Das Kleine Baulexikon von Gerhard Holzmann

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Seit 10 Jahren das Fachlexikon für Bau, Handwerk, Architektur und Ingenieurwesen

Deutschsprachiges Lexikon für die neutrale, internationale Bauberatung der G.Holzmann-Bauberatung

Ihr Fachmann für wohngesunde Altbausanierungen

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von Gerhard Holzmann

 

DAS KLEINE BAULEXIKON
von Gerhard Holzmann

Vorwort

 

A

Aa-Ag

Ah-Aq

 

Ar-At

Au-Az

 

 

 

B

Ba-Bb

Bd-Beto

 

Betr-Bn

Bo-Bra

 

Bre-Bz

 

 

 

 

C

Ca-Ci

Cl-Cy

 

 

D

Da-Dh

Di-Dn

 

Do-Dy

 

 

 

E

Ea-Ei

Ej-Ep

 

Er-Ex

 

 

 

F

Fa-Fer

Fes-Fj

 

Fl-Fo

Fr-Fz.

 

 

G

Ga-Ge

Gf-Gp

 

Gr-Gz

 

 

 

H

Ha-Hn

Ho-Hy

 

 

I

Ia-It

.

 

 

J

Ja-Ju

.

 

 

K

Ka-Ke

Kf-Kp

 

Kr-Ky

.

 

 

L

La-leis

Leit-Lm

 

Lo-Ly

 

 

 

M

Ma-Mg

Mi-Mz

 

 

N

Na-Ne

Nf-Ny.

 

 

O

Oa-Oz

.

 

 

P

Pa-Pn

Po-Pp

 

Pr-Py

 

 

 

Q

Q-qui

.

 

 

R

Ra-Re

Red-Rh

 

Ri-Rz

 

 

 

S

Sa-Schlo

Schlu-Sl

 

Sm-Sr

St-Sz

 

 

T

Ta-To

Tr-Ty

 

 

U

Ub-Uz

.

 

 

V

Va-Ve

Vf-Vz

 

 

W

Wa

Wasser-Wh

 

Wi-Wz

.

 

 

X

Xa-xy

.

 

 

Y

Ya-Ys

.

 

 

Z

Za-Zi

Zk-Zz

 

.

Sämtliche Urheberrechte
unterliegen dem Autor
Gerhard Holzmann.

 

Biobaustoffe_animiert

 

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Zeichenerklärung : “-->” bedeutet, dass Sie unter nachfolgendem Begriff eine weitere Erklärung finden, hier einfach im entsprechenden Buchstaben nachschlagen; unterstrichene blaue Begriffe sind innerhalb der Internetseiten mit ausführlichen Texten verlinkt.

GFK

    Abkürzung für Glasfaserverstärkte Kunststoffe.

gf-up Platten

    Dies sind (oft) lichtdurchlässige, profilierte Platten aus glasfaserverstärktem Polyesterharz mit einer Dichte von ca. ca. 1,4 g/cm³ und einer Zündtemperatur von > 450° z.B. zur einschaligen Dacheindeckung.

GFZ

    Abkürzung für -> Geschoßflächenzahl.

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GIA

    Abkürzung für das Gesetz zur Regelung von Ingenieur- und Architektenleistungen.

Gibbs

    Der schottische Architekt James Gibbs (1682-1754) studierte in Rom und wurde dort auch zum Meister des italienischen Manierismus und Barock erkoren. Seinem Buch „Book of Architecture“ (1728) wird nachgesagt, dass es den Anstoß für das Weiße Haus in Washington gab, er erstellte u.a. die Kirche „St. Martin`s in the Fields“ in London und das „Radcliff Camera Theater“ in Oxford.

Giebel

    Giebel nennt man den Teil der Fassade bei geneigten Dächern, der zwischen Traufe bzw. Dachrinnen und dem First liegt, also die senkrechte Außenwand des Dachraums.

Giebelanker

    Dies ist die Verankerung der Giebelwände mit der Dachbalkenlage.

Giebelbalken

    Teil der Balkenlage eines Daches.

Giebeldach

    Andere Bezeichnung für ein Satteldach.

Giebelfußstein

    Dies ist der Aufstand (aus Stein) für das Giebelstützwerk.

Giebelgaube

    Dieser Giebel ist am Übergang von der Wandscheibe zur Trauflinie angelegt und steht über letztere horizontal hinaus.

Giebelgurt

    Dies ist die Bezeichnung für einen -->Gurt im -->Giebel.

Giebelhöhe

    Dies ist das Höhenmaß von der Oberkante des Geländes zum -->Giebel.

Giebelschirm

    Dies ist z.B. ein Halbwalm eines Walmdaches. Ein Giebelschirm ist ein, den Giebel eines Hauses abschirmender, Schirm, er wird auch als -->Steckwalm bezeichnet.

Giebelsparren

    Dies sind Sparren die direkt an oder auf dem Giebel angeordnet sind.

Giebelspieß

    -->Bram (Reetdach)

Giebelständer

    Dies sind die (horizontalen) Ständer auf welchen die Giebelbalken aufliegen.

Giebelwand

    Senkrechte, zum Dach gehörige vertikale Außenwand des Dachraumes bei Gebäuden mit Sattel- oder Krüppelwalmdach (-->Giebel).

Gießen

    Technische Formgebung z.B. von Stahl (Stahlguß), der keine nachträgliche Verformung sondern nur noch eine spangebende Bearbeitung erfährt.

