Das Kleine Baulexikon von Gerhard Holzmann

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Seit 10 Jahren das Fachlexikon für Bau, Handwerk, Architektur und Ingenieurwesen

Deutschsprachiges Lexikon für die neutrale, internationale Bauberatung der G.Holzmann-Bauberatung

Ihr Fachmann für wohngesunde Altbausanierungen

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von Gerhard Holzmann

 

DAS KLEINE BAULEXIKON
von Gerhard Holzmann

Vorwort

 

A

Aa-Ag

Ah-Aq

 

Ar-At

Au-Az

 

 

 

B

Ba-Bb

Bd-Beto

 

Betr-Bn

Bo-Bra

 

Bre-Bz

 

 

 

 

C

Ca-Ci

Cl-Cy

 

 

D

Da-Dh

Di-Dn

 

Do-Dy

 

 

 

E

Ea-Ei

Ej-Ep

 

Er-Ex

 

 

 

F

Fa-Fer

Fes-Fj

 

Fl-Fo

Fr-Fz.

 

 

G

Ga-Ge

Gf-Gp

 

Gr-Gz

 

 

 

H

Ha-Hn

Ho-Hy

 

 

I

Ia-It

.

 

 

J

Ja-Ju

.

 

 

K

Ka-Ke

Kf-Kp

 

Kr-Ky

.

 

 

L

La-leis

Leit-Lm

 

Lo-Ly

 

 

 

M

Ma-Mg

Mi-Mz

 

 

N

Na-Ne

Nf-Ny.

 

 

O

Oa-Oz

.

 

 

P

Pa-Pn

Po-Pp

 

Pr-Py

 

 

 

Q

Q-qui

.

 

 

R

Ra-Re

Red-Rh

 

Ri-Rz

 

 

 

S

Sa-Schlo

Schlu-Sl

 

Sm-Sr

St-Sz

 

 

T

Ta-To

Tr-Ty

 

 

U

Ub-Uz

.

 

 

V

Va-Ve

Vf-Vz

 

 

W

Wa

Wasser-Wh

 

Wi-Wz

.

 

 

X

Xa-xy

.

 

 

Y

Ya-Ys

.

 

 

Z

Za-Zi

Zk-Zz

 

.

Sämtliche Urheberrechte
unterliegen dem Autor
Gerhard Holzmann.

 

Biobaustoffe_animiert

 

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    Zeichenerklärung : “-->” bedeutet, dass Sie unter nachfolgendem Begriff eine weitere Erklärung finden, hier einfach im entsprechenden Buchstaben nachschlagen; unterstrichene blaue Begriffe sind innerhalb der Internetseiten mit ausführlichen Texten verlinkt.

Po

    Abkürzung für Polonium.

Pochkäfer

    Holzschädling, dieses Holzfressende Insekt (auch “Holzwurm” genannt) befällt meist trockenes bis halbtrockenes Holz, die Larven werden bis 6mm groß, das Vollinsekt bis 5mm, die Durchmesser der Fluglöcher erreichen ca. 2mm.

Pockholz

    Holzart. Das Holz ist sehr hart, spröde und sehr schwer. Es lässt sich sehr schwer bearbeiten, kaum hobeln, spalten und leimen. Es ist aber widerstandsfähig gegen Abnutzung, Pilze, Insekten und Witterung. Verwendungsbereich: Mechanisch hoch beanspruchte Teile wie Schiffslager, Zahnräder und Kugeln. Ebenso für Schlägel, Hämmer und Werkzeugbau.

Podest

    U.a. Treppenabsatz meist zwischen zwei Geschoßen, auch kleines --> Podium.

Podesttreppen

    Laufrichtung geradeaus  oder auch gegenläufig, ab einer gewissen Anzahl von Stufen sind die Podeste zwingend notwendig.

Podium

    Erhöhter zweiter Boden im Raum.

Poitillismus

    Richtung der Malerei am Ende des Impressionismus, die mit dichtem Nebeneinandersetzen von Punkten aus unvermischten Farben besondere Wirkung erstrebte.

Pol

    • Bei Bodenbelägen: ein Fadensystem, das die Oberseite des textilen Bodenbelags bildet und das senkrecht zur Ebene des Traggewebes steht.
    • Bei der Kinematik: -->Nebenpol, --> Hauptpol.

