Das Kleine Baulexikon von Gerhard Holzmann

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Seit 10 Jahren das Fachlexikon für Bau, Handwerk, Architektur und Ingenieurwesen

Deutschsprachiges Lexikon für die neutrale, internationale Bauberatung der G.Holzmann-Bauberatung

Ihr Fachmann für wohngesunde Altbausanierungen

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von Gerhard Holzmann

 

DAS KLEINE BAULEXIKON
von Gerhard Holzmann

Vorwort

 

A

Aa-Ag

Ah-Aq

 

Ar-At

Au-Az

 

 

 

B

Ba-Bb

Bd-Beto

 

Betr-Bn

Bo-Bra

 

Bre-Bz

 

 

 

 

C

Ca-Ci

Cl-Cy

 

 

D

Da-Dh

Di-Dn

 

Do-Dy

 

 

 

E

Ea-Ei

Ej-Ep

 

Er-Ex

 

 

 

F

Fa-Fer

Fes-Fj

 

Fl-Fo

Fr-Fz.

 

 

G

Ga-Ge

Gf-Gp

 

Gr-Gz

 

 

 

H

Ha-Hn

Ho-Hy

 

 

I

Ia-It

.

 

 

J

Ja-Ju

.

 

 

K

Ka-Ke

Kf-Kp

 

Kr-Ky

.

 

 

L

La-leis

Leit-Lm

 

Lo-Ly

 

 

 

M

Ma-Mg

Mi-Mz

 

 

N

Na-Ne

Nf-Ny.

 

 

O

Oa-Oz

.

 

 

P

Pa-Pn

Po-Pp

 

Pr-Py

 

 

 

Q

Q-qui

.

 

 

R

Ra-Re

Red-Rh

 

Ri-Rz

 

 

 

S

Sa-Schlo

Schlu-Sl

 

Sm-Sr

St-Sz

 

 

T

Ta-To

Tr-Ty

 

 

U

Ub-Uz

.

 

 

V

Va-Ve

Vf-Vz

 

 

W

Wa

Wasser-Wh

 

Wi-Wz

.

 

 

X

Xa-xy

.

 

 

Y

Ya-Ys

.

 

 

Z

Za-Zi

Zk-Zz

 

.

Sämtliche Urheberrechte
unterliegen dem Autor
Gerhard Holzmann.

 

Biobaustoffe_animiert

 

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Zeichenerklärung : “-->” bedeutet, dass Sie unter nachfolgendem Begriff eine weitere Erklärung finden, hier einfach im entsprechenden Buchstaben nachschlagen; unterstrichene blaue Begriffe sind innerhalb der Internetseiten mit ausführlichen Texten verlinkt.

BD

    Abkürzung für Banddurchgang.

BDA

    Abkürzung für Bund Deutscher Architekten.

BDB

    Abkürzung für Bund Deutscher Baumeister.

BDIA

    Abkürzung für Bund Deutscher Innenarchitekten.

BDLA

    Abkürzung für Bund Deutscher Landschaftsarchitekten.

BDVI

    Abkürzung für Bund der öffentlich bestellten Vermessungsingenieure.

JETZT IM HANDEL  JETZT IM HANDEL
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Be

    • Abkürzung für -->Berkelium oder für -->Beryllium.
    • Als BE Abkürzung für Beschleuniger -->Betonzusatzmittel.
    • Als BE Abkürzung für -->Bodeneinstand.

Beanspruchung

    Hierunter ist die Belastung des Materials einer tragenden Konstruktion zu verstehen. Es wird entweder statische und dynamische Beanspruchung unterschieden oder Zug-, Druck-, Biege-, Schub-, und Torsionsbeanspruchung.

Beanspruchungsgruppen von Fenstern

    Anforderungen an die Fenster sind nach Beanspruchungsgruppen definiert: Gruppe A,Gebäude bis 8 m Höhe. Gruppe B, freistehende Gebäude bis 8 m und in geschützten oder normalen Lagen bis 20 m Höhe. Gruppe C, darüber hinaus.

Beanspruchungsgruppen von Holzklebestoffe

    Die Beanspruchungsgruppen von thermoplastischen Holzklebstoffen dienen der Auszeichnung der Wasserbeständigkeit. Hierbei wird die Wasserbeständigkeit (lt. DIN EN 204 ) in aufsteigender Reihenfolge mit dem Kennzeichen D1, D2, D3 oder D4 angegeben. Früher wurden die Beständigkeitsklassen in ähnlicher Weise mit B1, B2, B3 und B4 nach DIN 68602 bezeichnet.

bebaute Fläche

    Bezeichnung für Grundstücksflächen, welche baulich überdeckt werden, hierzu zählen nicht Bauteile die nicht wesentlich überragen und konstruktive Außenwandvorsprünge.

Bebauung

    Hiermit wird die Art und der Umfang der baulichen Nutzung eines Gebietes angesprochen.

Bebauungsentwurf

    Dies ist ein städtebaulicher Plan, der die bauliche Entwicklung eines Gebietes aufzeigt, auf welcher ein -->Bebauungsplan oder ein Verfahren zur Bodenordnung ausgerichtet werden soll.

Bebauungsplan

    Dies ist das Kernstück der verbindlichen Bauleitplanung, es beinhaltet den Anschluss bzw. Erschließung eine Baugeländes. Der Bebauungsplan (auch als B-Plan betitelt) enthält nach §§ 8 BauGB, insbesondere § 10 BauGB die rechtsverbindlichen Festsetzungen für die Städtebauliche Ordnung. Der Bebauungsplan darf die Gestaltungsfreiheit für die einzelnen Baumaßnahmen jedoch nur soweit einschränken, wie es der städtebaulichen Ordnung dient.

Bebauungsplanverfahren

    Dies ist das Verfahren zum -->Bebauungsplan.

Bebauungstiefe

    Die Bebauungstiefe legt die hintere -->Baugrenze oder -->Baulinie fest (§ 23 BauNVO).

Bebauungsverbot an Fernstraßen

    Das Fernstraßengesetz (FStrG § 9) schreibt vor, dass längs der Bundesfernstraßen keine Hochbauten jeglicher Art und Aufschüttungen oder Abgrabungen größeren Umfangs in einer Entfernung bis zu 40 m bei Bundesautobahnen und bis zu 20 m bei Bundesstraßen errichtet werden dürfen. Bauliche Anlagen bis 100 m von Bundesautobahnen und bis 40 m von Bundesstraßen bedürfen einer Zustimmung, bzw. Genehmigung der obersten Landesstraßenbehörde. Die Maßangaben beziehen sich auf die gemessene Entfernung vom äußersten Rand der befestigten Fahrbahn. Es handelt sich hierbei um ein absolutes Bauverbot, verstoßende Baugenehmigungen sind somit als nichtig anzusehen.

beblanken

    -->Beblankung

Beblankung

    Das Verkleiden einer tragenden Unterkonstruktion.

Becquerel

    Maßeinheit  für die Stärke der Radioaktivität; benannt nach Henri Becquerel (1852-1908), der franz. Physiker entdeckte 1896 die vom Uran ausgesandten radioaktiven Strahlen, er bekam 1903 der Nobelpreis.

Bedarf

    Dies ist der rechnerisch ermittelte Verbrauch.

Bedenken anmelden

    Laut VOB/B § 4 gilt, gegen eine nicht fachrichtig beschriebene Leistung sind Bedenken schriftlich geltend zu machen. Besteht der Auftraggeber jedoch weiter auf dieser Ausführung, sollte die Gewähr für die (dauerhafte) Funktionstüchtigkeit schriftlich begründet und abgelehnt werden. Die Anmeldung von Bedenken ist auch in nachfolgenden Punkten für den Unternehmer sofort (ohne schuldhaftes Zögern) und nach Möglichkeit vor Baubeginn schriftlich anzumelden:

    • Bedenken gegen die vorgesehene Art der Ausführung
    • Bedenken wegen der Sicherung gegen Unfallgefahren
    • Bedenken gegen die Güte der vom Auftraggeber gelieferten Stoffe oder Bauteile
    • Bedenken gegen die Leistungen anderer Unternehmer

    Im Bauhandwerk gilt, dass der Auftragnehmer als Fachmann seine Spezialkenntnisse auf dem bautechnischen Sektor nutzen muss und die ihm erkennbaren Fehlerquellen umgehend aufdecken soll, um den Auftraggeber (evtl. unmittelbar gefährdete Personen) vor Schaden zu bewahren.

Bedenkenanmeldung

    -->Bedenken anmelden

Beetbau

    Dies ist die Bezeichnung für die Aufteilung eines Acker in einzelne Beete.

Befestigungskralle

    Bei Fenstern dient die Befestigungskralle zur Befestigung des Fensterblendrahmens am Mauerwerk.

Beglaubigung

    Bestätigung der Echtheit einer Unterschrift durch eine Amtsperson.

Behaglichkeit

    Ausgewogenes Verhältnis zwischen Raumlufttemperatur, innerer Oberflächentemperatur von Wand, Decke, Boden, der relativen Luftfeuchte und der Luftbewegung im Raum.

beheizter Raum

    Dies ist ein Raum oder ein Bereich eines Gebäudes, mit einer definierten Soll-Innenraumtemperatur während der Heizzeit.

Behelfsgerüst

    Dient nur für geringe Arbeitshöhen und kleine Instandsetzungsarbeiten.