Gießformgips

    Dieser Gips wird in der feinkeramischen Industrie zur Herstellung von Formen für Kannen, Vasen und Sanitärartikel eingesetzt. Volumen und Form der Kapillare der Gießform ermöglichen den Wasserentzug aus dem Gießschlicker, wodurch sich an der Gipsform die Bildung des keramischen Scherbens vollzieht. Das Kapillarsystem des Gipses bewirkt dabei eine Koagulation der Feinbestandteile aus dem Gießschlicker. Auf diese Weise wird die Scherbenbildung zusätzlich gefördert. Gießformgips unterscheidet sich von Modellgips oder Alabastermodellgips durch sein genau definiertes Abbindeverhalten sowie durch einen etwas geringeren Wasserbedarf und der dadurch erreichbaren höheren Festigkeiten.

Giftklassen

    Allgemein werden Stoffe und Zubereitungen als giftig betitelt wenn durch ein Einatmen, (wie z.B. Dämpfe, Stäube oder Gase), Verschlucken (wie z.B. Flüssigkeiten oder Pulver) oder bei einer Aufnahme über die Haut akute oder chronische Gesundheitsschädigungen hervorgerufen werden können. Der Grad der Giftwirkung wird als sogenannter MLD-Wert (kleinste tödliche Dosis) in mg/kg Körpergewicht bestimmt. Es wird hierbei in drei Gruppen unterteilt:

      • sehr giftige Mittel
      • giftige Mittel
      • minder giftige Mittel

Giftstoff (Toxin)

    Dies ist eine Substanz, die durch eine physische und/oder chemikalische Auswirkung resultiert und dadurch einen schädlichen Einfluss auf den lebenden Organismus ausübt.

Gilly

    Dem preußische Architekt Friedrich Gilly (1772-1800) wird nachgesagt, er sei der Vorreiter der modernen Baukunst gewesen.

Ginkgo

    Holzart. Gilt in Japan und China als heiliger Baum und wird als einer der ältesten Bäume der Erde bezeichnet. Er ist die einzige Pflanze seiner Art, Gattung und Familie. Das Holz ist leicht und ziemlich weich. Es lässt sich gut spalten, messern und schälen. Verwendungsgebiet: In seiner Heimat für untergeordnete Zwecke wie Kisten und Blindholz verwendet.

Gips

    Gips ist ein wichtiges Bindemittel, das aus schwefelsaurem Kalk besteht, der rasch abbindet. Er kommt z.B. bei Putz -, Estrich- oder Dübelarbeiten zum Einsatz. Gips wird primär aus dem natürlich vorkommendem Gipsstein gewonnen. Er entsteht auch bei der Rauchgasentschwefelung von Kraftwerken (Reha-Gips) und als künstliches Produkt der chemischen Industrie.

Gipsbauplatten

    Diese Gipsplatten, die u.a. für Trennwände verwendet werden, werden aus Stuckgips, manchmal auch mit anorganischen Zuschlägen oder Füllstoffen hergestellt. Zumeist haben diese Bauplatten Dicken zwischen 6 und 12 cm und man kann sie auch mit Nut- und Federausführung beziehen. Gipsbauplatten werden u.a. auch als Gipsdielen bezeichnet.

Gipsbauplattenverspachtelung

    -->Oberflächenqualität im Trockenausbau

Gipsbildung bei Beton

    Ensteht durch Einwirkung sulfathaltigen Wassers, durch die folgenden Treiberscheinungen kommt es zur Schädigung des Betons.

Gips-Deckenkörper

    Diese dienen für stark profilierte Deckenbekleidungen und sind in Doppeltrapez-, Keil- oder Sechseckform mit einer glatten geschlossenen oder auch durchlochten Sichtfläche.

Gipsdielen

    -->Gipsbauplatten

Gipsestrich

    -->Estrich mit Gips als Bindemittel.

Gipsestrichplatten

    Dies ist ein Trockenestrich der zumeist aus drei verklebten Gipskartonplatten hergestellt wird. Sie werden auch mit Feuchteschutz und/oder aufgeklebten Polystyrolschaumplatten angeboten.

Gipsfaserestrichplatten

    Dies sind Gipsestrichplatten aus Gips mit Faserbewehrung.

Gipsfaserplatten

    Hier handelt es sich um Bauplatten aus Gips mit darin eingebetteten Fasern (zumeist Zellulosefasern aus Altpapier). Die eingebetteten Fasern sind im Querschnitt weitgehend gleichmäßig verteilt und bilden ähnlich wie bei Faserzement eine Armierung. Gipsfaserplatten werden vorzugsweise mit folgenden Abmessungen angeboten:

Länge
in mm

Breite
in mm

Dicke
in mm

1500

1000

10

 

 

2500

1245

10

12,5

15

2750

1245

 

12,5

15

3000

1245

 

12,5

15

Eigengewicht in kg/m²

11,5

15

18

    Zum Thema Verspachtelung und Oberflächenqualität siehe -->Oberflächenqualität im Trockenbau.

    LITERATURTIPP ZU GIPSFASERPLATTEN

    Holzmann, Gerhard;
    Gipsfaserplatten im Holzbau
    Holzhäuser im Detail, 2003

Gipsfertigputz

    Innenputz der -->Putzmörtelgruppe P IV.

Gipsgebundene Spanplatten

    Holzspanplatten, Einsatzgebiete sind z.B.: Boden-, Decken- und Wandverkleidungen, Entwickelt auf Grund des zunehmenden Aufkommens von Inustriegipsen (aus der Rauchgasentschwefelung - Rehagips).

