Das Kleine Baulexikon von Gerhard Holzmann

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Seit 10 Jahren das Fachlexikon für Bau, Handwerk, Architektur und Ingenieurwesen

Deutschsprachiges Lexikon für die neutrale, internationale Bauberatung der G.Holzmann-Bauberatung

Ihr Fachmann für wohngesunde Altbausanierungen

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von Gerhard Holzmann

 

DAS KLEINE BAULEXIKON
von Gerhard Holzmann

Vorwort

 

A

Aa-Ag

Ah-Aq

 

Ar-At

Au-Az

 

 

 

B

Ba-Bb

Bd-Beto

 

Betr-Bn

Bo-Bra

 

Bre-Bz

 

 

 

 

C

Ca-Ci

Cl-Cy

 

 

D

Da-Dh

Di-Dn

 

Do-Dy

 

 

 

E

Ea-Ei

Ej-Ep

 

Er-Ex

 

 

 

F

Fa-Fer

Fes-Fj

 

Fl-Fo

Fr-Fz.

 

 

G

Ga-Ge

Gf-Gp

 

Gr-Gz

 

 

 

H

Ha-Hn

Ho-Hy

 

 

I

Ia-It

.

 

 

J

Ja-Ju

.

 

 

K

Ka-Ke

Kf-Kp

 

Kr-Ky

.

 

 

L

La-leis

Leit-Lm

 

Lo-Ly

 

 

 

M

Ma-Mg

Mi-Mz

 

 

N

Na-Ne

Nf-Ny.

 

 

O

Oa-Oz

.

 

 

P

Pa-Pn

Po-Pp

 

Pr-Py

 

 

 

Q

Q-qui

.

 

 

R

Ra-Re

Red-Rh

 

Ri-Rz

 

 

 

S

Sa-Schlo

Schlu-Sl

 

Sm-Sr

St-Sz

 

 

T

Ta-To

Tr-Ty

 

 

U

Ub-Uz

.

 

 

V

Va-Ve

Vf-Vz

 

 

W

Wa

Wasser-Wh

 

Wi-Wz

.

 

 

X

Xa-xy

.

 

 

Y

Ya-Ys

.

 

 

Z

Za-Zi

Zk-Zz

 

.

Sämtliche Urheberrechte
unterliegen dem Autor
Gerhard Holzmann.

 

Biobaustoffe_animiert

 

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Zeichenerklärung : “-->” bedeutet, dass Sie unter nachfolgendem Begriff eine weitere Erklärung finden, hier einfach im entsprechenden Buchstaben nachschlagen; unterstrichene blaue Begriffe sind innerhalb der Internetseiten mit ausführlichen Texten verlinkt.

Flachbagger

    Diese hauptsächlich im Straßenbau eingesetzten Bagger sind z.B. Planier- und Schürfraupen, Erdhobelgeräte oder auch Schürfkübelwagen.

Flachbogen

    Dies ist eine Kurve bzw. ein Kreisbogen mit einer Richtungsänderung die kleiner als 7 gon ist.

Flachbrunnen

    Dies ist ein vertikaler Brunnen für Grundwasserabsenkungen im Bereich bis max. 3,5 bis 4,0 m.

Flachdachablauf

    Dies ist ein Regenwasserablauf mit ringförmigem Flansch zum Einkleben in eine Dachabdichtung. Man spricht auch von Flachdachgully.

Flachdach-Gefälledämmung

    Diese wird aus industriell vorgefertigten Polysterol-Partikelschaum oder aus Polyurethan-Hartschaumplatten hergestellt, sie dienen zur Gefälleaustattung ( Stand der Technik ) und zur Wärmedämmung von Flachdächern.

Flachdachgully

    -->Flachdachablauf

Flachdachpfanne

    Dachziegel mit Verfalzung, Falz mit zur Seite gerichteter Deckfuge ohne Mittelrippe. In Verbindung mit einem Unterdach lassen sich Dachdeckungen mit dieser Pfanne bis zu einer Neigung von 11° herstellen.

Flachdachrichtlinie

    Als Bestandteil der Fachregeln des Dachdeckerhandwerks spricht man hier auch von den Richtlinien für die Planung und Ausführung von Dächern mit Abdichtungen.

Flachdecke

    Dies ist eine Stahlbetonplatte, die unmittelbar, ohne Kopfverstärkung, auf Stahlbetonstützen aufliegt.

Flächenbruch

    Dies ist eine Form des Versagens von Böschungen und Geländesprüngen, sie ist gekennzeichnet durch die Ausbildung vieler, nahezu paralleler Bruchflächen.

Flächengründung

    Dies ist eine Bauwerksgründung, welche die äußeren Lasten ausschließlich oder auch überwiegend über eine horizontale oder wenig geneigte Kontaktfläche in den Baugrund einleitet.

Flächenheizung

    Dies sind z.B. Wand-, Fußboden- oder Deckenheizungen, also Heizflächen, bei denen die Bauteile neben dem Raumabschluss gleichzeitig sekundär eine Heizfunktion erfüllen.

Flächeninhalt

    Einheit: Quadratmeter, Hektar, Ar.

Flächenlast

    Dies ist eine Belastung die gleichmäßig über eine Fläche verteilt ist. Sie wird definiert als Kraft pro Flächeneinheit.

Flächenmäander

    Ornamentierung eines Frieses.

Flächenmaße

    -->Nichtdezimale Maße

Flächenmoment

    Hier wird unterschieden in:

    • Flächenmoment 1. Grades: Das Moment einer Fläche bezüglich einer Achse. Früher auch als statisches Moment bezeichnet. Die Berechnung erfolgt als Integral von Achsabstand mal Fläche eines Elements.
    • Flächenmoment 2. Grades: Hier erfolgt die Berechnung als Integral von Achsabstand zum Quadrat mal die Fläche eines Elements. Früher wurde dieses Flächenmoment auch als Trägheitsmoment bezeichnet.

