher durch Schieben geöffnet und geschlossen wird.

Schieber

    Dies sind Einrichtungen bei Rohrleitungen welche diese nicht nur versperren sondern auch deren Durchflussmenge regulieren können. Es wird unterschieden in:

    • Kegelstrahlschieber
    • Kugelschieber
    • Zweiwegkugelschieber
    • Ringschieber
    • Streckenschieber

Schieberhaus

    Dies ist ein Bauwerk zur Aufnahme von Armaturen und Verschlüssen, welche dem Betrieb einer Stauanlage, Wasserkraftwerk, Schiffsschleuse o.ä. dienen.

Schieberkammer

    -->Schieberhaus

Schieberkaverne

    -->Schieberhaus

Schiedsgutachtervertrag

    Darin einigen sich die Parteien auf einen Schiedsgutachter, der im Falle von Streitigkeiten einzelne Tatsachen feststellen soll.

Schiedsuntersuchung

    Dies ist eine, durch eine anerkannte Prüfstelle durchgeführte, Wiederholtung einer Kontrollprüfung.

Schiefer

    Gesteinsart: dunkelgrau; leicht spaltbar, blättrig, wasserdicht und wetterfest. Zunächst als Tonschlick auf dem Meeresgrund abgelagert und zu Tonstein verfestigt, entstand der Schiefer vor rund 350 - 400 Mio. Jahren (Devon-Zeit ) und zählt als klassisches Sediment (Ablagerungsgestein). Da Schiefer ein reines Naturprodukt ist, liegen hierbei große Qualitätsunterschiede vor. Nur dort, wo wenig Schadstoffe wie Kalk, Kohlenstoff, Schwefel oder oxidierbar Erze eingeschwemmt wurden, und optimaler Druck- und Temperaturverhältnisse herrschten entstand guter Schiefer, der sich für Dacheindeckungen und Wandbekleidungen eignet. Schiefer besteht größtenteils aus:

    • 30 – 60 % Sericit; feinkörniger Muskovit (Hellglimmer) dieser ist wichtig für die Spaltbarkeit und geschmeidige Bearbeitbarkeit des Schiefers
    • 10 – 30 % Chlorit; wichtig für die Spaltbarkeit und die Farbe des Schiefers
    • 20 – 40 % Quarz; verleiht den Schiefer die nötige Festigkeit und Härte
    • 0 – 5 % Kalkspat oder auch andere Carbonate
    • 0 – 3 % sonstige Mineralien wie Feldspat, Rutil, Erze, Kohle welche u.a. auch zur Farbgebung des Schiefers beiwirken

Schieferdeckung

    Für die Regeldachneigung der Sparren und Aufschieblinge an der Traufe lassen sich im Normalfall bei den verschiedenen Deckarten folgende Neigungen anwenden:

    • Altdeutsche Deckung nicht unter 25° (47%)
    • Altdeutsche Doppeldeckung nicht unter 22° (40%)
    • Schuppendeckung nicht unter 25° (47%)
    • Bogenschnitt-Deckung nicht unter 25° (47%)
    • Rechteckdoppeldeckung nicht unter 22° (40%)
    • Spitzwinkeldeckung nicht unter 30° (58%)

Schieferdeckung Materialverbrauch

Berechnungsbeispiel von Dachflächen und Materialverbrauch von Schiefer

Gesamtfläche

300 m²

1/16 behauen

 

Fuß

20 lfm

 

Kehle

8 lfm

 

Orte

120 lfm

 

Gesamtfläche

 

300 m²

 

% Fuß

20*0,15 =

3 m²

 

% Kehle

8*0,50 =

4 m²

 

% Ort

120*0,20 =

24 m²

 

Gesamt

 

 

269 m²

 

269*30 kg

+ 5 %

=

85,0 dz

Decksteine

20*5 kg

+ 5 %

=

1,1 dz

Fußsteine

8*27 kg

+ 5 %

=

2,3 dz

Kehlsteine

120*12 kg

+ 5 %

=

15,0 dz

Ortsteine

Ca 5 % wird als Verlußt durch Bruch und Verhau aufgerechnet

Schiefstellung

    Dies ist die geradlinige Vorverdrehung eines Stiehls bzw. einer Stütze, welche bei stabilitätsgefährdeten Systemen mit verschieblichen Knoten als geometrische Ersatzimperfektion ausgesetzt wird.

