Das Kleine Baulexikon von Gerhard Holzmann

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Seit 10 Jahren das Fachlexikon für Bau, Handwerk, Architektur und Ingenieurwesen

Deutschsprachiges Lexikon für die neutrale, internationale Bauberatung der G.Holzmann-Bauberatung

Ihr Fachmann für wohngesunde Altbausanierungen

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von Gerhard Holzmann

 

DAS KLEINE BAULEXIKON
von Gerhard Holzmann

Vorwort

 

A

Aa-Ag

Ah-Aq

 

Ar-At

Au-Az

 

 

 

B

Ba-Bb

Bd-Beto

 

Betr-Bn

Bo-Bra

 

Bre-Bz

 

 

 

 

C

Ca-Ci

Cl-Cy

 

 

D

Da-Dh

Di-Dn

 

Do-Dy

 

 

 

E

Ea-Ei

Ej-Ep

 

Er-Ex

 

 

 

F

Fa-Fer

Fes-Fj

 

Fl-Fo

Fr-Fz.

 

 

G

Ga-Ge

Gf-Gp

 

Gr-Gz

 

 

 

H

Ha-Hn

Ho-Hy

 

 

I

Ia-It

.

 

 

J

Ja-Ju

.

 

 

K

Ka-Ke

Kf-Kp

 

Kr-Ky

.

 

 

L

La-leis

Leit-Lm

 

Lo-Ly

 

 

 

M

Ma-Mg

Mi-Mz

 

 

N

Na-Ne

Nf-Ny.

 

 

O

Oa-Oz

.

 

 

P

Pa-Pn

Po-Pp

 

Pr-Py

 

 

 

Q

Q-qui

.

 

 

R

Ra-Re

Red-Rh

 

Ri-Rz

 

 

 

S

Sa-Schlo

Schlu-Sl

 

Sm-Sr

St-Sz

 

 

T

Ta-To

Tr-Ty

 

 

U

Ub-Uz

.

 

 

V

Va-Ve

Vf-Vz

 

 

W

Wa

Wasser-Wh

 

Wi-Wz

.

 

 

X

Xa-xy

.

 

 

Y

Ya-Ys

.

 

 

Z

Za-Zi

Zk-Zz

 

.

Sämtliche Urheberrechte
unterliegen dem Autor
Gerhard Holzmann.

 

Biobaustoffe_animiert

 

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Zeichenerklärung : “-->” bedeutet, dass Sie unter nachfolgendem Begriff eine weitere Erklärung finden, hier einfach im entsprechenden Buchstaben nachschlagen; unterstrichene blaue Begriffe sind innerhalb der Internetseiten mit ausführlichen Texten verlinkt.

ST

    Abkürzung für Stablilisator oder Stabilisierer, -->Betonzusatzmittel.

Stab

    Im Allgemeinen aus baustatischer Sicht handelt es sich hierbei um einen Teil eines Tragwerks, dessen Querschnittsabmessungen klein sind im Vergleich zu seiner Länge. Es wird hierbei unterschieden in:

    • Gerade Stäbe
    • Gekrümmte Stäbe
    • Zugstäbe
    • Druckstäbe
    • Biegestäbe

Stababstand

    Dies betitelt die normativen Vorgaben für die Abstände der Bewehrungsstäbe in einem Querschnitt. Dieser dient unter Anderem der Sicherstellung, dass die Bewehrung eine satte Umhüllung beim Betoniervorgang erfährt und dass der Bewehrungsstab die ihm planmässige zugewiesene Aufgabe im Bauteil erfüllen kann.

Stabachse

    Dies ist die Verbindungslinie aller Querschnittsschwerpunkte eines Stabes, allgemein erklärt die Bezugsachse für Stabschnittgrößen.

Stabbogenbrücke

    Bei diesen -->Brückenkonstruktionen verlaufen die tragenden Bögen oberhalb, bzw. seitlich des Verkehrsweges. Durch die Hänger, senkrecht zwischen den Bögen angeordnete Stäbe, wird die Last gleichmäßig über den Bogen abgetragen.

Stäbchensperrholz

    Kurzbezeichnung: STAE. Sperrholz, dessen mittlere Lage aus 5 bis 8 mm dicken, miteinander verleimten und hochkantig zur Plattenebene stehenden Furnierstreifen besteht und beidseitig durch Furnier abgesperrt wird.

Stabdrehwinkel

    Dies ist der Drehwinkel der geraden Sehne eines verformten Stabes.

Stabdübel

    Im Allgemeinen handelt es sich hierbei um einen kurzen zylindrischen Stab aus Metall oder auch Holz, welcher stramm in vorgebohrte Löcher gesetzt wird. Dies dient zur Herstellung scherfester Verbindungen zwischen Konstruktionselementen aus Holz.

Stabendmoment

    Dies betitelt das Biegemoment an einem Endpunkt eines Stabes.

Stabilisator/Stabilisierer

    Kurzbezeichnung: ST. Chemisches Zusatzmittel das die Stabilität oder auch das Standvermögen erhöht, sowie die Verarbeitbarkeit verbessert und das Wasserabsondern vermindert (z.B. bei Fliesenkleber, Putze, Betonen, etc).

stabilisierter Schlamm

    In der Abwassertechnik ist dies ein Schlamm, welcher so behandelt wurde, dass mindestens eine der beiden Hauptziele der Schlammstabilisierung erreicht wird. Es wird unterschieden zwischen:

    • aerob stabilisiertem Schlamm
    • anaerob stabiliertem Schlamm oder Faulschlamm
    • chemisch stabilisierter Schlamm
    • thermisch stabilisiertzer Schlamm

Stabilisierungsmedium

    Dies ist i.d.R. ein gasförmiges Medium zur Stabilisierung der Membranen pneumatisch stabilisierter Membrantragwerke.

Stabilitätsgefährdung

    • Die Stabilitätsgefährdung liegt bei einem Tragwerk vor, wenn dessen Verfomungen bei der Formulierung des Gleichgewichts einen nicht vernachlässigbaren Einfluss haben.
    • Die Stabilitätsgefährdung liegt bei einem Stabtragwerk vor, wenn die Stablängskräfte größer sind als ca. 1/10 der Werte im Verzweigungsfall.

Stabilitätsproblem

    Auch als Verzweigungsproblem betitelt wird folgendermaßen unterschieden:

    • Aus mechanisch Sicht: Bei Erreichen der Verzeigungslasten werden plötzliche Verformungszustände möglich, welche der Eigenform nach, nicht aber der Größe nach, festliegen.
    • Aus mathematischer Sicht: Als Eigenwertproblem ist dieses gekennzeichnet durch Lösbarkeit eines homogenen Gleichungssystems, wobei die Determinante der Koeffizientenmatrix null sein muss.

Stabilkante

    Eine Stabilkanten ist eine Kanten aus verarbeitungs- und entsorgungsfreundlichem -->ABS, z.B. für hochbeanspruchte Möbelteile.

Stabkennzahl

    Die Stabkennzahl bei der Theorie II. Ordung hängt von Stablänge, Längsdruckkraft und Biegesteifigkeit ab.

Stabkirche

    Skandinavische Holzkirche, deren konstruktives Gerüst aus Masten gebildet wird, ab dem 11. Jahrhundert üblich.

Stabkraft

    -->Längskraft

Stabkuppel

    Auch als Gitterschale betitelt sind hier die Einzelelemente druckbelastete Stäbe. Diese bilden ein Gitter mit doppelt gekrümmter Fläche, hiermit besitzen diese Merkmale der Stabtragwerke sowie der gekrümmten Flächentragwerke. Es wird unterschieden in Hängemodelle (zugbelastete Stäbe) und selbige umgedreht als Stabmodelle (druckbelastete Stäbe).

Stab-Netz-Kuppel

    Dies ist eine Kombination aus Seilnetz und Stabkuppel. Das Seilnetz verbindet hierbei die Knotenpunkte des Stabgitters.

Stabparkett

    Besteht aus massiven, länglichen Holzriemchen, welche miteinander verbunden werden. Sie sind bis ca. 22 bis 25 mm dick, 45 bis 80 mm breit und 250 bis 1000 mm lang. Stabparkett kann verdeckt genagelt oder vollflächig verklebt werden.

Stabsperrholz

    Kurzbezeichnung: ST. Sperrholz (auch Tischlerplatte genannt), dessen mittlere Lage aus 24 mm breiten, mitteinander verleimten Vollholzleisten besteht und beidseitig mit Furnier abgesperrt wird.

Stabsteifigkeit

    Bei Längskraftbeanspruchungen gilt: die Längskraft dividiert durch die Längenänderung des Stabes, berechnet aus Dehnungssteifigkeit dividiert durch die Stablänge bei einem konstanten Querschnitt.

Stabtragwerk

    Dies ist im Allgemeinen eine Tragkonstruktion die aus Stäben besteht. Das Stabtragwerk wird auch als Stabwerk betitelt. Es wird hierbei unterschieden in:

    • Fachwerke - die Stäbe sind nur durch Längskraft beansprucht.
    • Biegetragwerke - die Stäbe sind durch Längskräfte und Biegung beansprucht.

Stabwerk

    • Senkrechte Unterteilungselemente der Glasflächen von gotischen Fenstern.
    • -->Stabtragwerk

Stadl

    -->Scheune

Städtebau

    Auch als Städteplanung betitelt handelt es sich hierbei um das Fachgebiet der Planung und Einrichtung von Städten und Siedlungsgebieten einschließlich der Stadtsanierung und der Dorferneuerung. Gesetzlich geregelt wird dieses durch das Baugesetzbuch.

Städtebauliche Sanierung

    Städtebauliche Sanierungsmassnahmen werden im Rahmen der Städtebauförderungsprogramme sowohl in ihrer Vorbereitung wie in ihrer Durchführung mit staatlichen Finanzhilfen gefördert.

Städteplanung

    -->Städtebau; -->Stadtplanung

Stadtentwässerung

    Dies betitelt das Fortleiten des anfallenden Abwassers aus einem Siedlungsgebiet inkl. seiner Behandlung und Verwertung.

Stadtgas

    Dies ist ein wasserstoffreiches Gas welches als Nebenprodukt bei der Koksherstellung, bei der Kohlevergasung, der Ölvergasung und ferner durch die Spaltung von flüssigem Kohlewasserstoff entsteht.

Stadthaus

    Ein Stadthaus wird meist von ein bis drei Familien bewohnt (oder auch mehreren) und zeichnet sich durch das meist sehr begrenzte Stadtgrundstück, auf welchem es gebaut wurde, aus.

Stadtplaner

    Hiermit betitelt man einen Architekten, welcher mit der gestaltenden, ökologischen, technischen, wirtschaftlichen und sozialen Orts- und Regionalplanung, mit der Ausarbeitung städtebaulicher Pläne und der Mitwirkung an der Landesplanung und der Raumordnung befasst ist.

Stadtplanung

    Vorausschauende Ordnung der räumlichen und baulichen Entwicklung örtlicher Gebiete.