Beherrschungsvertrag

    Dies ist ein Unternehmensvertrag bei welchem eine -->AG die Leitung ihrer Gesellschaft einem anderen Unternehmen unterstellt.

Behindertengerechtes Bauen

    -->Barrierefreies Bauen

Behinderung

    Eine Behinderung aus baurechtlicher Sicht liegt dann vor, wenn die störenden Umstände auf den Ablauf der Bautätigkeit einwirken. Die störenden Umstände können hierbei tatsächlicher oder rechtlicher Natur sein. Der Auftragnehmer hat grundsätzlich nur dann Anspruch auf Berücksichtigung der hinderten Umstände, wenn er diese dem Auftraggeber unverzüglich schriftlich anzeigt (Behinderungsanzeige).

Behinderungsanzeige

    -->Behinderung

Behörden

    Dies sind großteils selbstständige Dienststellen im Vewaltungsaufbau des Staates und von öffentlichen Einrichtungen.

Behrens

    Der deutsche Architekt und Designer Peter Behrens ( 1868-1940, ursprünglich war er Maler) gestaltete u.a. mehrere Geschäfte und Fabriken und entwarf die ersten Gleisbauten in Deutschland, er gilt als der Begründer der modernen, sachlichen Industriearchitektur und des modernen Industrie-Designs und war zudem Mitbegründer des Deutschen Werkbundes. In dem von ihm geführten Architekturbüro arbeiteten einige der später populär gewordenen Architekten wie z.B. Walter Gropius oder Le Corbusier etc.

Beige

    Dies ist eine gelblichgraue, sandfarbene Naturfarbe.

Beiholz

    Als Beiholz bezeichnet man allgemein ein Stück Holz das zum Auffüttern eines anderen Holzteiles (z.B. zur Aufdopplung eines Sparrens im Dachbau etc.) dient. Oft wird der Begriff Beiholz auch einem Stück Holz zugesprochen, welches aus unterschiedlichen Gründen (stützen, halten, füllen etc.) an oder neben einem anderen Bauteil befestigt wird.

Beil

    Dies ist ein kurzstieliges Schlagwerkzeug mit einer einseitigen Schneide.

Beimöbel

    Beimöbel sind kleinere Mäbel, welche innerhalb eines Möbelprogramms zu größeren Einheiten passen.

Beinhaus

    Dies ist das Gebäude eines Friedhofes in welchem ausgegrabene Gebeine aufbewahrt werden.

Beischlag

    Dies ist eine Terrasse mit einer Brüstung und Freitreppe an der Straßenseite eines Hauses.

Beinschwarz

    Dies ist eine Malerfarbe, welche aus feingemahlener Knochenkohle hergestellt wird.

Beistoss

    Dies ist ein seitliches Ausgleichstück, z.B. bei Einbauküchen das seitlich anpassbare Ausgleichsstück (an die Wand).

Beizen

    -->Abbeizmittel

Beizenfarbstoffe

    Dies sind Farbstoffe, welche mit Metallsalzen schwer oder unlösliche Verbindungen eingehen, z.B. Chrombeize, Metallbeize, Entwicklungsfarbe oder Nachchromierungsfarbstoffe.

Belastender Erddruck

    Dies ist ein, auf ein Bauwerk belastend wirkender Erddruck.

Belastung

    Kräfte, die auf ein Tragsystem wirken (durch Gewicht, Reibung, Wind, Massenträgheit etc.). Es kann sich hier aber auch um Temperaturveränderungen oder Auflagerverschiebungen etc. handeln.

Belastungsdreieck

    Dies ist die geometrische Vorgabe für die Ermittlung der Lasten, die für die Berechnung eines Abfang- oder Sturzträgers in Wänden über Öffnungen nur dann verwendet werden darf, wenn sich neben und oberhalb des Trägers und der Lastfläche eine Gewölbewirkung ausbilden kann und der Gewölbeschub aufgenommen werden kann.

Belastungsumordnung

    Bei symmetrischen Systemen ist dies die Zerlegung einer allgemeinen Belastung in eine rein symmetrische (bzw. spiegelgleiche) und eine rein antimetrische (bzw. spiegelgleiche und umgekehrte) Belastung.

Belastungsumordnungsverfahren

    Bei symmetrischen Systemen ist dies die Anwendung der Belastungsumordnung und der getrennten Berechnung des Lastfalls Symmetrie und des Lastfalls Antimetrie, wobei die Betrachtung einer Symmetriehälfte des Systems mit entsprechenden Lagern an der Symmetrieachse in beiden Fällen ausreichend ist.

Belastungsversuche

    Diese werden durchgeführt, um die wirklichkeitsnahe Erfassung des Verformungsverhaltens und der Tragfähigkeit von Bauwerken und Bauteilen zu ermöglichen.

Belebtschlammverfahren

    Hier handelt es sich um eine biologische Abwasserreinigung. Dieses Verfahren wird auch Belebungsverfahren genannt.

Beleg

    Dies ist eine, für jede Buchung erforderliche schriftliche Bestätigung über die Richtigkeit eines zu buchenden Vorgangs, wie z.B: Bankauszüge, Lohnlisten, Rechnungen usw.

Belegreife

    Estriche dürfen erst dann mit Belägen versehen werden, wenn eine gewisse Restfeuchte unterschritten ist, dieser Zustand wird dann als Belegsreif bezeichnet. Restfeuchtewerte sind abhängig von dem jeweils nachfolgenden Belagsmaterial und sollten immer vor Belegung mit einem CM-Gerät kontrolliert werden.

Belegschaft

    Dies ist eine Bezeichnung für die Gesamtheit der Betriebs- oder Unternehmensangehörigen.

Belegschaftsaktie

    Dies ist eine, meist zum Vorzugspreis weitergegebene Aktie einer Gesellschaft, für Belegschaftsmitglieder.

Belegt

    Bei Möbeln wird dieser Begriff verwendet, wenn eine aufgeleimte Kunstharzplatte vorliegt, deren Dicke meist bei ca. 0,8 mm liegt.

Beleihungsgrenze

    Dies ist die Grenze, bei welcher bei Realkreditgeschäfte Wertpapiere und Grundstücke beliehen werden.

Beleihungsunterlagen

    Unterlagen zur Absicherung eines Baudarlehens wird von Kreditgebern, Banken, Bausparkassen gefordert, dies sind z.B. Grundbuchauszug, Grundsteuerbescheid, Einheitswertbescheid, Bauabnahmebescheid, Bild des Gebäudes, Bauplan etc.

Beleihungswert

    Ist der Wert, der zum beschaffen von Kapital festgelegt wird,  er liegt immer unter dem Verkehrswert und wird gleichzeitig mit dem Hypothekenwert gleich gesetzt.

Beletage

    Veraltetes Wort für das erste Stockwerk.

Beleuchtungsbrücke

    Dieser fotometrische Begriff ist der Quotient aus dem Lichtstrom und der von ihm beleuchteten Oberfläche.

Beleuchtungsstärke

    Dies ist die Lichtstromdichte auf der beleuchteten Fläche; Einheit: Lux (Lumen pro Quadratmeter); 1lx = 1 lm * m-2.

Belichtungsmesser

    Dies ist ein Hilfsgerät , welches die richtige Belichtungszeit bei Fotografien anzeigt.

Belichtungswert

    Früher auch Lichtwert genannt, ist dies die Lichtintentisität durch die ein Film mit einer bestimmten Lichtempfindlichkeit belichtet wird.

Bèlidor

    Bernard Forest de Bèlidor gibt als technischer Offizier der französischen Armee 1729 ein Handbuch mit dem Titel “La science des ingènieurs” heraus, in dem unter anderem auch die Mörtelherstellung aus unterschiedlichen Kalksteinarten, die Anwendung verschiedener hydraulischer Zusatzstoffe sowie die Fertigung von Gußgewölben aus hydraulischem Kalk beschrieben wird.

Belling

    Der deutsche Bildhauer Rudolf Belling (1886-1972) erstellte bekannte Holz- und Metallplastiken.

Bellini

    Der italienische Maler Gentile Bellini (1429-1507) war der Vater und Lehrer des italienischen Maler Giovanni Bellini (1430-1516) welcher die venezianische Hochrenaissancemalerei gründete, Giovanni war der spätere Lehrer Giorgiones und Tizians.

Bellmer

    Hans Bellmer (geb. 1902) war ein deutscher Zeichner,Grafiker und Maler.

belüftete Luftschicht

    Dies ist eine Luftschicht, die zum Zwecke der Feuchteabfuhr mit der Umgebung in Verbindung steht. Um eine ausreichende Belüftung zu erreichen müssen die, je nach Konstruktion bzw. System, vorgeschriebenen Abmessungen eingehalten werden. Weitere Bezeichnungen sind u.a. Hinterlüftung oder Belüftungsschicht etc.

Belustigungsgeschäfte

    -->Schaustellergeschäfte

Belvedere

    Pavillionartige Bauten meist in Gartenanlagen des 18 Jahrhunderts oder auch das Barockschloß des Prinzen Eugen in Wien.

Bema

    Erhöhtes Presbyterium im Chor der frühchristlichen Basilika.

Bemessung

    Dies ist u.a. die Berechnung von Tragwerken zur notwendigen Abmessung der Bauteile.