Schiene

    Dies ist ein gewalzter Stahlträger mit einem Schienenprofil und einer hohen Stahlgüte.

Schienenauszug

    Dies ist ein Gleisbauteil zum Auffangen von Schienenbewegungen in Längsrichtung.

Schienenkopfhärtung

    Hier wird zur Erhöhung der Festigkeit der Schienenkopf wärmebehandelt.

Schifffahrtskanal

    Dies ist eine Wasserstraße mit zumeist künstlich hergestelltem Gewässerbett, welche überwiegend für die Schifffahrt vorgesehen ist.

Schiffshebewerk

    Dies ist ein Bauwerk welches der Überwindung von Fallstufen für Schiffe dient. Die Schiffe werden in einem Trog befördert.

Schiffsschleuse

    Dies ist ein Wasserbauwerk zum Überwinden einer Fallstufe, bei welchem durch Füllen oder Leeren der Schleusenkammer Schiffe gehoben oder gesenkt werden.

Schifter

    -->Schiftsparren

Schiftsparren

    Beim Walmdach zwischen Traufe und Gratsparren liegende kürzere Sparren.

Schildbauweise

    Dies ist eine Tunnelbauweise für nicht standfeste Böden, bei welcher eine rohrförmige Vortriebsmaschine mit Fräskopf eingesetzt und die Tunnelröhre aus Betonfertigteilen hergestellt wird.

Schildbogen

    Dies ist eine Mauerwerksfläche zum Abschluss eines angeschnittenen Gewölbes.

Schildmaschine

    Auch als Schildvortriebsmaschine bezeichnet, -->Schildvortrieb.

Schildvortrieb

    Beim Tunnelbau in geschlossener Bauweise ist dies eine Methode des Vortriebs. Dieser Vortrieb erfolgt hierbei mit Hilfe des Vorpressens eines Stahlzylinders in das Gebirge, der das Gebirge in selbiger Phase stützt.

Schilf

    Schilf (abgeleitet von Althochdeutschen „sciluf“ dieses wiederum vom Lateinischen „scirpus“ = Binse) ist die Betitelung für die Pflanzenart Schilfrohr oder die Vegetationsbestände schilfrohrähnlicher Pflanzen die hauptsächlich an Ufern von Flüssen und Seen wachsen. Es gibt allerdings auch einen Farbton in der Textilmode der als Schilf bezeichnet wird (helles frisches Grün in Anlehnung an die Färbung der jungen Blattspreiten der Schilfpflanze). Schilf ist in vielen Ländern, vor allem in Asien und Afrika, auch als essbares Gemüse bekannt (junge Schilfsproßen), und als dieses, besonders aus medizinischer Sicht, durch seine zellenverstärkende Eigenschaft (hoher Kieselsäureanteil) geschätzt. -->Schilfdämmung

Schilfdächer

    -->Rohrdächer

Schilfdämmung

    Hier handelt es sich um eine, durch Drahtverbindung gehaltene, gepresste Dämmplatte aus Schilfrohr (reines Naturmaterial aus nachwachsendem Rohstoff). Diese dient zur Verwendung als Dämmsystem im Innen- und Außenbereich mit einem systemgerechten Putzmaterial sowie als Putzträger. Weitere Stichworte sind z.B.:

    • Niedrige Primärenergie für Schilf.
    • Auch als Innendämmung im Fachwerkbereich mit Lehm hervorragend geeignet und kombinierbar mit Wandflächenheizungen.
    • Wasserbeständigkeit ist gegeben – als Wasserpflanze nicht saugendes Verhalten und durch den hohen Silikat-Gehalt kein Schwind- und Quellverhalten.
    • Hervorragende Putzhaftung durch grobflächige Oberflächenstruktur und Verkrallung in den Halmzwischenräumen.
    • Jährliche Schilfernte trägt zum Landschaftsschutz bei.
    • Verbesserung der Schalldämmung.
    • Im WDV-System ist nur eine Dübelung notwendig, eine Verklebung ist nicht notwendig.
    • Die Entsorgung ist absolut umweltfreundlich durch das Entsorgen von Verschnitt und Restmaterial durch Kompostierung.
    • Für alle tragfähigen Untergründe geeignet, bis max. 2 Vollgeschosse.
    • Brandklasse nach DIN: B 2
    • Rohdichte: ca. 190 bis 225 kg/m³
    • Wärmeleitfähigkeitsstufe WLS: 055
    • Rechenwert Wärmeleitfähigkeit: 0,052 bis 0,055 W/mK
    • Spezifische Wärmespeicherkapazität: 1200 J/(kgK)
    • Diffusionswiederstandszahl: 1 - 2
    • Biegewellenlänge bei Lehmputzen:
      • ff = 1600 Hz (mit 2 cm Lehmputzstärke)
      • fg= 1800 Hz (mit 0,7 cm Lehmputzstärke)
    • Durchschnittliche Dämmplattenmaße: Breite: 1,25 m; Länge: 1,0 m; Dicken i.d.R. 2 und 5 cm
    • Durchschnittliche Dicke der i.d.R. verzinkten Metalldrahtbindung: 1,8 mm
    • Gewicht der Schilfrohrdämmplatte:
      • 2 cm Dämmplatte ca. 4,5 kg/m²
      • 5 cm Dämmplatte ca. 9,0 bis 10,0 kg/m²
    • K- Wert:   
      • 2 x 5 cm Platten = 0,56
      • 3 x 5 cm Platten = 0,37
      • 4 x 5 cm Platten = 0,28

