Das Kleine Baulexikon von Gerhard Holzmann

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Seit 10 Jahren das Fachlexikon für Bau, Handwerk, Architektur und Ingenieurwesen

Deutschsprachiges Lexikon für die neutrale, internationale Bauberatung der G.Holzmann-Bauberatung

Ihr Fachmann für wohngesunde Altbausanierungen

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von Gerhard Holzmann

 

DAS KLEINE BAULEXIKON
von Gerhard Holzmann

Vorwort

 

A

Aa-Ag

Ah-Aq

 

Ar-At

Au-Az

 

 

 

B

Ba-Bb

Bd-Beto

 

Betr-Bn

Bo-Bra

 

Bre-Bz

 

 

 

 

C

Ca-Ci

Cl-Cy

 

 

D

Da-Dh

Di-Dn

 

Do-Dy

 

 

 

E

Ea-Ei

Ej-Ep

 

Er-Ex

 

 

 

F

Fa-Fer

Fes-Fj

 

Fl-Fo

Fr-Fz.

 

 

G

Ga-Ge

Gf-Gp

 

Gr-Gz

 

 

 

H

Ha-Hn

Ho-Hy

 

 

I

Ia-It

.

 

 

J

Ja-Ju

.

 

 

K

Ka-Ke

Kf-Kp

 

Kr-Ky

.

 

 

L

La-leis

Leit-Lm

 

Lo-Ly

 

 

 

M

Ma-Mg

Mi-Mz

 

 

N

Na-Ne

Nf-Ny.

 

 

O

Oa-Oz

.

 

 

P

Pa-Pn

Po-Pp

 

Pr-Py

 

 

 

Q

Q-qui

.

 

 

R

Ra-Re

Red-Rh

 

Ri-Rz

 

 

 

S

Sa-Schlo

Schlu-Sl

 

Sm-Sr

St-Sz

 

 

T

Ta-To

Tr-Ty

 

 

U

Ub-Uz

.

 

 

V

Va-Ve

Vf-Vz

 

 

W

Wa

Wasser-Wh

 

Wi-Wz

.

 

 

X

Xa-xy

.

 

 

Y

Ya-Ys

.

 

 

Z

Za-Zi

Zk-Zz

 

.

Sämtliche Urheberrechte
unterliegen dem Autor
Gerhard Holzmann.

 

Biobaustoffe_animiert

 

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Zeichenerklärung : “-->” bedeutet, dass Sie unter nachfolgendem Begriff eine weitere Erklärung finden, hier einfach im entsprechenden Buchstaben nachschlagen; unterstrichene blaue Begriffe sind innerhalb der Internetseiten mit ausführlichen Texten verlinkt.

Dach

    Oberer Abschluß eines Bauwerkes zum Schutz gegen die Witterung, es gibt zB. folgende Arten: Flachdächer, flach geneigte Dächer und Steildäche, letztere werden folgendermaßen unterteilt:

    • Pultdach
    • Satteldach
    • Mansarddach
    • Walmdach
    • Krüppelwalmdach
    • Scheddach oder Sägedach
    • Kuppeldach
    • Tonnendach
    • Zeltdach oder Turmdach

    Zum Dach gehören die Dachhaut (Dacheindeckung), die Unterkonstruktion und das Tragwerk.

Dachabdichtung

    Eine Dachabdichtung besteht aus einer, über die gesamte Dachfläche reichenden, wasserundurchlässigen Schicht.

Dachablauf

    Auch als Dachgully bezeichnet, ist dies, ein zur Abführung von Niederschlagswasser dienender, Ablauf an der tiefsten Stelle der Dachfläche.

Dachablaufwasser

    Das Dachablaufwasser ist das Niederschlagswasser, das von Dachflächen abläuft.

Dachausmittlung

    Auch Dachverfallung genannt. Hier werden Lage und Abgrenzungen der einzelnen Dachflächen bestimmt.

Dachbahnen

Dachbegrünung

    Dies ist die Bezeichnung für die Bepflanzung einer Dachfläche.

Dachbelagbahnen

    Dachbahnen werden i.d.R. aus Ethylencopolymerisat-Bitumen, PVC oder Polyisobutylen, in Dicken con 1 bis 2 mm hergestellt. Es werden auch einseitig kaschierte Dachbahnen angeboten. Rohdichte von Baustoffen --> Rechenwerte der Wärmeleitfähigkeit

Dachbinder

    Diese werden aus Stahl, Stahlbeton oder auch aus Holz hergestellt, sie dienen dazu alle anfallenden Lasten (Eigengewicht der Sparren, Dachdeckung.... Schneelasten, Windlasten....) zu tragen.

Dachboden

    Dies ist der Raum im Dachgeschoß, direkt unterhalb des Daches.

Dachdeckerhöhe

    Dies ist die Bezeichnung für den Höhenunterschied zwischen Traufe und First.

Dachdeckermörtel

    Dieser Mörtel dient zur Fixierung und Verlegung von Grat- und Firstziegeln.

Dachdeckung

    Dies ist die äusserste, regenabweisende schicht des Daches, man unterscheidet weiche Dachdeckung (aus Brettern, Schindeln, Stroh oder Schilfrohr etc.) und harte Dachdeckung aus Schiefer, Dachsteinen, Tafeln, Metall oder Dachpappe etc.

Dachdeckung Flächenlast

    Die nachfolgenden Durchschnittswerte der Flächenlasten für Dachdeckungen gelten für 1 m2 Dachfläche ohne Sparren, Pfetten und Dachbinder.

Ziegel- und Pfannendeckung

Flächenlast in kN/m2

Dachsteine aus Beton mit mehrfacher Fußverrippungu.hochliegendem Längsfalz

-bis 10 Stück/m2

-über 10 Stück/m2

 

0,50

0,55

Dachsteine aus Beton mit mehrfacher Fußverrippung u. tief liegendem Längsfalz

-bis 10 Stück/m2

-über 10 Stück/m2

 

0,60

0,65

Biberschwanzziegel 155 mm x 375 mm und 180 mm x 380 mm und ebene Dachsteine aus Beton im Biberformat

-Spließdach (einschließlich Schindeln)

-Doppeldach und Kronendach

 

0,60

0,75

Falzziegel, Reformpfannen, Falzpfannen, Flachdachpfannen

0,55

Großformatige Pfannen bis 10 Stück/m2

0,50

Kleinformatige Biberschwanzziegelu.Sonderformate (Kirchen-,Turmbiber usw.)

0,95

Krempziegel, Hohlpfannen

0,45

Krempziegel, Hohlpfannen in Pappdocken verlegt

0,55

Mönch- und Nonnenziegel (mit Vermörtelung)

0,90

Strangfalzziegel

0,60

Die Flächenlasten gelten, soweit nicht anders angegeben, ohne Vermörtelung, aber einschließlich der Lattung. Bei einer Vermörtelung sind 0,1 kN/m2 zuzuschlagen.

Schieferdeckungen

Altdeutsche Schieferdeckung und Schablonendeckung auf 24 mm Schalung, einschließlich Vordeckung und Schalung

-in Einfachdeckung 0,50

-in Doppeldeckung 0,60

-Schablonendeckung auf Lattung, einschließlich Lattung 0,45

 

0,50

0,60

0,45

Metalldeckungen

Aluminiumblechdach (Aluminium 0,7 mm dick, einschließlich 24 mm Schalung)

0,25

Aluminiumblechdach aus Well-, Trapez- und Klemmrippenprofilen

0,05

Doppelstehfalzdach aus Titanzink oder Kupfer, 0,7 mm dick, einschließlich Vordeckung und 24 mm Schalung

0,35

Stahlpfannendach (verzinkte Pfannenbleche)

-einschließlich Lattung

-einschließlich Vordeckung und 24 mm Schalung

 

0,15

0,30

Wellblechdach (verzinkte Stahlbleche, einschließlich Befestigungsmaterial)

0,25

Faserzement-Dachplatten

Deutsche Deckung auf 24 mm Schalung, einschl. Vordeckung und Schalung

0,40

Doppeldeckung auf Lattung, einschließlich Lattung

0,38*

Waagerechte Deckung auf Lattung, einschließlich Lattung

0,25*

* Bei Verlegung auf Schalung sind 0,1 kN/m2 zu addieren.