Flächennivellement

    Höhenmeßverfahren, welche für die Aufstellung von Bebauungssplänen, Planung und Gestaltung von Plätzen aber auch für die Planung von Industrieanlagen etc.. nötig ist, um die Geländeform größerer Flächen festzuhalten.

Flächennutzungsplan

    Kurzbezeichnung: FNP. Kernstück der vorbereitenden Bauleitplanung, hat einen orientierenden (keinen verbindlichen) Charakter;Der Flächennutzungsplan soll die sich aus der beabsichtigten städtebaulichen Entwicklung ergebende Art der Bodennutzung in den Grundlagen darstellen. Diese werden ca. alle 10-15 Jahre neu erstellt. Der Flächennutzungsplan ist der vorbereitende- und der Bebauungsplan d.h. der verbindliche Bauleitplan.

Flächentragwerk

    Dies ist eine Sammelbezeichnung für Tragwerke deren Konstruktionselemente Flächen sind. Es wird unterschieden in ebene und gekrümte Flächentragwerke bzw. in Faltwerke und Schalen.

Flächenwidmungsplan

    Dies ist ein Teil des örtlichen Raumordnungsprogrammes es legt für die Flächen die zulässige Bauwidmung fest.

Flachglas

    Oberbegriff für in flacher Form hergestellte Tafel-, Spiegel-, Drahtgläser etc.

Flachgründung

    Flachgründungen sind im allgemein gebräuchlich. Bei ihnen werden die Gebäudelasten in der Fundamentsohle senkrecht auf den Baugrund übertragen.

Flachkanal-System

    Besonders flache und daher platzsparende Kunststoffrohre zur Be- und Entlüftung. Einfache Verlegung durch passende Formteile und Übergangsstücke.

Flachkollektor

    Dies ist eine Solaranlage.

Flachkreuzung

    Im Schienenbau ist dies eine Gleiskreuzung mit flacher Neigung (flacher als 1:9), die mit beweglichen Herzstückspitzen versehen ist.

Flachmeißel

    Werkzeug mit einer breiten Schneidekante für Steinmetze.

Flachpressplatten

    Diese -->Spanplatte wird in folgende Normtypen eingeteilt:

    • FPY - für allgemeine Zwecke wie Möbel-, Geräte-, Behälterbau etc.
    • FPO - für allgemeine Zwecke wie z.B. im Möbelbau, mit feinspaniger Oberfläche.
    • KF - Kunststoffbeschichtete Platten, welche mit einer beiseitigen Trägerbahn beschichtet sind.
    • V20 - Bauplatten welche nicht wetterbeständig sind.
    • V100 - Bauplatten welche begrenzt wetterbeständig sind.
    • V100G - wie V100 jedoch mit Holzschutzmittel geschützt.

Flachs als Dämmstoff

    Dämmplatten aus Flachs zeichnen sich durch hohe Elastizität aus und können daher einfach fugenfrei zwischen die Sparren geklemmt werden (ohne zu tackern). Anwendungsbereich zur Wärme- und Schalldämmung für Wände und Decken, und zur Wärmedämmung für den Dachausbau. Wiederstandsfähig gegen Fäulnis, Schimmelbefall und Ungeziefereinwirkung. Aufgebaut aus einem nachwachsenden Rohstoff, geringer Energiebedarf bei der Herstellung und Montage, hautsympathische Verarbeitung, feuchtigkeitsregulierende Eigenschaften, umweltverträgliche Entsorgung. Brandverhalten: B 2; Mindestrohdichte: ca. 30 kg/m³; Wärmeleitgruppe i.d.R. 040; Diffusionswiederstandszahl: ca. 1.

Flachspülklosett

    Dies ist eine flache Beckenschüssel mit geringem Wasserinhalt. Der Geruchsverschluss liegt im tiefer liegenden gebogenen Ablauf. Diese bodenstehenden oder wandhängenden Spülklosetts werden in Deutschland für Wohnbauten, Hotels oder Büros noch viel verwendet. Im Ausland sind sie teilweise nicht mehr zugelassen, u.a. wegen der relativ großen Geruchsbelästigung und der daraus resultierenen Unhygiene.

Flachsturz

    Diese Sturzart bestehen aus einem vorgefertigten, bewehrten Zuggurt und erlangen im Zusammenwirken mit einer Druckzone aus Beton oder Mauerwerk, oder beidem zusammen ihre Tragfähigkeit. Der Zuggurt kann mit oder ohne Schalen, z.B. aus gebranntem Kalksandstein, Ton, Leichtbeton o.ä., vorgefertigt werden.

Flachteppich

    Dies ist ein Webteppich aus Kett- und Schußfäden ohne polbildendes (-->Pol) Fadensystem, sie werden auf Wirk- und Strickmaschinen hergestellt.

Flachziegelsturz

    Dies ist ein -->Flachgurt, dessen Zuggurt mit schalenförmig ausgebildeten Ziegeln hergestellt ist.

Flamboyant

    Dies ist ein durch ein stark geschweiftes Maßwerk geprägter französischer Stil der Spätgotik (ca. 1400 bis ca.1500).

Flämischer Verband

    Backsteinverband bei welchem die Steinreihen fortlaufend mit drei Ganzsteinen einem Dreiviertelstein im Verband gemauert werden.

Flamme

    • Verbrennungszone in der Gasphase.
    • Bezeichnung für eine langgezogene Fischblase.

Flammenausbreitung

    Dies ist die Bezeichnung für die Ausbreitung einer -->Flammenfront.

Flammenausbreitungsgeschwindigkeit

    Dies ist die, von der -->Flammenfront, während ihrer -->Flammenausbreitung, unter festgelegten Prüfbedingungen, per Zeiteinheit zurückgelegte Strecke. Einheit: m/s.

Flammenausbreitungszeit

    Dies ist die Zeit, die eine -->Flammenfront benötigt, um sich auf der Oberfläche eines in Brand gesetzten Materials über eine festgelegte Strecke ausbreitet oder um um einen bestimmten Teil der Oberfläche unter festgelegten Prüfbedingungen zu bedecken. Einheit: s.