Stahl

    Hierbei wird im Bauwesen unterschieden in:

    • Baustähle
    • allgemeine Baustähle
    • Feinkornbaustähle
    • Stahlguss
    • hochlegierte Stähle
    • Betonstähle
    • Spannstähle
    • schweißgeeignete Stähle
    • hochfeste Stähle

Stahlbau

    Bauwerke oder Bauteile aus gewalzten Profilstählen oder Blechen aus Flußstahl, durch Verschraubung, Vernietung oder Verschweißung erstellt.

Stahlbeton

    Dies ist ein Verbundstoff aus Beton und Stahl. Es wird hierbei unterschieden in:

    • Schlaff bewehrtem Stahlbeton.
    • Vorgespannten Stahlbeton.

Stahlbetonbalken

    Dies ist i.d.R. ein auf Biegung beanspruchtes Tragglied aus Stahlbeton.

Stahlbetonbalkendecke

    Hierbei liegen die Stahlbetonbalken entweder als Fertigelemente dicht bei dicht oder in regelmäßigen Abständen aus den Auflagern. Die Abstände bei letzterem werden entweder durch nichttragende Füllkörper oder durch aufgelegte Plattenbauteile überbrückt.

Stahlbetondecke

    Dies ist ein Oberbegriff, bzw. eine Sammelbezeichnung für alle Decken aus Stahlbeton.

Stahlbetonfertigteildecke

    Dies ist eine Sammelbezeichnung für alle Decken aus Stahlbetonfertigteilen. Diese können beispielsweise aus folgenden Elementen hergestellt sein:

    • Stahlbetondeckenplatten
    • Leichtbetonfüllkörper
    • Stahlbetonbalken
    • Stahlbeton-TT Platten
    • Stahlbetontrogplatten
    • Stahlbetonfertigteilrippendecken

Stahlbetonhohldiele

    Hier handelt es sich um vorgefertigte Deckenplatten aus Stahlbeton welche, dicht bei dicht mit nut- und federverbindungsähnlicher Ausbildung der Längsfugenflanken verlegt, den Charakter einer Stahlbetonplattendecke inne haben.

Stahlbeton-Massivtreppen

    Die Massivtreppen werden in der Regel aus einem Stück gefertigt, die Stufen sowie die Laufplatte bestehen aus einem Stück. Sie werden dann durch Auflagerpunkte mit dem Mauerwerk bzw. der Decke verbunden.

Stahlbetonplattenbalken

    Dies betitelt Decken aus Stahlbeton als Konstruktionstyp der Plattenbalken.

Stahlbetonplattendecken

    Dies sind Decken aus Platten welche aus Stahlbeton hergestellt ist.

Stahlbetonrippendecke

    Dies sind Rippendecken aus Stahlbeton.

Stahlbezeichnungen

Kurzzeichen

Art des Stahls

zusätzliche Abkürzungen

S

Stähle für den allgemeinen Stahlbau.

Das Kurzzeichen wird gefolgt von einer Zahl, welche der Mindeststreckgrenze in N/mm² für den kleinsten Dickenbereich entspricht. Bei Stahlguss ist vor dem Kurzzeichen ein G voranzustellen, wie z.B. Gs .., GP .., GL.. etc.

P

Stähle für den Druckbehälterbau.

L

Stähle für den Rohrleitungsbau.

E

Maschinenbaustähle.

B

Betonstähle

Dem Kurzzeichen folgt eine Zahl, die der charakteristischen Streckgrenze in N/mm² für den kleinsten Dickenbereich entspricht.

Y

Spannstähle

Dem Kurzzeichen folgt eine Zahl, die der Mindestzugfestigkeit in N/mm² entspricht.

D

Flacherzeugnisse aus weichen Stählen zum Kaltumformen

Dem Kurzzeichen folgt ein Kennbuchstabe:

C

Kaltgewalzte Flacherzeugnisse

D

Zur Unmittelbare Kaltumformung bestimmte warmgewalzte Flacherzeugnisse.

X

Flacherzeugnisse ohne vorgegebener Walzart. Dem Kurzzeichen folgen zwei weitere Kennbuchstaben oder -zahlen welche vom DIN-Institut festgelegt werden.

Stahlfaserbeton

    Dies ist ein Beton, welchem während des Mischprozesses Stahlfasern mit unterschiedlichen Werkstoffeigenschaften, Abmessungen und geometrischen Formen beigefügt werden. Hierdurch wird die Biegezug- und Schlagfestigkeit des Betons erhöht und die Rissneigung flächiger Betonteile verringert.

Stahlfaserspritzbeton

    Dies ist ein Spritzbeton welchem während des Mischprozesses Stahlfasern zugegeben wurden.

Stahlgewicht

    • Das Gewicht des verbauten oder zu verbauenden Stahls (i.d.R. in Tonnen).
    • Ein Gegengewicht aus Stahl.
    • Ein Pfund nach Stahlgewicht ist ein historisches Maß aus Leipzig, welches ca. 436 g waren.

Stahlguss

    Dies ist die Betitelung für alle in einer Form gegossenen Stähle welche nach diesem Vorgang nicht mehr umgeformt werden.

Stahlgüte

    Die Stahlgüte gibt die weiteren Eigenschaften von Stählen innerhalb einer Stahlsorte an.

Stahlleichtbau

    Dies betitelt eine Stahlbauweise bei welcher dünnwandige Bauteile verwendet werden.

Stahlleichtbeton

    Dies betitelt einen Verbundbaustoff aus Leichtbeton mit geschlossenem Gefüge und Stahl.

Stahlprofilbezeichnungen

    Nachfolgend einige Beispiele für Abkürzungen von Stahlprofilbezeichnungen:

L 60 x 6 x 90 Lg DIN EN 10 056-1

Hier handelt es sich um einen rundkantigen Winkelstahl, gleichschenklig, 60 mm Schenkelbreite, 6 mm dick, 90 mm lang, nach DIN EN 10 056-1

L 100 x 50 x 8 x 3200 DIN EN 10 056-1

Hier handelt es sich um einen rundkantigen Winkelstahl, ungleichschenklig, 100 mm und 50 mm Schenkelbreite, 8 mm dick, 3200 mm lang, nach DIN EN 10 056-1

L 50 x 5 x 800 DIN 1022

Hier handelt es sich um einen scharfkantigen Winkelstahl, gleichschenklig, 50 mm Schenkelbreite, 5 mm dick, 800 mm lang, nach DIN 1022.

U 200 x 800 DIN 1026

Hier handelt es sich um einen U-Stahl, 200 mm hoch, 800 mm lang, nach DIN 1026.

I PE 200 x 3000 DIN 1025

Hier handelt es sichn um einen mittelbreiten Doppel-T-Träger, 200 mm hoch, 3000 mm lang, nach DIN 1025.

I PBv 400 x 5000 DIN 1025 (= HE-400-M)

Hier handelt es sich um einen breiten Doppel-T-Träger, verstärkt, 432 mm hoch, 5000 mm lang, nach DIN 1025.

Stahlradiatoren

    Dies ist ein Radiator aus mehreren, zu einem Block zusammengeschweißter Glieder bei welchen die Verbindung zu weiteren Heizkörpergliedern gegeben ist. Aufgrund der Korrosionsgefahr haben Stahlradiatoren nur eine begrenzte Lebensdauer und sind für Dampfheizungen nicht zugelassen.

Stahlschornstein

    Dies sind Schornsteine die aus Stahl, für verminderte Anforderungen des Brand- und Wärmeschutzes, hergestellt sind. Es wird unterschieden in:

    • Einschalige Stahlschornsteine ohne Dämmstoffschicht.
    • Zweischalige Stahlschornsteine mit Dämmstoffschicht.

Stahlsorten

    Hierbei werden aufgrund des Verwendungszweckes und der Nennfestigkeit unterschiedliche Stahlsorten unterschieden. Als Baustahl kommen vor allem die Sorten S 235 (ehemals St 37) und S 355 (ehemals St 52) in Verwendung.

Stahlsteindecke

    Dies ist eine Sonderausführung der Stahlbetonplattendecke welche aus Deckenziegel, Beton und Betonstahlbewehrung besteht.

Stahltanks

    Diese gibt es allgemein betrachtet als:

    • Standortgefertigte (kellergeschweißte) Heizölbehälter mit bis zu 100 m³ Inhalt.
    • Zylindrische ein- und doppelwandige Heizölbehälter für eine unterirdische Lagerung oder auch zur Aufstellung im Freien mit bis zu 100 m³ Inhalt.

Stahlträgerverbunddecke

    Dies ist eine Verbunddecke aus Stahlträgern und einer Stahlbetonplatte. Diese Decke ist in der Tragwirkung ähnlich der Plattenbalkendecke.

Stahltrapezblech

    Dies ist ein dünnwandiges und trapezförmiges Bauteil für Wand- und Dachkonstruktionen im Stahlleichtbau.

Stahltrapezprofil

    -->Stahltrapezblech

Stahltrapezprofildecke

    Dies ist eine Decke aus Stahltrapezprofilen und einem den Trapezprofilraum völlig ausfüllenden Aufbeton. Die Trapezprofilobergurte müssen hierbei um mindestens 50 mm überdeckt werden und der Haftungsverbund zwischen Blech und Beton ausreichend sein.

Stahltrapezprofilverbunddecke

    Diese Decke ist eine Kombination aus Stahlträgerverbunddecke und Stahltrapezprofildecke.

Stahlverbundbauweise

    Bei dieser Bauweise bestehen die Bauteile, bzw. deren Querschnitte aus Stahl und Stahlbeton unter welchen planmäßig ein Verbund hergestellt wird.

Staket

    Lattenzaun

Stampfbeton

    Dies ist ein Beton welcher durch Stampfen verdichtet wird.

Standardleistungsbuch

    Kurzbezeichnung: StLB. Dies beinhaltet eine systematische Zusammenstellung von Textbausteinen zur eindeutigen und erschöpfenden Leistungsbeschreibung aller gängigen Bauleistungen des Hochbaus.

Standardleistungskatalog

    Kurzbezeichnung: StLK. Dies beinhaltet standardisierte Texte und Textbausteine zur eindeutigen und erschöpfenden Leistungsbeschreibung aller gängigen Bauleistungen des Straßen- und Brückenbaus.

Standard-Penetration-Test

    Dies betitelt die Raumsondierung im Bohrloch.

Ständer

    Im Holzfachwerkbau betitelt dies die senkrechten Konstruktionshölzer.

Ständerbauweise

    Eine Skelett-Konstruktion aus Stützen, Balken, Pfosten etc., welche mit Mauerwerk oder Bauplatten ausgefacht wird.

ständige Last

    Dies ist zum Beispiel die Eigenlast, eine Last die ständig vorhanden ist.

Standöle

    Dies sind, durch längere Erwärmung unter Luftabschluss polymerisierte und dadurch eingedickte Lacköle; z. B. ergibt Lackleinöl Leinöl-Standöl.

Standrohr

    • Das Aufsatzrohr bei Unterflurhydranten.
    • Das an eine Wasser-Druckrohrleitung angebrachte, oben offene Rohr, mit einem Überlauf zum Ausgleich von Druckschwankungen oder auch zur Entlüftung.