Bemessungswert

  • Allgemein: Dies ist ein Zahlenwert, der als Ausgangswert zur -->Bemessung verwendet werden darf oder muß.
  • Im Zusammenhang mit Wärmeschutz: Der Bemessungswert (früher: Rechenwert) ist der Wert einer wärmeschutztechnischen Eigenschaft eines Baustoffes oder -produktes, die in Gebäuden als typisches Verhalten des Stoffes oder Produktes angesehen werden kann. Zwischen Messwert („Produktion“) und Bemessungswert („Anwendung“) steht entsprechend europäischer Normung noch der Nennwert („Inverkehrbringung“). Der Nennwert ist die Produktkennzeichnung zur Inverkehrbringung innerhalb der EU. Er wird direkt mittels statistischer Methoden aus den in der Produktion genommenen Messwerten bestimmt. Mit diesem Wert dürfen jedoch keine wärmetechnischen Berechnungen durchgeführt werden. Berechnungen erfolgen mit dem Bemessungswert. Der Bemessungswert wird national aus dem Nennwert, welcher Feuchte-, Temperatur- und Alterungsbeiwerte einfließen lässt, ermittelt.

Benchmarketing

    Möglichkeit der Verbesserung der eigenen Leistungsfähigkeit. Hier wird das eigene Unternehmen oder nur gestimmte Bereiche mit dem Brachendurchschnitt, sowie den bestimmten Branche verglichen. Es wird geprüft, in welchen Teilen der Mitbewerber besser ist als das eigene Untenehmen und dann nach Möglichkeiten gesucht, diese selbst auszuführen.

Benetzungsprobe

    -->Untergrundprüfung

Bentonit

    Dies ist ein plastischer, stark quellfähiger Ton. Er ist entstanden durch die Verwitterung von Basalt- und Rhyolithtuffen und enthält vorwiegend Minerale der Monmorib-Gruppe (vor allem Montmorillonit). Dieser Ton wird u.a. bei der Herstellung von Bohrpfählen, Schlitzwänden oder auch beim Schildvortrieb im Tunnelbau, als thixotrope Stützflüssigkeit eingesetzt. Die Monmorib-Gruppe wird auch als Smektit-Gruppe betitelt. Nachfolgend einige Bentonitarten und deren Eigenschaften:

    • Calciumbentonit: Die Smektit-Gruppe ist nahezu ausschliesslich mit Ca2+ oder Mg2+-Ionen in den Zwischenschichten belegt.
    • Natriumbentonit: Die Smektit-Gruppe ist überwiegend mit Na2+-Ionen in den Zwischenschichten belegt, es können aber auch zusätzliche Ca2+ oder Mg2+ Ionen in diversen Mengen vorhanden sein.
    • Aktivbentonit: Dies ist ursprünglich ein Calciumbentonit, bei welchem die originale Kationenbelegung der Zwischenschicht mittels alkalischer Aktivierung durch Na+-Ionen ausgetauscht werden.
    • Säureaktivierter Bentonit: In einem speziellen Verfahren wird die Smektit-Gruppe in Verbindung mit Säure teilweise aufgelöst und so große Oberflächen geschaffen. Man nennt diese Bentonite auch Bleicherden.
    • Organobentonit: Die Kationen der Zwischenschichten werden gegen polare, organische Moleküle ausgetauscht. Durch diese Hydrophobierung kann der Bentonit in polaren Flüssigkeiten quellen.

Benutzerkategorien für Türdrücker und Türknäufe

    Hier werden folgende Klassen unterschieden:

    • Klasse 1: Zum Einsatz an Türen mit mittlerer Benutzerhäufigkeit durch Personen, die zu großer Sorgfalt motiviert sind und von denen ein geringes Risiko falscher Anwendung ausgeht (z.B. Innentüren von Wohnungen). Die Verdrehbarkeit des Vierkantstiftes liegt hier bei M = 20 Nm, die Zugbeanspruchung bei der montierten Garnitur bei F = 300 N, das freie Spiel in der Ruhestellung der montierten Garnitur bei 10 mm und die freie Winkelbewegung bei 10 mm.
    • Klasse 2: Zum Einsatz an Türen mit mittlerer Benutzerhäufigkeit durch Personen, die zur Sorgfalt motiviert sind, wobei jedoch ein gewisses Risiko falscher Anwendung besteht (z.B. Innentüren in Bürogebäuden). Die Verdrehbarkeit des Vierkantstiftes liegt hier bei M = 30 Nm, die Zugbeanspruchung bei der montierten Garnitur bei F = 500 N, das freie Spiel in der Ruhestellung der montierten Garnitur bei 10 mm und die freie Winkelbewegung bei 10 mm.
    • Klasse 3: Zum Einsatz an Türen mit häufiger Benutzung durch Publikum oder andere Personen mit geringer Motivation zur Sorgfalt und bei denen ein hohes Risiko falscher Anwendung besteht (z.B. Türen in Bürogebäuden mit Publikumsverkehr). Die Verdrehbarkeit des Vierkantstiftes liegt hier bei M = 40 Nm, die Zugbeanspruchung bei der montierten Garnitur bei F = 800 N, das freie Spiel in der Ruhestellung der montierten Garnitur bei 6 mm und die freie Winkelbewegung bei 5 mm.
    • Klasse 4: Zum Einsatz an Türen, die häufig Gewaltanwendungen oder Sachbeschädigungen ausgesetzt aind (z.B. Türen in Kasernen, öffentlichen Toiletten, Sportstadien). Die Verdrehbarkeit des Vierkantstiftes liegt hier bei M = 60 Nm, die Zugbeanspruchung bei der montierten Garnitur bei F = 1000 N, das freie Spiel in der Ruhestellung der montierten Garnitur bei 6 mm und die freie Winkelbewegung bei 5 mm.

Benützungsbewilligungsbescheid

    Dies betitelt ist die Schlussabnahme der Aufsichtsbehörde.

JETZT IM HANDEL  JETZT IM HANDEL

Benzin

    Dies sind Bestandteile des Erdöls (die bis ca. 200°C siedenden Bestandteile), Kohlenwasserstoffe mit einer nicht einheitlichen Zusammensetzung.

Benzinabscheider

    Dieser Abscheider trennt das, durch Bezin verunreinigte Regen- und Schmutzwasser.

Benzoe

    Dies ist ein Gummiharz der in Thailand und Sumatra beheimateten Art der Gattung Styracacea.

Benzoesäure

    Dies ist die einfachste aromatische Carbonsäure, welche in Deutschland als Konservierungsmittel zugelassen ist.

Benzol

    Der einfachste aromatische Kohlenwasserstoff, Bestandteil von Lacken, Klebstoffen, Lösungsmittel und Benzin.

Benzpyren

    Dieser aromatische Kohlenwasserstoff ist in Steinkohleteer enthalten.

Beobachtungsrohr

    Dies ist u.a. eine Anlage zur Ermittlung hydologischer Werte des Grundwassers (z.B. Grundwasserstand, Grundwasserbeschaffenheit etc.).

Beplankung

    Dies ist die Bezeichnung für eine Verkleidung einer Konstruktion mit Holzplatten, Vollholz etc.

Berapp

    Andere Bezeichnung für einen Rauhputz.

Berechnungsregen

    Dies ist ein, aus langjährig gemessenen Regendaten ermittelter und durch das jeweilige Wasserwirtschaftsamt festgesetzter Wert, welcher u.a. als Bemessungsgrundlage für Kanalisationen dient. -->Berechnungsregenspende

Berechnungsregenspende

    Dies ist ein, nach Regendauer (D) und Jährlichkeit (T), definiertes Regenereignis, welches durch eine statistische Erhebung ermittelt wird. Diese Daten können bei beim jeweiligen Wasserwirtschaftsamt oder auch bei einigen Wetterdiensten abgefragt werden.

Bereitschaftsstromverbrauch

    Dies ist der Energieverbrauch, angegeben in kWh pro 24 Std., welcher angibt wieviel Energie benötigt wird, um den Inhalt eines Warmwasserspeichers, in einem Zeitraum von 24 Std., auf einer Wassertemperatur von 65 °C bei einer Raumtemperatur von 20 °C, ohne Wasserentnahme, zu halten. Der Bereitschaftsstromverbrauch ist ein Maß für die energiesparende Bauweise eines Warmwasserbereiters.

Bereitstellungsgemisch

    Dies ist z.B. eine Mischung aller oder eines Teils der Ausgangsstoffe für Spritzbeton, das für die Förderung bereitgestellt wird.

Bereitstellungsplan in der Bauablaufsplanung

    Hier werden in Abhängigkeit des Bauablaufplans die Kapazitäten für die Bauausführung angezeigt, d.h. er gibt an, welche Menge zu welchem Zeitpunkt benötigt wird.

Bereitstellungszinsen

    Bankzinsen für die vorzeitige Bereitstellung eines Darlehens zwischen Darlehenszusage und Auszahlung.

Bergakademie

    Dies ist die veraltete Bezeichnung für eine Hochschule die zur Ausbildung von Diplomingenieuren des Bergbau- und Hüttenwesen dient.

Bergbahn

    Dies ist ein Transportmittel, welches zur Beförderung von Personen und Lasten auf größeren Steigungen dient.

Bergbau

    Dies ist der Begriff für das Aufsuchen und Gewinnen mineralischer Rohstoffe, inbegriffen ist hierbei auch die Aufbereitung dieser Rohstoffe.

