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    <title>Holzmann-Bauberatung Blog © Sachverständigenbüro Holzmann-Bauberatung</title>
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      <title>Wände aus Bergsalz für Körper, Geist und Seele</title>
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      <pubDate>Thu, 16 May 2013 11:06:51 +0200</pubDate>
      <description>&lt;a href=&quot;http://www.Baubegriffe.com/Bausachverstandiger_Holzmann-Bauberatung/Blog/Eintrage/2013/5/16_Wande_aus_Bergsalz_fur_Korper_Geist_und_Seele_files/Salzsteine.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.Baubegriffe.com/Bausachverstandiger_Holzmann-Bauberatung/Blog/Media/object001_3.jpg&quot; style=&quot;float:left; padding-right:10px; padding-bottom:10px; width:183px; height:137px;&quot;/&gt;&lt;/a&gt;Mit Wänden aus reinem Bergsalz können Sie nun auch aus Ihrem Wohnraum oder Ihren Geschäftsräumen Therapieräume erschaffen, die der Gesundheit und dem Wohlbefinden zugutekommen. &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Stellen Sie sich vor, Sie sitzen im Wohnzimmer, schließen die Augen und haben das Gefühl Strandluft in die Nase geweht zu bekommen. Sie riechen das Salz in der Luft und fühlen die befreiende Wirkung bei jedem Atemzug. Klingt nach viel Phantasie könnte aber tatsächlich möglich sein.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Die meisten von Ihnen kennen sicher Salzlampen, kleine Tischlampen, die äußerlich einen felsstückähnlichen Salzbrocken aufzeigen und von innen her beleuchtet sind.  Eben dieses Salz gibt es nun auch als Wandplatten zum Verkleiden von Innenwänden.  Visuell nahe einem rötlichen Marmorgestein mit seiner typischen Maserung und dem feinen Glitzern von Salzkristallen und dem großen Vorteil, dass eine Wand aus diesen Bergsalzelementen bei weitem nicht so teuer ist, wie echter roter Marmor und all die Vorteile von Salz mit sich bringt, wie wir sie großteils schon kennen. So bindet Salz mitunter Gerüche, wirkt antibakteriell und reinigt somit auch die Raumluft. Manche von Ihnen werden wohl die diversen Angebote von Salztherapien kennen, eine schon in der Antike genutzte Methode, die das Salz als Heilmittel einsetzt. So wird oftmals beschrieben, dass Salz die Heilung von Atemwegserkrankungen, Entzündungen des Halses, der Nasennebenhöhlen oder auch Stirnhöhlen, Neurodermitis, Kopfschmerzen, rheumatische Erkrankungen, Pilzerkrankungen oder allgemein Schwächungen des Immunsystems und einiges Weitere unterstützt, zumindest jedoch lindernd wirkt. Viele gesundheitliche Vorteile, von denen einige wohl auch mit Hilfe solcher Salzplattenwände in den eigenen Wohnraum geholt werden könnten. Für Freunde des Feng-Shui sei hierzu editierend erwähnt, dass Salz auch hier gerne genutzt wird.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Für Bergsalz gibt es einige Bezeichnungen, die zumeist aber auch recht fragwürdig sind. So wird gerne mal mit der Handelsbezeichnung Himalayasalz geworben, was rein von der Bezeichnung jedoch recht irreführend ist, denn das Salz stammt keinesfalls aus dem Himalaya Gebirge, bei dem man an Nepal denkt, sondern tatsächlich aus Pakistan oder sogar Polen. Es mag viele schöne Dinge im Himalaya Gebirge geben, vor allem viele Berge, aber Salz wurde bis dato noch keines gefunden. Natürlich kann man die Sache gedanklich so zusammenreimen, dass ein winzig kleiner Teil des Himalaya-Gebirges auch in Pakistan ist aber das Salz stammt deshalb nicht aus dem Himalaya selbst, sondern es wird ca. 250 km davon entfernt abgebaut. Allgemein handelt es sich hier rein wissenschaftlich betrachtet auch nicht um ein besonderes Salz, sondern schlicht und einfach um ein Bergsalz (Steinsalz), das von der stofflichen Zusammensetzung ebenso in Frankreich, Deutschland und anderen Ländern dieser Welt vorkommt. Einzige Besonderheit ist hierbei, dass das Salz selbst nicht  nur sehr alt ist sondern auch besonders hart gepresst. Berg- oder genauer Steinsalz besteht grob beschrieben aus ca. 97 % Natriumchlorid und weiteren Mineralien, wie beispielsweise Anhydrit, Magnesium u.a.. Die charakteristische rötliche bis orangene Färbung entsteht durch das in sehr geringen Mengen beinhaltete Eisenoxid bzw. deren Eisenionen. Der Ursprung des Steinsalzes ist in vor vielen Millionen Jahren gewesenen Ozeanen zu finden. Damit liegt auch der Vorteil des Pendants aus den heutigen Meeren auf der Hand. Während das heute aus Meeren gewonnene (Meer-)Salz durch die unterschiedlichen Umweltverschmutzungen oftmals mit Schadstoffen verunreinigt ist, ist das Steinsalz durch dessen Ursprung und die langen Zeit in der es in der Tiefe magazinierte, relativ „sauber“. &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Aber zurück zur Salzwand, deren Salz übrigens mittlerweile aus den Steinsalzbergwerken Pakistans stammt, da sich nach einer Vielzahl von Versuchen herausstellte, dass eben dieses Steinsalz die höchste Dichte und somit auch Festigkeit aufweist. Gerade die Festigkeit ist ein sehr wichtiger Punkt bei den Wandkonstruktionen, vor allem mit Blick auf deren Stabilität und Haltbarkeit. &lt;br/&gt;&lt;br/&gt; Kleberfreie Verbindung&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Die Salzwand selbst wird kleberfrei, ergo rein mechanisch aufgestellt, womit das Produkt im fertigen Zustand auch hervorragend für Allergiker und von allem auch für Menschen geeignet ist, die auf diverse Chemikalien negativ reagieren, wie beispielsweise so manch MCS Erkrankte. Es handelt sich um eine selbsttragende Wand, deren Aufstellung mit Hilfe eines Holzrahmens, den Platten bzw. Bausteinen aus Bergsalzen und kleinen Plexiglasverbindungsstücken vollzogen wird. Die Bergsalzplatten können in unterschiedlichen Formaten bezogen werden, wobei die Plattenstärken in 2 und 5 cm beziehbar sind.  Auch wenn ich anfangs mit rotem Marmor verglichen habe, kann man die Salzplatten selbst neben einem roten auch in einem weißen oder orangen Grundton erhalten. Um eine noch wärmere Stimmung erzeugen zu können, besteht auch die Option, die aufgebaute Wand, ähnlich der Salzlampe, mit LED-Lichtern zu beleuchten.  Der Hersteller bietet hierzu nicht nur das Material, er bietet auch den Aufbau der Wand mit oder ohne Beleuchtung an und das auch speziell auf das von Ihnen gewünschte Maß.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Neben dem häuslichen Wohnraum werden die Salzbauwände mittlerweile auch in Wellnessbereichen wie Saunen, Infrarotkabinen aber auch in Geschäftsräumen und in der Lebensmittelproduktion, hier vor allem in Metzgereibetrieben, eingesetzt. Sie werden sich nun vielleicht über die Erwähnung des Metzgereibetriebes wundern. Gerade hier erfüllt die Salzwand ganz spezielle Aufgaben, denn neben der Bindung von Gerüchen, die wir hier häufig und zahlreich haben, kann und wird der Baustoff für Räume genutzt, in denen zum Beispiel Rindfleisch trocknet. Durch die antibakterielle und vor allem auch den hygroskopischen Effekt des Salzes, wirkt ein mit Salzplatten ausgestatteter Raum wie eine Trockenkammer. Ohne Impfungen und in nahezu geruchsfreier Umgebung kann das Fleisch in einem solchen Raum ausgezeichnet trocknen, wobei bei Rindfleisch mitunter das sogenannte Dry Aged Beef entsteht. &lt;br/&gt;&lt;br/&gt; Salzwand&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Da vermehrt die Frage nach der Haltbarkeit im Wohnraum eingegangen ist und hier auch immer wieder mit dem „Schwitzen“ der bekannten Salzlampen verglichen wird, noch eine Randbemerkung. Sie können die Salzwände in jedem Wohnraum nutzen. Bei einer sehr hohen Luftfeuchtigkeit beginnt das Steinsalz zu „Schwitzen“. Das heißt, dass das Salz die Feuchtigkeit aus der Umgebungsluft aufnimmt und sich somit auch gelöste Salzpartikel mit der Raumluft vermengen. Dies ist ein gewollter Effekt und eben auch der Effekt einer Salzgrotte die, wie breit bekannt, auch nachgebildet wird, um damit zum Beispiel Menschen mit rheumatischen Erkrankungen, Erkrankungen des Herz- und Gefäßsystems, Herz-Kreislaufproblemen, Lungen- und Bronchialerkrankungen, Allergien und Heuschnupfen, Asthma, Hauterkrankungen wie Neurodermitis und Schuppenflechte oder Migräne, Depressionen, Erschöpfungszuständen, Schlafstörungen und vieles mehr zu therapieren (Salztherapie). Bei Konstruktionen für Wellnessbereiche und ähnlichem ist hierfür auch eine Drainage für abfließende Feuchtigkeit vorhanden, wobei dieses Abfließen tatsächlich in relativ geringer Menge geschieht. Man muss sich hierbei also weniger Sorgen machen, vielmehr ist es ja Sinn und Zweck, mit den Salzwänden auch eine Art Salzgrotte im häuslichen Bereich schaffen zu können. &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Eine weitere, wohl auch wichtige Frage, die die letzten Tage eingegangen ist, wäre, ob die Salzwände im Wohnraum bei dauerhafter Nutzung etwaige gesundheitliche Schäden mit sich ziehen. Quasi zu einer gefährlichen Überdosis an Salz in der Raumluft führen. Das klingt theoretisch nett ist aber praktisch dann doch eher Quatsch. Ergo nein, gesundheitliche Probleme sind bis dato weder bekannt noch ist es denkbar, dass diese auftreten können. Wäre dem so, so müsste man ausgiebige Strandspaziergänge an den Meeresküsten auch kritisch sehen und meiden.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Auch die Bedenken, dass man sich mit solch Salzwänden noch mehr Feuchtigkeit in den Raum zieht und mit vernachlässigtem Lüften der Räume durch die Salzwände Schimmelprobleme bekommen könnte, ist nicht zu substanziieren. Ganz im Gegenteil, das Salz nimmt Feuchtigkeit aus der Umgebungsluft auf, womit diese Feuchtigkeit dann nicht mehr anderswo niederschlägt. Lüftet man allerdings zu wenig, so kann dann auch durch Kondensatausfall Schimmelpilzwachstum an anderen Wänden entstehen, dies hat jedoch nichts mit einer Salzwand und deren Eigenschaften zu tun. Ergo auch mit Salz im Raum muss gelüftet werden aber Salzbausteine alleine sorgen keinesfalls für Schimmelprobleme.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Kurz vor Ende dieses Textes sollte natürlich auch erwähnt werden, dass solch Salzwände, wie oben bereits kurz angedeutet, auch für alle Feng-Shui Anhänger ein wunderbares und funktionelles Gestaltungselement darstellen. Gerade Holz und Salz passen nach Lehre des Feng-Shui hervorragend zusammen. Salz wird hierbei gerne auch als sogenannter energetischer Raumreiniger genutzt, der negative Energiemuster neutralisiert (Space Clearing).&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Last but not least, die Salzwand wurde im Jahr 2012 mit dem „Wellness Innovation Award “ in der Kategorie „Wellness zu Hause“ ausgezeichnet.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Sollten Sie weitere Fragen zu den Salzwänden haben, rufen Sie einfach im Sachverständigenbüro Holzmann-Bauberatung an. Ich berate Sie gerne.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Sachverständigenbüro Holzmann-Bauberatung  Tel.: 08293-965648  &lt;a href=&quot;http://www.Baubegriffe.com/&quot;&gt;http://www.Baubegriffe.com&lt;/a&gt; &lt;br/&gt;Privat- und Gerichtsgutachten zu Bauschäden und Baumängel an Gebäuden, Beweissicherung, Versicherungsgutachten, Baubegleitung, Bauabnahme, Sanierkonzepte, bautechnische Beratung zu Immobilienkauf /-miete, Baustoffberatung&lt;br/&gt;Für alle die gerne zitieren ohne Quellen zu nennen, kurz sich Content illegal zu eigen machen:&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;NEIN, dieser Text stammt nicht aus dem Internet, er wurde tatsächlich von einem Menschen geschrieben, der dafür recherchierte, sein angeeignetes Wissen einbrachte und für das Schreiben auch die dafür notwendige Zeit investierte. Von daher gilt auch hier, wie bei allen anderen Texten auf dieser Internetseite:&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;» Kopieren des Textes und der Bilder (inkl. framen etc.), ob ganz oder in Teilen ist nicht gestattet, es sei denn es liegt eine schriftliche Genehmigung der Holzmann-Bauberatung vor. Für eine Genehmigung wenden Sie sich bitte an &lt;a href=&quot;mailto:info@Baubegriffe.com/&quot;&gt;info@Baubegriffe.com&lt;/a&gt; (Herr Holzmann). Verlinkt darf der Artikel natürlich jederzeit werden. «  &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;      &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;</description>