    Weitere Informationen erhalten Sie auch hier: Schilfdämmung und unter -->nachwachsende Rohstoffe.

    LITERATURTIPP ZUR SCHILFDÄMMUNG

Schilffasern

    Fasern der Schilfpflanze (-->Schilf). In vielen afrikanischen und asiatischen Gegenden werden Schilffasern auch heute noch zu Flechtarbeiten aller Art verwendet. Während Weimarer Republik wurde die Fasern in Deutschland zur Textilherstellung herangezogen. In der heutigen modernen Industrie werden Schilffasern als Verstärkungsfasern in der Kunststoffherstellung, von Vliesprodukten oder auch zur Herstellung von Fasertapeten (Grastapeten) und Papier u.v.a. als nachwachsender, pflanzlicher Rohstoff eingesetzt.

Schimmelpilzbildung

    Mögliche Ursachen von Schimmelpilzbildungen können sein:

    • Zu hohe Raumluftfeuchtigkeit.
    • Schäden am Gebäude, bzw. am Baukörper ( z.B. Wasserschäden, Mauerwerksrisse, defekte Fenster...).
    • Eine falsche Wahl der Beschichtungsmittel.
    • Zu niedrige Raumtemperaturen.
    • Falsches Heiz und Lüftverhalten oder zu geringe Heizmöglichkeit.
    • Planungsbedingte Wärmebrücken.

Schimmelpilze

    Schimmelpilze sind heterogen zusammengesetzte Gruppe von Kleinpilzen, die sich auf organischem Material ansiedeln. Sporen von Schimmelpilzen können Allergien erzeugen. Für die Ansiedlung von Schimmelpilzen müssen ausreichend Feuchtigkeit, Temperatur sowie Proteine als Nahrung auf der Bauteiloberfläche vorhanden sein. Pilzsporen sind in der Luft stets in großen Mengen (ca. 10³ bis 106 Sporen/m³) vorhanden, die sich auf Oberflächen absetzen und dort wachsen können. Eine richtige Lüftung von Räumen ist ein sehr wichtiger Aspekt zur Vermeidung von Pilzschäden, jedoch ist bei den meisten bekannten Fällen weniger das nicht ordnungsgemäße Lüften an einem Schimmelbefall schuld sondern vielmehr die oft vernachlässigten Sanierungsarbeiten an Gebäuden oder fehlerhafte Bauausführungen. Speziell bei Miet-, bzw. Immobilienstreitigkeiten wird hierbei vom Vermieter oder Verkäufer gerne auf “zu wenig Lüften” angesprochen bzw. verwiesen - dies ist jedoch meist nicht der Fall hiermit wird oftmals eine Ausrede ausgesprochen die den Mängel des Baus verdrängen soll. Es empfiehlt sich bei auftretendem Schimmelbefall einen unabhängigen Fachmann zu Rate zu ziehen und - wenn von Nöten - ein Gutachten erstellen zu lassen. Aufgrund des gesundheitlichen Risikos, das Schimmel in Innenräumen darstellt, sollten verschimmelte Bauteile ausgewechselt werden. Lediglich bei partiellem, oberflächlichem Befall können fungizide Mittel zur Beseitigung hilfreich sein, dies in vielen Fällen jedoch nur kurzfristig. Übrigens die Gesundheitsgefährdung der Schimmelsporen ist schon seit langer Zeit bekannt. Die Opfer der Pyramidenerkundern sind nicht etwa durch fehlenden Sauerstoff in den Grabkammern gestorben sondern vielmehr durch die hohe Konzentration der Schimmelsporen, die sich über die Jahrhunderte gebildet hatte.

