Das Kleine Baulexikon von Gerhard Holzmann

 

Fachlexikon für Bau, Handwerk, Architektur und Ingenieurwesen

Deutschsprachiges Lexikon für die neutrale, internationale Bauberatung der G.Holzmann-Bauberatung

Ihr Fachmann für wohngesunde Altbausanierungen

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DAS KLEINE BAULEXIKON
von Gerhard Holzmann

Vorwort

 

A

Aa-Ag

Ah-Aq

 

Ar-At

Au-Az

     

B

Ba-Bb

Bd-Beto

 

Betr-Bn

Bo-Bra

 

Bre-Bz

 
     

C

Ca-Ci

Cl-Cy

   

D

Da-Dh

Di-Dr

 

Ds-Dy

 
   

E

Ea-Ei

Ej-Ep

 

Er-Ex

 
   

F

Fa-Fer

Fes-Fj

 

Fl-Fo

Fr-Fz.

   

G

Ga-Ge

Gf-Gp

 

Gr-Gz

 
   

H

Ha-Hn

Ho-Hy

   

I

Ia-It

.

   

J

Ja-Ju

.

   

K

Ka-Ke

Kf-Kp

 

Kr-Ky

.

   

L

La-leis

Leit-Lm

 

Lo-Ly

 
   

M

Ma-Mg

Mi-Mz

   

N

Na-Ne

Nf-Ny.

   

O

Oa-Oz

.

   

P

Pa-Pn

Po-Pp

 

Pr-Py

 
   

Q

Q-qui

.

   

R

Ra-Re

Red-Rh

 

Ri-Rz

 
   

S

Sa-Schlo

Schlu-Sl

 

Sm-Sr

St-Sz

   

T

Ta-To

Tr-Ty

   

U

Ub-Uz

.

   

V

Va-Ve

Vf-Vz

   

W

Wa

Wasser-Wh

 

Wi-Wz

.

   

X

Xa-xy

.

   

Y

Ya-Ys

.

   

Z

Za-Zi

Zk-Zz

 

.

Sämtliche Urheberrechte
unterliegen dem Autor
Gerhard Holzmann.

 

 

 

www.arcor.de
 

 

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B4

“Pflanzliche Rohstoffe im Bauwesen”     Rohstoff-Konstruktion-Bauphysik     Teil 1 Wärmedämmstoffe

ISBN 978-3-8351-0153-1     B.G. Teubner Verlag     Veröffentlichung Sommer 2008

Ein Fachbuch das den gesamten Weg vom Pflanzensamen über die Dämmstoffproduktion bis hin zum Einbau in die Baukonstruktion beschreibt.
Für Studium, Land- und Bauwirtschaft, umweltbewusste Eigenheimbauer und all diejenigen die mehr wissen wollen!

Inhalt: Rohstoffgrundlagen, Bauphysikgrundlagen, Ökologiegrundlagen, Flachs, Getreide, Hanf, Holz, Kokos, Kork, Schilf, Seegras, Stroh, Wiesengras, Ananas, Bastpalme, Bambus, Baumwolle, Bombayhanf, Brennnessel, Faserbanane, Halfagras, Hanfpalme, Hopfen, Jute, Kapok, Kenaf, Roselle, Kongojute, Miscanthus, Neuseelandhanf, Ramie, Sisal, Zuckerrohr, Zwergpalme

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Zeichenerklärung : “-->” bedeutet, dass Sie unter nachfolgendem Begriff eine weitere Erklärung finden, hier einfach im entsprechenden Buchstaben nachschlagen; unterstrichene blaue Begriffe sind innerhalb der Internetseiten mit ausführlichen Texten verlinkt.

Böblinger

    Der deutsche Baumeister Matthäus Böblinger (ca. 1445-1505) war von 1480 bis 1494 der Leiter der Ulmer Münsterbauhütte.

Boccioni

    Der italienische Bildhauer, Maler und Kunstschriftsteller Umberto Boccioni (1882-1916) galt als Hauptmeister des italienischen Futurismus.