Standsicherheit

    • Bei Putz und Mörtel: Vorgabe vom Deutschen Institut für Bautechnik, außen an Fassaden angebrachte Baustoffe müssen so sicher befestigt sein müssen, daß das Abscheren unmöglich wird.
    • Allgemein: Die Sicherheit gegen Kippen, bzw. Umkippen und Gleiten, bzw. Abrutschen etc.

Standsicherheitsnachweis

    Dies ist der Nachweis über die Standsicherheit wobei ein zusätzlicher Nachweis für die Tragsicherheit erforderlich ist .

Standspeicher

    Diese werden im Allgemeinen als Standard- oder Flachspeicher gebaut neben diesen gibt es auch Küchenspeicher, Hoch- und Niedrigspeicher.

Standstreifen

    Im Straßenbau ist dies der befestigte Seitenstreifen bei Straßen (hauptsächlich Autobahnen und andere Schnellstraßen) für das Halten in Notfällen.

Standzeit

    Im Fels und Tunnelbau ist dies der Zeitraum in welchem das Gebirge nach der Schaffung freier Flächen ohne Stützung standsicher bleibt.

Standvermögen

    Dies ist die Eigenschaft einer Beschichtung, an senkrechten Flächen nicht abzulaufen.

Stangengerüst

    Dies ist eine veraltete Gerüstbauart bei welcher die Ständer und Längsriegel aus Rundhölzern bestanden und mit Gerüstketten oder Bauklammern miteinander verbunden wurden.

Stangenschloss

    Dies ist beispielsweise ein Schloss einer Schranktür mit Stange, die über die ganze Länge der Tür geht und so u. a. vor dem Verziehen schützt.

Stärkeabscheider

    Aufgrund dessen, dass z.B. Kartoffelstärke in Abwasserleitungen zu kaum mehr beseitigbaren harten Ablagerungen führt wird ein Einbau von Stärkeabscheidern in Betrieben verlangt, in welchen stärkehaltiges Wasser anfällt.

Stärkekleister

    -->Kleister

Stärke von Furnier

    -->Furnierstärke

Starkschnitt

    -->Furnierstärke

Starreinspannung

    Dies betitelt die Randbedingungen eines Stabes oder Bauteils, bei welchen die Verschiebungen und Verdrehungen gleich null sind.

Starrkörperbewegung

    Dies betitelt die Bewegung eines Körpers, bei der sich selbiger nicht verformt.

Statik

    Lehre vom Gleichgewicht der Kräfte, die auf starre Körper einwirken. (Ermittlung der auf ein Bauwerk einwirkenden Kräfte). Oft wird auch von der Beschreibung des Kraft- und Verschiebungszustandes ruhender Systeme gesprochen.

Statiker

    Hierbei handelt es sich um einen Sonderfachmann, der die Tragwerksplanung gemäß dem Leistungsbild des § 64 HOAI tätig wird.

stationärer Zustand

    Dies ist ein Zustand bei welchem die jeweiligen Parameter zeitunabhängig sind.

statisch bestimmt

    Dies betitelt einen Zustand welcher allein durch Gleichgewichtsbedingungen berechenbar ist.

statisch bestimmtes Grundsystem

    Hieran werden alle Rechenvorgänge bei statisch unbestimmten Systemen und Anwendung des Kraftgrößenverfahrens durchgeführt. Dieses statisch bestimmte Grundsystem entsteht durch Lösen der den gewählten statisch Unbestimmten zugeordneten Bindungen. Statisch bestimmte Grundsysteme werden auch als statisch bestimmte Hauptsysteme betitelt.

statisch bestimmtes Hauptsystem

    -->statisch bestimmtes Grundsystem

statisch bestimmte Systeme

    Dies sind Systeme, deren Schnitt- und Auflagergrößen sich allein aus Gleichgewichtsbedingungen errechnen lassen .

statische Berechnung

    Allgemein erklärt betitelt dies den Tragsicherheitsnachweis für ein Bauwerk.

statische Randbedingungen

    Dies sind Randbedingungen für Kraftgrößen.

statischer Satz

    Eine Belastung deren Schnittgrößen die Gleichgewichtsbedingungen erfüllen und die Grenzschnittgrößen der Querschnitte nicht überschreiten, ist kleiner oder höchstens gleich der Traglast.

statisches Moment

    Dies ist das Produkt aus Fläche und Schwerpunktabstand von der Bezugsachse. Der Begriff statisches Moment ist nicht mehr gebräuchlich, heute spricht man vom Flächenmoment 1. Grades.

statisches System

    Dies ist ein idealisiertes Modell für die statische Berechnung eines Tragwerks, hierbei wird z.B. ein Stab durch eine Linie ersetzt, welche mit der Stabachse identisch ist.

statisch Unbestimmte

    Hier handelt es sich um unbekannte Auflager und Schnittgrößen eines statisch unbestimmten Systems, welche nach dem Kraftgrößenverfahren aus den Verträglichkeitsbedingungen berechnet werden.

statisch unbestimmte Systeme

    Dies sind Systeme deren Auflager- und Schnittgrößen sich nicht allein aus Gleichgewichtsbedingungen, sondern nur mit Hilfe zusätzlicher Verträglichkeitsbedingungen bestimmen lassen.

Stauanlage

    Dies ist ein Absperrbauwerk inkl. dem Staubecken oder Speicherbecken und den Betriebseinrichtungen. Es wird unterschieden in:

    • Talsperre
    • Hochwasserrückhaltebecken
    • Pumpenspeicher
    • Staustufe
    • Sedimentationsbecken
    • Stauteich
    • Geschiebesperre

Staubdecke

    Eine Staubdecke ist eine Glaszwischendecke über welcher sich i.d.R. ein lichtdurchlässiges Sheddach befindet. Bei Staubdecken, an welche Glaswände anschließen wir der Zwischenraum zwischen Glaswand und Glasdach meist dazu genutzt, um hier Installationsleitungen oder Kanäle von raumlufttechnischen Anlagen unterzubringen. Die Staubdecke dient auch zur Wärmedämmung (Energieeinsparung), den im Zwischenraum aufgewirbelten Staub abzuhalten und letztendlich auch zur Verschönerung der Raumgestaltung durch eine gute Optik der Decke. Die Scheiben sitzen i.d.R. in einem Stahlrahmen mit einzelnen Fächern oder Feldern und diese bestehen aus Winkeleisen und/oder T-Profilen, manchmal eingekittet. Als Problematik gilt oft, dass die Staubdecken von der Oberseite nur schlecht zu reinigen sind und der dort abgelagerte Staub den Lichteinfall behindert. Bei solchen Reinigungsarbeiten sind entsprechende Unfallverhütungsvorschriften für Arbeiten auf Glasdächern zu beachten.

Staubsauganlage

    Bestehend aus Anschlussdosen in den Räumen, Rohrleitungssystem im Gebäude, Zentraleinheit und Steuerung, dient diese Anlage,, als zentrale Staubsauganlage, dazu, Mokrostaub, Bakterien, Viren oder auch mit Pollen belasteten Staub über ein Rohrsystem vollkommen aus den Räumen entfernen zu können.

Stauchung

    Dies ist eine Verkürzung, also eine negative Dehnung.

Staudamm

    Dies ist ein Absperrbauwerk welches überwiegend aus natürlichen - oft geschütteten - Baustoffen besteht.

Staudruck

    Staudruck entsteht z.B. bei Warmwasserbereiter, wenn das in den Behälter einströmende Wasser nicht in gleichem Maße ausfließen kann. Bei offenen, drucklosen Warmwasserbereitern darf bei voll geöffnetem Wasserventil kein höherer Staudruck als 1 bar auftreten. Der Wasserzulauf muss durch einen eingebauten Durchflussbegrenzer oder ein Drosselventil begrenzt werden.

Staumauer

    Dies ist ein Absperrbauwerk aus Beton. Früher wurde es aus Mauerwerk erstellt.

Stauraum

    Dies ist der Raum zwischen der Talmulde und einer ideellen Ebene in Höhe der Überlaufkrone des Absperrbauwerks oder der Oberkante des Verschlusses in Staustellungen. Die Einteilung erfolgt in:

    • Totraum
    • Betriebsraum
    • Reserveraum
    • Hochwasserrückhaltebecken

Staustufe

    Dies ist eine Stauanlage welche im Wesentlichen nur den Fluss und nicht die ganze Talbreite absperrt.

Steamer

    Dies betitelt das Kochen mit Wasserdampf unter Druck bis max. 120 Grad Celsius.

Steckbord

    Im Möbelbau ist dies Bord, welches in ein -->Paneel gesteckt werden kann.

Steckdosen

    Höhenmaße bei Haushaltsküchen -->Elektroanschlüsse in Haushaltsküchen.

Steckverbindung

    Dies ist eine Verbindung welche z.B. im Gerüst- und Stahlbau und für Montagezwecke eingesetzt wird. Bei dieser Verbindung werden die zu verbindenden Teile ineinander gesteckt oder mittels ineinandergesteckter Teile zusammengehalten.

Steckwalm

    Bei dieser, nicht echten Walmkonstruktion, stehen die Sparren des Walms auf den Enden von flächenförmigen, über die Giebelwand auskragenden, Balken. Man findet diese Konstruktionen vor allem im Schaumburger und Mindener Land bei älteren ländlichen Gebäuden.

Stegblech

    Dies ist ein Blech welches zur Ver- bzw. Aussteifung einer Konstruktion dient. Es kann sich hierbei z.B. um dreieckige Stützbleche im Aufstandsbereich eines Stahlpfeilers handeln welche im Fußbereich stehend an den Pfeiler und der Bodenplatte angeschweißt werden.

stehende Pfahlgründung

    Hierbei werden bei den Druckpfählen die Lasten hauptsächlich über Spitzendruck am Pfahlfuß abgetragen. Die Mantelreibung spielt hierbei nur eine untergeordnete Rolle.

Stehender Dachstuhl

    -->Liegender Dachstuhl

Stehfalz

    Der Stehfalz ist eine Verbindungsart für Blechdeckungen von geneigten Dächern. Die Blechtafeln werden hierbei an den Seiten aufgekantet und dicht nebeneinander gelegt, so dass die Aufkantungen durch einmaliges Umfalzen oder doppeltes Falzen so miteinander verbunden werden, dass quer zur Falzrichtung, Kraftschluss, in Falzrichtung jedoch beweglichkeit besteht.

Stehfalzdeckung

    -->Stehfalz

Steife

    • Im Stahlbau betitelt dies ein Blech, welches für ein tragendes druckbeanspruchtes Bauteil das seitliche Ausweichen verhindert oder ein Blech welches Umlenk- oder Lasteinteilungskräfte überträgt.
    • In der Geotechnik betitelt dies z.B. einen Druckstab zur Abstützung einer Baugrubenwand gegen die gegenüber liegenden Baugrubenwände oder die Baugrubensohle.

Steifemodul

    Dies ist z.B. ein Kennwert zur Berechnung von Setzungen des Bodens. Berechnet wird das Steifemodul aus Kompressionsversuchen. Das Steifemodul des Bodens hat in etwa die Bedeutung wie das Elastizitätsmodul anderer Materialien.

Steifemodulverfahren

    Dieses Verfahren dient der Ermittlung der Setzungseinflusslinie unter Benutzung des Steifemoduls des Bodens und zur Bestimmung der Sohldruckverteilung unter z.B. Fundamenten.

