Dach
Oberer Abschluß eines Bauwerkes zum Schutz gegen die Witterung, es gibt zB. folgende Arten: Flachdächer, flach geneigte Dächer und Steildäche, letztere werden folgendermaßen unterteilt:
- Pultdach
- Satteldach
- Mansarddach
- Walmdach
- Krüppelwalmdach
- Scheddach oder Sägedach
- Kuppeldach
- Tonnendach
- Zeltdach oder Turmdach
Zum Dach gehören die Dachhaut (Dacheindeckung), die Unterkonstruktion und das Tragwerk.
Dachabdichtung
Eine Dachabdichtung besteht aus einer, über die gesamte Dachfläche reichenden, wasserundurchlässigen Schicht.
Dachablauf
Auch als Dachgully bezeichnet, ist dies, ein zur Abführung von Niederschlagswasser dienender, Ablauf an der tiefsten Stelle der Dachfläche.
Dachablaufwasser
Das Dachablaufwasser ist das Niederschlagswasser, das von Dachflächen abläuft.
Dachausmittlung
Dachbahnen
-->Bitumenbahnenarten, -->Dachbelagbahnen, Rohdichte von Baustoffen --> Rechenwerte der Wärmeleitfähigkeit
Dachbegrünung
Dachbelagbahnen
Dachbahnen werden i.d.R. aus Ethylencopolymerisat-Bitumen, PVC oder Polyisobutylen, in Dicken con 1 bis 2 mm hergestellt. Es werden auch einseitig kaschierte Dachbahnen angeboten. Rohdichte
von Baustoffen --> Rechenwerte der
Wärmeleitfähigkeit
Dachbinder
Diese werden aus Stahl, Stahlbeton oder auch aus Holz hergestellt, sie dienen dazu alle anfallenden Lasten (Eigengewicht der Sparren, Dachdeckung.... Schneelasten, Windlasten....) zu tragen.
Dachboden
Dies ist der Raum im Dachgeschoß, direkt unterhalb des Daches.
Dachdeckerhöhe
Dachdeckermörtel
Dachdeckung
Dies ist die äusserste, regenabweisende schicht des Daches, man unterscheidet weiche Dachdeckung (aus Brettern, Schindeln, Stroh oder Schilfrohr etc.) und harte Dachdeckung aus Schiefer,
Dachsteinen, Tafeln, Metall oder Dachpappe etc.
Dachdichtungsbahnen
Hierbei ist besonders auf die Zusammensetzung zu achten, den diese Bahnen unterliegen besonders weit gespannten Temperaturdifferenzen, es wird unterschieden in wasserableitende und
wasserabweisenden Bahnen, zur Tränkung der Trägerschicht (wie bei -->Polymerbitumen-Schweißbahnen oder -->Dichtungsbahnen) kommt -->Destillationsbitumen in Einsatz, für anschließende beidseitig
aufgetragene Deckschichten wird Oxidationsbitumen verwendet. -->Bitumenbahnenarten. Rohdichte von Baustoffen --> Rechenwerte der Wärmeleitfähigkeit
Dachdurchlassmanschette
Dachelemente/-teile
-->First, -->Ortgang, -->Walm, -->Traufe, -->Kniestock, -->Anfallspunkt, -->Grat, -->Kehle, -->Dachgaube, -->Verfallung
Dachentwässerung
Nötige Einrichtung zur funktionalen Entwässerung von Dächern, dies darf nicht durch Schneefall, Vereisungen oder Laubfall behindert werden.
Dacherker
Auch als Zwerchhaus oder Lukarne betitelt, ist dies ein Dachaufbau mit eigenem kleinen Dach und senkrecht stehenden Fenster in der Ebene der Außenwand des Gebäudes.
Dachfenster
Dies ist die Öffnung in einem Dach, sie dient zur Beleuchtung und Belüftung, kann auch in einer nicht öffnungsbaren Ausführung als Lichtband eingebaut sein.
Dachfirst
Dies ist die oberste Kante bei einem Dach, der Dachfirst bildet die Schnittlinie zweier aufeinander treffender Dachflächen.
Dachflächenfenster
Auch als Gaupe oder Gaube (-->Dachgaube) bezeichnet, ist dies ein Dachaufbau mit senkrecht stehendem Fenster unter einer angehobenen Dachfläche oder einem kleinen Dach.
Dachformen
Unterscheidung der Dächer nach ihrer geometrischen Form wie Kegel, Kuppel oder Pyramide, die allein oder in Kombination auftreten
können. Für das weiche Dach (z.B. Reet- oder Strohdach) sind das hohe, steile Satteldach, das zeltförmige Walmdach oder das Krüppelwalmdach typisch. Allgemeine Dachformen -->Dach.