Blockfestigkeit

    Dies ist der Verklebungseffekt, der bei dem Zusammenfügen zweier beschichteter Flächen unter diversen Belastungen wie z.B. Druck und Temperatur, entsteht.

Bockgerüste

    Dies ist der Ausdruck für Arbeitsgerüste mit einer Gerüstlage und einer maximalen Höhe von 4m; nach den Sicherheitsregeln  für Bockgerüste bedürfen Gerüstböcke aus Holz, Aluminium oder Stahl eines Standsicherheitsnachweises in Übereinstimmung mit der DIN 4420 oder einer Prüfbescheinigung des berufsgenossenschaftlichen Fachausschusses, ausgenommen aus dieser Regel sind Holzböcke mit einer Höhe von 1m und einer Tragfähigkeit von 800kg.

Bockkäfer

    Holzschädling siehe --> Hausbock.

Bodega

    Dies ist die Betitelung einer spanischen Weinstube, ursprünglich war dies die Bezeichnung für ein Lagergewölbe mit Toreingang.

Boden

    Der Boden ist allgemein erklärt ein Gemisch aus Ton, Schluff, Sand und Kies. Kenntnisse über die Eigenschaften des Bodens bestimmen die Auswahl und Dimensionierung der Gründung von Bauwerken und der Ausbildung von Baugruben und Böschungen. Bestimmt werden diese von der Entstehungsgeschichte, der mineralischen Zusammensetzung, den Korngrößen, dem Wassergehalt und der Dichte. Diese Baugrundeigenschaften werden festgestellt durch -->Baugrunduntersuchungen und -->Baugrunderkundungen.

Bodenarten

    -->Bodenklassifizierungen

Bodenaushub

    Dies ist ein, zur Vorbereitung von Baumaßnahmen, ausgehobenes und abgetragenes, nicht kontaminiertes, natürlich gewachsenes oder bereits verwendetes Erd- und Felsmaterial.

Bodenaustausch

    Hier wird der anstehende Boden gegen einen anderen, z.B. Sand, Kies, Recyclingmaterial, Mineralstoffgemisch etc., ausgetauscht um eine Verformung zu verringern.

Bodenbeläge im Barfußbereich

    Barfußbereiche von z.B. Schwimmbadanlagen oder auch Sportstätten sind von den Unfallversicherern wie nachfolgend eingestuft worden.

Bewertungsgruppe

Mindestneigungswinkel

Mögliche Anwendungsbereiche

A

12°

Barfußgänge, Umkleideräume

B

18°

Duschräume, Beckenböen im Nichtschwimmerbereich, Beckenumgänge

C

24°

Gerneigte Beckenränder, Treppen ins Wasser

Bodendruck

    Dies ist der Druck, den eine Flüssigkeit auf den Boden eines Gefäses (aller Formen) ausübt.

Bodeneinstand

    Kurzzeichen: BE. Der Bodeneinstand  (auch als Fußbodeneinstand betitelt) ist der Teil der Zarge, der unterhalb vom OFF (Oberkante Fußboden) im Fußbodenbereich eingebaut wird. Der Bodeneinstand wird durch die untere Kerbe (+/- 0 OFF) in der Zarge markiert. Diese ist beim Einbau der Zarge unbedingt zu beachten, damit die erforderliche Durchgangslichtehöhe eingehalten werden kann.

Bodenerosion

    Dies ist die Bezeichnung für die Zerstörung der Bodendecke durch die Abtragung oder die Wegführung fruchtbarer Bestandteile, dies ist auch für die Überschüttung mit unfruchtbarem Material deffieniert.

Bodenfeuchtigkeit

    Bodenfeuchtigkeit wird nach Einwirkungsrichtung und der physikalischen Erscheinungsform unterschieden.

    Einwirkungsrichtung:

    • Seitliche Bodenfeuchte: Feuchtigkeit die von außen auf erdberührte Wände seitlich einwirkt.
    • Aufsteigende Bodenfeuchtigkeit: Feuchtigkeit die von unten auf ein Bauteil (Fundamente, Wände etc..) einwirkt.

