Das Kleine Baulexikon von Gerhard Holzmann

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Seit 10 Jahren das Fachlexikon für Bau, Handwerk, Architektur und Ingenieurwesen

Deutschsprachiges Lexikon für die neutrale, internationale Bauberatung der G.Holzmann-Bauberatung

Ihr Fachmann für wohngesunde Altbausanierungen

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von Gerhard Holzmann

 

DAS KLEINE BAULEXIKON
von Gerhard Holzmann

Vorwort

 

A

Aa-Ag

Ah-Aq

 

Ar-At

Au-Az

 

 

 

B

Ba-Bb

Bd-Beto

 

Betr-Bn

Bo-Bra

 

Bre-Bz

 

 

 

 

C

Ca-Ci

Cl-Cy

 

 

D

Da-Dh

Di-Dn

 

Do-Dy

 

 

 

E

Ea-Ei

Ej-Ep

 

Er-Ex

 

 

 

F

Fa-Fer

Fes-Fj

 

Fl-Fo

Fr-Fz.

 

 

G

Ga-Ge

Gf-Gp

 

Gr-Gz

 

 

 

H

Ha-Hn

Ho-Hy

 

 

I

Ia-It

.

 

 

J

Ja-Ju

.

 

 

K

Ka-Ke

Kf-Kp

 

Kr-Ky

.

 

 

L

La-leis

Leit-Lm

 

Lo-Ly

 

 

 

M

Ma-Mg

Mi-Mz

 

 

N

Na-Ne

Nf-Ny.

 

 

O

Oa-Oz

.

 

 

P

Pa-Pn

Po-Pp

 

Pr-Py

 

 

 

Q

Q-qui

.

 

 

R

Ra-Re

Red-Rh

 

Ri-Rz

 

 

 

S

Sa-Schlo

Schlu-Sl

 

Sm-Sr

St-Sz

 

 

T

Ta-To

Tr-Ty

 

 

U

Ub-Uz

.

 

 

V

Va-Ve

Vf-Vz

 

 

W

Wa

Wasser-Wh

 

Wi-Wz

.

 

 

X

Xa-xy

.

 

 

Y

Ya-Ys

.

 

 

Z

Za-Zi

Zk-Zz

 

.

Sämtliche Urheberrechte
unterliegen dem Autor
Gerhard Holzmann.

 

Biobaustoffe_animiert

 

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Zeichenerklärung : “-->” bedeutet, dass Sie unter nachfolgendem Begriff eine weitere Erklärung finden, hier einfach im entsprechenden Buchstaben nachschlagen; unterstrichene blaue Begriffe sind innerhalb der Internetseiten mit ausführlichen Texten verlinkt.

Kr

    Abkürzung für Krypton oder (falls Schreibweise = KR) Regelkonstistenz, weicher Konsistenzbereich des Frischbetons.

Kraft

    Dies ist die Eigenschaft eines Stoffes, in einem Beschleunigungsfeld, auf eine Unterlage etc. eine Kraft auszuüben, im Beschleunigungsfeld der Erde wird diese Anziehungskraft Schwerkraft oder Gleichgewichtskraft genannt. Die Kraft ist ortsabhängig.  Einheit: N (Newton).

Krafteck

    Das Krafteck dient zur grafischen Bestimmung von unbekannten Kräften. Gezeichnet wird es im Kraftplan, wobei hierbei die Regel gilt, dass das Krafteck, bei dem die Kraftvektoren grafisch aneinander gereiht werden, geschlossen sein muss, wenn die Kräfte im Gleichgewicht stehen. Zudem muss die Summe aller Momente gleich null sein.

Kraftgrößen

    Dies ist die zusammenfassende Betitelung für alle Kräfte und Momente, wobei sowohl äußere als auch innere Kraftgrößen eingeschlossen sind.

Kraftgrößenverfahren

    Dies ist ein baustatisches Verfahren zur Berechnung statisch unbestimmter Stabwerke.

Kräftedreieck

    Dies ist ein Sonderfall des -->Kraftecks welcher auftritt wenn nur drei Kräfte im Gleichgewicht stehe. Hier muss im Kraftplan das Krafteck geschlossen sein, und es müssen sich im Lageplan die Wirkungslinien der drei Kräfte in einem Punkt schneiden.

Kräftepaar

    Dies sind zwei parallele, gleich große, jedoch entgegengesetzt gerichtete Kräfte, die nicht auf einer Wirkungslinie liegen.

Kraft-Wärme-Kopplung

    Kurzbezeichnung: KWK. Hierunter versteht man die Stromerzeugung in einem Blockheizkraftwerk (Abkürzung: BHKW).