Steifenvorspannkraft

    Dies ist die Kraft, mit welcher eine Steife z.B. mit einer hydraulischen Presse, zur Verringerung der Verformung, vorgespannt wird.

Steifigkeit

    Dies ist der Quotient aus Kraft und kraftparalleler Verschiebung (analog zur Festlegung für Moment und Drehwinkel).

Steifigkeitsgruppen bei Trittschalldämmstoffen

    Steifigkeitsgruppen werden je nach Art des Trittschalldämmstoffes und dessen dynamischen Steifigkeit wie folgt unterteilt:

Dammstoffe für die Trittschalldämmung

Steifigkeitsgruppe

Anforderungen an den Mittelwert der dynamischen Steifigkeit s
(Einzelwerte dürfen den Wert der Steifigkeitsgruppe um nicht mehr als 5 % überschreiten)
MN/m3

    50

        </= 50

    40

        </= 40

    30

        </= 30

    20

        </= 20

    15

        </= 15

    10

        </= 10

    7

        </= 7

Faserdämmstoffe für die Trittschalldämmung

Steifigkeitsgruppe

Anforderungen an den Mittelwert der dynamischen Steifigkeit s
(Zulässige Überschreitung der Einzelwerte 5 %.)
MN/m3

    90

        </= 90

    70

        </= 70

    50

        </= 50

    40

        </= 40

    30

        </= 30

    20

        </= 20

    15

        </= 15

    10

        </= 10

    7

        </= 7

Holzfaserschalldämmstoffe für Trittschalldämmung

Steifigkeitsgruppe

Anforderungen an den Mittelwert der dynamischen Steifigkeit s
(Einzelwerte dürfen den zulässigen Grenzwert der Steifigkeitsgruppe um nicht mehr als 5 % überschreiten)
MN/m3

    S10

        </= 10

    S15

        </= 15

    S20

        </= 20

    S30

        </= 30

    S40

        </= 40

    S50

        </= 50

    S60

        </= 60

Steifigkeitsmatrix

    Diese ist definiert durch die Beziehung der Kraftgröße gleich Steifigkeitsmatrix mal dem Verschiebungsgrößenvektor . Wobei hierbei die Komponenten der beiden Vektoren einander zugeordnet sind.

steifkantiges Faltwerk

    Hier sind die Faltwerksflächen in den Falten biegesteif miteinander verbunden.

Steigeisen

    Die Steigeisen dienen als Auftritt und Handgriff in:

    • der Wandung eines Einstiegschachtes.
    • als Sicherheitstritt für Abwasserreinigungsanlagen.
    • zum Besteigen von Holzmasten.
    • etc.

Steigender Bogen

    -->Einhüftiger Korbbogen

Steigleiter

    Hier handelt es sich zumeist um eine festangebrachte, senkrecht stehende Leiter. Sie besteht in den meisten Fällen aus eisernen Holmen und Sprossen, bei größeren Höhen ist sie mit Schutzbügeln ausgestattet.

Steigleitung

    Senkrechte, vom Hausanschlussraum bzw. Verteiler in die Geschosse führende Versorgungsleitungen der Elektro-, Sanitär- oder Heizungsanlage.

Steigschacht

    Hier handelt es sich z.B. um einen vertikalen Installationsschacht.

Steigstrang

    -->Steigleitung

Steigungshöhe

    I.d.R. betitelt dies das Höhenmaß zwischen zwei Trittstufen.

Steildach-Dämmelemente

    Industriell vorgefertigte Dämmelemente für -->Steildachdämmungen.

Steildachdämmung

    -->Dämmung

Steinansatz

    Dies betitelt die Ablagerung von Kalk bzw. die sich bildende Kalk-Rostschicht in Wasserleitungen und Geräten.

Steindamm

    Dies ist ein Staudamm aus gebrochenem Fels oder/und natürlichen Steinen, welche zur Erstellung des Damms lagenweise geschüttet werden.

Steinformate

    -->Ziegelformate

Steingut

    -->Feinkeramik

Steingutbelag

    Dies betitelt einen Bodenbelag aus Steingut (-fliesen).

Steinholz

    -->Steinholzestrich

Steinholzestrich

    Estrichart aus einer Mischung von Magnesia mit Füllstoffen wie z. B. Sägemehl, Sägespäne.

Steinkohle

    Aus den gasreicheren Flamm- und Fettkohlen werden vor allem Gas und -->Koks gewonnen. Die gasärmeren Eß- und Magerkohlen, vor allem der nur in geringer Menge anfallende Anthrazit, sind besonders als -->Brennstoffe (-->feste Brennstoffe) für die Ofenheizung geeignet.

Steinkohleeinheit

    Kurzbezeichnung: SKE. Dies betitelt die Energiemenge von einer Tonne Steinkohle = 8140 kWh.

Steinkohleflugasche

    Kurzbezeichnung: SFA. Zusatzstoff für z.B.Betone und Zement etc... dient zur Erhöhung des Mehlkorngehaltes, Verringerung der Entmischung, Herabsetzung der Wärmeentwicklung und zur Erhöhung der Wasserundurchlässigkeit. Es handelt sich hierbei um einen feinkörnigen, weitgehend glasigen, mineralischen Staub, welcher überwiegend aus nichtbrennbaren Bestandteilen von Steinkohle besteht und durch Filter aus den Abgasen des Kraftwerks abgeschieden wird.

Steinkohlenteer

    Dieser fällt hauptsächlich bei der Verkohlung von Steinkohle an. Er besteht hauptsächlich aus Pech und diversen Teerölen.

Steinkohlenteerpech

    Dies ist ein plastisch bis fester Rückstand der Destillation von Steinkohleteer und findet als solches keine technische Anwendung.

Steinkohlenteer-Spezialpech

    Dies ist -->Steinkohlenteerpech, deren chemische und physikalischen Eigenschaften durch z.B. Polymerisation verändert wurde.

Steinschliff

    Beim Schleifen von Steinbelägen oder Bauteilen aus Stein wird im Trockenschleif- oder Nassschleifverfahren vorgegangen. Ähnlich wie beim Schleifen von Holz sind die Maschinen (Winkelschleifer, Scheibenschleifmaschine etc.) hierbei auf geringere Drehzahlen ( oftmals regelbar von 0 bis ca. 2500 U/min) ausgelegt. Man schleift hauptsächlich mit stein- und/oder diamantbesetzten Schleifmitteln, welche je nach Steinart und Abtragmenge zu wählen sind.

Steinwolle

    -->Mineralfaser

Steinzeug

    Dies sind, zum Sintergut zählende, dichte farbige Erzeugnisse, meist mit einer Salz- oder Lehmglasur überzogen, z. B. Klinker, Wandplatten und Abwasserrohre. -->Feinkeramik

Steinzeugbauteil

    Diese wasserdichten Bauteile sind aus Steinzeug, mit einer Salz- oder Spatglasur überzogen, wie z.B. das - ->Steinzeugrohr.

Steinzeugbelag

    Hier handelt es sich um einen Bodenbelag aus einem porenarmen Keramikwerkstoff. Das schwindungsarme Material zeichnet sich wie folgt aus:

    • Hohe Festigkeit
    • Frostbeständigkeit
    • Chemische Widerstandsfähigkeit

Steinzeugrohr

    Für Abwasserleitungen und -kanäle, aus glasiertem Steinzeugton, form-, chemikalien- und abriebbeständig.

Steinzeugscherben

    -->Fliesenherstellung

Steinzugfestigkeit

    Steinzugfestigkeit Fbz (nach DIN 1053):

Steinart

Fbz

Hohlblocksteine

0,025 x fbk

Hochlochsteine und Steine mit Grifflöchern oder –öffnungen

0,033 x fbk

Vollsteine ohne Grifflöcher oder –öffnungn

0,040 x fbk

fbk = charakteristischer Wert der Steindruckfestigkeit (Steinfestigkeitsklasse)

Stele

    Ist ein freistehender Standpfeiler meist reliefgeschmückt oder auch mit Inschrift als antikes Grabmal.

Stellfläche

    Dies sind z.B. bei Küchen (-->Kücheneinrichtung) und Bädern die frei zu haltenden Bewegungsflächen und Mindestabstände von Einrichtungen.

Stellglied

    Das Stellglied ist ein an den Ölregler gekoppeltes oder in den Ölregler integriertes Bedienteil zum Einstellen des Heizöldurchflusses von Geschlossen- bis Großstellung.

Stellplätze

    Dies sind Flächen die dem Abstellen von Fahrzeugen außerhalb der öffentlichen Verkehrsfläche dienen. Stellplätze gelten wie Garagen als bauliche Anlagen, sie sind jedoch bis zu einer bestimmten Größe von der Genehmigungspflicht befreit. Nach den Landesbauordnungen dürfen bauliche Anlagen, bei welchen ein Zugangs- oder Abgangsverkehr zu erwarten ist, nur dann errichtet werden, wenn Stellplätze oder Garagen in ausreichender Größe sowie in geeigneter Beschaffenheit hergestellt werden.

Stellwerk

    Im Gleisbau handelt es sich hierbei um eine mechanisch, elektronisch oder elektrisch betriebene Anlage zur Steuerung der Weichen- und Signaleinrichtungen.

Stelzsystem

    Dies ist ein System, welches auf Stelzen (Füßen) aufgebaut wurde und somit nicht vollflächig auf dem Untergrund liegt z.B. ein Balkongeländer.

stemmen

    Das Stemmen betitelt die Herstellung von Vertiefungen in Holz und Holzwerkstoffen, man spricht hier von Einstemmen. Zum Stemmen benutzt man Lochbeitel, Hohlbeitel und Stechbeitel, welche i.d.R. mit einem Klüpfel als Schlagwerkzeug genutzt werden. Gestemmt werden zum Beispiel Schwalbenschwänze oder Zinken. Bei Rahmenverbindungen wird am Zapfen ein Nutzapfen angearbeitet, damit sich die Rahmenhölzer nicht verdrehen oder werfen können. Auf der Austrittsseite des Zapfenlochs kann der Zapfen verkeilt werden. Gestemmte Rahmenecken werden für stärker beanspruchte, schwere Rahmen wie Türrahmen und Rahmen für Fensterläden verwendet. Bei gestemmten Türen ist der Rahmen des Türblattes und dessen Blattfüllung gestemmt eingebracht.

Ster

    Dies ist ein altes Holzmaß, welches auch heute noch oft z.B. bei Brennholz angewendet wird. 1 Ster entspricht etwa einem Holzstapel in der Größe von 1m x 1m x 1m, man geht hierbei von = 0.7m3 Holz aus. Das Gewicht eines Sters ist vom Holz abhängig, es bewegt sich zwischen 500 - 600 kg/Ster.

Sterngewölbe

    Gewölbeart,  ähnlich dem -->Kreuzgewölbe, jedoch kreuzen sich hier Spitzgewölbe.

Sternrisse beim Holz

    Holzfehler: diese entstehen durch Spannungen bei der Verkernung des Holzes und auch durch unregelmässiges Trocknen, das Kernholz trocknet schneller, zieht sich somit zusammen und platzt.