    Physikalischen Erscheinungsform:

    • Sickerwasser
    • Haftwasser
    • Kapillarwasser

Bodenfräse

    Dies ist ein Gerät zum Auflockern und Zerkleinern des Bodens und ggf. zum Einmischen von Bindemitteln, Wasser und Zusätzen.

Bodenfries

    Als Teil einer Tür ist dies der untere verzierteTeil des Türrahmens.

Bodengare

    Dies ist z.B. die Bezeichnung für den günstigen Zustand eines Bodens welcher durch Bodenbearbeitungsmaßnahmen wie Pflege und Düngen hervorgerufen wird, wird auch als Ackergare bezeichnet.

Bodenimpfung

    Dies ist die künstliche Anreicherung des Bodens mit stickstoffbindenden Knöllchenbakterien, wird z.B. vor dem erstmalig mit Hülsenfrüchtlern zu bebauendem Boden durchgeführt.

Bodeninjektion

    Diese Injektion dient zum Festigen des Baugrunds, hierbei wird Zementmilch oder ein chemisches Mittel in den Boden gespritzt.

Bodenkanal

    Dies ist ein U-förmiger Betonkanal mit einer Abdeckung aus Stahlbetonfertigteilen zur Aufnahme von Ver- und Entsorgungsleitungen.

Bodenkarte

    Dies ist eine oft farbig und flächenhafte Darstellung der geografischen Verbreitung der Bodentypen.

Bodenklassen

    -->Bodenklassifizierung

Bodenklassifizierungen

    Bodenarten werden in folgende Klassen eingeteilt:

    • Klasse 1: Oberboden (Mutterboden)
    • Klasse 2: fließende Bodenarten (Schöpfboden)
    • Klasse 3: leicht lösbare Bodenart
    • Klasse 4: mittelschwer lösbare Bodenarten (Stichboden)
    • Klasse 5: schwer lösbare Bodenarten (Hackboden)
    • Klasse 6: leicht lösbarer Fels
    • Klasse 7: schwer lösbarer Fels

Bodenkunde

    Dies ist die Wissenschaft der chemisch-physikalischen Vorgänge im Boden und den Bodentypen.

Bodenmechanik

    Das ist die Lehre der physikalischen Eigenschaften von Erdstoffen.

Bodennagel

    Bodennägel werden vor allem zur Sicherung von Baugrubenwänden, zur Böschungssicherung und zur Verbesserung der Standsicherheit bestehender Stützmauern verwendet. Es wird grundsätzlich zwischen zwei Arten unterschieden, den temporären Bodennägeln (Einsatzdauer i.d.R. 2 Jahre) und den Permanentnägeln (Langzeiteinsatz).

Bodenplatte

    Bezeichnung für die Betonplatte, welche den unteren Kellerabschluß (Kellerboden) begrenzt, ausgeführt wird sie meist in Stahlbetonbauweise. Diese wird mit Anschluß an die Fundamente (Streifenfundament /Einzelfundament ) und zumeist Dämmschicht/Sauberkeitsschicht zum Erdreich eingebaut. Bei Plattenfundamenten ist das Fundament zugleich Bodenplatte. Auf die Bodenplatte kommt im allgemeinen ein dementsprechende Bodenbelagschicht (Estrich etc.)

Bodenpressung

    Darunter versteht man die lastenmäßige Beanspruchung des Baugrundes unter der Fundamentsohle; Einheit: N/cm² .

Bodenprobe

    Dies sind i.d.R. Lockergesteinsproben zur Feststellung der bodenmechanischen Eigenschaften.

Bodenprofil

    Dies ist eine komplette Dokumentation des Bodens, mit zeichnerischer Schnittdarstellung und Erläuterung zu den Bodenschichten.

Bodenreform

    Dies ist die Bezeichnung für den staatlichen Eingriff in die Eigentumssituation von Grund und Boden aus politischen, wirtschaftlichen oder sozialen Gründen.

