Das Kleine Baulexikon von Gerhard Holzmann

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Seit 10 Jahren das Fachlexikon für Bau, Handwerk, Architektur und Ingenieurwesen

Deutschsprachiges Lexikon für die neutrale, internationale Bauberatung der G.Holzmann-Bauberatung

Ihr Fachmann für wohngesunde Altbausanierungen

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von Gerhard Holzmann

 

DAS KLEINE BAULEXIKON
von Gerhard Holzmann

Vorwort

 

A

Aa-Ag

Ah-Aq

 

Ar-At

Au-Az

 

 

 

B

Ba-Bb

Bd-Beto

 

Betr-Bn

Bo-Bra

 

Bre-Bz

 

 

 

 

C

Ca-Ci

Cl-Cy

 

 

D

Da-Dh

Di-Dn

 

Do-Dy

 

 

 

E

Ea-Ei

Ej-Ep

 

Er-Ex

 

 

 

F

Fa-Fer

Fes-Fj

 

Fl-Fo

Fr-Fz.

 

 

G

Ga-Ge

Gf-Gp

 

Gr-Gz

 

 

 

H

Ha-Hn

Ho-Hy

 

 

I

Ia-It

.

 

 

J

Ja-Ju

.

 

 

K

Ka-Ke

Kf-Kp

 

Kr-Ky

.

 

 

L

La-leis

Leit-Lm

 

Lo-Ly

 

 

 

M

Ma-Mg

Mi-Mz

 

 

N

Na-Ne

Nf-Ny.

 

 

O

Oa-Oz

.

 

 

P

Pa-Pn

Po-Pp

 

Pr-Py

 

 

 

Q

Q-qui

.

 

 

R

Ra-Re

Red-Rh

 

Ri-Rz

 

 

 

S

Sa-Schlo

Schlu-Sl

 

Sm-Sr

St-Sz

 

 

T

Ta-To

Tr-Ty

 

 

U

Ub-Uz

.

 

 

V

Va-Ve

Vf-Vz

 

 

W

Wa

Wasser-Wh

 

Wi-Wz

.

 

 

X

Xa-xy

.

 

 

Y

Ya-Ys

.

 

 

Z

Za-Zi

Zk-Zz

 

.

Sämtliche Urheberrechte
unterliegen dem Autor
Gerhard Holzmann.

 

Biobaustoffe_animiert

 

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Zeichenerklärung : “-->” bedeutet, dass Sie unter nachfolgendem Begriff eine weitere Erklärung finden, hier einfach im entsprechenden Buchstaben nachschlagen; unterstrichene blaue Begriffe sind innerhalb der Internetseiten mit ausführlichen Texten verlinkt.

Ribose

    -->Pentosen

Ricciotti

    Der algerische Architekt Rudy Ricciotti (geb. 1952) projektierte u.a. den St. Maur-Flügel in der Abtei Montmajour in Arles (2001) und den Nikoleisaal in Potsdam (2000).

Richtpreis

    Dies ist eine Preisgrenze, die von den Preisbildungsstellen wie z.B. dem Hersteller, nach einer Preiskalkulation, unter Berücksichtigung der Marktlage, als angemessener Preis angegeben wird. Es handelt sich hierbei jedoch weder um einen Höchstpreis noch um einen Festpreis.

Richtungsbereich

    Im Gleisbau ist dies die Anordnung von Bahnhofsgleisen bei zusammenführenden, sich tangierenden oder kreuzenden Strecken, bei welchen die in gleicher Richtung befahrenen Gleise benachbart liegen.

Richtungsgruppe

    Im Gleisbau ist dies die Gleisgruppe des Rangierbahnhofs zur Aufnahme der über die Verteilzone ablaufenden, auf verschiedenen Zielrichtungen verteilten Güterwagen.

Richtungswinkel

    Dies ist der, mit dem Horizontalkreis eines Theolits gemessene Horizontalwinkel, die auf eine gemeinsame Nullrichtung bezogen werden. Die einfachen Horizontalwinkel werden durch Differenz zweier Richtungswinkel berechnet.

Richtwertmietzins

    Dies ist der Richtwert für die Berechnung des Mietzinses, dieser wird vom jeweiligen Bundesland vorgeschlagen.

Riedl

    Der Strassen- und Wasserbauingenieur Adrian von Riedl (1746-1809) wurde 1790 durch den Kurfürsten Karl Theodor zum General Straßen- und Wasserbaudirektor von Bayern Berufen, er erstellte z.B. den erste Bayerische Straßen- und Gewässeratlas (zu sehen im Deutschen Museum München).

Riegel

    • Dies ist der horizontal oder auch geneigte Stab eines Rahmens, z.B. ein Spannriegel eines -->Fachwerks.
    • Bei Furnieren spricht man hierbei von einer optischen Unterbrechung des Furnierbildes, z.B. Hell/Dunkel-Effekt quer zur Faserrichtung. Ein solcher Riegel kann schwach oder stark, breit oder schmal, durchgehend oder unterbrochen sein.

Riemchen (Flachverblender)

    Ca. 4-5 mm dicke, längliche Klinker-, Keramik-, Naturstein- oder Ziegelplatten. Werden ähnlich wie Fliesen auf den Untergrund geklebt. Guter, langlebiger Witterungsschutz für Fassaden, rustikales Gestaltungsmittel für Innenwände; weitere Bezeichnungen hierfür sind Ziegelriemchen oder Klinkerriemchen.

Riemenboden

    Dies ist der ehemals eingebaute Unterboden auf Holzbalkendecken, wird oft als Parkett verwechselt und als Bodenbelag angenommen.

Riemenparkett

    Dies ist ein gängiges Parkettbild, bei welchem Leistenstücke regelmäßig im einfachen Verband gelegt sind.

Rieselfeld

    Dies ist eine landwirtschaftlich genutze Fläche, welche mit vorgeklärtem Abwasser zur Steigerung des Bodenertrags beregnet wird.

Riesenameise

    Holzschädling, welcher sanftfrisches Nadelholz bevorzugt, Fluglöcher haben einen Durchmesser von bis zu 7 mm, die Larven sind ca. 30mm groß und das Vollinsekt erreicht eine Größe von  bis zu 40 mm.