Polaraufnahme

    Dies ist die dreidimensionale Vermessung von Objektpunkten, bei welcher die Messungselemente der Polarwinkel, die Polarentfernung und der Vertikalwinkel sind.

polares Abstecken

    Hierbei werden für jeden abzusteckenden Punkt lokale Polarkoordinaten berechnet, im Ursprung des Polarkoordinatensystems wird hierbei ein elektronisches Tachymeter zentriert und horizontiert, danach wird die Nullrichtung des Teilkreises in die Richtung zu einem Anschlußpunkt gebracht. Der somit berechnete Polarwinkel wird dann an der Horizontalwinkelanzeige des Instruments eingestellt, mit Hilfe des Messfernrohrs das Reflektionsprisma in die Richtung eingemessen und die Distanzmessung ausgelöst.Sind so dann die Polarkoordinaten mit genügender Genauigkeit abgesetzt, kann der Punkt vermarkt werden.

Polder

    Dieser dient zum Schutz gegen Überflutung eingedeichter Niederungen.

Poleck

    Dies ist ein zeichnerisches Element in der graphischen Statik. Das Poleck ist hierbei die gesamte Konstruktion aus Kräften und Polstrahlen.

Poleinsatzgewicht

    Dies ist die Bezeichnung für den Garnverbrauch bei Polteppichen.

Polgewicht

    Dies ist das Gewicht der Polgarne über dem Grundgewebe, es wird in g/m² gemessen.

Polhöhe

    Dies ist die Höhe des -->Pols über dem Trägermaterial.

Polier

    Vorarbeiter.

Polierresistenz

    Dies betitelt den Widerstand eines Mineralstoffes gegen die Polierbeanspruchung des Verkehrs.

Polimentvergoldung

    Auf einen Polimentuntergrund (saugende Schicht aus präparierten, schwach mit Glutinleim gebundenem Bolus) aufgelegtes und daran haftendes Blattgold.

Polituren

    --> Schellack; --> Nitrozellulose-Politur; -->Spritzpolitur.

Polizeifilter

    Ein Polizeifilter ist ein Feinfilter (oftmals als Aktivkohlefilter), der der eigentlichen Filterung nachgeschalten wird. Der Polizeifilter stellt z.B. sicher, dass bei Störungen in den vorgeschalteten Anlagen keine Schadstoffe in unsere Umwelt gelangen.

Poller

    Dies ist eine pfahlstumpfartige Vorrichtung die z.B. zum Festmachen von Schiffen oder zur Abgrenzung von Verkehrswegen (Fußgängerzonen etc.) dient.

Pollio

    Der Baumeister Marcus Vitruvius Pollio beschreibt 13 v. Chr. in seinem Werk “De Architectura libri decem” erstmals die Herstellung des hydraulischen Mörtels und des aus Wassermörtel und Steinbrocken bestehenden Berons.

Polnischer Verband

    Dies ist ein Mauerverband aus dem Mittelalter, bei welchem traditionell Backsteine in den einzelnen Lagen so verlegt werden, dass auf einen Läufer immer ein Binder folgt.

Polnoppen

    Bei Bodenbelägen: Dies ist der Teil des Polfadens (-->Pol) zwischen den Abbindestellen bei --> Schlingpol bzw. den Schnittstellen an der Oberseite bei -->Schnittpolen.

Polonceau-Träger

    Dies ist ein Bindertyp der ursprünglich für weit gespannte Bahnhofshallen von dem französischen Eisenbahningenieur Camille Polonceau in der ersten Hälfte des 19.Jh. entwickelt wurde.

Polplan

    Dieser Plan enthält für ebene Scheibensysteme mit 1 Bewegungsfreiheitsgrad alle zur Beschreibung der Kinematik erforderlichen -->Hauptpole und -->Nebenpole.

Polstergründung

    Bei einer Polstergründung werden verformungsempfindliche Schichten unmittelbar untehalb des Lastenausbreitungsbereichs der Gründersohle gegen tragfähigeren Boden ausgetauscht.

Polteppich

    Dies ist ein Webteppich aus einem Grundgewebe und einem -->Pol, hierbei werden Grundgewebe und Polschicht in einem Arbeitsgang hergestellt. Diese Teppiche werden auf Wirk- und Strickmaschinen hergestellt.