Faserzement-Wellplatten

Faserzement-Kurzwellplatten

0,24*

Faserzement-Wellplatten

0,20*

* Ohne Pfetten; jedoch einschließlich Befestigungsmaterial.

Sonstige Deckungen

Deckung mit Kunststoffwellplatten (Profilformen nach DIN EN 494), ohne Pfetten, einschließlich Befestigungsmaterial

-aus faserverstärkten Polyesterharzen (Rohdichte 1,4 g/cm3), Plattendicke 1 mm

-wie vor, jedoch mit Deckkappen

-aus glasartigem Kunststoff (Rohdichte 1,2 g/cm3), Plattendicke 3 mm

 

0,03

0,06

0,08

PVC-beschichtetes Polyestergewebe, ohne Tragwerk

-Typ I  (Reißfestigkeit 3,0 kN/5 cm Breite)

-Typ II (Reißfestigkeit 4,7 kN/5 cm Breite)

-Typ III (Reißfestigkeit 6,0 kN/5 cm Breite)

 

0,0075

0,0085

0,01

Rohr- oder Strohdach, einschließlich Lattung

0,70

Schindeldach, einschließlich Lattung

0,25

Sprossenlose Verglasung

-Profilbauglas, einschalig

-Profilbauglas, zweischalig

 

0,27

0,54

Zeltleinwand, ohne Tragwerk

0,03

Dachdichtungsbahnen

    Hierbei ist besonders auf die Zusammensetzung zu achten, den diese Bahnen unterliegen besonders weit gespannten Temperaturdifferenzen, es wird unterschieden in wasserableitende und wasserabweisenden Bahnen, zur Tränkung der Trägerschicht (wie bei -->Polymerbitumen-Schweißbahnen oder -->Dichtungsbahnen) kommt - ->Destillationsbitumen in Einsatz, für anschließende beidseitig aufgetragene Deckschichten wird Oxidationsbitumen verwendet. -->Bitumenbahnenarten. Rohdichte von Baustoffen --> Rechenwerte der Wärmeleitfähigkeit

Dachdurchlassmanschette

    Bestandteil von Entlüftungsrohren und Antennen.

Dachelemente/-teile

    -->First, -->Ortgang, -->Walm, -->Traufe, -->Kniestock, -->Anfallspunkt, -->Grat, -->Kehle, -->Dachgaube, - ->Verfallung

Dachentlüftung

  • Installation zur Abfuhr der Abluft von Bad, Küche, Toilette o.ä. über das Dach.
  • Belüftung der Dachhaut um Kondensatfeuchte (Feuchteschäden) zwischen Dämmung und Dachaufbau zu verhindern.

Dachentwässerung

    Nötige Einrichtung zur funktionalen Entwässerung von Dächern, dies darf nicht durch Schneefall, Vereisungen oder Laubfall behindert werden.

Dacherker

    Auch als Zwerchhaus oder Lukarne betitelt, ist dies ein Dachaufbau mit eigenem kleinen Dach und senkrecht stehenden Fenster in der Ebene der Außenwand des Gebäudes.

Dachfenster

    Dies ist die Öffnung in einem Dach, sie dient zur Beleuchtung und Belüftung, kann auch in einer nicht öffnungsbaren Ausführung als Lichtband eingebaut sein.

Dachfirst

    Dies ist die oberste Kante bei einem Dach, der Dachfirst bildet die Schnittlinie zweier aufeinander treffender Dachflächen.

Dachflächenfenster

    Auch als Gaupe oder Gaube (-->Dachgaube) bezeichnet, ist dies ein Dachaufbau mit senkrecht stehendem Fenster unter einer angehobenen Dachfläche oder einem kleinen Dach.

Dachformen

    Unterscheidung der Dächer nach ihrer geometrischen Form wie Kegel, Kuppel oder Pyramide, die allein oder in Kombination auftreten können. Für das weiche Dach (z.B. Reet- oder Strohdach) sind das hohe, steile Satteldach, das zeltförmige Walmdach oder das Krüppelwalmdach typisch. Allgemeine Dachformen -->Dach.

Dachformneigung

    Im Straßenbau ist dies das Fahrbahnquerprofil mit Gefälle von der Straßenachse zu den Fahrbahnrändern.

Dachgaube

    Dies ist ein Dachaufbau (auch als Dachgaupe oder kurz Gaupe bezeichnet), welcher zum Einbau senkrechter Fenster erstellt wird (Dachraumbelichtung), es werden folgende Gaubenarten unterschieden:

    • Giebelgaube
    • Schleppgaube
    • Dreiecksgaube
    • Walmgaube
    • Fledermausgaube

Dachgaupe

    -->Dachgaube

Dachgebinde

    -->Dachbinder

Dachgeschoß

    • Das Geschoß direkt unter dem Dach.
    • [lt. Interkantonale Vereinbarung über die Harmonisierung der Baubegriffe in der Schweiz] Dachgeschosse sind Geschosse, deren Kniestockhöhe ein bestimmtes Maß nicht übersteigt.

Dachgesellschaft

    Dies ist die Mutter-, Obergesellschaft, bei Konzernen einer Gesellschaft (AG/GmbH), die meist nicht selbst produziert, sondern nur die Aktien der Tochtergesellschaft verwaltet, die einheitliche Geschäftspolitik des Konzerns sichert und die Finanzierung durchführt.

Dachgully

    -->Dachablauf

Dachhäuschen

    Bezeichnung für eine Dachgaube, deren Dächer mit Kehlen an die Haupdachflächen anschließen.

Dachhaut

    Dies ist die Betitelung für das auf der Unterkonstruktion aufliegende und befestigte Deckmaterial eines Daches, das je nach dem Grad der Feuergefährdung in harte und weiche Materialien unterteilt wird. Reet, Rohr und Stroh gehören zu den weichen Deckungen, Holzschindel, Blech, Ziegel und Schindel zu den harten Deckungen.

Dachheizzentrale

    Dachheizzentralen sind durch Überdruckkessel und entsprechende Brenner für Öl- und Gasheizungen, die keinen natürlichen Schornstein mehr benötigen, möglich.

Dachkammer

    Dies ist die Bezeichnung für einen Schlafraum direkt unter dem Dach.

Dachkehle

    Dies ist die Bezeichnung für die rinnenbildende Schnittfläche zweier Dachflächen.

Dachkonstruktionen

    Aus bauphysikalischer Sicht unterscheidet man sowohl bei Flächdächern als auch bei geneigten Dächer in belüftete und unbelüftete Konstruktionen:

    • belüftete Dachkonstruktionen: hierbei wird der in den Bauteilen enthaltene und der aus dem Gebäudeinneren nach außen diffundierende Wasserdampf über besondere Luftschichten an die Außenluft abgeführt.
    • unbelüftete Dachkonstruktionen: hier sind keine Luftschichten enthalten. Diese Konstruktionsarten sind daher gegen das Eindringen von Wasserdampf durch Dampfsperren zu schützen.

Dachlatte

    Dies sind Holzlatten mit Abmessungen von 3/5 cm oder 4/6 cm.

Dachluke

    Dies sind kleine Dachfenster meist aus Stahlblech, sie dienen zur Belüftung und Belichtung von Dachräumen.

Dachneigung

    Dies ist die Neigung einer Dachfläche vom First zur Traufe, die in Prozent oder Grad angegeben werden kann. Reetdächer sollten beispielsweise mindestens eine Dachneigung von 45 Grad bis 50 Grad haben.

Dachpappe

    Dieser Baustoff dient zur Abdichtung des Daches, es handelt sich hierbei um eine Teer- oder Bitumen getränkte Wollfilz- oder Rohpappe. Rohdichte von Baustoffen --> Rechenwerte der Wärmeleitfähigkeit

Dachpfanne

    Dies ist ein geschweifter Dachziegel.

Dachplatte

    Dies sind i.d.R Faserzementplatten mit Dolanit- (Polyacrylnitril) oder Kurolanfasern (Polyvinylalkohol), Wasser und Zement. Sie finden zumeist Verwendung bei leichten Dachdeckungen (als Wellplatte), ebene Dachplatten oder Fassadenplatten etc.

Dachrandabschluss

    Auch als Dachrandeinfassung betitelt, bezeichnet dieser Begriff allgemein die Ausbildung eines Abschlusses bei einem Flachdach. Bei einem flach geneigten oder Steildach wird der Dachrandabschluss im Bereich freistehender Giebel als -->Ortgang bezeichnet (das untere, waagerechte Ende als -->Traufe).

