Das Kleine Baulexikon von Gerhard Holzmann

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Seit 10 Jahren das Fachlexikon für Bau, Handwerk, Architektur und Ingenieurwesen

Deutschsprachiges Lexikon für die neutrale, internationale Bauberatung der G.Holzmann-Bauberatung

Ihr Fachmann für wohngesunde Altbausanierungen

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von Gerhard Holzmann

 

DAS KLEINE BAULEXIKON
von Gerhard Holzmann

Vorwort

 

A

Aa-Ag

Ah-Aq

 

Ar-At

Au-Az

 

 

 

B

Ba-Bb

Bd-Beto

 

Betr-Bn

Bo-Bra

 

Bre-Bz

 

 

 

 

C

Ca-Ci

Cl-Cy

 

 

D

Da-Dh

Di-Dn

 

Do-Dy

 

 

 

E

Ea-Ei

Ej-Ep

 

Er-Ex

 

 

 

F

Fa-Fer

Fes-Fj

 

Fl-Fo

Fr-Fz.

 

 

G

Ga-Ge

Gf-Gp

 

Gr-Gz

 

 

 

H

Ha-Hn

Ho-Hy

 

 

I

Ia-It

.

 

 

J

Ja-Ju

.

 

 

K

Ka-Ke

Kf-Kp

 

Kr-Ky

.

 

 

L

La-leis

Leit-Lm

 

Lo-Ly

 

 

 

M

Ma-Mg

Mi-Mz

 

 

N

Na-Ne

Nf-Ny.

 

 

O

Oa-Oz

.

 

 

P

Pa-Pn

Po-Pp

 

Pr-Py

 

 

 

Q

Q-qui

.

 

 

R

Ra-Re

Red-Rh

 

Ri-Rz

 

 

 

S

Sa-Schlo

Schlu-Sl

 

Sm-Sr

St-Sz

 

 

T

Ta-To

Tr-Ty

 

 

U

Ub-Uz

.

 

 

V

Va-Ve

Vf-Vz

 

 

W

Wa

Wasser-Wh

 

Wi-Wz

.

 

 

X

Xa-xy

.

 

 

Y

Ya-Ys

.

 

 

Z

Za-Zi

Zk-Zz

 

.

Sämtliche Urheberrechte
unterliegen dem Autor
Gerhard Holzmann.

 

Biobaustoffe_animiert

 

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Zeichenerklärung : “-->” bedeutet, dass Sie unter nachfolgendem Begriff eine weitere Erklärung finden, hier einfach im entsprechenden Buchstaben nachschlagen; unterstrichene blaue Begriffe sind innerhalb der Internetseiten mit ausführlichen Texten verlinkt.

Pr

    Abkürzung für Praseodymium.

Präfabrikation

    Dies ist eine Bauweise bei der fabrikmäßig vorgefertigte Teile auf der Baustelle montiert werden.

Präfektur

    Amt und Amtsräume eines Präfekten (höherer Verwaltungsbeamter).

Prägetapeten

    Diese Tapeten werden aus schwerem, festem mehrschichtigem Papier und Vlies aus Baumwollfasern oder anderen Stoffen hergestellt. Es wird unterschieden in:

    • Duplex standfeste, unbedruckte Prägetapeten: Oberfläche durch Prägung strukturiert.
    • Duplex standfeste, bedruckte Prägetapeten: Oberfläche wird bedruckt und durch Prägung strukturiert.

Prahm

    Dies ist ein besatzungsloses, flachgehendes Wasserfahrzeug ohne einem eigenen Antrieb, welches für den Gütertransport oder als Träger für Baumaschinen verwendet wird.

Praktikum

    Ausbildung in der praktischen Arbeit (als Teil der Ausbildung).

Praxis

    Eigentlich aus dem Griechischen kommend (prattein = handeln) wird hiermit neben der Bezeichnung für die tatsächliche Durchführung einer Tätigkeit (also dem Gegenteil der Theorie) ein Arbeitsraum eines niedergelassenen Arztes oder eines medizinischen Versorgungszentrums (aber auch eines Rechtsanwälte, Steuerberater o.ä.) bezeichnet. Neben diesem wird der Begriff Praxis auch für die Erfahrung in einem Tätigkeitsfeld, wie z.B. Berufspraxis, Fahrpraxis, Maschinenpraxis etc. verwendet.

Prechamber

    Allgemeine englische Bezeichnung für eine Nebenkammer.

Preisabrede

    Negative Beeinflussungen der Preisbildung können nicht nur durch eine Monopolstellung des Nachfragenden negativ beeinflusst werden sondern auch durch sogenannte Vertikalvereinbarungen zwischen verschiedenen Anbietern. Was wiederum als Wettbewerbsbeschränkung gegen das GWB (§ 14) verstoßen kann, sofern es zu einer Beschränkung in der Freiheit der Gestaltung von Preisen oder Geschäftsbedingungen, welche mit Dritten über gelieferte Waren oder gewerbliche Leistungen etc. ausgehandelt werden, kommt. Im Baugewerbe kommen solche Vertikalvereinbarungen in Form einer Preisabrede (Preisabsprache) bei Ausschreibungen vor. Die VOB Teil A (§ 25) besagt jedoch, dass bei öffentlichen Ausschreibungen Angebote von Bietern, welche in Bezug auf die Ausschreibung eine Preisabrede getroffen haben, die eine unzulässige Wettbewerbsbeschränkung darstellt, ausgeschlossen werden. Die erwähnten unzulässigen Wettbewerbsbeschränkungen in Form einer Abrede sind z.B.:

    • Abreden über die zu fordernden Preise.
    • Abreden über die Nichtabgabe oder Abgabe von Angeboten.
    • Abreden über Gewinnaufschläge.
    • Abreden über die Bindung sonstiger Entgelder.
    • Abreden über Lieferungs-, Zahlungs und anderen Bedingungen wenn diese unmittelbar den Preis beeinflussen.
    • Abreden über Gewinnbeteiligungen oder anderer Angaben.
    • Abreden über die Einrichtung von Ausfallentschädigungen oder auch Abstandszahlungen.

Preiskleitklausel

    Dies ist eine bauvertragliche Regelung, wonach der Auftraggeber teilweise oder ganz diejenigen Kosten übernimmt, die durch nicht vorhersehbare Erhöhungen ausgewählter Kostenarten während der Bauzeit entstehen.

Preisspiegel

    Dies ist eine, vom Auftraggeber zur Angebotswertung erstellte tabelarische Übersicht der Einheitspreise, der Gesamtpreise und der Angebotssummen aller Angebote.

Prekarium

    Dies ist die unentgeltliche Überlassung einer Sache bei jederzeitigem Widerruf.

