“Pflanzliche Rohstoffe im Bauwesen” Rohstoff-Konstruktion-Bauphysik Teil 1 Wärmedämmstoffe |
ISBN 978-3-8351-0153-1 B.G. Teubner Verlag Veröffentlichung Sommer 2008 |
Ein Fachbuch das den gesamten Weg vom Pflanzensamen über die Dämmstoffproduktion bis hin zum Einbau in die Baukonstruktion beschreibt.
Für Studium, Land- und Bauwirtschaft, umweltbewusste Eigenheimbauer und all diejenigen die mehr wissen wollen!Inhalt: Rohstoffgrundlagen, Bauphysikgrundlagen, Ökologiegrundlagen,
Flachs, Getreide, Hanf, Holz, Kokos, Kork, Schilf, Seegras, Stroh, Wiesengras, Ananas, Bastpalme, Bambus, Baumwolle, Bombayhanf, Brennnessel, Faserbanane, Halfagras, Hanfpalme, Hopfen, Jute,
Kapok, Kenaf, Roselle, Kongojute, Miscanthus, Neuseelandhanf, Ramie, Sisal, Zuckerrohr, Zwergpalme |
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Redoxvorgänge
Verbindung von Oxidation und Reduktion z.B. bei Nichtmetallen: Reaktion von Oxiden mit Wasser, dabei entsteht z.B. Kohlensäure.
Reduktion
Wird einem Stoff bei einer chemischen Reaktion Sauerstoff entzogen, so spricht man von einer Reduktion. Z.B. Vorgänge im Hochofen u.a. heißes Kohlenmonoxid reduziert Eisenoxid zu Eisen und
steigt als Kohlendioxid weiter auf, so spricht man von Redoxvorgänge.
Reduktionssatz
Dieser besagt, dass bei Anwendung des Prinzips der virtuellen Kräfte für statisch unbestimmte Systeme der virtuelle Kraftgrößenzustand nur die Gleichgewichts-, nicht jedoch irgendwelche
Verträglichkeitsbedingungen erfüllen muss.
Reduktionsverfahren
Auch als Übertragungsmatrizenverfahren bezeichnet, ist dies ein baustatisches Verfahren, das auf der für jeden Einzelstab gültige Übertragungsbeziehung beruht.
Reduzieren
Dies ist die Umkehrung der -->Oxydation. Beim Reduzieren wird einer sauerstoffhaltigen Verbindung Sauerstoff entzogen, der durch einen Oxydationprozess an einen anderen Stoff gebunden
wird. Zu den sauerstoffentziehenden Mitteln zählen z.B. Wasserstoff der zu Wasser oxydiert wird, Kohlenstoff der zu Kohlenmonoxid oder Kohlendioxid weiter oxydiert wird oder auch Magnesium welches
Magnesiumoxid bildet.
Reede
Dies ist der, für die Wartung von Schiffen ausgewiesener Teil einer Wasserstraße, welcher nicht am Ufer liegt.
Reedwood
Das Holz ist mittelhart, harzfrei und neigt durch den hohen Anteil an Gerbstoffen im Freien zum verfärben. Es ist gut zu bearbeiten, zu spalten und zu fräsen. Kann beim verarbeiten
Allergien und Asthma auslösen. Verwendungsbereich: Möbel, Wand- und Deckenverkleidungen, Schälholz für Sperrholzplatten und Konstruktionsholz.
Reet
Weitere Bezeichnung für -->Schilf, insbesondere Schilf zur Dachdeckung (-->Reetdach).
Reetdach
Dies ist die Bezeichnung für ein Dach das mit Schilfrohr gedeckt wurde (auch als Rohrdach betitelt). Es handelt sich hierbei um sogenannte Weichdächer (-->Weichdach) mit einer guten
Schalldämmung und einem relativ geringen Eigengewicht. Diese Dächer benötigen eine Mindestdachneigung von 45 Grad und haben eine Dachhautdicke von ca. 20 bis 40 cm. Reetdächer sind empfindlich gegenüber
Feuer- und Funkenflug, wogegen man mit moderner Bautechnik weitestgehend Vorsorge treffen kann . Es wird unterschieden zwischen:
-->Genähtes Dach
-->Geschraubtes Dach
LITERATURTIPP ZUM REETDACH |
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Reetdachdeckerwerkzeuge
Die wichtigsten Werkzeuge des Stroh- und Reetdachdeckers sind i.d.R. verschiedene Näh- und Bindenadeln, ein
Klopfbrett zum Treiben, Vorlegestangen zum Niederdrücken der Bunde und Knechte zum Festhalten der Haltestöcke.