Riesenmoleküle

    -->Moleküle

Riffel

    Dies ist eine Wellenbildung z.B. im Gleisbau auf der Schienenkopffläche infolge von Plastifizierungen.

Riffelblech

    Blech mit rautenförmig geriffelter Oberfläche für begeh- oder befahrbare, rutschfeste Abdeckungen von Schächten, Bodenkanälen usw.

Rift

    Dies sind Furniere die aus geviertelten Stämmen aufgearbeitet wurden. -->Fries

Riftschnitt

    Schnittart bei der Furnierherstellung, -->Rift.

Rigole

    Die Auflockerung der Bodenschichten für Bepflanzungen.

Rigolenversickerung

    Rigolensickergruben sind mit Kies gefüllte Gräben, die mit Boden überdeckt werden, das heißt sie benötigen wesentlich weniger Platz als Sickermulden.

Riholeiste

    -->Leibungsanschlussprofil

Rillenschiene

    Im Gleisbau ist dies eine Schiene welche am Schienenkopf mit einer Spurrille versehen ist, welche zum bündigen Einbau in Straßenverkehrsflächen dient.

Rindeneinwuchs

    Dies ist die Betitelung für von Kernholz überwachsenen Rindeneinschüssen bei Holz.

Ringanker

    In allen Außenwänden und in die Querwände, die der Abtragung horizontaler Lasten dienen, sind Ringanker zu legen.

    • wenn das Baugrundverhältniss es erfordert
    • bei Bauten mit mehr als 2 Vollgeschoßen oder Längen >18m
    • bei Wänden mit vielen oder besonders großen Öffnungen, besonders dann, wenn die Summer der Öffnungsbreiten 60% der Wandlänge oder bei Fensterbreiten von mehr als 2/3 der Geschoßhöhe 40% der Wandlänge überschreiten.

    Die Anordnung erfolgt in jeder Deckenlage oder unmittelbar darunter. Stahlbetonringanker sind mit mind. 2 durchlaufenden Stäben zu bewehren, die eine Zugkraft von 30 kN aufnehmen können. Ringanker aus bewehrtem Mauerwerk sind gleichartig zu bewehren. Zum Ringanker parallel liegende, durchlaufende Bewehrungen dürfen angerechnet werden, wenn sie in Decken- oder Fensterstürzen einen Abstand von </= 50cm von der Mittelebene der Wand bzw. der Decke haben.

Ringbalken

    Bei Decken- ohne Scheibenwirkung oder bei Anordnung von Gleitschichten unter den Deckenauflagern ist die horizontale Aussteifung der Wände durch Ringbalken sicherzustellen. Sie wie auch ihre Anschlüsse an die aussteifenden Wände sind für eine horizontale Last von 1/100 der vertikalen Last der Wände und ggf. aus Wind zu bemessen. Bei Ringbalken unter Gleitschicht sind zudem die Zugkräfte aus der verbleibenden Reibung zu berücksichtigen.

Ringdeich

    Dies ist ein Deich, welcher das zu schützende Gebiet allseitig umgibt.

Ringkanalisation

    Als Ringkanalisation wird ein Kanalnetz bezeichnet, das ringförmig um einen See verlegt ist, das Abwasser einer unterhalb des Sees gelegenen Kläranlage zuführt und dadurch verhindert, dass Abwasser in den See gelangen kann.

Ringnetz

    Dies ist ein Rohrnetz in der Wasserversorgung, in welchem jede Anschlussleitung durch die Ringbildung der Leitungsstränge zweiseitig versorgt werden kann.

Ringrisse beim Holz

    Holzfehler: Spannungen entstehen durch große Hitze oder großen Frost oder durch Aufschlagen des Stammes beim Fällen, das Holz reißt. Dieses Holz ist als Bauholz unbrauchbar oft setzt sich in den Ringrissen auch der Ringfäulepilz ab.

Rinne

    • Dachentwässerungselement
    • Am oder im Rand von Straßen oder Plätzen angelegte Vertiefung zur Ableitung von Oberflächenwasser.

Rinneneinlaufblech

    -->Traufblech

Rinneneisen

    -->Rinnenhalter

Rinnenhalter

    Dies ist eine Halterung für Regenrinnen an der Traufseite, in welche die Rinne eingelegt und befestigt wird.

Rinnenkessel

    Dies ist ein Wasserfangkasten zur Einleitung des Regenwassers von der Regenrinne in das Regenfallrohr bei starken Regenfällen.

Rioleiste

    -->Leibungsanschlussprofil

Rippe

    Dies ist der verstärkende Konstruktionsteil einer Stahlbetondecke oder eines Gewölbes, wird meist auch als dekoratives Element verwendet.

Rippendecke

    Deckenart einer Plattenbalkendecke mit geringem Abstand (max. 70 cm) der einzelnen Balken (Rippen) und geringer Stärke der Deckenplatte. Die Herstellung erfolgt auf einer Schalung aus einzelnen Kassetten aus Holz, Metall oder Kunststoff oder als Füllkörperdecke. I.d.R wird nach folgenden Typen unterschieden:

    • Stahlschalungskassettenrippendecke zweiachsig.
    • Verlorene Sichtschalungskassetten auf Fertigbetonrippen.
    • Fertigteilrippendecke, in dem mit Ortbeton zu füllenden Fugenraum greifen hier Bewehrungsschlaufen.
    • Statisch nicht wirkende Deckenziegel.

Risalit

    Ein in der gesamten Fassadenhöhe hervortretender Gebäudeteil.

Riss

    In der Geotechnik ist dies eine Diskontinuität im Fels (Trennfläche im Fels), welche im Zuge von Baumaßnahmen entsteht oder auch entstanden ist.

Rissfräse

    Eine Rissfräse mit Benzin- oder Elektromotor dient zum Ausfräsen wilder Risse in Fahrbahnen (Asphalt oder Beton). Zumeist wird hierbei eine Trockenrissfräse mit einem Diamantfräser und integrierter Staubabsauganlage verwendet. Durch eine solche integrierte Staubabsauganlage kann der Riss umgehend mit entsprechenden Materialien geschlossen werden.