Flammenfront

    Dies ist die Begrenzung der Verbrennungszone, in der Gasphase, an der Oberfläche eines Materials.

Flammenüberwachung

    Dies ist u.a. eine Sicherheitseinrichtung bei Gas- oder Heizölbrenner.

Flammenwiderstand

    Dies ist die Eigenschaft eines Materials, durch die seine Verbrennung, unter Beflammung, verzögert, verhindert oder beended wird.

Flammhemmer

    Dies eine Substanz, die bei der Zugebung zu einem Material oder einer Behandlung eines Materials mit selbiger angewendet wird um, unter bestimmten Versuchsbedingungen, die Flammenentstehung und/oder Flammenausbreitung zu unterdrücken, zu verzögern und/oder wesentlich zu verringern.

Flammpunkt

    Dieser Punkt wird als die niedrigste Temperatur, bei der zu einer bestimmten Prüfbedingungen eine Flüssigkeit ausreichend brennbare flüchtige Zersetzungsprodukte entwickelt, die sich bei Kontakt mit einer Zündquelle sofort entzünden, bezeichnet.

Flammschutzmittel

    Zählen als -->Dioxinbildner, dienen dazu die Entflammbarkeit verschiedener Materialien zu reduzieren. Zusammengefasst dienen sie dazu,

    • die Verbrennung zu verzögern.
    • die Entzündbarkeit herabzusetzen.
    • die Flammbildung zu erschweren bzw. zu verhindern.

Flammstrahlen (Fassadenreinigung)

    Hier wird mittels einer Flammlanze die Oberfläche thermisch beansprucht. Die Anstrichoberfläche verbrennt oder wird weich und kann abgestoßen werden. Vorsicht, eine thermische Beanspruchung des Untergrundes kann nicht ausgeschlossen werden.

Flammverfahren

    Dies ist u.a. das Klebeverfahren für Bitumenbahnen und Metallbänder (auch als Flämmverfahren betitelt).

Flankendämm-Maß

    Dies ist ein, auf die Trennfläche bezogenes, Schalldämm-Maß eines flankierenden Bauteils. Dieses Schalldämm-Maß ergibt sich, wenn der Schall auf dem jeweils betrachteten Flankenweg übertragen wird.

Flankenschutzeinrichtung

    Im Gleisbau ist dies eine Einrichtung zur Verhinderung feindlicher Zug- oder Rangierfahrten, wie z.B. Gleissperren, Weichen oder Signale.

Flansch

    Dies kann die an einem Stahlrohr angebrachte Rohrverbindung sein aber auch der unterste und oberste Teil eines gewalzten Formstahls.

Flaschenkehle

    Bezeichnung für eine Hohlkehle, für z.B. Wand/Decken - Anschluß oder auch Wand/Boden - Anschluß, zur Erstellung diente oft eine Flasche, welche durch den noch verarbeitungsfähigen Putz gezogen wurde.

Flaschensiphon

    Dies ist ein -->Siphon, der wie eine Flasche funktioniert in die man ein langes Rohr steckt und der zumeist für Abflussleitungen von Waschbecken bzw. Handwaschbecken dient. Das Abwasser gelangt von oben durch das Rohr (Abflussrohr) in die Flasche und wird hierbei seitlich (an der Flaschenwand) zum Abfluss hochgedrückt, das verbleibende Wasser dient als Geruchsverschluss.

Flaschenzug

    Hebezeugeinrichtung mit Übersetzung.

Flechtband

    Auch als Guilloch bezeichnet ist dies ein Dekorationsmuster aus einem oder mehreren miteinander verschlungenen Streifen.

Flechtparkett

    Hierbei werden die einzelnen Parkettelemente so verlegt, daß sich optisch eine Verflechtung erkennen lässt.

Fledermausgaube

    -->Dachgauben, hier scheint das Dach angehoben zu sein, ohne senkrecht stehende Gaubenseiten.

Fleuron

    Blumenverzierung als Ornament an einem Gebäude- oder Gebäudeteil.

Fliegende Bauten

    Dies sind Bauten, die sich nur kurzzeitig am selben Ort befinden, wie z.B. Karussels, Tribünen etc.

Fliegentür

    Dies ist eine Türkonstruktion die mit einer, durch ein feines Fliegengitter bespannten Öffnung versehen ist.

Fliehkraft

    Fliehkräfte treten u.a. bei Brücken, mit gekrümmten Grundrissen auf oder bei Trägern, die durch nicht ausgewuchtete Maschinen belastet werden, auf.

Fliesenabriebgruppe

    -->Abriebgruppe

Fliesenarten

    Keramische Fliesenarten sind z.B.:

    • Steinzeug: Bodenfliesen mit rotem oder weißem Scherben, dichtgesintert, glasiert oder unglasiert.
    • Klinker und Spaltplatten (auch Steinzeug): Stranggepreßte Bodenfliesen.
    • Gres Rosso: Unglasierte, rote Bodenfliesen, für den Innenbereich.
    • Feinsteinzeug - Gres Porcellanato: Unglasierte Bodenfliesen aus durchgefärbten Massen mit einer Wasseraufnahme von unter 1%.
    • Monoporosa (Steingut): Wandfliesen mit weißem oder rotem, porösem Scherben, mit deckender oder transparenter, durchscheinender Glasur.
    • Cottofliesen: Meist unglasierte Bodenfliesen aus überwiegend rot und gelblichen Naturtönen ohne weitere Zusätze.
    • Cottoforte: Glasierte Wand- und Bodenfliesen mit rotem Scherben.

Fliesenbeständigkeit

    Die chemische Beständigkeit von Fliesen wird laut EN 106 für unglasierte und EN 122 für glasierte Fliesen definiert. Unglasierte Fliesen sind gegen Flußsäure und gegen die meisten anderen Säuren und Laugen beständig. Die jeweilige Eignung der Fliesen kann bei den Herstellerwerken angefragt werden.

Fliesenbiegefestigkeit

    Die Biegefestigkeit nach EN (EN 100) sagt in N/mm² aus, welcher Krafteinwirkung quer zur Achse die Fliese widersteht, bevor sie bricht.