Dachrandeinfassung

    -->Dachrandabschluss

Dachraum

    Bei geneigten Dächern ist dies der Raum zwischen der Unterseite der Dachflächen und der Oberkante der obersten Geschoßdecke.

Dachreiter

    Dies ist ein auf den First aufgesetztes Ziertürmchen (kann auch ein Glocken- oder Uhrwerk sein).

Dachrinne

    Rinne zur Entwässerung des Daches, diese werden zur Außen- oder Innenentwässerung von Dächern eingesetzt, man unterscheidet:

    • stehende Dachrinnen, diese stehen auf einer Unterkonstruktion
    • hängende Dachrinnen, diese hängen im Rinnenhalter
    • liegende Dachrinnen, diese liegen auf einer Saumschicht

Dachschalung

    Es wird unterschieden in äußere Schalung (diese dient zur Aufnahme der Dachdeckung) und in innere Schalung, diese wird innen an die Sparren befestigt und dient z.B. zur Aufnahme von Wärmedämmungen und Verkleidungen aus z.B. Gipskartonbauplatten

Dachschiefer

    -->Schiefer

Dachschiefer-Richtwerte

Rohdichte
in kg/dm³

(Rein-) Dichte
in kg/dm³

Wahre Porosität
in Vol.-%

Wasseraufnahme
in M.-%

Scheinbare Porosität
in Vol.-%

Biegezugfestigkeit trocken
in N/mm²

2,70 bis 2,80

2,82 bis 2,90

1,6 bis 2,5

0,5 bis 0,6

1,4 bis 1,8

50 bis 80

Dachschmuck

    Dies sind Schmuckelemente auf dem Dach, die sich regional deutlich unterscheiden und meist religiösen oder mythischen Ursprungs sind.

Dachspließe

  • Bei einem Dachspließ (auch Dachspan oder Dachschindel) handelt es sich um ein Deckmaterial aus Holz (oftmals aus astlosem und leicht spaltbaren Tannenholz). Es kann sich hier auch um handbemalte Kiefernholzschindel handeln.
  • Eine Zwischenlage unter die Stoßfugen eines Ziegeldaches (z.B. Bieberschwanzdeckung).

Dachstein

    Dachsteine sind in der Form den -->Dachziegeln nachempfunden und aus Beton hergestellt. Meist werden komplette Systeme angeboten, mit allen nötigen Formteilen und Ergänzungen.

Dachstuhl

    Dies ist der, vom Zimmermann aufgebaute, konstruktive Unterbau eines Daches, der je nach Bauweise aus Sparren , Rofen, Pfetten und Traglattung besteht und zur Auflagerung und Befestigung der -->Dachhaut dient.

Dachstuhlverankerung

    Windsogfeste Verankerung des Dachstuhles in die tragenden Umfassungswände.

Dachüberstand

    Dies ist der mit den Sparren und Dachlatten vorgegebene Überstand der Traufe und des Ortganges zur Hauswand. Je größer der Dachüberstand gewählt wird, desto besser ist der Wittererungsschutz des Hauses, bzw. der Hauswand.

Dachvereisung

    Diese tritt auf bei Dächern mit einer unzureichenden Wärmedämmung oder bei Dächern mit einem geschloßenem Luftraum.

Dachverfallung

    -->Dachausmittlung

Dachziegel

    Dachziegel sind aus gebranntem Ton, im Stranpreß- oder Preßverfahren, hergestellt. Es wird folgendermaßen unterschieden:

ohne Verfalzung

eben

Biberschwanzziegel

verformt

Hohlpfanne

S-Pfanne

Krempziegel

Mönch-Nonne-Ziegel

mit Verfalzung

eben, mit Seitenfalzen

Strangfalzziegel

einfache Kopf-, Seiten- und Fußfalze

Reformpfanne

Doppelmuldenfalzziegel

mehrfache Kopf-, Seiten- und Fußfalze

Flachdachpfanne

Verschiebeziegel

Dachziegelfälze

    Es wird hier zwischen Wasserfalz (unten liegende Falz beim Ziegel), Deckfalz (dieser liegt über dem Wasserfalz und überdeckt diesen) und dem Kopffalz (am Ende des Ziegels) unterschieden.

Dadaismus

    Kunstrichtung um 1920, auch die Kunstrichtung des Unlogischen genannt.

DafStb

    Abkürzung für Deutscher Ausschuss für Stahlbeton.

Daidalos

    Auch Dädalus genannt, ist in der griechischen Sage ein berühmter Baumeister und Erfinder, er baute zusammen mit seinem Sohn Ikaros für den Minotauros das Labyrinth.

Dakka

    Dies ist die erhöhte Estrade der Muezzins für die Gebetsresponsorien in großen Moscheen.

Dalben

    Dies sind Einzelpfähle oder auch Pfahlbündel, welche in die Gewässersohle eingespannt sind und zum Anlegen, Festmachen und Leiten von Schiffen und/oder zum vertikalen Führen von schwimmenden Anlagen wie Schwimmstegen oder auch Pontons dienen.

Dalèn

    Der schwedische Physiker und Ingenieur Nils Gustaf Dalèn (1869-1937) erfand das Dalèn-Blinklicht für Leuchttürme und hat 1912 den Nobelpreis erhalten.

Damaszierung

    Dies ist eine spezielle Herstellungsweise von Stahlklingen (Damaszener Klingen) hierbei werden Stäbe unterschiedlicher Härte und Dicke mehrmals schraubenartig miteinander verschweißt und durch Hämmern gestreckt so dass die Nahtlinien Muster ergeben.

Damm

    Erhöhter Weg zur Überquerung von Wasser, Teil der mittelalterlichen Befestigungsanlage.

Dammbalken

    Dies ist der Teil eines Revisionsverschlusses, der eine Öffnung in einem Damm horizontal verschließt.

Dammbalkentafel

    Dies ist ein Verschlußkörper in einem Damm, der aus einzelnen übereinander liegenden Balken, die zu einer Tafel zusammengesetzt sind, besteht.

Dämmen

Definition Dämmen, Dichten, Isolieren

Dämmen

Dies betitelt eine Schutzmaßnahme gegen Temperatur- und Schalleinflüsse. Gedämmt wird gegen Wärme und Schall. Z.B. Wärmedämmung, Dämmstoff, Dämmschicht, Schalldämmung etc.

Sperren und Dichten

Dies betitelt eine Schutzmaßnahme gegen Feuchtigkeit. Gesperrt und gedichtet wird gegen Feuchtigkeit. Z.B. Feuchtigkeitssperre, Sperrschicht, Dichtungsschicht, Dampfsperre, Dachdichtung, Dichtungsbahn etc.

Isolieren

Dies betitelt eine Schutzmaßnahme gegen elektrischen Strom. Isoliert wird gegen Elektrizität. Z.B. Isolierter Draht, Isolierband, Isolierung eines Kabels.

Randbemerkung: Die Betitelung Isolierung ist generell nicht für eine Dämm- oder Sperrschicht zu verwenden!

 

Dämmer

    Dies sind Spezialbindemittel zum Herstellen gut fließfähiger Suspensionen, mit denen sich unterirdische Hohlräume gut bis sehr gut ausfüllen lassen. Dämmer bestehen zumeist aus hydraulischem Bindemittel und tonhaltigem Steinmehl. Durch den vorhandenen Tonanteil werden eine gute Wasserbindung, eine leichte Pumpbarkeit sowie eine gute Fließfähigkeit erreicht.

Dämmmaterialien

anorganische Dämmmaterialien

organische Dämmmaterialien

künstlich

natürlich

Glaswolle
Perlite/Blähton
Steinwolle
Schaumglas

Neopor
Polystyrol (EPS und XPS)
Polyurethan

Schilfrohr
Flachs
Stroh
Kork
Kokosfaser
Schafwolle
Holzfaser/Holzwolle
Zellulose
Baumwolle
Hanffaser
Seegras
Gras
Getreide

Dämmputze mit Perlite

    Dämmputze mit Perlite werden auch als Perlitputze oder Vermiculitputze bezeichnet und werden in der Regel für brandschutztechnisch wirksame Bekleidungen von Bauteilen verwendet.