Risslehre

    Auch als Risslineal betitelt, dient diese Lehre als ein Rissweiten-Vergleichsmaßstab, mit welchem schnell die Weite eines Risses ermittelt werden kann.

Risslineal

    -->Risslehre

Rissprotokoll

    Dient als vorsorgliches Beweismittel bei möglichen Schäden am Gebäude durch Bewegung, Erschütterungen etc.

Rittersches Schnittverfahren

    Dies betitelt den Schnitt durch ein Fachwerk, bei welchem drei unbekannte Stabkräfte freigelegt werden deren Wirkungslinie sich nicht in einem Punkt schneiden. Die Stabkräfte lassen sich aus drei Momentengleichgewichtsbedingungen mit geeignet gewählten Bezugspunkten unmittelbar berechnen, wobei die Auflagerkräfte bereits bekannt sein müssen.

Ritzprobe

    Die Ritzprobe, die auch als Gitter-Ritzprobe oder Nagelprobe bekannt ist, ist die manuelle Prüfung von Untergrundoberflächen, hier besonders bei Estrichoberflächen. Es wird hierbei mit einem harten und spitzen Gegenstand ein Karoförmiges Muster auf die Oberfläche geritzt, je nach Abplatzungen kann somit die Festigkeit/Zusammenhalt der Oberfläche geprüft werden. -->Untergrundprüfung.

Ritzsch

    Der Leipziger Drucker und Buchhändler Timotheus Ritzsch (1614–1678) druckte und vertrieb die weltweit erste Tageszeitung (die „Einkommenden Zeitungen“) ab dem 1. Juli 1650 in Leipzig, zuvor galt diese Zeitung (seit 1643) als Wochenzeitung die 4 mal in der Woche aufgelegt wurde.

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RLT

    Kurzbezeichnung für Raumlufttechnische Anlage. Dies ist eine Anlage zur Erzieleung eines optimalen Raumklimas. Sie reinigt, erwärmt oder kühlt und be- und entfeuchtet die Raumluft.

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R-Matten

    Dies sind -->Lagermatten (Bewehrungsmatten) für den Stahlbetonbau, genauer für die einachsige Bewehrung. Der Stahlquerschnitt (Nennquerschnitt) ist nur in der Längsrichtung in der Bezeichnung angegeben die Stahlquerschnitte in den Querstäben (Querbewehrung) entsprechen der DIN (derzeit noch DIN 1045). Der Abstand der Längsstäbe beträgt 150 mm, selbiges bei den Querstäben beträgt 250 mm. Die R-Matten werden wie nachfolgend beschrieben (Zahlenwert = Stahlquerschnitt in mm²/m):

    • R 131
    • R 188
    • R 221
    • R 257
    • R 317
    • R 377
    • R 443
    • R 513
    • R 589

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Rn

    Abkürzung für Radon.

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Robinie

    Das harte Holz ist zäh, biegsam, elastisch und sehr dauerhaft. Es lässt sich schwer aber gut drehen und leimen. Holzstaub führt zu Hautreizungen und Allergien. Verwendungsbereich: Konstruktionsholz für hohe Beanspruchung, Zaunpfähle, Bootsbau und Masten.

Rockwell-Härte

    -->HR

Rogenstein

    Chemisches Sedimentgestein, dieser Kalkstein ist gut zu bearbeiten, wetterbeständig und hat meist eine helle bis rotbraune Färbung.

Rogers

    Richard Rogers (geb. 1933) ist ein britischer Architekt der Postmodernen, er erbaute u.a. das Londoner Lloyd`s Building oder auch das Pariser Centre Pompidou.

Roggenlangstroh

    -->Stroh

Rohabwasser

    Dies ist das noch ungereinigte Wasser welches einer Anlage zur Abwasserreinigung zugeleitet wird.

Rohbau

    Das ist der aus Mauerwerk, Decken und Dach bestehende Gesamtteil des Hauses, ohne den weiteren Innenausbauarbeiten.

Rohbauabnahme

    Hier kann nach Fertigstellung des Rohbaus die ordnungsgemäße Erstellung überprüft werden, zumeist geschieht das durch eine Baubehörde, das Landrats- oder Stadtbauamt.

Rohbaulichte

    Dies ist die Maßangabe von Hohe und Breite einer Maueröffnung. Nicht zu verwechseln mit der lichten Breite oder der lichten Höhe eines Fensters oder einer Türe, diese lichten Maße sind immer kleiner, weil zur Rohbaudichte immer noch Aufbauten wie Putz, Zargen etc. hinzukommen.

Rohbaurichtmaß

    Baut sich aus dem Maß der Mauersteine und Mauerfugen auf.

Rohblock

    Dies ist ein Roherzeugnis der eisenschaffenden Industrie und betitelt den festen Rohstahl, sofern er in anderen Querschnitten vorliegt als sie für Rohbrammen angegeben sind. 

Rohdichte

    Ist die Masse eines Stoffes bezogen auf sein Volumen einschließlich der so genannten Eigenporen, sie ist ein sehr wichtiger Richtwert für Beurteilungen der Wärmeleitfähigkeiten, Festigkeiten, Wasserdurchlässigkeiten etc. Einige Beispiele von Rohdichten bei Baustoffen finden sie hier: Wärmeleitfähigkeit .

Roheisen

    Hierzu werden im allgemeinen Erze verarbeitet, die einen Mindesteisengehalt von 30-65 M.% enthalten, z.B. Roteisenstein (Hämatit), Brauneisenstein (Limonit), Magneteisenstein (Magnetit), Spateisenstein (Siderit) oder auch Manganerze (z.B. Pyrolusit).

Rohglas

    Glattgewalztes oder einseitig gemustertes Gußglas in einer Dicke von 4 bis 10 mm; weitere Bezeichnung hierfür ist Spiegelrohglas, da es früher Ausgangsprodukt der Spiegelherstellung war.

