Das Kleine Baulexikon von Gerhard Holzmann

 

Fachlexikon für Bau, Handwerk, Architektur und Ingenieurwesen

Deutschsprachiges Lexikon für die neutrale, internationale Bauberatung der G.Holzmann-Bauberatung

Ihr Fachmann für wohngesunde Altbausanierungen

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DAS KLEINE BAULEXIKON
von Gerhard Holzmann

Vorwort

 

A

Aa-Ag

Ah-Aq

 

Ar-At

Au-Az

     

B

Ba-Bb

Bd-Beto

 

Betr-Bn

Bo-Bra

 

Bre-Bz

 
     

C

Ca-Ci

Cl-Cy

   

D

Da-Dh

Di-Dr

 

Ds-Dy

 
   

E

Ea-Ei

Ej-Ep

 

Er-Ex

 
   

F

Fa-Fer

Fes-Fj

 

Fl-Fo

Fr-Fz.

   

G

Ga-Ge

Gf-Gp

 

Gr-Gz

 
   

H

Ha-Hn

Ho-Hy

   

I

Ia-It

.

   

J

Ja-Ju

.

   

K

Ka-Ke

Kf-Kp

 

Kr-Ky

.

   

L

La-leis

Leit-Lm

 

Lo-Ly

 
   

M

Ma-Mg

Mi-Mz

   

N

Na-Ne

Nf-Ny.

   

O

Oa-Oz

.

   

P

Pa-Pn

Po-Pp

 

Pr-Py

 
   

Q

Q-qui

.

   

R

Ra-Re

Red-Rh

 

Ri-Rz

 
   

S

Sa-Schlo

Schlu-Sl

 

Sm-Sr

St-Sz

   

T

Ta-To

Tr-Ty

   

U

Ub-Uz

.

   

V

Va-Ve

Vf-Vz

   

W

Wa

Wasser-Wh

 

Wi-Wz

.

   

X

Xa-xy

.

   

Y

Ya-Ys

.

   

Z

Za-Zi

Zk-Zz

 

.

Sämtliche Urheberrechte
unterliegen dem Autor
Gerhard Holzmann.

 

 

 

www.arcor.de
 

 

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F3

“Pflanzliche Rohstoffe im Bauwesen”     Rohstoff-Konstruktion-Bauphysik     Teil 1 Wärmedämmstoffe

ISBN 978-3-8351-0153-1     B.G. Teubner Verlag     Veröffentlichung Sommer 2008

Ein Fachbuch das den gesamten Weg vom Pflanzensamen über die Dämmstoffproduktion bis hin zum Einbau in die Baukonstruktion beschreibt.
Für Studium, Land- und Bauwirtschaft, umweltbewusste Eigenheimbauer und all diejenigen die mehr wissen wollen!

Inhalt: Rohstoffgrundlagen, Bauphysikgrundlagen, Ökologiegrundlagen, Flachs, Getreide, Hanf, Holz, Kokos, Kork, Schilf, Seegras, Stroh, Wiesengras, Ananas, Bastpalme, Bambus, Baumwolle, Bombayhanf, Brennnessel, Faserbanane, Halfagras, Hanfpalme, Hopfen, Jute, Kapok, Kenaf, Roselle, Kongojute, Miscanthus, Neuseelandhanf, Ramie, Sisal, Zuckerrohr, Zwergpalme

Wir nehmen Ihre UNVERBINDLICHE Vorbestellung auf und informieren Sie rechtzeitig zum exakten Veröffentlichungstermin.
Senden Sie uns einfach eine Mail mit Ihren Kontaktdaten an
info@baubegriffe.com

Zeichenerklärung : “-->” bedeutet, dass Sie unter nachfolgendem Begriff eine weitere Erklärung finden, hier einfach im entsprechenden Buchstaben nachschlagen; unterstrichene blaue Begriffe sind innerhalb der Internetseiten mit ausführlichen Texten verlinkt.

Flachbagger

    Diese hauptsächlich im Straßenbau eingesetzten Bagger sind z.B. Planier- und Schürfraupen, Erdhobelgeräte oder auch Schürfkübelwagen.