Gips-Kalkputze

    Dieser Putz, der für Innenbereiche verarbeitbar ist, wird mit Stuckgips oder Putzgips und Luftkalk (Kalkhydrat = gelöschter Kalk) hergestellt. Das Mischungsverhältnis Gips : Kalk : Sand ist gleich 1 : 1 : 3.

Gipskarton-Lochplatten

    Dies sind Gipskartonplatten für dekorative und schallschluckende Wand- und Deckenbekleidungen welche oftmals glasfaserarmiert sind. Sie besitzen durchgehende Löcher in verschiedenen Formen und Mustern, wobei der Lochanteil bis ca. 20 % der Oberfläche betragen kann.

Gipskarton-Kassetten

    -->Gipskarton-Zuschnittplatten

Gipskartonplatte

    Bei Gipskartonbauplatten handelt es sich um Platten aus modifiziertem Stuckgips, zum Teil mit organischen oder anorganischen Zusätzen hergestellt welche mit einem fest haftendem Karton ummantelt sind. Die Herstellung erfolgt in der Regel auf einem 1,25 m breitem Endlosband, hierbei wird auf die gewünschte Länge zugeschnitten (ggf. auch auf bestimmte Breiten). Die Festigkeit und Elastizität der Platten beruht auf der Verbundwirkung von Gipskern und Kartonummantelung, wobei hier die Eigenschaften von der Faserrichtung des Kartons abhängig sind. Es gilt, dass parallel zur Kartonfaser Festigkeit und Elastizität größer sind als quer zur Faser. Gipskartonplatten werden vornehmlich für Wand- und Deckenbekleidungen verwendet. Es werden zwei Arten von Gipskartonplatten unterschieden, zum einen die --> bandfertigen Gipskartonplatten und zum anderen die -->werkmäßig mechanisch bearbeiteten Gipskartonplatten. Siehe auch --> Kantenausbildungen bei Gipskartonplatten. Weitere Informationen siehe: Gipskartonbauplatten (Verfärbungen) oder Gipskartonbauplatten (Brandschutz) . Zum Thema Verspachtelung und Oberflächenqualität siehe -->Oberflächenqualität im Trockenausbau.

Gipskarton-Putzträgerplatten

    Kurzbezeichnung: GKP. Diese Platten werden vorwiegend als Putzträger auf einer Unterkonstruktion angewendet und sie haben abgerundete Kanten (-->Kantenausbildung bei Gipskartonplatten).

Gipskarton-Verbundplatten

    Gipskartonplatten welche werksmäßig mit Dämmstoffplatten verbunden sind (z.B. mit Polystyrol-Hartschaum, Polyurethan-Hartschaum oder auch Mineralwolle).

Gipskarton-Zuschnittplatten

    Dies sind Gipsplatten mit geschlossener Sichtfläche für Wand- und Deckenbekleidungen wie Gipskartonbauplatten, jedoch mit anderen Breiten und Längen. Quadratische Zuschnittplatten werden als Gipskarton-Kassetten betitelt. Als Standardformate werden folgende Maße angegeben: 625 mm * 625 mm, Dicke 9,5 oder 12,5 mm.

Gipsmarken

    Dienen zur Überwachung von Gebäuderissen.

Gipsmörtel

    Dies ist ein abgemagerter Gipsputz für den Innenbereich (nicht für Feuchträume) mit einem relativ schnellem Versteifungsbeginn. Das Mischungsverhältnis Wasser : Gips : Sand ist gleich 1 : 1,25 : 2,5 (3,75). Als Verzögerer kann Kalkhydrat hinzugegeben werden.

Gips-Paneel-Elemente

    Diese bestehen aus flächig verklebten Gipskartonplatten mit einem leicht versetzten Kantenstoß; eingesetzt werden diese für Trennwände, Deckenbekleidungen und Dachschrägbekleidungen.

Gipsputz

    Dieser Putz (auch als Maschinengipsputz erhältlich) besteht aus Halbhydrat, Anhydrit II und Anhydrit III. Das Mischungsverhältnis Gips : Wasser ist gleich 1,5 : 1. Der Versteifungsbeginn ist hier >/= 3 min, bei Maschinenputz >/= 25 min.

Gipsspat

    Mineral: rötlich bis braun, meist jedoch weißlich bis grau, dicht und kristallin, nicht wetterfest, schwach wasserlöslich.

Gipsstein

    Chemisches Sedimentgestein: hell, körnig, blättrig oder fasrig; sehr weich als Baustein nicht geeignet, Rohstoff für die Gipsherstellung.

Gipstreiben

    Dies entsteht durch Feuchteeinwirkungen bei Gips, durch die hohe Wasseraufnahmefähigkeit bei Gips kommt es zur Ausdehnung, dies ist auch Grund dafür, dass kein Gips in Naßräumen und im Freien verwendet werden darf, -  auch nicht beim Fixieren von elektrischen Leitungen im Außenmauerbereich hier kommt es gegebenenfalls zu beträchtlichen Putzschäden.