Polyacrylat- und Metacrylatdispersion

    Diese werden verwendet zur Herstellung von:

    • Baukleber (Polyacrylat-Acrylnitril-Copolymere; anionisch)
    • Baukleber, Spachtel, Anstriche (Polyarcrylat-Styrol-Copolymere; anionisch)
    • Baukleber, Spachtel, Anstriche, Putze, Vesiegelungen, Feuchtesperren (sonstige anionische und nicht anionische Polyacrylate)

    Acrylatdispersionen enthalten als Hauptbestandteile Polymere aus Acryl- und Metacrylsäureestern mit Anteilen an Copolymeren (z.B. Styrol, Acrylnitril, Venylchlorid etc.).

Polyaddition

    Die Vernetzung von Epoxidharz und zweikomponetigem Polyurethan erfolgt durch Polyaddition. Jedes reaktionsfähige Ende einer Harzkomponente muß hierbei mit einem reaktiven Ende einer Härterkomponente in Kontakt kommen. Aufgrund dieses Härtungsmechanismus sind z.B. Epoxidharze und zweikomponentige Polyurethane empfindlich gegen Mischungsfehler, z.B. bei Zugabe einer falschen Härtermenge oder bei unvollständiger Mischung. Daher wird bei diesen Systemen das Umtopfen zwingend vorgeschrieben.

Polyamid

    Kunststoff: Kurzbezeichnung PA; hochbeanspruchbar, versprödet beim Austrocknen ist beständig gegen: Benzol, Öle, Benzin und andere div. Lösungsmittel; Einsatzgebiet ist:  Zahnräder, Beschläge, Dübel, etc.

Polycarbonat

    Kunststoff: Kurzbezeichnung PC; lichtdurchlässig, unzerbrechlich, warm umformbar; nicht sehr witterungsbeständig; Einsatzgebiet ist: Einbruchschutz, unzerbrechliche Verglasungen, Überdachungen.

Polycarboxylate

    Wasserlösliche Polycarboxylate werden in der Regel in Form ihrer Natrium-Salze eingesetzt, diese leiten sich von organischen Carbonsäuren ab. In Betonzusatzmitteln kommen normalerweise Acrylate, Maleinate, sowie verschiedene hiervon abgeleitete Derivate mit Polyglycolethern, Polymerisationsprodukte mit Styrol u.s.w. zum Einsatz. Polycarboxylate sind nicht akut toxisch und auch nicht Kennzeichnungspflichtig nach GefStoffV und EG-Richtlinie. GefStoffV = Gefahrstoffverordnung, Verordnung zum Schutz vor gefährlichen Stoffen.

Polychlorierte Biphenyle

    Kurzbezeichnung: PCB; obwohl dieser hoch gesundheitsschädliche Stoff nur noch beschränkt in Deutschland zugelassen ist, ist er noch in vielen Produkten vorhanden, wie z.B. Dichtungsmitteln; früher war dieser Stoff in nahezu allen Holzschutzmitteln vorhanden und diente als Weichmacher in div. Kunststoffen und Isoliermaterialien.

Polychloropren

    Elastomerer Kunststoff: Kurzbezeichnung CR; schwer entflammbar, hochelastisch, beständig gegen oxidation und Wärme; nicht beständig gegen: Benzol, Benzin, konzentrierte Säuren und Laugen; Einsatzgebiete: Kitte, Teile von Brückenauflagern, Kontaktkleber, Dichtungsbahnen, etc.

Polycyclische Aromatische Kohlenwasserstoffe

    Kurzbezeichnung: PAK; das aus mehreren Benzolringen bestehende Molekülgerüst diesen Kohlenwasserstoffes ist Bestandteil von Erdöl, Teer und auch Kohle; dieser Stoff entsteht vor allem bei einer unvollständigen Verbrennung zwischen 500 und 950°C.

Polyester

    Duromerer Kunststoff: Kurzbezeichnung UP; nimmt kaum Wasser auf, beständig gegen Säuren und Laugen, brennbar, nicht widerstandsfähig gegen Lösungsmittel; Einsatzgebiet: hochwertige Klebstoffe, Fassadenplatten, Beschichtungsmassen, etc.

Polyesterspachtel

    -->Spachtelmasse

Polyethylen

    Kunststoff: Kurzbezeichnung -->PE; wachsartig weich oder auch halbelastisch, kältefest bis ca. 233 Kelvin, temperaturbeständig bis ca 333 Kelvin, löslich durch: Benzol, Benzin, oder auch Trichlorethylen, stark UV-Empfindlich, bei freier Bewitterung ist dieser Stoff nicht alterungsbeständig; Einsatzgebiet: Rohre, Tafeln, Verpackungen, Planen. etc.