Flachbogen

    Dies ist eine Kurve bzw. ein Kreisbogen mit einer Richtungsänderung die kleiner als 7 gon ist.

Flachbrunnen

    Dies ist ein vertikaler Brunnen für Grundwasserabsenkungen im Bereich bis max. 3,5 bis 4,0 m.

Flachdachablauf

    Dies ist ein Regenwasserablauf mit ringförmigem Flansch zum Einkleben in eine Dachabdichtung. Man spricht auch von Flachdachgully.

Flachdach-Gefälledämmung

    Diese wird aus industriell vorgefertigten Polysterol-Partikelschaum oder aus Polyurethan-Hartschaumplatten hergestellt, sie dienen zur Gefälleaustattung ( Stand der Technik ) und zur Wärmedämmung von Flachdächern.

Flachdachgully

    -->Flachdachablauf

Flachdachpfanne

    Dachziegel mit Verfalzung, Falz mit zur Seite gerichteter Deckfuge ohne Mittelrippe. In Verbindung mit einem Unterdach lassen sich Dachdeckungen mit dieser Pfanne bis zu einer Neigung von 11° herstellen.

Flachdachrichtlinie

    Als Bestandteil der Fachregeln des Dachdeckerhandwerks spricht man hier auch von den Richtlinien für die Planung und Ausführung von Dächern mit Abdichtungen.

Flachdecke

    Dies ist eine Stahlbetonplatte, die unmittelbar, ohne Kopfverstärkung, auf Stahlbetonstützen aufliegt.

Flächenbruch

    Dies ist eine Form des Versagens von Böschungen und Geländesprüngen, sie ist gekennzeichnet durch die Ausbildung vieler, nahezu paralleler Bruchflächen.

Flächengründung

    Dies ist eine Bauwerksgründung, welche die äußeren Lasten ausschließlich oder auch überwiegend über eine horizontale oder wenig geneigte Kontaktfläche in den Baugrund einleitet.

Flächenheizung

    Dies sind z.B. Wand-, Fußboden- oder Deckenheizungen, also Heizflächen, bei denen die Bauteile neben dem Raumabschluss gleichzeitig sekundär eine Heizfunktion erfüllen.

Flächeninhalt

    Einheit: Quadratmeter, Hektar, Ar.

Flächenlast

    Dies ist eine Belastung die gleichmäßig über eine Fläche verteilt ist. Sie wird definiert als Kraft pro Flächeneinheit.

Flächenmäander

    Ornamentierung eines Frieses.

Flächenmaße

    -->Nichtdezimale Maße

Flächenmoment

    Hier wird unterschieden in:

    • Flächenmoment 1. Grades: Das Moment einer Fläche bezüglich einer Achse. Früher auch als statisches Moment bezeichnet. Die Berechnung erfolgt als Integral von Achsabstand mal Fläche eines Elements.
    • Flächenmoment 2. Grades: Hier erfolgt die Berechnung als Integral von Achsabstand zum Quadrat mal die Fläche eines Elements. Früher wurde dieses Flächenmoment auch als Trägheitsmoment bezeichnet.

Flächennivellement

    Höhenmeßverfahren, welche für die Aufstellung von Bebauungssplänen, Planung und Gestaltung von Plätzen aber auch für die Planung von Industrieanlagen etc.. nötig ist, um die Geländeform größerer Flächen festzuhalten.

Flächennutzungsplan

    Kurzbezeichnung: FNP. Kernstück der vorbereitenden Bauleitplanung, hat einen orientierenden (keinen verbindlichen) Charakter;Der Flächennutzungsplan soll die sich aus der beabsichtigten städtebaulichen Entwicklung ergebende Art der Bodennutzung in den Grundlagen darstellen. Diese werden ca. alle 10-15 Jahre neu erstellt. Der Flächennutzungsplan ist der vorbereitende- und der Bebauungsplan d.h. der verbindliche Bauleitplan.

Flächentragwerk

    Dies ist eine Sammelbezeichnung für Tragwerke deren Konstruktionselemente Flächen sind. Es wird unterschieden in ebene und gekrümte Flächentragwerke bzw. in Faltwerke und Schalen.