Dämmstoffe

    Am häufigsten werden Dämmstoffe für Wärme-/ Kältedämmungen und als Schall- bzw. Trittschallschutz verwendet. Man unterscheidet anorganisch synthetische (wie Mineralwolle), anorganisch natürliche (wie Perlite, Blähton), organisch synthetische (wie Polystyrol, Polyurethan-Schaumstoff) und natürliche Dämmstoffe (wie Schilf, Kork, Baumwolle oder Zellulosefasern). Den Universal-Dämmstoff gibt es nicht, denn während z.B. poröse Dämmstoffe besonders wärmedämmend sind, weisen dichte den besseren Schallschutz auf. Dieses Problem läßt sich durch die Kombination unterschiedlicher Dämmstoffe lösen.

Dämmstoffkennzeichen

Kennzeichnung

Verwendungsbereich/Eigenschaften

h

Dies ist ein Zusatzzeichen für Wärmedämmstoffe, welche über die gesamte Dicke hydrophobiert sind.

PT

Abkürzung für einen Wärmedämmstoff mit hoher Abreißfestigkeit und erhöhten Anforderungen an die Maßhaltigkeit z.B. für Putzträgerplatten.

s

Dies ist ein Zusatzzeichen für Wärmedämmstoffe (ausgenommen die der Kennzeichnung w), welche für schalldämmende Vorsatzschalen verwendet werden können. Hierbei ist die dynamische Steifigkeit , s` mit anzugeben.

T

Abkürzung für Trittschalldämmstoffe.

TK

Abkürzung für Trittschalldämmstoffe mit geringer Zusammendrückbarkeit.

W

Abkürzung für einen Wärmedämmstoff der nicht druckbelastbar ist.

w

Dies ist ein Zusatzzeichen für Wärmedämmstoffe, welche zur Hohlraumdämpfung in zweischaligen Trennwänden, zu Schallschluckzwecken oder auch für Vorsatzschalen mit Unterkonstruktionen eingesetzt werden können.

WD

Abkürzung für einen Wärmedämmstoff der druckbelastbar ist (für Wände und Dächer).

WDS

Abkürzung für einen Wärmedämmstoff der besonders druckbelastbar ist (für Sondereinsatzgebiete wie z.B. Industrieböden).

WDT

Abkürzung für einen Wärmedämmstoff der druck- und temperaturbelastbar ist.

WV

Abkürzung für einen Wärmedämmstoff der scherben- und abreißbeanspruchbar ist.

Dämmstoffkörnung

    Werden auch als lose Schüttungen bezeichnet; sie werden vorzugsweise aus gekörntem Perlitgestein durch einen Blähprozess bei ca. 1000 Grad Celsius gewonnen. Sie eignen sich als trittbelastbare Ausgleichsschüttungen bei unebenen Böden.

Dammstrecke

    Dies ist der Abschnitt eines Schifffahrtskanals oder eines staugeregelten Flusses zwischen zwei Dämmen.

Dämmung

    Unter Dämmung versteht man alle Maßnahmen der Außen- und Innendämmung zur Wärme- und Schalldämmung.

    • Bei der Außendämmung unterscheidet man zwischen Kerndämmung, die direkt auf das Mauerwerk verlegt wird, und der Dämmung mit hinterlüfteter Fassade, bei der zwischen Fassade und Dämmschicht ca. 2 cm Luftraum frei bleiben.
    • Bei der Fassadendämmung mit Vollwärmeschutz(VWS)-Systemen kann die aufgebrachte Dämmung direkt verputzt oder mit Flachverblendern versehen werden. Ein Hinterlüftungsabstand oder zusätzliches Vormauerwerk sind nicht nötig. VWS-Systeme sind deshalb besonders für die Altbau-Renovierung geeignet. Sie werden auch als Wärmedämm-Verbundsysteme bezeichnet. VWS-Systeme bestehen aus genau aufeinander abgestimmten Komponenten, i. d. R. Dämmaterial und Träger für Putz oder Flachverblender.
    • Die -->Trittschalldmmung von Böden gewinnt gerade als Renovierungs-Maßnahme an Bedeutung, z. B. beim Ausbau des Dachgeschosses. Gleiches gilt für die Wärmedämmung des Dachgeschosses . Hier unterscheidet man eine Zwischensparrendämmung mit Hinterlüftung und eine Sparrenvolldämmung ohne Hinterlüftung. Die Verlegung der Sparrenvolldämmung sollte unbedingt dem Handwerker vorbehalten bleiben. Die Aufsparrendämmung bietet durch eine Verlegung der Wärmedämmung oberhalb der Sparren die Möglichkeit, Wohnräumen unterm Dach besondere Akzente zu verleihen – durch sichtbare Sparren und eine Schalung aus Nut- und Federbrettern.

Damophon

    Damophon war ein grichischer Bildhauer, er war im 2. Jh. V. Chr. tätig.

Dampf

    Dies ist ein Gas in der Nähe seiner Verflüssigung.

Dampfbehandlung

    Dies ist u.a. ein Verfahren zur Wärmebehandlung des Betons, um die Frühfestigkeit von Betonerzeugnissen zu erhöhen.

Dampfbremse

    Dampfbremsen regulieren das Eindringen von Luftfeuchtigkeit in Bauteile und mindern so deren Durchfeuchtung.

Definition zu Dampfbremse und Dampfsperre bzw. Diffusionsoffen, Diffusionshemmend und Diffusionsdicht

Benennung der Eigenschaft

Bezeichnung der Bauteilschicht

Beispiel

Sd-Wert [m]

Diffusionsoffen

-

Diffusionsoffene Unterdeckenbahnen, Innenputz, reines Luftsperrenpapier, Tapete, Rieselschutzpappe, etc.

Bis 0,5

Diffusionshemmend

Dampfbremse

Die meisten Kunststoff- und Bitumenbahnen, Dampfbremsenfolien/ -membrane, OSB-Platten, etc.

Über 0,5 bis 1.500

Diffusionsdicht

Dampfsperre

Unperforierte Polyäthylenfolien, alukaschiertes Papier, Glas, Blech, Bitumenbahnen mit Alueinlage, etc.

Über 1.500

Dampfdichte

    Dies ist die Bezeichnung für die Dampfmenge (Masse) in der Volumeneinheit.

Dampfdichtung

    Dies ist eine Abdichtung gegen Dampf, z.B. Wasserdampf mit z.B. einer -->Dampfsperre.

Dampfdiffusionswiderstandszahl

    Die Dampfdiffusionswiderstandszahl µ bezeichnet den spezifischen Widerstand, den ein Material dem Wasserdampf  vergleichend zu einem Meter Luftschichtdicke entgegensetzt. Sie ist eine dimensionslose Größe. Je kleiner dieser Wert ist, desto leichter kann der Dampf das Material durchdringen. Wird die Dampfdiffusionswiderstandszahl mit der Bauteildicke in Metern multipliziert, erhält man die äquivalente Luftschichtdicke (sd-Wert). Siehe auch Tabelle unter -->Dampfbremse.

Dampfdom

    Dies ist zu einen die Bezeichnung für den (Teil-)Druck des Wasserdampfs in der Luft und zum anderen die Bezeichnung für den Sättigungsdampf der im Gasraum eines gesättigten Dampfs herschenden Druck.

Dampfdruck

    Bei Lacke und Farben ist der Dampfdruck des beigegebenen Lösemittels derjenige Druck seiner gasförmigen Phase , den diese im thermodynamischen Gleichgewicht mit der flüssigen Phase bei gegebener Temperatur ausübt. Es besteht also eine direkte Abhängigkeit zwischen der Verdunstung bzw. der Verdunstungsgeschwindigkeit eines Lösemittels zu dessen Dampfdruck bzw. Verdampfungswärme.

Dampfdruckausgleichsschicht

    Diese wird meist punktweise mit Heißbitumen unter die Dampfsperre (beim Warmdach) angeordnet.

Dampfgaren

    Dies ist die Betitelung für druckloses Kochen mit Wasserdampf bis 100 Grad Celsius.

Dampfgehärteter Porenbeton

    Dies ist ein feinporiger Beton, der aus Zement und/oder Kalk und feingemahlenen oder feinkörnigen, kieselsäurehaltigen Stoffen unter Verwendung von porenbildenden Zusätzen, Wasser und gegebenenfalls Zusatzmitteln hergestellt und in gespanntem Dampf gehärtet wird.