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      <title>Seegras: Der Baustoff von der Küste</title>
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      <pubDate>Mon, 11 Mar 2013 12:18:34 +0100</pubDate>
      <description>&lt;a href=&quot;http://www.Baubegriffe.com/Bausachverstandiger_Holzmann-Bauberatung/Blog/Eintrage/2013/3/11_Seegras__Der_Baustoff_von_der_Kuste_files/Seegras%20U-Rechte%20HOLZMANN%20Kopie.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.Baubegriffe.com/Bausachverstandiger_Holzmann-Bauberatung/Blog/Media/object001_4.jpg&quot; style=&quot;float:left; padding-right:10px; padding-bottom:10px; width:183px; height:137px;&quot;/&gt;&lt;/a&gt;Seegras ist ein deutscher Oberbegriff für verschiedene grasähnliche Samenpflanzen, die in den Meeren gedeihen und zur Familie der Seegrasgewächse (Zosteraceae) gehören. Diese weltweit vorkommenden Unterwassergräser können bis zu einer Tiefe von 15 m wachsen und umfassen einige der wenigen submersen Blütenpflanzen. 2003 bedeckten Seegraswiesen beispielsweise im Schleswig-Holsteinischen Wattenmeer ca. 51 km2 der Gezeitenfläche, was ungefähr 90 % des Seegrasbestandes des gesamten deutschen Wattenmeeres entsprach. Die Betitelung „Zostera“ stammt ursprünglich vom griechischen Wort „zoster“ (Gürtel) ab, welches das Seegras nach dessen flachen, bandförmig erscheinenden Blättern (gürtelähnlich) benannte. Als Samenpflanze führt das Seegras die Befruchtung hydrophil aus. Die bis zu 2 mm langen, fädigen Pollenkörner verfangen sich in der Narbe der Empfängerpflanze und führen auf diese Weise eine echte Unterwasserbefruchtung durch. Im Gesamten sind bisher 12 Zosteraarten bekannt, welche zumeist in großen Gruppierungen (Seegraswiesen) wachsen. &lt;br/&gt;Die für die technische Rohstoffaufbereitung in Europa am meisten genutzten Sorten sind hierbei das Zostera Marina (Gemeines Seegras) und das Zostera Noltii (Zwerg-Seegras), das oftmals auch als Zostera Nana betitelt wird. &lt;br/&gt;Das Seegras selbst wurde und wird häufig mit handelsüblichen Bau- und Landwirtschaftsmaschinen unter Aufnahme von großer Sandmenge (Anteil 60 bis 70%) am Strand aufgenommen und anschließend kompostiert oder als Bodenverbesserer auf landwirtschaftlichen Nutzflächen aufgebracht. Ein erheblicher Teil muss aufgrund grober Verunreinigungen durch Umweltverschmutzungen auch gesondert entsorgt werden. Wenn man sieht, wie viel Seegras an den unterschiedlichen Küstenabschnitten angespült wird (Studie aus 2006: Ostholstein ca. 35.900 t/Jahr und in Mecklenburg-Vorpommern ca. 27.200 t/Jahr) so sollte man sich durchaus die Frage stellen, ob es nicht sinnvoller ist, den Rohstoff für weitere Bereiche, wie Beispielsweise der Baustoffproduktion oder auch andere zu nutzen. &lt;br/&gt;Die möglichen und bereits bekannten Einsatzbereiche wären die Nutzung als:&lt;br/&gt;	•	Loser Dämmstoff (Schütt- und Einblasdämmung)&lt;br/&gt;	•	Dämmstoffmatten&lt;br/&gt;	•	Mineralisch gebundene Innenausbauplatten&lt;br/&gt;	•	Innenausbauplatten auf MDF-Basis&lt;br/&gt;	•	Pellets als Katzenstreu&lt;br/&gt;	•	Formteile (Compounts) &lt;br/&gt;	•	Küstensicherung (Erosionsschutzmatten)&lt;br/&gt;	•	Ölsperren &lt;br/&gt;	•	Polster-, Kissenfüllmaterial&lt;br/&gt;	•	Papier&lt;br/&gt;	•	Verpackungsmaterialien&lt;br/&gt;	•	Erosionsschutzmatten&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Zur Geschichte der Rohstoffnutzung&lt;br/&gt;Das im alten Venedig als „Alga vitrariorum“, „Ulva marina“ oder „Alva marina“  (Verpackungsmaterial der venezianischen Glaskünstler) genutzte und heute als biogener Rohstoff eingruppierte Seegras wurde bereits Ende des 19. Jahrhunderts als Ersatz für Holzwolle und wesentlich länger als Füllstoff für unterschiedliche Alltagsprodukte (z.B. Kissen, Polster, Sessel, Matratzen etc.) genutzt.  Die Dänen nutzen das Seegras bis ins 19. Jhd. zur Dachdeckung. So sind auch heute noch auf der Insel Læsø, genauer in dem dort befindlichen Museum På Lynget Häuser zu sehen, die mit Seegras gedeckt wurden. Man nennt die Dächer zwar allgemein Tangdächer, allerdings sind diese nicht mit Seetang sondern mit dem genannten Seegras gedeckt. Zur Vervollständigung sei gleich auch kurz der Unterschied zwischen beiden Pflanzen genannt. Im Gegensatz zum Seetang verfügt das Seegras über Wurzeln und Blüten. Das spannende bei den dänischen Dächern ist, dass man das Seegras für Reparaturarbeiten nicht austauschte, wie beispielsweise bei Gras- oder auch Reetdächern, sondern immer wieder neue Lagen aufgebaut wurden. So ist es durchaus möglich, dass sich in den untersten Schichten der Dachdeckung noch Seegras aus dem 17. Jhd. befindet. &lt;br/&gt; Tangdächer in Dänemark (Bild von Jörn Hartje/Baltischer Seegrashandel)&lt;br/&gt;In der Medizin wurde das Seegras wie auch der Tang übrigens bereits 2700 v. Chr. von den Chinesen zur Behandlung eines Kropfes (Jodmangelerkrankung) empfohlen. Man hat sehr früh herausgefunden, dass die unterschiedlichen Meerespflanzen eine ganze Menge an nützlichen Rohstoffen, wie beispielsweise das eben angedeuteten Jod aber auch diverse Öle wie beispielsweise Paraffinöl oder Naphthalöl liefern. Wodurch später in der Geschichte auch in Chile kurzzeitig eine sehr rege Jodproduktion aus Seegras, Algen und Tang entstand. So um 1900 wusste man bereits, dass die Zusammensetzung der Meerespflanzen mit den Jahreszeiten schwankt. So erkannte man, dass beispielsweise der Mineralstoffgehalt, der vorwiegend aus Kaliumverbindungen besteht, gerade im Frühjahr seinen höchsten Wert inne hat. Ende des 19. Jhd. hat man sogar eine Art Kunststoff, ähnlich dem heute bekannten Plexiglas, aus Tang hergestellt. Neben all diesem und vielem weiteren, ist auch schon zu Beginn des letzten Jahrhunderts Kleidung aus so manch Wasserpflanze, wie beispielsweise dem Tang, hergestellt worden, deren Stoff in älterer Literatur in Art, Stärke und Biegsamkeit mit dem Naturleder verglichen wurde. &lt;a href=&quot;http://www.prosieben.de/videokatalog/Wirtschaft/Branchen/video-Kleidung-aus-Algen-Alltag-Test-stinkt-Stoff-Galileo-Meer-tauglich-Erfindung-Idee-192907.html&quot;&gt;Gerade diese Nutzung ist auch heute wieder zu finden, so stellt ein kleines Label aus der Nähe von München eine Kollektion aus Braunalgen  her.&lt;/a&gt;&lt;br/&gt;Das Seegras selbst, dessen Nährstoffgehalt ebenso als recht gut beschrieben wird, eignet sich auch zur Gewinnung von eiweiß- und zuckerhaltigen Rohstoffen. Darüber hinaus wurden die unterschiedlichen Gräser, wie oben bereits angedeutet, als Füllstoff für Polster und somit als Rosshaarersatz genutzt. Zeitweise wurden sie auch mit gutem Erfolg als Grundstoff bei der Herstellung von Cellulosenitrat (umgangssprachlich auch als Schießbaumwolle oder Nitrocellulose bekannt) herangezogen. &lt;br/&gt;Sie sehen, die Nutzung der Meerespflanzen war schon recht früh in der Geschichte durchgeführt worden und es wurde, insbesondere in Zeiten zu denen Rohstoffe allgemein knapp waren, auch sehr weitreichende Experimente damit durchgeführt. &lt;br/&gt;Nutzung als Dämmstoff&lt;br/&gt;Das gereinigte und getrocknete Zostera wurde während der letzten Jahre gerade aufgrund dessen hohen Verrottungswiderstandes und dem recht vorteilhaften Absoptionsverhalten verstärkt auch als Dämmstoff im Bauwesen eingesetzt. Großer Vorteil, der Rohstoff ist mit einem sehr geringen Ressourcenverbrauch aufbereitbar, es werde keinerlei chemische Zusätze für den Brand- oder  Insektenschutz beigegeben und wir haben mit dem Seegras einen Rohstoff, der uns, ähnlich dem &lt;a href=&quot;Eintrage/2012/3/12_Gebaudedammung_fur_Allergiker.html&quot;&gt;Neptungras&lt;/a&gt;, in großer Menge von der Natur geschenkt wird. Im Groben zusammengefasst, wird das an den Küsten angeschwemmte Seegras aufgesammelt, gesiebt und gereinigt, zerkleinert, getrocknet, nochmals gesiebt und anschließend für den Endverbraucher verpackt. Das dann zur Verfügung stehende lose Dämmmaterial zeigt folgende durchschnittliche bautechnischen Eigenschaften auf:&lt;br/&gt;	•	Brandklasse: B2&lt;br/&gt;	•	Wärmeleitzahl: 0,045 W/mK&lt;br/&gt;	•	Einbaurohdichte: 70-80 kg/m3&lt;br/&gt;	•	Spezifische Wärmekapazität: 2,0 kJ/KgK&lt;br/&gt;	•	Wasserdampfdiffusions-Widerstandzahl: 1-2 µ&lt;br/&gt;	•	Normalfeuchte: 15%&lt;br/&gt;Im Rahmen des von der EU geförderten Projektes Life-Umwelt („Nachhaltige Entwicklung von Küstenregionen Europas und Schaffung eines regionalen Kreislaufes unter Einbeziehung des integrierten Umweltschutzes“) wurde im Jahr 2003 in Grundshagen zur Demonstration eine Aufbereitungsanlage für Seegras in Betrieb genommen und damit auch unterschiedliche Produkte aus lang- und kurzfasrigem Seegras hergestellt. Die Aufbereitungsanlage (Anlagenkosten ca. 450.000 Euro) war in der Lage binnen einer Stunde 3 t Seegras aufzubereiten (entsanden, trocknen und zerkleinern) was einem Auswurfsvolumen (Trockenmaterial) von etwa 10 m3 pro Tag bei normalen Betriebszeiten entsprach. An der Anlage arbeiteten drei Mitarbeiter. &lt;br/&gt;Einer etwas später erstellten Marktstudie ist zu entnehmen, dass in den ersten zwei Jahren der Produktion ca. 21 Tonnen Trockenmasse als loser Dämmstoff hergestellt und verbaut wurden. Insgesamt wurden über diese Zeit und über alle Produktvarianten an die 40 t Seegras in aufbereiteter Form in den Markt geführt. Da jedoch die Betriebskosten nicht optimal reduziert werden konnten, vermutlich auch Investoren für einen weiteren Ausbau der Produktionsstätte fehlten, wurde die Produktion, trotz der mittlerweile auch vorhandenen europäischen technischen Zulassung als Dämmstoff (ETA-05/0008) wieder eingestellt. &lt;br/&gt;Seit diesem Jahr hat ein deutscher Händler in dem in Schleswig-Holstein gelegenen Westerau, den Handel mit Seegras als Dämmstoff wiederbelebt. Er bezieht hierzu den Rohstoff zwar noch aus Dänemark und hat noch keine bautechnische Zulassung für das Produkt, ist aber sehr aktiv und bemüht all die Grundlagen für eine erfolgreiche Wiedereinführung zu schaffen. So kann man davon ausgehen, dass das Seegras in absehbarer Zeit auch wieder als zugelassener Einblasdämmstoff am Deutschen Baustoffmarkt zu haben ist. Bis dahin bietet der Händler das Seegras als Schütt- und Stopfdämmstoff an. Sprich offene Räume, wie die oberste Geschoßdecke, offene Holzbalkendecken oder auch Fugen und Ritzen, wie sie beispielsweise hinter Türzargen oder zwischen Fenster und Mauerwerk vorhanden sind, sind damit vorzüglich, auch in Eigenregie, zu dämmen.