Polyethylenterephthalat

    Kurzbezeichnung PET. Dieses wird durch Polykondensation aus Terephthalsäure und Ethylenglycol hergestellt und zu sehr reißfesten und temperaturbeständigen Folien verarbeitet. Verwendet wird dieser Stoff auch zur Herstellung von Dichtungsbahnen oder Textilfasern.

Polygon

    Vieleck

Polygonalmauerwerk

    Dies ist ein Mauerwerk welches in der Ansichtsfläche polygonale Steine hat.

Polygonpunkt

    Lagerfestpunkt in der Vermessungskunde; Polygonpunkte sind durch Richtung, Winkel und Strecken bestimmt, können koordinatenmäßig berechnet werden und gelten auch als unterverdichtung des Trigonometrischen Netzes.

Polyisobutylen

    Kunststoff: Kurzbezeichnung PIB; plastisch verformbar, läßt sich schweißen, verrottungsfest, bei Raumtemperatur ölig bis gummiartig, beständig gegen viele Chemikalien ausser : Öle, Ölabgase, Benzol, Benzin; nicht brennbar, ungiftig, langfristig bis 373 Kelvin und kurzfristig über 473 Kelvin beständig; UV-beständig; Einsatzgebiet ist: Abdichtungsbahnen, Baukleber, etc.

Polyisobutylenmastix-Dichtstoffe

    -->Fugendichtstoffe

Polykondensation

    Dies ist eine chemische Reaktion, bei der sich niedermolekulare Ausgangsstoffe unter Austritt niedermolekularer Spaltprodukte, z. B. Wasser, zu makromolekularen Polykondensaten verbinden.

Polymerbahnen

    Dies sind thermoplaste oder auch elastomere Dachbahnen zur Eindeckung (Abdichtung) von Flachdächern.

Polymer-Bitumendachbahn

    Dies sind Bitumendachbahnen aus Polymerbitumen wie z.B. Glas- oder Jutegewebe, Polyestervlies etc.

Polymer-Bitumenschweißbahnen

    Hier werden talkmierte oder beschieferte Bahnen mit polymermodifiziertem Bitumen als Tränk- und Deckmassen versehen, als Trägerbahnen dienen die selben Stoffe wie bei den -->Dichtungsbahnen, es können aber auch Polyestervließ-Trägerbahnen verwendet werden.

Polymere

    Synthetische Produkte, die durch Polymerisation entstehen, d.h. durch einen chemischen Vorgang, bei dem sich viele kleine Moleküle eines oder mehrerer Stoffe zu großen Molekülen mit neuen Eigenschaften zusammenschließen.

Polymerisation

    Als Polymerisation betitelt der Chemiker die Bildung kettenförmiger oder netzartiger Riesenmoleküle durch den Zusammenschluss vieler einzelner gleichartiger oder auch verschiedener Einzelmoleküle. Die Polymeriastion gilt als Grundprinzip der Kunststoffchemie.

Polymer Polylactid 

    Allgemein als Polylactid oder Polymilchsäure betitelt (Kurzbezeichnung PLA, engl. Polyactic acid), handelt es sich hierbei um so genannte biokompatible Kunststoffe, welche von Mikroorganismen abgebaut werden können und somit die Umwelt aus abfalltechnischer Sicht nicht negativ belasten. Diese Kunststoffe können durch Wärmezufuhr verformt werden. Zusammengesetzt ist PLA aus mehreren, chemisch aneinander gebundenen Milchsäuremolekülen, daher der Begriff Polymer Polyactid. Für die auf dem Markt befindlichen biologisch abbaubaren Getränkeflaschen wird i.d.R. die Polymilchsäure aus dem nachwachsenden Rohstoff Mais hergestellt.

Polymeter

    Temperatur, Taupunkt und Luftfeuchtigkeit werden mit diesem Gerät gemessen.

Polypropylen

    Kurzbezeichnung: PP. Dies ist ein, durch Polymerisation von Propylen gewonnenes Thermoplast mit höherer Festigkeit und einer höheren Erweichungstemperatur als Polyethylen.