Gips-Wandbauplatten

    Kurzbezeichnung: GW. Hier handelt es sich um massive und glatte Bauplatten aus Stuckgips. Es werden auch Platten mit vorgefertigten Hohlräumen (max. 40% des Poren-Volumens) hergestellt. In folgender Tabelle werden Rohdichte und Vorzugsmaße der Platten dargestellt:

Rohdichte Klassen

Rohdichte in kg/m³

Farbkennzeichnung (nur bei nichthydrophobierten Platten)

hohe Rohdichte

1100 bis 1500

rosa

mittlere Rohdichte

800 bis < 1100

-

niedrige Rohdichte

600 bis < 800

gelb

Vorzugsmaße

Dicke

50

60

70

80

100

in mm

Länge

666

in mm

Höhe

500

in mm

Wandung bei Platten mit Hohlräumen: mind. 15 mm

Girlande

    -->Feston

GIS

  • Abkürzung für Geographisches Informationssystem (auch Geo-Informationssystem).
  • Abkürzung für Gefahrstoff-Informationssystem

GISBAU

    Abkürzung für Gefahrstoff-Informationssystem der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft.

GISCODE

    Dies ist die Codierung von Gefahrenstoffen der -->GISBAU

Gisok

    -->Yello Balau

Gitter

    Dies ist ein geflochtenes Gewebe aus Metallstäben.

Gittermauerwerk

    Mauerwerk aus zwei verschiedenen Materialien, etwa Natur- und Backstein So dass sich ein Schachbretteffekt ergibt.

Gitter-Ritzprobe

    -->Ritzprobe

Gitterrost

    Als Gitterroste werden freitragende, begeh- oder befahrbare plattenförmige Körper mit vielen durchgehenden Öffnungen in regelmäßiger Anordnung betitelt. Sie werden als Abdeckungen für Bühnen Laufstege, Treppen, Podeste, Tritte und sonstige Öffnungen verwendet. I.d.R. bestehen Gitterroste aus Trag- und Querstäben mit einer Randeinfassungen. Je nach Bauart wird wie folgt unterschieden:

    • Schweißpressrost
    • Pressrost
    • Durchsteckrost
    • Einsteckrost

Gitterschale

    -->Stabkuppel

Gitterschnittprüfung

    Durch gitterförmiges Anritzen der Oberfläche und anschließendes aufkleben und abziehen eines Klebebandes kann hierdurch die Haftzugfestigkeit von Anstrichen bestimmt werden -->Ritzprobe.

Gitterträger

    Dies ist ein aus zwei Gurten bestehender Fachwerksträger.

Gitterziegel

    Hochlochziegel mit rautenförmigen Lochquerschnitten.

Giulio

    Der römische Maler und Architekt Romano Giulio (1492/9-1546) war ein Vertreter des Manierismus.

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Glacis

    Aufgeschüttetes, leicht abfallendes Gelände vor einer Festungsanlage.

Glanzgrad

    Allgemein ist dies ein Sinneseindruck, welcher durch Reflexion von Lichtstrahlen an der Oberfläche einer Beschichtung entsteht und vom menschlichen Auge wahrgenommen wird. Nach EN (13300) werden für unterschiedliche Glanzgrade (bei wasserhaltigen Beschichtungsstoffen für innen) folgende Beobachtungswinkel und Reflektometer-Messwerte zu Grunde gelegt:

    Bezeichnung

    Messwinkel

    Reflektometerwert

    Glänzend

    60°

    >60

    Mittlerer Glanz

    60°

    <60

    Mittlerer Glanz

    85°

    >10

    Matt

    85°

    <10

    Stumpfmatt

    85°

    <5

    Allgemein werden Glanzgrade wie folgt abgekürzt:

      • M - matt
      • SM - seidenmatt
      • SG - seidenglänzend
      • GL - glänzend
      • HG - hochglänzend

Glas

    Klicken Sie hier: Glas.

Glasarten

    Siehe --> Wasserglas; --> Natron-Kalk-Glas; --> Kali-Kalk-Glas; --> Blei-Silikat-Glas; Borat-Aluminat-Glas; - ->Borosilikatglas; --> Glaskeramik; -->Email

Glasbau

    Bei dieser Bauweise (Glasarchitektur) bestimmt das Glas, bei Verwendung für Wände, Dächer etc. das äußere und innere Erscheinungsbild eines Gebäudes.

Glasbaustein

    Bezeichnung für einen durchscheinenden Glaskörper für z.B. -->Oberlichter, Lichtschachtabdeckungen, leichte Trennwände etc.

Glasdachstein

    Diese werden in den unterschiedlichsten Formen angeboten und dienen zur Belichtung von Dachräumen, verlegbar sind diese wie Dachziegel, bzw. Dachsteine.

Glaseigenschaften

      • Glas ist Porenfrei (Ausnahme Schaumglas).
      • Dicht gegen Luft, Wasserdampf und flüssigem Wasser.
      • Hohe Festigkeit.
      • Sprödes Bruchverhalten.
      • Geringe Wärmeleitfähigkeit.
      • Glaskeramik besitzt eine kleine Wärmedehnung und hohe Temperaturwechselbeständigkeit.
      • Bei Raumtemperatur keine elektrische Leitfähigkeit (mit zunehmender Temperatur sinkt der elektrische Widerstand).
      • Durchlässigkeit für sichtbare und infrarote Sonnenstrahlung.
      • Ultraviolettes Spektrum kann nur im lichtnahen Bereich durchdringen.
      • Langwellige Infrarotbestrahlung wird nicht durchgelassen.
      • Bei planparallelen Oberflächen ist unverzerrte Durchsicht möglich.
      • Weitestgehende Chemikalienbeständigkeit.
      • Empfindlichkeit gegen Flusssäure und Fluate.
      • Intensive Einwirkung von Siliciumoxid oder Alkali führt zu Erscheinungen irisierender Oberflächen und Erblindung des Glases.
      • Längerfristige Wassereinwirkung ist zu vermeiden.
      • Silikone verbinden sich kaum noch lösbar mit der Glasoberfläche.