Dampfhammer

    Dies ist ein Schmiedehammer dessen Bär durch Dampf bewegt wird.

Dampfheizung

    Dampfheizungen sind Zentralheizungen und werden in zwei Varianten unterschieden, der Niederdruck -Dampfheizung und der Hochdruck-Dampfheizung. Im Gegensatz zu den Wasserheizungen mit Wasser als Wärmeträger, wird bei der Niederdruck-Dampfheizung (Kurzbezeichnung NDD) in dem ebenfalls im tiefsten Punkt der Anlage stehenden Heizkessel Wasser auf 100°C erhitzt und in Dampf mit bis zu 0,5 bar Betriebsdruck überführt , der durch Vorlaufleitungen unter Verdrängung der in der Anlage befindlichen Luft in die Heizkörper gelangt und dort unter Angabe der Verdampfungswärme von ca. 630 Wh/kg Dampf kondensiert. Bei den Hochdruck-Dampfheizungen dient als Wärmeträger Dampf von 0,5 bis 2 bar. Diese Dampfheizung erzeugt Heizflächentemperaturen von bis zu 130 °C, die für Wohnräume hygienisch nicht tragbar, außerdem nicht zu regeln ist. Eine solche Hochdruckanlage verlangt eine behördliche Genehmigung und Überwachung sowie eine Aufstellung des Kessels in einem besonderen Kesselraum. Hochdruck-Dampfheizungen werden meistens nur für gewerbliche Aufgaben verwendet.

Dampfkessel

    Dies ist die Bezeichnung für einen Behälter aber auch eine geschlossene Rohranordnung, in der durch die Einwirkung von Wärme Wasserdampf von höherem als atmosphärischen Druck erzeugt oder Wasser über die dem atmophärischen Druck entsprechende Siedetemperatur hinaus erhitzt wird.

Dampfkraftanlage

    Dies ist eine Anlage zur Umwandlung von Wärmeenergie in mechanische oder elektrische Energie.

Dampfkonvektion

    Dies betitelt den Transport von Wasserdampf durch sogenannte Luftleckstellen. Die transportierte Dampfmenge ist in der Regel bis zu mehreren tausend Mal größer als die durch Diffusion transportierte Menge.

Dampfmischen

    Dies ist ein Verfahren, bei welchem dem Frischbeton durch Einmischung von Sattdampf Wärme zugeführt wird.

Dampfsperre

    Die Dampfsperre verhindert das Eindringen von Wasserdampf in Materialien, die gegen Feuchtigkeit anfällig sind (Verrottung) oder deren Funktion bei Durchfeuchtung herabgesetzt ist. Die Dampfsperre wird bei der Innendämmung von Außenwänden oder Dächern auf der dem Raum zugewandten Seite angebracht. Nur so kann sie das Eindringen des im warmen Hausinneren entstehenden Wasserdampfes in die Dämmung unterbinden. Die Bewegung des Wasserdampfes ist immer in Richtung auf die geringere Konzentration gerichtet, es findet demnach ein Ausgleich verschiedener Konzentrationen statt, i.d.R. von Warm (=hoherWasserdampfpartikeldruck) zu Kalt (=niedriger Wasserdampfpartikeldruck) - bzw. von Feucht (hohe relative Luftfeuchtigkeit) nach Trocken (= geringere relative Luftfeuchtigkeit).

Dampfstrahlen

    Hierbei wird entspannter Wasserdampf eingesetzt, der teilweise an der Oberfläche kondensiert. Durch thermische Beanspruchung wird die Oberflächenverschmutzung abgelöst.

Dampfstrahlpumpe

    Bei dieser Vorrichtung, die zum Saugen und Pumpen dient, wird ein Dampfstrahl mit hohem Druck durch eine Düse in ein sich verengendes Rohr geblasen, hierbei reißt der Dampfstrahl infolge der hohen Geschwindigkeit die im Rohr befindliche Luft oder das Wasser mit sich fort und erzeugt dadurch einen Unterdruck.

Dance

    Georg Dance (1741 – 1825) war ein englischer Architekt des Klassizismus, er erstellte u.a. das Londoner Gefängnis von Newgate (1769-1778).

Darlehen

    Kredite für z.B. Bauzwecke.

Darrdichte

    Dies ist die Rohdichte von trockenem Holz bei 0% Wassergehalt.

Darren

    -->Darrprobe

Darrprobe

    Verfahren zur Bestimmung der Oberflächenfeuchte, - hierbei wird eine genau gewogene Materialprobe in einem flachen Gefäß unter ständigem Rühren bis zur Oberflächentrocknung erhitzt. Der Gewichtsunterschied gegenüber der Einwaage entspricht dem Feuchtigkeitsgehalt, bezogen auf die Trockenmasse ergibt sich die sogenannte Oberflächenfeuchte in M %.

Darstellende Geometrie

    Dies ist ein mathematisches Gebiet, welches sich mit der Darstellung von räumlichen Gegenständen in der Ebene beschäftigt.

Dasymeter

    Dies ist ein Gerät zur Bestimmung von Gasdichte durch Auftrieb.

Datscha

    Bezeichnung für ein russisches Landhaus (Sommerhaus).

Datsche

    In Ostdeutschland übliche Bezeichnung für ein Wochenendhäusschen, abgeleitet von -->Datscha.

Daube

    Auch als Dauge betitelt ist dies die Bezeichnung für das gebogene Längsbrett eines Fasses.

Daucher

    Adolf Daucher (auch Dauher genannt) (1460/1465-1523/1524) war ein deutscher Bildhauer der stark von der italienischen Renaissance beeinflusst wurde, sein Sohn Hans Daucher (1485-1538) war ebenfalls Bildhauer und zu dem Medailleur.

Dauerbrandofen

    Andere Bezeichnungen sind Dauerbrenner oder Füllofen, diese Öfen halten das Feuer längere Zeit ohne Nachfüllen von Brennstoffen und geben gleichmäßig Wärme ab.

Dauerhaftigkeit

    Die Dauerhaftigkeit bezieht sich u.a. auf die vorgesehene Nutzungsdauer eines Bauwerks. Sie gilt als sichergestellt, wenn in diesem Zeitraum bei einer angemessenen Instandhaltung, durch Einhaltung normativer Regeln an die Bauplanung und Bauausführung keine wesentlichen Verluste der Gebrauchstauglichkeit, Stabilität und Standsicherheit eintreten.

Dauerhaftigkeits- und Tränkbarkeitsklassen von Holz

    Allgemeine Klassen nach DIN (DIN EN 350):

Klasse

Tränkbarkeit beim Kesseldruck-Verfahren

Dauerhaftigkeit von Kernholz gegen holzzerstörende Pilze

1

Gut tränkbar.

Sehr dauerhaft.

2

Mäßig tränkbar, z.B. bei Nadelholz ca. 6 mm Eindringung nach 2 bis 3 Stunden).

Dauerhaft.

3

Schwer tränkbar,  6 mm Eindringung in 3 bis 4 Stunden.

Mäßig dauerhaft.

4

Sehr schwer Tränkbar.

Wenig dauerhaft.

5

-

Nicht dauerhaft.

Dauerwohnrecht

    Dies ist ein beschränktes dingliches Recht an einem Grundstück, der Berechtigte darf eine auf einem Grundstück errichtete Wohnung bewohnen oder für sich nutzen.

Dauge

    -->Daube

Daumennagel

    Oder auch einfach Daumen ist ein Wulstprofil, die Wulst ist hierbei oben etwas nach vorne geneigt.

Davy

    Sir Humphry Davy (1778-1829) war ein britischer Physiker und Chemiker, er entdeckte die Elektrolyse und erfand die im Bergbau verwendeten Sicherheitsleuchten.

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Deambulatorium

    -->Chorumgang

Debitieren

    Die Bezeichnung für das Belasten eines Kontos oder einer Person.

Debitor

    Dies ist die Betitelung des Schuldners im laufenden Geschäftsverfahren.

Deckanstrich

    Dies ist der nach dem Grundanstrich aufgebrachte Finalanstrich.