Dachformneigung
Im Straßenbau ist dies das Fahrbahnquerprofil mit Gefälle von der Straßenachse zu den Fahrbahnrändern.
Dachgaube
Dies ist ein Dachaufbau (auch als Dachgaupe oder kurz Gaupe bezeichnet), welcher zum Einbau senkrechter Fenster erstellt wird (Dachraumbelichtung), es werden folgende Gaubenarten
unterschieden:
- Giebelgaube
- Schleppgaube
- Dreiecksgaube
- Walmgaube
- Fledermausgaube
Dachgaupe
Dachgebinde
Dachgeschoß
- Das Geschoß direkt unter dem Dach.
- [lt. Interkantonale Vereinbarung über die Harmonisierung der Baubegriffe in der Schweiz] Dachgeschosse sind Geschosse, deren Kniestockhöhe ein bestimmtes Maß nicht übersteigt.
Dachgesellschaft
Dies ist die Mutter-, Obergesellschaft, bei Konzernen einer Gesellschaft (AG/GmbH), die meist nicht selbst produziert, sondern nur die Aktien der Tochtergesellschaft verwaltet, die
einheitliche Geschäftspolitik des Konzerns sichert und die Finanzierung durchführt.
Dachgully
Dachhäuschen
Bezeichnung für eine Dachgaube, deren Dächer mit Kehlen an die Haupdachflächen anschließen.
Dachhaut
Dies ist die Betitelung für das auf der Unterkonstruktion aufliegende und befestigte Deckmaterial eines Daches, das je nach
dem Grad der Feuergefährdung in harte und weiche Materialien unterteilt wird. Reet, Rohr und Stroh gehören zu den weichen Deckungen, Holzschindel, Blech, Ziegel und Schindel zu den harten Deckungen.
Dachheizzentrale
Dachheizzentralen sind durch Überdruckkessel und entsprechende Brenner für Öl- und Gasheizungen, die keinen natürlichen Schornstein mehr benötigen, möglich.
Dachkammer
Dachkehle
Dachkonstruktionen
Aus bauphysikalischer Sicht unterscheidet man sowohl bei Flächdächern als auch bei geneigten Dächer in belüftete und unbelüftete Konstruktionen:
- belüftete Dachkonstruktionen: hierbei wird der in den Bauteilen enthaltene und der aus dem Gebäudeinneren nach außen diffundierende Wasserdampf über besondere Luftschichten an die Außenluft
abgeführt.
- unbelüftete Dachkonstruktionen: hier sind keine Luftschichten enthalten. Diese Konstruktionsarten sind daher gegen das Eindringen von Wasserdampf durch Dampfsperren zu schützen.
Dachlatte
Dachluke
Dies sind kleine Dachfenster meist aus Stahlblech, sie dienen zur Belüftung und Belichtung von Dachräumen.
Dachneigung
Dies ist die Neigung einer Dachfläche vom First zur Traufe, die in Prozent oder Grad angegeben werden kann. Reetdächer sollten beispielsweise mindestens eine Dachneigung von 45 Grad bis 50
Grad haben.
Dachpappe
Dieser Baustoff dient zur Abdichtung des Daches, es handelt sich hierbei um eine Teer- oder Bitumen getränkte Wollfilz- oder Rohpappe. Rohdichte von Baustoffen --> Rechenwerte der Wärmeleitfähigkeit
Dachpfanne
Dachplatte
Dies sind i.d.R Faserzementplatten mit Dolanit- (Polyacrylnitril) oder Kurolanfasern (Polyvinylalkohol), Wasser und Zement. Sie finden zumeist Verwendung bei leichten Dachdeckungen (als
Wellplatte), ebene Dachplatten oder Fassadenplatten etc.
Dachrandabschluss
Auch als Dachrandeinfassung betitelt, bezeichnet dieser Begriff allgemein die Ausbildung eines Abschlusses bei einem Flachdach. Bei
einem flach geneigten oder Steildach wird der Dachrandabschluss im Bereich freistehender Giebel als -->Ortgang bezeichnet (das untere, waagerechte Ende als -->Traufe).
Dachrandeinfassung
Dachraum
Bei geneigten Dächern ist dies der Raum zwischen der Unterseite der Dachflächen und der Oberkante der obersten Geschoßdecke.