Kraftwerk

    Es wird hierbei folgendermaßen unterschieden:

    • Grundlast-Kraftwerk: Dies sind Kraftwerke, wie z.B. Kernkraftwerke, die sich nicht an den Schwankungen des Strombedarfs orientieren können, sie werden im Normalfall ständig unter Volllast gefahren.
    • Mittellast-Kraftwerk: Diese Stromerzeuger decken zum Teil Tagesschwankungen, werden aber auch am Wochenende abgeschalten, um die Stromerzeugung dem Bedarf anzupassen. Zu dieser Gruppe von Kraftwerken zähle u.a. Kohle- und Ölkraftwerke.
    • Spitzenlast-Kraftwerk: Hierzu zählen Pumpenspeicherkraftwerke, die in kürzester Zeitspanne auf Schwankungen im Stromnetz reagieren können und für Spitzenlasten in der Stromversorgung eingestezt werden.

Kragarm

    Auch als Kragträger betitelt handelt es sich hierbei um einen Stab, der an einem Ende starr oder elastisch eingespannt und an dem anderen Ende frei ist. Diese Elemente werden zumeist durch Querlast auf Biegung beansprucht.

Kragbogen

    Dies ist ein aus Kragsteinen gebildeter Bogen (unechter Bogen).

Kragplatte

    Dies ist eine, über ein Endauflager auskragende (überstehende) Platte.

Kragsparren

    Dies ist ein, über ein Endauflager auskragender (überstehender) Sparren.

Kragstein

    Dies ist ein Stein der aus einem Mauerwerk herausspring er wird auch als -->Konsole bezeichnet.

Kragträger

    -->Kragarm

Kragtreppen

    Die Treppenstufen sind einzeln und seitlich im Mauerwerk verankert bzw. gelagert.

Krählwerk

    In der Abwassertechnik ist dies ein langsam umlaufendes Gatter im Eindicker, meist mit Räumeinrichtung.

Krainerwand

    Dies ist eine begrünte Stützmauer aus Rund- oder Kanthölzern, die zu geschlossenen oder auch erdseitig offenen, in den Boden einbindenden Zellen zusammengefügt sind.

Kral

    Afrikanisches Runddorf.

Kran

    Dies ist im Allgemeinen ein Hebe- und Transportgerät, bei welchem die Last an einem Seil hängend in mehrere Richtungen bewegt werden kann.

Kranbahnträger

    Dies ist der Balken, mit Schiene, auf welcher ein Kran läuft.

Kranzgesims

    Bezeichnung für ein Dach- oder Hauptgesims.

Krapp

    -->Färberröte

Kratzputz

    Bei diesem Putz, der mit Grobkornbestandteilen angereichert ist, wird die Oberfläche nach dem Erhärten strukturgebend mit einem Nagelbrett vollflächig aufgekratzt.

Kratzprobe

    -->Untergrundprüfung

Kräuselvelour

    Die Bezeichnung Kräuselvelour ist ein Oberbegriff für Teppichböden, deren -->Pol aus überdrehten Garnen besteht.

Krebserzeugende Stoffe  

    Krebserzeugende Stoffe werden wie folgt eingeteilt:

    • Kategorie 1 (K1): Stoffe, die beim Menschen bekanntermaßen krebserzeugend wirken.
    • Kategorie 2 (K2): Stoffe, die als krebserzeugend für den Menschen angesehen werden sollten. Es bestehen hinreichende Anhaltspunkte zu der begründeten Annahme, dass die Exposition eines Menschen gegenüber dem Stoff Krebs erzeugen kann (nachgewiesen aufgrund Tierversuchen u.ä.).
    • Kategorie 3 (K3): Stoffe, die wegen möglicher krebserzeugender Wirkung beim Menschen Anlass zur Besorgnis geben (nicht ausreichend für K2).

Kredenztisch

    Dies ist ein kleiner Tisch neben einem Kirchenaltar, er dient meist zur Aufnahme von Wein und Brot.

Kreide

    U.a. ist dies ein Zeitabschnitt (Periode) des Erdmittelalters, vor 135 - 65 Millionen Jahren.

Kreidegrund

    Dies ist ein Malergrund, der aus einem mehrschichtigem, stark saugendem Glutinleimfarbanstrich mit einem hohen Kreidegehalt besteht. Diese Grundierung saugt überschüssiges Öl aus den Malölfarben auf.

Kreidekalkstein

    Dies ist ein, vor ca. 50 Mio. Jahren entstandener Kalkgestein zu welchem auch Schreibkreide- und Kalkmergelablagerungen gehören. Schreibkreide ist eine weiße tonarme Kalksteinart, die zu einem überwiegenden Teil aus locker gepackten Foraminiferen (Einzeller mit Kalkgehäuse) besteht. Kreide ist ein weicher Kalkstein und wird meist durch Schürfen gewonnen.