Glaseinstand

    Dies ist der Teil eines Fensterglases (oder Türglases etc.) der in den Rahmen eintritt. Ein stark erhöhter Glaseinstand verbessert die wärmetechnischen Eigenschaften eines Fensters und mindert somit die Wärmeverluste im Glasrandbereich.

Glaserdiagramm

    Mit Hilfe des Glaserdiagramms kann überprüft werden, ob und in welcher Schicht die Feuchtigkeit im Bauteil anfällt. Bei diesem Diagramm werden die einzelnen Bauteilschichten nicht maßstäblich, sondern mit ihren wasserdampfdiffusions-äquivalenten Luftschichtdicken sd aufgetragen.

Glaserkitt

    Dies ist ein in frischem Zustand knetbares Gemenge aus Schlämmkreide und Leinölfirnis, das durch Verharzung des Leinöls erhärtet. -->Kitt

Glasfaser

    Es wird unterschieden in

    • Spinnbare Glasfaser; diese dient zur Herstellung von Textilglasroving (auch Spinnfadenschnüre als Einlage in z.B. faserverstärktem Kunststoff etc...), Textilglasgewebe (als Einlage in Kunststoff- und Bitumenbahnen, Tapeten, etc...) und Textilglasvlies (als Einlage in z.B. Dichtungsbahnen, Dämmstoffkaschierung, etc.).
    • Nichtspinnbare Glasfaser; diese dienen zur Herstellung von loser Glaswolle (siehe auch -->Mineralfaser), Mineralfasermatten oder auch als Glasvliese für Einlagen in Dichtungsbahnen und Dachbahnen; aufgrund des geringen Faserdurchmessers gibt es hier Anlaß zur Diskussion der gesundheitlichen Aspekte.

Glasfaserbeton

    Kurzbezeichnung: GFB. Dies ist ein Feinbeton der mit Glasfasern bewehrt ist.

Glasfaserverstärkte Kunststoffe

    Glasfaserverstärkt werden sogenannte Duroplaste. Das sind Kunststoffe, die im Unterschied zu Thermoplaste vollständig ausgehärtet, nicht mehr form- und schweißbar sind. Durch die Glasfaserarmierung werden sie zusätzlich bruch- und schlagfest, elastisch, schwer entflammbar und witterungsbeständig. Gefahr droht von ihnen im Brandfall.

Glasfliesen

    Glasfliesen, aus welchen z.B. auch Glasmosaik hergestellt wird, bestehen i.d.R. aus Floatglas und werden in sämtlichen Farben angeboten. Bei der Herstellung wird das Floatglas auf Format geschnitten und erneut im Brennofen erhitzt, hierbei kann mit bestimmten Verfahren auch eine weitere Strukturierung erfolgen.

Glasgewebe

    Dies ist die Bezeichnung für textile Glasfasergewebe deren Glasfasern auf Basis von natürlichen Quarzsanden hergestellt sind.

Glashütte

    Erzeugungsstätte für Glas.

Glaskeramik

    Durch Zugabe von Kristallkeimen erfolgt eine Mikrokristallisation. Glaskeramik besitzt eine hohe Schmelztemperatur und eine niedrige Wärmeausdehnung.

Glasmalerei

    Dies ist eine Kunstglasertechnik bei welcher aus farbigen Glasscherben eine Bildkomposition zusammengestellt wird. Die Älteste erhaltene Glasmalerei welche noch vollständig erhalten sind, sind 3 Fenster im Dom zu Augsburg (datiert: 1125 n. Chr.).

Glasmosaik

    -->Glasfliesen, -->Fliesenformate

Glaspapier

    Dies ist ein Papier, welches mit Leim und anschließend mit Glaspulver oder Schmirgelpulver bestreut wurde, man spricht hierbei auch von Schmirgelpapier oder Sandpapier.

Glaspudermehl

    Glaspudermehl ist ein Strahlmittel das u.a. bei der Fassadenreinigung eingesetzt wird, es besteht aus fein aufgemahlenem Altglas.

Glasradierung

    Eine Methode zur Hinterglasmalerei, bei welcher in den eingefärbten Hintergrund eine Zeichnung eingeritzt wird.

Glasrückwand

    Im Möbelbau ist dies eine Rückwand hinter einer Abstellfläche aus Glas.

Glassätzung

    Chemische Behandlung von Glas mit Flußsäure.

Glasschmelze

    Die sogenannte Glasschmelze wurde früher in Tiegel- oder Hafenöfen durchgeführt, heute werden vorwiegend Wannenöfen genutzt. Diese Schmelze findet in einem bestimmten Temperaturverlauf ( Rauhschmelze, Läutern, Abstehen) zwischen 1000 °C und 1600 °C statt.

Glasschneider

    Glaserwerkzeug, mit diesem werden z.B. Glasplatten mit einem sehr harten Wolframstahlrädchen geschnitten.

Glasseide

    Dies ist ein, aus -->Glasfaser hergestellter, web- und spinnfähiger Glasfaden mit einer Stärke von ca. 0,006 bis 0 ,012 mm.

Glasstahlbeton

    Dies ist ein Deckentyp, der als lichtdurchlässige Abdeckung von kleinen Räumen und Lichtschächten Verwendung findet. Hergestellt wird Glasstahlbeton aus Betongläsern, Beton und Betonstahlbewehrung.