Schindel

    -->Holzschindel

Schindelstil

    Stil in der amerikanischen Wohnhausarchitektur des späten 19. Jahrhunderts, beispielhaft vertreten durch H. Richardson Stoughton House in Cambridge, Massachusetts 1882, dessen Innenräume zueinander oder nach außen geöffnet sind.

Schindelverkleidung

    Verkleidung von Außenwänden mit dünnen Holzbrettchen.

Schlackenverwendung

Zustand

Schlackenart

Verwendung

Gekörnt

Schlackesand mit hydraulischen Eigenschaften (Hüttensand).

Zementherstellung

Geschäumt

Warmdämmende Schaumschlacke (Hüttenbims).

Leichtbetonherstellung

Zerfasert

Schlackenwolle (Hüttenwolle).

Zur Herstellung von Wärme- und Schalldämmstoffen.

Gebrochen oder in größere Stücke erstarrt.

Betonschlacke, Klotzschlacke, Stückschlacke.

Als Splitt im Betonbau oder auch als Schotter im Straßen- oder Eisenbahnbau etc.

Formstücke, in Formen gegossen.

Gussschlacke

Als Pflastersteine.

Schlackenwolle

    -->Mineralfaser

Schlagbohren

    • Bohrverfahren in der Gesteinsbohrtechnik.
    • Bohrverfahren in der Erdbohrtechnik.

Schlagdübel für Wämedämmplatten

    Dient zur konstruktiven Befestigung von Wärmedämmplatten (meist bei Wärmedämmverbund Systemen), auch Verlegehilfedübel oder Nageldübel genannt.

Schlagmetall (Kompositionsgold)

    Dies ist eine, zu dünnen Blättern von etwa 1/1000 mm dicke ausgeschlagene Kupfer-Zink-Legierung. Es wird zur Ausführung unechter Vergoldung verwendet.

Schlangenholz

    Holzart. Das sehr harte und schwere Holz ist leicht zu spalten aber nur unter erhöhtem Druck zu bearbeiten. Es schwindet mässig und lässt sich gut polieren. Das Schlangenholz ist eines der teuersten Hölzer . Verwendungsbereich: Schirm- und Stockgriffe, Knöpfe, Violinenbögen und für Luxusgegenstände.

Schlagfestigkeit

    Dies betitelt den Widerstand eines Werkstoffes gegen plötzliche Beanspruchung wie z.B. die Schlagbeanspruchung beim Rammen.

Schlagleiste

    Bei zweiflügligen Fenstern oder Türen an einem Flügel angebrachte senkrechte Leiste als Anschlag für den anderen Flügel.

Schlaglote

    --> Hartlote

Schlagregen

    Dies ist die Bezeichnung für einen Starkregen, bei welchem die Regentropfen nicht senkrecht fallen, in Verbindung mit heftigem Wind.

Schlagregenbeanspruchung

    Diese wird in Deutschland in drei Gruppen unterschieden:

    • Gruppe I: Unter 600 mm Jahresniederschlagsmenge.
    • Gruppe II: Von 600 bis 800 mm Jahresniederschlagsmenge.
    • Gruppe III: Über 800 mm Jahresniederschlagsmenge - wobei in Küstenregionen aufgrund der hohen Windgeschwindigkeiten schon ab 700 mm Jahresniederschlagsmenge die Gruppe III angesetzt wird.

Schlagregensicherheit

    Darunter versteht man den Schutz, den z.B. ein Fenster bei vorgegebener Windstärke, Regenmenge und Beanspruchungsdauer gegen das Eintreten oder Eindringen von Wasser in das Innere des Gebäudes bietet.

Schlagschnur

    Dies ist eine mit (farbiger) Kreide behaftete Schnur, die zum Aufzeichnen von Geraden auf langen Bauteilen dient. Die kreidestaubbehaftete Schnur wird unter Zug an zwei Endpunkten fixiert, zwischen den Endpunkten angezogen und anschlagend losgelassen. Durch das Aufschlagen der Schnur auf den Hinter- bzw. Untergrund löst sich der Kreidestaub und bleibt als Linie sichtbar am Untergrund haften, dem sogenannten Schnurschlag.