Refektorium
Referenzellipsoid
Dies ist ein Rotationsellipsoid, welches als Bezugsfläche für eine Landvermessung dient.
Referenzwert
Dies ist ein Wert (z.B. -->U-Wert), der bei genormten Grenzwerten erhalten wurde.
Reflektionsarmes Glas
Wird vorzugsweise für Schaufenster, Vitrinenverglasungen und Bildabdeckungen verwendet, es weißt einen Reflektionsgrad nahe null auf.
Reflektionsglas
Bei diesem Glas wird der Reflektionsgrad durch mehrlagige Schichtsysteme aus Metalloxiden oder durch
Edelmetallschichten erhöht, letzteres muss in den Scheibenzwischenraum eingebracht werden, da Edelmetalle nicht witterungs- und reinigungsbeständig sind.
Reflektionsgrad
Ist abhängig vom Einfallswinkel von z.B. Sonnenstrahlung bei Flachgläsern, es wird unterschieden für
Energiereflektionsgrad (z.B. bei Sonneneinstrahlung) und Lichtreflektionsgrad (Lichtstrahlung).
Reflexblendung
Diese entsteht z.B. wenn sich hell leuchtende Flächen wie Lampen, Leuchten oder Fenster, auf glänzenden, reflektierenden Oberflächen spiegeln.
Reflexionsbeschichtung
Reflexionsgläser
Als wirkungsvolle Absorptionsgläser (in Bezug auf die Verringerung des Energiedurchlasses) haben diese Gläser auf
der Innenseite dünne, aufgedampfte Edelmetallschichten (z.B. Platin oder auch Gold etc.) mit selektiver Eigenschaft. Von innen sind sie relativ farbneutral, von außen teils bläulich bis gold spiegelnd.
Reformpfannen
Dies sind Falzziegel mit einfachen Kopf- und Seitenfalzen sowie einer Fußverfalzung. Die wasserableitende Fläche ist hierbei als flache Mulde ausgebildet.
Refraktion
Regeldachneigung (bei Tondachziegel)
Regeldachneigung und erforderliche Mindestüberdeckung von Tondachziegeln
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Dachdeckung |
Regeldachneigung |
Überdeckung |
Krempziegeldeckung |
35° |
80 mm |
Mönch & Nonnendeckung |
40° |
80 mm |
Biberschwanzdeckung |
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Kronendeckung |
30° |
90 mm |
Doppeldeckung |
30° |
90 mm |
Einfachdeckung( mit Spließen) |
40° |
170 mm |
Hohlpfannendeckung |
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Aufschnittdeckung mit Pappdocken |
30° |
100 mm |
Aufschnittdeckung ohne Pappdocken |
35° |
100 mm |
Vorschnittdeckung mit Pappdocken |
35° |
70 mm |
Vorschnittdeckung ohne Pappdocken |
40° |
70 mm |
Falzziegeldeckung |
30° |
nach Vorgabe |
Flachdachpfanne |
22° |
nach Vorgabe |
Verschiebeziegel |
35° |
nach Vorgabe |
Strangfalzziegel |
35° |
120 mm |
Angaben ohne Gewähr |
Regelfahrzeug
Ein Regelfahrzeug nach DIN (1072) ist z.B. ein -->SLW (Schwerlastwagen), ein LKW (Lastkraftwagen) oder ein Gabelstapler-Regelfahrzeug.
Regelquerschnitt
Im Straßenbau ist dies der Straßenquerschnitt, welcher die Regelausführung bestimmt.
Regelschiff
Dies ist ein Schiff, dessen Maße der Bemessung von Wasserstraßen und Schifffahrtsanlagen zugrunde gelegt werden.
Regelschneelast
Die Regelschneelast ist ein in Abhängigkeit von den geographischen und meteorologischen Verhältnissen aufgrund
von Meßergebnissen mit statistischen Auswertungsverfahren festgelegter Wert unter Berücksichtigung einer Abminderung der Dachschneelast gegenüber den Schneeverhältnissen am Boden.
Regelschneelastzonen
Die Regelschneelast so eines Standortes ist in Abhängigkeit von der Schneelastzone und der Geländehöhe des Bauwerkstandortes über NN (Normalnull) zu entnehmen.