Flächenwidmungsplan

    Dies ist ein Teil des örtlichen Raumordnungsprogrammes es legt für die Flächen die zulässige Bauwidmung fest.

Flachglas

    Oberbegriff für in flacher Form hergestellte Tafel-, Spiegel-, Drahtgläser etc.

Flachgründung

    Flachgründungen sind im allgemein gebräuchlich. Bei ihnen werden die Gebäudelasten in der Fundamentsohle senkrecht auf den Baugrund übertragen.

Flachkanal-System

    Besonders flache und daher platzsparende Kunststoffrohre zur Be- und Entlüftung. Einfache Verlegung durch passende Formteile und Übergangsstücke.

Flachkollektor

    Dies ist eine Solaranlage.

Flachkreuzung

    Im Schienenbau ist dies eine Gleiskreuzung mit flacher Neigung (flacher als 1:9), die mit beweglichen Herzstückspitzen versehen ist.

Flachmeißel

    Werkzeug mit einer breiten Schneidekante für Steinmetze.

Flachpressplatten

    Diese -->Spanplatte wird in folgende Normtypen eingeteilt:

    • FPY - für allgemeine Zwecke wie Möbel-, Geräte-, Behälterbau etc.
    • FPO - für allgemeine Zwecke wie z.B. im Möbelbau, mit feinspaniger Oberfläche.
    • KF - Kunststoffbeschichtete Platten, welche mit einer beiseitigen Trägerbahn beschichtet sind.
    • V20 - Bauplatten welche nicht wetterbeständig sind.
    • V100 - Bauplatten welche begrenzt wetterbeständig sind.
    • V100G - wie V100 jedoch mit Holzschutzmittel geschützt.

Flachs als Dämmstoff

    Dämmplatten aus Flachs zeichnen sich durch hohe  Elastizität aus und können daher einfach fugenfrei zwischen die Sparren geklemmt werden (ohne zu tackern). Anwendungsbereich zur Wärme- und Schalldämmung für  Wände und Decken, und zur Wärmedämmung für den Dachausbau. Wiederstandsfähig gegen Fäulnis, Schimmelbefall und Ungeziefereinwirkung. Aufgebaut aus einem nachwachsenden Rohstoff, geringer Energiebedarf bei der Herstellung und Montage, hautsympathische Verarbeitung, feuchtigkeitsregulierende Eigenschaften, umweltverträgliche Entsorgung. Brandverhalten: B 2; Mindestrohdichte: ca. 30 kg/m³; Wärmeleitgruppe i.d.R. 040; Diffusionswiederstandszahl: ca. 1.

Flachspülklosett

    Dies ist eine flache Beckenschüssel mit geringem Wasserinhalt. Der Geruchsverschluss liegt im tiefer liegenden gebogenen Ablauf. Diese bodenstehenden oder wandhängenden Spülklosetts werden in Deutschland für Wohnbauten, Hotels oder Büros noch viel verwendet. Im Ausland sind sie teilweise nicht mehr zugelassen, u.a. wegen der relativ großen Geruchsbelästigung und der daraus resultierenen Unhygiene.

Flachsturz

    Diese Sturzart bestehen aus einem vorgefertigten, bewehrten Zuggurt und erlangen im Zusammenwirken mit einer Druckzone aus Beton oder Mauerwerk, oder beidem zusammen ihre Tragfähigkeit. Der Zuggurt kann mit oder ohne Schalen, z.B. aus gebranntem Kalksandstein, Ton, Leichtbeton o.ä., vorgefertigt werden.

Flachteppich

    Dies ist ein Webteppich aus Kett- und Schußfäden ohne polbildendes (-->Pol) Fadensystem, sie werden auf Wirk- und Strickmaschinen hergestellt.

Flachziegelsturz

    Dies ist ein -->Flachgurt, dessen Zuggurt mit schalenförmig ausgebildeten Ziegeln hergestellt ist.

Flamboyant

    Dies ist ein durch ein stark geschweiftes Maßwerk geprägter französischer Stil der Spätgotik (ca. 1400 bis ca.1500).

Flämischer Verband

    Backsteinverband bei welchem die Steinreihen fortlaufend mit drei Ganzsteinen einem Dreiviertelstein im Verband gemauert werden.