Bergbehörde

    Dies ist die mit der Bergaufsicht betraute staatliche Einrichtung.

Berge

    Dies ist ein Gestein ohne nutzbare Mineralien.

Bergeisen

    Dies ist der spitze, keilförmige Hammer des Bergmanns.

Bergfried

    Dies ist der Hauptturm einer mittelalterlichen Burg.

Bergingenieur

    Dies ist der akademische Beruf des Bergbaus, dieser Ingenieur hat im allgemeinen die Aufgabe der technischen Leitung der Bergbauarbeiten, er hat ebenso die Verantwortung über die Grubensicherung und den Arbeitsschutz.

Bergius

    Der deutsche Chemiker Friedrich Bergius (1884-1949) erfand das Bergius-Verfahren und ein Verfahren zur Holzverzuckerung, er erhielt 1931 den Nobelpreis.

Bergius-Verfahren

    Dies ist ein von F. Bergius erfundenes Verfahren zur synthetischen Gewinnung von Benzin.

Bergkristall

    Dies ist ein farbloser, durchsichtiger Kristall.

Bergmann

    Dies ist ein Ausbildungsberuf für Kohle-, Erz- oder Salzbergbauer, es muss eine dreijährige Ausbildung mit einer abschließenden Knappenprüfung abgelegt werden.

Bergmann

    Der deutsche Elektrotechniker Siegmund Bergmann (1851-1927) erfand das Bergmann-Rohr, ein Isolierrohr für elektrische Leitungen.

Bergpolizei

    Auch Bergaufsicht genannt ist dies die von den Bergbehörden wahrgenommene Überwachung der staatlich vorgeschriebenen Sicherheitsvorkehrungen im Bergbau.

Bergrecht

    Diese Regelung regelt die Rechtsverhältnisse im Bergbau.

Bergregal

    Ursprünglich war dies das vom deutschen König beanspruchte Recht zum Abbau von Bodenschätzen, heute ist dies die Berghoheit des Staates.

Bergrutsch

    Dies ist die Bezeichnung für das Abgleiten größerer Gesteins- und Erdmassen.

Bergwasser

    Dies ist der Oberbegriff für alle Formen des Vorkommens von Wasser im Tunnel-, Stollen-, und Felsbau unter Tage.

Bergwerk

    Dies ist ein Bergbaubetrieb, er wird auch als Zeche oder Grube betitelt.

Bering

    Dies ist die Ringmauer einer mittelalterlichen Burg.

Berkelium

    Dies ist ein chemisches Element (Transuran), es wurde 1949 entdeckt.

Berliner Blau

    Dies ist eine lichtechte Malerfarbe aus einer Eisensalzlösung und gelben Blutlaugensalz.

Berliner Verbau

    -->Trägerbohlwand

Berme

    Bezeichnung für eine horizontale und abgetreppte Böschung.

Bernini

    Der italienische Bildhauer und Architekt Giovanni Lorenzo Bernini (1598-1680) erschuf die Kolonnaden auf dem Petersplatz in Rom von 1657 bis 1667 er war der Meister der römischen Barockkunst.

Bernoullische Hypothese

    Dies ist die Annahme, dass der Querschnitt eines Stabes bei der Stabverformung eben bleibt. Eine solche Annahme kann für eine Längskraft, ein Biegemoment, eine Querkraft und ein Torsionsmoment (mit bestimmten Voraussetzungen) getroffen werden.

Bernstein

    Auch Brennstein genannt ist dies ein fossiles Harz von ausgestorbenen Nadelbäumen.

Berufsausbildungsvertrag

    Partner zur Begründung eines Berufsausbildungsverhältnisses sind der Auszubildende und der Ausbilder, der Berufsausbildungsvertrag ist grundsätzlich vor Beginn der Berufsausbildung zu schließen, bei vorhandener Minderjährigkeit des Auszubildenden ist die Zustimmung des gesetzlichen Vertreters erforderlich. Bestandteile des Vertrags müssen sein:

    • Art und sachliche und zeitliche Gliederung sowie Ziel der Ausbildung
    • Ausbildungsmaßnahmen ausserhalb der Ausbildungsstätte
    • Dauer der regelmäßig täglichen Ausbildungszeit
    • Dauer der Probezeit
    • Zahlung und Höhe der Vergütung
    • Dauer des Urlaubs
    • Kündigungsvorraussetzungen
    • Jeder Berufsausbildungsvertrag muß nach Abschluß vom Ausbilder unverzüglich an die zuständigen Stellen (z.B. Kammern) gesendet werden.

Berufsberatung

    Dies ist die Bezeichnung für die Erteilung von Auskunft und Rat im Bereich der Berufswahl oder bei einem Berufswechsel.

Berufsgeheimnis

    Dies ist die Pflicht einer Berufsgruppe, anvertraute Geheimnisse zu wahren, dies Schweigepflicht haben z.B. Rechtsaanwälte, Patentanwälte, Notare,  Wirtschaftsprüfer, Steuerberater, Ärzte, Apotheker, und andere Heilberufe, sowie die Gehilfen und Mitarbeiter all dieser Berufssparten.

Berufsgenossenschaft

    Dies ist eine Körperschaft öffentlichen Rechts, nach Sparten und Regionen gegliedert. Die Berufsgenossenschaft ist u.a. Träger der gesetzlichen Unfallversicherung.

Berufshaftpflichtversicherung

    Diese Versicherung ermöglicht z.B. dem Ingenieur oder Architekten eine Absicherung gegen Personen-, Sach- und Vermögensschäden sowie gegen Schadensersatzansprüche wegen Nichterfüllung.

Berufskrankheit

    Dies sind melde- und entschädigungspflichtige Krankheiten welche vom Gesetz dem Arbeitsunfall gleichgestellt wird.

Berufsunfähigkeit

    Dies ist die Bezeichnung für das Unfähigsein, seinen Beruf auszuüben.

Berufsverband

    Diese Koalition ist ein freiwilliger Zusammenschluss von Arbeitgebern oder Arbeitnehmern zu einer kollektiven Interessenvertretung.

Berührungselektrizität

    Dies ist die Elektrizität, welche in der Berührungsschicht zweier Medien dadurch entsteht, dass die eine Substanz an die andere Elektronen abgibt, wodurch eine elektrische Berührungsspannung auftritt.

Beryll

    Dieser Edelstein ist ein glasglänzendes Mineral.

Beryllium

    Dies ist ein chemisches Element (Erdalkalimetall), wird z.B. als Legierungszusatz für Kupfer und Nickel verwendet.

Berzelius

    Jöns Jacob Freiherr von Berzelius (1779-1848) war ein Chemiker, er entdeckte u.a.  das Selen, er führte die Begriffe Isomerie und Katalysator und die heute gebräuchliche chemische Zeichensprache ein.

Beschäftigungsgrad

    Dies ist das Verhältnis der Produktion eines Bereichs oder eines Wirtschaftszweigs zu einer Leistungsfähigkeit (Kapazität) innerhalb eines Zeitabschnittes.

Beschäftigungsverhältnis

    Dies ist die Bezeichnung für ein tatsächliches Arbeitsverhältnid, ohne Rücksichtnahme auf seine gesetzlichen Grundlagen. Das Beschäftigungsverhältnis hat vor allem in der Sozialversicherung Bedeutung.

Beschichtet

    Bei Möbeln wird dieser Begriff verwendet, wenn eine werkseits aufgeleimte Kunstharzbeschichtung vorliegt, deren Dicke meist bei ca. 0,15 mm liegt.

Beschichtungen

    Dies ist eine in sich zusammenhängende Schicht (filmbildent) aus Beschichtungsstoffen.

Beschichtungsstoff

    U.a. sind dies Anstrichstoffe, Lacke und Beschichtungsstoffe für Kunstharzputze, Spachtelmassen etc. Nach der -->DIN handelt es sich hierbei um flüssige, pastenförmige und pulverförmige Stoffe aus Bindemitteln und ggf. zusätzlich Farbmitteln, Füllstoffen und Lösungsmitteln sowie anderen Stoffen.

Beschlag

    -->Baubeschlag

Beschlagaufnahmenut

    -->Beschlagnut

Beschlagnut

    Auch als Beschlagsaufnahmenut betitelt ist dies die vereinheitlichte Nut im Fensterflügel zur Aufnahme von Beschlagteilen bei Holz- und Kunststofffenstern.

Beschlagwerk

    Dies ist eine Ornamentierung mit welcher ein Beschlag vorgetäuscht wird.

Beschleuniger

    Kurzbezeichnung BE. Als Zusatzmittel von Putzen, Betonen, etc. dient dieser Stoff zur Förderung  einer Beschleunigung der Hydration des Stoffes.

Beschleunigung

    Hierbei handelt es sich um die Änderung der Geschwindigkeit in der Zeiteinheit (sek) nach Betrag oder Richtung. Einheit: Meter je Quadratsekunde; 1m*s-2= 1N*kg-1 .  Eine negative Beschleunigung wird auch als Verzögerung betitelt.

Beschränkte Ausschreibung

    -->Vergabe

Besenspritzputz

    Verputztechnik, bei der die letzte Putzlage (Oberputz)  mit einem (zu meist) Reißigbesen auf das Mauerwerk gespritzt wird.