Polysterol

    Kurzbezeichnung PS. -->Schaumkunststoffe

Polysterolbeton

    Dies ist ein gefügedichter Leichtbeton aus Zement, Zuschlag aus expandiertem Polysterol, Füller oder Feinsand, Wasser und evtl. Zusatzmitteln.

Polysterol expandiert

    Kurzbezeichnung: EPS. Dieses wird hergestellt aus Perlpolymerkugeln mit einer Größe von 2 bis 3 mm, welche in ein Treibmittel einpolymerisiert werden. Verwendet wird expandiertes Polysterol vor allem für nichtdruckfeste Dämmplatten.

Polysterol extrudiert

    Kurzbezeichnung: XPS. Dieses wird in einem Extruder (Strangpresse) als unendlicher Schaumstoffstrang hergestellt, hierbei entsteht ein druckfester Dämmstoff (druckfeste Dämmplatten) mit einer geschlossenen Porenstruktur.

Polystyrol (PS) Hartschaum

    Dämmstoff, bei dem durch Aufschäumen von Polystyrol winzige Hohlräume geschaffen werden, die die Luft einschließen, worauf die Dämmwirkung beruht. Verwendung zur Wärmedämmung, als -->Trittschalldämmung sowie als sichtbare Bekleidung. Eigenschaften: spröde und glasklar, schäumbar in offen-, geschloßenzellige, belastbare und unbelastbare Schäume; weitere Einsatzgebiete sind z.B. Armaturen und Schaltkästen; siehe auch -->Schaumkunststoffe.

Polysulfid

    Elastomerer Kunststoff: Kurzbezeichnung SR; elastisch, alterungsbeständig, haftet gut an Betonoberflächen; Einsatzgebiet: z.B. Fugendichtmassen im Betonfertigbau.

Polysulfid-Dichtstoffe

    -->Fugendichtstoffe

Polyterephthalsäureester

    Kunststoff: Kurzbezeichnung PETP; relativ raumtemperaturunempfindlich; nicht schweißbar, hohe Reißfestigkeit, verklebbar; Einsatzgebiet: Abdichtungsbahnen, Gleitfolien. etc.

Polyurethan

    Duromerer Kunststoff: Kurzbezeichnung -->PUR. dieser Kunststoff wird durch Polymerisation von Alkoholen und Isocyanaten hergestellt; beständig gegen: Wasser, Salzwasser, verdünnte Säuren, Laugen, Mineralöle, hohe Dämmeigenschaft, Einsatzgebiete: Kleber, Lacke, Fußbodenbeschichtungen, Adwasserleitungen, Dämmplatten, Formteile, etc.

Polyurethangießharz

    Als Oberflächenschutz verwendet ist dieses Harz gut haftend auf den meisten Untergründen, gut alterungsbeständig und vor allem beständig gegen Öle, Fette, Benzin und verdünnten Säuren und Laugen.

Polyurethanhartschaum

    -->Schaumkunststoffe

Polyurethanharzlacke

    Dies sind Reaktionslacke, die durch Polyaddition ihrer zwei unmittelbar vor der Verarbeitung zu mischenden Komponenten (Polyester, meist zweiwertige Alkohole und Diisocyante) erhärten und sehr widerstandsfähige Lackierungen bilden.

Polyurethanortschaum

    Diesere Polyurethanschaum wird direkt auf der Baustelle mit einer Misch-Spritzpistole aufgespritzt, schäumt und härtet dort sofort auf/aus.

Polyvinylfluorid

    Kunststoff: Kurzbezeichnung PVF; hoch licht-, chemikalien- und witterungsbeständig, wenig reißfest und Wärmebeständig; Einsatzgebiet: z.B. als Schutzfolie zur Kaschierung von Metallen und anderen reißfesten Trägern.

Polyvinylacetat

    Dieser Kunststoff ist das Standardmaterial für Dispersionskleber, beständig gegen: Wachse, Wasser, Öle, Fette und Benzine. Einsatzgebiet: Beschichtungsmassen, Lacke, Leime, Beton- und Mörtelzusatzmittel, etc. Als Bindemittel für wasserbasierende Farben wird das Kurzzeichen PVA verwendet, als Zusatzmittel für Putz, Beton und Estrich sowie in Holzleim ist PVAC gebräuchlich.