Steroide

    Dies ist eine Gruppe organischer Verbindungen, die aus 4 Kohlenwasserstoffringen besteht. Man findet sie in einer großen Vielfalt in der Natur.

Stethoskop

    Dient zur einfachen und Preisgünstigen Prüfung von Holz auf Holzbockbefall, hierbei werden mit Hilfe des Stethoskopes eventuelle Fraßgeräusche der kleinen Tierchen abgehört.

Steuernagel

    Als Steuernagel wurden früher Regenabwasserfilter bezeichnet die zwischen dem Fallrohr und der Kanalanschlußleitung (Erdzugangsleitung zum Kanal) montiert wurden. Heute werden hierfür Regeneinlaufdeckel in der Regel mit Regeneinlaufrosten und Schlammeimern (zzgl. Geruchsverschluss) verwendet (ähnlich der Hofentwässerung).

Steuerung

    I.d.R. wird bei einer Steuerung die zu beeinflussende Größe nicht gemessen, sondern es wird an ihrer Stelle eine Ersatzgröße gemessen, welche den Schaltvorgang auslöst.

StGB

    Abkürzung für Strafgesetzbuch.

Stich

    Dies ist die Stichhöhe von z.B. einem Gewölbe.

Stichbogen

    Dies ist ein flacher Segmentbogen.

Stichkanal

    Dies ist ein, von einer Wasserstraße abzweigender, Schifffahrtskanal ohne Anschluss an eine weitere Wasserstraße.

Stichkappe

    Dies ist ein, in die Gewölbe- oder Kuppelfläche einschneidendes, kurzes, kleines Tonnengewölbe. Entweder senkrecht zur Achse von Tonnengewölben oder zum Mittelpunkt von Kuppeln angeordnet.

Stichmaß

    Dieses ist ein Hilfsmaß zur Ermittlung der Istabweichung von der Ebenheit und der Winkligkeit, der Abstand eines Punktes von einer Bezugslinie.

Stichmaßkontrolle

    Dies ist die erforderliche Maßkontrolle zur Feststellung des rechten Winkels, sie ist beschrieben in DIN 18 203 Teil 1.

Stiege

    In Österreich ist eine Stiege allgemein eine Treppe, in Deutschland betitelt eine Stiege eine schmale und steile Treppe.

Stiel

    • Der senkrechte Teil eines Rahmens.
    • Weitere Bezeichnung für einen -->Ständer.
    • Besenstiehl, Schaufelstiel o.ä.

Stillliegezeit

    Dies ist ein Bestandteil der -->Vorhaltezeit von Baumaschinen, während der durch äußere Einflüsse ein Stilllegen des Gerätes erzwungen wird.

Stirnplattenstoß

    Dies ist derjenige Stoß, bei welchem die Kräfte durch je ein senkrecht zur Bauteilachse angeordnetes Blech bzw. Stirnplatte übertragen werden.

Stoa

    In der griechischen Architektur eine freistehende, langgestreckte Säulenhalle, manchmal zweigeschoßig, mit geschlossener Rückseite.

Stock

    Bei Holz ist dies die Bezeichnung für das untere Stammende.

Stocken

    Steinmetzmäßige Bearbeitung eines Naturwerksteines.

Stockflecken

    Bei Holz, insbesondere bei Furnieren handelt es sich hierbei um Fäulnisflecken die sich als Verfärbung im Furnier abzeichnen.

Stockwerkheizung

    Auch als Etagenheizungen betitelt handelt es sich hierbei um kleinere Zentralheizungen für ein Stockwerk, bzw. eine Wohnung.

Stoffraumrechnung

    Dies betitelt die rechnerische Ermittlung der Zusammensetzung des Betonvolumens aus dem Stoffraum der Ausgangsstoffe.

Stofftransport

    Dies betitelt insbesondere den Transport von Luft und Feuchte aufgrund von unterschiedlichen Mechanismen.

Stollen

    Ein Stollen verläuft im Gegensatz zu einem Schacht horizontal oder flach geneigt. Es handelt sich hierbei um einen unterirdischen Hohlraum welcher i.d.R. einen geringeren Querschnitt als ein Tunnel hat.

Stollenbau

    Dies beinhaltet alle Arbeiten im Zusammenhang mit der Herstellung eines Stollens.

Stopfarbeiten

    Dies betitelt die maschinelle Verdichtung eines Schotterbetts.

Störkörper

    Dies betitelt die Einbauten in Tosbecken oder Toskammern zur Verbesserung der Energieumwandlung.

Störmeldeanlage

    Dies ist die Schaltwarte zur Überwachung der Betriebszustände einer RLT-Anlage mit Tableau-Anzeige in der Störmeldezentrale.

Störungsabwehrklausel

    Lt. Baunutzungsverordnung: Bauliche Anlagen sind im Einzelfall unzulässig, wenn von ihnen Belästigungen oder Störungen ausgehen können, die nach der Eigenart des Baugebiets, in welchem sie verwirklicht werden sollen, im Baugebiet selbst oder in dessen Umgebung unzumutbar sind. Ebenso sind sie unzulässig, wenn sie solche Belästigungen oder Störungen ausgesetzt werden können.

Stöße bei Bewehrungen

    Diese dienen der Bewehrungsverlängerung, es lassen sich mit ihrer Hilfe Arbeits- und Betonierabschnitte überbrücken. Beim Stoß findet eine Kraftübertragung von einem zum nächsten Bewehrungsende statt. Grundsätzlich werden zwei Arten unterschieden:

    • Direkte Stöße wie z.B. Metallverbindungsstöße mit Schweißnaht, Gewinde- oder Muffenstöße.
    • Indirekte Stöße, auch als Übergreifungsstöße betitelt. Diese Stöße müssen konstruktiv und ausführungsseitig sorgfältig geplant und hergestellt werden. Man sollte sie nicht in hochbeanspruchte Bereiche legen, da diese Stöße immer querschnittschwächende Stellen sind.

Stoßfuge

    Senkrechte Mauerwerksfuge.

Stoßlückengleis

    Im Gleisbau ist dies ein Gleis aus walzlangen, mit Stoßlücken verlegten und durch Stahllaschen verbundenen Schienen.

Stoßlüften

    Dies betitelt ein kurzzeitiges, vollständiges Öffnen der Fenster um hierbei die Raumluft auszutauschen.

Straflo-Turbine

    Dies ist eine Sonderform der Kaplan-Turbine, bei ihr fließt das Wasser gerade zu, man spricht hier von Straight Flow (engl. für gerade fließen). Diese Turbine hat einen Außenkranzgenerator, welcher außerhalb des Strömungskanals konzentrisch um die Turbine herum angeordnet ist. Die Generatorpole liegen hierbei auf einem Außenkranz, welcher fest mit den Laufradschaufeln verbunden ist.

Strahlenschutzbeton

    Dieser Beton, welcher zumeist als Schwerbeton hergestellt wird, ist ein Beton welcher entweder nur gegen energiereiche radioaktive Strahlungen schützen soll oder zusätzlich auch eine tragende Funktion erfüllt.

Strahlenschutztür

    Allgemein handelt es sich um eine Tür mit speziellen Schutzanforderungen (je nach Einsatz und Strahlungsvorkommen) zu strahlenbelasteten Räumen.

Strahlungsheizung

    Hierbei ist die Lufttemperatur bei gleicher Empfindungstemperatur niedriger als die Oberflächentemperatur der Umschließungsflächen.

Strahlungsleistung

    Dies ist der von einem System in Form elektromagnetischer Wellen emittierter, absobierter oder übertragener Wärmestrom.

Strangfalzziegel

    Flacher Dachziegel mit Seitenverfalzung, bei der Deckung entsteht eine nach oben gerichtete Deckfuge.

stranggezogene Fliesen

    Diese Fliesen entstehen indem die Grundmasse im Endlosstrang durch eine Schneckenpresse geformt und anschließend gebrannt wird.

Strangpressplatten

    Holzspanplatte; unterschieden wird hierbei von Strangpressvollplatten (SV) und Strangpressröhrenplatten (SR),  bei den Strangpressplatten liegen die Späne parallel zur Plattenebene, die Herstellung findet in vertikalen, beheizten Kanälen statt, erhöhte Querzugfestigkeit, jedoch eine geminderte Biegezugfestigkeit dies ist auch der Grund für die Herstellung mit beidseitiger Beplankung aus z.B. Kalanderplatten (-->Kalanderspanplatten), Hartfaserplatten etc.

Strangpressverfahren

    • Für Metalle: Hierbei wird Metall in heißem, nicht flüssigem, Zustand als Strang durch Führungsprofile gepresst. Die gewünschte Endform erhält das Material durch eine stufenweise Verkleinerung des Profils bis zur gewünschten Größe.
    • Bei Dachziegel oder Mauerziegel etc.: Hierbei wird die Rohmasse von Dachziegeln, Mauersteinen oder auch Klinker etc. durch Formen gepresst und anschließend bei einer bestimmten Temperatur gebrannt (Dachziegel i.d.R. bei ca. 900° C.)

Straßenablauf

    Dies ist ein Bauteil im Straßenbau welcher das Oberflächenwasser aufnimmt und in die Entwässerungsanlage einführt.

Straßenaufbruch

    Dies sind mineralische Stoffe, welche hydraulisch mit Bitumen und Teer gebunden oder auch ungebunden im Straßenbau Verwendung finden.

Straßenbankett

    -->Bankett

Straßenbaubitumen

    Dies ist ein Bitumen welches vorwiegend im Straßenbau zum Einsatz kommt.

Straßenbaulast

    Die Straßenbaulast umfasst alle mit dem Bau und der Unterhaltung der Straßen zusammenhängenden Aufgaben. Die Träger der Straßenbaulast haben nach ihrer Leistungsfähigkeit die Straßen so zu bauen, zu unterhalten, zu erweitern oder sonst zu verbessern, dass sie dem regelmäßigen Verkehrsbedürfnis genügen. Soweit sie hierzu außerstande sind, haben die Straßenbaubehörden auf den nicht verkehrssicheren Zustand, vorbehaltlich anderer Anordnungen der Straßenverkehrsbehörden, durch Verkehrszeichen hinzuweisen. Bei öffentlichen Straßen auf Deichen umfasst die Straßenbaulast auch die Pflicht zur Beseitigung von Schäden am Deichkörper, die durch Benutzung der Straße entstehen, sowie die Wiederherstellung der Straße, falls eine Veränderung des Deichkörpers aus Gründen der Deich Verteidigung oder der Landessicherung erforderlich ist. Die nach Deichrecht zuständige Behörde kann aus Gründen der Deichverteidigung oder der Landessicherung verlangen, dass der Träger der Straßenbaulast die zur Unterhaltung der Straße notwendigen Arbeiten gegen Erstattung der Kosten dem Träger der Deicherhaltung überträgt.

Straßenbaulastträger

    Der Straßenbaulastträger ist zuständig für den Bau neuer Straßen bzw. die Änderung bestehender Straßen. Je nachdem um welche Straßenklasse es sich handelt, ist auch der Straßenbaulastträger unterschiedlich, dies kann die Bundesrepublik Deutschland, das Bundesland oder ein Landkreis sein.