Flamme

    • Verbrennungszone in der Gasphase.
    • Bezeichnung für eine langgezogene Fischblase.

Flammenausbreitung

    Dies ist die Bezeichnung für die Ausbreitung einer -->Flammenfront.

Flammenausbreitungsgeschwindigkeit

    Dies ist die, von der -->Flammenfront, während ihrer -->Flammenausbreitung, unter festgelegten Prüfbedingungen, per Zeiteinheit zurückgelegte Strecke. Einheit: m/s.

Flammenausbreitungszeit

    Dies ist die Zeit, die eine -->Flammenfront benötigt, um sich auf der Oberfläche eines in Brand gesetzten Materials über eine festgelegte Strecke ausbreitet oder um um einen bestimmten Teil der Oberfläche unter festgelegten Prüfbedingungen zu bedecken. Einheit: s.

Flammenfront

    Dies ist die Begrenzung der Verbrennungszone, in der Gasphase, an der Oberfläche eines Materials.

Flammenüberwachung

    Dies ist u.a. eine Sicherheitseinrichtung bei Gas- oder Heizölbrenner.

Flammenwiderstand

    Dies ist die Eigenschaft eines Materials, durch die seine Verbrennung, unter Beflammung, verzögert, verhindert oder beended wird.

Flammhemmer

    Dies eine Substanz, die bei der Zugebung zu einem Material oder einer Behandlung eines Materials mit selbiger angewendet wird um, unter bestimmten Versuchsbedingungen, die Flammenentstehung und/oder Flammenausbreitung zu unterdrücken, zu verzögern und/oder wesentlich zu verringern.

Flammpunkt

    Dieser Punkt wird als die niedrigste Temperatur, bei der zu einer bestimmten Prüfbedingungen eine Flüssigkeit ausreichend brennbare flüchtige Zersetzungsprodukte entwickelt, die sich bei Kontakt mit einer Zündquelle sofort entzünden, bezeichnet.

Flammschutzmittel

    Zählen als -->Dioxinbildner, dienen dazu die Entflammbarkeit verschiedener Materialien zu reduzieren. Zusammengefasst dienen sie dazu,

    • die Verbrennung zu verzögern.
    • die Entzündbarkeit herabzusetzen.
    • die Flammbildung zu erschweren bzw. zu verhindern.

Flammstrahlen (Fassadenreinigung)

    Hier wird mittels einer Flammlanze die Oberfläche thermisch beansprucht. Die Anstrichoberfläche verbrennt oder wird weich und kann abgestoßen werden. Vorsicht, eine thermische Beanspruchung des Untergrundes kann nicht ausgeschlossen werden.

Flammverfahren

    Dies ist u.a. das Klebeverfahren für Bitumenbahnen und Metallbänder (auch als Flämmverfahren betitelt).

Flankendämm-Maß

    Dies ist ein, auf die Trennfläche bezogenes, Schalldämm-Maß eines flankierenden Bauteils. Dieses Schalldämm-Maß ergibt sich, wenn der Schall auf dem jeweils betrachteten Flankenweg übertragen wird.

Flankenschutzeinrichtung

    Im Gleisbau ist dies eine Einrichtung zur Verhinderung feindlicher Zug- oder Rangierfahrten, wie z.B. Gleissperren, Weichen oder Signale.

Flansch

    Dies kann die an einem Stahlrohr angebrachte Rohrverbindung sein aber auch der unterste und oberste Teil eines gewalzten Formstahls.

Flaschenkehle

    Bezeichnung für eine Hohlkehle, für z.B. Wand/Decken - Anschluß oder auch Wand/Boden - Anschluß, zur Erstellung diente oft eine Flasche, welche durch den noch verarbeitungsfähigen Putz gezogen wurde.

Flaschensiphon

    Dies ist ein -->Siphon, der wie eine Flasche funktioniert in die man ein langes Rohr steckt und der zumeist für Abflussleitungen von Waschbecken bzw. Handwaschbecken dient. Das Abwasser gelangt von oben durch das Rohr (Abflussrohr) in die Flasche und wird hierbei seitlich (an der Flaschenwand) zum Abfluss hochgedrückt, das verbleibende Wasser dient als Geruchsverschluss.