Prellbock

    Im Gleisbau ist dies ein Gleisabschluss in Form eines am Gleis verankerten Stahlbocks mit bremsender Wirkung.

Prellstein

    -->Abweichstein oder -->Radabweiser

prEN

    Abkürzung für Europäischer Norm-Entwurf (das pr steht für französisch projet).

prENV

    Abkürzung für Europäischer Vornorm-Entwurf (das pr steht für französisch projet).

Prepakt-Verfahren

    Dieses Verfahren dient zur Herstellung von Mörtel für Ausgussbeton. Neben dem Zement, dem Sand und dem Wasser wird ein verflüssigendes und treibendes Zusatzmittel verwendet.

Presbyterium

    Dies ist der Begriff für Teile einer Kirche die für den Geistlichen angedacht sind oder auch das Kollegium der Presbyter.

Pressfeuchtigkeit

    -->Fliesenherstellung

Pressformgips

    Pressformgips findet beim Pressverfahren plastischer keramischer Massen Verwendung (z.B. beim sog. RAM-Pressen). Diesem Gips sind Stellmittel zugesetzt, die beim abbindenden Gips eine besondere Festigkeitsentwicklung bewirken. Durch die in Form eingelegten luftdurchlässigen Schläuche wird während des Abbindevorgangs Luft mit steigendem Druck in den Gipskörper eingepreßt. Dadurch wird ein definiertes, feinstrukturiertes Kapillarvolumen erzeugt.

Pressfuge

    Platten- bzw. Bauteiltrennung durch den gesamten Querschnitt, jedoch ist diese auf Stoß gelegt und ermöglicht somit keinerlei Ausdehnungen der beiden Teile dies kann auch die Bezeichnung für eine Fugentechnik sein, bei welcher die Fuge durch eine runde Wulst über die Mauersteinebene tritt.

pressgestoßen

    Dies ist die Betitelung für die Montageart zweier Bauteile oder Ähnlichem, bei welchem beide Teile dermaßen dicht aneinander liegend eingebaut werden, dass ein lückenloser Übergang von einem zum anderen Teil entsteht. Beispielsweise bei der Anbringung von Dämmplatten an einer Fassade. Diese müssen pressgestoßen eingebaut sein um spätere Wärme-/Kältebrücken zu vermeiden.

Pressglas

    Durch Pressen geformtes Glas wie z. B. Betongläser, Glasbausteine, Glasdachsteine.

Pressiometer

    Dies ist eine Seitendrucksonde, bei welcher die radiale Aufweitung des Bohrlochs durch Aufweitung einer zylindrischen Membran erfolgt und die Kraft und Verformung gemessen werden.

Presskork

    Aus Korkmehl gepresster Kork z. B. als Wärmedämmplatten, Unterschicht für Bodenbeläge (z. B. Korklinoleum).

Preußische Kappe

    Dies ist eine flache Gewölbekappe zwischen Doppel-T-Trägern, -->Preußisches Gewölbe.

Preußisches Gewölbe

    Gewölbeart in der Ausbildung eines flachen -->Tonnengewölbes, Wölbung ist in Form eines Segmentbogens.

Primärenergien

    Dies sind i.d.R. die auf der Erde in fester, flüssiger oder gasförmiger Form vorkommenden Kohlenwasserstoffe. Sie werden in erster Linie als fossile Ernergieträger genutzt, hierzu gehören u.a. Erdöl, Kohle, Erdgas, Torf und Holz.

Primärenergieeinsatz

    Auch als Primärenergieinhalt bezeichnet, -->PEI

Primärenergieinhalt

    -->PEI

Primärschlamm

    In der Abwassertechnik ist dies der Schlamm, der ausschließlich aus dem, der Kläranlage zufließenden, Abwasser im ersten Reinigungsteil durch physische Verfahren abgetrennt wird.

Primärspannung

    Dies ist die Spannung in einem Gebirge vor dem bautechnischen Eingriff.

Prinzip der virtuellen Kräfte

    Dieses Prinzip beschreibt eine kinematische Beziehung, zumeist zwischen den Stabverzerrungen und einer gesuchten Verschiebungsgröße. Der Wortlaut des Prinzips lautet wie folgt: “Für einen willkürlich gewählten, aber sich im Gleichgewicht befindlichen virtuellen Last-Schnittgrößen-Zustand ist die Gesamtarbeit aus den äußeren Kräften und den inneren Schnittgrößen null. Ist eine Verschiebungsgröße gesucht, so ist dort die zugehörige virtuelle Lastgröße 1 anzusetzen; diese Verschiebungsgröße ist dann gleich der negativen inneren virtuellen Arbeit.”

Prinzip der virtuellen Verrückung/Verschiebung

    Dieses Prinzip beschreibt eine Gleichgewichtsaussage. Für eine willkürlich gewählte virtuelle Verschiebung ist die Gesamtheit der Arbeit aus den äußeren Kräften und den inneren Kraftgrößen null, wenn sich die genannten Kraftgrößen im Gleichgewicht befinden.

Prinzip vom Minimum des Gesamtpotentials

    Dieses Prinzip enthält eine Gleichgewichtsaussage. Das Gesamtpotential als Summe des äußeren und inneren Potentials wird für den Gleichgewichtszustand ein Minimum.

Prisma

    Einer von ebenen Flächen begrenzter Körper, auch ein keilförmiger Körper, der Licht reflektiert oder es in seine Spektralfarben zerlegt.

Privates Baurecht

    Dies betitelt die Summe derjenigen Normen und Gesetze, welche im Rahmen der Baufreiheit die Rechtsbeziehungen der an der Planung und Durchführung eines Bauwerks Beteiligten, im Besonderen der Bauunternehmen, der Architekten sowie der Auftraggeber regelt.

Privilegierte Vorhaben

    Dienen im Regelfall einem Land- und Forstwirtschaftlichen betrieb. Im Interesse der Rechtssicherheit hat das BauGB die beiden begriffe erläutert.

probabilistisch

    wahrscheinlich, -->Probabilismus.

Probabilismus

    Dies ist die philos. Bezeichnung für die Wahrscheinlichkeitslehre.

Probeabsenkung

    Dies ist eine Methode zur genaueren Feststellung der Wasserdurchlässigkeit des Bodens, welche besonders wichtig ist, bei der Planung größerer Grundwasserabsenkungen.