Straßenbefestigung

    Dies betitelt die Schichten der Straße im Oberbau und ggf. die Verfestigung der oberen Lage des Unterbaus bzw. des Untergrunds im Bereich der Verkehrsfläche und der befestigten Seitenstreifen.

Straßenbeton

    Hier wird ein Festbeton gefordert, welcher hohe Druck- und Biegezugfestigkeit, hoher Verschleißwiderstand, hohe Frost-Tausalz-Widerstandsfähigkeit und gute Griffigkeit und Ebenheit aufweißt.

Straßenfertiger

    Dies ist eine Straßenbaumaschine, welche das heiß angelieferte Asphaltmischgut höhen- und längengenau auf einer vorbereiteten Unterlage einbaut und vorverdichtet. Weitere Bezeichnungen sind Asphaltstraßenfertiger oder auch Schwarzdeckenfertiger.

Straßenfräse

    Hier handelt es sich um eine Baumaschine für den Straßenbau welche mittels einer gegen die Fahrrichtung rotierenden, mit Meißeln bestückten Fräswalze Fahrbahnbeläge höhengenau abträgt.

Straßenkategorien

    Dies ist eine Unterteilung der Straßen einer Kategoriegruppe nach der räumlichen oder auch örtlichen Bedeutung der zu erfüllenden Funktionen unter Zuweisung verkehrs- und entwurfstechnischer Merkmale.

Straßenkehricht

    Dies ist die Bezeichnung für Abfälle aus der Straßenreinigung, z.B. Laub, Streumittel, Reifenabrieb etc.

Straßenkrone

    Dies betitelt die Gesamtbreite der Straße zwischen den äußeren Grenzen der unbefestigten Seitenstreifen.

Straßenpech

    Dies ist eine Lösung von Steinkohlenteer-Spezialpech in Lösungsmitteln. Das Strassenpech wird vorzugsweise im Strassenbau verwendet.

Strebe

    Dies ist ein Konstruktionselement zur Aufnahme von Horizontalkräften an Bauwerken. Es kann sich hier z.B. um Streben im Holzfachwerkbau handeln welche zur Formstabilität von Wänden dienen oder auch um Strebenpfeiler bei Gewölben zur Aufnahme vom Gewölbeschub etc.

Streckenblock

    Dies ist im Gleisbau eine sicherungstechnische Einrichtung zur Regelung der Zugbelegung von Blockstrecken.

Streckencharakteristik

    Dies betitelt die Gesamtheit der baulichen und straßenräumlichen Merkmale eines Straßenzuges, die für das Verhalten der Fahrer auf einem zusammenhängenden Streckenabschnitt maßgebend sind.

Streckenlast

    Dies ist die Belastung, welche stetig über eine Länge verteilt ist. Sie wird definiert als Kraft pro Längeneinheit.

Streckennivellement

    Höhenmeßverfahren, bei der die Höhe eines Punktes von einem bekannten Höhenpunkt aus zu bestimmen ist.

Streckenschutzabschnitt

    Im Gleisbau handelt es sich hierbei um einen isolierten Gleisabschnitt hinter einer Verzweigungsweiche als Flankenschutz bei Überholungsgleisen für Güterzüge.

Streckgrenze

    -->Fließgrenze

Streckmetall

    Maschenartig geschlitztes Blech für die Verwendung als Putzträger.

Streichen

    • Das Anmalen von Wänden etc.
    • Dies ist die Himmelsrichtung, in der die Schnittlinie einer geneigten Erdschicht mit einer gedachten horizontalen Ebene verläuft. Die Angabe wird in Grad gemessen und gibt dem Fallen (-->Einfallen) eine genaue Raumlage einer Schicht an.

Streichwehr

    Dies ist ein schräg oder parallel zur Fließrichtung angeordnetes Wehr zur Ableitung eines Teils vom Abfluss.

Streifenfundament

    Ist die häufigste Art der Fundierung bei Hochbauten, sie werden unter allen belastenden Wänden angeordnet.

Streulattung

    -->Streuschalung

Streuschalung

    Auch als Sparschalung betitelt handelt es sich hierbei um eine Holzverkleidung, bei der die einzelnen Bretter in regelmäßigem Abstand voneinander angeordnet sind.

Streustrom

    Allgemein handelt es sich hierbei um einen unbeabsichtigt aus stromführenden Leitern oder Anlagen in den Erdboden austretenden elektrischen Strom. Die Betitelung wird jedoch auch für über fremde metallische Anlagen zurückkehrende Teile des Schutzstromes kathodischer Korrosionsschutzanlagen verwendet.

Strickbau

    Als Strickbau betitelt man eine langbewährte Zimmermannstechnik bei welcher massive, oft hauslange, rechteckige und glatt gehobelte Holzstämme (Holzbalken) zu tragenden Wänden hochkant übereinandergeschichtet und über die Ecken ineinander verschränkt werden.

Stroh

    Speziell in Norddeutschland war Roggenlangstroh ein übliches Dachdeckungsmaterial, nicht zuletzt weil dies einen billigen Baustoff darstellte. Heute wird Stroh, als gehäckselte Faser oftmals zu Lehmputzen (-->Strohlehm) beigemischt. Das früher vorkommende Langstroh steht heute nicht mehr zur Verfügung, aufgrund des Anbaus kurzhalmiger Roggensorten und der modernen Mähdreschtechnik. Als weitere Möglichkeit, die immer mehr Anklang findet, ist die Nutzung von Stroh als Dämmstoff (Strohballendämmung, Baustrohballen) im vorgefertigten Holzbau oder auch für den Holz-Fertigbau zu nennen. Die allgemein kritischen Punkte von Stroh als Wärmedämmstoff konnten in diversen europäischen Forschungsarbeiten relativiert werden. Hier wurde im Speziellen festgestellt, dass die Schimmelbildung bei der Verwendung von Stroh in den Konstruktionen nachweislich nicht immer gegeben ist. Strohballendämmungen wurden mittlerweile weltweit und hier auch unter extremen Umweltbedingungen (z.B. in der Schweiz auf 1300 m Höhe oder im tropischen nordost Australien) ausgeführt, Schimmelbefall wurde nicht festgestellt (sofern keine Feuchtigkeit in das System eingedrungen ist). Auch das Brandverhalten (in der Konstruktion B2) und die Setzung im Bauteil ist mit anderen Dämmstoffen vergleichbar. Bevor Strohballen als Wärmedämmung eingesetzt werden können sollten allerdings folgende Punkte beachtet, bzw. eingehalten werden:

    • Die Stohballen sollten folgende Größen haben: Länge: 60 bis 90 cm; Breite: 46 bis 50 cm; Höhe 36 bis 40 cm.
    • Die Rohdichte sollte zwischen 80 und 90 kg/m³ betragen.
    • Der Feuchtegehalt des Strohs sollte < 15% sein.
    • Der Unkrautbesatz sollte < 0,5 gew.% betragen.
    • Der Restkornanteil sollte < 0,4 gew.% betragen.

    -->nachwachsende Rohstoffe

Strohballendämmung

    -->Stroh

Stohballenhaus

    Strohballenhäuser sind i.d.R. Holzskelettbauten deren Gefache (Wände, Böden, Decken, Dach) mit Strohballen gedämmt wurden.

    LITERATURTIPP ZUR STROHBALLENHÄUSER

      • Holzmann, Gerhard
        Häuser aus Stroh und Lehm
        Ausbau und Fassade, 2008
      • Natürliche und pflanzliche Baustoffe
        Vieweg+Teubner Verlag 2009

Strohdächer

    -->Rohrdächer

Strohdocken

    Dies waren ca. 35 cm lange Roggenstrohbüschel, welche bei Hohlpfannendeckungen zur besseren Ableitung des Niederschlagwassers im seitlichen Überdeckungsbereich der Ziegel verlegt wurden.

Strohlehm

    Dies ist ein Lehm-Stroh-Gemisch mit einer Dichte zwischen 1200 und 1700 kg/m³. Strohlehm dient hauptsächlich zur Herstellung von Zwischenwänden, Ausfachungen und beim Lehmstampfbau. -->Lehm

Strohschüttungen

    Auch als Leichtlehmzuschlag verwendet werden Strohschüttungen aus den getrockneten Halmen verschiedener Getreidesorten wie z.B. Roggenstroh oder Weizenstroh hergestellt.

Stohwulstfirst

    Dies ist eine Methode zum Erstellen des Firstes bei einem Reetdach. Das besondere Merkmal dieser Firstart ist die mit kräftigen Bandstöcken befestigte oberste Schilflage, die die einzelnen Schilfrollen mit einem Durchmesser von 12 bis 15 cm optisch klar erkennen lässt. Der oberste Firstabschluss wird hierbei ebenso wie beim Heidefirst mit Gras, Heidekraut oder Stroh gedeckt.

Stromarten

    Hierbei wird unterschieden in:

    • Gleichstrom: Der Strom fließt mit gleicher Stärke und stets gleicher Richtung.
    • Wechselstrom: Der Strom wechselt die Fließrichtung und Stärke ständig.
    • Drehstrom: Dieser dreiphasige Drehstrom entsteht durch sternfömige Anordnung der Spulen am Generator, jede Spule ist hierbei um 120 Grad versetzt, so dass Spannungen und Stromstärke jeweils um 1/3 Phase verschoben werden. Drehstrom liefert zwei verschiedene Spannungen, 230 Volt zwischen einem der drei Außenleiter und dem Neutralleiter und 400 Volt zwischen zwei verschiedenen Außenleiter.

Stromkreisverteiler

    Dies ist zugleich Sicherungs- und Schaltkasten. Im Stromkreisverteiler verteilen sich die einzelenen Stromkreise als dreiphasige Drehstrom- oder zweiphasige Wechselstromkreise.

Strommast

    Der Strommast (Freileitungsmast) ist eine Konstruktion für die Aufhängung (Aufnahme) elektrischer Freileitungen. Je nach Größe der Spannung werden (zumindest in Europa) Strommasten aus unterschiedlichen Materialien, bzw. Baustoffen hergestellt. Nachfolgend einige Beispiele:

    • Für Spannungen unter 50 kV zumeist Stahlfachwerk, Stahlrohr, Beton oder Holz.
    • Für Spannungen über 50 kV zumeist aus Stahlfachwerk.

Strommastenaufstellung

    Hierbei gilt allgemein, dass ein Grundstückseigentümer generell die Aufstellung von Strommasten und das Verlegen von Stromleitungen auf seinem Grundstück dulden muss, - sofern für ihn damit nicht unzumutbare Belastungen verbunden sind.

Strommastverlegung

    Dies betitelt allgemein die Umstellung bzw. Verschiebung eines Strommastens auf einem Grundstück. Befindet sich ein Strommast auf einem Grundstück, welches eines Tages Bauland wird, und möchte der Grundstückseigentümer ihn deshalb verlegen lassen, so muss er allgemein die Kosten dafür tragen.

Stromschiene

    Im Gleisbau ist dies die seitlich am Gleis isoliert angebrachte Strom führende Schiene.

Strömungssicherung

    Dies ist eine Maßnahme zur Regulierung des Abgasstroms z.B. bei Gasheizgeräten mit atmosphärischen Brennern.