Flaschenzug

    Hebezeugeinrichtung mit Übersetzung.

Flechtband

    Auch als Guilloch bezeichnet ist dies ein Dekorationsmuster aus einem oder mehreren miteinander verschlungenen Streifen.

Flechtparkett

    Hierbei werden die einzelnen Parkettelemente so verlegt, daß sich optisch eine Verflechtung erkennen lässt.

Fledermausgaube

    -->Dachgauben, hier scheint das Dach angehoben zu sein, ohne senkrecht stehende Gaubenseiten.

Fleuron

    Blumenverzierung als Ornament an einem Gebäude- oder Gebäudeteil.

Fliegende Bauten

    Dies sind Bauten, die sich nur kurzzeitig am selben Ort befinden, wie z.B. Karussels, Tribünen etc.

Fliegentür

    Dies ist eine Türkonstruktion die mit einer, durch ein feines Fliegengitter bespannten Öffnung versehen ist.

Fliehkraft

    Fliehkräfte treten u.a. bei Brücken, mit gekrümmten Grundrissen auf oder bei Trägern, die durch nicht ausgewuchtete Maschinen belastet werden, auf.

Fliesenabriebgruppe

    -->Abriebgruppe

Fliesenarten

    Keramische Fliesenarten sind z.B.:

    • Steinzeug: Bodenfliesen mit rotem oder weißem Scherben, dichtgesintert, glasiert oder unglasiert.
    • Klinker und Spaltplatten (auch Steinzeug): Stranggepreßte Bodenfliesen.
    • Gres Rosso: Unglasierte, rote Bodenfliesen, für den Innenbereich.
    • Feinsteinzeug - Gres Porcellanato: Unglasierte Bodenfliesen aus durchgefärbten Massen mit einer Wasseraufnahme von unter 1%.
    • Monoporosa (Steingut): Wandfliesen mit weißem oder rotem, porösem Scherben, mit deckender oder transparenter, durchscheinender Glasur.
    • Cottofliesen: Meist unglasierte Bodenfliesen aus überwiegend rot und gelblichen Naturtönen ohne weitere Zusätze.
    • Cottoforte: Glasierte Wand- und Bodenfliesen mit rotem Scherben.

Fliesenbeständigkeit

    Die chemische Beständigkeit von Fliesen wird laut EN 106 für unglasierte und EN 122 für glasierte Fliesen definiert. Unglasierte Fliesen sind gegen Flußsäure und gegen die meisten anderen Säuren und Laugen beständig. Die jeweilige Eignung der Fliesen kann bei den Herstellerwerken angefragt werden.

Fliesenbiegefestigkeit

    Die Biegefestigkeit nach EN (EN 100) sagt in N/mm² aus, welcher Krafteinwirkung quer zur Achse die Fliese widersteht, bevor sie bricht.

Fliesenbrennverfahren

    • Monocottura - Einmal-Brand: Bei unglasierter Ware erfolgt nach der Trocknung sofort der Brand. Bei glasierten Materialien erfolgt nach der Trocknung zuerst das Glasieren, danach der Brand.
    • Bicottura - Zweimal-Brand: Zuerst wird der Scherben gebrannt (Bisquitbrand), dann glasiert und danach erfolgt der 2. Brand (Glasurbrand).
    • Dekorbrand: Die Dekore werden aufgebracht (per Hand, als Abzieher oder im Siebdruckverfahren), nachdem die Unifliese fertig ist. Danach noch einmal, oder, falls technisch notwendig, mehrere Male gebrannt.

Fliesenbruchkraft

    Abkürzung: F. Diese beschreibt die Krafteinwirkung in N, bei der die Fliese bricht.