Besenstrich

    • Der noch in plastischer Form vorhandene Putz wird hierbei nicht mit einem Putzhobel/-schwamm zugerieben, sondern mit einem Besen (Handbesen, früher Reißigbesen) zugewischt, die so erhaltene Oberflächenstruktur wird Besenstrich genannt.
    • Bei Oberflächen von Beton wird die Oberfläche als Besenstrich bezeichnet, wenn diese nach dem Schleifen (Betonglätten) eine griffige, nicht ganz grobe Oberfläche hat. -->Oberflächenstrukturen bei Betonflächen

Besiedlungsdichte

    Dies ist das Verhältnis (E/ha) der Einwohnerzahl eines, nach wirtschaftlichen, geographischen oder sonstigen Merkmalen, abgegrenzten Gebietes zu seiner Fläche.

Besimjanka

    Dies ist ein vorläufiger Name für die in Russland neu entstehenden Industrie- und Siedlungsanlagen.

Besitz

    Besitz im juristischen Sinn ist die tatsächliche Macht einer Person über eine körperliche oder unkörperliche Sache, welche ein Gegenstand des rechtlichen Verkehrs ist, mit dem Willen sie als die seinige zu behalten (der Mieter oder Pächter ist z.B. Besitzer).

Besitzsteuer

    Dies ist eine Steuer auf jegliche Art von Besitz (z.B. Vermögen, Erbschaft, Einkommen oder auch Ertrag).

besondere Leistung

    Dies sind nach der VOB (Teil C) Leistungen, die nicht Nebenleistungen sind und nur dann zur vertraglichen Leistung gehören, wenn sie in der Leistungsbeschreibung besonders erwähnt sind. Die Vergütung erfolgt gesondert.

besondere Vertragsbedingungen

    Diese Bedingungen können zusätzlich zur VOB Teil B als weiterer Vertragsbestandteile vereinbart werden.

besondere Wohngebiete

    Dies sind überwiegend bebaute Gebiete, die aufgrund vorhandener Wohnnutzung, die erhalten und fortentwickelt werden soll, und sonstiger Nutzung eine besondere Eigenart aufweisen.

Bessel

    Der deutsche Astronom und Mathematiker Friedrich Wilhelm Bessel (1784-1846) erarbeitete Grundlegendes in der Astronomie und führte die Neubestimmung der astronomischen Konstanten durch (Präzession, Aberration, Naturation) zu dem führte er erstmalig Messungen zu Entfernungsbestimmung eines Fixsterns durch.

Bessemer

    Der britische Ingenieur Sir Henry Bessemer erfand für die Stahlerzeugung das Windfrischverfahren, hierbei werden in birnenförmigen, feuerfest ausgekleideten Stahlbehältern schmelzflüssiges Roheisen durch Hinterblasung von Luft, von Kohlenstoffen und anderen Beimengungen befreit, und somit schiedbares Stahl hergestellt.

Beständigkeit

    Beständigkeit von Baustoffen gegen verschiedene Einflüsse wie z.B. Frost, Witterung, Feuer etc sind zur Beurteilung der Gebrauchsfähigkeit der Baustoffe von großer Wichtigkeit. Die wichtigsten Beständigkeiten sind -->Raumbeständigkeit; -->Frostbeständigkeit; -->Witterungsbeständigkeit; -->Korrosionsbeständigkeit und -->Feuerbeständigkeit.

Bestandsaufnahme

    In einem ersten Planungsgespräch zum Beispiel bei Sanierungen mit dem Bauherrn müssen zunächst die zukünftige Nutzung, das dazugehörige Raumprogramm und die Ausbauqualität erörtert werden. Daraus ergibt sich der erste Umfang der vorbereitenden Untersuchungen und die Genauigkeit der Bestandsaufnahme. Letzteres wird in 4 Genauigkeitsstufen eingeteilt:

    • Genauigkeitsstufe I der Bestandsaufnahme: Der Umfang umfasst eine Gebäudedokumentation in Grundrisseinteilung, Höhenentwicklung, Erscheinungsbild und Form. Der Verwendungszweck ist hinreichend für die Unterhaltungs- und Instandsetzungsmaßnahmen, ohne die Substanz anzugreifen; Basis für Vorplanungsskizzen und städtebauliche Kurzgutachten. Der Inhalt besteht aus Bestandsplänen und Aufmaß im Maßstab 1:100; Die Toleranz der Maße liegt bei 15 cm.
    • Genauigkeitsstufe II der Bestandsaufnahme: Der Umfang umfasst die annähernde wirklichkeitstreue Dokumentation des Bestandes mit konstruktivem System. Der Verwendungszweck dient als Grundlage der Sanierungsmaßnahmen sowie bauhistorischer Forschung; zur Kartierung restauratorischer Untersuchungen und der vorsorglichen Dokumentation. Der Inhalt besteht aus Bestandsplänen und Aufmaß im Maßstab 1:50 Die Genauigkeit der Darstellung liegt bei 5 cm.
    • Genauigkeitsstufe III der Bestandsaufnahme: Im Umfang genügt ein genaues verformungsgetreues Aufmaß an der Bauforschung. Der Verwendungszweck dient für die wahrheitsgetreue Dokumentation zur Restaurieung- und Umbauplanung mit der statischen Sicherung und zur planungsvorbereitenden Bauzustandsanalyse. Der Inhalt besteht aus Bestandsplänen und Aufmaß im Maßstab 1:50 Die Genauigkeit der Darstellung liegt bei 2,5 cm.
    • Genauigkeitsstufe IV der Bestandsaufnahme: Im Umfang genügt ein genaues verformungsgetreues Aufmaß an der Bauforschung. Der Verwendungszweck dient für Dokumentation der Ziele der wissenschaftlichen Bauforschung, der planungsvorbereitenden Zustandsanalyse und der statischen Sicherung, für schwierige Umbaumaßnahmen und Rekonstruktionen und Translozierungen. Der Inhalt besteht aus Bestandsplänen und Aufmaß im Maßstab 1:25 und größer; Aufmaß und Planungsinhalt sind identisch der Genauigkeitsstufe III.

Bestandsschutz

    Dies ist nach dem Grundgesetz (§ 14) das Recht, eine Anlage, die im Einklang mit den baulichen Vorschriften errichtet wurde, weiter halten und nutzen zu dürfen, auch wenn sie nach mittlerweile geänderten Sach- und Rechtslage materiell illegal geworden ist.

Bestandvertrag

    Der Vertrag, wodurch jemand den Gebrauch einer unverbrauchbaren Sache auf eine gewisse Zeit und gegen einen bestimmten Preis erhält.

Besteller

    Dieser Begriff aus dem Bürgerlichen Gesetzbuch ist gleichbedeutend mit dem im Baurecht verwendeten Begriff des Bauherrn oder des Auftraggebers.

Bestich

    Auch als Rapputz bezeichnet, ist dies ein einlagiger Putz, der durch Anwerfen oder Aufziehen des Mörtels und anschließendes Glätten mit einer Mörtelkelle oder mit einem breiten Pinsel (Quaste) entstehen.

Betastrahlen

    Dies ist die aus sehr schnellen Elektronen bestehende radioaktive Strahlung.

Betatron

    Auch Elektronenschleuder genannt, ist dies ein Kreisbeschleuniger für Elektronen. Er funktioniert ähnlich einem Transformator.

Bethesda

    Auch Bethsaida genannt, ist dies eine große bauliche Anlage in Jerusalem. Sie besteht aus fünf Säulenhallen um eine Doppelteichanlage.

Bethsaida

    -->Bethesda

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Beton

    Gemisch aus -->Bindemittel, -->Zuschlagstoff und Wasser (oft auch mit Mehlkorn oder Feinsandanteilen). Je nach Zusammensetzung, Herstellungsweise, Verarbeitung oder Beanspruchung wird zwischen verschiedenen Sorten unterschieden, es wird unterteilt in B I (unbewehrter Beton- B5, B10 - bewehrter Beton und unbewehrter Beton B15, B 25) und in B II ( bewehrter Beton B 35, B 45, B 55 ........), die Zahlen nach dem B geben die Nennfestigkeit des Betones an, z.B. hat ein B 25 eine Nennfestigkeit von 25 N/mm². Ein besonderer Beton ist z.B. der -->lichtdurchlässige Beton.

Betonart

Trockenrohdichte
In kg/dm³ bzw. t/m³ 

Zuschläge

Leichtbeton

Bis 2,0

Blähton, Blähschiefer, Hüttenbims, Naturbims

(Normal-) Beton

2,0 bis 2,8

Sand, Kies, Splitt

Schwerbeton

Ab 2,8

Schwerspat, Eisenerz, Stahlgranulat

Betonabbruch

    Dies ist das Material, das bei Abbruch- und Umbauarbeiten von Betonbauwerken oder Betonwaren anfällt.

betonangreifende Stoffe

    Dies können Wässer und Böden sein die Säuren, bestimmte Magnesium- und Ammoniumsalze, Sulfate oder auch pflanzliche und tierische Öle und Fette , sowie bestimmte Gase enthalten. Betonangreifende Bestandteile von Medien sind z.B.

Auftretende betinangreifende Medien

Betonangreifende Bestandteile

Meerwasser

Magnesiumverbindungen, Sulfate.

Gebirgs- und Quellwasser

Gelegentlich kalklösende Kohlensäure, Sulfate.

Moorwässer

Oft kalklösende Kohlensäure, Sulfate, Huminsäuren.