Kreisringschergerät

    Dies ist ein Gerät zur Bestimmung der Scherfestigkeit, z.B. bei Bodenproben.

Kreisverkehranlage

    Im Strassenbau ist dies ein Knotenpunkt mit drei oder mehreren Knotenpunktarmen und einer Kreisfahrbahn, welche um eine Mittelinsel geführt wird.

Krempziegel

    Dachziegel ohne Verfalzung; plattenförmiger Preßdachziegel mit einseitig übergreifender Krempe.

Kresole

    -->Acetophenon

Kretische und mykenische Architektur

    Dies ist die Baukunst der ältesten Zivilisation Griechenlands, die im 12.Jahrhundert v.Chr. vernichtet wurde. Hauptsächlich bekannt durch Ausgrabungen in Knossos und Phaestos auf Kreta.

Kreuzblume

    Dies ist eine stilisierte Blume mit kreuzförmig angeordneten Blättern an der Spitze gotischer Türme, u. ä.

Kreuzgang

    • Dies ist ein überdachter Rundgang in einem Kloster, mittig ist meist ein rechteckiger Park angelegt, er wird für Kreuzprozressionen verwendet.
    • Eine Arbeitsweise beim Auftragen eines Anstrichstoffes durch Streichen oder Rollen, bei welchem der erste Anstrich in waagerechter Richtung und der zweite in senkrechter Richtung gestrichen, gerollt oder gespritzt wird.

Kreuzgewölbe

    Bestehend aus vier Widerlager und vier Kappen entsteht diese Gewölbeart bei der Durchdringung zweier Tonnengewölbe mit gleicher Scheitelhöhe.

Kreuzgratgewölbe

    Dies ist die Bezeichnung für zwei sich kreuzende Tonnengewölbe (zweites kann auch nur angedeutet sein).

Kreuzholz

    Schnittholz mit einer Querschnittsfläche von mehr als 32 cm², hierbei müssen 4 Stücke kerngetrennt und bei einem Rahmen mind. 4 Stücke aus einem Rundholzabschnitt erzeugt sein.

Kreuzschaltung

    Im Elektrobereich ist dies z.B. die Schaltung einer oder mehrerer Leuchten in Verbindung mit zwei Wechselschaltern und beliebig vielen Kreuzschaltern.

Kreuzschlag

    Eine Arbeitsweise beim Auftragen eines deckenden oder lasierenden Anstrichstoffes, bei welchem mit einer Streichbürste oder einem Flächenstreicher in kurzen, in der Richtung ständig wechselnden Strichen aufgetragen wird.

Kreuzstrom-Wärmetauscher

    Hier erfolgt der Wärmeaustausch über parallel angeordnete, fest stehende, gut wärmeleitende Glas- oder Metallplatten, die wechselweise von Fort- und Außenluft durchflossen werden (Wärmerückgewinnung).

Kreuzung

    Im Gleisbau ist dies eine werkgefertigte, höhengleiche Gleisüberschneidung.

Kreuzungsbahnhof

    Dies ist eine Bahnhofsform, bei welcher zwei sich kreuzende Strecken im Bahnhofsbereich parallel zusammengeführt werden.

Kreuzungsweiche

    Im Gleisbau ist dies eine Kreuzung mit zusätzlicher Abzweigmöglichkeit.

Kreuzverband

    Dies ist ein Mauerwerksverband mit Schicht zu Schicht wechselnder Binder- und Läuferschicht.

Kriechdruck

    Dies betitelt z.B. den Erddruck von dem am Kriechhang abgeleiteten Erdkörper auf eine gedachte senkrechte Wand.

Kriechen von Beton

    Darunter versteht man die zeitabhängige plastische Verformung von Beton unter konstanter Dauerlast.

Kristalliner Schiefer

    Metamorphes Gestein; diese Gesteinsart stammt aus der Umwandlung von Erstarrungsgestein- oder Eruptivgestein (auch als Magmagestein bekannt), sowie den Sedimentgesteinen unter höherem Druck und Temperatur; durch Spaltung lassen sich plattenförmige Baustoffe herstellen.