Fliesenbrennverfahren

    • Monocottura - Einmal-Brand: Bei unglasierter Ware erfolgt nach der Trocknung sofort der Brand. Bei glasierten Materialien erfolgt nach der Trocknung zuerst das Glasieren, danach der Brand.
    • Bicottura - Zweimal-Brand: Zuerst wird der Scherben gebrannt (Bisquitbrand), dann glasiert und danach erfolgt der 2. Brand (Glasurbrand).
    • Dekorbrand: Die Dekore werden aufgebracht (per Hand, als Abzieher oder im Siebdruckverfahren), nachdem die Unifliese fertig ist. Danach noch einmal, oder, falls technisch notwendig, mehrere Male gebrannt.

Fliesenbruchkraft

    Abkürzung: F. Diese beschreibt die Krafteinwirkung in N, bei der die Fliese bricht.

Fliesenformate

    Grundsätzlich gibt es bei Fliesen keine Grenzen bei der Formenvielfalt und auch kein Format, welches für Hersteller verpflichtend ist. Quadratische Fliesen sind z.B. oft in den Maßen 15 x 15, 20 x 20 und 30 x 30 cm erhältlich, man findet jedoch auch zahlreiche zu Rechteck-, Dreieck-, Sechs- und Achteck- Fliesen. Fliesen im Format 10 x 10 cm oder kleiner werden als Mosaik bezeichnet. Es gibt jedoch bei den Formatbeschreibungen zwei unterschiedliche Maßbezeichnungen:

    • Nennmaß: Hierunter versteht man die Fliesenmaße z.B. 15 x 15 cm beim Format 15/15 cm, ohne Einbeziehung der Fuge.
    • Modulformat: Hier handelt es sich um ein Format, bei dem die Fliesenmaße um die Fuge verkleinert werden. Das Format 148/148 mm ergibt erst bei der Verlegung 15 x 15 cm (also inkl. der Fuge).

Fliesenfugen

    Fugen sind bei keramischen Belägen notwendig, um die herstellungsspezifischen Maßtoleranzen auszugleichen (geregelt in EN 98). Allgemein werden folgende Fugenbreiten für trockengepreßten Fliesen der Gruppe B empfohlen:

    • bis 100 mm Kantenlänge: Fugenbreite ca. 2 mm
    • bis 200 mm Kantenlänge: Fugenbreite ca. 3 mm
    • bis 600 mm Kantenlänge: Fugenbreite ca. 4 mm

    Bei stranggezogenen Fliesen der Gruppe A wird allgemein folgendes empfohlen:

    • über 115 mm Kantenlänge: Fugenbreite 5-10 mm

    Besondere Regelungen gelten für elastische Ausbildungen von Dehn- und Randbegrenzungsfugen und ihre Dimensionierungen. Hierzu sind die entsprechenden Verarbeitungsrichtlinien einzuhalten und technisch dringend erforderlich.

Fliesenherstellung

    Zur Fliesenherstellung werden die Rohstoffe, Tone, Talkum, Kaolin, Kreide, Quarze und Feldspate in einer Trommelmühlen gemahlen. Maiolicafliesen, Monoporosafliesen und Steingutfliesen nach EN (EN 159) bestehen zum überwiegenden Teil aus Ton , Kaolin, Kreide, Talkum und Quarzsand mit einem geringen Anteil von Feldspat. Es handelt sich hier um feinkörnige, poröse Scherben mit einer Wasseraufnahme bis über 10%. Steinzeugfliesen nach EN (EN 176) werden aus Ton, Kaolin, Quarzsand und einem größeren Anteil Feldspat hergestellt. Der Steinzeugscherben ist wesentlich widerstandsfähiger und hat einen oft glasartigen, dichten Scherben mit einer Wasseraufnahme meist unter 3%. Nach der Zugabe von Wasser wird aus dem Tongemisch ein dünnflüssiger Schlicker welcher dann mittels Siebe und Magneten gereinigt wird. Die aufbereitete Masse wird anschließend in Sprühtrocknern luftgetrocknet und gelangt als Pulver in die Massesilos. Von diesem Silo wird die Masse in die hydraulische Presse gefördert und mit ca. 1.500 Tonnen je Pressvorgang gepresst (Formgepresst bei pulverisierte Ton oder in Stranggepresst bei feuchter Tonkonsistenz). Nach dem Pressen wird den Fliesen in einem Trockner der größte Teil der Pressfeuchtigkeit entzogen. Erst dann können sie glasiert bzw. sofort gebrannt werden. Beim Brennen wird in unterschiedliche -->Fliesenbrennverfahren unterschieden.

Fliesenleitfähigkeit, elektrisch

    Für die keramische Fliesen gilt, dass sie grundsätzlich nicht leitfähig sind und kaum elektrostatische Aufladungen speichern. In Verbindung mit geeigneten Verlegemaßnahmen können sie aus diesem Grund auch in Operationsräumen und unter Computer-Arbeitsplätzen verlegt werden.

Fliesenplan

    Dies ist die maßstäbliche (M. 1:10 oder 1:20) Darstellung des Fliesenrasters (Fugenbild) eines Fußbodens mit der Ansicht der Räume und den dazugehörigen Einrichtungen, wie z.B. in Sanitärräumen, die dazugehörigen Sanitärgegenstände, Einrichtungen und Installationsauslässe.

Fliesen, unglasiert

    -->unglasierte Fliesen

Fließbeton

    Dieser Beton wird mit dem Zusatz von Betonverflüssiger hergestellt, somit ist hierbei der Verdichtungsaufwand geringer als bei Normalbeton.

Fließdruck

    In der Trinkwassertechnik ist dies der erforderliche statische Überdruck an der ungünstigsten Entnahmestelle bei Trinkwasserableitungen (wenn Wasser fließt). Einheit: bar.