Fliesenformate

    Grundsätzlich gibt es bei Fliesen keine Grenzen bei der Formenvielfalt und auch kein Format, welches für Hersteller verpflichtend ist. Quadratische Fliesen sind z.B. oft in den Maßen 15 x 15, 20 x 20 und 30 x 30 cm erhältlich, man findet jedoch auch zahlreiche zu Rechteck-, Dreieck-, Sechs- und Achteck- Fliesen.  Fliesen im Format 10 x 10 cm oder kleiner werden als Mosaik bezeichnet. Es gibt jedoch bei den Formatbeschreibungen zwei unterschiedliche Maßbezeichnungen:

    • Nennmaß: Hierunter versteht man die Fliesenmaße z.B. 15 x 15 cm beim Format 15/15 cm, ohne Einbeziehung der Fuge.
    • Modulformat: Hier handelt es sich um ein Format, bei dem die Fliesenmaße um die Fuge verkleinert werden. Das Format 148/148 mm ergibt erst bei der Verlegung 15 x 15 cm (also inkl. der Fuge).

Fliesenfugen

    Fugen sind bei keramischen Belägen notwendig, um die herstellungsspezifischen Maßtoleranzen auszugleichen (geregelt in EN 98). Allgemein werden folgende Fugenbreiten für trockengepreßten Fliesen der Gruppe B empfohlen:

    • bis 100 mm Kantenlänge: Fugenbreite ca. 2 mm
    • bis 200 mm Kantenlänge: Fugenbreite ca. 3 mm
    • bis 600 mm Kantenlänge: Fugenbreite ca. 4 mm

    Bei stranggezogenen Fliesen der Gruppe A wird allgemein folgendes empfohlen:

    • über 115 mm Kantenlänge: Fugenbreite 5-10 mm

    Besondere Regelungen gelten für elastische Ausbildungen von Dehn- und Randbegrenzungsfugen und ihre Dimensionierungen. Hierzu sind die entsprechenden Verarbeitungsrichtlinien einzuhalten und technisch dringend erforderlich.

Fliesenherstellung

    Zur Fliesenherstellung werden die Rohstoffe, Tone, Talkum, Kaolin, Kreide, Quarze und Feldspate in einer Trommelmühlen gemahlen. Maiolicafliesen, Monoporosafliesen und Steingutfliesen nach EN (EN 159) bestehen zum überwiegenden Teil aus Ton , Kaolin, Kreide, Talkum und Quarzsand mit einem geringen Anteil von Feldspat. Es handelt sich hier um feinkörnige, poröse Scherben mit einer Wasseraufnahme bis über 10%. Steinzeugfliesen nach EN (EN 176) werden aus Ton, Kaolin, Quarzsand und einem größeren Anteil Feldspat hergestellt. Der Steinzeugscherben ist wesentlich widerstandsfähiger und hat einen oft glasartigen, dichten Scherben mit einer Wasseraufnahme meist unter 3%. Nach der Zugabe von Wasser wird aus dem Tongemisch ein dünnflüssiger Schlicker welcher dann mittels Siebe und Magneten gereinigt wird. Die aufbereitete Masse wird anschließend in Sprühtrocknern luftgetrocknet und gelangt als Pulver in die Massesilos. Von diesem Silo wird die Masse in die hydraulische Presse gefördert und mit ca. 1.500 Tonnen je Pressvorgang gepresst (Formgepresst bei pulverisierte Ton oder in Stranggepresst bei feuchter Tonkonsistenz). Nach dem Pressen wird den Fliesen in einem Trockner der größte Teil der Pressfeuchtigkeit entzogen. Erst dann können sie glasiert bzw. sofort gebrannt werden. Beim Brennen wird in unterschiedliche  -->Fliesenbrennverfahren unterschieden.

Fliesenleitfähigkeit, elektrisch

    Für die keramische Fliesen gilt, dass sie grundsätzlich nicht leitfähig sind und kaum elektrostatische Aufladungen speichern. In Verbindung mit geeigneten Verlegemaßnahmen können sie aus diesem Grund auch in Operationsräumen und unter Computer-Arbeitsplätzen verlegt werden.

Fliesenplan

    Dies ist die maßstäbliche (M. 1:10 oder 1:20) Darstellung des Fliesenrasters (Fugenbild) eines Fußbodens mit der Ansicht der Räume und den dazugehörigen Einrichtungen, wie z.B. in Sanitärräumen, die dazugehörigen Sanitärgegenstände, Einrichtungen und Installationsauslässe.

Fliesen, unglasiert

    -->unglasierte Fliesen

Fließbeton

    Dieser Beton wird mit dem Zusatz von Betonverflüssiger hergestellt, somit ist hierbei der Verdichtungsaufwand geringer als bei Normalbeton.