Rohplatten

    Dies ist z.B. die Betitelung für unbeschichtete Holzwerkstoffplatten.

Rohplanie

    Hiermit ist die Untergrundplanierung bzw. diese planierte Fläche an sich betitelt. -->Planie, -->planieren.

Rohrbegleitheizung

    Beheizung frostgefährdeter Kaltwasserleitungen und dgl. durch Umwickeln mit elektrischen Heizbändern und Umhüllung mit Wärmedämmstoff. Die Heizung wird automatisch über Temperaturfühler gesteuert.

Rohrbelüfter

    Dieser soll in Trinkwasserleitungen den auftretenden Unterdruck ausgleichen und im Zusammenwirken mit einem Rückflussverhinderer und einem Rohrtrenner durch einströmende Luft das Rücksaugen von Wasser durch eine Hebewirkung verhindern.

Rohrbogen

    Dies ist der gebogene Teil eines Rohres der zur Richtungsänderung dient.

Rohrbrunnen

    Dies ist die Bezeichnung für einen verrohrten Bohrbrunnen.

Rohrdächer

    -->Reetdach

Rohrdeckung

    Als Rohrdeckung wird die Strecke zwischen dem Rohrscheitel eines erdverlegten Rohres bis zur Erdoberfläche bezeichnet. Aus Gründen der Frostsicherheit beträgt diese mindestens 80 cm.

Rohrdurchführung

    Einbauteil in Betonwände zur wasser- oder gasdichten Durchführung von Rohrleitungen durch die Wand. Der Dichtungsanschluss erfolgt zumeist durch Flanschverbindungen.

Rohrdurchmesser

    -->Nennweite.

Röhrenkollektor

    Diese Kollektoren bestehen aus nebeneinander liegenden evakuierten Glasröhren mit einem Durchmesser von ca. 65 bis 100 mm.

Röhrenradiator

    Dieser ähnelt von der Form den Guss- und Stahlradiatoren, haben jedoch gegenüber den Stahlradiatoren eine höhere Wärmeleitung und eignen sich für höhere Drücke. Röhrenradiatoren finden vor allem gestalterisch als Raumteiler, Bank-Heizkörper oder Geländer Anwendung.

Röhrenspanplatte

    Spanplatte mit hoher Tragfähigkeit und Steifigkeit bei niedrigem Gewicht durch röhrenförmige Hohlräume.

Röhrengewebedecke

    Dies ist eine, vor allem im Altbau und in der Denkmalpflege noch vorzufindende Unterdeckenkonstruktion, aus Rohrlatten, die als Traglattung direkt unter einer Holzbalkendecke befestigt oder mittels einer Grundlattung abgehängt wurde, einem Schilfrohrgewebe als Putzträger und dem Deckputz.

Rohrgraben

    Dies ist ein Graben mit geböschten oder senkrechten Wänden für das Verlegen von Rohrleitungen.

Rohrisolierung

    Oft noch viel zu wenig beachtet. Dabei führt die Isolierung von Heißwasser-Rohren - vor allem im Kellerbereich - zu bedeutender Energieeinsparung und lässt sich mit geringem Aufwand durchführen.

Rohrleitung

    Dies sind, durch Rohrverbindungen, zusammengeschlossene Rohre zur Fortleitung von Dämpfen, Flüssigkeiten oder auch Gasen - oder zum Transport von Betongemischen, Spähnen o.ä.

Rohrleitungskennlinie

    Dies betitelt die Kurve, die den Zusammenhang zwischen dem Förderstrom und der Förderhöhe des betroffenen Teils der Wasserversorgung wiedergibt.

Rohrnetz

    Dies ist der Sammelbegriff für das Leitungsnetz einer Wasserversorgungsanlage.

Rohr- oder Reetfirst

    Dies ist eine Methode zum Erstellen des Firstes bei einem Reetdach. Bei dieser Bauweise richtet sich die Verlegeart nach der Wetterseite Luv und der gegenüberliegenden Seite Lee. Auf der Luv-Seite steht die Firstschicht des Rohrs, die nach der Lee-Schicht aufgebracht wurde, ca. 10 cm über dem Mittelpunkt. Der Lattenabstand von der Firstlatte zur zweiten und von dieser zur dritten Dachlatte muss jeweils auf ca. 25 cm verringert werden. An den unteren Latten wird sowohl die Firstdeckung als auch die Flächendeckung befestigt. Bei diesem First zeigen die Stoppelenden der Firstgebinde zur Firstlinie und die Blütenenden zur Traufrichtung. Das Firstgebinde muss beidseitig an den obersten zwei oder drei Latten versetzt gebunden oder genäht werden, wobei die untere Firstbindung beiderseits in gleicher Höhe sein muss. Auf der vorletzten Dachlatte unter dem First soll die Dicke der Deckung, in Bezug auf die Dachlattenebene, nicht weniger als 25 cm betragen. Dieser First muss als Kehrband gedeckt werden, wobei die Blütenenden der letzten Decklage über die Firstscheitellinie auf die gegenüberliegende Dachfläche geführt und dort gebunden oder genäht werden. Die Haltbarkeit eines solchen Firstes wird mit ca. 15 bis 20 Jahren angegeben.

Rohrpostanlage

    Dies ist ein technisches Fördersystem für den Transport von Kleingut mit geringem Eigengewicht, welches in Rohrbüchsen verstaut wird.

Rohrschellen

    Dienen zur Rohrmontage an Decken, Wänden und auf Böden.

Rohrschlange

    Dies ist ein gewundenes Stahlrohr, welches Warmwasser oder Dampf führt und einen Raum oder in einem Boiler eine Flüssigkeit heizt.

Rohrtrenner

    In der Wasserversorgung sind Rohrtrenner Sicherungsarmaturen, die das Rückfließen von Schmutzwasser o.ä. in das Trinkwassernetz verhindern.

Rohrverbindung

    Dies ist neben dem Rohr der Hauptbestandteil einer Rohrleitung. Es wird unterschieden in:

    • Muffenverbindung
    • Flanschverbindung
    • Gewindeverbindung
    • Lötverbindung
    • Schweißverbindung

Rohrwulst

    Als Regenfallrohr-Zubehör ist dies der am Regenfallrohr befestigter, nach dem Einbau auf der Rohrschelle aufsitzender Teil, der das Regenfallrohr vor dem Herunterrutschen sichert.