Fließestrich

    Fließestrich ist ein Estrich, der sich durch leichten Einbau und die selbstnivellierende Oberfläche auszeichnet. Der werkgemischte Trockenmörtel wird z.B. in Silos angeliefert und an der Baustelle unter Zugabe von Wasser mit entsprechenden Mischpumpen zur Einbaustelle gefördert. Fleißestrich wird ohne große körperliche Anstrengung und Verdichtungsaufwand eingebaut. Das Abziehen der Oberfläche entfällt. Als Fließestrich eignet sich besonders der Anhydritestrich, aber auch Zementestrich wird als Fließestrich geliefert und eingebaut.

Fließgelenk

    Dies ist ein Rechenmodell, das bei Anwendung der Fließgelenktheorie für Stabwerke, mit dem die tatsächlich vorhandenen plastischen Verkrümmungen eines Stabbereiches, näherungsweise zu einem Knickwinkel im Fließgelenk zusammen gefasst werden.

Fließgelenktheorie

    Dies ist eine Näherungsplastizitätstheorie für Stabwerke aus Material mit ausgeprägtem Plastizierungvermögen. Es wird hierbei in Fließgelenktheorie I. und II. Ordnung, je nachdem, ob eine Stabilitätsgefährdung des Systems berücksichtigt wird oder nicht, unterschieden.

Fließgewässer

    Dies ist ein ständig oder zweitweise fließendes oberirdisches Gewässer.

Fließgrenze

    Dies ist die Grenze für die Spannung eines Werkstoffes, ab der die Dehnung gegenüber denen des elastischen Verhaltens stark zunehmen.

Fließgrenze bei Bodens

    Diese ist vom Wassergehalt des Bodens abhängig,es handelt sich hierbei um den Übergangspunkt vom flüßigem zum knetbarem Zustand.

Fließgrenze bei Stahl

    Dies ist ein Statikbegriff für die Zone in der unter Belastung erhebliche und bleibende Formveränderungen stattfinden.

Fließmittel

    Kurzbezeichnung FM; diese Zusatzmittel ermöglicht eine sehr weiche und fließfähige Konsistenz mit einem vergleichsweise niedrigem Wassergehalt bei der Herstellung von Frischbeton wird hiermit eine geringe Verdichtungsenergie benötigt.

Fließspannung

    Dies ist u.a. die Spannung, bei welcher sich ein Werkstoff plastisch vehält (fließt).

Fließverhalten

    Dieses Verhalten von Beschichtungen bestimmt im wesentlichen die Eigenschaften:

    • Standvermögen an senkrechten Flächen
    • Verlauf
    • Tropfenbildung beim Tauchverhalten
    • Spritzneigung
    • Streichwiderstand.

    Erreicht wird dies durch die Auswahl und Menge entsprechender Additive wie z.B. Verdicker, oberflächenaktive Substanzen, Trocknungsverzögerer, Tenside sowie die Art und Menge der Lösemittel bei lösemittelhaltigen Beschichtungsstoffen.

Flipflop

    Englische Bezeichnung für einen elektronischen Kippschalter.

Floatglas

    Maschinengezogenes Glas nach dem -->Floatverfahren hergestellt.

Floating -Buttering-Verfahren

    Verarbeitungstechnik von Fliesenkleber, hierbei wird der Fliesenkleber auf die Rüchseite des Belagmaterials und auf den Untergrund aufgetragen.

Floating-Verfahren

    Verarbeitungstechnik von Fliesenkleber, hierbei wird der Fliesenkleber auf den Untergrund aufgetragen und dann die Fliese hineingerüttelt.

Floatverfahren

    Wurde in den 50er Jahren entwickelt und diente zur Herstellung von Spiegelgläsern mit verzerrungsfreier Oberfläche, mit der durchführung dieses Herstellungsprozesses war keine weitere Oberflächenbehandlung des Glases mehr nötig.

Flockenteppiche

    Bei diesen Teppichen ist mit einem vorgefertigtem Träger eine Schicht von Flockenfasern, die auf elektrostatischem Wege orientiert und aufgebracht sind, adhäsiv verbunden. Die Flockenteppiche haben immer eine velourartige Oberfläche.

Flockung

    Dies ist die Erzeugung von Flocken aus ungelösten oder kolloidal gelösten Stoffen, ggf. auch unter Zugabe von Chemikalien.

Flokkulation

    Bei einem flüssigen Beschichtungsstoff betitelt dies die erneute Zusammenballung (Reagglomerierung) von bereits benetzten oder/und dispergierten Pigmentpartikeln oftmals aufgrund ungenügender Stabilisierung. Dieser Vorgang entsteht vor allem während der Lagerung. Äußern tut sich die Flokkulation durch ein Nachlassen des ursprünglichen Färbevermögens (Aufhellung oder Farbverschiebung). Die Flokkulation läßt sich bei Beschichtungen durch ein kräftiges Aufrühren rückgängig machen.

Flor

    Bei Bodenbelägen siehe -->Pol.

Flora Fauna Habitat

    Abkürzung: FFH. Hier handelt es sich laut dem Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG § 32) um Gebiete von gemeinschaftlicher Bedeutung.

Florida-Bewitterung

    -->Freibewitterung

Flotation

    In der Wasserverorgung ist dies die Abscheidung von Feststoffen aus dem Wasser. Dies geschieht hier durch ein Aufschwimmen unter der Wirkung von Gas.

Flowing Tracery

    Dies ist das fließende Maßwerk des -->Decorated Style.

Fluat

    Kieselflußsäureverbindung (ein Salz der Kieselfluorwasserstoffsäure wie z.B. Fluorsilikate, Silicofluoride, -Metallverbindung der Flusssäure) wird sehr oft als Oberflächenschutz eingesetzt.

Fluatieren

    -->Fluatierung

Fluatierung

    Bei Beschichtungen ist die Fluatierung (auch als Ätzung betitelt) die Neutralisation und Härtung alkalischer Untergründe durch Auftragen eines Fluats (-->Fluat). Unter anderem werden häufig Neuputzstellen bei Putzausbesserungen (z.B. bei Renovierungen) fluatiert, um deren hohe Alkalität zu reduzieren und den älteren Putzflächen anzugleichen und um Ausblühungen und Verseifungen zu vermeiden.