Polyvinylchlorid

    Kunststoff: Kurzbezeichnung PVC; sehr hart, wird jedoch meist durch flüchtige Lösungsmittel weich eingestellt; Hart-PVC ist beständig gegen Säuren, Laugen, Alkohol und Benzin, nicht beständig ist dieser Kunststoff gegen: Benzol und die meisten Treibstoffgemische; wärmebeständig bis ca. 373 Kelvin; Weich-PVC ist wesentlich geringer Chemikalienbeständig, reagiert leicht auf Benzin und Benzol etc.., die Wärmebeständigkeit hält hier bis ca. 353 Kelvin. Einsatzgebiete: Fußbodenbeläge, Abdichtungsbahnen, Rohre, Profile, Kabelisolierungen, etc.

Polyvinylidenfluorid

    Kurzbezeichnung: PVDF. Dies ist ein Hochleistungskunststoff (Zugehörigkeit: Fluorkunststoffe) mit guter chemischer Beständigkeit und guten mechanischen Eigenschaften (hohe Festigkeit, hohe Kriechfestigkeit unter Dauerbelastung, gute Kälteeigenschaften und Temperaturbeständigkeit). Aus PVDF wird z.B. zur Herstellung von Filterglocken oder Armaturen verwendet.

Polyvinylidenchlorid

    Kurzbezeichnung: PVDC. Dieser Stoff wird im Bauwesen vor allem für Feuchtesperren und Anstriche verwendet. Er kommt sowohl in amorpher als auch in kristalliner Form vor und kann in dispergierter Form von einer zur anderen Form übergehen. Dieses Polymer ist hochschmelzend, abriebfest und chemikalienbeständig.

Pölzung

    Dies ist die österreichische Bezeichnung für eine Abstützung oder auch Spreizung, z.B. zum Abstützen von Decken oder Stollen oder zur Arbeitsraumsicherung in einer Grube etc.

POM

    Abkürzung für Organic compound associated with particulate matter or particulate organic matter; -->flüchtige organische Verbindungen.

Pommele

    Dies ist ein kreisförmiges Furnierbild ähnlich einer -->Maser, besonders bekannt bei Mahagoni Hölzer. Das Wort Pommele (franz.) bedeutet soviel wie geapfelt.

Pönale

    Dies ist eine Vertragsstrafe bei Verzug einer vertraglichen Verpflichtungen.

Pond

    Pond ist eine ehemalige (seit 1978 in der Bundesrepublik Deutschland nicht mehr zulässig) Einheit der Kraft welche durch die Einheit Newton (N) abgelöst wurde. Definiert wurde diese Einheit folgendermaßen: Die Masse von 1 kg übt auf der Erde die Gewichtskraft von annähernd 1 kp (Kilopond, 1000 Pond) aus. 1 kp entspricht ca. 9,80665 N.

Ponton

    Dies ist ein schwimmender Hohlkörper der vor allem zum Anlegen von Schiffen dient.

Pool

    Schwimmbecken

Pöppelmann

    Der deutsche Barockmeister Matthäus Daniel Pöppelmann (1662-1736) war der Erbauer des Dresdner Zwingers.

Poren

    Bei Hölzern (zur Furnierherstellung) handelt es sich hierbei um durch Gefäßzellen gebildete feine Röhren, welche Öffnungen auf der Schnittfläche bilden, dadurch gibt es grobporige und feinporige Furniere.

Porenarten im Zementstein

Porenart

Entstehungsursache

ca. Porengröße in mm

Gelporen

Diese entstehen im Zementgel durch eine scharfe Trocknung

100 bis 102

Schrumpfporen

Diese entstehen durch eine Volumenverringerung bei der Zementerhärtung

ca. 101

Kapillarporen

Diese entstehen durch nicht chemisch gebundenes Wasser, beim Entweichen des verdunstbaren Wassers.

101 bis 105

Verdichtungsporen

Diese entstehen bei einer unvollständigen Verdichtung.

104 bis 106

Porenbeton

    Feingemahlener Sand, Kalk, Zement, Wasser und Aluminiumpulver werden sorgfältig gemischt und in Formen zum Auftreiben gebracht, wobei sich die für das gute Dämmverhalten wichtigen Poren bilden. Die fertig zugeschnittenen Platten werden anschließend dampfgehärtet. Das Ergebnis ist ein unverrottbarer, leichter, aber tragfähiger Baustoff, der sich leicht bearbeiten läßt.