Deckbeschichtung

    Eine Deckbeschichtung besteht aus einer oder mehreren Schicht (-en) aus für den jeweiligen Anwendungszweck geeigneten und auf die darunterliegenden Schichten abgestimmten Beschichtungsstoff. Die Aufgaben der Deckbeschichtung sind u.a. für den Schutz der darunter befindlichen Schichten und zur Schaffung einer geforderten Oberflächeneigenschaft eines Beschichtungssystems.

Deckbreite

    • Bezeichnung für Nutzbreite eines Bahnenproduktes.
    • Das Rastermaß der fertig hergestellten Dachdeckung.

Deckbrücke

    Dies ist die Bezeichnung für eine Brücke, auf welcher die Fahrbahn über dem Hauptträger liegt.

Decke

    • Der meist waagerechter Abschluß eines Raumes.
    • Im Strassenbau die oberste Schicht des Oberbaus einer Verkehrsfläche.

Deckelbauweise

    Dies ist ein Bauverfahren im Tunnelbau.

Deckenbalken

    Dies ist der tragende Teil einer Deckenkonstruktion bei einer Holzbalkendecke.

Deckenblende

    Bei Möbeln ist dies der Abschluss zwischen Decke und Oberbauten bzw. Hochschränke.

Deckendurchbrüche

    Dies sind, unter Berücksichtigung der Statik, Aussparungen für den Einbau von Installationen in Gebäuden (durch die Decken).

Deckengebinde

    Dies ist die Bezeichnung für einzelne Scharen oder Reihen am Dach.

deckengleicher Unterzug

    Auch als Blindbalken bezeichnet ist dies, ein durch Bewehrung verstärkter Bereich einer (Decken-) Platte im Bereich einer fehlenden lastabnehmenden Unterstützung.

Deckenheizung

    Dies ist eine Flächenheizung, welche in die Decke eingebracht ist, und somit die Wärmestrahlung von oben in den Raum gelangt (deshalb auch als Deckenstrahlheizung bekannt).

Deckenmalerei

    Diese wird auch als Gewölbemalerei bezeichnet und benennt das Ausschmücken geschlossener Raumdecken mit figürlicher oder ornamentaler Malerei.

Deckenixel

    Dies ist der Bereich an einer Decke der an die Wand anschließt, die Wand-Deckenecke (Inneneck).

Deckennutzschicht

    Oberbegriff für den Bodenbelag, -der Nutzschicht.

Deckenschalttisch

    Dies ist eine Schalungskonstruktion mit höhenverstellbaren Stützen und ggf.einem Fallknopf.

Deckenschalung

    Dies ist eine Schalung für das Betonieren von Decken. Bei der Einschalung von massiven Betondecken, z.B. Stahlbetondecken, werden Schalbretter oder -bohlen, aber auch flächige Schalungselemente wie z.B. Schalungstafeln, Schalungsplatten verwendet. Abhängig ist die Auswahl der Schalung u.a. von der gewünschten fertigen Untersicht der Deckenoberflächen und der zu betonierenden Deckenfläche. Bei der Planung einer Deckenschalung sind u.a. eventuelle Überhöhen, Aussparungen und natürlich die nötige Bewehrung (anfallende Lasten) etc. zu berücksichtigen. Um die gewünschte Endhöhe zu erhalten muss auch das Schwinden des Betons beim Trocknen (Erhärten) berücksichtigt werden.

Deckenscheibe

    Dies sind flächenhafte Deckenkonstruktionen, deren Grundrissdimension wesentlich größer ist als ihre Dicke, wenn sie in Richtung ihrer Hauptdimension belastet werden.

Deckensteine aus Leichtbeton

    Ähnlich der -->Deckenziegel werden diese für Stahlbeton- und Spannbetondecken angeboten.

Deckenstrahlheizung

    -->Deckenheizung

Deckentafel

    Dies ist ein Konstruktionselement der Holztafelbauweise.

Deckenüberbeanspruchung

    Hierbei können durch  zu großer Belastung auf der Decke oder durch eine überdimensionierung der Decke erhebliche Schäden verursacht werden z.B.: Rißbildungen  durch zu hoher Kantenpressung oder Verdrehung im Auflagebereich, aber auch Rißbildungen in Trennwänden.

Deckenunterzug

    Dies ist der Entlastungsträger unterhalb einer Decke.

Deckenverspannung

    Im Möbelbereich sind dies Schrankseiten welche vom Fußboden bis zur Decke verspannt sind.

Deckenvollmontage

    Dies ist in den meisten Fällen ein Montagesystem, bei welchem die Decke sofort belastet werden kann.

Deckenziegel

    Diese Ziegel werden zur Ausführung von nicht zu schweren, schall-, wärme- und brandschutztechnisch günstigen Deckenherstellungen verwendet; es werden die drei folgenden Arten unterschieden: Deckenziegel statisch mitwirkend, Deckenziegel statisch nicht mitwirkend und Tonhohlplatten (Hohlziegel).

Deckenziegelmaße für Ziegeldecken und Wandtafeln

Breite b

mm

250

Länge l

mm

166 bis 500

Dicke so

mm

90

115

140

165

190

215

240

265

290

315

340

Deckfähigkeit

    -->Deckvermögen

Deckfarbe

    Dies ist eine Farbe, die die darunterliegende Farbe nicht durchscheinen lässt, das Gegenteil einer Lasurfarbe.

Deckfurnier

    -->Edelfurnier

Deckkraft

    -->Deckvermögen

Deckmörtel

    -->Dachdeckermörtel

Deckputz

    Der Deckputz betitelt die oberste Lage eines in einem oder mehreren Arbeitsgängen ausgeführten Putzsystems oder Putzaufbaus. Z.B. Dispersionsputze werden allgemein ausschließlich als Deckputz eingesetzt während mineralische Putze auch als Grundputze Verwendung finden.

Deckschicht

    Im Straßenbau ist dies die widerstandsfähige und verkehrssichere oberste Schicht einer Fahrbahndecke oder eines Brückenbelags.

Deckstein

    Dachdeckerbezeichnung für den einzelnen Dachziegel bei der Verlegung.

Deckungsbeitrag

    Dies ist die Differenz zwischen dem Erlös und den zurechenbaren direkten Kosten.

Deckungsrichtung

    Bezeichnung für die Verlegerichtung bei der Dacheindeckung, diese richtet sich nach der Hauptwetterrichtung, -es wird immer gegen die Hauptwetterseite eingedeckt.

Deckungsrücklass

    Der Deckungsrücklass ist in Österreich eine gängige Sicherstellung gegen Überzahlung bei Teilrechnungen. Nach ÖNORM (B 2110) beträgt er 7% und wird, sofern nicht andere Sicherstellungsmittel vom Auftraggeber genehmigt werden, von der jeweiligen Rechnung abgerechnet. Der Deckungsrücklass wird i.d.R. mit der Schlussrechnung zur Rückzahlung fällig, wenn er nicht auf einen Haftungsrücklass angerechnet wird.

Deckungsrücklast

    Bezeichnung für den Rückhalt (-->Deckungsrücklass).

Deckverband

    Bezeichnung für die Art der Dachdeckung, hier wird im Verband verlegt, d.h. es kommt keine durchlaufende Fuge von der Traufe zu dem First zustande.

Deckvermögen

    Früher auch als Deckkraft oder Deckfähigkeit betitelt bezeichnet dieser Begriff das Vermögen eines pigmentierten Anstrichstoffes oder auch einer Beschichtung, die Farbe bzw. die Farbunterschiede eines Untergrundes mehr (gutes Deckvermögen) oder weniger gut (schlechteres Deckvermögen) zu überdecken.

Decorated Style

    Dies ist die Bezeichnung für die zweite Phase der englischen Gotik (1290 bis Ende 14 Jahrhundert).

Dedikationsbild

    Dies ist die Bezeichnung für die bildliche Darstellung einer feierlichen Übergabe eines Kunstwerks an den Stifter oder den Auftraggeber (Bauherr).

Defizit

    Andere Bezeichnung für einen Fehlbetrag im Sinne von Überschreitung der Einnahmen durch die Ausgaben oder als Fehlbetrag bei der Kassenkontrolle.

Deflagration

    Dies ist eine mit Unterschallgeschwindigkeit sich ausbreitende Explosion.

Deformation

    Dies ist die Bezeichnung für die Formänderung eines Körpers, durch äussere Kraft (z.B. Dehnung, Torsion) oder Erwärmung.