Fließdruck

    In der Trinkwassertechnik ist dies der erforderliche statische Überdruck an der ungünstigsten Entnahmestelle bei Trinkwasserableitungen (wenn Wasser fließt). Einheit: bar.

Fließestrich

    Fließestrich ist ein Estrich, der sich durch leichten Einbau und die selbstnivellierende Oberfläche auszeichnet. Der werkgemischte Trockenmörtel wird z.B. in Silos angeliefert und an der Baustelle unter Zugabe von Wasser mit entsprechenden Mischpumpen zur Einbaustelle gefördert. Fleißestrich wird ohne große körperliche Anstrengung und Verdichtungsaufwand eingebaut. Das Abziehen der Oberfläche entfällt. Als Fließestrich eignet sich besonders der Anhydritestrich, aber auch Zementestrich wird als Fließestrich geliefert und eingebaut.

Fließgelenk

    Dies ist ein Rechenmodell, das bei Anwendung der Fließgelenktheorie für Stabwerke, mit dem die tatsächlich vorhandenen plastischen Verkrümmungen eines Stabbereiches, näherungsweise zu einem Knickwinkel im Fließgelenk zusammen gefasst werden.

Fließgelenktheorie

    Dies ist eine Näherungsplastizitätstheorie für Stabwerke aus Material mit ausgeprägtem Plastizierungvermögen. Es wird hierbei in Fließgelenktheorie I. und II. Ordnung, je nachdem, ob eine Stabilitätsgefährdung des Systems berücksichtigt wird oder nicht, unterschieden.

Fließgewässer

    Dies ist ein ständig oder zweitweise fließendes oberirdisches Gewässer.

Fließgrenze

    Dies ist die Grenze für die Spannung eines Werkstoffes, ab der die Dehnung gegenüber denen des elastischen Verhaltens stark zunehmen.

Fließgrenze bei Bodens

    Diese ist vom Wassergehalt des Bodens abhängig,es handelt sich hierbei um den Übergangspunkt vom flüßigem zum knetbarem Zustand.

Fließgrenze bei Stahl

    Dies ist ein Statikbegriff für die Zone in der unter Belastung erhebliche und bleibende Formveränderungen stattfinden.

Fließmittel

    Kurzbezeichnung FM; diese Zusatzmittel ermöglicht eine sehr weiche und fließfähige Konsistenz mit einem vergleichsweise niedrigem Wassergehalt bei der Herstellung von Frischbeton wird hiermit eine geringe Verdichtungsenergie benötigt.

Fließspannung

    Dies ist u.a. die Spannung, bei welcher sich ein Werkstoff plastisch vehält (fließt).

Fließverhalten

    Dieses Verhalten von Beschichtungen bestimmt im wesentlichen die Eigenschaften:

    • Standvermögen an senkrechten Flächen
    • Verlauf
    • Tropfenbildung beim Tauchverhalten
    • Spritzneigung
    • Streichwiderstand.

    Erreicht wird dies durch die Auswahl und Menge entsprechender Additive wie z.B. Verdicker, oberflächenaktive Substanzen, Trocknungsverzögerer, Tenside sowie die Art und Menge der Lösemittel bei lösemittelhaltigen Beschichtungsstoffen.

Flipflop

    Englische Bezeichnung für einen elektronischen Kippschalter.

Floatglas

    Maschinengezogenes Glas nach dem -->Floatverfahren hergestellt.

Floating -Buttering-Verfahren

    Verarbeitungstechnik von Fliesenkleber, hierbei wird der Fliesenkleber auf die Rüchseite des Belagmaterials und auf den Untergrund aufgetragen.

Floating-Verfahren

    Verarbeitungstechnik von Fliesenkleber, hierbei wird der Fliesenkleber auf den Untergrund aufgetragen und dann die Fliese hineingerüttelt.

Floatverfahren

    Wurde in den 50er Jahren entwickelt und diente zur Herstellung von Spiegelgläsern mit verzerrungsfreier Oberfläche, mit der durchführung dieses Herstellungsprozesses war keine weitere Oberflächenbehandlung des Glases mehr nötig.