Glasstein

    Bauhohlglas: seine Attraktivität verdankt der Glasstein neben der Lichtdurchlässigkeit vor allem seiner Formenvielfalt. Dadurch ergeben sich zahlreiche Möglichkeiten, architektonische Akzente zu setzen. Glassteine werden zunehmend im Innenbereich eingesetzt, z. B. als raumteilende Zwischenwände.

Glastemperatur

    -->Einfriertemperaturen von Kunststoffen

Glastemperaturbeständigkeit

    Abhängig von der Wärmedehnung eines Glases kann es bei einer Glasscheibe bei schnellen Temperaturänderungen oder großen Temperaturunterschieden zu Bruchspannungen kommen (besonders bei dicht hinter Glasscheiben angeordneten Heizkörpern). Daher gelten nachfolgende Grenzwerte:

Normales Flachglas

Kurzzeitiger Temperaturwechsel

+/- 40 K

Einscheibenisolierglas (ESG)

Ganzflächige Dauertemperatur

200°C

Temperaturunterschied zwischen Scheibenmitte und Scheibenrand

150 K

Kurzzeitiger Temperaturwechsel

+/- 100 K

Glastüre

    Glas- oder Ganzglastüren sind rahmenlose Türen, die allein durch ihre Beschläge gehalten, geöffnet und geschlossen werden.

Glasübergangstemperatur

    -->Einfriertemperaturen von Kunststoffen

Glasurbrand

    -->Fliesenbrennverfahren

Glaswolle

    Glasfasergebinde dient zu meist als Dämmstoff, wird in Form von Matten, Filzen, Zöpfen und auch in Dämmplattenform angeboten. Siehe auch -->Mineralfaser.

Glaszusammensetzung

Bestandteil

Anteil

SiO2

72,8%

Al2O3

0,7%

Fe2O3

0,07%

Na2O

13,8%

K2O

0,2%

CaO

8,6%

MgO

3,6%

SO3

0,2%

Glattstrich

    Dies ist eine dünne und nahezu spiegelglatte Abschlußschicht (Oberschicht) bei Putzen und Betonen.

Glatze

    Dies ist ein Furnierbild, welches stellenweise keine Zeichnung hat.

Glaubersalz

    Natriumsulfat, gilt als Betonschädling, welcher durch Ausblühungen sichtbar wird, zur Abhilfe sollte ein bituminöser Isolieranstrich aufgebracht werden.

Gleichgewichtsbedingungen

    Statikbegriff für die Ausgleichung der ebenen oder räumlichen Kräfte.

Gleichgewichtsfeuchte

    In Abhängigkeit von der relativen Luftfeuchtigkeit, die ein Bauteil umgibt, stellt sich in jedem Baustoff eine stoffspezifische Materialfeuchte, die Gleichgewichtsfeuchte, ein. Die Vorgaben an Materialeinbaufeuchten in Bezug auf die zu erwartende Gleichgewichtsfeuchte in verschiedenen Einsatzbereichen regelt teilweise die DIN. Die Gleichgewichtsfeuchten sind relevant für alle Baustoffe da sie Einfluss nehmen auf bestimmte Materialeigenschaften wie: Pilzanfälligkeit, Wärmedämmwirkung,  Formstabilität und Festigkeiten.

Gleichgewichtsholzfeuchte

    Die Gleichgewichtsholzfeuchte beträgt ca. 1/4 bis 1/5 der relativen Luftfeuchte. Für Holz und Holzwerkstoffe gelten laut DIN (1052) im Gebrauchszustand folgende Werte:

Bei allseitig geschloßenen Bauwerken mit Heizung:

(9 +/- 3) %

Bei allseitig geschloßenen Bauwerken ohne Heizung:

(12 +/- 3) %

Bei überdeckten offenen Bauwerken:

(15 +/- 3) %

Bei Bauwerkskonstruktionen die der Witterung allseitig ausgesetzt sind:

(18 +/- 6) %

Gleichgewichtsverzweigung

    Dies ist der Begriff, wenn bei der -idealen- Knicklast eines Systems plötzlich eine Gleichgewichtslage mit einer fest definierten Ausweichform möglich wird.

Gleichgewichtszustand

    Die Erfüllung der -->Gleichgewichtsbedingungen, alle angreifenden Kräfte werden aufgenommen, es kommt zur Schließung des Kraftdreieckes, diese Gleichgewichtszustände werden eingeteilt in stabil, labil und indifferent.

Gleichlast

    Statikbegriff für die gleichmäßige und gleichbleibende Belastung eines Flächentragwerkes.

Gleichrichter

    Gerät zur Umwandlung von -->Wechselstrom in -->Gleichstrom.

Gleichspannung

    Dies ist eine elektrische Spannung mit gleichbleibendem Betrag und gleicher Polarität.

Gleichstreckenlast

    Dies ist eine Streckenlast mit konstanter Größe.

Gleichstrom

    Hierbei fließt der elektrische Strom nur in eine Richtung und der sogenannte Augenblickswert des Stromes ist zeitlich konstant.

Gleichungssystem

    Dies ist ein System von n Gleichungen zur Bestimmung von n unbekannten Größen.

Gleis

    Durchgehend verschweißte Gleise sind Gleise ohne Dehnungsstücke, bei denen die Schienen auf unbegrenzte Länge miteinander verschweißt sind.

Gleisabschluss

    Im Gleisbau ist dies eine Einrichtung zum Aufhalten von Fahrzeugen bei stumpf endenden Gleisen.

Gleisjoch

    Dies ist ein weiterer Begriff für den Gleisrahmen.