Rohschlamm

    In der Abwassertechnik ist dies die Bezeichnung für den unbehandelten Schlamm.

Rohstoff

    Grundstoffe pflanzlicher, tierischer, mineralischer oder auch chemischer Herkunft, die zur Weiterbearbeitung oder -verarbeitung bestimmt sind.

Rohwasser

    Dies ist das noch ungereinigte Wasser welches einer Anlage zur Trinkwasseraufbereitung zugeleitet wird.

Rokoko

    Dieser Architekturstil war die Fortsetzung des Barock. Er begann um 1700 in Italien, in Deutschland und Mitteleuropa um 1720, in Portugal und Skandinavien um 1760.

Rollladen

    Dies ist eine, in der Sturzebene über Fenster und Fenstertüren aufgerollt angeordnete, bewegliche Lamellenkonstruktion, welche durch Herablassen über einen Gurtzug entlang zweier Führungsschienen die Öffnung auf der Gebäudeaußenseite zusätzlich abschließt und hierdurch die Verdunklung oder auch Beschattung der Räume ermöglicht. Der Rollladen wird auch als Jalousien betitelt.

Rollladenkasten

    Aus örtlich hergestelltem Beton oder als Fertigteil im Material der Außenwand. Jeweils mit Wärmedämmung, um -->Wärmebrücken zu vermeiden.

Rollenfries

    Dies ist ein Fries, welches aus waagerecht angeordneten zylindrischen Formen besteht.

Rollenmeisel

    Ein Rollenmeisel ist eine gezahnte Rolle als Bohraufsatz für das Bohren in Erdreich, bzw. Felsenschichten. I.d.R. sind die Rollenmeisel mit Diamantbesatz ausgerüstet um auch hartes Gestein bohren zu können.

Rollfirst

    Dies ist eine Methode zum Erstellen des Firstes bei einem Reetdach. Das auffällige Erscheinungsbild des Rollfirstes erinnert stark an ein aufgerolltes Strohseil. Jedoch handelt es sich um ein aus einzelnen vorgefertigten Strohpuppen gedrehtes Knoten- und Knopfgebilde, welches in sich befestigt, auf dem First den oberen Abschluss bildet. Durch einen eingeschobenen Bandstock werden mehrere Knoten miteinander verbunden. Bandstöcke in Höhe der letzten Lattung festigen die gesamte Konstruktion.

Rollierung

    Dies ist die, vor allem in Österreich verwendete Bezeichnung für einen Unterbau aus Schotter, Splitt, Kies o.ä..

Rollschicht

    Mauersteinschicht, deren Steine auf ihrer längeren Schmalseite verlegt sind.

Romanik

    Dieser Baustil war in ganz Europa verbreitet, er begann in etwa während der Regierungszeit von Karl dem Großen ca. 800 - 950 und endete zum Beginn der Gotik (ca. 1250). Man erkennt ihn an dem Rundbogen und klar gegliederten Aufrisse, basilikalischer Pläne für Kirchen und die ersten Rippengewölbe.

Römisch-dorische Ordnung

    Dies ist eine römische Abwandlung der dorischen Säulenordnung.

Römische Architektur

    Dies ist der Architekturstil des antiken Roms, von ca.300 v.Chr. bis ca. 365 n.Chr, die Römer bauten aus Backstein und Gußmörtel die ersten großen Gewölbe und Kuppeln.

Rosarium

    Rosengarten

Rosenfenster

    Dies ist ein, mit Maßwerk verziertes gotisches Rundfenster.

Rosenholz

    Das sehr harte Holz ist dicht und spröde, leicht und glatt spaltbar, gut zu drehen und messerbar, aber sehr schwer zu bearbeiten. Es ist gut zu polieren aber schlecht zu verleimen. Verwendungsbereich: Luxusartikel, Furnier, Klavierbau und kostbare Möbel. Es wird als teuerstes und schönstes Holz bezeichnet.

Rosette

    Dekorativ reduzierte Blütenform, meist in Form einer Rose. Beliebtes Stuckornament an Decken in deren Mitte der Beleuchtungskörper austritt.

Rosettenfries

    Dies ist ein Fries welches aus Rosetten erstellt ist.

Rosskastanie

    Das feine Holz ist weich, biegsam, leicht spaltbar, gut zu bearbeiten, messern, schälen, drehen und schnitzen. Es schwindet wenig und ist nicht dauerhaft. Verwendungsbereich: Spielzeuge, Knöpfe, Griffe und Kistenholz.

Rost

    • Als Rost bezeichnet man das Korrosionsprodukt, das aus Eisen und Stahl zusammen mit Wasser und Sauerstoff entsteht.
    • -->Gitterrost

Rostgrad

    In DIN ISO 8501 bzw. DIN 55928 sind die Rostgrade folgendermaßen vorgegeben:

    • Rostgrad A: Stahloberfläche weitgehend mit festhaftendem Zunder bedeckt, aber im wesentlichen frei von Rost. Zunder oder Beschichtungen gelten als festhaftend, wenn sie sich nicht durch Unterfahren mit einer Taschenmesserklinge abheben lassen
    • Rostgrad B: Stahloberfläche mit beginnender Rostbildung und beginnender Zunderabblätterung
    • Rostgrad C: Stahloberfläche, von der der Zunder abgerostet ist oder sich abschaben lässt, die aber nur ansatzweise für das Auge sichtbare Rostnarben aufweist
    • Rostgrad D: Stahloberfläche, von der der Zunder abgerostet ist und die verbreitet für das Auge sichtbare Rostnarben aufweist.

Rostkitt

    -->Kitt

Rostplatte

    Dies ist die Stahlbetonplatte in welche die Köpfe aller Pfähle einer (Pfahl-) Gründung konstruktiv eingebunden sind. Der Begriff Rostplatte ist auf den früher bei Holzpfählen üblichen Zangenrost zurückzuführen.