Kristalliner Schiefer aus Magmagestein (Orthogestein)

Ausgangsstein

Umwandlungsgestein
Druck/Temperatur

Minerabestand

Granit, Quarzporphyr

Granitgneis

Serizitschiefer

Quarz, Feldspat, Biotit

Syenit, Trachyt

Syenitgneis

Biotitschiefer

Biotit, Quarz, Feldspat

Diorit, Porphyrit

Dioritgneis

Hornblendeschiefer

Quarz, Feldspat, Biotit

Gabbro, Basalt

Eklogit
Amphibolit

Epitotschiefer
Chloritschiefer

Augit, Granat
Feldspat, Hornblende, Quarz

Peridotit, Pikrit

Olivinfels

Serpentinfels
Talkschiefer

Olivin, Serpentin
Talk

Kristalliner Schiefer aus Sedimentgestein (Paragestein)

Ausgangsgestein

Umwandlungsgestein

Mineralbestand

Konglomerate

Geröllgneis

Fleckengneis

unterschiedlich, z.B. Quarz, Feldspat u.a.

Sandstein

Quarzite

Quarzphyllite

Quarz, Muskovit, Chlorit

Tone, Schiefertone

Glimmerschiefer

Serizitschiefer

Quarz, Biotit, Muskovit, Feldspat

Kalkmergel

Granatamphibolit

Kalkglimmerschiefer

Kalkspat, Glimmer, Granat

Kalkstein

Marmor

Kalkschiefer

Kalkspat

Dolomit

Dolomitmarmor

 

Dolomit

 

Kristallseigerung

    -->Seigerung

Kristallwasser

    Dieses ist in den meisten Kristallen enthalten und entweicht bei Erwärmung, wie z.B. beim Brennen von Gips.

Kriterium für Feuerwiderstand R

    Dies ist das Kriterium, welches die Fähigkeit eines Elements oder einer Versuchsanordnung nachweist, bestimmten Belastungen während eines Brandversuches standzuhalten.

kritischer Regenabfluss

    In der Abwassertechnik ist dies der maßgebende Regenabfluss aus einer kritischen Regenspende für das unmittelbar zugeordnete Entwässerungsgebiet.

kritischer Weg

    In der Netzplantechnik ist dies der Weg, auf dem Ereignisse bzw. Vorgänge so angeordnet sind, dass die gesamte Pufferzeit ein Minimum ist.

Krone

    Dies betitelt z.B. den oberen Abschluss eines Absperrbauwerkes oder auch den obersten Abschluss eines Mauerwerkes (Mauerwerkskrone) u.a.

Kröneln

    Das Bearbeiten einer Steinoberfläche mit dem Kröneleisen.

Kronenbauwerk

    Dies ist z.B. der Teil einer Staumauer im Bereich des Freibords.

Kronendeckung

    Bei dieser Dachdeckungsart mit Biberschwanzziegeln wird abwechselnd jeweils eine Ziegelreihe über eine Dachlatte gehängt und die nächsthöhere über die Oberkante dieser Ziegel mit seitlichem Versatz von einer halben Ziegelbreite.

Kröselzange

    -->Knabberzange

Krummschaftigkeit

    Holzfehler. durch einseitige Belastung ist der Baum im Laufe der Zeit krumm gewachsen/geworden.

Krümmung

    Dies ist der Kehrwert des Krümmungsradius einer Linie, wie z.B. der Achse eines Bogens.

Krümmungsband

    Dies ist z.B. die maßstäbliche, graphische Darstellung des Krümmungsverlaufes der Trasse.

Krümmungszahl

    Dies ist z.B. die Kennzahl zur Beschreibung der Kornverteilung von Böden.

Krüppelwalmdach

    Dies ist eine Waldachform bei welcher die Dachflächen der Giebelseite im obersten Bereich nocheinmal schräger (geneigter) liegen und somit teilweise die senkrechte Giebelwand ersetzen.

Kruzifix

    Dies ist die Bezeichnung für die Darstellung von Jesus Christus an einem Kreuz.

Krypta

    Gruft unter dem Chor der Kirche.

Kryptoportikus

KS

    Abkürzung für -->Kalksandstein aber auch die Abkürzung für den steifen Konsistenzbereich des Frischbetons.

KS-Bauplatten

    Großformatige Kalksandsteinplatten, welche mit umlaufender Nut und Feder Systemen bestückt sind und in Dünnbettmörtel versetzt werden (Stoß- und Lagerfugen sind zu vermörteln).

KS-Planelemente

    Diese Mauersteine sind geeignet für Mauerwerk in Dünnbettmörtel, mit oder ohne Stoßfugenvermörtelung, sie werden in folgenden Abmaßen hergestellt: Länge: 1000 (998) mm, Höhe 500 (498) mm und in den Tiefen: 300, 240, 175 und 115 mm.

KS-Yali

    Dies ist ein regional in Deutschland angebotener Kalksand-Leichtstein (0,7 bis 0,8 kg/dm³), dessen Zuschlag aus natürlich porosiertem, rein mineralischem Silikatsand besteht.