Bodenrente

    -->Grundrente

Bodenrichtwert

    Der Bodenrichtwert ist ein durchschnittlicher Lagewert für baureife Grundstücke mit im wesentlichen gleichen Nutzungs- und Wertverhältnissen. Er wird i.d.R. von einem Gutachterausschuss durch Auswertung der Kaufpreissammlung ermittelt. Dabei werden nur solche Kaufpreise berücksichtigt, die im gewöhnlichen Geschäftsverkehr ohne Rücksicht auf ungewöhnliche oder persönliche Verhältnisse zustande gekommen sind. Abweichungen des einzelnen Grundstückes in den wertbestimmenden Eigenschaften wie Art und Maß der baulichen Nutzung, Bodenbeschaffenheit, Erschließungszustand etc. begründen Abweichungen seines Verkehrswertes vom Bodenrichtwert .

Bodenrisiko

    Auch Baugrundrisiko, da der Bauherr dem Bauunternehmer das Baugrundstück zur Verfügung stellt, trägt grundsätzlich er (der Bauherr) das Risiko für gesehene Boden- und Wasserverhältnisse des Grundstücks. Minderung erfolgt dadurch, dass der für die Planung zuständige Architekt die Bodenverhältnisse prüfen muß (eventuell durch Bodenprobenentnahmen) und bei Unterlassung möglicherweise gegenüber dem Bauherrn schadensersatzpflichtig ist. Das Baugrundrisiko wird auch als Wagnis betitelt, welches trotz sorgfältiger Erkundung des Baugrunds und der Wasserverhältnisse sowie ohne Verschulden eines Vertragspartners die angetroffenen geotechnischen Verhältnisse von den erwarteten Verhältnissen abweichen und hierdurch behindernde und wirtschaftliche Folgen eintreten können.

Bodenschätzung

    Dies ist die Klassifizierung der forst- und landwirtschaftlich genutzten Böden, Beurteilt wird dies durch z.B. der Bodenzusammensetzung, Alterserscheinungen unter Mitinrücksichtnahme der Klima- und Grundwasserverhältnissen.

Bodenschutz

    Im -->BauGB und in der -->BauNVO ist der Bodenschutz als öffentliche Aufgabe der Kommunen zugewiesen und hat mit Vorschriften über die Gestaltung von Freiflächen sowie einer Erweiterung der Möglichkeiten für örtliche Bauvorschriften auch Eingang in Landesbauverordnungen gefunden.

Bodenschutzklausel

    Nach dem -->BauGB § 1 a (1): “Mit Grund und Boden soll sparsam und schonend umgegangen werden, dabei sind Bodenversiegelungen auf das notwenige Maß zu begrenzen”.

Bodenstabilisierung

    Dies ist ein Verfahren bei welchem die Tragfähigkeit des Bodes dauerhaft erhöht wird. Hierbei wird die Verdichtbarkeit des bindigen Bodens durch Zumischung von Kalkhydrat und Feinkalk vebessert.

Boden- und Felsklassen

    Nachfolgend Boden- und Felsklassen mit deren Angaben:

    • Klasse A: Fließende Bodenarten. Bindige Bodenarten von flüssigbreiiger Beschaffenheit, die das Wasser schwer abgeben, sowie fließende, rollige Bodenarten, mit Angabe von Schichtenaufbau, Korngröße, Lagerungsdichte aus Sondierergebnissen bei rolligen Bodenarten, Anteil und Größe von Steinen.
    • Klasse B: Weiche bis steife bindige Bodenarten. Bindige Bodenarten von weichplastischer bis steifplastischer Konsistenz (Konsistenzzahl bis einschließlich 0,85). Mit Angabe von Schichtenaufbau, Korngrößenverteilung, Konsistenz und natürlichem Wassergehalt, Anteil und Größe von Steinen.
    • Klasse C: Steife bis feste bindige Bodenarten. Bindige Bodenarten von steifplastischer, halbfester und fester Konsistenz (Konsistenzzahl über 0,85). Mit Angabe von Schichtenaufbau, Korngrößenverteilung, Konsistenz und natürlichem Wassergehalt, Anteil und Größe von Steinen.
    • Klasse D: Rollig-bindige Bodenarten. Fein- und Mittelsande mit Schluff- und Tonbeimengungen mit folgenden Kornbereichen: Feinsand 15 % bis 90 %, Mittelsand bis 45 %, Schluff und Ton 10% bis 40 %. Mit Angabe von Schichtenaufbau, Korngrößenverteilung, Konsistenz und natürlichem Wassergehalt, Lagerungsdichte aus Sondierergebnissen, Anteil und Größe von Steinen.
    • Klasse E: Gleichförmige, feinkörnige, rollige Bodenarten. Feinsande mit Beimengungen von Schluff und Ton sowie Mittelsand mit folgenden Kornbereichen: Feinsand über 60 %, Mittelsand bis 30 %, Schluff und Ton bis 10 %. Mit Angabe von Schichtenaufbau, Korngrößenverteilung, Lagerungsdichte aus Sondierungsergebnissen, Anteil und Größe von Steinen.
    • Klasse F: Feinkörnige rollige Bodenarten. Fein- und Mittelsande mit Beimengungen von Schluff, Ton und Grobsand mit folgendem Kornbereich: Fein- und Mittelsand über 80 %, Grobsand bis 10 %, Schluff und Ton bis 10 %. Mit Angabe von Schichtenaufbau, Korngrößenverteilung, Lagerungsdichte aus Sondierungsergebnissen, Anteil und Größe von Steinen.
    • Klasse G: Mittelkörnige rollige Bodenarten. Fein- und Mittelsande mit Beimengungen von Schluff, Ton und Grobsand mit folgendem Kornbereich: Fein- und Mittelsande 50 % bis 90 %, Grobsande 10 % bis 40 %, Schluff und Ton bis 10 %. Mit Angabe von Schichtenaufbau, Korngrößenverteilung, Lagerungsdichte aus Sondierungsergebnissen, Anteil und Größe von Steinen.
    • Klasse H: Gemischtkörnige rollige Bodenarten.Fein-, Mittel- und Grobsande mit Beimengungen aus Schluff, Ton und Kies mit folgenden Kornbereichen: Fein-, Mittel- und Grobsande über 80 %, Kies bis 10 %, Schluff und Ton bis 10 %. Mit Angabe von Schichtenaufbau, Korngrößenverteilung, Lagerungsdichte aus Sondierungsergebnissen, Anteil und Größe von Steinen.
    • Klasse I: Grob- und gemischtkörnige rollige Bodenarten. Sand, Kies und deren Gemische mit folgendem Kornbereich: Sand 50 % bis 90 %, Kies 10 % bis 50 %. Mit Angabe von Schichtenaufbau, Korngrößenverteilung, Lagerungsdichte aus Sondierungsergebnissen, Anteil und Größe von Steinen.
    • Klasse K: Grobkörnige rollige Bodenarten. Kies, Sand und deren Gemische mit folgendem Kornbereich: Kies über 50 %, Sand bis 50 %. Mit Angabe von Schichtenaufbau, Korngrößenverteilung, Lagerungsdichte aus Sondierungsergebnissen, Anteil und Größe von Steinen.
    • Klasse L: Lockerer Fels und vergleichbare Bodenarten. Felsenarten mit einem inneren mineralisch gebundenen Zusammenhalt, die stark klüftig, brüchig, bröckelig, schiefrig, weich oder verwittert sind, sowie vergleichbare verfestigte nichtbindige und bindige Bodenarten. Mit Angabe von Schichtenaufbau, Gesteinsfestigkeit und mineralischer Zusammensetzung, bei verfestigten nichtbindigen und bindigen Bodenarten Korngrößenverteilung, Konsitenz und natürlichem Wassergehalt, Anteil und Größe von Steinen.
    • Klasse M: Fester Fels und vergleichbare Bodenarten. Felsarten mit einem inneren mineralische gebundenen Zusammenhalt und mit hoher Gefügefestigkeit, die nicht oder nur wenig klüftig verwittert sind, sowie vergleichbare verfestigte nichtbindige und bindige Bodenarten. Mit Angabe von Schichtenaufbau, Gesteinsfestigkeit und mineralischer Zusammensetzung, bei verfestigten nichtbindigen und bindigen Bodenarten Korngrößenverteilung, Konsistenz und natürlichem Wassergehalt.