Schneelastzonern 1) |
Geländehöhe 2) des Bauwerkstandortes über Normalnull (NN) in Meter (m) |
</= 200 |
300 |
400 |
500 |
600 |
700 |
800 |
900 |
1000 |
>1000 |
|
|
0,75 |
0,75 |
0,75 |
0,75 |
0,85 |
1,05 |
1,25 |
|
|
3) |
|
|
0,75 |
0,75 |
0,75 |
0,90 |
1,15 |
1,50 |
1,85 |
2,30 |
|
|
|
0,75 |
0,75 |
1,00 |
1,25 |
1,60 |
2,00 |
2,55 |
3,10 |
3,80 |
|
|
1,00 |
1,15 |
1,55 |
2,10 |
2,60 |
3,25 |
3,90 |
4,65 |
5,50 |
1) Für Bauwerkstandorte auf der Grenzlinie zweier Schneelastzonen darf als so
das arithmetische Mittel aus den beiden Schneelastzonen angenommen werden. Wird dieser Mittelwert nicht gebildet, so ist der höhere so -Wert anzusetzen. |
2) Für Geländehöhen, die zwischen den angegebenen Geländehöhen liegen, darf der so
-Wert geradlinig interpoliert werden. Wird nicht interpoliert, so ist der so -Wert der nächsthöheren Geländehöhe anzusetzen. |
3)
Wird im Einzelfall festgelegt durch die zuständige Baubehörde im Einvernehmen mit dem Zentralamt des Deutschen Wetterdienstes |
Regelsieblinien A, B, C, U
Diese begrenzt die Sieblinienbereiche 2, 3 und 4, hierbei werden die Buchstaben zusätzlich mit Zahlen angegeben, welche das Größtkorn des Zuschlagsgemisches angeben.
Regelspur
Regelungsbauwerke
Dies sind Bauwerke zur Flussregelung, wie z.B. Leitdämme, Sohlenbauwerke, Buhnen oder Uferdeckwerke.
Regelungssystem
Dieses in der Haustechnik, bei Heizung, Klima, Elektro etc.. übliche System hat die Aufgabe, eine Regelgröße
selbsttätig auf einen vorgegebenen Wert zu bringen und dort, trotz auftretenden Störgrößen zu halten.
Regen
Der Regen wird allgemein definiert als Niederschlag mit Tropfendurchmessern von ca. 0,5 bis 5 mm.
Regenabfluss
In der Abwassertechnik ist dies der Abfluss von Regenwasser bei vorgegebener Regenspende bei einem Modellregen oder auch bei tatsächlich auftretenden Regen.
Regenabflussspende
Regenauslass
Regenbecken
Regenbecken sind künstliche Becken, mit deren Hilfe Regen- und Mischwasser zurückgehalten und/oder behandelt werden.
Règence
Regency
regenerative Energie
Dies ist die Betitelung der erneuerbaren Energien in Solar-, Wind-, Wasser-, Gezeiten und geothermischen Kraftwerken.
regenerative Stromerzeuger
Dies sind Stromerzeuger die Strom aus unerschöpflichen Ernergiequellen zu großtechnischen Nutzung verwenden,
wie z.B. Windenergie, Wasserkraft, Geothermik, Sonnenenergie und soweit diese regenerative Energien sind auch Biomasse und Müll.
Regenfallleitung
Regenfallrohr
Senkrechtes Blech- oder Kunststoffrohr zum Ableiten des Regenwassers von Dächern, Balkonen, Carports etc.
Regenfallrohrhalter
Regenfallrohrklappe
Dies ist ein Wandungsstück eines Regenfallrohres, welches ausklappbar ist und somit das die Leitung des Regenwassers nach außen in ein Auffanggefäß dient.
Regenhöhe
Dies ist die Niederschlagshöhe, welche als Wasserhöhe in mm oder l/m² für eine betrachtete Zeitspanne ausgedrückt wird.
Regenintensität
Regenrinne
Es wird hierbei nach der Form als Halbrund- oder Kastenrinne unterschieden, aber auch nach der Lage wie z.B.:
- Vorgehängte Regenrinne
- Aufgelegte Regenrinne
- Innenliegende Regenrinne
- Ortgang-Regenrinne
Regenrückhaltebecken
Dies ist eine Art von Regenbecken, durch dessen Speicherraum Niederschlagswasser zurückgehalten wird, das nicht sofort in den -->Vorfluter gelangen soll.