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KTW-Empfehlung

Kubatur

    Berechnung eines Rauminhaltes.

Kubikmeter

     Ein Maß zur Bestimmung des Rauminhaltes, Kurzbezeichnung m³; 1 m³ = 1.000 dm³ = 1.000.000 cm³ oder auch = 10 hl = 1.000 l.

Kubikdezimeter

    Ein Maß zur Bestimmung des Rauminhaltes, Kurzbezeichnung dm³; 1 dm³ = 1.000 cm³ = 1.000.000 mm³.

Kubikzentimeter

    Ein Maß zur Bestimmung des Rauminhaltes, Kurzbezeichnung cm³; 1 cm³ = 1.000 mm³.

Kubus

    Andere Bezeichnung für Würfel.

Küche

    Dies ist der Raum eines Gebäudes, der für die Zurichtung von Speisen dient  (mit Anschlüssen für die - ->Kücheneinrichtung).

Küchenarbeitsflächen

    -->Kücheneinrichtung

Kücheneinrichtung

    Nachfolgend einige Kücheneinrichtungen und die dafür nach DIN (DIN 18022) benötigten Stellflächen der einzelnen Einrichtungsteile:

Kücheneinrichtungsteile

Breiten
in cm

  • Abstell- und Arbeitsflächen

Kleine Arbeitsflächen (auch auszieh- oder ausschwenkbar zur großen Arbeitsfläche)

>/= 60

Große Arbeitsflächen

>/= 120

Flächen für Küchenmaschinen oder Küchengeräten

>/= 60

Abstellflächen neben Einbaukochstelle, Spüle oder Herd

>/= 30

Abtropf- und Abstellfläche neben einer Spüle

>/= 60

  • Schränke

Unterschrank

30 bis 150

Hochschrank

60

Oberschrank

30 bis 150

Kühl und Gefriergeräte

  • Kühlgeräte und Kühl-Gefrierkombination

60

Gefrierschrank

60

Gefriertruhe

>/= 90

  • Back- und Kocheinrichtungen

Herd mit einem Backofen und darüberliegender Dunstabzugshaube

60

Einbaukochstelle mit Unterschrank

60 bis 90

Einbaubackofen (auch mit Mikrowellenherd übereinander kombiniert)

60

Mikrowellenherd (auch mit Einbaubackofen übereinander kombiniert)

60

  • Spüleinrichtungen

Einbeckenspüle mit Abtropffläche

>/= 90

Doppelbeckenspüle mit Abtropffläche

>/= 120

Geschirrspülmaschine

60

Spülzentrum (Einbeckenspüle mit Abtropffläche, Unterschrank und Geschirrspülmaschine)

>/= 90

Die Stellflächentiefe beträgt grundsätzlich 60 cm mit Ausnahme der Oberschränke, diese haben eine Tiefe von >/= 40 cm. Gefrierschränke haben je nach Fabrikat ebenso unterschiedliche Tiefen. Die Arbeitshöhe beträgt ca. 85 cm, bei angehobenen Sockeln ca. 90 bis 92 cm.

 

Küchenschränke

    -->Kücheneinrichtung

Küchenstellflächen

    -->Kücheneinrichtung

Kugelschlagprüfgerät

    Dient zur Feststellung der Oberflächenhärte von Stahl, aus dem Durchmesser des Eindrucks (Kugel wird auf Oberfläche eingeschlagen) wird auf die Härte geschlossen.

Kugelstrahlen

    Staubfreies Kugelstrahlen siehe -->Blastrac-Verfahren.

Kühldecken

    Bei diesen Decken erfolgt die Kühlung über statische Kühlflächen in Kombination mit einer Klimaanlage.

Kühllast

    Dies ist die Wärmemenge, die durch äußere oder innere Wärmequellen dem Raum zugeführt wird und die durch die Lüftungsanlage aus dem Raum abgeführt werden muss.

Kühlzelle

    Dies sind Kühlzellen aus wärmedämmenden Verbundelementen mit innenliegendem Kühlaggregaten. Kühlzellen dienen u.a. als gekühlte Speisekammern.

Kultbild

    Dies ist Gegenstand der Verehrung in einem antiken Tempel.

Kultivator

    Gerät zum lockern des Bodens.

Kulturwehr

    Dies ist eine Stauanlage im Wasserlauf, durch welche eine Anhebung des Grundwassers erreicht werden kann.

Kunckel

    Der deutsche Apotheker und Alchemist Johann Kunckel von Löwenstein (1630-1703) war der Erfinder des Rubinglases.

Kündigungsschutz

    Dieser regelt die Kündigung durch den Vermieter. Der Mieter kann somit nur beim Vorliegen von wichtigen Gründen gekündigt werden.