Strosse

    Im Tunnelbau ist dies die seitliche Ausbruchsfläche eines Tunnelquerschnitts.

Strukturalismus

    Dies ist eine Architekturtheorie welche sich vor allem in den Niederlanden als Reaktion auf den Funktionalismus ca. 1965 bis 1975 entfaltete. Die Grundlage des Architekturentwurfs ist ein dreidimensional addierbares Raummodul, welches zu offenen und veränderbaren Strukturen gefügt wird.

Strukturanstriche (plastische Anstriche)

    Dies sind dickschichtig aufgetragene Anstriche mit einer, durch bestimmte Arbeitsverfahren erreichte Oberflächenstruktur.

Strukturbeton

    Dies ist das Resultat einer gezielten Formgebung der Schalung, der Bearbeitung der Frischbetonoberfläche oder auch der Oberfläche des erhärteten Betons.

Strukturieren

    Einer Oberfläche eine Struktur (Form, Aussehen etc.) geben. Bei Putzen -->Abreiben.

Strukturtapete

    Diese, i.d.R. unbedruckten Tapeten bestehen aus mittelschwerem, festem, holzhaltigem Papier. Die Oberfläche dieser Tapeten ist Strukturiert.

Stuckateur

    Bau- und Kunsthandwerk das sich hauptsächlich mit Stuck-, Putz-, Estrich- und Trockenbauarbeiten, sowohl in der Sanierung oder Rekonstruktion als auch im Neubau, beschäftigt.

Stuckeier

    Volkstümliche Bezeichnung für elektronisch berechnete Schallreflektoren (z.B. in Opernhäuser), sie sehen aus wie halbe Eier die aus den Wänden ragen.

Stückkalk

    Handelsform des Luftkalkes, grobkörnig oder stückig gebrannt.

Stufenloser Kran

    Dieser Kran wird nicht über eine Stufenregelung (1. Gang, 2. Gang, 3. Gang etc.) angetrieben, sondern die Antriebsgeschwindigkeit (Arbeitsgeschwindigkeit) kann hier stufenfrei reguliert werden. Dies ermöglicht eine sanftere Geschwindigkeitsregulierung.

stufenweise Auftragserteilung

    Bei dieser Art der Auftragserteilung werden zunächst nur einzelne -->Leistungsphasen in Auftrag gegeben, wobei sich der Auftraggeber vorbehält, weitere Leistungen an den Auftragnehmer zu beauftragen.

stufenweiser Aufbau

    Im Straßenbau ist dies ein Ausbau entsprechend einem Vollausbau, jedoch mit einem um eine oder zwei Schichten reduzierten und nach drei bis sechs Jahren entsprechend ergänzten Oberbau.

Stuhl

    • Ein kennzeichnedes Konstruktionsglied eines Pfettendaches (-->Liegender Dachstuhl, -->Stuhlsäule).
    • Ein Sitzmöbel mit Rückenlehne.

Stuhlsäule

    Dies ist ein vertikal stehender Pfosten bei stehenden Dachstühlen (-->Liegender Dachstuhl).

Stukkateur

    Dies ist die alte Schreibweise für -->Stuckateur.

Stülpschalung

    Waagrechte Holzverschalung mit schuppenartig übergreifender Anordnung der einzelnen Bretter oder geeigneten Profilbrettern, die ein Eindringen von Regenwasser in die Fugen verhindern.

Stulpschiene

    Bei Fenstern ist dies die sichtbare Abdeckung der -->Beschlagnut, welche i.d.R. über die Beschlagnut übergestülpt bzw. aufgesteckt wird.

Stumpfnaht

    Dies ist eine Schweißnaht zur Verbindung geneigt, senkrecht oder flach aufeinander stoßender Bauteile, wobei die Schweißnaht hierbei den Spalt zwischen den Bauteilen füllt. Je nach Form der Schweißnaht werden folgende Nahten unterschieden:

    • I-Naht
    • V-Naht
    • K-Naht
    • X-Naht
    • HV-Naht

Stundenlohnvertrag

    Bei einem solchen Vertrag ist die Bemessungsgrundlage für die Vergütung des Auftragnehmers nicht die tatsächlich erbrachte Leistung in ihrem Wert, sondern der Aufwand an Arbeit in Geld, der für die Erbringung der Bauleistung notwendig ist. In der VOB Teil A (§ 5) wird daher die Stundenlohnvereinbarung auf Bauleistungen geringen Umfangs, vor allem in Nebenleistungen, soweit diese Arbeit vorwiegend Lohnkosten verursacht, beschränkt.

Stundenverrechnungssatz

    Dies betitelt denjenigen Betrag der für eine Leistung o.ä. pro Stunde verrechnet wird.

Sturmflutsperrwerk

    -->Sperrwerk

Sturmhaken

    Befestigungsklammer zur Sturmsicherung von Dacheindeckungen mit z. B. Schiefer.

Sturmklammern

    Diese Klammern dienen zur Fixierung von Dachziegeln, Dachsteinen oder Dachplatten auf einer Traglattung, um somit größere Sicherheit gegen das Abheben bei starkem Windsog zu gewährleisten.

Sturmluke

    Mit Sturmluken wird das Abheben von Dachdeckungen verhindert. Vor allem an der deutschen Nordseeküste werden Strumluken eingesetzt. Sie öffnen sich bei Sturm durch den Windsog von selbst auf der Leeseite eines Daches und sorgen für einen Druckausgleich zwischen dem Dachraum und dem Unterdruckbereich auf der Leeseite.

Sturz

    Tragende, obere Begrenzungen von Maueröffnungen in geschwungener oder gerader Form.

Sturzwandplatte

    Dies ist ein freitragend, liegend angeordnetes Wandbauteil, welches neben seinem Eigengewicht durch ggf. darüber liegende Wandbauteile und geringfügige weitere Lasten (z.B. aus Dächern) oder neben der unmittelbar auf das Wandbauteil einwirkenden Windlast ggf. auch durch die Windlast angeschlossener Bauteile (wie z. B. Fensterbänder, etc.) belastet wird.

Stütze

    Dies ist ein Druckglied, das der Lastabtragung dient.

stützender Erddruck

    Dies ist ein, auf ein Bauwerk stützend wirkender Erddruck.

Stützflüssigkeit

    Dies ist eine, zum Zwecke der Stützung der Wandung eines Bohrlochs oder eines Schlitzes, eingebrachte thixotrope Flüssigkeit. Sie verhindert aufgrund des Flüssigkeitsdrucks das Gesamtversagen des Hohlraums sowie das Lösen von Einzelkörnen aus seiner Wandung.

Stützkern

    Im Tunnelbau ist dies eine Maßnahme zur Stützung der Ortsbrust.

Stützkörper

    Dies ist ein Teil eines Staudammes welcher zur Einleitung der auf den Staudamm wirkenden Kräfte in den Untergrund dient.

Stützlinie

    Nach der Stützlinie werden Bögen und Gewölbe für ständige Lasten konstruiert, hierbei wird die Bogen- oder Gewölbedicke so groß dimensioniert, dass die Stützlinien aller denkbaren Lastfälle im Kern liegen. Ein Bogen, welcher für eine bestimmte Belastung nach der Stützlinie geformt ist trägt diese nur über Normaldruckkräfte ab. Die Stützlinie für Gleichlast ist eine quadratische Parabel, in Scheitelnähe auch für die Eigenlasten eines Bogens mit gleich bleibendem Querschnitt.

Stützmaßnahmen

    Dies ist z.B. im Tunnelbau, im Stollenbau oder im Felshohlraumbau etc. eine technische Vorkehrung zur Stützung des Gebirges und zur Sicherung des unterirdischen Hohlraums.

Stützmauern

    Gärten in Hanglage, mit Böschungen oder gewollte Abstufungen in den Aussenanlagen, benötigen eine spezielle Absicherung des Erdreiches. Hierfür werden Stützmauern aus Holz- oder Betonpalisaden, verschiedenen Natursteinen, Holzstangen oder bepflanzbaren Betonelementen, errichtet. Stützmauern tragen die Lasten überwiegend über die Sohlfläche der Wand in den Baugrund ab (nicht zu verwechseln mit -->Stützwänden).

Stützmedium

    -->Stabilisierungsmedium

Stützmittel

    Dies sind konstruktive Elemente für Stützmaßnahmen wie z.B. Bewehrungen, Einbaubögen, Gebirgs- oder Erdanker etc.

Stützwand

    Stützwände dienen im Allgemeinen zur Abstützung von Geländesprüngen. Diese Wände leiten die Lasten überwiegend über das Erdauflager im Einbindebereich und eventuelle Abstüzungen ab.

Stützweite

    Dies betitelt die Entfernung zwischen den theoretischen Auflagerpunkten.

Stützweiten, Spannweiten und Abstände von Befestigungsmittel für Gipskartonplatten

St. Venantsche Torsion

    Diese beruht auf der Annahme, dass ein Torsionsmoment eines Stabes nur Schubspannungen, jedoch keine Normalspannungen hervorruft.

St. Venantsche Torsionssteifigkeit

    Auf den Stabquerschnitt bezogen ist dies das Torsionsmoment dividiert durch die Verdrillung des Stabmoments. Berechnet wird dieses als Produkt aus Schubmodul und Torsionsflächenmoment 2. Grades.

Style rayonnant

    Baustil der französischen Gotik, der sich durch sehr große, mit Glasmalerei geschmückte Rundfenster und die üppige Verwendung von Maßwerk auszeichnet.

Styrol

    Grundstoff vieler Kunststoffe, farblos eine zu den Kohlenwasserstoffen gehörende Flüssigkeit.

Styrol-Butadien-Kautschuk

    Kurzbezeichnung: SBR (hierbei steht das R für das englische Wort rubber = Gummi). Styrol-Butadien-Kautschuk ist ein Copolymer aus Butadien mit ca. 25 bis 30% Styrol. Es ähnelt dem Naturkautschuk und ist mit ihm verträglich. Beinhaltet das SBR aktive Füllstoffe so weist es eine hohe Abriebsfestigkeit und Hitzebeständigkeit vor. Dieser Kautschuk ist der in größtem Umfang gebrauchte Synthesekautschuk. Verwendung findet er für Autoreifen, Förderbänder, Schläuche, Kabelummantlungen, Moos- und Schaumgummi, Puffer u.a.m. Rohstoffname: Buna-Hüls.

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subakut

    Charakterisierung der Toxizität einer chemischen Substanz innerhalb eines Testzeitraums von max. 28 Tagen.

Submission

    Aus dem lateinischen (= Unterwerfung) stammender, veralteter aber dennoch oft gebrauchter Begriff für die Angebotseröffnung.

Substandardwohnung

    Bei dieser Wohnung befindet sich WC und/oder Wasserentnahme außerhalb der Wohnung.