Fluchten

    Bezeichnung für das Abstecken von Geraden in der Vermessungstechnik; es wird zwischen direktem- und indirektem Fluchten unterschieden; Deffiniert wird das Fluchten durch mindestens drei hintereinander liegenden Punkten; Voraussetzung hierfür ist die begehbarkeit der Punkte, lotrechte Fluchtstäbe, eine gegenseitig freie Sicht und die Fluchtlänge sollte maximal 150 bis 200 m betragen.

Flüchtige Bestandteile

    Bei einem Beschichtungsstoff sind dies diejenigen Anteile, welche unter definierten Bedingungen, wie z.B. Zeit, Temperatur und Druck, verdunsten bzw. verdampfen.

flüchtige organische Verbindungen

    Flüchtige organische Verbindungen werden gemäß der WHO nach ihrem Siedepunkt bzw. der daraus resultierenden Flüchtigkeit wie folgt eingeteilt:

    Beschreibung

    Siedebereich

    Very Volatile Organic Compound (Abkürzung: VVOC)

    < 0 bis 50…100°C

    Volatile Organic Compound (Abkürzung: VOC)

    50…100 bis 240…260°C

    Semi Volatile Organic Compound (Abkürzung: SVOC)

    240…260 bis 380…400°C

    Organic compound associated with particulate matter or particulate organic matter (Abkürzung: POM)

    380°C

Fluchtlinie

    Dies ist der Überbegriff für die von der Raum- und Bauordnung festgelegten Bau-, Straßenfluchten-, Grenzfluchtlinien etc.

Fluchtstab

    Dies ist ein geodätisches Meßintrument; dient zur Absteckung von Geraden, hierbei werden zuerst die Endpunkte markiert, weitere Punkte werden in den erforderlichen Abständen durch weitere Fluchtstäbe markiert.

Fluchttreppe

    Dies sind Treppen, welche ständig zugängig sind und im Katastrophenfall die zu nutzenden Treppenanlagen innehalb oder außerhalb von Gebäuden darstellen.

Flugasche

    Dies ist ein Betonzusatz der die Verarbeitbarkeit verbessert.

Flugaschehüttenzement

    Wie Flugaschezement nur wird neben 15 % Flügasche auch 15 % Hüttensand beigemischt, die neue Bezeichnung nach EU ist Portlandflugaschehüttenzement.

Flugaschezement

    Flugaschezement (neue Bezeichnung nach EU ist Portlandflugaschezement) entspricht der - ->Zementfestigkeitsklasse 35 L und enthält ausser Zementklinker bis zu 22,5 +/- 7,5 M.% Flugasche. Dadurch erreicht dieser Zement folgende Eigenschaften, womit er besonders im Wasser- und Tunnelbau zum Einsatz kommt :

    • langsamere Erhärtung mit einer geringen Frühfestigkeit
    • eine geringere Hydrationswärme
    • einen geringeren Wasseranspruch
    • längere Verarbeitbarkeitszeit
    • eine mittlere Nacherhärtung
    • stärkere Erhärtungsverzögerungen bei niedrigeren Temperaturen
    • eine verbesserte Pumpfähigkeit bei Betonen

Flügel

    U.a. der bewegliche, zu öffnende Teil von Fenster- oder Türkonstruktionen.

Flügelholz

    Teil des -->Flügelrahmens, es wird unterschieden zwischen oberes Flügelholz, unteres Flügelholz und aufrechtes Flügelholz.

Flügelrahmen

    Dies ist der -->Fensterflügel ohne Glas.

Flügelsonde

    Dies ist ein Gerät zur Bestimmung der undrainierten Kohäsion bindiger Böden.

Flügelwand

    Als Flügelwand wird eine Wand bezeichnet die seitlich eine Straße oder einen Eingang o.ä. flügelartig (wie ein aufgeklappter Flügel) begrenzt. Es kann sich hierbei auch um eine Felswand seitlich eines Gebirgsweges oder einer Gebirgsstraße handeln. 

Flugsparren

    Ein Flugsparren ist ein Sparren der vor und nicht auf der Giebelwand angeordnet ist (ausserhalb des Giebels). Mit einem oder mehreren Flugsparren kann der Dachüberstand an der Giebelseite entsprechend vergrößert werden.

Fluidoplaste

    Dies ist ein Kunststoff der bei Raumtemperatur dauerverformbar und zum Teil selbstklebend ist. Verwendet wird dieser für Haftkleber, Dichtungskitte etc.

fluktierendes Wasservolumen

    In der Wasserversorgung ist dies das Wasservolumen, welches gespeichert werden muss, um bei einem Verbrauch, der den Förderstrom übersteigt, zur Bedarfsdeckung zur Verfügung zu stehen.

Fluoreszenz

    Dies ist die Eigenschaft eines Stoffes der bei Bestrahlung mit Licht selbst zu leuchten beginnen, indem er die auftretende Strahlung unter Änderung der Wellenlänge sofort wieder abstrahlt.

Fluorkohlenwasserstoffe

    Kurzbezeichnung FCKW; die darin enthaltenen Chloratome bauen die als Strahlenschutzschild bekannte und lebensnotwendige Ozonschichtab, durch Spaltung der Ozonmoleküle in Sauerstoff wird diese Reaktion hervorgerufen und führt zum sogennanten Ozonloch.

Fluoroanhydrit

    Dieser Anhydrit entsteht bei der Flußsäure-Herstellung durch Reaktion von Flußspat mit konzentrierter Schwefelsäure. Fluoroanhydrit wird auch synthetischer Anhydrit genannt.

Flur

    Einzelne Räume verbindender Gang oder Korridor; auch Unterabschnitt der -->Flurkarte.