Probeheizung

    Bei allen Warmwasser- und Dampfheizungen ist durch Probeheizung mit mehrfach, abwechselden Hochheizen und Erkalten nachzuweisen, daß

    1. Kessel und Schornstein gut und sicher ziehen,
    2. bei Warmwasserheizung bei 30°C Vorlauftemperatur alle Heizkörper gleichmäßig warm werden,
    3. bei Niederdruck-Dampfheizung alle Heizkörper gleichmäßig warm werden und auch bei höchstem Druck keinerlei Geräusche auftreten,
    4. die Anlage in allen Teilen vollständig dicht ist,
    5. Manometer, Thermometer und Wasserstands-Höhenmesser frei spielen und richtig anzeigen,
    6. Standrohre, Verbrennungsregler und Signalpfeifen richtig arbeiten,
    7. die Kessel sich bei geöffneten Ventil leicht hochheizen und die höchste Wassertemperatur bzw. der höchste Dampfdruck bei vollem Betrieb sicher zu erreichen ist,
    8. alle Ventile möglichst dicht schließen und
    9. bei mehreren Kesseln diese möglichst gleichmäßig leicht und sicher auf gleicher Temperatur bzw. auf gleichem Druck zu halten und die Wasserstände der Dampfkessel nur wenig schwanken.

    Nach der Probeheizung erfolgt die Übergabe der Heizung, deren Regulierventile und Armaturen danach eine Schutzumwicklung erhalten.

Probenahme

    Dies betitelt die Entnahme von Teilmengen eines Stoffes zur Prüfung bestimmter Eigenschaften.

Probeverdichtung

    Dies ist ein Verdichtungsversuch in abgegrenzten Versuchsfeldern zur Ermittluing der geeigneten Verdichtungsgeräte, einer günstigen Schüttdichte und der erforderlichen Anzahl der Verdichtungsübergänge.

Proctordichte

    Die durch Verdichtung von Auffüllungen oder dgl. herbeigeführte Dichte des Bodens als Verhältnis einer im Proctor - Versuch als Norm festgelegten und mit dem Prozentwert 100 bewerteten Dichte eines Bodens.

Proctorversuch

    Dies ist ein Laborversuch zur Untersuchung der Verdichtbarkeit von Böden in Abhängigkeit vom Wassergehalt.

Produkt

    Dies betitelt jede bewegliche Sache sowie auch Elektrizität ausgenommen der noch nicht verarbeiteten landwirtschaftlichen Naturprodukte.

Produkthaftungsgesetz

    Kurzbezeichnung: ProHaftG. Dieses Gesetz regelt die Haftung für Gefährdung durch Produkte.

produktspezifische Abfälle

    Dies sind Abfälle die keine Siedlungsabfälle sind, sie stammen aus Industrie, Gewerbe oder anderen ähnlichen Einrichtungen. Sie müssen nach Art, Schadstoffgehalt und Reaktionsverhalten ähnlich und untereinander verträglich sein.

Profanbauten

    Profanbauten (profan = alltäglich, weltlich) sind Bauten für weltliche Zwecke wie z.B. Bahnhöfe, Rathhäuser etc.

Profil

    Dies ist die Bezeichnung für einen Querschnitt eines Bauteils.

Profilbauglas

    Gußglas welches C-förmig profiliert ist, es kann auch eine Drahteinlage vorhanden sein.

profilgerechte Lage

    Dies ist z.B. die eingehaltene, projektierte, vertikale und horizontale Begrenzung einer Schichtoberfläche.

Profilholz

    Holz in Brettform, das mit Nut und Feder versehen ist und ein charakteristisches Profil aufweist. Sehr einfach und sicher zu verarbeiten. Wird aus vielen unterschiedlichen Holzsorten und in diversen Profilformen hergestellt.

progressiv

    Ursprünglich aus dem Französischem kommend (progressiv = kontinuierlich oder fortschreitend) betitelt dieser Begriff einen fortentwickelnden Prozess im gesellschaftlichen, physikalischen, politischen aber auch gesundheitlichen Bereich. Es kann sich hierbei jedoch auch um eine Person oder Gruppe handeln, welche eine fortschrittliche Grundhaltung hat oder die allem Neuen ohne Vorbehalte gegenüber steht, etc.

project alliancing

    Dies ist die englische Bezeichnung für Projekterfolg oder auch Projektbündnis.

Projektentwicklung

    Dies betitelt sämtliche Aktivitäten vom Grundstückserwerb über die Entwicklung, Planung, Finanzierung bis zur Vermarktung des schlüsselfertig erstellten Projekts.

Projektionsarten

    Hier wird unterschieden in:

    • Zentralprojektion
    • Orthogonale Parallelprojektion
    • Schräge Parallelprojektion

Projektleitung

    Dies ist die, für die Dauer eines Projektes, geschaffene und verantwortliche Organisationseinheit zur Steuerung, Planung und Überwachung eines Projektes.

Projektmanagement

    Dies ist die Gesamtheit der Aufgaben, Techniken, Mittel und Organisationen für die verantwortlich leitende Abwicklung eines Projekts.

Projektsteuerung

    Diese delegierbaren Bauherrenfunktionen umfassen insbesondere die Erstellung und Koordinierung des Programms für das entsprechende Projekt, die Überwachung und Aufstellung der Organisations-, Termin- und Zahlungspläne und die laufende Information des Auftraggebers sowie das rechtzeitige Herbeiführen von dessen Entscheidungen.

Pronaos

    Dies ist die Vorhalle der Cella bzw. des Naos in einem griechischem Tempel.

Propolis

    Kittharz, mit keimtötender Wirkung.

Proportionalitätsgrenze

    Dies ist die Grenze für elastisches Verhalten (die Gültigkeit des Hookschen Gesetzes).

Propyläen

    Dies ist eine monumetale Toranlange z.B. in einem griechischem Tempelbezirk.

Prostylos

    Dies ist ein Tempel der auf der Frontseite mit einer giebeltragenden Säulenreihe ausgestattet ist.

Proszenium

    Dies ist der Bereich in einem Theater zwischen Vorhang und Rampe, früher war dies auch der Bühnenraum eines antiken Theaters.

Proteine

Beispiele zu Proteinen und deren technischer Einsatz

Proteinarten

Technische Einsatzmöglichkeiten

Casein

Klebstoffe, Farben, Papierbeschichtungen, Lederfarben

Gelatine

Fotofarben, Klebstoffe, Pharmazeutika

Sojaproteine

Papierbeschichtungen, Klebstoffe für Sperrhölzer

Maiszein

Druckertinte, Bodenbeschichtungen, Butterbrotpapier

Keratin

Textilien, Kosmetikas

Weizengluten

Klebstoffe, Beschichtungen

Prothesis

    Dies ist der Nebenraum in Kirchen der zur Vorbereitung des Messopfers diente (frühchristliche und byzantinische Zeit).