Schlamm

    • In der Abwassertechnik handelt es sich hierbei um die aus dem Abwasser abtrennbaren wasserhaltigen Stoffe, ausgenommen Rechengut, Sandfanggut und Siebgut.
    • Als feines Zerstörungsprodukt der Gesteine enthält Schlamm von der Sedimentation her organische Teilchen, bei welcher die obere Kornfraktion Ton ist.
    • Auch als Oberbegriff für die Gesamtheit der Stoffe, die sich in ruhendem oder träge fließendem Wasser durch Absetzen oder Aufschwimmen ausscheiden.

Schlammanalyse

    Veralteter Begriff für Sedimentationsanalyse.

Schlammbeet

    In der Abwassertechnik ist dies ein Schlammbecken, eine Anlage zur natürlichen Entwässerung von stabilisiertem Schlamm.

Schlammbehandlung

    Dies betitelt die Aufbereitung von Schlamm zu dessen Beseitigung oder Verwertung.

Schlammbeseitigung

    In der Abwassertechnik ist dies das Deponieren von Schlamm, welcher nicht mehr verwertbar ist.

Schlammentwässerung

    In der Abwassertechnik ist dies das Abtrennen von Schlammwasser durch natürliche oder maschinelle Verfahren.

Schlammfang

    • Als Teil eines Ölabscheiders, eines Straßenablaufes o.ä., diejenige Einrichtung zum Absetzen und Sammeln von Schlamm.
    • Als Schlammfang von Abwässern ist dies eine Vertiefung in der Sohle eines Wasserlaufes oder einer Freispiegelleitung.

Schlammstabilisierung

    Dies ist ein Verfahren der Schlammbehandlung besonders zur weitergehenden Verringerung von geruchsbildenden Inhaltsstoffen und der organischen Schlammfeststoffe.

Schlammteich

    In der Abwassertechnik ist dies eine Anlage zur Speicherung von stabilisiertem Schlamm.

Schlammtrocknung

    Dies betitelt den Entzug von Schlammwasser durch Verdunsten oder Verdampfen.

Schlammverbrennung

    Dies ist eine hochthermische Oxidation der im Schlamm enthaltenen Substanzen.

Schlammverwertung

    Dies betitelt das Nutzen von behandeltem Schlamm z.B. in der Landwirtschaft, zur Energiegewinnung oder zur Rekultivierung.

Schlankheit

    Auf den Druckstab eines Systems bezogen ist die Schlankheit der Quotient aus Knicklänge des Stabes und Trägheitsradius des Querschnittes.

Schlauchwaage

    Dies ist ein geodätisches Meßintrument; dient zur einfachen übertragung von Höhen.

Schlauchwehr

    Dies ist ein, an der Gerinnsohle verankerter, flexibler und füllbarer Hohlkörper aus Kunststoff oder Gummi zur Erzeugung eines Staus.

Schlauder

    • Mit einer Bohrung versehenes, ankerförmig aufgeschlitztes Flacheisen als Befestigungsmittel für Fenster und Türen im Mauerwerk.
    • Anker aus Holz, welcher an Dachlatten befestigt ist. Auf diese werden am Ortgang die Windbretter gesteckt und mit splintartigen Keilen gesichert.
    • Anker aus Stahl zur Verbindung von Außenwänden mit innenliegenden Holzbalkendecken oder Dächern.

Schleifennivellement

    Höhenmeßverfahren, hierbei ist nur ein Festpunkt mit bekannter Ausgangshöhe vorhanden, zur Kontrolle entgegen möglicher Meßfehler wird wird in einer Schleife zum Ausgangspunkt zurücknivelliert.

Schleifscheibe nach Böhme

    Dies ist ein Gerät zur Prüfung der Verschleißfestigkeit von Beton.

Schleifen von Stein

    -->Steinschliff

Schleppgaube

    Dies ist ein senkrechtes Dachfenster unter einer angehobenen Dachfläche, deren Neigung flacher als die des übrigen Daches ist.

Schleuderbeton

    Dies ist ein Beton, welcher durch Schleudern in rotierenden Hohlkörperformen verdichtet wird.

Schleusenhaupt

    Dies ist der Teil der Schiffsschleuse, welcher die Schleusenkammer mit der anschließenden Haltung verbindet und das Schleusentor und Einrichtungen zum Leeren bzw. Füllen der Kammer aufnimmt.