Flurbereinigung

    Zweck der Flurbereinigung ist die Verbesserung der Produktions- und Arbeitsbedingungen in der Land- und Forstwirtschaft sowie die Förderung der jeweiligen Landeskultur und der Landesentwicklung. Durch die Zusammenlegung zersplitterter Flurstücke, die Anlage von Wegen und landschaftspflegerische Maßnahmen bei Gehölzen und Gewässern kann die Ackerfläche an die modernen betriebswirtschaftlichen Erfordernisse angepasst und gleichzeitig die ökologische Qualität der Landschaft verbessert werden. Allerdings wurden auch hierbei in der Vergangenheit schwere Fehler, wie z.B. die Rodung von Streuobstwiesen, die Beseitigung von Hecken und Feldgehölz, das Kanalisieren und Verrohren von Bächen, begangen, die in der Gegenwart teilweise wieder rückgängig gemacht wurden und werden.

Flurbereinigungsverfahren 

    Dies ist das Verfahren zur -->Flurbereinigung.

Flurbuch

    Im Zusammenhang mit den Kartenwerken bildet dieses die Grundlage für den Nachweis allen Grundbesitzes.

Flurkarte

    Dies ist eine Karte im Maßstab 1:500 bis 1:5000, eingetragen sind hier Grundstücke, welche mit Gemarkung, Flur, Flurstück mit genauer Grenzangabe und Gemeinde ausgezeichnet sind, weiter wird auch die Nutzungsart ausgewiesen (z.B. Garten, Acker, Wald, Wiese, Straßen etc.).

Flurstücke

    Diese werden in der Flurkarte mit besonderen Nummern aufgeführt, diese Nummerierung wird nach Abstammung ausgewiesen, d.h. die bisherige Nummer des Stammflurstückes bildet den Zähler, während der Nennereine mit eins beginnende, fortlaufende Unterscheidungsnummer erhält (z.B. Stammflurstück hat die Nummer 45 und soll in zwei Bauplätze aufgeteilt werden, so entstehen die neuen Nummern für die neuen Flurstücke wie folgt: 45/1 und 45/2).

Flussäure

    Dies ist ein, bei Fassadenreinigungen eingesetzter, saurer Reiniger, er dient zur Entfernung von silicatisch gebundenen Filmen durch die Auflösung als Hexafluorkieselsäure.

Flüssige Brennstoffe

    Flüssige Brennstoffe sind vorwiegend Mischungen von Kohlenwasserstoffen, wie Benzol, Benzin, Gasöl, Petrolium, Spiritus, Dieseltreibstoff und -->Heizöl.

Flüssiggas

    Kurzzeichen: F. Diese Gase bestehen aus Kohlenwasserstoffen, in erster Linie Propan und Butan sowie auch aus Gemischen von beiden.

Flüssiggasanlagen

    Hier handelt es sich u.a. um Versorgungsanlagen für Heizung und Warmwasserbereitung. Es wird in ortsfeste und ortsbewegliche Behälter unterschieden, bzw. Tanks und Flüssiggasflaschen. Tanks werden für oberirdische, halboberirdische und unterirdische Lagerung im Freien hergestellt.

Flüssigkeitsdruck

    Dies ist u.a. der Wasserdruck bei Schwimmbädern.

Flüssigkeitsschild

    Im Tunnelbau ist dies eine Methode zur Stützung der Ortsbrust im Schildvortrieb.

Flüssigkeitsstrahler

    Diese Maschine ermöglicht mit einem Quarz- oder auch Stahlsandstrahl das Schneiden von Beton.

Flußstahl

    Dieser zähe und feste Stahl wird durch Entkohlung von Roheisen in der Bessemer- oder Thomasbirne in flüssigem Zustand gewonnen.

Flutmulde

    Dies ist eine Entlastungsrinne, welche zur Hochwasserabführung dient und in der Regel als Grünland genutzt wird.

Fluxbitumen

    Unter dieser Bitumenlösung versteht man ein weiches Bitumen, welches mit schwerflüchtigen Fluxölen (auf Mineralölbasis) verschnitten wird, dadurch erreicht man eine Heruntersetzung der Viskosität.

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Fm

    • Abkürzung Fm für -->Fermium.
    • Abkürzung FM für -->Fließmittel, -->Betonzusatzmittel.

FM-Verfahren (Fassadenreinigung)

    Dies ist ein schonendes Partikelstrahlverfahren, dass mit sehr feinen Strahlmitteln arbeitet.

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Foamglas

    -->Schaumglas

Fogging Effekt

    • Allgemein versteht man unter diesem Begriff die Ablagerung dunkelgrauer bis schwarzer Feinstaubanteile aus der Innenraumluft auf Decken, Wänden oder auch Möbel sowie andere Einrichtungsgegenstände (-->Schwarze Wohnung).
    • In der KFZ-Industrie versteht man unter diesem Begriff den, durch Kondensation flüchtigen Bestandteile aus den Innenverkleidungen fabrikbeuer PKW, hervorgerufenen trüben Niederschlag auf der Innenseite von Autoscheiben.

Folgeschaden

    Dies ist ein Schaden welcher auf eine mangelhafte Leistung im Werksvertragsrecht zurückgreift oder im Zusammenhang mit einem Versicherungsfall eingetreten ist. Es kann sich hierbei z.B. um die Kosten für einen Sachverständigen handeln.

Folienformteile

    Dies sind -->Formteile aus einer Folie wie z.B. Buchstaben aus Klebefolie etc.

Folienfront

    Dies ist eine Kunststofffolie, welche nahtlos über z.B. eine Küchenfront gezogen ist.

Folly

    Künstliche Ruine oder sonstige phantastische Architektur als Blickfang in einem englischen Landschaftsgarten.

Fond

    Dies ist ein lichtbeständiger Farbaufdruck, z.B. auf Tapeten.

Fondtapeten

    Dies sind glatte oder gaufrierte (geprägt, gerillt oder auf glatte Gewebe aufgeklebte Muster) Tapeten aus leichtem, mittelschwerem oder schwerem holzhaltigem Papier mit Grundfarbe oder leichtem, mittelschwerem oder schwerem holzfreiem Papier mit oder ohne Grundfarbe, mit Mustern bedruckt.