Gleisrahmen

    Dies ist eine zusammengeführte, verdrehsteife Gleiskonstruktion aus Schienen, Befestigungsmitteln und Schwellen .

Gleisschere

    Dies ist ein weiterer Begriff für Scherenrampe.

Gleissperre

    Dies ist ein, drehbar am Gleis montierter Entgleisungsschuh, der, über die Schienen geklappt, das auflaufende Fahrzeug zum Entgleisen bringt.

Gleisverbindung

    Dies ist der Begriff für die Verbindungen paralleler und nicht paralleler Gleise mit Hilfe von Weichen und Kreutzungen.

Gleisvermarkung

    Dies ist die lage- und höhenmäßige Ansteckung der Gleise entsprechend der im Gleisvermarkungsplan festgelegten Absteckpunkte.

Gleisverziehung

    Dies ist die, in Form einer S-Kurve gestaltete, Richtungsänderung von parallel verlaufenden Gleisen zur Änderung des Gleisabstandes.

Gleitblech

    Dies sind für den Auflagerbereich vorgesehende bewegliche Gleitlager, bestehend aus zwei aufeinanderliegenden und unverbundenen Blechen.

gleitende Regelung

    Dies ist der Begriff für den Vorgang bei einem Öl- und Gaskessel, bei welchem der Brenner, abhängig von der Außentemperatur, eine entsprechende Vorlauftemperatur, stufenlos oder durch intermittierenden An/Aus-Betrieb, erzeugt.

gleitfeste vorgespannte - Verbindung

    Kurzbezeichnung: GV-Verbindung. Dies ist eine geschraubte Verbindung, bei welcher eine senkrechte, zu den Schraubenachsen wirkende, Kraft durch Reibung übertragen wird.Die Kraftübertragung durch Reibung wird hierbei durch planmäßiges Vorspannen der (hochfesten) Schrauben ermöglicht.

Gleitfläche

    Bezeichnung aus dem Erdbau, dies ist die Fläche, welche gegen die Hinterseite einer Stützmauer drückt.

Gleitklausel

    Durch die Vereinbarung einer solchen Klausel in Werk- oder Kaufverträgen behalten sich die Vertragsparteien eine Preisabänderung für den Fall vor, dass sich die Lohn- und/oder Materialkosten nach Vertragsschluss ändern.

Gleitlager

    Dies ist ein bewegliches Auflager für z.B. Balken- oder Flächentragwerke.

Gleitmikrometer

    Dies ist eine Meßeinrichtung zur Messung von Verschiebungen im Baugrund/-Gebirge längs seiner Einbauachse (Bohrloch). Hiermit werden im Zuge oder nach der Baumaßnahme Verformungen wie z.B. Setzungen oder Hebungen etc. gemessen.

Gleitschalung

    -->Kletterschalung

Gleitschicht

    Eine Gleitschicht wird u.a. dort eingebaut, wo eine Deckenscheibe auf dem Decken-Wand-Auflager frei verschieblich gelagert wird, hier kann diese im einfachsten Fall aus zwei übereinander liegenden Bitumendachbahnen bestehen.

Gleitsicherheit

    Diese wird als Sicherheit gegen z.B. das Versagen einer Flächengründung durch Verschieben in der Sohlfläche oder in einer tiefer liegenden Schicht, definiert.

Gleitufer

    Auch als ausbuchtendes Ufer betitelt, ist dies das innere Ufer in der Krümmung eines Fließgewässers.

Gleitung

    Dies ist der Winkel, um den sich der rechte Winkel eines Stoffelements bei einer Schubbeanspruchung ändert. Man verwendet auch den Begriff Schubverzerrung.

Gütegliederung von Fließgewässern

Güteklasse

Grad der organischen

Belastung

Saprobität
(Saprobienstufe)

Saprobienindex

Chemische Messgröße

BSB5
mg/l

NH4-N
mg/l

O2 Minima
mg/l

I

Unbelastet bis sehr gering belastet

Oligosaprobie

1,0 - < 1,5

1

Höchstens Spuren

> 8

I-II

Gering belastet

Oligo-betamesosaprobie Übergangszone

1,5 - < 1,8

1-2

Um 0,1

>8

II

Mäßig belastet

Betamesosaprobie

1,8 - < 2,3

2-6

< 0,3

> 6

II-III

Kritisch belastet

Beta-alphamesosaprobie Übergangszone

2,3 - < 2,7

2-10

< 1

> 4

III

Stark verschmutzt

Alphamesosaprobie

2,7 – <3,2

7-13

0,5 bis mehrere mg/l

> 2

III-IV

Sehr stark verschmutzt

Alphamesopolysaprobie Übergangszone

3,2 - < 3,5

10-20

Mehrere mg/l

< 2

IV

Übermäßig verschmutzt

Polysaprobie

3,4 - < 4,0

>15

Mehrere mg/l

< 2

    Siehe auch -->Saprobien, -->Saprobität, -->Saprobiensystem.

Glimmen

    Dies ist das Verbrennen eines Materials im festen Zustand ohne Flammenerscheinung.

Glimmer

    Mineral (ein Blatt- oder Schichtsilikat): es wird aufgeteilt in Kaliglimmer auch Muskovit mit einem silbrigen Erscheinungsbild und Magnesiaglimmer (Biotit). braun bis schwarz mit einem grünen Glanz; dieser ist in feine Scheiben spaltbar, ist wenig wetterfest, dadurch wird z.B. Granit beim Auswittern griffig, kann auch als loser Bestandteil von Betonzuschlagstoffen  oder als funktioneller und verstärkender Füllstoff bei Putzen bzw. Beschichtungen eingesetzt werden.