Deformationsmessung

    Dies ist eine regelmäßig wiederholte Vermessung mit dem Ziel, zeitliche Veränderungen der Lage und Form von Bauwerken oder anderen Objekten aufzudecken.

Dehnbarkeit

    Auch als Felxibilität betitelt handelt es sich hierbei bei Beschichtungen um das Vermögen Längenänderungen eines Substrates ohne bleibende nachteilige Veränderungen folgen zu können.

Dehnfuge

    -->Dehnungsfuge

Dehnung

    Dies ist die Bezeichnung für die Längenänderung eines auf Zug beanspruchten Körpers.

Dehnungsfuge

    Konstruktive (muß-) Maßnahme zur Schadensvorsorge bei einer temperaturbedingten Baustoffdehnung.

Dehnungsmeßstreifen

    Dieses Verfahren dient zur verzögerungsfreien Aufzeichnung von Längenveränderungen, diese werden in elektrische Widerstandsänderungen umgewandelt und aufgezeichnet.

Dehnungssteifigkeit

    Meist auf einen Stabquerschnitt bezogen ist dies die Lägskraft dividiert durch die Stabdehnung. Die Dehnungssteifigkeit ist ein Produkt aus Elastizitätsmodul und Querschnittsfläche.

Dehydratisierung

    Dies bezeichnet den Vorgang der Abspaltung von Wasser aus einer chemischen Verbindung.

Dehydrierung

    Dies ist der Entzug von Wasserstoff aus chemischen Verbindungen.

Deich

    Dies ist ein Damm aus Erdbaustoffen zum Schutz gegen Sturmfluten und/oder Hochwasser.

Deichbruch

    Dies ist die völlige oder teilweise Zerstötung eines Deichs durch hydrodynamische oder hydrostatische Belastungen .

Deichkrone

    Dies ist der obere Abschluss eines Deiches zwischen der Außenböschung und der Binnenböschung.

Deichscharte

    Dies ist eine verschließbare Durchführung an einem Deich, z.B. für die Durchführung von Verkehrswegen.

Dekanei

    Bezeichnung für die Wohnung eines kirchlichen Dekans.

Dekarbonatisierung

    Dies ist ein chemischer Vorgang, der u.a. bei karbonhaltigen Zuschlägen im Brandfall zum Versagen von Beton- und Stahlbetonteilen führen kann.

Dekastylos

    Tempel mit zehn Säulen an einer Front.

Dekompression

    Anderes Wort für Druckverringerung.

Dekonstruktivismus

    Dies ist die Gegentheorie zum Funktionalismus und dem Konstruktivismus.

Dekontaminierbarkeit

    Die Dekontaminierbarkeit ergibt sich aus der Überlagerung zweier entgegengesetzter Materialeigenschaften, zum einen der Fähigkeit, radioaktive Substanzen oberflächlich festzuhalten sowie der Bereitwilligkeit , diese Substanz im Zuge von Reinigungsprozessen wieder abzugeben.

Dekontaminierungsschleuse

    Dies ist die Eingangsschleuße für Schutzräume, um z.B. eine Verflüchtigung von Virusbakterien auszuschließen.

Dekorbrand

    -->Fliesenbrennverfahren

Dekorputz

    Dies ist eine allgemeine Bezeichnung für pastöse -->Deckputze die ausschließlich im Innenbereich angewendet werden.

Dekorrahmen

    Bei Möbeln ist dies ein Metallrahmen zum Befestigen eines Frontbelages.

De l`Orme

    Der französche Architekt Philibert De l`Orme (1515-1570) trug aktiv dazu bei, dass die Baukunst der Antiken in Frankreich eingeführt wurde.

Deltametalle

    Dies sind Kupfer-Zink-Legierungen (auch Sondermessing) für z.B. Schiffbeschläge und Armaturen.

Deltoid

    Ein aus einer gemeinsamen Grundlinie bestehendes ebenes Viereck aus zwei gleichschenkligen Dreiecken.

Demodulator

    Dies ist ein Bauteil, welches den niederfrequenten Anteil eines Signals von seinem Hochfrequenzträger trennt.

Demotage

    Dies ist die Bezeichnung für das Zerstören, Zerlegen oder den Abbau von Maschinen, Fabriken, und technischen Anlagen.

Dendrologie

    Gehölzer- und Baumkunde.

Denier

    Maßeinheit für Kunstfasern; das Gewicht in g von 9000 m Faden.

Denitrifikation

    Unter Denitrifikation versteht man die Fähigkeit von Mikroorganismen, Nitrat zu molekularem Stickstoff umzusetzen. In der Abwasserreinigung wird durch Nitrifikation und Denitrifikation Ammoniak bzw. Ammonium zu Stickstoff umgewandelt.

Denitrifikationsbecken

    Dieses, sowie das -->Nitrifikationsbecken dienen zur biologischen Reinigung von Abwasser. Im Denitrifikationsbecken wird dem Abwasser-Belebtschlamm-Gemisch unter Rühren nitrathaltiges Kreislaufwasser aus dem Nitrifikationsbecken zugegeben. Durch den anoxischen Betrieb wird hier das Nitrat abgeschieden und gespalten.

Denkmal

    Dies ist die Bezeichnung für alle erhaltungswürdigen Gegenstände der Natur, der Kunst und der Geschichte. Denkmäler im Sinne des Denkmalschutzgesetzes sind Sachen, Sachgesamtheiten oder Sachteile an deren Erhalt aus künstlerischen, geschichtlichen, wissenschaftlichen, technischen oder städtebaulichen Gründen ein öffentliches Interesse besteht. Bei Gebäuden wird i.d.R. ein gewisses Alter (i.d.R. mehr als 20 Jahre) gefordert damit sich das langfristig angelegte, öffentliche Erhaltungsinteresse bilden kann, demnach reichen das Vorhandensein einer alleinigen Seltenheit oder des Alters allein nicht dafür aus.

Denkmalschutz

    Auch Denkmalpflege, dies sind alle Maßnahmen zur Erhaltung und Pflege von kunst und kunsthistorisch wertvollen Werken der Architektur, Plastik, Malerei und des Kunstgewerbes. Nach dem BauGB (§ 1) sind bei der Aufstellung von Bauleitplänen die Belange des Denkmalschutzes und der Denkmalpflege in jedem Fall zu berücksichtigen. Wenn eine Gemeinde die Denkmaleigenschaften einer baulichen Anlage und eines Grundstücks mit parkartigem alten Baumbestand nicht erkennt, kann dies die Nichtigkeit eines Bebauungsplans wegen eines sogenannten Abwägungsausfalls zur Folge haben.

Denudation

    Durch Wind und Wasser entstehende flächige Bodenabtragung.

Depassivierung

    Dies ist der Verlust des Korrosionsschutzes von Stahleinlagen in Betonbauteilen. Dieser Vorgang ist bedingt durch Carbonatisierung der Betondeckung oder Belegung der Stahloberfläche mit Chlorionen.

Deponie

    Dies ist ein Ort oder ein Platz zur Ablagerung von Müll und Unrat.

Deponieabdichtung

    Eine solche Abdichtung besteht i.d.R. aus Basis- und Oberabdichtung und umschließt den gesamten Deponiekörper.

Deponiebetrieb

    Dies ist ein Sammelbegriff für alle auf der Deponie bei der Ablagerung von Abfällen ablaufenden Vorgänge.

Deponiebetriebsformen

    Die Form der Einbautechnik und die abzulagernden Stoffe und Komponenten sowie die Abfallqualitäten führen zu folgenden Einteilungen:

    • Sonderabfalldeponie
    • Ballendeponie
    • Verdichtungsdeponie
    • Rottedeponie
    • Inert- und Monodeponie

Deponieformen

    Hier wird folgendermaßen unterschieden:

    • Grubendeponie
    • Deponie im Taleinschnitt
    • Deponie am Hang
    • Haldendeponie

Deponiegase

    Die im mikrobiellen Abbau organischer Abfälle entstehenden Gase sind in der Regel:

    • Methan (zu ca. 55%)
    • Kohlendioxid (zu ca. 45%)
    • geruchsintensive Gase wie z.B. Schwefelwasserstoff

Deponiegasnutzung

    Dies ist die Verbrennung von Deponiegasen zur Erzeugung von Heiz- und Prozesswärme sowie von elektrischer Ernergie.