Rostschalung

    Dies ist eine -->Schalung die ähnlich einem -->Gitterrost aufgebaut ist, der oftmals die Bewehrungsfunktion übernimmt. Rostschalungen sind i.d.R. im Verbund mit wärmedämmenden Baustoffen (Blähton, Ziegel, Polysterol etc.)werksmäßig vorgefertigt und werden auf der Baustelle nach dem Montieren mit Beton vergossen (hierfür sind keine weiteren Schalungsarbeiten mehr nötig).

Rostschutzanstrichsystem

    Diese sind, aus zwei oder mehreren nacheinander aufgetragenen, in ihren Eigenschaften aufeinander abgestimmten, Rostschutzanstrichen.

Rostumwandler

    Dies sind phosphorsäurehaltige Stoffe, die nach dem Auftragen den Rost in Eisenphosphate umsetzen. Ihr Nachteil besteht darin, dass sie infolge der unterschiedlichen Dicke von Rostschichten den Rost nicht überall umsetzen.

Roststabilisierung

    Dies betitelt das Umhüllen des Rosts und Ausfüllen seiner Hohlräume mit dem Filmbildner von Penetriermitteln. Dadurch Absperrung des darunter liegenden Metalls gegen Korrosionsmittel und Verzögerung der weiteren Rostbildung.

Rotangpalme

    -->Rattan

Rotationsfähigkeit

    Auch als Plastizitätstheorie betitelt ist dies die Fähigkeit des duktilen Materials, trotz plastischer Verkrümmungen die erforderliche Tragfähigkeit zu gewährleisten.

Rotationshyperboloid

    Die antiklastisch gekrümmte Fläche eines Rotationshyperboloids wird durch eine Gerade gebildet, die um eine, zu ihr windschiefen, zentralen Achse rotiert.

Rotationslaser

    Dies ist ein Instrument, ein Lasernivellier, zur rationellen Höhenbestimmung beim Einrichten von Schalungen, bei Planierarbeiten, zur Erstellung des Meterisses etc. Hierbei erzeugt ein Laserstrahl durch Rotation eines Umlenkprismas eine Bezugsebene, die sich mit Kompensatoren horizontal oder mit einstellbarem Neigungswinkel stabilisieren lässt.

Roter Glaskopf

    --> Hämatit

Roteisenstein

    --> Hämatit

Rotte

    Dies betitelt den Abbau organischer Stoffe durch Mikroorganismen unter Vorhandensein von Sauerstoff. Es wird unterschieden in:

    • Natürliches Rotten in Mieten.
    • Künstliches Rotten in Rottezellen, Gärtrommeln oder Rottetürmen.

Rotunde

    Bezeichnung für einen Rundbau, bzw. ein Gebäude mit einem kreisförmigen Grundriss.

Rouleau

    Ein Rollvorhang aus einem festen Material.

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RTL

    Abkürzung für raumlufttechnische Anlage.

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Ru

    Ruthenium.

Rückbau

    Dies betitelt die teilweise oder vollständige Beseitigung einer baulichen Anlage. Gelegentlich wir in gesetzlichen Bestimmungen auch von Abbruch gesprochen.

Rückbauordung

    Mit dieser kann die Behörde die teilweise Beseitigung rechtswidriger baulicher Anlagen zwangsweise anordnen, wenn die Anlage im Widerspruch zu öffentlich-rechtlichen Vorschriften errichtet oder geändert worden ist und nicht auf andere Weise rechtmäßige Zustände hergestellt werden können.

Rückbau- und Entsiegelungsgebot

    Hierbei kann die Gemeinde Eigentümer verpflichten, Gebäude beseitigen oder Flächen entsiegeln zu lassen, wenn diese den Festsetzungen des Bebauungsplans widersprechen und selbigem auch nicht angepasst werden können, bzw. wenn Gebäude Missstände oder Mängel aufweisen und nicht den allgemeinen Anforderungen an gesunde Wohn- und Arbeitsverhältnissen genügen.

Rücken

    Dies ist die Bezeichnung für den äußeren Rand eines Bogens (dessen Fassung). Bei Bodenbelägen ist dies der Traggrund der Polgarne.

Rückenausrüstung

    Um die Noppen bei Bodenbelägen fest im Träger zu verankern benötigen getufte Teppichbodenwaren eine Beschichtung (Rückenausrüstung), diese sind zumeist aus Latex oder auch Kompaktschaum angefertigt. Bei Teppichboden-Platten werden in der Regel Schwerbeschichtungen aus PVC, Polyurethan oder ataktischem Polypropylen verarbeitet.

Rückflussverhinderer

    Ein Rückflussverhinderer ist eine technische Sicherheitseinrichtung, die das Rückfließen von Wasser/Abwasser entgegen der Fließrichtung verhindert.

Rückgrat

    Im Bereich Bau, Handwerk, Architektur und Ingenieurwesen betitelt das Rückgrat sehr allgemein die Standhaftigkeit. Der Begriff gilt als Synonym für z.B. Wirbelsäule, Halt, Stütze, Standhaftigkeit, Stehvermögen aber auch Mut, Charakterstärke, Zivilcourage u.s.w.. Somit handelt es sich hierbei um eine sehr allgemeine Bezeichnung für eine zeitliche, statische, optische, finanzielle, wirtschaftliche oder wissenschaftliche etc. Standhaftigkeit bzw. Stützen (auch im übertragenen Sinne).

Rückhaltebecken

    Dies ist eine Stauanlage, welche den Abfluss eines Gewässers regelt. Das Rückhaltebecken hält das Wasser zu Zeiten eines Wasserüberangebotes zurück um im entgegen gesetzten Fall den Abfluss wieder erhöhen zu können.

Rückprall

    Dies ist unter Anderem der Teil des Spritzgemisches, der beim Spritzen von Beton oder auch Mörtel nicht auf der Auftragsfläche haftet.

Rückprallhammer Analyse

    Ähnlich wie bei der -->Kugelschlagprüfung, wird hier eine Metallkugel auf die Oberfläche von z.B. Beton geschleudert, aus dem Rückprallverhalten wird die Härte geschlossen. Besonders gut eignet sich diese Prüfung für Beton.