Künette

    Dies Künette ist die in Österreich oft verwendete Betitelung für einen Graben (Straßengraben, Leitungsgraben o.ä.).

Künettenfüllmaterial

    Hier handelt es sich um das Material mit welchem eine -->Künette verfüllt wird. Es kann sich hier um Sand, Schotter, Kies oder auch um recycliertem Abbruch (Recycling Kies) o.ä. handeln.

Kunstharz

    Synthetisch aus niedermolekularen Ausgangsstoffen oder durch Veredelung oder Verarbeitung von Naturprodukten (z.B. Erdöl) hergestelltes Harz (oft styrolhaltig). Nachfolgend finden Sie eine Auswahl einiger Kunstharze:

Bezeichnung

Abkürzung

Verwendung

Epoxid

EP

Haftbrücken, Beschichtungen, Kleber, Estriche

Ungesättigte Polyester

UP

Estriche, Behälter

Polyurethan

PUR

Dämmstoffe, Fugenmasse, Beschichtungen

Polymethacrylat

PMMA

Als dispergiertes Bindemittel in Kunstharzputzen, Bindemittel für Estriche, Acrylglas

Polyvinylacetat

PVAC

Als dispergiertes Bindemittel in Kunstharzputzen

Kunstharzdispersionen

    Dies sind beständige Aufschwemmungen von Kunstharzteilchen in Wasser, Latices (= Mehrzahl von Latex) und Dispersionen von z.B. thermoplastischen Kunststoffen und Synthesekautschuken entstehen unmittelbar bei der Emulsionspolymerisation der in Wasser feinverteilten flüssigen Monomeren.

Kunstharz-Pressholz

    Kurzbezeichnung: KP. Dieses Pressholz wird aus Rotbuchenfurnieren und Kresol-, Phenol- oder Melaminharz hergestellt. Kunstharz-Pressholz ist witterungsbeständig, kochfest und weitgehend säurebeständig.

Kunstharzputze

    Dies sind Beschichtungen (Putze) welche aus Kunstharzen (wie z.B. Polymetacrylat, Polyvinylacetat etc.) als Bindemittel und Füllstoffen hergestellt werden.

Kunstkautschukklebstoffe

    -->Kontaktklebstoffe

Künstliche Bausteine

Kunststeinplatte

    Platte für Wege und Terrassen, die unter Verwendung von gebrochenem Naturstein mit Bindemitteln in gleichmäßigen, ebenen und deshalb leicht zu verarbeitenden Formen hergestellt wird.

Kunststoff

    Dies sind synthetisch organische Werkstoffe, sie werden in vier Gruppen eingeteilt: -->Thermoplaste, -->Duroplast, - ->Fluidoplaste und -->Elastomere. Kunststoffe deren Abkürzungen und Grenztemperaturen (Gebrauchstemperaturen bei Kurz- und Langzeitbelastung sehen Sie in nachfolgender Tabelle:

Kunststoffbezeichnung

Kurzzeichen

Grenztemperatur im Gebrauch

kurzeitige Belastung/langzeitige Belastung

Polyethylen

    PE weich

    90/75

Polyethylen

    PE hart

    110/95

Polyoxymethylen

    POM

    80/60

Polypropylen

    PP

    140/100

Polybuten 1

    BP

    100/90

Polyvinylchlorid

    PVC

    90/60

Polystyrol

    PS

    </= 80 / </=70

ABS-Profpol.

    ABS

    </= 100 / </=85

Acrylglas

    PMMA

    100/90

Teflon

    PTFE

    200/150

Polyamid

    PA 6

    </=80

Polyamid

    PA 12

    80

Polycarbonat

    PC

    160/135

Phenolharz

    PF

    120...160/80...140

Melaminharz

    MF

    120/80

Harnstoffharz

    UF

    100/70

Epoxidharz

    EP

    130/80

Polyurethanharz (PUR) vernetzt

    PUR

    130/100

Polyesterharz

    UP

    110/80

Siliconharz

    SI

    200/140

Celluloseacetat

    CA

    80/70

Celluloseacetobutyrat

    CAB

    100/90

Kunststoffadditive

Beispiele zu Kunststoffadditive

Antioxidantien

Schutz gegen Polymerabbau durch freie Radikale

sterisch gehinderte Phenole, aromatische Amine, Phosphite, Thioester

Lichtschutzmittel (UV-Stabilisator)