Substanzklassen

    Substanzklassen für getuftete textile Bodenbeläge werden wie folgt dargestellt:

Bestandteil

Funktion

Verwendete Substanzklasse

Nutzschicht

Fasern

  • Kunststoffteppiche:
    Polypropylen, Polyamid, Polyacrylnitril, Polyester
  • Naturfaserteppiche:
    Schurwolle, Kokos, Sisal, Baumwolle

Grundschicht

Trägermaterial für Fasern

Polypropylen, Polyethylen, Baumwolle, Jute oder Leinen

Fixierung der Fasern auf dem Trägermaterial

Syntheselatex oder Naturlatex

Rückenschicht

Textilien, Syntheselatex, oder Naturlatex, Jute, Polyurethanschaum, Bitumen, PVC

Herstellung Syntheselatex:
Vulkanisationsbeschleuniger
Vulkanisationsverzögerer

Xanthogenate, Dithiocarbamate, Thiurame, Benzothiazole, Guanidine, Thioharnstoffderivate, Amin-Derivate, Organische Säuren, Phtalsäureanhydrid

Additive (Syntheselatex)

Antioxidantien (Alterungsschutz), Emulgatoren, Schwefel, Netzmittel, Acrylatverdicker, Kreide

Flammschutzmittel

Aluminiumtrihydrat (ATH), Ammoniumpolyphosphat (APP), Chlorparaffine plus Antimontrioxid (ATO), Decabromdiphenylether (DeBDE), Hexabromcyclododecan (HBCD), Tris(chlorpropyl)phosphat (TCCP)

Chemische Ausführung

Verringerung der Schmutzempfindlichkeit

Perfluortenside

Verringerung der elektrischen Aufladung bei Kunstfaserteppichen

Kaliumfomrmiat, Ammoniumverbindungen

Schutz gegen Motten- und Käferfraß bei Wollteppichen

Permethrin

Farbgebung

Färbemittel für gefärbte Teppiche

Anorganische Pigmente, organische Pigmente, organische Farbstoffe

Färbereihilfsmittel

Farbstofflösungs-, Farbstoffdispergier-, Farbstofffixier- und Farbstoffreduktionsmittel, Netz-, Gleit- und Egalisierungsmittel, Antistatika, Chlororganische Farbbeschleuniger

Druckpasten für bedruckte Teppiche

Anorganische Pigmente, organische Pigmente, organische Farbstoffe, Verdickungsmittel, Chemikalien zum Fixieren der Färbemittel auf den Fasern, Komplexbinder

Druckereihilfsmittel

Entschäumer, Netzmittel wie anionische Tenside

Quelle: Gesundheits- und Umweltkriterien bei der Umsetzung der EG-Bauprodukten-Richtlinie

Substituierte Phenole

    Dies sind aromatische Kohlenwasserstoffe mit einer oder mehreren Hydroxyl-Gruppen (OH-Gruppen) sowie anderen Substituten. Sie kommen in der Natur vor.

Substrat

    Substrat bedeutet Grundlage oder Grundsubstanz.

Subunternehmer

    Unternehmer, welche in einem Auftragsverhältnis (Werkvertragsverhältnis) zu einem Haupt-, General- oder Totalunternehmer stehen.

Sulfat

    Chemische Bezeichnung: SO2-4. Sulfate kommen als natürliche Stoffe in Böden oder auch gelöst in Wasser vor. Sie können bei zu hoher Konzentration treibenden Angriff auf Beton und Mörtel verursachen.

Sulfathüttenzement

    Dies ist ein Zement, der kaum freien Kalk, dafür aber über 75 % Hochofenschlacke enthält und deshalb besonders widerstandsfähig gegen chemische Einflüsse ist.

Sulfide

    Dies sind Salze der Schwefelwasserstoffsäure, Verbindungen des Schwefels mit Metallen, Nichtmetallen u. a., z. B. Zinksulfid, ZnS (Lithoponebestandteil), und Cadmiumsulfid, CdS (Cadmiumgelb).

Sumpfkalk

    Sumpfkalk nennt man gelöschten Kalk (-->Kalkteig), der einige Zeit in einer so genannten Sumpfgrube gelagert wurde. Durch die lange Lagerung werden die Kalkpartikel so abgelöscht, dass ein sehr feiner Brei aus Kalkhydrat entsteht, der bevorzugt für feine Putze oder Anstriche verwendet wird. Sumpfkalk wird heute hauptsächlich bei der Herstellung von Anstrichen, Putzen und Mörteln in der Denkmalpflege eingesetzt. Sumpfkalk wird heute kaum noch selbst auf der Baustelle hergestellt (gelöscht), fertig gelöschte und ausgereifte Sumpfkalke findet man in jedem guten Fachmarkt.

Sumpfrohr

    Beim Brunnenbau ist dies das Rohr, welches mit dem unteren Ende des untersten Filters verbunden ist und einen geschlossenen Boden hat.

Sunk

    Dies betitelt eine mit ca. Wellengeschwindigkeit fortschreitende Senkung des Wasserspiegels.

Superposition

    Dies betitelt die Überlagerung verschiedener Lastfälle am gleichen System, wobei die berechneten Zustandsgrößen der einzelnen Lastfälle addiert werden. Als Vorraussetzung gilt eine Linearität zwischen Lasten und Zustandsgrößen.

Supply Chain Management

    Hiermit erfolgt eine Verknüpfung der beteiligten Unternehmen über die gesamte Logistikkette der Fertigungs- und Distributionsprozesse bis zum Verkauf des Endproduktes an den Konsumenten. Eine Darstellung der zeitlichen Abhängigkeit aller ablaufenden Vorgänge zwischen und in den Betrieben ermöglicht eine genaue Planung sowie Steuerung der Fertigung oder Dienstleistung und des Materials bis zur Auslieferung des Endproduktes.

Support

    Eine Vorrichtung, welche ein Werkstück trägt und verschiebbar ist, z.B. im Maschinenbau.

Suspension

    Dies bezeichnet eine Flüssigkeit, in der feinkörnige Festkörper aufgeschlämmt sind.

Süßwasser

    Süßwasser ist im allgemeinen Wasser, das für Menschen trinkbar ist, also Niederschlagswasser, Oberflächenwasser auf den Kontinenten und Grundwasser mit weniger als 500 mg/l gelösten Salzen.

Süßwassergewinnung

SVOC

SW

    Kurzbezeichnung für:

    • -->Schwellenholz.
    • Wandbauplatte aus Gips
    • Drehkupplung

Swan River Mahagony

    -->Jarrah

SWG

    Kurzbezeichnung für solarer Wärmegewinn.

SWP

    Kurzbezeichnung für -->Massivholzplatten.

SwS

    Kurzbezeichnung für die Sachverständigenorganisation zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen.

SWWH

Syenit

    Tiefengestein, welches verhältnismäßig selten ist, Hauptbestandteile sind: roter Kalifeldspat und grünlich bis schwarze Hornblende; Einsatzgebiet: ähnlich wie Granit, da er zu den wichtigen norwegischen Dekorationssteinen zählt wird dieses Gestein auch “schwedischer Granit” genannt, Farbe: dunkel, grünlichbraun bis schwarz, fein- bis mittelkörnig gesprenkelt.

Symmetrie

    Allgemein ist dies die Bezeichnung für Ebenmaß oder Gleichmaß (aus dem griechischen symmetros). Vitruv betitelte mit symmetria den Einklang der Teile eines Gebäudes mit dem Bauwerk als Ganzem. In der heutigen Baustatik liegt der Lastfall Symetrie vor, wenn das System und die Belastung symmetrisch also spiegelgleich sind, welches dann auch für alle Zustandsgrößen zutrifft.

Synagoge

    Bethaus und Kultstätte der Juden.

synklastisch

    Synklastisch (kuppelförmig oder auch gleichsinnig gekrümmt) ist eine Fläche, wenn die Mittelpunkte ihrer beiden Krümmungsradien auf der gleichen Seite der Flächen liegen.

Synthese

    Dies betitelt den Aufbau einer chemischen Verbindung aus den sich bildende Elementen oder Verbindungen, die diese Elemente enthalten.

Synthesekautschukbeläge

    -->Elastomerbeläge

synthetische Pigmente

    Auch als Mineralpigmente betitelt werden diese durch chemische oder physikalische Umwandlung von anorganischen Grundstoffen erzeugt. Es wird unterschieden in:

    • Weißpigmente: Titanoxid (TiO2) Titanweiß (TiO2 und Verschnittmittel), Zinkweiß (ZnO), Lithopone (ZnS und BaSO4), für Innenanstriche mit unterschiedlicher Deckkraft je nach ZnS-Gehalt. Der ZnS-Gehalt wird durch einen Farbsiegel kenntlich gemacht:

Art des Siegels

ZnS-Gehalt

Verwendungsart

Gelbsiegel

mit 15% ZnS

Für Emulsionen-, Leim-, Kalk- und Kaseinanstriche

Rotsiegel

mit 30% ZnS

Lilasiegel

mit 35% ZnS

Für Ölfarben (heute nur selten)

Grünsiegel

mit 40% ZnS

Goldsiegel

mit 50% ZnS

Für Lackfarben

Silbersiegel

mit 60% ZnS

    • Buntpigmente:
      • Für Rostschutz z.B.: (Menninge (Pb3O4) von roter Farbe, Bleicyanamid (PbCN2), Zinkstaub, Bleisilicochromat.
      • Für Gelb z.B.: Zinkgelb (chromsaures Zn), Chromgelb (chromsaures Pb).
      • Für Rot z.B.: Eisenoxidrot (gebranntes Fe2O3), Zinnober (HgS).
      • Für Blau z.B.: Ultramarinblau (Na-Al-Silicat und Natriumsulfid), Kobaldblau (Co-Aluminat), Berliner Blau (Fe-Cyanid).
      • Für Grün z.B.: Chromgrün, Zinkgrün.
      • Für Schwarz z.B.: Eisenoxidschwarz
      • Für Braun z.B.: Manganbraun
    • Kohlenstoffpigmente: Hier wird im allgemeinen Acetylen-, Flamm- oder Gasruß verwendet, allerdings ist dieser wegen seiner geringen Dichte im Bindemittel nicht immer leicht vermischbar (anreibbar), er wird jedoch wegen seiner intensiven Farbwirkung sehr geschätzt.

Synthetischer Anhydrit

    -->Fluoroanhydrit

Synthetischer Rubin

    -->Synthetischer Saphir

Synthetischer Saphir

    Einst eine der wichtigsten Diamantenimitationen ist dieser synthetische Stein heute wegen seiner niedrigen Lichtbrechung und der geringen Dispersion kaum mehr in Verwendung. Hergestellt werden diese Steine aus Aluminium-Oxid, die Härte nach Mohs liegt bei 9 (Korundgruppe). Der synthetisch hergestellte Stein ist in unterschiedlichen Blau- und Rottönen (dann als synthetischer Rubin betitelt) herstellbar.

Systemgleichgewichtsbedingung

    Dies ist die Gleichgewichtsbedingung, welche als unbekannte Schnittgröße nur die Stabendmomente enthält.

Systemgrenze

    Dies betitelt die gesamte Außenoberfläche eines Gebäudes oder einer beheizten Zone, über welche eine Wärmebilanz mit definierter Raumtemperatur erstellt werden soll.

systemlose Abfuhr

    Dies betitelt die Abfuhr ohne Behälter oder mit in Größe und Form unterschiedlichen, bzw. uneinheitlichen Behältern .

Systemplanung

Sz

    Dies ist bei Grundrisszeichnungen die Abkürzung für Spielzimmer.

SZR

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