Bodenwasser

Oft kalklösende Kohlensäure, Sulfate, Magnesiumverbindungen.

verunreinigtes Bodenwasser

Zu den genannten des Bodenwassers zusätzlich Schwefelwasserstoff, Ammonium- und organische Verbindungen.

Flußwasser

I.d.R. geringe Konzentrationen betonangreifender Stoffe.

Abwässer

Säuren und deren Salze, organische Verbindungen

Häusliche Abwässer

Zu den unter Abwässer genannten Bestandteilen auch Ammoniumverbindungen, Schwefelwasserstoffe.

Industrielle Abwässer

Unterschiedlich je nach Art des Betriebes.

Böden

Eisensulfide und austauschfähige (säurebildende) Bestandteile.

Böden aus Zechstein-, Trias-, Jura-, Tertiärformationen

Häufig Sulfate wie Magnesium- und Natriumsulfate vorzugsweise in der Nähe von Salzlagerstöcken (Anhydrit, Gips).

Moorböden (Torf)

Oft kalklösende Kohlensäure, Sulfate, Huminsäuren.

Faulschlamm (Klärschlamm)

Huminsäuren

Deponien

Je nach Abfallprodukten in Sickerwasser häufig betonangreifende Stoffe.

Abgase aus Verbrennungsprozessen

Gas- un staubförmige Bestandteile; Aerosole lösen sich bei Taupunktunterschreitung im Kondensat, dann mineralisch, organische Säuren bzw. unterschiedlich konzentrierte Salzlösungen.

Brandgase chlorhaltiger Kunststoffe

Chlorwasserstoff

Faulgase

Schwefelwasserstoffe, durch bakterielle Oxidation Schwefelsäure.

Betonaufbruch

    Auch als Recycling-Beton bekannt, ist dies der Beton, der durch Aufbruch anfällt und ggf. aufbereitet als Mineralstoff wieder verwertet wird.

Beton BI und BII

B I

B II

  • Kann ohne Eignungsprüfung hergestellt werden – als Rezeptbeton – wenn die Mindestzementmenge eingehalten wird (DIN 1045).
  • Muss aufgrund einer Eignungsprüfung hergestellt werden, wenn Betonzusatzmittel (chemische Produkte), Betriebzusatzstoffe (z.B. Steinkohleflugasche) oder Ausfallkörnungen verwendet werden. 
    • Muss stets aufgrund einer Eignungsprüfung zusammengesetzt werden.

    - Unterliegt der Eigenüberwachung

    - Unterliegt der Fremdüberwachung

  • Nnormale Anforderungen an Frischbetonherstellung und Einbau.
  • Eerhöhte Anforderungen.
  • Darf nur verwendet werden bei erhöhten Anforderungen an das Personal (es muss exakt verdichtet werden damit die Festigkeit gewährleistet werden kann).
  • Im Bautagebuch muss festgehalten werden, wer ihn gemacht und verarbeitet hat.

Betonbauteil

    Dies ist ein Bauteil aus bewehrtem oder unbewehrtem Beton.

Betonbestandteile

    • Zement
    • Zuschlag
    • Wasser
    • Mehlkorn- oder Feinsandbestandteile

Betonbezeichnugen

    • Frischbeton - Beton welcher verarbeitbar ist.
    • Festbeton- Beton sobald er erhärtet.
    • Grüner Beton - Beton nach dem Verdichten und vor dem Erstarren.
    • Junger Beton - Beton nach dem Erstarren, der nicht mehr verarbeitbar ist.
    • Ortbeton - Beton der als Frischbeton in Bauteile eingebracht wird, die sich in entgültiger Lage befinden und der Beton dort erhärtet.
    • Baustellenbeton - Beton der auf der Baustelle gemischt wird.
    • Transportbeton - Beton der außerhalb der Baustelle hergestellt wird und mit Fahrzeugen zur Baustelle gebracht wird.
    • Silobeton - Beton, welcher im unangemischten Zustand in einem Silo auf die Baustelle gebracht wird, und dort mit Hilfe eines Durchlaufmischers zu Frischbeton wird.

Betonbrechsand

    Dies ist ein Zuschlag < 4mm, der aus der Aufbereitung von Betonbruch gewonnen wird.

Betonbruch

    Dies ist ein Sammelbegriff für Betonabbruch oder Betonaufbruch.

Bèton brut

    Dies ist die Bezeichnung für eine unbearbeitete und nicht verputze Betonfläche, die Oberflächenstruktur richtet sich nach der Schalung.

Betondeckung

    Eine ausreichende Betondeckung bei Stahlbeton ist erforderlich um einen Korrosionsschutz zur Stahleinlage zu gewährleisten, denn dies gelingt nur wenn die Stähle vollständig mit basischen Zementleim umhüllt sind; man spricht hier von dem Mindestmaß (min c in cm) und dem Nennmaß ( nom c in cm) diese sind Abhängig von dem Stabdurchmesser (ds in mm). Nachfolgende Werte sollten eingehalten werden:

Umweltbedingungen

Stabdurchmesser
(ds in mm)

Mindestmaß
(min c in cm)

Nennmaß
( nom c in cm)

Bauteile in geschlossenen Räumen und Bauteile die ständig im Trockenem sind

bis 12
14, 16
20
25
28

1,0
1,5
2,0
2,5
3,0

2,0
2,5
3,0
3,5
4,0

Bauteile, zu denen die Außenluft häufig oder ständig Zugang hat. Bauteile die ständig unter Wasser oder im Boden verbleiben, soweit nicht eine der nachfolgenden Umweltbedingungen greift.

bis 20
25
28

2,0
2,5
3,0

3,0
3,5
4,0

Bauteile im Freien. Bauteile in geschlossenen Räumen mit oft auftretender, sehr hoher Luftfeuchte bei üblicher Raumtemperatur, z.B. gewerbliche Küchen, Bäder, Wäschereien, Feuchträume von Hallenbäder, Viehstellen etc... Bauteile, die wechselnden Durchfeuchtungen ausgesetzt sind, z.B. durch häufig starke Tauwasserbildung oder in der Wasserwechselzone. Bauteilen die nach DIN 4030 schwachen chemischen Angriffen ausgesetzt sind.

bis 25
28

2,5
3,0

3,5
4,0

Bauteile, die besonders korrosionsfördernden Einflüssen auf Stahl und Beton ausgesetzt sind, z.B. durch häufige Einwirkung angreifender Gase oder Tausalzen oder auch durch starke chemische Angriffe laut DIN 4030

bis 28

4,0

5,0

Betondichtungsmittel

    Dienen zur Verminderung der Wasseraufnahme, bzw. des Wassereindringverhalten.

Betondruck

    Dies ist der Druck, den noch nicht erstarrter Beton gegen eine Schalung ausübt.

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Betondruckfestigkeitsklassen

Druckfestigkeitsklassen;
Betone ab Druckfestigkeitsklasse C55/67 werden als hochfeste Betone betitelt.

Charakteristische Druckfestigkeit in N/mm² nach 28 Tagen bei vordefinierten Lagerbedingungen.

f ck, cyl (Für Zylinder)

f ck, cube (Für Würfel)

C 8/10

    8

    10

C 12/15

    12

    15

C 16/20

    16

    20

C 20/25

    20

    25

C 25/30

    25

    30

C 30/37

    30

    37

C 35/45

    35

    45

C 40/50

    40

    50

C 45/55

    45

    55

C 50/60

    50

    60

C 55/67

    55

    67

C 60/75

    60

    75

C 70/85

    70

    85

C 80/95

    80

    95

C 90/105 (Zusätzliche Nachweise erforderlich)

    90

    105

C 100/115 (Zusätzliche Nachweise erforderlich)

    100

    115

Alte Bezeichnungen der Druckfestigkeitsklassen für Beton

Neue Druckfestigkeitsklassen nach DIN EN 206-1/DIN 1045-2

DIN 1045:
1988

B 5

C 8/10

 

B 10

C8/10

 

B 15

C 12/15

 

B 25

C 20/25

 

B 35

C 30/37

 

B 45

C 35/45

 

B 55

C 45/55

DAfStb-Richtlinien
Hochfester Beton

B 65

C 55/67

 

B 75

C 60/75

 

B 85

C 70/58

 

B 95

C 80/95

 

B 105

C 90/105

 

B 115

C 100/115

DIN 4219-1:
1979

LB 8

LC 8/9

 

LB 10

LC 12/13

 

LB 15

LC 16/18

 

LB 25

LC 25/28

 

LB 35

LC 35/38

 

LB 45

LC 45/50

 

LB 55

LC 50/55

Betoneingenlast

Normalbeton

Wichte* in kN/m3

 24

Stahlbeton

Wichte* in kN/m3

 25

Schwerbeton

Wichte* in kN/m3

> 28

Leichtbeton

Rohdichteklasse

0,5

0,6

0,7

0,8

0,9

1,0

1,2

1,4

1,6

1,8

2,0

Wichte* in kN/m3

5,0

6,0

7,0

8,0

9,0

10,0

12,0

14,0

16,0

18,0

20,0

Stahlleichtbeton 

Rohdichteklasse

0,8

0,9

1,0

1,2

1,4

1,6

1,8

2,0

Wichte* in kN/m3

9,0

10,0

11,0

13,0

15,0

17,0

19,0

21,0

*Bei Frischbeton sind die Werte um 1 kN/m3 zu erhöhen

Betoneinteilung

Betonart

Kurzzeichen

Trockenrohdichte
in kg/dm³ bzw. t/m³

Gesteinskörnung

Leichtbeton

LC

0,8 bis 2,0

Blähton, Naturbims, Hüttenbims, Blähschiefer

(Normal-) Beton

C

>2,0 bis 2,6

Sand, Kies, Splitt

Schwerbeton

HC

mehr als 2,6

Stahlgranulat, Eisenerz, Schwerspat.