Flockenteppiche

    Bei diesen Teppichen ist mit einem vorgefertigtem Träger eine Schicht von Flockenfasern, die auf elektrostatischem Wege orientiert und aufgebracht sind, adhäsiv verbunden. Die Flockenteppiche haben immer eine velourartige Oberfläche.

Flockung

    Dies ist die Erzeugung von Flocken aus ungelösten oder kolloidal gelösten Stoffen, ggf. auch unter Zugabe von Chemikalien.

Flokkulation

    Bei einem flüssigen Beschichtungsstoff betitelt dies die erneute Zusammenballung (Reagglomerierung) von bereits benetzten oder/und dispergierten Pigmentpartikeln oftmals aufgrund ungenügender Stabilisierung. Dieser Vorgang entsteht vor allem während der Lagerung. Äußern tut sich die Flokkulation durch ein Nachlassen des ursprünglichen Färbevermögens (Aufhellung oder Farbverschiebung). Die Flokkulation läßt sich bei Beschichtungen durch ein kräftiges Aufrühren rückgängig machen.

Flor

    Bei Bodenbelägen siehe -->Pol.

Flora Fauna Habitat

    Abkürzung: FFH. Hier handelt es sich laut dem Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG § 32) um Gebiete von gemeinschaftlicher Bedeutung.

Florida-Bewitterung

    -->Freibewitterung

Flotation

    In der Wasserverorgung ist dies die Abscheidung von Feststoffen aus dem Wasser. Dies geschieht hier durch ein Aufschwimmen unter der Wirkung von Gas.

Flowing Tracery

    Dies ist das fließende Maßwerk des -->Decorated Style.

Fluat

    Kieselflußsäureverbindung (ein Salz der Kieselfluorwasserstoffsäure wie z.B. Fluorsilikate, Silicofluoride, -Metallverbindung der Flusssäure) wird sehr oft als Oberflächenschutz eingesetzt.

Fluatieren

    -->Fluatierung

Fluatierung

    Bei Beschichtungen ist die Fluatierung (auch als Ätzung betitelt) die Neutralisation und Härtung alkalischer Untergründe durch Auftragen eines Fluats (-->Fluat). Unter anderem werden häufig Neuputzstellen bei Putzausbesserungen (z.B. bei Renovierungen) fluatiert, um deren hohe Alkalität zu reduzieren und den älteren Putzflächen anzugleichen und um Ausblühungen und Verseifungen zu vermeiden.

Fluchten

    Bezeichnung für das Abstecken von Geraden in der Vermessungstechnik; es wird zwischen direktem- und indirektem Fluchten unterschieden; Deffiniert wird das Fluchten durch mindestens drei hintereinander liegenden Punkten; Voraussetzung hierfür ist die begehbarkeit der Punkte, lotrechte Fluchtstäbe, eine gegenseitig freie Sicht und die Fluchtlänge sollte maximal 150 bis 200 m betragen.

Flüchtige Bestandteile

    Bei einem Beschichtungsstoff sind dies diejenigen Anteile, welche unter definierten Bedingungen, wie z.B. Zeit, Temperatur und Druck, verdunsten bzw. verdampfen.

flüchtige organische Verbindungen

    Flüchtige organische Verbindungen werden gemäß der WHO nach ihrem Siedepunkt bzw. der daraus resultierenden Flüchtigkeit wie folgt eingeteilt:

    Beschreibung

    Siedebereich

    Very Volatile Organic Compound (Abkürzung: VVOC)

    < 0 bis 50…100°C

    Volatile Organic Compound (Abkürzung: VOC)

    50…100 bis 240…260°C

    Semi Volatile Organic Compound (Abkürzung: SVOC)

    240…260 bis 380…400°C

    Organic compound associated with particulate matter or particulate organic matter (Abkürzung: POM)

    380°C

Fluchtlinie

    Dies ist der Überbegriff für die von der Raum- und Bauordnung festgelegten Bau-, Straßenfluchten-, Grenzfluchtlinien etc.

Fluchtstab

    Dies ist ein geodätisches Meßintrument; dient zur Absteckung von Geraden, hierbei werden zuerst die Endpu