Deponieklassen

    • Deponieklasse 0: Bodendeponie
    • Deponieklasse 1: Mineralstoffdeponie
    • Deponieklasse 2: Reststoffdeponie
    • Deponieklasse 3: Sonderabfalldeponie
    • Deponieklasse 4: Untertagedeponie; in anderen Gesteinen als Salzstein

Deponieplanum

    Dies ist die Abstandsfläche einer Deponie als Kontaktfläche zwischen Baugrund und Basisabdichtung.

Deponiesickerwasser

    Dies ist der Oberbegriff für alle, mit dem Abfallgut in Berührung gekommenen Wässer.

Depotstoff

    Dies sind i.d.R. Stoffe mit länger anhaltender Wirkung.

Derbstangen

    -->Lattung

Dermal

    Aufnahme von Stoffen durch die intakte Haut.

Derrick

    Dies ist ein Drehkran der aus einem Mast, bzw. Standbaum und einem verstellbaren Ausleger, bzw. Schwenkbaum besteht.

Desinfektion

    In der Abwassertechnik u.a. wird hier das Abtöten oder Inaktivieren von Erregern übertragbarer Krankheiten angesprochen.

Desinfektionsmittelbeständigkeit

    Dies ist die Beständigkeit von Anstrichen gegenüber flüssigen Chemikalien, hierbei wird unterschieden zwischen zeitlich begrenzter Beständigkeit und langzeitiger Beständigkeit.

Desjatine

    Veraltetes russisches Flächenmaß, etwa in der Größenordung eines Hektars.

Desodorierung

    Diese Begrifflichkeit betitelt gezielte Maßnahmen bei welchen Geruchsträger, wie z.B. die Anteile an nicht polymerisierten Monomeren (sogenannte Restmonomere) in Kunststoffdispersionen, zu überdecken, zu entfernen oder im besten Fall zu zerstören.

Desoxydation

    Dies ist der Entzug von Sauerstoff aus Metallschmelzen.

Desquamation

    Dies ist das Ablösen schaliger Gesteinsplatten an Felsen durch große Temperaturunterschiede.

De Stijl

    Dies ist eine, 1917 gegründete, niederländische Künstlervereinigung um Piet Mondriaan und Theo van Doesburg.

Destillationsbitumen

    dies ist ein weiches bis mittelhartes Bitumen, welches bei der gewöhnlichen Destillation von Erdöl gewonnen wird (dies geschieht unter einem geringen Vakuumen).

Destillieren

    Hier ist das Trennen von Stoffen mit unterschiedlichen Siedepunkten durch Erhitzen und Rückkühlen der Dämpfe zu verstehen. Um eine hohe Reinheit des Destillats zu erreichen, wird dieser Vorgang mit dem aufgefangenem Destillat mehrfach wiederholt.

Destruktion

    Andere Bezeichnung für Zerstörung oder Zersetzung

Detachur

    Unter Detachur versteht man die Entfernung von Flecken aus Geweben mit Hilfe verschiedener chemischer Mittel.

Detailvermessung

    Dies ist eine Vermessung von Objekten mit geringer räumlicher Ausdehnung, so dass als Bezugsfläche eine Horizontalebene benutzt werden kann.

Determinante

    Dies ist ein definierter Zahlenwert für eine quadratische Matrix.

Detonation

    Dies ist eine Explosion mit Überschallgeschwindigkeit, welche durch eine Stoßwelle charakterisiert wird.

Deutsche Bauweise

    -->Tunnelbauweise

Deutscher Binder

    Die neuere Ausführung eines Scherenjochs, bei diesem Dachbinder werden links und recht auf die Scheren und mittig im Schrenkreuz senkrechte Stüzen nach oben angeordnet

Deutsches Band

    Auch Zigzagfries genannt ist hierbei die Ornamentierung durch übereinander liegenden horizontal aufgebrachten zigzag Reihen angeordnet

Deutsches Institut für Bautechnik

    Kurzbezeichnung: DIBt. Dies ist die, für die europäische technische Zulassung zuständige Stelle, die im Auftrag des Bundes auch in dem nach der Bauproduktenrichtlinie wirkende Gremium, aus den von den EU-Mitgliedstaaten bestimmte Zulassungsstelle mitarbeitet. Ebenso ist der DIBt zuständig für nationale Zulassungen und publiziert, im Einvernehmen mit den obersten Baubehörden der Bundesländer, Bauregellisten.

Deutsches Institut für Normung

    -->DIN

Devisierung

    Dies ist, z.B. in der Schweiz, der gängige Begriff für eine Ausschreibung. Also eine Beschreibung mit einer detaillierte Auflistung der einzelnen Baukomponenten durch einen entsprechenden Planer, die als Grundlage für Angebote (Preisofferten) der Unternehmen dient.

Devonischer Kalkstein

    Dieser Kalkstein stammt ursprünglich aus dem Devon (benannt nach der engl. Grafschaft Devonshire) und entstand vor ca. 400 Mio. Jahren. Die dort entstandenen Kalkstein- und Dolomitlagerstätten zeichnen sich durch einen teilweise hohen Reinheitsgrad und einer Erstreckung über große Bereiche aus.

Dewar

    Der schottische Physiker James Dewar erfand 1893 die Thermoskanne, ein doppelwandiges Gefäss mit einem vakuumisolierten Zwischenraum.

Dezentrale Warmwasserversorgung

    Bei der dezentralen Versorgung, auch verbrauchsnahe Versorgung genannt, wird das Wasser direkt an den Entnahmestellen mit den dort installierten Geräten erwärmt. Als Energieträger kommen hier Strom und Gas zum Einsatz.

Dezibel

    Maßeinheit der Lautstärke; nach dem englischen Physiker G. Bell (1847-1922) - ein Dezibel ist der zehnte Teil eines Bel.

Dezil

    -->Quantile

Dezimale Maße

    -->Nichtdezimale Maße

Dezimeter

    Längenmaß, Abkürzung dm; 1 dm = 0,1 m = 10 cm = 100 mm

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DF

    Abkürzung für Dünnformat (bei Mauersteinen)

DFF

    Abkürzung für diffusionsoffene, feuchteausgleichende Faserdämmplatte.

DFG

    Abkürzung für Deutsche Forschungsgemeinschaft. Dies ist eine Einrichtung zur Förderung der Wissenschaft und Forschung in der Bundesrepublik Deutschland.

DFK

    Abkürzung für digitale Flurkarte.

DFL

    Abkürzung für das Druckfließen. Dies ist ein Verfahren zum Entgraten von Bohrungen.

DFP

    Abkürzung für Diisopropylfluorophosphat.

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DG

    • Abkürzung für Dachgeschoss.
    • Abkürzung für Durchgangsgüterzug.

DGB

    Abkürzung für den Deutschen Gewerkschaftsbund.

DGG

    • Abkürzung für Deutsche Geologische Gesellschaft.
    • Abkürzung für Deutsche Geophysikalische Gesellschaft.
    • Abkürzung für Deutsche Gesellschaft für Geowissenschaften.
    • Abkürzung für Deutsche Glastechnische Gesellschaft.

DGL

    Abkürzung für Differentialgleichung.

DGM

    Abkürzung für digitales Geländemodell.

DGR

    Abkürzung für Dangerous Goods Regulations. Dies ist ein Regelwerk für den Transport gefährlicher Güter im Luftverkehr und besteht aus 2 Teilen:

    • DGA 1: Dangerous Goods Regulations exklusive radioaktive Stoffe.
    • DGA 2: Dangerous Goods Regulations für radioaktive Stoffe.

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DHDN 90

    Abkürzung für deutsches Hauptdreiecksnetz 1990. Dies bildet die Grundlage für das deutsche Lagefestpunktnetz trigonometrischer Punkte der Landvermessung seit der Wiedervereinigung.

DHHN 92

    Abkürzung für deutsches Haupthöhennetz 1992. Dieses Höhenfestpunktnetz wurde durch Neuausgleichung von Nivellementsdaten der östlichen und westlichen Bundesländer zur Zusammenfassung der unterschiedlichsten Höhensysteme in West- und Ostdeutschland nach der Wiedervereinigung geschaffen.

DHM

    Abkürzung für digitales Höhenmodell.

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