&lt;br/&gt; Dämmung der obersten Geschoßdecke (Bild von Sirko Scharf / Seegras Innovation)&lt;br/&gt;Lesen Sie die ganze Dokumentation zur Herstellung und Verarbeitung vom Dämmstoff aus Seegras, die ich im Jahr 2006 bis 2008 erstellte, im Buch „&lt;a href=&quot;../Buch.html&quot;&gt;Natürliche und pflanzliche Baustoffe&lt;/a&gt;“.&lt;br/&gt;Natürlich stehe ich Ihnen auch gerne für Ihr Bauvorhaben als neutraler Bausachverständiger zur Verfügung, der neben der neutralen Begutachtung von Bauschäden und Baumängeln  natürlich auch Bau- und Saniervorschläge für Ihr individuelles Bauvorhaben erstellt.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Sachverständigenbüro Holzmann-Bauberatung  Tel.: 08293-965648  &lt;a href=&quot;http://www.Baubegriffe.com/&quot;&gt;http://www.Baubegriffe.com&lt;/a&gt; &lt;br/&gt;Privat- und Gerichtsgutachten zu Bauschäden und Baumängel an Gebäuden, Beweissicherung, Versicherungsgutachten, Baubegleitung, Bauabnahme, Sanierkonzepte, bautechnische Beratung zu Immobilienkauf /-miete, Baustoffberatung&lt;br/&gt;Für alle die gerne zitieren ohne Quellen zu nennen, kurz sich Content illegal zu eigen machen:&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;NEIN, dieser Text stammt nicht aus dem Internet, er wurde tatsächlich von einem Menschen geschrieben, der dafür recherchierte, sein angeeignetes Wissen einbrachte und für das Schreiben auch die dafür notwendige Zeit investierte. Von daher gilt auch hier, wie bei allen anderen Texten auf dieser Internetseite:&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;» Kopieren des Textes und der Bilder (inkl. framen etc.), ob ganz oder in Teilen ist nicht gestattet, es sei denn es liegt eine schriftliche Genehmigung der Holzmann-Bauberatung vor. Für eine Genehmigung wenden Sie sich bitte an &lt;a href=&quot;mailto:info@Baubegriffe.com/&quot;&gt;info@Baubegriffe.com&lt;/a&gt; (Herr Holzmann). Verlinkt darf der Artikel natürlich jederzeit werden. «  &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;      &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;</description>
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      <title>Kork als Farbe</title>
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      <pubDate>Sun, 3 Mar 2013 11:34:27 +0100</pubDate>
      <description>&lt;a href=&quot;http://www.Baubegriffe.com/Bausachverstandiger_Holzmann-Bauberatung/Blog/Eintrage/2013/3/3_Kork_als_Farbe_files/Korkfarben.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.Baubegriffe.com/Bausachverstandiger_Holzmann-Bauberatung/Blog/Media/object002_1.jpg&quot; style=&quot;float:left; padding-right:10px; padding-bottom:10px; width:183px; height:113px;&quot;/&gt;&lt;/a&gt;Von der Antike bis zu Beginn des 20. Jhd. wurde das Holz und die Rinde der Korkeiche, vor allem im nordafrikanischen Raum, häufig im Wagen- oder Schiffsbau, für Unterwasserarbeiten, allgemeinen Tischlerarbeiten, als Gefäßverschluss oder auch als Grundstoff für Schuhwerk und vielem anderen verwendet. Bereits 116 bis 27 v. Chr. hatte Terentius Varro den Kork zur Verwendung als Wärmeisolator vorgeschlagen. Schon seit mehreren hundert Jahren wird die Korkrinde auch als Schwimmhilfe und zum Erlernen des Schwimmens genutzt. Quasi als der Vorreiter der heutigen Schwimmflügel oder auch Rettungswesten. Dr. Georg Rudolph Böhmer schreibt hierzu 1794: &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;„... in den Seestädten pflegen junge Leute sich etliche Stücke Kork auf die Brust zu binden, die sie vor dem Untergehen sichern sollen, bis sie mehrere Übung erlanget haben. Dieser Gebrauch war auch schon in den ältesten Zeiten bekannt...“&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Heute treffen wir Kork nicht nur in der Wärme- oder Schallisolierung, bei Flaschenverschlüssen, Dichtungen oder auch bei Fahrrad- oder Messergriffen an, nein, wir finden ihn sogar als Farbe zum Aufspritzen oder Aufspachteln für unterschiedlichste Oberflächen. Keine wirklich neue Erfindung, ganz im Gegenteil, im Süden Europas sieht man Korkfarben relativ oft aber bei uns in Deutschland ist dieses Produkt noch sehr jung und wenig bekannt. Wobei es bei uns auch den sogenannten Spritzkork gibt, womit beispielsweise Fugen bei Korkböden zugespritzt werden. Die Korkfarbe stellt ein ähnliches Material dar. &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Allgemein besteht Korkfarbe aus 90% Korkgranulat und wasserbasierendem, lösungsmittelfreiem Acrylharz, das für eine ordentliche Bindung und zur Verbesserung der Materialeigenschaften dient. Neben diesem können, je nach Kundenwunsch, auch noch diverse Pigmente zur Farbgebung beigemischt werden. Die hieraus naszierende  Beschichtung fühlt sich dann sehr weich und vor allem auch warm an. Fast so wie die bekannten Gummibeläge von diversen Freilandsportflächen, nur ist das Weiche im Produkt nicht der Kunststoff sondern das Naturprodukt Kork. &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Schon beim Anfassen einer mit Korkfarbe beschichteten Oberfläche erkennt man einige der Vorteile des Produktes, wie beispielsweise die wärmedämmenden Eigenschaften, die auch bei Wärmedämmmaßnahmen mit Korkdämmplatten oder Korkgranulat genutzt werden. Neben der Wärmedämmung erreicht man durch die Beschaffenheit des Materials aber auch eine schalldämmende Wirkung, womit man Schallübertragungen, Aufschlaggeräusche, Vibrationen aber auch Echo verhindern bzw. deutlichst eindämmen kann. Eine spezielle Mischung mit besonders porösem Kork erhöht die Schalldämmung zusätzlich. Durch die Rezeptur Kork + Acrylkunstharz kommt oben drauf auch eine relativ diffusionsoffene aber durchaus abdichtende und je nach Mischverhältnis sogar eine versiegelnde Eigenschaft hinzu. Grob zusammengefasst isoliert das Produkt Wärme, Kälte, Nässe und den Schall und das völlig ohne die bei synthetischen Dämmstoffen und Farben oft beinhalteten umweltschädlichen Biozide. &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Viele Vorteile wobei die wärmedämmende Eigenschaft sicher als besonders favorable für das Bauwesen zu werten ist. Es handelt sich bei einer solchen Beschichtung zwar nur um eine wenige Millimeter dicke Schicht, jedoch ist schon diese in der Lage die Oberflächentemperatur einer Wand durch die naturgegebene hervorragende  Wärmepufferung des Korks zu erhöhen und somit einen Kondensatausfall mit anschließender Schimmelpilzbildung zu verhindern. Dabei kann der Korkanstrich auf Innen- wie auch Außenwänden und diverse andere Oberflächen aufgetragen werden. &lt;br/&gt;&lt;br/&gt; Ansicht im Querschnitt, luftig und weich fast wie Schaumstoff&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Im Innenbereich ist die Kork-Spritzfarbe durch eine ansehnliche Farbpalette auch sehr schön für dekorative Zwecke nutzbar, egal ob im Geschäfts- oder auch nur im einfachen Wohnbereich. Man muss aber die Korkfarbe dadurch nicht offen lassen, wenn man möchte ist die Farbe auch mit den auf dem Markt angebotenen gängigen Putzen überputzbar. &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Auch auf Außenstuck&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Im Außenbereich ist selbst ein Auftrag auf stuckdekorierte Fassaden möglich, womit das Fassadenbild selbst nicht dermaßen gestört wird, wie es beispielsweise bei gängigen Wärmedämm-Verbundsystemen der Fall ist. Wenngleich die Beschichtung aus Kork natürlich eine gewisse Körnung aufweist, womit Ecken und Kanten von Gesimsen u.ä. nicht dermaßen scharf wie bei frisch gezogenem Stuck sind. Die hierfür angebotene wasserfeste Variante kann nach Herstellerangaben sogar ins Erdreich geführt werden ohne zusätzlich eine Abdichtung aufbringen zu müssen. Zu beachten ist jedoch, dass Nässe bei dunklen Farbtönen eine temporäre Aufhellung mit sich bringen kann, die nach dem Abtrocknen wieder verschwindet. Es versteht sich von selbst, dass das Produkt eine sehr hohe Widerstandskraft gegen Sonnenbestrahlung, Insektenbefall, Chemikalien (bis hin zum sauren Regen) aufweisen kann und somit eine Fassade über Jahrzehnte schützt. &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Schönes Gefühl&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Aber nicht nur für Außen- oder Innenwände kann die Korkfarbe Verwendung finden. Da das Produkt auf eine Vielzahl von Untergründen, wie auf diversen Metallen, Holz und vielem anderen möglich ist, wird es auch gerne im Bootsbau und hier beispielsweise für Bootdecks genutzt.  Rutschhemmend, trittschalldämmend, wasserfest und selbst bei großer Hitze Barfuß begehbar, scheint das Material auch hierfür äußerst ideal zu sein. Dazu kämen selbstverständlich auch der Wellnessbereich eines Hotels oder ähnliche Räumlichkeiten hinzu. Ergo egal ob man sich mit nackter Haut an die mit Korkfarbe bespritze Fläche anlehnt oder eben darauf mit unbekleidetem Fuße läuft, es resultiert immer eine angenehme haptische Wahrnehmung. Aber Vorsicht, soll das Material auf einen Boden, so ist darauf zu achten, dass der Boden mit Korkfarbe nicht zu sehr mechanisch Beansprucht wird. Ein Rutschen von spitzen und scharfkantigen Gegenständen (z.B. Stühle, Tische etc.) kann zu Schaden führen. Bei dunkler oder farblich naturbelassener, brauner Korkfarbe kann länger stehende Feuchtigkeit zu einem hellen Flecken führen. Alsbald die Feuchtigkeit jedoch ausgetrocknet ist, verschwindet diese Fleckenbildung auch wieder. Sollte dennoch ein grauer Schleier zurückbleiben, so kann es sich hier um einen Kalkflecken oder ähnliches handeln, dieser ist mit einem Hochdruckreiniger, einer nassen Bürste oder ähnlichem auch wieder entfernbar. &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Untergrundvorbereitung&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Von der Verarbeitung gesehen ist das Produkt sehr einfach zu handhaben. Grob beschrieben wird der Untergrund gereinigt, Türen, Fenster und Ähnliches abgeklebt und die Korkfarbe dann mit einer Farbspritze oder eben einer Traufel auf den jeweiligen Untergrund aufgetragen. &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Größere Unebenheiten und Löcher auf der Oberfläche sollten vorab geschlossen bzw. Verspachtelt werden. Lose Teile wie lockerer Putz oder abblätternde Farben müssen selbstverständlich entfernt werden damit die Haftung auf dem Untergrund dauerhaft gewährleistet werden kann. &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Zur Verarbeitung selbst kann die Korkfarbe mit bis zu 5 % mit Wasser verdünnt werden. Da die Standardgebinde mit 8 kg Material gefüllt sind kann hier bis zu 400 ml Wasser beigemischt werden. Wie die meisten Materialien muss das Produkt vor der Verarbeitung ordentlich und homogen aufgerührt werden. Vorteilhaft ist auch das Umtopfen nach dem ersten Rühren, worauf dann ein erneutes Rühren erfolgt. Bei einem schlechtem Aufrühren kann es später zu Fleckenbildungen kommen. Für das Aufrühren selbst empfiehlt es sich einen größeren Farbenquirl oder auch einen kleineren Putzquirl zu nutzen. Nach dem Rühren ist es anzuraten den Quirl sofort in Wasser zu reinigen, bzw. hierin zur Reinigung laufen zu lassen. Vorsorglich wird beim Rühren also gleich ein Eimer mit Wasser an den Arbeitsplatz gestellt.