Porenbeton- Bauplatten Maße

    Für nachfolgende Längen gilt, für Platten mit Mörteltaschen darf und für Steine mit Nut- und Feder muss die Länge der Platten um 9 mm erhöht werden.

Länge
+/- 3 mm

Breite
+/- 3 mm

Höhe
+/- 3 mm

 

25

 

365

30

190

390

50

240

490

75

390

590

100

 

615

115

 

740

120

 

990

125

 

 

150

 

 

175

 

 

200

 

Porenbeton-Blocksteine

    Dies sind großformatige Vollsteine, die aus dampfgehärtetem Porenbeton hergestellt werden und in Normal- oder Leichtmauermörtel versetzt werden.

Porenbetondeckenplatte

    Dies ist eine Fertigteilplatte aus Porenbeton für Geschoss- und Dachdecken.

Porenbeton-Planbauplatten Maße

Länge
+/- 1,5 mm

Breite
+/- 1,5 mm

Höhe
+/- 1 mm

 

25

 

374

30

199

399

50

249

499

75

399

599

100

499

624

115

624

749

120

 

999

125

 

 

150

 

 

175

 

 

200

 

Porenbeton-Plansteine

    Dies sind großformatige Vollsteine, die aus dampfgehärtetem Porenbeton hergestellt werden und in Dünnbettmörtel versetzt werden.

Porenbeton-Planstein Maße

Länge
+/- 1,5 mm

Breite
+/- 1,5 mm

Höhe
+/- 1 mm

 

115

 

249

120

 

299

125

124

312

150

149

332

175

164

374

200

174

399

240

186

499

250

199

599

300

249

624

365

 

 

375

 

Porenfüller

    Dies sind bindemittelarme, hochviskose, füllstoffreiche, meist im Holzfarbton angefärbte Stoffe zum Ausfüllen der Poren von Holzoberflächen, die für Polierlackierungen vorgesehen sind.

Porenleichtbeton

    Auch als Schaumbeton betitelt erhärtet diese Mischung (gemischt in Spezialmischern), aus Feinmörtel und gesondert hergestelltem Schaum, auch an der Luft.

Porenluft

    Dies ist die Luft in den Poren von z.B. Beton.

Porensaugwasser

    Dies ist das Kapilarwasser, das Wasser das entgegen der Schwerkraft durch Oberflächenspannung in feinen Poren (z.B. Betonporen) aufsteigt.

Porenwasser

    Dies ist das Wasser, welches die Poren z.B. zwischen den einzelnen Bodenteilchen füllt.

Porenwasserdruck

    Dies ist die Spannung in den wassergefüllten Poren, z.B. des Bodens. Er setzt sich zusammen aus dem Druck durch die Eigenlast des Wassers in einer bestimmten Tiefe und dem Überdruck.

Porenwasserdruckgeber

    Dies ist der Teil einer Messeinrichtung zum Messen des Porenwasserdrucks im Boden, das die Größe aufnimmt und an ein Anzeigegerät weiterleitet.

Porenzahl

    Dies ist die Verhältniszahl, die das Volumen des Porenraums, bezogen auf das Volumen der Festsubstanz von Böden angibt.

Porosität

    Bei nahezu allen mineralischen Baustoffen kann man von porigen Baustoffen reden, beeinflußt werden Eigenschaften und Verwendung der Baustoffe durch den Porengehalt mit einer Zunahme der Porosität fällt die Festigkeit, die Wasserdichtheit und die Wärmeleitfähigkeit, es steigt jedoch die Verformbarkeit und der Verschleiß.

Porphyr

    Naturstein vulkanischen Ursprungs (Ergußgestein), als Polygonalplatte (unbearbeitet, daher unregelmäßig) und bearbeitete Platte, Pflaster- und Mauerstein verwendbar. In grauen, violetten und rötlichen Tönen, in verschiedenen Stärken, mineralogisch und chemisch indentisch sind diese Gesteine mit dem Tiefengestein Syenit.

Portalkran

    Dies ist ein, i.d.R. auf Schienen fahrbarer Kran mit einem portalförmigen Traggerüst und Laufkatze.

Portikus

    Säulenhalle oder auch ein von Säulen getragener Vorbau an einem Gebäude.