Profilkanal

    Diese nichtbegehbaren Rohrkanäle für Fernwärmeleitungen bestehen in der Regel aus Sohle und Haube oder Wanne und Deckel. Die Kanalverlegung in Haubenkanälen ist zwar die aufwendigste und teuerste Lösung, bietet aber auch den sichersten Schutz gegen Wärmeverluste, Feuchtigkeitseinwirkung und mechanische Beschädigung.

Provision

    Dies ist eine Art der Vergütung, bei welcher der zu Entlohnende nur nach Erfolgserlebnissen entlohnt wird, also eine absolut Leistungsbezogene Bezahlung.

Prüfalter

    Dies ist die Zeit von der Herstellung bis zur Prüfung eines Probekörpers aus Stoffen, die ihre Eigenschaften mit der Zeit verändern.

Prüfdruck

    Dies ist in der Wasserversorgung der Innenüberdruck, dem ein oder mehrere Bauteile zur Prüfung ausgesetzt wird/werden. Hierbei wird unterschieden in:

    • Festigkeitsprüfung des Bauteils.
    • Dichtigkeitsprüfung der verlegten Rohrleitung.

Prüfkorngröße

    Dies ist die Korngröße des Zuschlags welche für die Prüfung festgelegt ist und somit Kornklasse und Korngruppe begrenzt.

Prüfsiebung

    Dies betitelt die Ermittlung der Kornzusammensetzung eines Zuschlaggemisches und festgelegte Siebweiten und Ausführung der Siebe.

Prüfzeugnis

    Das allgemeine bauaufsichtliche Prüfzeugnis ist anstelle der allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung bei Bauprodukten, für die es keine besonderen Sicherheitsanforderungen gibt erstellt.

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PS

    Abkürzung für -->Polystyrol.

PSA

    Abkürzung für persönliche Schutzausrüstung.

PS 20 SE

    Dies ist die Abkürzung für Polystyrol-Hartschaum (PS) mit einer Rohdichte von 20 kg/m³ (20) welche schwer entflammbar (SE) ist. Auch bei PS 15 SE oder PS 30 SE, nur hier mit 15 bzw. 30 kg/m³ Rohdichte. Dies Dämmplatten werden mit WLG (Wärmeleitgruppe) 035 oder 040 hergestellt. Für Fassadendämmplatten gilt heute die neue Bezeichnung EPS 035 WDV, EPS 040 WDV etc. (Expandiertes Polystrol = EPS, Wärmeleitgruppe = 035, 040 etc., Fassadendämmstoff = WDV).

Pseudodipteros

    Dies kann ein Tempel mit einer breiten Pteron (aber ohne innere Dipteros) oder ein Tempel mit Wandsäulen und umlaufendem Säulenkranz sein.

Pseudoperipteros

    Dies ist ein Tempel ohne Pteron.

PSL

Pt

    Abkürzung für Platin.

Pteron

Pu

    Abkürzung für Plutonium.

Public Private Partnership

    Abkürzung: PPP. Dies umfasst im Baurecht allgemein die Zusammenarbeit von staatlichen Organen mit privaten Investoren zur Realisierung eines gemeinsamen baulichen Ziels oder Projekts.

Puffer

    • Bei einer Arbeitskette ist dies die Möglicheit einzelner Kettenglieder, im Bedarfsfall Materialvorräte anzulegen oder solche abarbeiten zu können.
    • In der Netzplantechnik handelt es sich um die Zeitspanne, um welche die Lage eines Ereignisses oder Vorgangs verändert werden kann. Die gesamte Pufferzeit umfasst den Zeitraum zwischen frühester und spätester Lage des Ereignisses.

Pufferspeicher

    Dieser speichert die nötige Heizwärme während der Abschaltzeit der Wärmepumpe. Hiermit wird ein zu häufiges Takten vermieden.

Pufferzone

    Pufferzonen dienen zur Reduzierung des Energiebedarfs.Hierbei wird z.B. ein Kernbereich eines Gebäudes durch angeordnete Räume oder Anbauten, welche die wärmeren Bereiche zur kalten Außenluft abschirmen (Bildung einer thermischen Pufferzone), gegen die Abkühlung durch den Windeinfluss abgeschirmt.

Pugin

    Der englische Architekt und Zeichner August Welby Pugin (1812-1852) war ein Anhänger des Gothic Revival, er stattete das Londoner Parlamentsgebäude aus.

Pulverklebstoffe

    Dies sind z.B. Fliesenkleber, welche als Trockenmaterial in Sacken zu beziehen sind. Pulverklebstoffe werden aber auch zur Verklebung von Linoleum, spannungsarmen Parkettböden (z.B. Mosaikparkett), Industrieparkette oder Mehrschichtparkette und Stabparkette verwendet. Pulverklebstoffe gelten als eine umwelt- und gesundheitsverträgliche Alternative zu den Dispersionsklebstoffen.

Pulverlacke

    Hierbei handelt es sich um lösemittelfreie Lacksysteme, welche wie folgt unterschieden werden:

    • PUR-Pulverlacke: z.B. für Aluminiumprofile, Bauelemente für außen, Badeinrichtungen oder Duschkabinen u.ä.
    • Polyester Pulverlacke (TGIC-frei): z.B. für Aluminiumprofile,- fenster und Fassaden, Bauelemente für außen, hochwertige Gartenmöbel, Drahtzäune u.ä.
    • Epoxid-/Polyester Pulverlacke: z.B. für Bauelemente innen, Leuchten, Kühlschränke, Radiatoren, im Ladenbau o.ä.
    • Epoxid Pulverlacke: z.B. für Labormöbel o.ä.

Pultdach

    Diese Dachkonstruktion hat eine Dachfläche die wie bei einem Pult angeordnet ist.

Pultdachstein

    -->Pultfirstziegel

Pultfirstziegel

    Auch als Pultdachstein betitelt handelt es sich hierbei um einen Formziegel, bzw. Formstein, der so über die Firstlinie übergreift, dass die Unterkonstruktion gegen Witterungseinflüsse geschützt ist.

Pumpbeton

    Geschmeidiger Beton, der mit einer Pumpe durch Schläuche auf der Baustelle eingebracht wird.

Pumpe

    Dies ist eine Arbeitsmaschine die zur Förderung von Flüssigkeiten, Luft oder Feststoffen dient.

Pumpenkennlinie

    In der Wasserversorgung ie Kurve (Drosselkurve der Pumpe), die für eine gleichbleibende Drehzahl den Zusammenhang zwischen der Förderhöhe und dem Förderstrom der Pumpe wiedergibt.

Pumpensumpf

    Dies ist eine Einlaufkammer, ein vor der Pumpe errichteter Sammelraum, durch den das Fördermedium (z.B. Abwasser) der Pumpe zusammenströmt.