Schutz gegen lichtinduzierte Abbauvorgänge

Benzophenone, Benzotriazole, sterisch gehinderte Amine

Flammschutzmittel

Verbesserung der Feuerfestigkeit

Org. Chlor- und Bromverbindungen Phosphorverbindungen, Aluminium-Trihydrat

Thermostabilisatoren

Schutz gegen thermischen Abbau

Organozinnverbindungen, Beli-Salze, Epoxy-Verbindungen, Seifen (Ba/Cd-Seifen und Ca/Zn-Seifen)

Gleitmittel

Verbesserung der inneren und äußeren Fließeigenschaften

Fettsäuren, -ester, -amide, Metallseife, Wachse

Interne Antistatika

Verhinderung der elektrischen Aufladung

Fettaminethoxylate, Glycerinester, Sorbitanester, Paraffinsulfonat

Weichmacher

Flexibilisierung, Plastifizierung der Polymere, Herstellung von Plastisolen

Epoxy-Verbindungen, Fettester, Chlorparaffine, Phthalate, Polymer-Weichmacher

Kunststoffdispersion

    Dies ist eine feine Verteilung von Polymeren oder Kunstharzen in einer Flüssigkeit (z.B. in  Wasser).

Kunststoffdispersionsfarbe

    Kunststoffdispersionsanstriche bestehen aus Kunststoffdispersionen nach DIN 55945. Diese Dispersionsfarben ( auch Bindefarbe genannt) können Weichmacher, Pigmente und Füllstoffe enthalten und dünnflüssig, pastös oder gefüllt sein. Das Verhältnis des Pigmentvolumens zum Volumen des Pigmentes und Bindemittel in Prozent wird als Pigmentvolumenkonzentration (PVK) bezeichnet. Bei der kritischen Pigmentvolumenkonzentration (KPVK) ändern sich wichtige Eigenschaften einer Beschichtung negativ. Kunstharzdispersionsfarben für Innenflächen müssen nach DIN 53778/1 waschbeständig und scheuerbeständig sein. Für Außenbeschichtungen sind nur wetterbeständige Dispersionsfarben zu verwenden. Haarrisse sind mit plastoelastischen Dispersionsfarben zu überbrücken.

Kunststofffaserbeton

    Dies ist ein Feinbeton mit synthetischen Fasern (Fasern mit unterschiedlichen Querschnittsformen und Oberflächenbeschaffenheit).

Kunststoff-Fenster

    Kunststoff-Fenster  haben einen Marktanteil von ca. 55% eingenommen (Holzfenster ca. 35%),  als Werkstoff für deren Herstellung dienen zu ca. 95% Polyvinylyhlorid hart (PVC-U) und zu ca. 5% Polyurethan-Integralschaum, heutzutage werden meistens Mehrkammersysteme angeboten (aufgrund der Standfestigkeit, Wärmeschutz, indirekte Entwässerung etc.), es wird auch schon an der Entwicklung von rein PU-Fenstern gearbeitet.

Kunststofftapeten

    Hier handelt es sich um doppelschichtige Tapeten wie z.B. PVC-Tapeten, deren Unterschicht aus einem Papierträger und deren Oberfläche aus einer ganzflächigen Kunststoffschicht besteht. Die Oberfläche ist hierbei glatt, bedruckt, oberflächenverformt oder geschäumt.

Künzelstab

    Dies ist eine Rammsonde die für die Untersuchung der Bodenfestigkeit dient. Hierbei wird eine Sonde mittels eines Rammbären in den Untergrund getrieben und die Schlagzahl für eine definierte Eindringtiefe festgehalten (i.d.R. Anzahl der Schläge pro 10 cm Eindringtiefe).

Kupelle

    Kapelle oder Schmelztiegel.

Kupfer

    Metall: beständig gegen: Wasser, Dampf, Salze, Laugen und feuchte Luft; nicht beständig gegen: Salz-, Schwefel- und Salpetersäure und gegen Schwefel ansich.

Kupferlote

    --> Hartlote

Kupfer-Zink-Legierung

    Auch als Messing bezeichnet besteht diese Legierung aus Kupfer und Zink (bis ca. 45%). Diese Legierung gilt als verformbar, korrosionsbeständig und wird oft im Bereich von Beschlägen oder Armaturen eingesetzt.

Kupfer-Zinn-Legierung

    Auch als Zinnbronze betitelt, wenn der Kupfergehalt größer als 60% ist, besteht diese Legierung aus Kupfer und Zinn. Das Material ist sehr hart, korrosionsbeständig, hat gute Verschleißeigenschaften und ist gut kalt verformbar.

Kuppe

    Dies ist ein Streckenabschnitt mit Neigungswechsel der Gradiente in konvexer Form.

Kuppel

    Dies ist ein Gewölbe oder ein Dach in Form eines Kugelabschnitts über verschiedenartigen Grundrissen.