Betonerzeugnisse

    Dies ist der Oberbegriff für alle werksmäßig hergestellten Erzeugnissen aus Betone (Betonfertigteile, Betonwaren, Betonwerkstein), die als erhärtete Bauteile eingebaut werden (gegenteilig zum -->Ortbeton).

Beton-Estrich

    Dies ist ein besonders druckfester Zementestrich der durch Hartstoffzusätze wie z.B. Natursplitt, Siliciumcarbid oder Elektrokorund etc... hergestellt wird.

Betonfestigkeitsentwicklung

    Die Festigkeitsentwicklung von Beton ist u.a. von der Festigkeitsklasse des Zements (-->Zement) abhängig. Zemente höherer Festigkeitsklassen (-->Zementdruckfestigkeit) ergeben bis zu einem Alter von ca. 28 Tagen größere Anfangsfestigkeiten, später jedoch eine geringere Nachhärtung als Zemente einer niederen Festigkeitsklasse. R-Zemente (-->R-Zement) entwickeln innerhalb einer Festigkeitsklasse eine höhere Frühfestigkeit beim Beton als übliche Zemente, allerdings weisen sie eine geringere Nachhärtung auf. Druckfestigkeitsklassen des Betons: -->Betondruckfestigkeitsklassen.

Betonfestigkeitsklassen

    Diese Festigkeitsklassen bezeichnen die Mindestdruckfestigkeit in Newton (N) pro mm² - ->Betondruckfestigkeitsklassen.

Betongelenk

    Bei einem Betongelenk wird der Betonquerschnitt derartig eingeschnürt, dass eine, wenn auch geringfügige, Verdrehung oder Biegebeanspruchung möglich ist.

Betonglas

    Bauhohlglas: diese im Pressverfahren produzierten Glassteine können in tragende Betonteile eingesetzt werden, sie dienen zur Herstellung von Glasstahlbeton hierbei wird das Glas statisch beansprucht, bei der Verarbeitung muß darauf geachtet werden, dass das Betonglas im Beton ohne Trennung eingebettet wird.

Betonglätten

    Dies ist die Betitelung für das i.d.R. maschinelle Glätten (zumeist in mehreren Arbeitsgängen) von estrichähnlichen Betonflächen. -->Oberflächenstrukturen bei Betonflächen.

Betongruppen

Betongruppe

Betonfestigkeitsklasse

Nennfestigkeit in N/mm²

Serienfestigkeit in N/mm²

Anwendung

Beton

B I

    B 5    

5

8

nur für unbewehrten Beton

    B 10  

10

15

    B 15  

15

20

für unbewehrte und bewehrte Betone

    B 25  

25

30

Beton

B II

    B 35  

35

40

    B 45  

45

50

    B 55 1)

55

60

1) Dieser Beton wird vor allem für werksmäßige Herstellung von Fertigbetonteilen in Betonwerken verwendet

Betongüteklassen

    -->Betonfestigkeitsklassen, -->Betongruppen

Betonieren

    Mit dem Betonieren wird das Verarbeiten von -->Frischbeton betitelt.

Betonit

    Richtige Schreibweise -->Bentonit.

Betonkonsistenz

    Hierunter wird die äußere Beschaffenheit des Frischbetons verstanden, charakterisiert wird hiermit die Verarbeitbarkeit des Betons.

Betonkorngruppen

Korngruppen für Beton

Betongruppe

Betonfestigkeitsklasse

Korngruppengesamtzahl

Größtkorn

davon vorgeschrieben

8 und 16 mm

32 mm

Beton B I

B 5

ungetrennter Zuschlag zulässig

B10

B 15

>/= 2

>/= 2

0/2 oder 0/4

B 25

Beton B II

B 35

>/= 2

>/= 3

0/2 oder 0/4a

B 45

B 55

Angaben ohne Gewähr

Betonkorrosion

    -->Carbonatisierung

Betonkristallisation

    Bei der Betonkristallisation reagiert der Wirkstoff, ein zementhaltiges Pulver das mit Wasser gemischt wird, mit den Betonbestandteilen und bildet eine mikrofeine Kristallisation in der Struktur des Baukörpers, welche Mikrorisse und Kapillare abdichtet, das Wasser in Kristalle umwandelt und es somit verdrängt. Dadurch kann z.B. Beton bis zu 16 Bar druckwasserfest werden, was einer Wassersäule von 160 Meter entspricht. Die Kristallisation „wächst“ tief in das Kapillarsystem von Beton ein. Dieser Prozess findet sowohl mit als auch gegen den Wasserdruck statt. Möglicherweise später entstehende Haarrisse (bis ca. 0,4 mm) können beim Eindringen von Feuchtigkeit wieder selbständig geschlossen werden. Betonkristallisierungen sind meistens in zwei Versionen erhältlich: als Schlämme zur nachträglichen Abdichtung von Bauteilen, die bereits unter Feuchtigkeitsproblemen leiden, sowie als Betonzusatzmittel für die Herstellung von Beton u. –fertigteilen.Die Einsatzmöglichkeit umfasst alle zementhaltigen Bauteile, die gegen Wasser und umweltbedingte oder chemische Einflüsse geschützt werden müssen (z. B. Mauern , Stützmauern, Fundamente, Keller, Nassräume, Parkdecks, Industrieböden, Aufzugsschächte, Treppenhäuser, Brücken, Tunnel, Schwimmbecken, Wasserbehälter, Staudämme, Kraftwerke, Kläranlagen, Kanalisationen, Tankstellen (dichtet gegen Erdölprodukte ab)). Das System ist nicht toxisch, nicht brennbar, verändert nicht die Diffusionseigenschaften des Untergrundes, und ist zudem trinkwassertauglich.

Betonkübel

    Dies ist ein Gefäß, mit einem Bodenverschluß den man öffnen kann; er dient zur Förderung des Betons an der Baustelle mittels einem Kran.

Betonlanze

    Dies ist ein Eisenrohr, dessen Spitze mit einem Schweißbrenner erhitzt wird und durch eingepressten Sauerstoff weißglühend erhalten wird, so dient es zum Bohren von Löchern in Beton.

Betonlasur

    Hier handelt es sich um eine einkomponentige, i.d.R. lösemittelfreie und wasserdampfdiffusionsfähige Kunststoffdispersion, welche die Oberfläche von Beton schützen und als Carbonatisierungsbremse wirken sollte.

Betonnester

    Dies sind nicht oder unzureichend verdichtete Hohlräume zwischen der Schalung und der Betonoberfläche; Ursache kann auch eine falsche Kornzusammensetzung sein.

Betonmindestprüfhäufigkeit

Prüfgegenstand

Mindestprüfhäufigkeit bei Überwachungsklasse

1

2

3

Lieferschein

 

Jedes Lieferfahrzeug.

Konsistenz mit zusätzlicher Augenscheinprüfung

Im Zweifel (Augenscheinprobe als Stichprobe).

Bei ersten Einbringen jeder Betonzusammensetzung, bei Herstellung von Probekörpern für die Festigkeitsprüfung sowie in Zweifelsfällen. Augenscheinprobe bei jedem Lieferfahrzeug.

Frischbetonrohdichte

Bei der Herstellung von Probekörpern für die Festigkeitsprüfung sowie in Zweifelsfällen.

Gleichmäßigkeit des Betons (über Augenschein).

Stichprobe

Jedes Lieferfahrzeug.

Druckfestigkeit, hierbei gilt, dass die Prüfung an in Formen hergestellten Probekörpern an jedem Boton erfolgen muss.

Im Zeifel.

3 Proben je 300 m³ oder zu jeweils drei Betoniertagen (maßgebend ist die Forderung mit der größten Probenanzahl).

3 Proben je 150 m³ oder jeweils zwei Betoniertage (maßgebend ist die Forderung mit der größten Probenanzahl).

Luftgehalt bei “LP-Beton”

Entfällt hier.

Zu Beginn jedes Betonierabschnittes sowie im Zweifelsfällen.

Betonmischer

    Dies ist eine Maschine zur Herstellung von Beton aus Kies, Sand, Bindemittel, Wasser und ggf. Zusätzen. Es wird unterschieden in Trommel-, Trog-, Teller- und Durchlaufmischer.

Betonoberbau

    Dies ist ein Oberbau (z.B. im Straßenbau) der ausschließlich aus hydraulisch gebundenen Schichten besteht.

Betonprüfstellen

    Es wird unterschieden in:

    • Betonprüfstelle E. Dies ist die ständige Prüfstelle für die Eigenüberwachung von Beton BII, von Transportbeton , Beton- und Stahlbetonfertigteilen oder auch von Baustellenbeton.
    • Betonprüfstelle F. Dies ist eine anerkannte Prüfstelle, die die Eigenüberwachung von Beton BII, auf Baustellen , von Transportbeton oder auch von Beton- und Stahlbetonfertigteilen durchführt.
    • Betonprüfstelle W. Diese Prüfstelle ermittelt die Wassereindringtiefe sowie die Druckfestigkeit.