Bodenverbesserung

    -->Melioration

Bodenverdichtung

    Durch Walzen, Rütteln oder Stampfen wird somit beim Boden eine höhere Tragfähigkeit erreicht.

Bodenwasser

    Dies sind die flüssigen Komponenten der Bodenbestandteile. Sie stammen überwiegend aus den Niederschlägen aus der Atmosphäre. Es wird in zweierlei Arten unterschieden:

    • Haftwasser: Als Adsorptions- und Kapilarwasser bewegt sich das Haftwasser unter dem Einfluss der Schwerkraft nur wenig oder gar nicht
    • Sickerwasser: Das Sickerwasser fließt unter Einwirkung der Schwerkraft in tiefe Bodenschichten (-->Grundwasser)

Boethos

    Der griechische Bildhauer und Vertreter des antiken Rokokos war in der ersten Hälfte des 2. Jh. v. Chr. tätig.

Bogen

    In Bezug auf das Mauerwerk ist dies eine gewölbte Konstruktion in einer Maueröffnung, sie leitet oder fängt Lasten ab wird aus keilförmigen Steinen oder mit keilförmig ausgearbeiteten Fugen erstellt. Folgende Bogenformen sind hauptsächlich zu finden:

    • Rundbogen
    • Spitzbogen
    • Korbbogen
    • Kielbogen
    • Segmentbogen
    • Stichbogen
    • Scheitrechter Bogen

Bogenarchitektur

    Baukunst deren Konstruktionselement der Bogen ist.

Bogenbinder

    Als Teil eines Dachstuhls ist dies das aussteiffende Verbindungselement zwischen den gegenüberliegenden Traufseiten.

Bogenbrücke

    Bei dieser Brückenkonstruktion werden die wirkenden Kräfte über eine oder mehrere Bogenträger abgeleitet.

Bogenfeld

    Dies kann ein Teil einer gekrümmten Linie sein, wie auch ein kreis-, ellipsen- oder parabelförmig gewölbtes Tragwerk.

Bogenfries

    Dies ist das tragende Glied unter den Gesimsen, welches die Form durchlaufender kleiner Bögen hat.

Bogengang

    Dies ist ein einseitig oder beidseitig von Arkaden angeschlossener oft auch überwölbter Gang.

Bogenlampe

    Dies ist z.B. eine elekrtische Lichtquelle die zwischen zwei Kohleelektroden erzeugt wird.

Bogenmaß

    Bei einem Winkel ist dies z.B. die Maßzahl der Länge seines zugehörigen Bogens im Einheitskreis.

Bogenscharte

    Andere Bezeichnung für eine Schießscharte in mittelalterlichen Burgen.

Bogenstaumauer

    Dies ist eine Staumauer, welche im Grunriß eine gebogene Form hat, Vorteil ist hierbei, dass durch die Gewölbewirkung Wasserdruckkräfte auch in horizontaler Richtung abgeleitet werden können.

Bogenstein

    Auch als Wölbziegel bezeichnet ist dies ein keilförmiger Ziegelstein für sichtbar gemauerte Bögen.

Bogenstich

    Dies ist der vertikale Abstand des Scheitels eines Bogens von der Auflagerlinie (Kämpferlinie).

Bogenstrebe

    Als Teil einer Dachkonstruktion ist dies das auskragende Element auf dem der Wandstil des Drempelbereichs aufliegt, die Bogenstrebe ansich steht auf einer Konsole (Kopfstein) auf.

Bogenverband

    Bei diesem Mauerwerksverband werden die Steine senkrecht zur Druckrichtung verlegt.

Bogenweiche

    Im Schienenbau ist dies eine, aus Bauteilen einer einfachen Weiche hergestellte, Weichenform, deren beide Gleisstränge gleichsinnig zur Innenbogenweiche oder gegensinnig zur Außenbogenweiche gebogen sind.

Bohle

    Brettholz mit einer stärke von 4-10 cm und einer maximalen Breite von 12 cm.

Bohlenzargenfenster

    Dieses Fenster besteht aus einer eingemauerten Zarge und ist ein Doppelfenster, die äußeren Flügel schlagen nach außen und die inneren nach innen.