Rückschlagklappe

    Selbsttätig wirkende Absperrklappe, die nur eine Fließrichtung innerhalb einer Rohrleitung zulässt.

Rücksichtnahmegebot

    Dieses Gebot fordert grundsätzlich, dass jede Grundstücksnutzung nicht ohne Rücksicht auf die benachbarten Nutzungen genehmigt und ausgeübt werden darf. Bauvorhaben, welche die gesetzlichen Zulässigkeitsvoraussetzungen erfüllen können somit unzulässig sein, wenn sie es an der gebotenen Rücksichtnahme auf die sonstigen, in ihrer unmittelbaren Nähe vorhandene Bebauung fehlen lassen.

Rückstauebene

    Die von der Bauaufsichtsbehörde festgelegte Höhenlage (im ebenen Gelände zumeist die Straßenhöhe) unter der mit Rückstau (z. B. in Folge hoher Niederschläge) aus der Kanalisation gerechnet werden muss.

Rückstauverschluss

    Absperrvorrichtung als Kugel- oder Klappenverschluss in Abwasserleitungen bzw. Bodenabläufen die unterhalb der Rückstauebene liegen. Der Rückstauverschluss wird von Hand bedient und besitzt beim Rückstaudoppelverschluss zusätzlich eine selbsttätig wirkende Absperrung.

Rückstellprobe

    Dies ist eine Laborprobe, welche für eine Schiedsuntersuchung oder auch anderen Verwendungszecken aufbewahrt wird.

Rückwärtsschnitt

    Als Grundaufgabe der geodätischen Punktbestimmung dient dieser zur Berechnung der Lagekoordinaten, bei welchem auf einem Neupunkt die beiden Horizontalwinkel zu drei bekannten Anschlusspunkten gemessen werden. Dieses Verfahren versagt, wenn die drei Anschlusspunkte und der Neupunkt auf einem gemeinsamen Kreis liegen, dem sogenannten gefährlichem Kreis.

Ruhedruck

    Dies betitelt den statischen Überdruck an einer Messstelle in der Trinkwasseranlage, wenn kein Wasser fließt.

Rühlwand

    Eine Rühlwand (auch Trägerbohrwand oder Berliner Verbau genannt) ist eine Bauart für eine senkrechte Baugrubenwand (Baugrubensicherungswand). Bei Rühlwänden werden im Abstand von ca. 2 bis 3 Metern vertikale Bohrungen oder Rammungen durchgeführt, in welche Stahlprofile eingebaut werden. Die Zwischenräume werden danach je nach den jeweiligen Anforderung mit Holz, Beton, Spritzbeton oder Blechen beim Abtiefen der Baugrube ausgefacht.

Rundblockbohle

    Auch als Rundstammbohle oder Rundbohle bezeichnet werden diese Hölzer zumeist für den Bau von Blockhäusern verwendet. Für den Blockhausbau sind die Rundblockbohlen mit Nut- und Feder ausgerüstet wobei die eingefräßte Nut auch als Entlastungsschnitt dient um einer Rißbildung vorzubeugen.

Rundbogen

    Auch als Halbkreisbogen bezeichnet ist dies ein Bogen, der in Form eines halben Kreisabschnittes erbaut ist.

Rundbogenstil

    Deutscher neuromanischer Stil des 19. Jahrhunderts.

Rundbohle

    -->Rundblockbohle

Runddach

    Dies ist eine Dachkonstruktion in Form einer halben Tonne, sie wird auch als Tonnendach bezeichnet.

Rundfenster

    Dies ist ein Fenster mit einer kreisrunden Öffnung.

Rundfunkanlage

    Dies ist eine Empfangsanlage für Ultrakurz-, Kurz-, Mittel- und Langwelle über eine Hochantenne über Dach oder auch Kabelanschluss.

Rundholz

    Als Vollholz wird das Produkt nur “geschält” und hat somit eine größere Festigkeit gegenüber --> Bauschnittholz.

Rundschnitt

    I.d.R. betitelt dies das Freilegen eines Knotens und der Schnittgrößen, um diese mit Hilfe der Gleichgewichtsbedingungen berechnen oder auch kontrollieren zu können.

Rundstab

    Dies ist ein rundes, zylindrisches, stabförmiges Bauelement/-teil.

Rundstahlanker

    Dies ist allgemein ein -->Anker aus einem im Profil rundem Baustahl. Rundstahlanker werden in vielen Bereichen des Holzbaus eingesetzt, u.a. für zugfeste Verbindungen im Holzbau (bei Dachkonstruktionen im Ingenieurholzbau etc..) oder aber auch im Betonbau (z.B. bei der Spundwandverankerung) etc.

Rundstammbohle

    -->Rundblockbohle

Rundsteuerempfänger

    Dies ist ein Gerät zur Umschaltung auf Sondertarife bei der Elektroversorgung.

Ruskin

    John Ruskin (1819-1900) war als Kunsttheoretiker und Kenner der Architektur der Verfasser von dem 1849 erschienenem Werk „Seven Lamps of Architecture“.

Ruß

    Dies sind feinteilige Partikel, die von einer unvollständigen Verbrennung eines organischen Materials herrühren. Zumeist handelt es sich hierbei um Kohlenstoff.

Rußzahl

    Rußzahl (Kurzzeichen:RZ) ist der Schwärzungsgrad, den der Ruß unter den in dieser Norm festgelegten Bedingungen auf dem Filterpapier hervorruft.

Rüster

    Dies ist ein weit verbreitetes Hartholz.

Rustika

    Mauerwerk aus unregelmäßigen und roh behauenen Natursteinquardern.

rustizieren

    Mit einer Rustika verzieren.

Rüstloch

    Dies ist ein Loch in einer Wandscheibe durch welches der Querbalken eines Baugerüstes abgestützt wird.

Rute

    Bei Bodenbelägen: Hier sind dies Drähte oder Stahlbänder, die die Polfäden (-->Pol) über dem Grundgewebe bis zum Einbinden halten.