Fondtapeten als Tapetenwechselgrund

    Dies sind Tapeten aus mittelschwerem holzfreiem Papier mit Grundfarbe oder mittelschwerem holzfreiem Papier mit oder ohne Grundfarbe, mit Mustern bedruckt. Zusätzlich sind diese Fondtapeten so ausgerüstet, dass diese für eine nachfolgende Tapezierung als Tapetenwechselgrund verwendet werden können.

Fontana

    Der römische Architekt Carlo Fontana (1638-1714) arbeitete ca. 10 Jahre für -->Bernini und bildete Architekten wie Pöppelmann, Gibbs, Hildebrandt oder auch Fischer von Erlach aus.

Förderanlage

    Diese dienen i.d.R. der vertikalen Beförderung von Personen und Lasten.

Förderleistung

    In der Wasserversorgung ist dies die, von einer Pumpe auf den Förderstrom übertragene Leistung.

Fördermittel

    Der Hausbau kann ebenso wie Maßnahmen zur Modernisierung oder Energie-Einsparung mit öffentlichen Mitteln gefördert werden. Förderungsformen sind z. B. Steuervergünstigungen, Darlehen oder Beihilfen. Geregelt wird die Förderung nicht nur durch Bundesgesetze, sondern auch durch zusätzliche Gesetze, Verordnungen und Förderprogramme der einzelnen Bundesländer.

Förderschnecke

    Mit einer Schneckenwelle besetzt dient dieser Maschinenteil zur Beförderung von sandigen und staubfeinen Baustoffen, wie z.B. Putz, Sand etc.

Förderstrom

    In der Abwassertechnik der rechnerisch angesetzte Volumenstrom einer Fördereinrichtung (z.B. Pumpe).

Formaldehyd

    Ein Umweltgift; farblos, stechend riechendes Gas wird auch als Desinfektionsmittel eingesetzt (Ameisensäurealdehyd). Möbel müssen in Deutschland seit 1986 den Grenzwert von 0,1 ppm (part per million) einhalten.

Formaldehydabgabe

    Das Formaldehydgas ist bei entsprechender Konzentration unangenehm bzw. lebensgefährlich für den Menschen. Die personenabhängige Wahrnehmungsgrenze liegt bei ca. 0,1 bis 0,3 ppm. Nachfolgend einige Wirkungen von Formaldehydgas beim Menschen nach kurzfristiger Exposition:

ppm

Erscheinungen

0,05 bis 1,0

Geruchsschwelle

0,01 bis 1,6

Schwelle für Reizungen der Augen

0,08 bis 1,6

Augen und Nase werden gereizt

0,5

Schwelle für Reizungen der Kehle

2 bis 3

Stechen in Nase, Augen und hinterem Pharynx

4 bis 5

für 30 min. erträglich, zunehmend Unbehagen und Tränenfluß

10 bis 20

nach wenigen min. starker Tränenfluß, bis 1 Std. nach Exposition anhaltend, sofort Dyspnoe, Husten, Brennen in Nase und Kehle

30

Lebensgefahr, toxisches Lungenödem, Pneumonie

Formaldehydharz

    Dieses Harz wird durch die Polykondensation des -->Formaldehyds mit einer zweiten Komponente (wie z.B. Phenol oder Resorcin) zu Phenolplasten oder z.B. mit Harnstoff oder Melamin zu Aminoplasten (-->Harnstoffharz) hergestellt.

Formänderungen bei Bauteilen

    Können sein:

    • Verkürzung der Bauteile in Folge von der Austrocknung z.B. des Anmachwassers (Schwindvorgang)
    • Ausdehnungen durch Erwärmung der Bauteile (Dilation)
    • Verkürzung durch Abkühlen der Bauteile (Kontraktion)
    • Durchbiegung der tragenden Bauteile durch Belastungen

Formänderungsarbeit

    Dies ist z.B. bei elastischen Tragwerken, die durch Formänderung gespeicherte potentielle Energie, wie z.B. bei einem Stab, der nur durch Zugkraft beansprucht wird (Formänderungsarbeit = 1/2 mal Zugkraft mal Stabverlängerung).

Formänderungsenergie

    -->Formänderungsarbeit

Formensprache

    Dieser Begriff gilt als Synonym für die Begrifflichkeit der Stilelemente.

Formstahl

    Stahl der vorgeformt ist, z.B. -->IPE, -->IPBI, -->IPB.

Formteile

    • Oberbegriff für alle im Rohrbau vorkommenden nicht geradlinig laufende Bauteile.
    • Allgemeiner Oberbegriff für vorgeformten Teile.

Formvollholz

    Auch Biegeholz, dieses Holz wird unter einem Vakuumen erweicht und gestaucht, Einsatzgebiet ist z.B. der Möbelbau oder der Flugzeug- und Fahrzeugbau. Besonders geeignet für Formvollholz ist z.B. Buche, Esche und Eiche.

Formöl

    Schalungsöl, erleichtert das Ausschalen von Beton.

Forstwirtschaft

    Ist die planmäßige Bewirtschaftung und Nutzung größerer Waldflächen.

Fortluft

    Dies ist die Bezeichnung für die durch das Fenster abgeführte Luft, auch für die Luft die RLT-Anlagen ins Freie ausgeblasen wird.

Forum

    Von öffentlichen Gebäuden umgebener Marktplatz der römischen Stadt.

Foster

    Sir Norman Robert Foster, geboren im Jahr 1935 in Manchester (GB), studierte an der University of Manchester Architktur. Gründer von Foster Associates und Team 4; Bauwerke : Collserola-Turm, Commerzbank-Turm, Duxford Imperial War Museum, Hong Kong and Shanghai Bank, Millau-Viadukt, Reichstagskuppel, Neue Renault -Zentrallager, Stansted Airport Terminal und viele mehr. Der vielfach ausgezeichnete Foster gilt als der wohl bekannteste Architekt des beginnenden 20. Jahrhunderts.

fossile Energieträger

    Dies sind Energieträger wie z.B. Stein- oder Braunkohle, Erdgas, Heizöl, Propangas etc. Energieträger die als endlich gelten und somit auch als “nichtnachwachsende Rohstoffe” bezeichnet werden.

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