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Bei der Verarbeiten (und auch Lagerung) sollte eine Temperatur von 5°C nicht unterschritten und 35°C nicht überschritten werden. Die Idealbedingung zur Verarbeitung liegen wohl in einem Bereich von ca. 20°C. Es versteht sich von selbst, dass bei Regen Schutzmaßnahmen, wie das Abhängen des Gerüstes mit Folien vollzogen werden muss. Ist Im Laufe der nächsten 24 Stunden Regen zu erwarten, dann sollten auch hier solche Schutzmaßnahmen ergriffen werden. Es ist auch davon abzuraten die Verarbeitung in Form von Aufspritzen bei stärkerem Wind anzugehen.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Gepritzt&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Das Aufspritzen wird mit eine Trichterspritze mit einer 8 mm großen Düse empfohlen zu der ein Arbeitsdruck zwischen 2,5 und 3,5 Bar gewählt werden sollte. Die Spritzdistanz zur beschichtenden Oberfläche ist am Besten zwischen ungefähr 50 bis 60 cm gewählt. Der Materialbedarf liegt je nach Gesamtschichtdicke bei ca. 2 bis 3 Kg pro Quadratmeter. Es ist ratsam beim Spritzen einen angemessenen Atemschutz zu tragen, nicht weil das Material selbst sehr giftig ist, sondern weil durch den Spritzvorgang ein sehr feiner Partikelstaub entsteht, den man einatmen könnte. Das Material hat die positive Eigenschaft, dass es sehr gut auf unterschiedlichen Untergründen haften und das zählt natürlich auch für die Hände – von daher sind Handschuhe (Gummihandschuhe o.ä.) unausweichlich, wenn man sich die Folgetage nicht damit beschäftigen will die Hände ständig zu schrubben. Nach der Verarbeitung sollte aber auch das Werkzeug umgehend mit Wasser gereinigt werden. Unterlässt man dies wird die Reinigung nach dem Trocknen des Materials aufwändig, bei Düsen u.ä. nicht mehr möglich.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt; Korkfarbe in dunklem Grün, die beziehbaren Farben erfüllen jeden Farbwunsch&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Gespachtelt&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Aber das Material kann nicht nur mit der Trichterspritze verarbeitet werden, man kann es auch mit Kelle und Traufel auf den Untergrund auftragen. Vor dieser Verarbeitungsmethode vollzieht man die gleichen Schritte wie beim Spritzen. Ergo den Untergrund vorbereiten und alle nicht zu beschichtenden Oberflächen und Gegenstände ordentlich abkleben – nötigenfalls auch die Verdünnung mit bis zu 5% Wasser. Ein Nässen von Kelle und Traufel bevor man ins Material eintaucht, ist sehr hilfreich. Danach empfiehlt es sich die Korkfarbe erst ganz dünn aufzuziehen, quasi eine Grundierung zu schaffen. Zieht man gleich bei der ersten Lage zu viel Material auf, so stellt man fest, dass sich dieses beim Aufziehen aufrollt und nur schlecht haftet.  Ist die Grundierungslage aufgezogen und völlig ausgehärtet (ca. 24 Stunden warten), so kann man die nächste Lage deckend auftragen und nachdem diese auch völlig trocken ist und je nach gewünschter Auftragsstärke (insgesamt max. 5 mm) eine weitere Lage aufziehen. Zieht man das Material nach der Grundierungslage zu dick auf, so können beim Abtrocknen deutliche Unebenheiten oder auch kleinere Löcher entstehen, somit ist es in jedem Fall sinnvoller mehrere dünne Lagen als eine zu Dicke aufzuarbeiten (ähnlich wie beim Lackieren). Man kann die letzte Lage abglätten, jedoch wird die Ebene nicht wirklich glatt, dafür ist das Material auch in feinster Körnung zu grob. Es wird also immer eine gewisse Rauheit vorhanden sein. Ein Versuch die Fläche mit einem Schwammhobel oder direkt mit der Traufel einzureiben zeigte, dass man damit eine schöne gleichmäßige Struktur bekommt. Beim Schwamm etwas rauer, mit der Traufel (oder dem auch Plastikhobel) etwas glatter.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Trocknung und Reinigung&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Egal ob gespritzt oder manuell mit der Traufel aufgetragen, zu Beginn zeigt das Material immer einen weißlichen Schimmer durch das Bindemittel auf. Nicht erschrecken, das ist völlig normal und verschwindet im Laufe des Trocknungsprozesses. Wählt man die Verarbeitungsmethode mit Kelle und Traufel, so ist es ratsam, kein pigmentiertes Material zu verwenden, denn durch den Kellenzug kann ein Entmischen zwischen Pigmenten und Kork resultieren. Kurz, es kann zur Fleckenbildung kommen. Der Trocknungsprozess dauert pro Schicht, in Abhängigkeit der Umgebungstemperatur und des Untergrundes etwa 24 Std. bei 20°C wobei das Material in aller Regel schon nach ca. 2 Stunden angefasst werden kann ohne dass es an den Fingern klebt (Berührungstrocken). Möchte man die Oberfläche mit einem Dampfstrahler, Hochdruckreiniger  oder ähnlichem reinigen bzw. abwaschen, so sollten nach dem Auftrag des Materials auf die Oberfläche mind. 21 Tage vergangen sein.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt; Eigenversuch: vor Ort betonierter Waschtisch mit erster Lage Korkfarbe, noch frisch aufgetragen zeigt sich ein weißer Schleier&lt;br/&gt;&lt;br/&gt; Nach der Trocknung des Materials entsteht eine gleichmäßige Färbung&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Technische Daten&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Kork selbst ist ein sehr guter Dämmstoff, von daher werden auch Wärmedämm-Verbundsysteme mit &lt;a href=&quot;Eintrage/2012/1/9_Von_der_Korkeiche_zur_Warmedammung.html&quot;&gt;Korkdämmplatten&lt;/a&gt; ausgeführt, wie ich bereits weiter oben andeutete. Allgemein und je nach natürlichem Wuchs zeigt die Rinde der Korkeiche eine Wärmeleitfähigkeit zwischen 0,039 und 0,050 W/mK auf. Die Korkfarbe liegt nach Herstellerangaben in einem Bereich von 0,039 W/mK, womit bei einer 5 mm dicken Schicht zwar sicher keine klassische Wärmedämmung aufgebaut werden kann aber dennoch ein, wen auch kleiner, Dämmwert vorhanden ist. &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Viel vorteilhafter ist jedoch, die von Natur gegebene Eigenschaft von Kork Wärme sehr gut speichern zu können. Hierdurch bietet sich dann die Möglichkeit durch einen Auftrag dieses Produktes, an kalten Wandoberflächen in Räumen die auch geheizt werden, bzw. Fassaden die durch die Sonne tagsüber aufgewärmt werden, den Tauwasserausfall auf der Oberfläche zu vermeiden bzw. deutlich zu verzögern. Womit man wiederum &lt;a href=&quot;Eintrage/2013/2/27_Algen_und_Pilze_an_der_Fassade.html&quot;&gt;Veralgungen&lt;/a&gt; oder gar den Wuchs von &lt;a href=&quot;Eintrage/2011/9/13_Ursache_fur_Schimmelpilzbildung.html&quot;&gt;Schimmelpilzen&lt;/a&gt; im besten Fall vermeiden könnte. Gerade Fassaden, die mit einem &lt;a href=&quot;Eintrage/2012/9/21_Das_Warmedamm-Verbundsystem.html&quot;&gt;Wärmedämm-Verbundsystem&lt;/a&gt; überarbeitet wurden, deren künstliche Dämmstoffe keine Wärme speichern, können hier mit einer wärmepuffernden Beschichtung wohl aufgewertet werden. Es liegen Beispiele und Aussagen des Hersteller vor, die das auch tatsächlich bestätigen allerdings kann ich an dieser Stelle nicht mit Zeugnissen neutraler Prüfinstitute aufwarten, was wohl auch daran liegt, dass das Produkt in Deutschland noch nicht all zu lang auf dem Markt ist. Hier wäre es also sicherlich lohnenswert diese und auch andere mögliche Eigenschaften tiefer gehend und neutral zu untersuchen, denn gerade die zeitliche Verschiebung eines Tauwasserausfalls oder gar das Vermeiden selbigen auf den Oberflächen synthetisch gedämmter Fassaden, kann bei den ca. 70 % allein nur mit Polystyrol gedämmten Fassaden, eine hervorragende Lösung sein, um dem immer häufiger anzutreffenden pflanzlichen Befall auf solchen Fassaden vorzubeugen.  &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Nun haben wir zwei Vorteile des Korkes genannt. Wichtige Vorteile aber noch lange nicht alles. So kann Kork auch recht gut schalldämmend wirken. Laut Herstellerangaben können akustische Übertragungen von 6 dB gedämmt werden, was durchaus nicht nur den in einem Raum entstehenden Schall relativ gut „schluckt“ sondern auch im Bereich der Trittschalldämmung nützlich sein kann.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt; Extra porös zur Schalldämmung&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Last but not least, wir haben es bei der Korkfarbe nach den Angaben des Herstellers mit einem auf Wasserbasis (Acrylbindemittel) gebundenen Material zu tun, welches nicht toxisch wirkt keine Lösungsmittel oder Silikone beinhaltet. Dennoch ist das Material verrottungsfest, resistent gegenüber Insektenbefall, witterungsbeständig (je nach gewählter Art des Produktes) und widerstandsfähig gegenüber Sonneneinstrahlung, vielen Chemikalien und Säuren. Das alles heißt aber nicht, dass Korkfarbe gegessen oder getrunken werden kann, denn auch hier gibt es Gefahren und Sicherheitshinweise, die eingehalten werden sollten und selbstverständlich dem Produkt beigegeben werden. &lt;br/&gt;&lt;br/&gt; Korkfarbe „Natur“ als Pinnwand auf einer Blechtüre eines Verteilerkastens - nicht nur nützlich und schön auch das Geratter der Zeitschaltuhren ist nicht mehr zu hören.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Habe ich Ihr Interesse geweckt? Verkaufen werde ich Ihnen das Produkt als neutraler Bausachverständiger nicht aber ich informiere Sie gerne zur Bezugsquelle oder den weiteren Vor- und auch Nachteilen von Korkprodukten, egal ob als Farbe oder Dämmstoff. Ebenso prüfe ich natürlich gerne bei Ihnen vor Ort ob der Einsatz dieses Produktes machbar ist.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt; Sachverständigenbüro Holzmann-Bauberatung  Tel.: 08293-965648  &lt;a href=&quot;http://www.Baubegriffe.com/&quot;&gt;http://www.Baubegriffe.com&lt;/a&gt; &lt;br/&gt;Privat- und Gerichtsgutachten zu Bauschäden und Baumängel an Gebäuden, Beweissicherung, Versicherungsgutachten, Baubegleitung, Bauabnahme, Sanierkonzepte, bautechnische Beratung zu Immobilienkauf /-miete, Baustoffberatung&lt;br/&gt;Für alle die gerne zitieren ohne Quellen zu nennen, kurz sich Content illegal zu eigen machen:&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;NEIN, dieser Text stammt nicht aus dem Internet, er wurde tatsächlich von einem Menschen geschrieben, der dafür recherchierte, sein angeeignetes Wissen einbrachte und für das Schreiben auch die dafür notwendige Zeit investierte. Von daher gilt auch hier, wie bei allen anderen Texten auf dieser Internetseite:&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;» Kopieren des Textes und der Bilder (inkl. framen etc.), ob ganz oder in Teilen ist nicht gestattet, es sei denn es liegt eine schriftliche Genehmigung der Holzmann-Bauberatung vor. Für eine Genehmigung wenden Sie sich bitte an &lt;a href=&quot;mailto:info@Baubegriffe.com/&quot;&gt;info@Baubegriffe.com&lt;/a&gt; (Herr Holzmann). Verlinkt darf der Artikel natürlich jederzeit werden. «  &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;      &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;</description>