Böhm

    Der deutsche Architekt Dominikus Böhm (1880-1955) galt als Erneuerer der katholischen Sakralarchitektur.

Böhmische Kappe

    -->Bömisches Gewölbe

Böhmisches Gewölbe

    Gewölbeart wird auch böhmische Kappe genannt, es handelt sich hierbei um ein gedrücktes -->Kugelgewölbe.

Bohr

    Der dänische Physiker Niels Henrik David Bohr (1885-1962) entwickelte 1912 das erste Atommodell (Bohrsches Atommodell) er erhielt 1922 den Nobelpreis, sein Sohn Age Bohr (geb. 19.06.1922) arbeitete im Bereich der Strukturen des Atomkerns und erhielt den Nobelpreis 1975.

Bohrbrunnen

    Dies ist ein, durch Bohren hergestellter Brunnen.

Bohrer

    Dies ist ein Werkzeug zur Herstellung von runden Löchern.

Bohrfortschritt

    Dies ist die Vortriebsgeschwindigkeit eines Bohrers, sie wird meist in Metern pro Stunde angegeben.

Bohrfutter

    Dies ist der Teil einer Bohrmaschine, in welchen man den -->Bohrer (Bohreinsatz) einspannt. Profigeräte sind i.d.R. mit einem -->Schnellspannbohrfutter ausgestattet.

Bohrhammer

    Dies ist ein Bohrgerät mit Schlagwerk.

Bohrinsel

    Dies ist eine stählerne Plattform auf dem Meer mit Einrichtungen zur Förderung und dem Bohren nach Erdöl oder Erdgas.

Bohrkern

    Dieser dient zur genauen und ungestörten Untersuchung von z.B. Mauerwerk, Betonflächen oder auch Gesteins- und Bodenproben, diese werden mittels Kernbohrung gewonnen.

Bohrknecht

    Darunter versteht man die luftgefederte Vorschubstütze bei schweren Bohrhämmern, hierbei wird ein größerer Anpreßdruck und ein leichterer Vorschub ermöglicht.

Bohrlochbild

    Dies ist die zusammenfassende bergmännische Darstellung der angetroffenen geologischen Verhältnisse und durchgeführten technischen Maßnahmen in einer Bohrung.

Bohröl

    Dies ist ein Schmier- und Kühlmittel für Bohrvorgänge.

Bohrort

    Bezeichnung für den tiefsten Punkt eines Bohrloches.

Bohrpfahl

    Bohrpfähle werden als sogenannte Ortpfähle mit einem Durchmesser von 0,3 bis 3,0 m aus Beton hergestellt (i.d.R. mit Stahlbewehrung).

Bohrpfahlwand

    Eine Bohrpfahlwand entsteht durch eine Anreihung von Bohrpfählen, wodurch eine Wand entsteht. Man unterscheidet hierbei folgende Arten:

    • Aufgelöste Bohrpfahlwand: hierbei besitzen die Bohrpfähle einen Abstand untereinander, der größer ist als der Bohrpfahldurchmesser. Der hier entstehende Zwischenraum wird mit Spritzbeton ausgekleidet.
    • Tangierende und überschnittene Bohrpfahlwand: hierbei werden zuerst die unbewehrten primären Bohrpfähle hergestellt und danach durch Überschneidung die bewehrten Sekundärpfähle.

    Bohrpfahlwände werden u.a. als Baugrubenverbau, Dichtwände im Damm- und Deponiebau eingesetzt.

Bohrprobe

    Bohrproben werden i.d.R. aus dem Baugrund, durch Bohren in verschiedenen Tiefen, entnommen.

Bohrschlamm

    Dies ist eine Mischung aus feinem Bohrklein und Spülflüssigkeit, die beim Bohren entsteht.

Bohrstange

    Dies ist eine, meist hohle, Stahlstange, welche zur Übertragung der Energie von der Bohrmaschine auf den Bohrer gewärleistet.

Bohrturm

    Dies ist eine Einrichtung für das senkrechte Bohren von tiefen Gesteinsbohrlöchern.