Portlandflugaschehüttenzement

    -->Flugaschehüttenzement

Portlandflugaschezement

    -->Flugaschezement

Portlandhüttenzement

    -->Eisenportlandzement

Portlandkalksteinzement

    Dieser Zement wird aus Portlandzement und zugemahlenen Kalksteinmehl hergestellt, ähnelnd mit den Eigenschaften des Traßzementes erreeicht dieser zusätzlich eine hohe Frost-Tausalz-Widerstandsfähigkeit.

Portlandkompositzement

    Zement nach DIN 1164, der neben Portlandzementklinker bis zu 35 M.-% weitere Hauptbestandteile enthält. In der Bezeichnung wird zwischen CEM II/A mit mindestens 80 M.-% und CEM II/B mit mindestens 65 M.-% Portlandzementklinker unterschieden. Die außer Portlandzementklinker verwendeten Hauptbestandteile werden im Zementnamen genannt: Portlandhüttenzement, Portlandpuzzolanzement, Portlandflugaschezement, Portlandölschieferzement, Portlandkalksteinzement, Portlandflugaschehüttenzement.

Portland-Ölschieferzement

    Kurzbezeichnung CEM II/A-T bzw. CEM II/B-T. Herstellung aus Portlandzementklinker und Ölschiefer, der Stoff wird in wird in besonderen Ofenanlagen gebrannt, ist zugelassen für Spannbeton jedoch nicht für Einpressmörtel, nach EU ist die neue Bezeichnung für diesen Zement Portlandschieferzement.

Portlandpuzzolanzement

    -->Traßzement

Portlandschieferzement

    -->Portland-Ölschieferzement

Portlandzement

    -->Zement

Portlandzementklinker

    Dieser Zement wird durch Brennen eines Rohstoffgemisches hergestellt, welches hauptsächlich Calciumoxid (CaO), Siliciumdioxid (Kieselsäure, SiO2), Aluminiumoxod (Tonerde, Al2O3) und Eisenoxid (Fe2O3) in bestimmten Anteilen enthält.

Porzellan

    Feine , meist weiße Tonware. Das erste Porzelan rot und wurde in China erfunden.

Porzellanerde

    -->Kaolin

Position

    Auch als Ordungszahl betitelt gliedert diese das Leistungsverzeichnis in abgegrenzte Teilleistungen.

Positron

    Elementarteilchen mit elektrisch positiver Ladung.

Postament

    Dies ist der Sockel einer staue oder eines Stützelementes.

Postforming

    Bei Möbelstücken ist dies eine, an der Kante gebogene Kunstharzplatte.

Postmoderne

    Reaktion der 70er Jahre auf die Nüchternheit und Kommerzialisierung des Internationalen Stils. Sie vertrat die Wiedereinführung von Ornament und Dekoration in die Architektur, oft mit grellen Farben. Dieser Stil ist seit 1980 gegenwärtig.

Potential

    Dies ist die Energie der Lage. Es wird unterscheiden in:

    • Äußeres Potential - die Energie der Lage der angreifenden Kräfte.
    • Inneres Potential - die Formänderungsenergie, die im verformten Tragwerk gespeichert wird.

Potentialausgleich

    Dies ist eine elektrische Verbindung, welche die Körper elektrischer Betriebsmittel und die fremden leitfähigen Teile auf gleiches oder annähernd gleiches Potential bringt. Der Ausgleich der elektrischen Spannungsunterschiede leitfähiger Systeme.

Potentialausgleichsschiene

    An die Anschlussfahne des Banderders angeschlossene Schiene; Erdung.

Potentiometer

    Mit diesem Gerät kann man die elektrische Spannung teilen in Teilspannungen, Spannungsleiter.

Poterne

    Dies ist ein kleines Ausfalltor seitlich oder an der Rückseite einer mittelalterlichen Festung.

Pound

    Britische und nordamerikanische Maßeinheit (Gewichtseinheit), 453,6 g.

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ppm

    Abkürzung für parts per million (Teile auf 1 Mio. Teile).

PPP

    Abkürzung für -->Public Private Partnership.

PPW

    • Kurzbezeichnung für einen Porenbeton Planstein, man findet oftmals die Kennzeichnung PPW 2/0,4, PPW 4/0,5 etc., hierbei gibt der erste Zahlenwert die Druckfestigkeitsklasse in N/mm² und der zweite Wert die Rohdichteklasse in Kg/dm³ an.
    • Abkürzung für positive prädiktive Wert.
    • Abkürzung für produktiver Proteinwert.

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