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      <title>Algen und Pilze an der Fassade</title>
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      <pubDate>Wed, 27 Feb 2013 13:27:04 +0100</pubDate>
      <description>&lt;a href=&quot;http://www.Baubegriffe.com/Bausachverstandiger_Holzmann-Bauberatung/Blog/Eintrage/2013/2/27_Algen_und_Pilze_an_der_Fassade_files/Algen%20an%20der%20Fassade.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.Baubegriffe.com/Bausachverstandiger_Holzmann-Bauberatung/Blog/Media/object001_3.jpg&quot; style=&quot;float:left; padding-right:10px; padding-bottom:10px; width:183px; height:137px;&quot;/&gt;&lt;/a&gt;Mittlerweile begutachte ich im Schnitt jede zweite Woche eine Fassade, die mit Algen oder gar schon mit Pilzen behaftet ist. In aller Regel handelt es sich hierbei um Fassaden, die mit Kunstharzfarben gestrichen oder auch mit Kunstharzputzen versehen wurden. Meist liegt darunter ein &lt;a href=&quot;Eintrage/2012/9/21_Das_Warmedamm-Verbundsystem.html&quot;&gt;Wärmedämm-Verbundsystem&lt;/a&gt; (WDVS) aus Mineralwolle, Polyurethan oder auch Polystyrol (Markenbezeichnung Styropor). Äußerst selten sehe ich eine Bealgung auf rein mineralischen Systemen, hier zumeist auf sehr alten Fassaden (was wiederum weniger selten ist), die schon lange Zeit nicht mehr gestrichen wurden, deren bautechnische bzw. konstruktive Gesichtspunkte nicht ganz ideal sind oder auch die Lage selbst dazu beigetragen hat, dass die Fassaden schwarz, grün oder rot verfleckt sind. &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Es wurde die letzten Jahre viel zu diesem Thema geschrieben. Manche Dinge sind rein nur Vermutungen, andere neigen in Richtung Aberglaube oder Werbegeschwafel, wiederum andere sind aber auch wissenschaftlich sauber belegt. &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;So las man erst einen etwas seltsam anmutenden &lt;a href=&quot;http://www.welt.de/print/wams/wirtschaft/article13372712/Wenn-die-Daemmung-zu-leben-beginnt.html&quot;&gt;Text&lt;/a&gt;, in dem jemand darauf hinwies, dass Fassaden, ähnlich dem häuslichen Fußboden, auch regelmäßig gereinigt werden müssen. Klar kann man das und es wäre sicher auch nicht unsinnig alle paar Jahre, je nach Verschmutzung, auch mal die Fassade zu reinigen. Aber die angegebenen Zyklen und vor allem die Tatsache, dass ein Algenbewuchs schon nach sehr kurzer Zeit eintreten kann und nach dem „nur“ Reinigen auch sehr schnell wieder kommt, würde bedeuten, dass man seine Fassade jedes Jahr reinigen muss. Was dann doch als völlig übertrieben gewertet werden muss.  Ein kleines Beispiel hierzu, bei einem 2,5 Jahre altem Neubau, trat der Algenwuchs 1,5 Jahren nach der Schlüsselübergabe auf. Die Fassade wurde darauf hin gereinigt, ein Jahr später waren die Algen wieder an der Fassade. Hier würde das tatsächlich bedeuten, dass man jedes Jahr ein Gerüst oder eine Hebebühne aufstellen sollte, um die Fassade zu reinigen. Der Verfasser des vorgenannten Vorschlages wird dies und auch die damit entstehenden Kosten kaum bedacht haben und somit ist dieser Vorschlag wohl eher unter dem Titel Phantasterei fern ab jeglicher Realität einzuordnen. Vor allem auch weil die Ursache selbst hierbei nie behoben ist.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Blicken wir uns doch mal an, warum Algen und später hierauf meistens auch Schimmelpilze überhaupt wachsen.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Algen zählen zu den ältesten Pflanzen dieser Welt. Schon weit bevor ein menschenähnliches Lebewesen durch die Wälder jagte und auch weit vor den heute, von den Kinderaugen so bestaunten Dinosauriern, gab es Algen auf unserem Planeten.  Die Biologie spricht bei der Blaualge von dem ersten grünen Lebewesen auf unserer Erde, die schon vor über 3 Milliarden Jahre gewachsen sein soll. Der hauptsächliche Lebensraum einer Alge allgemein ist das Wasser, was aber eben auch nicht heißt, dass die diversen Algenarten nur im Wasser wachsen. Es gibt auch einige Arten, die sich im Laufe ihrer Entwicklungsgeschichte an ein Leben an der Luft angepasst haben und überall dort wachsen, wo auch genug Feuchtigkeit, ergo Wasser vorhanden ist. Während die meisten  &lt;a href=&quot;Eintrage/2011/9/13_Ursache_fur_Schimmelpilzbildung.html&quot;&gt;Schimmelpilze&lt;/a&gt; an den Wänden rund 70% Feuchtigkeit auf der Oberfläche benötigen, brauchen die meisten Algen schon mindestens ca. 90%. Neben dem Wasser benötigt eine Pflanze allgemein auch Nahrung. Den Algen, die wir hier ansprechen und die auch mit dem Oberbegriff Luftalgen betitelt werden, genügen hier ganz grob umschrieben Mineralien, die sie aus dem Wasser selbst oder in Wasser gelöster Form, aus dem Untergrund beziehen und durch ihre Zellmembrane aufnehmen. &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Aber warum wachsen Luftalgen nun so gerne an der Fassade? Vor allem warum ist die Alge an der Fassade erst die letzten Jahre so richtig zum Presseschlager geworden?&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Hierfür gibt es einige Theorien, wie oben beschrieben, teils merkwürdig, teils durchaus nachvollziehbar. Eine immer wieder zu lesende und auch nachvollziehbare Theorie ist, dass wir Jahrzehnte lang einer erhöhten Luftverschmutzung ausgesetzt waren. Das Stichwort „Sauerer Regen“ dürfte hier vielen noch ein Begriff sein. Diese Schadstoffbelastung sorgte dafür, dass durch Luft und Regen auch diverse Biozide an die Fassaden gelangten, womit ein Algenwachstum schon im Keim erstickt wurde. Aufgrund der umfangreichen und auch erfolgreichen Anstrengungen, die Luft, in der wir uns alle bewegen, sauberer zu bekommen, &lt;a href=&quot;http://www.umweltbundesamt-daten-zur-umwelt.de/umweltdaten/public/document/downloadImage.do;jsessionid=875FD11CDB08329EEDAE84717F33992D?ident=24701&quot;&gt;fiel der Schadstoffgehalt&lt;/a&gt; in den letzten 20 Jahren merklich ab, womit die Algen selbst wesentlich weniger Feinde in der Luft und dem Niederschlag haben und selbst wieder in „gesunder“ Umgebung wachsen konnten. &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Eine weitere Theorie ist, dass wir im Laufe der letzten Jahrzehnte immer mehr vom rein mineralischem Bauen abgekommen sind. Wir dämmen mit Kunststoffen, fügen den Außenputzen und Fassadenfarben reichlich Kunststoffe zu, um diverse Eigenschaften wie beispielsweise ein einfacheres Verarbeiten, eine längere Haltbarkeit, bessere oder knalligere Farben oder wie auch immer zu bekommen. Nun zeigen aber viele synthetische Produkte auf, dass gerade auf ihnen nach einer Zeit der Bewitterung gerne mal eine Alge oder auch (damit verbunden) ein Pilzwachstum festzustellen ist. Ich habe hierzu selbst einige Versuche unternommen. So habe ich beispielsweise synthetische Fugenfüller und auch andere Stoffe wie Polystyrol, Steinwolle, Glaswolle und andere Stoffe frei bewittern lassen und konnte teils schon nach wenigen Monaten einen akuten Algenbefall feststellen. &lt;br/&gt;&lt;br/&gt; Versuchsobjekt: elastischer Fugen-/Rissfüller für den Außenbereich an einem Fassadeneck, aufgebracht nach Herstellerangaben. Die Veralgung und das Pilzwachstum zeigten sich bereits nach 8 Monaten und ausschließlich auf dem für den Außenbereich deklarierten, synthetischen Rissfüller, während das Dickputzsystem aus einem mineralisch eingefärbten Kalkzementputz (10 Jahre ohne zusätzlichem Fassadenanstrich) über sämtliche andere, unbehandelten Flächen, keinen Bewuchs aufzeigt. Das Objekt steht in direkter Nähe zu einem Wald und wurde nachträglich mit einem Naturdämmstoff gedämmt.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Offensichtlich ist hier also, dass sich manche solcher Stoffe hervorragend als „Wohnraum“ für die eher ungewollten Pflanzen eignen.  Wobei man gleich vorweg nehmen muss, die Alge greift den Baustoff nach meiner Beobachtung nicht an, sie belagert ihn  nur. Da jedoch Algen, wie auch die entfernt verwandten Flechten, als sogenannte Pionierpflanzen gelten, bilden sie die Grundlage für weitere unbeliebte Gewächse. Hier in der nächsten Stufe vor allem diverse Arten von Schimmelpilze und genau diese können dem Baustoff und nicht selten auch Mensch und Tier schaden zufügen. Die Reaktionen bzw. die dadurch allgemein nötigen Schritte waren für die Hersteller das Beifügen von Bioziden in Dämmstoffen, Putzen, Farben und auch anderen Bauprodukten. Was jedoch den Nachteil mit sich zieht, dass diese werkseitig beigefügten Biozide keine Dauerlösung sind. Wirksame Biozide in diesem Bereich müssen wasserlöslich sein, damit eine Pflanze diese überhaupt aufnehmen kann und genau hier beginnt die moderne Bauprodukteherstellung ein akutes Problem für die Umwelt zu werden und dies auch dann, wenn &lt;a href=&quot;http://www.baulinks.de/webplugin/2013/0417.php4&quot;&gt;moderne Biozide&lt;/a&gt; sich nur noch zu 50% auswaschen. Die Biozide werden, durch ihre Eigenschaft der Wasserlöslichkeit, natürlich nicht nur von den Algen, Pilzen oder Flechten etc. aufgenommen, sie werden auch durch Niederschläge aus den &lt;a href=&quot;http://www.eth-bereich.ch/de/environment-sustainability/biozide-gew%C3%A4ssern&quot;&gt;Produkten gelöst und gelangen somit in das Grundwasser&lt;/a&gt;. Hier reichern sich die, zu beginn sehr geringen Konzentrationen an und werden über die Zeit ein akutes Problem für uns alle, der Tier- aber auch Pflanzenwelt werden. Aber nicht nur über die Zeit, denn einige Wirkstoffe sind auch dafür bekannt, dass sie bereits in &lt;a href=&quot;http://www.3sat.de/page/?source=/nano/umwelt/147454/index.html&quot;&gt;geringer Konzentration einen ökotoxischen Effekt&lt;/a&gt; aufweisen, der sich durch ein Zusammenwirken mit anderen Stoffen erheblich erhöhen kann. &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Oftmals liest man in diversen Produktdeklarationen nur von einem biozidarmen Filmkonservierer. Aber Biozide sind nicht nur als Filmkonservierer (ergo z.B. dem fertigen Anstrich an der Fassade) in den diversen Bauprodukten, sie sind ebenso  als Topfkonservierer vorhanden, der dann beispielsweise die Farbe oder den Fertigputz im Eimer (Gebinde) möglichst lange haltbar machen soll. Schwer wird es, hier nun alle in Baustoffen genutzten Bioziden aufzuführen. Manche sind mittlerweile in Putzen und Farben verboten, treten aber dennoch völlig legal in etwaigen Silikonen und anderen Produkten auf. Andere sind bis dato auch noch nicht wirklich auf ihre Langzeitwirkung über den Baustoff zur Umwelt untersucht worden. &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Beispiele zu Bioziden in Baustoffen bzw. Bauprodukten:&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Harnstoffderivate&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Beispiel: &lt;br/&gt;Harnstoffformaldehyd&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Isothiazol-Derivate&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Beispiele: &lt;br/&gt;Methylisothiazolinon &lt;br/&gt;Chlormethylisothiazolinon &lt;br/&gt;Benzisothiazolinon&lt;br/&gt;Octylisothiazolinon &lt;br/&gt;Dichloroctylisothiazolinon &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Dithiocarbamat-Derivate &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Beispiele:&lt;br/&gt;Ferbam &lt;br/&gt;Mancozeb &lt;br/&gt;Maneb &lt;br/&gt;Metam &lt;br/&gt;Metiram &lt;br/&gt;Nabam &lt;br/&gt;Propineb  &lt;br/&gt;Zineb &lt;br/&gt;Ziram &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Benzimidazol- Derivate&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Beispiele:&lt;br/&gt;Carbendazim&lt;br/&gt;Thiophanatmethyl&lt;br/&gt;Fuberidazol &lt;br/&gt;Fenbendazol&lt;br/&gt;Mebendazol&lt;br/&gt;Thiabendazol&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Triazin-Derivate&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Beispiele:&lt;br/&gt;Atrazin&lt;br/&gt;Simazin&lt;br/&gt;Cyanurchlorid&lt;br/&gt;Cyanursäure&lt;br/&gt;Cyanurtriazid&lt;br/&gt;Terbuthylazin&lt;br/&gt;Melamin&lt;br/&gt;Irgarol&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Benzothiazol-Derivate&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Beispiele:&lt;br/&gt;1,3-Benzothiazol &lt;br/&gt;2-Methylbenzothiazol &lt;br/&gt;2-Chlorbenzothiazol &lt;br/&gt;2-Methylthiobenzothiazol &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Carbamidsäure-Derivate&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Beispiele:&lt;br/&gt;Bendiocarb&lt;br/&gt;Carbamaten&lt;br/&gt;Allophanaten&lt;br/&gt;Harnstoff (Carbamidsäureamid) &lt;br/&gt;Guanidin&lt;br/&gt;Carbaziden&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Thiophthalimid-Derivate&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Beispiele:&lt;br/&gt;Folpet&lt;br/&gt;Captafol&lt;br/&gt;Captan&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Sulfensäure-Derivate&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Beispiele:&lt;br/&gt;Dichlofluanid&lt;br/&gt;Tolylfluanid&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Sulfon-Derivate&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Beispiel:&lt;br/&gt;Diiodmethyl-p-tolyl- sulfon&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Triazol-Derivate&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Beispiel:&lt;br/&gt;Propiconazol&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Pyridin-N-oxid-Derivate&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Beispiel:&lt;br/&gt;Zinkpyrithion&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Sie sehen, schon dieser, bei weitem unvollständige Auszug von genutzten bioziden Wirkstoffen, ist umfangreicher als viele vielleicht annehmen möchten. Wenn Sie sich nun die Zeit nehmen und über den ein oder anderen Stoff genauer recherchieren, werden Sie feststellen, dass einige gesundheitlich äußert bedenklich, gar schädigend eingestuft  sind. Manche sogar Nervengifte darstellen und alle hier genannten als umweltgefährdend betrachtet und auch ausgezeichnet werden müssen. Man wird sich die wohl berechtigte Frage stellen müssen, wozu das alles? Nur wegen ein paar Algen? Nur weil das fertige Produkt 12 Monate und mehr in einem Lagerregel stehen können sollte? Geht das nicht auch anders? &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Kurz und knapp: Ja es geht anders, es gibt auch einige Hersteller, die das anders machen und es gibt in vielen (nicht allen) Fällen hervorragende alternative Baustoffe, die eine Beigabe von Bioziden gar nicht benötigen. Zwei von vielen Varianten und hier auch nur Beispielsweise aus der Farben- und Putzecke wären &lt;a href=&quot;Eintrage/2011/9/13_Kalkputz_und_Kalkfarben_fur_Jedermann.html&quot;&gt;Kalkputze und Kalkfarben&lt;/a&gt;. &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Kommen wir zurück zu den Theorien in Bezug auf Algen an der Fassade und gleich zu jener, der allein schon aus bauphysikalischen Gründen, kaum zu widersprechen ist. Beginnen wir bei „es war einmal“. Früher, in Zeiten vor dem großen Energiesparthema, wurde bei nur sehr wenigen Häusern auf eine Wärmedämmung geachtet. Natürlich machten sich schon die alten Römer Gedanken zum Festhalten der Wärme, so wurde in dieser Zeit ab und an auch schon Kork oder andere Produkte beim Hausbau genutzt. Im alten Deutschland wurden auch häufig Strohlehm, Schilf, Heu, Holzspäne und ähnliches verwendet, dies aber weniger im Sinne einer klassischen Wärmedämmung sondern viel mehr weil diese Baustoffe günstig und somit auch regional zu gewinnen waren. Selbstverständlich wusste man wohl auch, dass solche Produkte das Haus oder den Wohnraum auch nach einem Aufheizen schön warm hielten. Man darf wohl annehmen, dass das Augenmerk mehr auf der Eigenschaft lag, Wärme zu puffern, weniger dem Dämmen wie wir es heute kennen.  Selbstverständlich stopfte man Ritzen und Fugen gerne mal mit dem damals zur Verfügung stehenden Material zu aber an eine Luftdichtigkeit dachte man dabei wohl nicht so wirklich. Grob wollte man einfach, dass es nicht zieht, wenn draußen der Wind weht. Logischer Weise gab es natürlich keine vorkomprimierten Dichtbänder, Luftdichtigkeitsfolien etc. pp. Durch diese Bauweisen wurde nicht nur der Raum, sondern eben auch die Wände und Fassaden aufgeheizt. Die Eigenschaften der Baustoffe sorgten dafür, dass die Wände auch nachts nicht eisig kalt sondern relativ warm waren. Kondensat auf der Oberfläche der Fassaden trat dann beim gewöhnlichen Hausbau eher nicht oder nur sehr geringe Zeit auf, trocknete aber ganz schnell wieder ab, da die erste Tat des Tages in der winterlichen Zeit ganz sicher das Anschüren des wärmenden Feuers war. Raum und Wand wurden gleich wieder erwärmt. &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Heute haben wir gerne und häufig, auch aufgrund der gesetzlichen Vorgaben teils sehr hoch gedämmte Häuser. In der günstigsten Variante Häuser, die nur gedämmt sind, die Pufferung der Wärme spielt oft nur noch beim stylischen Kaminofen eine Rolle. Der soll und darf nach dem Erlischen des Feuers gerne noch stundenlang warm bleiben. Die Fassaden selbst sind, wiederum im günstigsten Fall, mit Kunststoffen gedämmt. Kostet kaum Geld, dämmt aber gut. Nur sind diese Kunststoffe eben auch Produkte, die sich relativ schnell erwärmen und teils noch viel schneller abkühlen. Das Resultat ist, dass kurz nach dem Sonnenuntergang die Fassade soweit abgekühlt ist, dass die Luftfeuchtigkeit der Umgebungsluft an den Oberflächen auskondensiert. Die Fassade wird, je nach Jahreszeit, sehr schnell feucht und diese Feuchtigkeit hält sich dort so lange, bis die Sonne und der Wind am nächsten Tag für eine Abtrocknung sorgen. Oftmals ist die Lage so dramatisch, dass die Trockenphase tagsüber gar nicht ausreicht, um die Fassade wirklich trocken zu bekommen. Gerade in Bereichen, wo eben keine Sonne hin scheint oder auch Regionen und Jahreszeiten, deren Witterungsbedingungen nur wenig Sonnenschein bieten. Nun neigen feuchte Flächen dazu, dass mit dem Wind herangetragene Stäube oder auch Pollen, gerne haften bleiben, womit wir die Idealbedingungen für Pionierpflanzen beisammen haben. Wir haben ausreichend Feuchtigkeit, manchmal wie angesprochen sogar einen dauerfeuchten Untergrund und wir haben jede Menge Nahrung entweder aus dem was der Wind heranträgt oder auch aus dem Untergrund selbst. Es steht dem Algenwachstum nichts mehr entgegen, bis auf den weiter oben angesprochenen Biozidgehalt in den Baustoffen, welcher aber, wie ich Ihnen aufzeigte und je nach Feuchtigkeitsbelastung relativ flott ausgewaschen sein kann. Ist dieser Feind der Pflanzen erst mal weg, lebt es sich für diese wunderbar. Man kann schon von paradiesähnlichen Zuständen für die Algen sprechen. Da Pflanzenteile auch hin und wieder auf natürlichem Wege absterben und viele Nährstoffe für andere Pflanzen vorhanden sind, gedeiht dann irgendwann auch der erste Schimmelpilz, dessen Sporen natürlich auch reichhaltig in der Umgebungsluft vorhanden sind. Ach ja, die einzelnen Zellen der unterschiedlichen Algen gelangen natürlich auch über die Luft bzw. den Wind an unsere Fassaden. Die einzelnen Zellen sind ungefähr 10 µ groß (manche auch etwas größer) und man kann sie definitiv so nicht ohne Mikroskop erkennen. Je nach Art erkennen wir sie mit dem bloßen Auge erst nach dem sie sich über eine Zellteilung vermehrt haben und sich irgendwas zwischen 100 und 1000 Zellen überlagert haben. Das Minibiotop „Fassadengrün“ nimmt also in der Regel schon bevor wir es wirklich sehen Form und Gestalt an. Eine Gestalt die, nachdem wir sie sehen können, auch gerne mal sehr farbenfroh sein kann, denn Algen, wie auch Pilze, gibt es in vielen Farben, ob schwarz, grün, grau, rot, die Natur erzeugt ein reichhaltiges Couleur.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Sie sehen, Gründe für die vermehrte Sichtung von Algen an Fassaden gibt es viele und ich verdeutliche nochmals einige sind sehr weit hergeholt andere schlichte Tatsachen. &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Nur wie könnte man dieser Algenbildung aus dem Weg gehen? &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Auch hierzu gibt es wieder viele Theorien oder sagen wir mal Möglichkeiten. Gleich vor ab und da auch das die letzten Monate ein wenig durch die Medien gegangen ist. Mit etwaigen &lt;a href=&quot;http://www.ndr.de/ratgeber/verbraucher/markt7427.html&quot;&gt;inhaltslosen Blechkästchen, dubiosen Kugeln&lt;/a&gt; oder wie auch immer, die angeblich mit bestimmten in der Natur vorkommenden Schwingungen Feuchtigkeit verdrängen sollen, klappt das ganz sicher nicht. Das ist und bleibt Humbug und dient höchstens dazu gutgläubigen Mitmenschen das Geld aus der Tasche zu ziehen, bestenfalls auch dazu die Fachkollegen zu belustigen. Ergo Finger weg von solch Dingen. Physik ist eine sehr einfache Wissenschaft und hat nichts mit Zauberei, Pendelschwingerei oder Regentänzen zu tun. Das was wir als Sachverständige und somit auch technisch-wissenschaftlich orientierte Fachleute beraten und vorschlagen ist belegbar, eindeutig mit Berechnungen und/oder Forschungen beweisbar. Kommt Sie jemand besuchen, der gleich mit etwaigen Geschichten von bestimmten in der Natur vorkommenden Kräften, Schwingungen oder wie auch immer argumentiert und dabei das „bestimmt“ nicht eindeutig bestimmen kann, tun Sie sich den besten Gefallen, wenn Sie sich von solch einer Person gleich wieder verabschieden und dann doch einen echten Fachmann zu rate ziehen. &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Also, wie könnte man Algenbildungen vermeiden? Eine funktionale Methode ist natürlich die chemische Keule. Man könnte regelmäßig mit Bioziden versetzte Farben über den zuvor gereinigten Untergrund aufbringen lassen. Das löste das Algenproblem, tut aber der Umwelt und auf Dauer auch Ihrem Geldbeutel, sicher nicht gut. Also gehen wir wieder weg hiervon. &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Noch eine Variante ist das Nutzen von Putzen und Farben, die mit sogenannten &lt;a href=&quot;http://www.umweltbundesamt.de/chemikalien/nanotechnik/index.htm&quot;&gt;Nanopartikeln&lt;/a&gt; versehen sind und somit mikroglatte Oberflächen schaffen, an denen der Schmutz mehr oder weniger bei Regen abperlt.  