Rutenteppich

    Dies sind gewebte -->Polteppiche deren Polschicht mittels Ruten gebildet ist, sie werden mit Zugruten oder Schnittruten oder im Wechsel mit Zug- und Schnittruten hergestellt.

Rutschfestigkeit

    Die Rutschfestigkeit bei Böden wird nach DIN (5120) in 5 Rutschfestigkeitsklassen unterteilt (R 9, R 10, R 11, R 12, R 13). Hierbei steht R 9 für die niedrigste Stufe rutschhemmender Bodenbeläge und R 13 für die höchsten Anforderungen an die Rutschfestigkeit. In nassbelasteten Barfußbereichen, wie z.B. in Schwimmbädern, Krankenhäusern, Wasch- und Duschräumen etc. werden bestimmte Zonen (entsprechend den unterschiedlichen Rutschgefahren) den Bewertungsgruppen A, B oder C zugeordnet (DIN 51097). Hierbei nehmen die Anforderungen an die Rutschhemmung von A bis C zu. Ebenso sind hier Mindestneigungswinkel für die einzelnen Bereiche festgelegt. Nachfolgend einige Beispiele für die Rutschfestigkeit bei Räumen und Bodenbelägen:

Räume

z.B. für Büros.

R 9

z.B. für Treppen, Eingangsbereiche, Pausenräume etc.

R 9

z.B. für Räume für die Druck und Papierverarbeitung

R 9

z.B. für Toiletten oder Umkleideräume etc.

R 10

z.B. für Räume, in denen Feuchtigkeit auftritt, wie z.B. Waschräume.

R 11

z.B. der Spülraum einer Gaststättenküche.

R 12

Bodenbeläge

Keramische Bodenbeläge

R 9 – R 13

Gitterroste

R 10 – R 13

PVC

R 9 – R 10

Elastomer

R 9 – R 10

Laminat

R 9, evtl. auch R 10

Linoleum

R 9, evtl. auch R 10

Textile Bodenbeläge

R 9 – R 12

Naturstein

R 9 – R 13

Rutschungen

    Allgemein ist dies der Begriff für Massenbewegungen (Boden) unter dem Einfluss der Schwerkraft an Hängen und Böschungen.

Rüttelbeton

    Dies ist die Benennung eines Betons nach Art seiner Verdichtung.

Rütteldichte

    Errechnet sich aus dem Verhältnis zwischen der Masse eines körnigen Stoffes und seinem Volumen einschließlich aller Eigenporen und Zwischenräumen der Körnung, zur Bestimmung wird der Stoff lose in ein Gefäß eingegeben und gerüttelt.

Rütteldruckverfahren

    Das Rütteldruckverfahren ist für nichtbindige Böden geeignet und wird zumeist für die Tiefenverdichtung anstehenden Betons verwendet.

Rüttelflasche oder Tauchrüttler

    Dienen zum Verdichten von z.B. Beton.

Rütteln

    • Verfahren zum Eintreiben von Pfählen, Spundbohlen und Kanaldielen in den Baugrund.
    • Verfahren zum Verdichten von Asphalt, Beton unbd Erdstoffen.

Rüttelstopfverfahren

    Dieses Verfahren dient zur Tiefenverdichtung des Bodens.

Rüttler

    Diese werden zur Rütteldruck- und -stopfverdichtung eingesetzt. Hierbei wird durch die asymetrische Anordnung von Gewichten an einer rotierenden Welle eine Unwucht im Rüttler erzeugt.

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RVG

    Abkürzung für Rechtsanwaltsvergütungsgesetz, welches am 1.7.2004 anstelle der BRAGO (Bundesrechtsanwaltsgebührenordnung) eingeführt wurde. Die Vergütung (Gebühren und Auslagen) für anwaltliche Tätigkeiten der Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte bemisst sich nach dem RVG. Dies gilt auch für eine Tätigkeit als Prozesspfleger nach der Zivilprozessordnung (§§ 57 & 58). Andere Mitglieder einer Rechtsanwaltskammer, Partnerschaftsgesellschaften und sonstige Gesellschaften stehen einem Rechtsanwalt im Sinne dieses Gesetzes gleich. Dieses Gesetz gilt jedoch nicht für eine Tätigkeit als Vormund, Betreuer, Pfleger, Verfahrenspfleger, Testamentsvollstrecker, Insolvenzverwalter, Sachwalter, Mitglied des Gläubigerausschusses, Nachlassverwalter, Zwangsverwalter, Treuhänder oder Schiedsrichter oder für eine ähnliche Tätigkeit.

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R-Wert

    Der -->Wärmedurchlasswiderstand R ist ein Mindestwert der nachfolgende Werte nach EnEV nicht unterschreiten darf:

Bauteil

R (m²K/W)

Außenwände

1,20

Innenwände; Wände zwischen fremdgenutzen Räumen; Wohnungstrennwänden

0,07

Treppenraumwände zu Treppenräumen; ti</=10 °C (Ti : Treppenraum-Innentemperatur)

0,25

Treppenraumwände zu Treppenräumen; ti>10 °C (Ti : Treppenraum-Innentemperatur)

0,07

Wohnungstrenndecken

0,35

Steildächer

0,90

Flachdächer, Decken unter Terrassen

1,20

Decken über Garagen, Durchfahrten und belüfteten Kriechkellern

1,75

Unterer Anschluss nicht unterkellerter Aufenthaltsräume

0,90

Ryoba-Säge

    Dies ist eine japanische Handsäge. Diese Säge funktioniert ausschließlich auf Zug, wodurch die Sägeblätter wesentlich dünner und härter ausgeführt werden können wie übliche Handsägeblätter. Die Ryoba-Säge hat ein trapezförmiges Sägeblatt mit einer Trapezverzahnung auf der einen Seite (für Querschnitte) und einer Dreiecksverzahnung auf der anderen Seite (für Längsschnitte).

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RZ

    Abkürzung für -->Rußzahl.

R-Zement

    Dies ist die Abkürzung für schnell erhärtenden Zement, das R steht hierbei für rapid.

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