Betonprüfungen auf der Baustelle

    Im Allgemeinen wird neben der Prüfung der Lieferscheins (Empfänger, Festigkeitsklasse, Betonsortennummer, Konsistenz und evtl. besondere Anforderungen) bei Betonen die folgenden Punkte auf der Baustelle durch den Bauunternehmer geprüft:

    • Konsistenz
    • Festigkeit
    • Evtl. Luftporengehalt
    • Wasserzementwert
    • Kornzusammensetzung des Zuschlags

    Es gilt, dass alle Baustellen verpflichtet sind, den Festigkeitsnachweis zu führen. Die Anforderung gilt auch für Baustellen auf welchen BI verarbeitet wird.

Betonpumpe

    Dies ist eine Kolbenpumpe (zu meist fahrbar, mit beweglichem Tragarm) welche zur Förderung von Frischbeton dient .

Betonrohdichte

    -->Betoneinteilung

Betonschäden

    Beton-Schäden sind z.B. Beton-Nester, die durch ungenügende Verdichtung beim Einbringen, nicht ausreichende Durchmischung oder falsche Körnung entstehen. Beton-Schäden entwickeln sich auch durch unzureichende Betonüberdeckung der Stahleinlagen, Feuchtigkeit und aggressive Schadstoffe in der Luft.

Betonschalungsmittel

    Dies sind zu meist Öle oder Emulsionen, welche vor dem Einbringen des Betons auf die Schalung gebracht werden, um das spätere Ausschalen zu erleichtern.

Betonsplitt

    Dies ist ein Zuschlag > 4mm, der aus der Aufbereitung von Betonbruch gewonnen wird.

Betonspritzmaschine

    Andere Bezeichnung: Torkretapparat, dient zum Auftragen des Betons im Spritzverfahren.

Betonstabstahl

    Dies ist ein stangenförmiger Betonstahl für die Bewehrung von Beton, meist mit einer Nenndruckgrenze von 500 N/mm² (Bst 500) und einem Durchmesser von 6 bis 28 mm.

Betonstahl

    Dies ist ein Stahl, zur Aufnahme der Zugkräfte in einer Stahlbetonkonstruktion, welcher weiterverarbeitet wird zu - ->Betonstabstahl, -->Betonstahlmatten oder auch zu -->Bewehrungsdraht.

Betonstahlarten

Betonstahlart

Betonstabstahl

Betonstahlmatte

Bewehrungsdraht
Dieser darf nur durch Herstellerwerke von geschweißten Betonstahlmatten ausgeliefert werden. Hierbei ist unmittelbar vom Hersteller zum Verarbeiter zu liefern.

Oberflächenausbildung

Stäbe gerippt; zwei Reihen von Rippen

Stäbe gerippt; drei Reihen von Schrägrippen

Drähte

 

BSt 400 S mit zwei Reihen zueinander parallelen Rippen. Mit Ausnahme der durch Kaltverwinden hergestellten Stäben haben die Schrägrippen auf beiden Umfanghälften unterschiedliche Abständen.

BSt 500 S mit zwei Rippenreihen, wovon die eine zueinander parallele Rippen, die andere alternierend geneigte Schrägrippen besitzt.

Drei Reihen mit jeweils parallelen Rippen, wobei eine Reihe gegenläufig sein muss.

glatt

profiliert, d.h. drei möglichst gleichmäßig über den Umfang in die Länge verteilte Profilreihen.

Sorte

BSt
420 S

BSt
500 S

BSt 500 M

BSt
500 G

BSt
500 P

Kurzzeichen

III S

IV S

IV M

IV G

IV P

Werkstoff-Nr.

1.0428

1.0438

1.0466

1.0464

1.0465

Herstellverfahren

Warmwalzen (mit und ohne Nachbehandlung) und Kaltverformung (Recken oder Verwinden)

Kaltverformung (Kaltwalzen und/oder Ziehen)

Kaltverformung

Betonstahl-Biegemaschine

    Gerät welches zum exakten Biegen des Betonstahls dient.

Betonstahlmatten

    Dies sind Bewehrungsmatten für z.B. Stahlbeton, sie bestehen aus sich kreuzenden Stahlstäben die mittels elektrischer Widerstandspunktschweißung scherfest miteinander verbunden sind. Die Schwerkraft  beträgt mind. 30 % der Nenn-Streckgrenzenlast des zu verankernden Stabes. Die Stahlgüte ist mit BSt 500 M vorgegeben. Betonstahlmatten sind in Deutschland mit witterungsbeständigen Anhängern zu versehen, aus welchen die Nummer des Herstellerwerkes und die genaue Mattenbezeichnung hervorgeht, bzw. erkennbar ist, zudem sind die Stäbe auf einer der drei Rippenreihen zu kennzeichnen (Werkskennzeichnung, dies ist ein Strichcode nach DIN 488 T1).

Betonstahl-Schere

    Elektrisch oder manuell funktionierende Schere (-”zangenähnlich”), sie dient zum exakten Zuschneiden von Stahlbewehrungen.

Betonsteinpflaster

    Ein Pflasterbelag aus Betonsteinen in Quadrat-, Rechsteck-, und Sechskantsteinform, aber auch in unterschiedlichen Formen von Verbundpflastersteinen.

Betontragschicht

    Dies ist eine Tragschicht aus einem Beton mit einer bestimmten Festigkeitsklasse.

Betontrockenrohdichte

    -->Betoneinteilung

Betonüberwachungsklassen

Kenngröße

Überwachungsklasse

1

2
Beton nach Überwachungsklasse 2 und 3 erfordert eine Überwachung sowohl durch das Bauunternehmen als auch durch eine dafür anerkannte Überwachungsstelle.

3
Beton nach Überwachungsklasse 2 und 3 erfordert eine Überwachung sowohl durch das Bauunternehmen als auch durch eine dafür anerkannte Überwachungsstelle.

Druckfestigkeitsklasse für Normal- und Schwerbeton.

</= C25/30
(Auch Spannbeton der Festigkeitsklasse C 25/30)

>/= C30/37
und
</= C50/60

>/= C55/67

Expositionsklasse

X0; XC; XF1

XS; XD; XA; XM (Nicht für übliche Industriefußböden); >/= XF2

 

Besondere Eigenschaften:

 

 

 

Beton für wasserundurchlässige Eigenschaften. Beton mit hohem Wassereindringwiderstand, darf auch in Überwachungsklasse 1 eingeordnet werden, wenn der Baukörper nur zeitweise aufstauendem Sickerwasser ausgesetzt ist.

 

X

 

Unterwasserbeton

 

X

 

Verzögerter Beton (nach Richtlinie des DAfStb)

 

X

 

-->FD- Beton oder -->FDE-Beton (nach Richtlinie des DAfStb)

 

X

 

Betonverflüssiger

    Kurzbezeichnung BV. Mit diesem Zusatzmittel wird eine Verminderung der Oberflächenspannung des Anmachwassers von Beton erreicht. Zement und Zuschlag werden dadurch intensiver mit Wasser benetzt. Die im wesentlichen in Deutschland verwendeten Rohstoffe für Betonverflüssiger und -fließmittel sind:

    • -->Ligninsulfonate
    • -->Melaminsulfonate
    • -->Naphtalinsulfonate
    • -->Polycarboxylate

    Diese Bestandteile sind wässrige Lösungen und somit frei von organischen Lösungsmitteln. Weiterhin sind diese Rohstoffe weder giftig, reizend, ätzend noch gesundheitsschädigend. Es werden keinerlei Schwermetallverbindungen eingesetzt. Polykondensationsprodukte des Melamins und des Naphthalins enthalten produktionsbedingt Spuren an freiem Formaldehyd, diese liegen im allgemeinen unter den Grenzwerten für eine Kennzeichnungspflicht.

Betonwerkstein

    Kunststein, dienen z.B. als Pflastersteine,  sind  wetterbeständig und auch Stahlbewehrt auf dem Markt.

Betonwerksteinplatten

    Dies sind, aus -->Betonwerkstein hergestellte, zumeist an der Oberfläche geschliffene, Bodenplatten.

Betonzusatzmittel

    Können sein: -->Betonverflüssiger, -->Fließmittel, -->Luftporenbildner, -->Dichtungsmittel, -->Verzögerer, - ->Beschleuniger, -->Einpreßhilfen und/oder -->Stabilisierer.

Art des Betonzusatzmittels

Kurzzeichen

Farbkennzeichnung der Gebinde

Betonverflüssiger

BV

gelb

Fließmittel

FM

grau

Luftporenbildner

LP

blau

Dichtungsmittel

DM

braun

Verzögerer

VZ

rot

Beschleuniger

BE

grün

Einpresshilfe

EH

weiß

Stabilisierer

ST

violett

Chromatreduzierer

CR

rosa

Recyclinghilfe

RH

schwarz

Betonzusatzstoffe

    Können sein: -->Gesteinsmehl, -->Steinkohleflugasche, -->Hochofenschlacke, -->Traß, -->Silivastaub.

Betonzuschlag

    Dies ist ein Gemisch (Haufwerk) von gebrochenen und/oder ungebrochenen Körnern aus natürlichen und/oder künstlichen mineralischen Stoffen. Gilt als Ausgangsstoff des Betons.

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