Schleusenkammer

    Dies ist der Teil einer Schiffsschleuse in welchem die Schiffe bei der Schleusung gehoben oder gesenkt werden.

Schleusentor

    Dies ist der Verschluss einer Schiffsschleuse, hierbei wird unterschieden in:

    • Schiebetor
    • Stemmtor
    • Senktor
    • Hubtor
    • Hubsenktor
    • Drehtor
    • Hubdrehtor
    • Klapptor
    • Sektortor
    • Segmenttor
    • Schlagtor

Schleusentreppe

    Dies ist ein Abschnitt eines Schifffahrtskanals, in welchem mehrere Schiffsschleusen mit ihren Schleusenvorhäfen unmittelbar aufeinander folgen.

Schlicker

    -->Fliesenherstellung

Schließblech

    U.a. dient dieses zum Schließen des Türblattes im Türfutter.

Schließdruck

    Dies ist der artesische Druck, der sich z.B. am Kopf einer Bohrung aufbaut (maximal bis zum Erreichen der Grundwasserdruckfläche des unbeeinflussten -->Aquifers), wenn diese nicht ausläuft, d. h. verschlossen ist.

Schließknebel 

    U.A. eine Bezeichnung für eine -->Olive.

Schlingenpol

    Bei Bodenbelägen: -->Pol bei dem die Fäden an der Oberseite in Schlingenform liegen.

Schlingen-Schnittpol

    Bei Bodenbelägen: -->Pol bei dem die Fäden durch Wechsel von Zug- und Schnittruten (-->Ruten) teilweise in Schlingenform liegen und teilweise aufgeschnitten sind.

Schlingenware

    -->Schlingenpol

Schlitterschiene

    Dies ist die umgangssprachliche Bezeichnung für eine Schiene (Führung) auf welche eine -->Fugenleiste o.ä. auf- bzw eingeschoben wird.

Schlitzauslässe

    Dies sind lineare Zuluftauslässe mit größerem Volumenstrom. Schlitzauslässe werden für Raumhöhen von ca. 2,6 bis 4,0 m eingesetzt.

Schlitzplan

    Auch als Werkplan betitelt werden hierbei in den Grundrissen

    • Wandaussparungen des jeweils dargestellten Geschosses und
    • Deckenaussparungen der Decken über dem dargestellten Geschoss

    dargestellt. Als Bodenaussparungen sind hier Aussparungen im Boden des Untergeschosses zu kennzeichnen.

Schlitzputz

    Dies ist ein Putz (z.B. auf Kalk-Zementbasis mit EPS Anteil o.ä.) der für das Verschliessen von Schlitzen und Schächten oder zum Verfüllen von Wanddurchbrüchen entwickelt wurde. Durch sein äusserst hohes Standvermögen (z.T. Schichtdicken bis 50 cm möglich) kann dieser Dickschichtmörtel aber auch sehr gut für andere Zwecke eingesetzt werden.

Schlitzwand

    Dies ist der sogenannte permanenter Baugrubenabschluss, bei diesem Verfahren zur Erstellng von Wänden aus Beton wird wie folgt ausgeführt: ein mit einem Greifer ausgehobener Schlitz wird mit einer Stützflüssigkeit, meist Bentonit, gefüllt. Anschliessend wird die vorgefertigte Armierung darin abgesenkt und der der Beton eingebracht, das Bentonit wird dabei nach oben gedrängt und abgepumpt.

Schlossboden

    Dies ist der Teil eines Schlosses der zur Aufnahme der Befestigungsteile für den Türdrücker (Drückernuß, Drückernussfeder, Zuhaltungen etc.) dient.

Schlossdecke

    Dies ist die Deckplatte eines Türschlosses o.Ä. zur Abdeckung des Schlosskastens und seiner Innenteile.

Schlosser

    Hier handelt es sich um einen, auch in der Industrie vertretenen, Handwerker der allgemein erläutert Metall be- oder verarbeitet oder Produkte und Gegenstände aus Metall instadsetzt oder repariert. Der heutige Schlosser wird je nach Spezialisierung als Autoschlosser, Stahlbauschlosser, Kunstschlosser, Schiffsschlosser, Bauschlosser, Maschinenschlosser etc. betitelt. In Deutschland durchläuft der werdende Schlosser i.d.R. eine dreijährige Ausbildungszeit zum Gesellen die je nach Ausbildungsziel in 3 Fachrichtungen angeboten wird:

      • Konstruktionstechnik
      • Nutzfahrzeugbau
      • Metallgestaltung 

Schlosskasten

    Das die gesamten Einzelteile eines Türschlosses enthaltende Gehäuse.