Glimmerschiefer

    Metamorphes Gestein; Bestandteile: Quarz, Glimmer und etwas Feldspat; Farbe: silberweiß, grau bis schwarz, dieses Gestein hat ein fasriges bis ebenschiefriges Gefüge, ist wetterbeständig, hart und feuerbeständig.

Glimmlampe

    Dies sind z.B. Kontrolllampen oder Orientierungslampen in Tableaus oder Schaltern zur Betriebsanzeige.

Globalstrahlung

    Auch als Solarkonstante bezeichnet ist dies, die aus dem Weltraum auf die Erdatmosphäre auftretende Sonnenstrahlung mit gleichbleibender Intensität von 1,37 kW/m².

Global Warming Potential

    -->GWP

Glockenstuhl

    Gerüst, an dem die Glocken zumeist in einem Turm aufgehängt sind.

GLT

    Abkürzung für Gebäudeleittechnik.

Glühen

    Dies ist die Austrahlung von Licht durch ein erhitztes (mit oder ohne Verbrennung -->Glimmen) Material.

Glühlampe

    Dieser Temperaturstrahler gilt als die wichtigste Lichtquelle im privaten Bereich und für individuelle Beleuchtungsaufgaben.

Glühverlust

    Dies ist z.B. der Masseverlust von Böden nach dem Erhitzen auf ungefähr 500 °C. Der Glühverlust bei Böden lässt Rückschlüsse auf organische Anteile im Boden zu.

Glutinleim

    Dies ist ein Oberbegriff für, auf hochmolekularem Glutin basierenden Leimen, mit tierischen Inhaltsstoffen (aus Tierhäuten und -knochen ausgekochtes Eiweiß). Diese nur warm löslichen Leime werdenauch als Knochen-, Haut-, Tafel- oder Perlleime betitelt.

Glycerin

    Glycerin ist unter anderem in Hautcremes enthalten, kann als Frostschutzmittel, Schmierstoff und Weichmacher verwendet werden und wird bei der Herstellung von Kunststoffen, Farbstoffen sowie Zahnpasta benötigt. Auch als Glycerol betitelt ist der Begriff Glycerin der Trivialname von Propantriol und stellt einen dreiwertigen Alkohol dar.

Glycerinkitt

    -->Kitt

Glycerol

    -->Glycerin

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GmbH

    Abkürzung für -->Gesellschaft mit beschränkter Haftung.

GmbH & Co. KG

    Bei dieser Rechtsform handelt es sich um eine -->KG (Kommanditgesellschaft) bei der statt der natürlichen Person eine -->GmbH (Gesellschaft mit beschränkter Haftung) persönlich haftende Gesellschafterin ist, die Gesellschafter der GmbH sind meist gleichzeitig die Kommanditisten der KG.

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Gneis

    Metamorphes Gestein: hell bis dunkel, blau-, rot- oder braungetönt; schiefrig und wenig wetterfest, Einsatz: Fußwegsteine, Werksteine etc. enthält haupstsächlich Feldspat, Quarz und Gernengteile. Dieser Schichtstoffstein, ist u.a. bedingt für Küchenabdeckungen geeignet.

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GOA 1950

    Abkürzung für Gebührenordnung für Architekten. Einst hatte diese Gebührenordnung die Funktion einer Höchstpreisverordnung für Architektenleistung. Seit der Einführung der HOAI ist die GOA außer Kraft getreten (seit dem 1.11.1977).

GOK

    Abkürzung für Geländeoberkante.

Goldener Schnitt

    Stetige Teilung, Sectio aurea, die Teilung einer Strecke in zwei Abschnitte in der Weise, daß sich die ganze Strecke c zu ihrem größeren Abschnitt b wie dieser zu ihrem kleineren Abschnitt a verhält. c:b = b:a. Mehr hierzu finden Sie hier: Der goldene Schnitt .

Gon

    Der hundertste Teil eines Winkels.

Goniometer

    Gerät zum Messen eines Winkels.

Göppinger Profil

    Dies ist ein Trockenbauprofil (Alu-Eckwinkel) zum Schutz von Ecken und Kanten. Es wird vorwiegend für Gipskartonplatten verwendet.

Gothic Revival

    Die englische -->Neugotik zu zeiten von 1750-1900, das Rathaus zu Manchester (1877) von Alfred Waterhouse wurde z.B. in diesem Stil erbaut.

Gotik

    Vorherrschender europäischer Architekturstil vom 12. Bis zum 15. Jahrhundert, charakterisiert durch die Verwendung des Spitzbogens, des Rippengewölbes und des Schwibbogens. Am bemerkenswertesten sind seine Kirchen, in denen Streben der Religion nach Erhöhung und Erleuchtung durch Stützen- und Gliederbau, vergrößerte Fensterflächen und Gewölbe sowie die Verschiebung des Gewichts nach außen und unten durch Strebewerk und Rippen zum Ausdruck kam.

Gotischer Verband

    Bei diesem Backsteinverband werden die Lagen gleichmäßig in Ganzsteil-Dreiviertelstein-Ganzstein....-Lagen gemauert.

Gouachefarben

    Auch Guaschfarben geschrieben, ist dies der allgemeine Oberbegriff für deckende, leimgebundene Farben.

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GPS

    Abkürzung für Globales Positionierungs-System.

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