Dachreiter
Dachrinne
Rinne zur Entwässerung des Daches, diese werden zur Außen- oder Innenentwässerung von Dächern eingesetzt, man unterscheidet:
- stehende Dachrinnen, diese stehen auf einer Unterkonstruktion
- hängende Dachrinnen, diese hängen im Rinnenhalter
- liegende Dachrinnen, diese liegen auf einer Saumschicht
Dachschalung
Es wird unterschieden in äußere Schalung (diese dient zur Aufnahme der Dachdeckung) und in innere Schalung, diese wird innen an die Sparren befestigt und dient z.B. zur Aufnahme von
Wärmedämmungen und Verkleidungen aus z.B. Gipskartonbauplatten
Dachschiefer
Dachschiefer-Richtwerte
Rohdichte in kg/dm³ |
(Rein-) Dichte in kg/dm³ |
Wahre Porosität in Vol.-% |
Wasseraufnahme in M.-% |
Scheinbare Porosität in Vol.-% |
Biegezugfestigkeit trocken in N/mm² |
2,70 bis 2,80 |
2,82 bis 2,90 |
1,6 bis 2,5 |
0,5 bis 0,6 |
1,4 bis 1,8 |
50 bis 80 |
Dachschmuck
Dachspließe
Dachstein
Dachsteine sind in der Form den -->Dachziegeln nachempfunden und aus Beton hergestellt. Meist werden komplette Systeme angeboten, mit allen nötigen Formteilen und Ergänzungen.
Dachstuhl
Dies ist der, vom Zimmermann aufgebaute, konstruktive Unterbau eines Daches, der je nach Bauweise aus Sparren,
Rofen, Pfetten und Traglattung besteht und zur Auflagerung und Befestigung der -->Dachhaut dient.
Dachstuhlverankerung
Dachüberstand
Dies ist der mit den Sparren und Dachlatten vorgegebene Überstand der Traufe und des Ortganges zur Hauswand. Je
größer der Dachüberstand gewählt wird, desto besser ist der Wittererungsschutz des Hauses, bzw. der Hauswand.
Dachvereisung
Diese tritt auf bei Dächern mit einer unzureichenden Wärmedämmung oder bei Dächern mit einem geschloßenem Luftraum.
Dachverfallung
Dachziegel
Dachziegel sind aus gebranntem Ton, im Stranpreß- oder Preßverfahren, hergestellt. Es wird folgendermaßen unterschieden:
ohne Verfalzung |
eben |
Biberschwanzziegel |
verformt |
Hohlpfanne |
S-Pfanne |
Krempziegel |
Mönch-Nonne-Ziegel |
mit Verfalzung |
eben, mit Seitenfalzen |
Strangfalzziegel |
einfache Kopf-, Seiten- und Fußfalze |
Reformpfanne |
Doppelmuldenfalzziegel |
mehrfache Kopf-, Seiten- und Fußfalze |
Flachdachpfanne |
Verschiebeziegel |
Dachziegelfälze
Es wird hier zwischen Wasserfalz (unten liegende Falz beim Ziegel), Deckfalz (dieser liegt über dem Wasserfalz und überdeckt diesen) und dem Kopffalz (am Ende des Ziegels) unterschieden.
Dadaismus
Kunstrichtung um 1920, auch die Kunstrichtung des Unlogischen genannt.
DafStb
Daidalos
Auch Dädalus genannt, ist in der griechischen Sage ein berühmter Baumeister und Erfinder, er baute zusammen mit seinem Sohn Ikaros für den Minotauros das Labyrinth.
Dakka
Dalben
Dies sind Einzelpfähle oder auch Pfahlbündel, welche in die Gewässersohle eingespannt sind und zum Anlegen,
Festmachen und Leiten von Schiffen und/oder zum vertikalen Führen von schwimmenden Anlagen wie Schwimmstegen oder auch Pontons dienen.
Dalèn
Der schwedische Physiker und Ingenieur Nils Gustaf Dalèn (1869-1937) erfand das Dalèn-Blinklicht für Leuchttürme und hat 1912 den Nobelpreis erhalten.
Damaszierung
Dies ist eine spezielle Herstellungsweise von Stahlklingen (Damaszener Klingen) hierbei werden Stäbe
unterschiedlicher Härte und Dicke mehrmals schraubenartig miteinander verschweißt und durch Hämmern gestreckt so dass die Nahtlinien Muster ergeben.
Damm
Erhöhter Weg zur Überquerung von Wasser, Teil der mittelalterlichen Befestigungsanlage.
Dammbalken
Dies ist der Teil eines Revisionsverschlusses, der eine Öffnung in einem Damm horizontal verschließt.
Dammbalkentafel
Dies ist ein Verschlußkörper in einem Damm, der aus einzelnen übereinander liegenden Balken, die zu einer Tafel zusammengesetzt sind, besteht.
Dämmer
Dies sind Spezialbindemittel zum Herstellen gut fließfähiger Suspensionen, mit denen sich unterirdische Hohlräume
gut bis sehr gut ausfüllen lassen. Dämmer bestehen zumeist aus hydraulischem Bindemittel und tonhaltigem
Steinmehl. Durch den vorhandenen Tonanteil werden eine gute Wasserbindung, eine leichte Pumpbarkeit sowie eine gute Fließfähigkeit erreicht.