Bohrung

    Im Grundbau ist dies ein zylindrischer Aufschluss des Baugrunds durch rammen, drehen oder andere Bohrverfahren. Bohrungen werden zur -->Baugrunderkundung, aber auch zur Herstellung von Pfählen oder zur Herstellung von Brunnen durchgeführt.

Boiler

    Dient zur Warmwasserzubereitung, im Wasserdepot verläuft eine Heizschlange, welche das Wasser erwärmt.

Boiserie

    Dies ist ein mit Flachreliefen geschücktes Tafelwerk.

Bol

    -->Bolus

Boltraffio

    Giovanni Antonio Boltraffio (1467-1516) war ein italienischer Maler.

Boltzmann

    Der österreichische Physiker Ludwig Eduard Boltzmann (1844-1906) entdeckte die Beziehungen zwischen Entropie und Wahrscheinlichkeit.

Bolus

    Auch Bol genannt ist dies ein wasserhaltiges Tonerde-Silicat, wird oft als Malfarbe, Glaspoliermittel und Druckerfarbe verwendet.

Bolzen

    Dies ist ein zylindrisches Verbindungsmittel z.B. ein Metallstift.

Bolzendichtkappen

    Bestehend aus Kunststoff oder Edelstahl, dienen diese um eine Wasserundurchlässige Bolzenverbindung herzustellen.

Bolzenschießer

    Maschine zum Einschießen von Handbolzen in z.B. Gestein, Eisen oder Beton, etc.

Bolzensetzgerät

    Maschine zum Einschießen von Handbolzen in z.B. Gestein, Eisen oder Beton, etc. mit einer Treibladung (Kartusche - Magazin), Treibladungsstärke ist mit Farbe gekennzeichnet:

    • rot - stark
    • gelb - mittel
    • grün - schwach
    • weiß - sehr schwach

Bolzentreppen

    Die Stufen werden einmal an der Wand aufgelagert und gleichzeitig auf dem Treppengeländer das durchgehend bis zum nächsten Geschoß verläuft auf den einzelnen Stäben bzw. Bolzen aufgelagert sind.

Bolzenverbindung

    Dies ist eine Holzverbindung, bei der rechtwinkelig zur Scherfläche, durchgehende zylindrische Verbindungsmittel aus Metall verwendet werden.

Bölzung

    Bezeichnung für das Abstützen  von einsturzgefährdeten Tragwerken oder auch die Absicherung von Gräben und Stollen.

Bonatz

    Paul Bonatz (1877-1956) war ein deutscher Architekt.

bondern

    Dies ist das Überziehen von Stahl mit einer dünnen Rostschutzschicht aus Eisenphosphat.

Bongossi

    Holzart. Das äusserst harte Holz ist sehr schwer zu bearbeiten, von unangenehmem Geruch und lässt sich schwer hobeln und Leimen. Nageln ohne Vorbohren nicht möglich. Schwindet sehr stark. Verwendungsbereich: Parkettböden, Treppenstufen, Brückenbau, Schleusen, Waggon- und Schiffbau, hochbeanspruchte Konstruktionen. Das Holz eignet sich für Kegelkugeln und Werkzeuggriffe.

Bonitierung

    Dies ist der Vorgang der Qualitätsfeststellung landwirtschaftlich genutzter Böden.

Bonnard

    Pierre Bonnard (1867-1947) war ein französischer Maler und Grafiker.

Boom

    Dies ist die Bezeichnung für z.B. den Zustand der Hochkonjunktur und der Überbeschäftigung der Volkswirtschaft.

Bootschleppe

    Dies ist eine geeignete Ebene für Schleppwagen zur Umsetzung von Sportbooten an einer Fallstufe.

Bootschleuse

    Dies ist eine Schiffsschleuse für den Verkehr mit kleinen Booten, insbesondere Sportbooten.

Bootslack

    Dies sind auf der Bindemittelgrundlage von z.B. Leinöl-Holzöl-Standöl aufbauende, schnell und wasserunquellbar durchtrocknende Lacke und Lackfarben.

Bor

    Bor ist ein Nichtmetall-Element mit großer Härte. Ist es im Grundwasser nachweisbar, lässt dies auf Verunrein