Pumpenwirkungsgrad

    In der Wasserversorgung ist dies das Verhältnis der Förderleistung zum Leistungsbedarf der Pumpe im betrachteten Betriebspunkt.

Pumpsspeicherwerk

    Dies ist ein Wasserkraftwerk, das bei geringer Belastung des elektrischen Netzes Wasser aus einem unteren in ein oberes Speicherbecken pumpt und in Spitzenbelastungszeiten Elektroenergie erzeugt, indem das Wasser durch eine Turbine zurückströmt.

Pumpverfahren

    Bei diesen Verfahren zur Herstellung von Beton unter Wasser erfolgt das Einbringen des Betons mit einem an eine Betonpumpe angeschlossenen Rohr. Das untere Ende des Rohrs verbleibt stets unter der Frischbetonoberfläche (Kontraktorverfahren).

punktförmig gestützte Stahlbetontdecke

    -->Pilzdecke, -->Flachdecke

Punkthaus

    Dieser Gebäudetyp besitzt ein punktförmiges Erschließungselement und kann nicht, wie beim Spännertyp direkt addiert werden. Es sind mindestens fünf Wohnungen auf einer Ebene, welche von einem Treppenhaus oder Aufzug erschlossen werden.

Punktation

    Dies ist die noch nicht als förmlich bezeichenbare Urkunde, sie enthält die Hauptbestandteile die von den Parteien vereinbart wurden und somit gründet diese die Rechte und Verbindlichkeiten der Parteien.

PUR

    Abkürzung für Polyurethan, duroplastischer Kunststoff, harter oder weicher Hartschaum.

Purbeckmarmor

    Dies ist ein Kalkstein aus Purbeck.

PUR-Harz

    Dies ist ein hochbeständiger Anstrichfilm der gegen mechanischen Abrieb und viele Chemikalien beständigt ist.

Purismus

    U.a. ein Bauwerk von stilfremden Elementenbefreien, z.B. eine antike Kirche von Kunststofffenster zu “befreien”.

Purpurin

    Roter Farbstoff aus der Wurzelder Krappwurzel.

Putte

    Kleine Engelsfigur.

Putz

    Beschichtung, die Außen- und Innenwände schützt. Kunststoffputz ist sehr variabel, was die Strukturen und Farbtöne angeht. Er ist meist schon verarbeitungsfertig, wetterbeständig, scheuerfest, strapazierfähig und wasserdampfdurchlässig. Mineralputz ist sehr widerstandsfähig gegen Witterungsbelastungen. Mineralische Zuschlagstoffe (z. B. Sand, Quarz, Marmor oder Sandstein) bestimmen Härte, Struktur und Festigkeit. Spezielle Zusätze sorgen für leichte Verarbeitung und gute Haftung. Gipsputz wirkt raumklimatisierend, da er höhere Luftfeuchtigkeit aufnimmt, speichert und bei trockener Raumluft wieder abgibt. Spezialputze wie Wärmedämmputze oder -->Sanierputze haben i.d.R. nachfolgende Eigenschaften:

    Wärmedämmputze:

    • Mit einer Wärmeleitzahl  kleiner gleich 0,2 W / (m*k)
    • nur als Werksmörtel geliefert,
    • bis zur Gesamtstärke von 8 cm (je nach BV)  in mehreren Lagen aufzubauen.

     Sanierputz: 

    • Werksgemischter Trockenmörtel, der auf feuchte und salzbehaftete Wände aufgetragen wird.
    • Besitzt hohe Wasserdampfdurchlässigkeit.
    • Wasserabweisend.
    • Mit hohen Luftporenvolumen.

Putzanforderungen

    Putzanforderungen können u.a. sein:

      für Außenputze

      • gute Haftfähigkeit
      • Festigkeit u. U. mit Prüfung 
      • Oberflächenbeschaffenheit
      • Wasserdampfdurchlässigkeit
      • Fähigkeit Wärmespannung auszuhalten 
      • Witterungsbeständigkeit  

      für Innenputze

      • Ebenheit
      • Wasserdampfdurchlässigkeit
      • Beanspruchungen standhalten ( Dampf, Lösungsmittel... )
      • Abriebfest durch Zugabe filmbildender Mittel

Putzausführung

    Innenputz:

    • meist als einlagiger Glättputz

    Außenputz:

    • meist als zweilagiger Putz
    • zweite Lage aus Glättputz , oder Strukturputz ( z.B. Kratzputz, Edelputz u.a.). Bei Anwendung von P Org.  Ausführung auch im Innenbereich mit Strukturputz.

Putzbewehrung

    Diese dient zur Vermeidung von schädlichen Putzrisssen. Die Putzbewehrung wird in den frischen Putz eingebettet (Gewebeeinlage) oder in den Putz eingemischt (Mineral-, Metall- oder Kunstfasern).

Putzdicken

    Die nachfolgenden Putzdicken sollten in jedem Fall eingehalten werden, jedoch kann es in Spezialfällen (z.B. bei Sanier- oder Renoviersystemen) vorkommen, dass die einzelnen Lagen für ein funktionsfähiges System leicht abweichen können.

Putzart

zulässige1) Mindestdicke

in mm

im Mittel2)

in mm

Außenputze

15

20

Innenputze, die allgemeinen Anforderungen genügen

10

15

Innenputze aus einlagigem Werk-Trockenmörtel

5

10

Einlagige wasserabweisende Außenputze aus Werkmörtel

10

15

Wärmedämmputze3)

20

-

    1) Die zulässigen Mindestdicken müssen sich auf einzelne Stellen beziehen
    2) Leichtputz soll als Unterputz außen eine mittlere Dicke von 15 mm aufweisen
    3) Der Unterputz darf in der Regel nicht dicker als 100 mm sein

Putzeingenlast

Mörtel/Putze auf/an

Flächenlast
in kN/m2

Drahtputz (Rabitzdecken und Verkleidungen), 30 mm Mörteldicke aus

-Gipsmörtel

-Kalk-, Gipskalk- oder Gipssandmörtel

-Zementmörtel

 

0,50

0,60

0,80

Gipskalkputz auf/aus

-Putzträgern (z.B. Ziegeldrahtgewebe, Streckmetall) bei 30mm Mörteldicke

-Holzwolleleichtbauplatten mit 15 mm Dicke u. Mörtel mit 20 mm Dicke 

-auf Holzwolleleichtbauplatten mit 25 mm Dicke u. Mörtel mit 20 mm Dicke

-Gipsputz, Dicke 15 mm

-Kalk-, Kalkgips- und Gipssandmörtel, Dicke 20 mm

-Kalkzementmörtel, Dicke 20 mm

-Leichtputz nach DIN 18550-4, Dicke 20 mm

-Putz aus Putz- und Mauerbinder nach DIN 4211, Dicke 20 mm

-Rohrdeckenputz (Gips), Dicke 20 mm

 