Regenspende
Dies ist diejenige Regenwassermenge, welche in einer bestimmten Zeiteinheit auf eine bestimmte Fläche niedergeht. Einheit: l/(s*ha).
Regenüberlauf
Dies ist in der Abwassertechnik ein Entlastungsbauwerk im Mischsystem ohne zusätzlichem Speicherraum.
Regenwasser
Regenwasserabfluss
Dies ist das Produkt aus dem Abflussbeiwert einer bestimmten Fläche, der Größe dieser Fläche und der Regenspende.
Regenwasserkanal
Als Regenwasserkanal wird im System einer Trennkanalisation der Teil des Kanalnetzes bezeichnet, in dem nur Regenwasser abgeleitet wird.
Regenwassernutzung
Die Regenwassernutzung ist die leitungsgebundene Nutzung von Regenwasser, das von Dachflächen abgeleitet und gesammelt wird.
Regiearbeiten
Zu diesen Arbeiten zählen alle Arbeiten die nicht nach genau feststellbaren verbauten Massen laut dem
Leistungsverzeichnis oder Raumbuch, sondern nach Material und Zeitaufwand ausgeführt und berechnet werden.
Regiepreis
Dies ist der Preis für eine Leistung, die nach dem tatsächlichen Aufwand berechnet und vergütet wird.
Regiestunden
Regula
Reibepfahl
Dies ist ein, vor einem Bauwerk in der Gewässersohle frei stehender Pfahl zum Schutz von Bauwerken und Schiffen, insbesondere in Gewässern mit wechselnden Wasserständen.
Reibeputz
Dies ist ein Putz der nach dem Aufziehen und während des Aushärtens mit einen Schwammhobel, Filzhobel,
Plastikhobel o.ä. flächig gerieben und damit gleichmäßig strukturiert wird. Dies kann mit nahezu jedem handelsüblichen Oberputz vollzogen werden.
Reibung
Reibungskoeffizient
Dies ist der Quotient aus Reibungskraft und Normalkraft in der Berührungsebene bei einer Gleitung. Abhängig ist dieser von der Art der Materialien zwischen welche die Reibung wirkt.
Reibungsverlust
Betitelt den Verlust durch Reibung. Bei Spannbeton ist dies der Verlust an Vorspannkraft infolge Überwindung der Reibung zwischen Vorspannglied und Blechhülle.
Reibungsverlusthöhe
In der Abwassertechnik ist dies der Verlust an Energiehöhe, welcher bedingt ist durch den Abflussvorgang in einer Rohrstrecke.
Reibungswinkel
Reichweite
Reife
Dies ist u.a. ein Ausdruck für die Abhängigkeit der Festigkeitsentwicklung des Betons von der Temperatur, welche angegeben wird in °C*d oder °C*h.
Reifegrad nach Saul
Dies ist das Verhältnis der aktuellen Reife eines Betons zur Reife des gleichaltrigen Betons welcher konstant bei 20°C erhärtet ist.
Reifholz
Dies sind abgestorbene Holzzellen, welche jedoch nicht mit Kernstoffen verfüllt sind , die Gefäße sind nicht verhyllt,
die Tüpfel sind nicht verklebt und farblich ist dieses nahezu identisch mit dem -->Splintholz.
Reihenhaus
Das Reihenhaus wird durch folgende Arten unterschieden: das Doppelhaus, das Kettenhaus und das Reihenhaus an
sich. Dies ist eine sehr praktikable Weise den Grundstücksflächenbedarf zu verringern, und somit Grunderwerbs- und
Erschließungskosten zu sparen. Bei einem Doppelhaus handelt es sich um eine ebenerdige erschlossene Hausform,
welche sich in zwei sich ähnelnde Haushälften aufteilt. Hierbei kann in jeweils einer Hälfte eine Familie wohnen. Bei
einem Kettenhaus handelt es sich um eine lineare Addition von gegliederten Reihenhauswohnungen, auch hier für
jeweils eine Familie. Das Reihenhaus an sich, ist ein ebenerdige erschlossene und vor allem verdichtet aufgereihter
Haustyp. Diese Gebäudeform wird nahezu immer zwei- bis viergeschossig aufgebaut. Hier werden mindestens drei lineare Additionen von sich gleichenden Häusern aneinander gereiht.
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