Schlossklassen

    Die Einteilung der Schlossklassen für Einsteckschlösser wird lt. DIN 18 250 folgendermaßen vorgegeben:

    • Klasse 1: Diese Klasse betrifft Buntbart-, Zylinder- oder Zuhaltungsschlösser mit den in nachfolgender Tabelle angegebenen Eigenschaften. Handelt es sich um Schlösser nach DIN 18250, so sind diese grundsätzlich mit einer Falle auszustatten, deren Eignung für die Verwendung in Rauchschutz- oder Feuerschutztüren nachgewiesen wurde. In dieser Schlossklasse ist die Verwendung von Einsteckschlössern ohne Riegel oder mit einem verringerten Riegelausschluss zulässig.
    • Klasse 2: Diese Klasse betrifft Buntbart-, Zylinder- oder Zuhaltungsschlösser mit den in nachfolgender Tabelle angegebenen Eigenschaften.
    • Klasse 3: Diese Klasse betrifft Zylinderschlösser mit den in nachfolgender Tabelle angegebenen Eigenschaften.
    • Klasse 4: Diese Klasse betrifft Zylinderschlösser für Einbruchshemmung mit den in nachfolgender Tabelle angegebenen Eigenschaften.
    • Klasse 5: Diese Klasse betrifft Zylinderschlösser für erhöhte Einbruchshemmung mit den in nachfolgender Tabelle angegebenen Eigenschaften.

Schloss- klasse

Fallenfederkraft

Drückerhochhalte-
moment
in Nm

Drückermoment
in kN

Statische Fallenbelastung
in kN

Statische Riegelbelastung
in kN

Riegelgegenkraft
in kN

min.

max.

1

2,5

4,0

1,5 +/= 0,4*

50

3

 

 

2

4

 

3

5

2

4

5

10

4

5

6

* Bei Schlössern mit geteilter Schlossnuss müssen die Drückerhochhaltefedern so ausgelegt sein, dass jede Seite mindestens ein Drehmoment von 0,8 Nm erreicht

    Die Einteilung der Schlossklassen für Wertschutzschränke erfolgt nach Europanorm (EN 1143-1) und wird folgendermassen vorgegeben:

Widerstandsgrad

Mindestwiderstandswert
(RU-resistance unit)

Schlossklassen

Teildurchbruch

Volldurchbruch

I

30

50

1 x A

II

50

80

1 x A

III

80

120

1 x B

IV

120

180

2 x B

V

180

270

2 x B

VI

270

400

2 x B

VII

400

600

2 x C

VIII

550

825

2 x C

IX

700

1050

2 x C

X

900

1350

2 x C

XI

-

2000

3 x C oder 2 x D

XII

-

3000

3 x C oder 2 x D

XIII

-

4500

2 x D

    Für Hochsicherheitsschlösser werden die Schlossklassen nach ENV 1300 in 4 Stufen eingeteilt (A, B, C und D als höchste Klasse).

Schlosskurzzeichen

    Die Kurzzeichen für Einsteckschlösser werden nach DIN 18251 wie folgt angegeben:

Definition

Kurzzeichen

Einsteckschloss für Feuerschutz- und Rauchschutztüren

FS

Einsteckschloss für Rauchschutztüren

RD

Linksschloss

L

Rechtsschloss

R

Selbstverriegelung

SV

Schloss mit Wechsel

W

Einsteckschloss

ES

Buntbartschloss

BB

Zylinderschloss

PZ

Zylinderschloss, vorgerichtet für zwei Profilzylinder

PZ-PZ

Zuhaltungsschloss

ZH

Maßreihe als Beispiel nach DIN 18251

244/102

Schloss für Rahmentüre

RR

Falle ist umlenkbar aus Links-/Rechtsschloss

U

Mehrfachverriegelung

MV

Verriegelungspunkt

VP

Flachstulp

FL

Profilstulp

PR

Türanzug

TA

Schlossstulp

    Stirnblech des Schlosskastens beim Einsteckschloss mit Aussparungen für Fallenkopf und Riegel. 

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