Dämmmaterialien
anorganische Dämmmaterialien |
organische Dämmmaterialien |
künstlich |
natürlich |
Glaswolle Perlite/Blähton Steinwolle Schaumglas |
Neopor Polystyrol (EPS und XPS) Polyurethan |
Schilfrohr Flachs Stroh Kork Kokosfaser Schafwolle Holzfaser/Holzwolle
Zellulose Baumwolle Hanffaser Seegras Gras Getreide |
Dämmputze mit Perlite
Dämmputze mit Perlite werden auch als Perlitputze oder Vermiculitputze bezeichnet und werden in der Regel für brandschutztechnisch wirksame Bekleidungen von Bauteilen verwendet.
Dämmstoffe
Am häufigsten werden Dämmstoffe für Wärme-/ Kältedämmungen und als Schall- bzw. Trittschallschutz verwendet.
Man unterscheidet anorganisch synthetische (wie Mineralwolle), anorganisch natürliche (wie Perlite, Blähton),
organisch synthetische (wie Polystyrol, Polyurethan-Schaumstoff) und natürliche Dämmstoffe (wie Schilf, Kork,
Baumwolle oder Zellulosefasern). Den Universal-Dämmstoff gibt es nicht, denn während z.B. poröse Dämmstoffe
besonders wärmedämmend sind, weisen dichte den besseren Schallschutz auf. Dieses Problem läßt sich durch die Kombination unterschiedlicher Dämmstoffe lösen.
Dämmstoffkennzeichen
Kennzeichnung |
Verwendungsbereich/Eigenschaften |
h |
Dies ist ein Zusatzzeichen für Wärmedämmstoffe, welche über die gesamte Dicke hydrophobiert sind. |
PT |
Abkürzung für einen Wärmedämmstoff mit hoher Abreißfestigkeit und erhöhten Anforderungen an die
Maßhaltigkeit z.B. für Putzträgerplatten. |
s |
Dies ist ein Zusatzzeichen für Wärmedämmstoffe (ausgenommen die der Kennzeichnung w), welche für
schalldämmende Vorsatzschalen verwendet werden können. Hierbei ist die dynamische Steifigkeit , s` mit anzugeben. |
T |
Abkürzung für Trittschalldämmstoffe. |
TK |
Abkürzung für Trittschalldämmstoffe mit geringer Zusammendrückbarkeit. |
W |
Abkürzung für einen Wärmedämmstoff der nicht druckbelastbar ist. |
w |
Dies ist ein Zusatzzeichen für Wärmedämmstoffe, welche zur Hohlraumdämpfung in zweischaligen Trennwänden,
zu Schallschluckzwecken oder auch für Vorsatzschalen mit Unterkonstruktionen eingesetzt werden können. |
WD |
Abkürzung für einen Wärmedämmstoff der druckbelastbar ist (für Wände und Dächer). |
WDS |
Abkürzung für einen Wärmedämmstoff der besonders druckbelastbar ist (für Sondereinsatzgebiete wie z.B.
Industrieböden). |
WDT |
Abkürzung für einen Wärmedämmstoff der druck- und temperaturbelastbar ist. |
WV |
Abkürzung für einen Wärmedämmstoff der scherben- und abreißbeanspruchbar ist. |
Dämmstoffkörnung
Werden auch als lose Schüttungen bezeichnet; sie werden vorzugsweise aus gekörntem Perlitgestein durch einen
Blähprozess bei ca. 1000 Grad Celsius gewonnen. Sie eignen sich als trittbelastbare Ausgleichsschüttungen bei unebenen Böden.
Dammstrecke
Dies ist der Abschnitt eines Schifffahrtskanals oder eines staugeregelten Flusses zwischen zwei Dämmen.
Dämmung
Damophon
Damophon war ein grichischer Bildhauer, er war im 2. Jh. V. Chr. tätig.
Dampf
Dampfbehandlung
Dies ist u.a. ein Verfahren zur Wärmebehandlung des Betons, um die Frühfestigkeit von Betonerzeugnissen zu erhöhen.
Dampfbremse
Dampfbremsen regulieren das Eindringen von Luftfeuchtigkeit in Bauteile und mindern so deren Durchfeuchtung.
Dampfdichte
Dampfdichtung
Dies ist eine Abdichtung gegen Dampf, z.B. Wasserdampf mit z.B. einer -->Dampfsperre.
Dampfdiffusionswiderstandszahl
Die Dampfdiffusionswiderstandszahl µ bezeichnet den spezifischen Widerstand, den ein Material dem Wasserdampf
vergleichend zu einem Meter Luftschichtdicke entgegensetzt. Sie ist ei |