Da man aber allgemein noch nicht weiß welche Auswirkungen diese Feinstpartikel auf den Mensch und die Umwelt haben, kann man diese nicht wirklich empfehlen. &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Anstatt vielen Bioziden und oft sehr kritisch beurteilten Nanopartikeln in Putzen und Farben, kann auch mit alkalischen Beschichtungssystemen gearbeitet werden. Wobei festzuhalten ist, dass die Alkalität bei beispielsweise Kalkhydrat- und Zementputzen und gerade bei geringen Beschichtungsdicken nicht besonders lange vorhanden ist. Aufgrund der Karbonatisierung neutralisieren sich solch Systeme im Dünnputzverfahren relativ schnell. Nutzt man sie aber im Dickputzsystem, so erhält man den Vorteil, dass der dicke Putz, die womöglich fehlende Speichermasse der synthetischen Wärmedämm-Verbundsysteme ausgleichen kann. Zu prüfen ist allerdings ob die Flächenlast des Putzes auch von den Dämmplatten getragen werden kann. &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Sollten Sie neu bauen oder im größeren Stile sanieren bzw. umbauen. Empfiehlt es sich gewisse konstruktive Maßnahmen einzuplanen. Ein ordentlicher Dachüberstand, der die Fassade vor Niederschlägen schützt, wäre hier gleich vor ab zu erwähnen. Bei Attiken oder auch Gesimsen und ähnlichem währe es anzuraten Niederschlagswasser möglichst über geneigte Flächen, Bleche mit Tropfkanten etc. so abzuführen, dass das abtropfende Wasser nicht direkt an die Fassade gelangt. Putze und Farben sollten möglichst wenig Wasser aufnehmen können (sie sollten hydrophob ergo wasserabweisend sein), nehmen sie dennoch Wasser auf, dann sollten sie schnell in der Lage sein wieder abzutrocknen. &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Erstellt man das Mauerwerk von vornherein mit Mauersteinen, die für sich schon ausreichend Dämmvermögen bieten und deren stoffliche Eigenschaft auch Wärme (z.B. aus der Sonneneinstrahlung) speichern kann, so erzielt man zusätzliche Vorteile. Der Markt bietet hierzu beispielsweise hochdämmende Ziegelsteine, welche sich auch als mit Dämmstoffen gefüllte Hochlochziegel darstellen. Allerdings wäre es wünschenswert, wenn diese Füllung auch als umweltgerecht zu beurteilen wäre, ergo ein Stoff ist, der sauber hergestellt und irgendwann auch frei von etwaigen Problemen entsorgt werden kann. In dieser Kombination ist der Ziegel das speichernde und der Dämmstoff das dämmende (u.U. auch das speichernde) Element. Solche Mauersteine bringen dann auch den Vorteil einer wesentlich festeren Fassadenoberfläche, zu der beispielsweise nicht für jedes schwere Stück, das an die Fassade geschraubt wird, gleich ein relativ teurer Montagezylinder vormontiert werden muss, der die wirkenden Kräfte flächig ableitet.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Um den Trocknungsprozess positiv zu beeinflussen, sind, wenn denn gedämmt werden soll, Dämmstoffe zu empfehlen, die Wärme nicht nur dämmen, sondern auch möglichst lange Zeit speichern können. Sie sehen ich wiederhole mich, denke aber, dass man die Eigenschaften der thermischen Dämmung und Pufferung für ein sicheres und algenfreies Bauen immer gemeinsam im Baustoff vorfinden sollte. Ganz klar im Vorteil sind hier sämtliche Dämmstoffe pflanzlichen Ursprungs, wie beispielsweise Holzfaserdämmplatten und andere (Beispiele finden Sie im Buch „&lt;a href=&quot;../Buch.html&quot;&gt;Natürliche und pflanzliche Baustoffe&lt;/a&gt;“ - ISBN 978-3-8348-1321-3 vom Springer Vieweg Verlag). Sollte schon ein Wärmedämm-Verbundsystem mit synthetischen Stoffen aufgebaut sein, so kann das nachträglich beschichten mit einem gut wärmespeichernden Material eine Lösung darstellen.  Hier bietet der Markt zum Beispiel eine auf Acrylbasis hergestellte &lt;a href=&quot;Eintrage/2013/3/3_Kork_als_Farbe.html&quot;&gt;Korkfarbe&lt;/a&gt; an, die einen Korkanteil von ca. 90% aufweist. Vorteil ist hierbei, dass es solche Beschichtungen auch in wasserdichten Ausführungen gibt. &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Neben all diesem liest man auch oft, dass die Oberflächen mit dunklen Farben gestrichen werden sollen, womit die Bildung von Tauwasser durch die Strahlungsenergie der Sonne stark verringert und die Nässezeiten verkürzt werden. Allerdings besteht hierbei das Problem, dass die Oberflächenspannungen erhöht und dadurch Putzrisse gefördert werden. Die Hersteller von Wärmedämm-Verbundsystemen grenzen diese Gefahr ein, in dem sie maximale Hellbezugswerte für ihre Systeme vorgeben. &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Beschichtungssysteme mit sogenannten Latenwärmespeicher, die die Wärme durch eine Veränderung des Aggregatzustandes speichern, sind, wie auch Infrarot reflektierende Anstriche, weitere Varianten um die Feuchtigkeit von den Fassaden weg zu bekommen. &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Eine bereits entwickelte aber nicht am Markt erhältliche Möglichkeit wäre auch eine Art Flächenheizung, welche grob umschrieben wie die Heckscheibenheizung eines Autos funktioniert. Ähnliches, im erweiterten Sinne, gibt es auch in der Denkmalpflege, wobei es sicher sinnlicher ist, Energie zur Erhaltung historischer Gebäude aufzubringen, als wenig erhaltungswürdige Neubauten ohne jeglichen künstlerischen oder kulturellen Wert zu schützen. Alleine schon der Gedanke daran, dass man eine neu gedämmte Fassade zur Energieeinsparung dämmt und zeitgleich – vor allem dauerhaft - zusätzliche Energie hineinstecken muss, um vor Algenbefall zu schützen, klingt äußerst abseitig. &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Wobei man nun auch an einen Punkt gelangt, wo man vielleicht schreiben muss und darf, dass man bei all den System und Zusätzen das Bewusstsein entwickeln sollte, dass diese eben, das unter Umständen schon von beginn an falsche System, retten sollen. Wenn ich sehe, welch Systeme sich über die fast 25 Jahre, die ich nun mit Baustoffen als Handwerker und Ingenieur zu tun habe, am besten bewährt haben, dann komme ich nicht drum herum gerade die einfachsten und damit auch natürlichsten Systeme zu empfehlen. Eine vernünftig ausgelegte und aus pflanzlichen Rohstoffen hergestellte Dämmung, die schon von Natur aus dazu geschaffen wurde Wärme zu dämmen und angenehme Temperaturen zu speichern und das in Verbindung mit einem ordentlichen Dachüberstand und einem dickem, robustem, mineralischem Putz, der dann auch noch mit einer mineralischen Farbe gestrichen wurde, bewährten sich als dauerhafteste und am günstigsten zu pflegendes System. Hier sind jegliche Art von zugefügten &lt;a href=&quot;Eintrage/2011/10/11_122_Schadstoffe_die_unser_Leben_beeinflussen.html&quot;&gt;Schadstoffen&lt;/a&gt; oder Spezialausstattung schlicht unnötig. &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Oftmals, nur der Vollständigkeit wegen noch angefügt, werden auch die Bepflanzung und die Standortbedingungen in das Thema einbezogen. So soll die Nähe von Bäumen, Wasserflächen und landwirtschaftlichen Anbauflächen vermieden werden. Natürlich hat man hier ein erhöhtes Staub- und Pollenaufkommen, an Wasserflächen auch eine erhöhte Luftfeuchtigkeit aber leider kann man sich nicht immer Standtorte auswählen, die als ideal zu beschreiben sind. Somit kann man zwar den ein oder anderen Baum fällen aber dem Landwirt in der Nachbarschaft das Bestellen seines Feldes zu verbieten, wäre dann wohl des Guten zuviel – irgendwo sind wir ja alle auch dankbar, dass Felder bestellt werden und Kühe auf der Wiese weiden, bevor deren Milch oder Fleisch auf unseren Tellern landet. &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Ganz am Ende nun noch eines; Algen, Pilze und Flechten sind ein fester und sehr wichtiger Bestandteil unserer Natur. Sie sind in winzig kleiner Form allgegenwärtig, wir atmen sie bzw. ihre einzelnen Zellen sogar ein. Sie sehen nicht schön auf unseren Fassaden aus aber sie gehören zu unserer Umwelt wie der Sauerstoff, den wir zum Leben benötigen. Hätten die Blaualgen vor Milliarden von Jahren durch ihre Pionierarbeit nicht dafür gesorgt, dass auch andere Pflanzen wachsen können, so gäbe es uns wohl alle nicht, denn ohne Sauerstoff wären wir Menschen wohl eher nicht Teil dieser Erde.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Von bautechnischer Seite ist eine reine Veralgung an der Fassade bis dato, auch wenn es wohl zu den Aufklärungs- und Hinweispflichten eines gewissenhaften Verarbeiters oder Herstellers gehört, dass diese auftreten können, leider noch nicht als ein technischer Baumangel, sondern nur als optischer Mangel zu werten. &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Eine berechtigte Frage wäre allerdings, ob die häufig genutzten Biozide in Farben, Putzen und anderen Baustoffen, nicht auch juristische Probleme mit sich ziehen könnten, da sie sich unstrittig auswaschen und somit das Grundwasser verunreinigen. &lt;a href=&quot;Eintrage/2011/9/30_Verstoen_Biozide_in_Putzen_und_Anstrichen_gegen_das_Gesetz.html&quot;&gt;Sieht man sich das Bundes-Bodenschutzgesetz (BBodSchG) genauer an, so verstößt solch Nutzen wohl gegen das gültige Gesetz&lt;/a&gt;. Mir ist bis dato zwar noch kein Präzedenzfall bekannt aber würde ein solcher Fall tatsächlich vor Gericht kommen, könnte das vielleicht für viele Hausbesitzer bzw. Grundstückseigentümer ein Problem werden. Da diese wiederum und vielleicht Verarbeiter, Händler oder auch Hersteller in Regress nehmen könnten, würde einer solcher Fall sicherlich weitreichende Auswirkungen haben.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Aus gesundheitlicher Sicht lässt eine rein nur veralgte Fassade, sofern noch kein Pilz darauf wächst, nicht den Schluss zu, dass eine gesundheitliche Bedrohung vorliegt. Die Untersuchung sollte allerdings grundsätzlich von einem Fachmann durchgeführt werden, denn der Unterschied zwischen „nur Algen“ und „Algen mit Pilzen“ ist vom Laien in aller Regel erst dann erkennbar, wenn ein akuter Pilzbefall zu sehen ist und somit ist man schon äußerst spät dran. &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Sollten Sie Fragen oder gar schon Probleme mit Algen, Flechten oder auch Pilzen an der Fassade haben, kontaktieren Sie mich einfach über unten angegebene Kontaktinformationen. Als Bausachverständiger berate und begutachte ich natürlich bundesweit. Fachbegriffe aus diesem Text können auch im &lt;a href=&quot;../Lexikon.html&quot;&gt;Baulexikon bei ITunes&lt;/a&gt; nachgeschlagen werden.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt; Sachverständigenbüro Holzmann-Bauberatung  Tel.: 08293-965648  &lt;a href=&quot;http://www.Baubegriffe.com/&quot;&gt;http://www.Baubegriffe.com&lt;/a&gt; &lt;br/&gt;Privat- und Gerichtsgutachten zu Bauschäden und Baumängel an Gebäuden, Beweissicherung, Versicherungsgutachten, Baubegleitung, Bauabnahme, Sanierkonzepte, bautechnische Beratung zu Immobilienkauf /-miete, Baustoffberatung&lt;br/&gt;Für alle die gerne zitieren ohne Quellen zu nennen, kurz sich Content illegal zu eigen machen:&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;NEIN, dieser Text stammt nicht aus dem Internet, er wurde tatsächlich von einem Menschen geschrieben, der dafür recherchierte, sein angeeignetes Wissen einbrachte und für das Schreiben auch die dafür notwendige Zeit investierte. Von daher gilt auch hier, wie bei allen anderen Texten auf dieser Internetseite:&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;» Kopieren des Textes und der Bilder (inkl. framen etc.), ob ganz oder in Teilen ist nicht gestattet, es sei denn es liegt eine schriftliche Genehmigung der Holzmann-Bauberatung vor. Für eine Genehmigung wenden Sie sich bitte an &lt;a href=&quot;mailto:info@Baubegriffe.com/&quot;&gt;info@Baubegriffe.com&lt;/a&gt; (Herr Holzmann). Verlinkt darf der Artikel natürlich jederzeit werden. «  &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;      &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;</description>