Kuppeldach

    Dies ist eine Dachkonstruktion die in Form eines Kugelabschnittes erstellt wurde.

Kuppelgewölbe

    Gewölbeart, welche über einen vieleckigen Grundriß mit halbkugelförmigen Wölbungen aufgebaut ist.

Kupplung

    Dies ist z.B. ein Bauteil zum Verbinden von zwei Rohren.

KURT

    Abkürzung für kostenorientierte unverbindliche Richtsatz-Tabelle, für Transporte im innerdeutschen Güterverkehr.

Kurtine

    Dies ist die Ringmauer zwischen einer mittelalterlichen Festung und den Bastionen.

Kurvatur

    Wölbung, Krümmung.

Kurvigkeit

    Im Straßenbau ist dies die Summe der absoluten Beträge der Winkeländerungen in Gon, bezogen auf die Straßenlänge.

Kurvimeter

    Mit einem Kurvimeter kann man gekrümmte Linien messen.

Kurzbezeichnungen von Mauerziegeln

    • Mz  - Vollziegel
    • HLz  - Hochlochziegel
    • VMz  - Vormauer-Vollziegel
    • VHLz  - Vormauer-Hochlochziegel
    • KMz  - Vollklinker
    • KHLz  - Hochlochklinker
    • HLzT  - Mauertafelziegel

kürzeste Entzündungszeit

    Kurzbezeichnung: s. Dies ist der kürzeste Zeitraum, innerhalb dessen ein Material durch eine äußere Zündquelle unter bestimmten Prüfbedingungen in den Zustand dauerhafter Verbrennung übergeht.

Kurzschnittpfanne

    Dies ist eine Hohlpfanne mit kurzen Eckschnitt. Sie findet Verwendung bei Aufschnittdeckungen.

Kurztext

    Dies ist u.a. eine nach dem Standardleistungsbuch und dem Standardleistungskatalog kurz gefasste, stichworthaltige Zusammenfassung des Textes einer Leistungsbeschreibung.

Kürzung

    Dies ist allgemein die Bezeichung für Furniere mit einer Länge unter 2,00 m.

Kurzwellenplatte

    Dies ist in der Regel eine Wellenplatte aus Faserzement, welche 625 mm lang ist.

Küstenschutz

    Dies betitelt die Gesamtheit aller Schutzmaßnahmen im Küstengebiet zum Schutz der Küste, des Festlandes und der Inseln vor dem möglichen zerstörerischen Einwirken des Meeres.

Küvelage

    Mit gußeisernen Ringen besetzter, wasserdichter Ausbau eines Schachtes.

Küvette

KVH

    Abkürzung für -->Konstruktionsvollholz.

KV-Terminal

    Die ist die Abkürzung für ein Terminal mit kombiniertem Verkehr, d.h. der anfallende Verkehr von Gütern oder Personen wird über unterschiedliche Verkehrsarten (z.B. Bahn, Schiff, Flugzeug etc.) bewältigt.

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k-Wert 

    • Als Wärmedurchgangszahl, bzw. Wärmedurchgangskoeffizient: Maßeinheit für den Energieverlust durch ein Bauteil bzw. einen Baustoff. Gibt die Energiemenge an, die unter genau festgelegten Bedingungen verlorengeht, ermöglicht so den energietechnischen Vergleich verschiedener Stoffe. Kleiner Wert = gute Dämmung. Definition: die Wärmemenge, die innerhalb einer Stunde durch 1 m² einer 1 m dicken Materialschicht bei einem Temperaturunterschied beider Oberflächen von 1° C von der warmen zur kalten Seite abfließt. Als Faustregel gilt: k-Wert x 10 = Liter Heizölverbrauch oder Kubikmeter Erdgasverbrauch pro Heizperiode und Quadratmeter Bauteilfläche. Je geringer der k-Wert, um so geringer der Energieverbrauch. Übrigens: Der k-Wert wird in Zukunft U-Wert heißen. U wie Umweltschutz.
    • Als Körnungsziffer ist dies der Kennwert für den Wasseranspruch von Zuschlagsgemischen, bestimmt als die Summe der Rückstände in % auf den Sieben des genormten vollständigen Siebsatzes, dividiert durch 100.

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Kybernetik

    Die Wissenschaft der Steuerungs- und Regeltechnik.

Kymation

    Dies sind Ornamente aus stilisierten Blattformen, oft in Stuckelementen von antiken Tempeln enthalten.

Kyoto-Protokoll

    Das Kyoto-Protokoll von 1997, verabschiedet im japanischen Kyoto, legte als erstes internationales Abkommen anzustrebende Emissionsgrenzen zeitlich bis zum Jahr 2012 fest.

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