0,50

0,35

0,45

0,18

0,35

0,40

0,30

0,40

0,30

Wärmedämmputzsystem (WDPS) – Dämmputz

-Dicke 20 mm

-Dicke 60 mm

-Dicke 100 mm

 

0,24

0,32

0,40

Wärmedämmbekleidung aus Kalkzementputz mit einer Schichtdicke von 20 mm und Holzwolleleichtbauplatten

-Plattendicke 15 mm

-Plattendicke 50 mm

-Plattendicke 100 mm

 

0,49

0,60

0,80

Wärmedämmverbundsystem (WDVS) aus 15 mm dickem bewehrtem Ober-putz und Schaumkunststoff nach DIN V 18164-1 und DIN 18164-2 oder Faserdämmstoff nach DIN V 18165-1 und DIN 18165-2

0,30

Zementmörtel, Dicke 20 mm

0,42



Putzfasche

    Eine Putzfasche, bzw. eine Fasche ist die Betitelung für einen in Struktur oder Farbe abgesetzten Streifen um eine Gebäudeöffnung.

Putzfestigkeit

    Zu beachten ist bei Putzen mit mineralischen Bindemitteln, daß der Oberputz in der Regel keine höhere Festigkeit erlangen darf als der Unterputz. Die Festigkeit der Mörtellagen soll also vom Putzgrund zur Oberfläche hin abnehmen. Ist dies nicht der Fall, können durch Temperaturunterschiede und Feuchtigkeitsschwankungen Gefügespannungen entstehen, die zum Ablösen der Putzschichten führen.

Putzgrund

    Dies ist ein Produkt für die Untergrundvorbehandlung zur besseren Putzhaftung (nicht zu verwechseln mit einem Putzträger), der Putzgrund wird auch als Wandbaustoff oder Wandbildner bezeichnet und wird auf den Untergrund aufgestrichen. Es gilt i.d.R.:

    • Nicht auf gefrorene Putz/Wand arbeiten (nicht unter 5°C )
    • Putzgrund muss sauber und Staubfrei sein 
    • um eine ebene und gleichmäßige Putzschicht zu erreichen sollte man bei unterschiedlichen Putzgründen vorsichtig sein (evtl. Vorbehandlung mit Spritzputz etc. !!)

Putzgruppen

    Die Putzgruppe besteht aus 5 Gruppen – P1 bis P5 und 2 organischen - P Org1 und P Org2 :

Mörtelgruppen P I bis P V

Mörtelart

P I

a

Luftkalkmörtel

b

Wasserkalkmörtel

c

Mörtel mit hydraulischem Kalk

P II

a

Hochhydraulischer Kalkmörtel, Mauermörtel mit Putz und Mauerbinder

b

Kalkzementmörtel

P III

a

Zementmörtel mit Zusatz von Luftkalk

b

Zementmörtel

P IV

a

Gipsmörtel

b

Gipssandmörtel

c

Gipskalkmörtel

d

Kalkgipsmörtel

P V

a

Anhydritmörtel

b

Anhydritkalkmörtel

    • P Org 1 - für Außen und Innen
    • P Org 2 - nur für Innen, das Auftragen auf mineralische Putze ist mit Grundanstrich möglich

Putzlehre

    Dies ist die allgemeine Bezeichnung für eine Putzhilfe. Es kann sich hierbei um ein angeschlagenes Brett handeln an dessen Kanten der Putz abgezogen wird aber auch um eine entsprechend geformte Konstruktion (Schablone o .ä.) an welche angeputzt wird um die später gewünschte Oberflächen- bzw. Kantengestalt zu erreichen. Auch Putzleisten und Putzprofile können als Putzlehren bezeichnet werden, wenn diese beim Auftrag des Putzes als Lehre (Abziehkante) genutzt werden können.

Putzleiste

    Früher aus Putz hergestellt, heute aus Schnellputzleisten (-->Putzprofile), sind dies Leisten, die vor dem Putzen an den Wänden (senkrecht) angebracht werden, um den nachfolgenden flächigen Putzauftrag eben, lotgerecht und auf die gewünschte Putzdicke auftragen zu können.

Putzmaschinenreinigung

    Nachfolgende Reihenfolge wird vorgeschlagen:

    • Siloklappeschließen
    • Durchlaufmischer solange laufen lassen, bis nur noch Wasser aus der Materialauslauföffnung kommt.
    • Den Wahlschalter des Durchlaufmischers von  “I-O-Auto" auf Position “O" einstellen.
    • Vor dem Abkuppeln der Mörtelschläuche ist Drucklosigkeit herzustellen. Danach Schlauchreinigungsball einlegen und am Reinigungsanschluß gründlich mit Wasser spülen.
    • Hauptschalter am Schaltkasten abschalten und Netzstecker abziehen.
    • Alle verschmutzten Teile (z. B. Spritzgerät) vorsichtig mit Bürste und Wasser reinigen.
    • Mischrohr abnehmen und getrennt von der Maschine mit klarem Wasser abspülen.

Putzmörtel

    Diese können sein:

    • Baustellenmörtel oder Werksmörtel
    • Unterputze -Oberputze
    • Spritzputze
    • Kellenputze
    • Rauhputze
    • u. s. w.

Putzmörtelfestigkeitsanforderungen

Putzgruppe

P Ia,b

P Ic

P II

P III

P IVa,b,c,

P IVd

P V

Mindestdruckfestigkeit in N/mm²

keine Anforderungen

1,0

2,5

10

2,0

keine Anforderungen

2,0

Putzmörtelgruppen

    Dies ist die Einteilung der Putze aufgrund deren Bindemitteln (-->Putzgruppen), es wird in 5 Hauptgruppen und für Kunstharzputze in zwei weiter Gruppen unterschieden:

    • P I: Luftkalke, Wasserkalke, hydraulische Kalke
    • P II: hochhydraulische Kalke, Putz- und Mauerbinder, Kalk-Zement-Gemische
    • P III: Zemente
    • P IV: Baugipse ohne und mit Anteilen an Baukalken
    • P V: Anhydritbinder ohne und mit Anteilen an Baukalken

    für Kunstharzputze:

    • P org 1: Außen- und Innenputze
    • P org 2: Innenputze

Putzprofile

    Putzprofile sind Profile die das Putzen in der Ebene oder an Ecken oder Kanten etc. erleichtern, bzw. einen sauberen, geraden und ebenen Abschluß einer Putzfläche ermöglichen. Auf dem Markt werden unterschiedlichste Profile angeboten, die zumeist aus Aluminium oder verzinktem Stahlblech bestehen, es handelt sich hierbei u.a. um:

    • Kantenprofile (zur Eckausbildung)
    • Schnellputzprofile (als Ersatz zu einer Putzleiste für ebene Flächen)
    • Putzabschlussprofile ( als Abschlussprofil für Putzflächen)
    • Sokelprofile (als Abschlussprofil für Sockelausbildungen, i.d.R. mit Abtropfkante)

Putzrisse

    Hier wird wie folgt unterschieden:

    • -->Kerbrisse
    • -->Fettrisse
    • -->Fugenrisse
    • -->Sackrisse
    • -->Schrupfrisse
    • -->Schwindrisse

    Nach WTA-Merkblatt können folgende Ursachen Putzrisse hervorrufen:

    Kommt der Riss unmittelbar aus dem Putzgrund, kann die Ursache für eine Rissentstehung im Putz folgende sein:

    • Hygrisch und thermisch bedingter Volumenänderung des Putzgrundes.
    • Materialwechsel im Untergrund (durch unterschiedliche Ziegel, Ringanker, Rolladenkästen etc.). Unterschiedliche Baustoffe weisen ein unterschiedliches Saug-, Quell-, Schwindverhalten sowie unterschiedliche thermische Eigenschaften auf.
    • Unebenheiten des Putzgrundes, die zu sprunghaften Putzdickenänderungen führen ( z.B. Mörtelfugen...).

    Diese Situationen können zu hohen Beanspruchungen in der Putzschale und zu unterschiedlichen Eigenschaften benachbarter Putzflächen führen, zum Beispiel können auf unterschiedlich saugende Putzgründe unterschiedliche Putzfestigkeiten entstehen. Das Schadensrisiko kann nur dann hinreichend minimiert werden, wenn vor dem Putzauftrag oder beim Verputzen zusätzlich technische Maßnahmen getroffen werden wie zum Beispiel: Spritzbewurf, Bewehrung des Unterputzes- bzw. Oberputzes, Gewebespachtelung, Putzträger mit partieller Loslösung vom Putzgrund, Bewegungsfuge im Putz.

    Kommt der Riss aus der Konstruktion:

    Bauteile können nach dem Verputzen noch Lage-, Form-, oder Volumenänderungen unterworfen sein, die Rissbildung in der Konstruktion und damit auch im Putz zur Folge haben können. Kurze Bauzeiten und unzureichende Austrocknung des Rohbaus erhöhen das Rissrisiko beträchtlich. Bei Rissen, die allein und unvermeidlich aufgrund zu schneller Bauabfolge entstehen, sind die Nachbesserungskosten den Baukosten zuzuordnen. Verformungen dieser Art sind zum Beispiel Durchbiegung von Decken und Unterzügen, Längenänderungen von Betonbauteilen, Fundamentsetzungen, Schwind-, Kriech-, und Temperaturverformungen tragender Wände und Stützen. Konstruktionsbedingte Risse sind bei normalem und üblichen Aufwand auch bei Beachtung der allgemein anerkannten Regeln der Technik nicht immer mit Sicherheit zu vermeiden.

Putzsystemanforderungen

Putzanwendung

Unterputz

Druckfestigkeitskategorie

Oberputz

Druckfestigkeitskategorie

Außenputz

Ohne besondere Anforderung

P I

CS I

P I

CS I

P II

CS II

P II

CS II

Wasserhemmend

P II

CS II

P II

CS II

P II

CS III

P II

CS III

P II

CS III

P Org 1

 

Wasserabweisend

P II

CS III

P II

CS III

P II

CS III

P Org 1

 

 

 

P III

CS IV

Kelleraußenwandputz

 

 

P III*

CS IV

Außensockelputz

P III

CS IV

P II*

CS III

P II

CS III

P II*

CS II

Innenputze

Übliche Beanspruchung

P II

CS II

P I

CS I

P II

CS II

P II

CS II

P III

CS III

P II

CS II

Feuchträume

P II

CS II

P II

CS II

P III

CS III

P II

CS II

P III

CS IV

P III

CS IV

* Im erdberührten Bereich ist die Abdichtung gesondert vorzusehen, hier dient der Putz als Träger der vertikalen Abdichtung.

Putzträger

    Baustoffe für die bessere Putzhaftung, z. B. Drahtgeflechte, Rohrgewebe, Streckmetall.

Putz- und Mauerbinder

    dies ist die Bezeichnung für ein werksmäßig hergestelltes, fein gemahlenes, mineralisches und hydraulisches Bindemittel für Putz- und Mauermörtel; Hauptbestandteile sind Zement und Gesteinsmehl, es dürfen jedoch auch Kalkhydrat und Zusätze zur Verbesserung der Verarbeitbarkeit enthalten sein

Putzzusammensetzung

    Bezeichnungen der Mörtelgruppen siehe -->Putzgruppen

Mörtel- gruppen

Baukalke

Putz- und Mauerbinder

Zement

Baugipse

Anhydritbinder

Sand1)

Luftkalk
Wasserkalk

Hydraulischer Kalk

Hochhydraulischer Kalk

Stuckgips

Putzgips

Kalkteig

Kalkhydrat

Rohdichte 1,253)

Schüttdichte der Ausgangsstoffe 2) in kg/dm³

0,5

0,8

1,0

1,0

1,2

0,9

0,9

1,0

1,3 4)

P I

a

1,06)


1,06)

 

3,5 bis 4,5
3,0 bis 4,0

b

1,0


1,0

 

3,5 bis 4,5
3,0 bis 4,0

c

 

1,0

 

3,0 bis 4,0

P II

a

 

1,0 oder 1,0

 

 

3,0 bis 4,0

b

1,5 oder 2,0

 

1,0

 

9,0 bis 11,0

P III

a

 

>/= 0,5

 

2,0

 

6,0 bis 8,0

b

 

1,0

 

3,0 bis 4,0

P IV

a

 

1,05)

 

b

 

1,05) oder 1,05)

 

1,0 bis 3,0

c

1,0 oder 1,0

 

0,5 bis 1,0 oder 1,0 bis 2,0

 

3,0 bis 4,0

d

1,0 oder 1,0

 

0,1 bis 0,2 oder 0,2 bis 0,5

 

3,0 bis 4,0

P V

a

 

1,0

>/= 2,5

b

1,0 oder 1,5

 

3,0

12,0

    1) Die Werte gelten für mineralische Zuschläge mit dichtem Gefüge
    2) Schüttdichte in kg/dm³, die bei der Umrechnung von Raumteilen in Gewichtteile zugrunde zu legen sind, wenn die Schüttdichte nicht bekannt ist
    3) Zur nachträglichen Bestimmung des Mischverhältnisses ist bei Kalkteig mit einem Feuchtigkeitsgehalt von 65 M-%, bezogen auf das Teiggewicht, bei Branntkalk einer Ergibigkeit von 28 Liter/10kg zu rechnen, falls die Kennwerte des verarbeiteten Kalkes nicht bekannt sind
    4) Bei etwa 2 bis 5 M-% Feuchtigkeit, bezogen auf den trockenen Sand
    5) Zur Verbesserung der Geschmeidigkeit kann Weißkalk in geringen Mengen zugesetzt werden oder zur Verzögerung der Versteifungszeit Verögerer
    6) Hier ist ein begrenzter Zementzusatz zulässig

Putzweise

    Oberputze von Außen- oder auch Innenputzen können unterschiedlich ausgeführt werden und in ihrer Oberfläche nahezu beliebig strukturiert werden.