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      <title>Barrierefrei gebaut?</title>
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      <pubDate>Tue, 5 Feb 2013 10:46:33 +0100</pubDate>
      <description>&lt;a href=&quot;http://www.Baubegriffe.com/Bausachverstandiger_Holzmann-Bauberatung/Blog/Eintrage/2013/2/5_Barrierefrei_gebaut_files/DIN%2018040.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.Baubegriffe.com/Bausachverstandiger_Holzmann-Bauberatung/Blog/Media/object009_1.jpg&quot; style=&quot;float:left; padding-right:10px; padding-bottom:10px; width:182px; height:203px;&quot;/&gt;&lt;/a&gt;Wenn man über zukunftsweisende Personalpolitik spricht, ist das erste, das man allgemein liest, der Verweis auf die demographische Entwicklung unseres Landes. Die Bevölkerung in Deutschland wird durch den Rückgang der Geburtenrate im Durchschnitt immer älter. Somit wird die Wettbewerbsfähigkeit immer mehr über die Verfügbarkeit ausreichend qualifizierten Personals definiert und nicht mehr ausschließlich über das Preis-Leistungsverhältnis oder innovative Produkte. In der Fachliteratur ist zu lesen, dass das Jahr 1964 für die demographische Entwicklung in unseren Land ein signifikantes war. Hier erreichte die Geburtenrate in Deutschland mit 1.357.304 Lebendgeburten ihren Höhepunkt. Danach sank die Geburtenrate kontinuierlich. Bis zum Jahr 2000 halbierte sich diese dann sogar gegenüber 1964.  Im weiteren Verlauf hat sich die Zahl der Geburten in der Tendenz kontinuierlich nach unten entwickelt und im Jahr 2006 einen historischen Tiefstand von 672.724 Geburten erreicht. Danach kam es zwar zu einem leichten Anstieg, der sich jedoch nur minimal vollzogen hat. Dass man sich hieraus resultierend Sorgen um qualifizierte und dennoch bezahlbare Mitarbeiter macht, ist somit durchaus verständlich.  Sehr deutlich wird diese Entwicklung natürlich auch im Bau- und Handwerkswesen. Ob Auszubildende, Meister oder Nachwuchsingenieure es ist nicht leicht, den passenden Mitarbeiter zu finden und findet man dann jemanden, ist dieser natürlich auch nicht bereit für „Wasser und Brot“ an die „Fronten“ zu gehen. Gerade im Bauhandwerk, eine Berufsgruppe bei der man sich auch mal die Hände schmutzig macht, nicht selten zu denen gehört, die in der Winterzeit kaum oder gar kein Geld verdienen, fehlt die Motivation einzusteigen. Hier ist meines Erachtens auch die Lohnpolitik und damit verbunden die allgemeine Preispolitik zu überdenken. Dumpingpreise führen zu geringen Löhnen und genau dies zieht Kompetenz nun mal nicht wirklich an. Kurzum, wer was kann, will am Ende den Cent nicht dreimal umdrehen müssen, er will ein Gehalt mit dem er auch gut leben kann.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Aber die Personalpolitik ist nicht das auf was ich mit diesem Text hinaus will, auch wenn man sich hierüber sicher Seitenweise auslassen könnte. Vielmehr ziele ich auf ein Problem ab, das viele mit dem Wandel der demografischen Entwicklung wohl erst mal nicht sehen. Der künftig immer notwenigeren Änderung von Bauweisen. Ältere Menschen sind in ihrer Bewegungsfähigkeit unumstritten eingeschränkt. Die einen mehr, die anderen weniger aber mit zunehmendem Alter steigt auch das Verlangen und die Nötigkeit nach möglichst umfangreicher Barrierefreiheit. Das heißt wir brauchen mehr Infrastruktur, sprich Wohnraum, öffentliche Räume etc. die auch für Menschen ohne Probleme nutzbar sind, die vielleicht nicht mehr ohne Gehhilfe oder gar einem Rollstuhl von A nach B kommen. &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Aber wie sehen solche Räume und Flächen aus? Was qualifiziert eine Wohnung mit der beschreibenden Bezeichnung „Barrierefrei“. &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Eine der vielen Hilfen stellt natürlich auch hier die DIN dar. Der Normenausschuss Bauwesen (kurz NABau) hat mit der DIN 18040 und hier mit dem zweiten Teil dieses Dokuments eine sehr gut verständliche Vorlage gegeben, die das barrierefreie Bauen für Wohnungen und die dazugehörenden Planungsgrundlagen darstellt. &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Als ein wesentliches Element für die Infrastruktur des barrierefreien Bauens wird hierin gleich zu Beginn auf die allgemein nötigen Bewegungsflächen hingewiesen. Diese werden zusammengefasst wie folgt angegeben:&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Ausreichend groß ist eine Fläche von&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;-	180 cm Breite und 180 cm Länge für die Begegnung zweier Rollstuhlnutzer;&lt;br/&gt;-	150 cm Breite und 150 cm Länge für die Begegnung eines Rollstuhlnutzers mit einer anderen Person;&lt;br/&gt;-	150 cm Breite und 150 cm Länge für Richtungswechsel und Rangiervorgänge;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Ausreichend groß ist eine Fläche von&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;-	120 cm Breite und geringer Länge, wenn eine Richtungsänderung und Begegnung mit einer anderen Person nicht zu erwarten ist, z.B. für Flurabschnitte und Rampenabschnitte;&lt;br/&gt;-	90 cm Breite und geringer Länge, z.B. für Türöffnungen und Durchgänge&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Nach einer grafischen Darstellung zu den Bewegungsflächen wird im Folgenden auf Gehwege und Verkehrsflächen eingegangen. Um es kurz zu halten, um eine gefahrlose Nutzung von Gehwegen und Verkehrsflächen zu erhalten, müssen diese grundsätzlich eine feste und ebene Oberfläche aufweisen. Rollstuhl- und Rollatornutzer müssen sich leicht und erschütterungsarm fortbewegen können. In Bezug auf geneigte Flächen sind Maximalangaben von Quer- und Längsneigungen vorgegeben, die auch von vorgenannten Personengruppen ohne Probleme nutzbar sind. &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Gleich als nächster Punkt wird auf Park- und Stellplätze für Personenkraftwagen eingegangen. Ein Punkt, der wohl am häufigsten missachtet wird, denn beispielsweise ein Standardcarport aus dem Baumarkt ist in aller Regel ganz und gar nicht als barrierefrei zu werten. Diese weisen oftmals eine Durchfahrbreite von ungefähr 2,50 m auf und das ist für einen barrierefreien Abstellplatz um einen ganzen Meter zu schmal. Ähnliches bei Garagen. Eine manuell zu öffnende Garage ist nach DIN nicht als barrierefrei zu betrachten, hier muss generell ein Garagentor mit einem Antrieb zum automatischen Öffnen und Schließen vorgesehen sein, wobei auch der Schalter hierzu, sofern nicht funkgesteuert, in einer vordefinierten Höhe angeordnet sein muss.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Im weiteren geht die DIN 18040 auch auf Nötigkeiten in Bezug auf Eingangs- und Zugangsbereiche zum Haus aber auch zur Wohnung, den Aufzuganlagen, Treppen, Rollstuhlabstellplätze, diverse Bedienungselemente, Kommunikationsanlagen, Ausstattungselemente, Räume allgemein, Sanitärräume, Fenster, Türen und einige weitere zu beachtende Aspekte ein. &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Diese hier alle aufzuzählen würde jedoch den Rahmen eines einfachen Blogeintrags sprengen, zu diesem gibt es natürlich auch in Bezug auf eine DIN Publikations- und Urheberrechte gegen die ich, der ich ja auch selbst Autor mehrerer Schriften bin, keinesfalls verstoßen möchte. Abgesehen hiervon, dürfte es für einen Laien schwer sein, all die Vorgaben einer DIN konkret interpretieren zu können, da Normen im Gesamten weniger für den Laien mehr für den Fachmann geschrieben sind und zu einer Norm in aller Regel auch ein oder mehrere andere Normen gehören. Zur DIN 18040 beispielsweise wird neben deren 1. Teil auch auf die DIN 18650, DIN 32076, DIN EN 1154, DIN EN 12217, DIN EN 13115, der BG-Regel für Fußböden in Arbeitsräumen und Außenbereichen sowie auf die GUV-Information für Bodenbeläge für nassbelastete Barfußbereiche verwiesen. Zusammen sind somit fast schon ordnerfüllende Informationen nötig, um die hier angesprochene DIN zur Barrierefreiheit richtig interpretieren zu können. Aber das müssen Sie am Ende auch nicht, denn hierfür gibt es Fachleute wie mich, die Ihnen als Sachverständige gerne helfen und das dann gezielt auf Ihr tatsächlich vorliegendes Problem. &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Sollten Sie demnach Fragen oder gar schon Probleme haben, kontaktieren Sie mich einfach über unten angegebene Kontaktinformationen. Als Bausachverständiger berate und begutachte ich natürlich bundesweit.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt; Sachverständigenbüro Holzmann-Bauberatung  Tel.: 08293-965648  &lt;a href=&quot;http://www.Baubegriffe.com/&quot;&gt;http://www.Baubegriffe.com&lt;/a&gt; &lt;br/&gt;Privat- und Gerichtsgutachten zu Bauschäden und Baumängel an Gebäuden, Beweissicherung, Versicherungsgutachten, Baubegleitung, Bauabnahme, Sanierkonzepte, bautechnische Beratung zu Immobilienkauf /-miete, Baustoffberatung&lt;br/&gt;Für alle die gerne zitieren ohne Quellen zu nennen, kurz sich Content illegal zu eigen machen:&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;NEIN, dieser Text stammt nicht aus dem Internet, er wurde tatsächlich von einem Menschen geschrieben, der dafür recherchierte, sein angeeignetes Wissen einbrachte und für das Schreiben auch die dafür notwendige Zeit investierte. Von daher gilt auch hier, wie bei allen anderen Texten auf dieser Internetseite:&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;» Kopieren des Textes und der Bilder (inkl. framen etc.), ob ganz oder in Teilen ist nicht gestattet, es sei denn es liegt eine schriftliche Genehmigung der Holzmann-Bauberatung vor. Für eine Genehmigung wenden Sie sich bitte an &lt;a href=&quot;mailto:info@Baubegriffe.com/&quot;&gt;info@Baubegriffe.com&lt;/a&gt; (Herr Holzmann). Verlinkt darf der Artikel natürlich jederzeit werden. «  &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;      &lt;br/&gt;</description>
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