Puzzolane

    Kieselsäurehaltiger oder kieselsäure- und tonhaltiger Stoff meist vulkanischen Ursprungs. Der Name stammt von einer Stadt am Vesuv, Puzzuoli, ab. In Gegenwart von Calciumhydroxid und Wasser reagieren Puzzolane hydraulisch und bilden wasserunlösliche Verbindung. In Deutschland zählt Trass zu den natürlichen Puzzolanen.

Puzzolankalk

    Sie bestehen aus Kalkhydrat und natürlichen (z.B. Tuffe etc...) oder künstlichen Puzzolanen (Ziegelmehl, Flugasche etc...); es wird unterschieden zwischen: -->Wasserkalk, -->Hydraulischer Klak, -->hochhydraulischer Kalk.

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PV

    • Abkürzung für -->Photovoltaik.
    • Abkürzung für Polyestervlies. (-->Polyester,

PVA

    Abkürzung für -->Polyvinylacetat (z.B. bei Bindemittel, das in wasserbasierenden Farben ).

PVAC

    Abkürzung für -->Polyvinylacetat. (z.B. als Zusatzmittel für Putz, Beton und Estrich sowie in Holzleim).

PVAL

    Abkürzung für Polyvinylalkohol.

PVB

    Abkürzung für Polyvinylbutyral.

PVC

    Abkürzung für -->Polyvinylchlorid, thermoplastischer Kunststoff, wird verwendet für Dichtungen, Bodenbeläge, Rohre , Fensterprofile und dergleichen.

PVCA

    Abkürzung für Vinalchlorid-Vinylacetat-Copolymere.

PVC-Bodenbeläge

    Diese, aus PVC (-->Polyvinylchlorid) hergestellten Bodenbeläge werden mit und ohne Trägermaterialien (z.B. aus Jutefilz, Korkment, PVC-Schaumstoff oder Synthesefasernvlies etc.) hergestellt.

PVCC

    Abkürzung für Chloriertes Poylvinylchlorid.

PVC-Integralschaumplatten

    Diese Platten welche z.B. in Rahmenkonstruktionen als Trennwandelemente o.ä. eingesetzt werden, bestehen zu meist aus aufgeschäumten Polyvinylchlorid hart (PVC-U), dieser Vorgang wird so durchgeführt, dass der Porengehalt unter der massiven Außenhaut kontinuierlich nach innen zunimmt.

PVC-Kantenwinkel

    Ein aus PVC gefertigtes Eckprofil für Putzarbeiten (meist bei Wärmedämmverbund-Systemen) oft mit Glasgitter -Gewebestreifen zur Eckausbildung

PVDC

    Abkürzung für -->Polyvinylidenchlorid.

PVDF

    Abkürzung für -->Polyvinylidenfluorid.

PVK

    Kurzbezeichnung für die Pigmentvolumenkonzentration (angegeben in %) bei Anstrichen.

PVM

    Abkürzung für Vinylchlorid-Vinylmethylether-Copolymere.

PVME

    Abkürzung für Poly-vinylmethylether.

PVO

    Abkürzung für Polizeiverordnung.

PVP

    Abkürzung für Polyvinylpyrrolidon.

PVSI

Pyknometer

    Gerät zum Bestimmen des spezifischen Gewichts von Flüssigkeiten.

Pyknostylos

    -->Engsäulig

Pylon

    Monumentaler Torbau des ägyptischen Tempels; oder Pfeilertürme einer Hängebrücke, an denen das Tragwerk aufgehängt wird; oder auch ein kleiner Kegel z.B. zum Sperren von Straßen.

PYP

    Kurzbezeichnung für Plastomerbitumenbahnen. Diese -->Bitumenbahnen werden aufgrund der UV- und Infrarotstabilität bei Dächern eingesetzt, die der direkten Sonnenbestrahlung ausgesetzt sind. Allgemein wird eine (evtl. werkseitige) Beschieferung der Bahnen empfohlen.

Pyr

    Dies war ein häufiges Ornamentmotiv, als Pinienzapfen ist es noch heute Bestandteil des Augsburger Stadtwappens. In der Antike wurde es dem Bachus geweiht.

Pyramide

    • Dies ist der Grabbau der ägyptischen Pharaonen auf quadratischem Grundriss mit geneigten, in einer spitze zusammenlaufenden Dreiecksseiten.
    • Bei Holz ist dies das Holz welches zwischen zwei Hauptästen gewachsen ist, es ist meist rissig und mit starken Spannungen behaftet. Bei Furnieren ergibt sich hierbei ein flammen- oder federnartiges Furnierbild.

Pyramidendach

    Bei dieser Dachkonstruktion sind die Dachflächen pyramidenförmig angeordet.

Pyrethroide

    Dies ist eine Sammelbezeichnung für synthetische und natürliche --> Insektizide.

Pyrethrum

    Andere Bezeichnung hierfür ist Chrysanthemengift, dies wurde ursprünglich als natürlicher Insektenschutz eingesetzt, jedoch heute nahezu ausschließlich synthetisch nachproduziert ist es ein im Körper schwer abbaubares Nervengift.

Pyrit

    Schwefelkies; Eisenkies.

Pyrolyse

    Bei der Pyrolyse werden organische Abfälle durch thermische Zersetzung unter Luftabschluss in lagerfähige, energiehaltige Produkte umgesetzt. Bei einem Backofen ist dies z.B. die Betitelung für die Backofen Selbstreinigung durch Aufheizen des Backraums auf 500 Grad Celsius.

Pyrometer

    Gerät zum messen von hohen Temperaturen.

pyrophoer Stoff

    Dies ist ein Stoff (Material) welcher sich an der Luft von selbst entzündet.

Pyrotechnik

    Damit bezeichnet man die Herstellung und den Gebrauch von Feuerwerkskörpern, Munition und auch Sprengstoffen .

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